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Kapazität der Radverkehrsanlagen auf stark frequentierten Routen wird erhöht

Pilotprojekt für temporäre Radfahrstreifen während Corona-Krise in Berlin

Temporäre Radfahrstreifen in Berlin
Temporäre Radfahrstreifen in Berlin © Peter Broytman via QIMBY, CC0

Pilotprojekt für temporäre Radfahrstreifen während Corona-Krise in Berlin

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg haben heute erste konkrete Schritte zur vorübergehenden Einrichtung von Radfahrstreifen während der Pandemie-Krise unternommen.

Das Projekt wird mit zwei Pilotvorhaben starten. Damit soll an zwei stark frequentierten Routen die Kapazität der Radverkehrsanlagen erhöht werden. Positive Aspekte der Verkehrssicherheit im Straßenverkehr lassen sich so mit einer Unterstützung der geltenden Infektionsschutzauflagen verbinden.

Aktueller Stand (09.04.2020) der Pilotprojekte (SenUVK)

  • Radfahrstreifen am Halleschen Ufer vom Halleschen Tor bis Köthener Straße / Mendelssohn-Bartholdy-Park
  • Eine erweiterte Aufstellfläche auf der Fahrbahn für Radfahrende an der besonders frequentierten Kreuzung der Zossener Straße / Ecke Gitschiner Straße
  • Radfahrstreifen an der Petersburgerstraße zwischen Bersarinplatz und Landsberger Allee (beidseitig)
  • Lichtenberger Straße zwischen Straussberger Platz und Holzmarktstraße (beidseitig)
  • Gitschiner Straße zwischen Zossener Str./Lindenstraße und Böcklerstraße (beidseitig)

Falls andere Bezirke ebenfalls Interesse an der Einrichtung temporärer Radfahrstreifen auf stark frequentierten Radverkehrsverbindungen haben, kommt dies in Betracht. Inzwischen (Stand Anfang April 2020) gibt es auch "Regelpläne zur temporären Einrichtung und Erweiterung von Radverkehrsanlagen".

Mit dem Rad zu fahren, ist gerade in der Corona-Krise gut, um Ansteckungsrisiken zu vermeiden, zwingend nötige Wege zurückzulegen und sich an der frischen Luft sportlich zu betätigen. Damit tragen die Maßnahmen auch dazu bei, den öffentlichen Personennahverkehr zu entlasten und in S- und U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen das Abstandsgebot leichter einzuhalten.

Einzelheiten zur Umsetzung vor Ort werden von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und dem jeweils betroffenen Bezirk geklärt.