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Gewinn-Faktor Fahrrad

Wettbewerb zur Förderung des Fahrradverkehrs in Unternehmen und Behörden

Titelbild des Wettbewerbs
Titelbild des Wettbewerbs © VCD Bundesverband

1. Ausgangssituation und Ziele

Im Jahr 1998 hat das Land Schleswig-Holstein ein Programm "Fahrradfreundliches Schleswig-Holstein" beschlossen, in dem der Wettbewerb "Erfolg mit dem Fahrrad: Radverkehr in Betrieben und Verwaltungen" vorgesehen war. Dieser Wettbewerb wurde jedoch vom Land nicht umgesetzt. Da im Jahr 2001 in Schleswig-Holstein das Fahrrad zwar häufig als Freizeitverkehrsmittel genutzt wurde, dagegen kaum auf dem Weg zur Arbeit, griff der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Schleswig-Holstein die Idee auf und konzipierte den Wettbewerb "Gewinn-Faktor Fahrrad". Dieser wurde dann in den Jahren 2001, 2003 und 2005 durchgeführt.
Ziele des Wettbewerbs waren:

  • Arbeitgeber/innen in Firmen und Verwaltungen für das Thema "Fahrrad im Berufsverkehr" und seine Vorteile (geringe Kosten, Gesundheit, Mitarbeiterzufriedenheit, Umwelt) zu sensibilisieren, über Verbesserungsmöglichkeiten zu informieren und Ideen zu geben,
  • zur Fahrradförderung mittels Umsetzung konkreter Verbesserungen anzuregen
  • und damit die Nutzung des Fahrrads im Berufsverkehr zu fördern.

2. Durchführung

2.1 Wer hat das Projekt durchgeführt?

Die drei Wettbewerbe wurden vom VCD Schleswig-Holstein, mit finanzieller Unterstützung der BINGO Projektförderung ("BINGO! Die Umweltlotterie") und der Landeshauptstadt Kiel durchgeführt.
Der Fragebogen zum Wettbewerb, das Bewertungsschema und die Preisträger/innen wurden mit einer Jury abgestimmt. Kooperationsspartner/innen waren das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (jetzt Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr) (2001 und 2003), die IHK zu Kiel (2001), das Universitätsklinikum Lübeck (2001) und die Landeshauptstadt Kiel (2001, 2003 und 2005). Sie unterstützten die Wettbewerbe bei den Auftakt- und Abschlussveranstaltungen. Der ADFC-Kreisverband Lübeck und die ADFC-Ortsgruppe Flensburg engagierten sich im ersten Wettbewerb durch Öffentlichkeitsarbeit vor Ort.
Schirmherr der Wettbewerbe 2001 und 2003 war Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Dr. Bernd Rohwer. Die Staatssekretärin des Verkehrsministeriums Karin Wiedemann unterstützte den dritten Wettbewerb mit einem Vorwort zur Broschüre.

2.2 Arbeitsschritte

a. Schleswig-Holstein
  • Erstellung eines Faltblatts
  • Entwicklung eines detaillierten Fragebogens mit über 60 Fragen in den Segmenten: "A-Wertung: Bauliche Infrastruktur", "B-Wertung: Betriebliche Mobilität, Serviceeinrichtungen und andere 'weiche' Maßnahmen" sowie "C-Wertung: Zusatzpunkte für die Qualität der Unterlagen und das Engagement". Dabei wurden auch geplante Maßnahmen in die Bewertung einbezogen, um Verbesserungen anzustoßen.
  • Durchführung einer Auftaktveranstaltung beim Universitätsklinikum Lübeck (2001) und eines Auftakttermins für die Presse im Rathaus der Landeshauptstadt Kiel (2005)
  • Versendung von Faltblatt und Fragebogen an alle Firmen ab 100 Beschäftigten (2001 und 2003), bzw. ab 50 Beschäftigten (2005) sowie an alle Behörden im Land
  • Pressearbeit über Tagespresse und Zeitschriften
  • Auswertung der eingegangenen Fragebögen (2001: 29, 2003: 28 und 2005: 16), zusammen: 73 Firmen/Behörden. Davon haben sechs Firmen zwei oder sogar dreimal teilgenommen.
  • Vor-Ort-Kontrolle, persönliche Kontaktaufnahme und z.T. Beratung bei den 11-12 besten Betrieben (2001 und 2003) bzw. bei allen 16 Wettbewerbsteilnehmer/innen (2005)
  • Preisverleihung von insgesamt 19 Preisen (überdachte Abstellanlagen, Anlehnbügel, Fahrräder, Fahrrad-Aktentaschen) im Gesamtwert von fast 20.000 Euro im Rahmen einer Fachtagung "Das Fahrrad im Berufsverkehr" (2001) bzw. bei Veranstaltungen im Kieler Rathaus (2003 und 2005)
  • Erarbeitung von ausführlichen Einzelbewertungen für jeden der 73 Teilnehmer
b. Kiel

Bei allen drei Wettbewerben gab es einen Schwerpunkt in Bezug auf die Unternehmen in Kiel:

  • 2001 und 2003: Rund 100 Kieler Firmen erhielten zusätzlich zu Faltblatt und Fragebogen eine Broschüre der Landeshauptstadt Kiel zum Thema Radverkehr und Fahrradparken (2003 zusätzlich: Broschüre "Gewinn-Faktor Fahrrad – Das Fahrrad im Berufsverkehr") zugeschickt und wurden nach Versenden der Unterlagen telefonisch angesprochen.
  • 2005: Vor Versenden der Unterlagen wurden alle 130 Kieler Firmen mit mehr als 50 Beschäftigten angerufen, um die zuständigen Ansprechpartner im Vorwege zu ermitteln. Alle Kieler Firmen ab 50 Mitarbeiter/innen sowie 46 Alten- und Pflegeheime und Kliniken erhielten Faltblatt und Fragebogen sowie unsere Broschüre zugeschickt.
  • Fahrrad-Lotto in den Jahren 2003 und 2005: Die Kieler Firmen erhielten ein zweites Anschreiben, in dem sie zur Durchführung der Aktion "Fahrrad-Lotto" im Rahmen der "Europäischen Woche der Mobilität" (16. - 22. September) eingeladen wurden.

3. Was wurde erreicht?

3.1 Evaluierung

Im Jahr 2006 wurden die drei Wettbewerbe evaluiert, um die Wirksamkeit des Konzepts von "Gewinn-Faktor Fahrrad" zu überprüfen.
Erfolgreich war der Wettbewerb "Gewinn-Faktor Fahrrad" vor allem darin, bei den meisten Unternehmen das Fahrrad zum innerbetrieblichen Thema zu machen und etliche konkrete Verbesserungen für die radelnden Beschäftigten zu bewirken.

Befragung der Arbeitgeber der beteiligten Betriebe und Behörden

Die Befragung der Unternehmen, die am Wettbewerb teilgenommen haben ergab, dass 17 (das entspricht 25%) der Unternehmen und Behörden durch den Wettbewerb zur Umsetzung von Verbesserungen für die radelnden Beschäftigten angeregt werden konnten. Insgesamt wurden 75 Einzelmaßnahmen umgesetzt, von denen sich fast die Hälfte (35) auf die Verbesserung der Infrastruktur bezogen: Sechs der teilnehmenden Unternehmen/Behörden schufen insgesamt 161 neue Fahrradstellplätze, von denen 119 mit Anlehnbügeln ausgestattet wurden. Außerdem wurden Verbesserungen hinsichtlich Beleuchtung und Überdachung umgesetzt. Die Howaldtswerke-Deutsche Werft AG (HDW) Kiel beschaffte 365 neue Werksräder. Viele Betriebe haben als Service für die Beschäftigten Werkzeug, Flickzeug und Luftpumpen angeschafft. Drei bieten einen Reparaturservice an. Umfangreichere Verbesserungen, wie die Schaffung von Umkleide- und Waschmöglichkeiten wurden nicht unternommen. Mit Aktions- und Infoveranstaltungen sorgten sechs Betriebe/Verwaltungen dafür, dass das Fahrrad ins Gespräch kam. Drei davon griffen in diesem Zusammenhang die Aktion "Fahrrad-Lotto" auf und sorgten damit für viel Aufmerksamkeit.

Finanzielle Vorteile räumten nur zwei Betriebe ihren radelnden Beschäftigten ein, in beiden Fällen wurde die Möglichkeit zur Sammelbestellung von Equipment mit Rabatten geschaffen. Unpopuläre Maßnahmen wie die Einrichtung kostenpflichtiger Pkw-Stellplätze wagte kein Unternehmen.

Als besondere Maßnahme führte die Polizeidirektion Husum ein, dass das Arbeitswegradeln auf das Pflichtsportpensum angerechnet wird. Da nicht alle Unternehmen/Verwaltungen ihre Fragebögen zurückschickten, gingen einige Maßnahmen, die im Rahmen der Aktion umgesetzt wurden, nicht in die Auswertung ein. Außerdem waren viele Informationen nicht mehr vorhanden, weil bei etlichen Betrieben die Ansprechpartner/innen gewechselt hatten. Dies muss bei der Bewertung der Ergebnisse berücksichtigt werden.

Befragung der speziell mit Radverkehrsförderung befassten MitarbeiterInnen der beteiligten Betriebe und Behörden

Die telefonische Befragung der Kontaktpersonen bei allen Arbeitgeber/innen ergab, dass ausreichend finanzielle und zeitliche Kapazität und Unterstützung durch die Vorgesetzten unabdingbare Voraussetzungen dafür sind, dass Fahrradförderung in den Betrieben weiter vorangebracht wird und die Engagierten nicht aufgeben. Durch den Wettbewerb erhielten die Mitarbeiter Unterstützung, die sich auch schon vor dem Wettbewerb für das Thema Fahrrad eingesetzt haben. Mit diesen steht und fällt die Fahrradförderung in den Betrieben.

Durch die mit dem Wettbewerb verbundene Außenwirkung insbesondere beim Auftakt und den Preisverleihungen konnte das Thema Radfahren im Berufsverkehr auch in der Öffentlichkeit ins Gespräch gebracht werden, seinen vielfältigen Nutzen verdeutlichen und Möglichkeiten zur Fahrradförderung aufzeigen.

Befragung der Mitarbeiter der beteiligten Betriebe und Behörden

Die Auswertung der Mitarbeiterumfrage ergab, dass die umgesetzten Verbesserungen sich nicht unmittelbar auf eine Steigerung des "Radanteils" auswirkten. Daraus sollte aber nicht gefolgert werden, dass solche Verbesserungen wirkungslos sind. Vielmehr liegt der Schluss nahe, dass es sich bei den untersuchten Unternehmen bereits um besonders engagierte Arbeitgeber/innen mit entsprechend motivierten Beschäftigten handelt. Dies ist daran zu erkennen, dass der Radanteil in der Gruppe der untersuchten Unternehmen und Behörden mit durchschnittlich über 20% weit über dem bundesweiten Durchschnitt von 9% liegt. Die Mitarbeiterumfrage zeigte, dass in den untersuchten Betrieben das Potenzial derjenigen, die mit dem Rad zur Arbeit kommen können, schon weitgehend ausgeschöpft zu sein scheint.
Es wurde deutlich, dass für den Umstieg weiterer Mitarbeiter auf das Fahrrad eine gute Service-Infrastruktur mit Duschen, Umkleideräumen und Trockenmöglichkeiten wichtig ist. Eine bedarfsgerechte Anzahl an Fahrradstellplätzen und eine zweckmäßige Qualität (Anlehnbügel, Überdachungen, Beleuchtung) motivieren vor allem die Beschäftigten, die als Sommer- oder Ganzjahres-Radler/innen die Fahrrad-Infrastruktur schon nutzen.

Es zeigte sich, dass die Beschäftigten, die das ganze Jahr überwiegend zur Arbeit radeln, die niedrigsten Fehltage hatten. Außerdem hatten Radler/innen mehr Wegeunfälle als Pkw-Fahrer/innen, wobei allerdings die Sommer-Radler/innen ("Schön-Wetter-Radler/innen") deutlich mehr Wegeunfälle zu verzeichnen hatten.

Projekte wie "Gewinn-Faktor Fahrrad" ermöglichen durch Information und praktische Beratung, dass die vielfältigen Vorteile des Radfahrens gerade auf Alltagswegen wahrgenommen und durch Umsetzung fahrradfreundlicher Verbesserungen genutzt werden. Eine Kombination der Projekte "Mit dem Rad zur Arbeit" (durchgeführt durch den ADFC Bundesverband), "bike + business" (durchgeführt durch den ADFC Hessen) und "Gewinn-Faktor Fahrrad" sowie eine Übertragung auf andere Bundesländer oder Länder kann Synergieeffekte bringen. Das bundesweite Umstiegspotenzial ist - vergleicht man die mittleren Anteile "rad-affiner" Beschäftigter unserer beteiligten Arbeitgeber/innen mit dem bundesweiten Durchschnitt - riesig.

3.2 Forschungsbedarf

Die Auswertung gab nur einzelne Anhaltspunkte zu der Frage, welche Maßnahmen Menschen in welchem Umfang dazu motivieren können, tatsächlich vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Ein Zusammenhang zwischen den Verbesserungen, die die untersuchten Arbeitgeber/innen umsetzten und einem Zuwachs beim Radverkehrsanteil war nicht festzustellen. Ein Grund dafür könnte sein, dass die untersuchten Unternehmen und Behörden bereits einen überdurchschnittllich hohen Radverkehrsanteil aufwiesen. Das Potenzial an Beschäftigten, für die das Fahrrad als Verkehrsmittel in Frage kommt, war schon vor der Aktion weitgehend ausgeschöpft. Es wäre eine systematische Untersuchung notwendig, um zu ermitteln, welche Verkehrsmittelgruppen mit welchen Verbesserungen zum häufigeren Radeln motiviert werden können.

Die Auswertung der Krankheitstage, die im Rahmen der Mitarbeiterbefragungen erfolgte, lässt vermuten, dass das Radfahren nur bei solchen Personen einen positiven Gesundheitseffekt zeigt, die das ganze Jahr über mit dem Rad zur Arbeit fahren. Diese Frage müsste im Rahmen einer breiter angelegten Studie näher untersucht werden.

Mitarbeiter/innen, die nur im Sommer zur Arbeit radeln, scheinen auf dem Arbeitsweg häufiger zu verunglücken, als die, die das ganze Jahr überwiegend zur Arbeit radeln. Die Gründe dafür sollten näher untersucht werden und Unfälle durch entsprechende Maßnahmen verhindert werden.

Will man die Arbeitnehmer/innen direkt erreichen und zum Umstieg bewegen, scheinen Aktionen wie "Mit dem Rad zur Arbeit" des ADFC oder "Fahrrad-Lotto" des VCD Schleswig-Holstein besonders geeignet zu sein. Allerdings fanden diese Aktionen bisher fast durchweg nur im Sommer statt. Da aber aus gesundheitlicher Sicht ein regelmäßiges, möglichst tägliches und also ganzjähriges Radeln wichtig zu sein scheint, ist es für die Arbeitgeber/innen von Vorteil, gelegentliche Sommer-Radler/innen zu täglichen Ganzjahres-Radler/innen zu machen. Um die Beschäftigten zum regelmäßigen Radfahren das ganze Jahr über zu motivieren, sollten entsprechende Aktionen also auch im Herbst und Winter stattfinden.

Die Erkenntnis, dass die Förderung der Fahrradnutzung auf dem Arbeitsweg über verringerte Infrastrukturkosten, Krankheitskosten, größere Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten sich auch auf den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens auswirkt, ist unserer Erfahrung nach noch längst nicht bei allen Entscheidungsträger/innen angekommen. So hatten die wenigsten der 67 teilnehmenden Unternehmen und Behörden z.B. Daten zur Effektivität der Fahrradförderung (Krankenstand, Wegeunfälle, Einsparungen bei der Infrastruktur etc.) zur Verfügung. Gerade in Zeiten sinkender Budgets gilt es, das Augenmerk betrieblicher Entscheidungsträger/innen verstärkt darauf zu lenken, in welchem Maße Fahrradförderungsmaßnahmen und Mobilitätsmanagement zu betrieblichen Kosteneinsparungen beitragen können. Systematische Untersuchungen über die Effekte von Fahrradförderungsmaßnahmen und die Erstellung von Handreichungen für Arbeitgeber/innen könnten dazu beitragen, Fahrradförderung attraktiver und einfacher zu machen.

Die Ergebnisse der Arbeitgeber-Umfrage ergaben eine geringe Bereitschaft der Betriebe, für eine Beratung zu fahrradfreundlichen Maßnahmen zu bezahlen. Auch nach den Erfahrungen eines ähnlichen Projekts in Hessen "bike + business" scheinen nur größere und finanzstärkere Betriebe in der Lage (oder willens), Beratungen entsprechend zu bezahlen. Ein – kostenpflichtiges – Beratungsangebot des ADFC-Bundesverbandes wurde bislang kaum angenommen. Um Informationen und Knowhow zur Fahrradförderung möglichst vielen Menschen im gesamten Bundesgebiet zukommen zu lassen und auch kleinere Unternehmen und öffentliche Haushalte, die bislang gar nicht über entsprechende Titel verfügen, beraten zu können, erscheint es notwendig, diese Beratungen niedrigschwellig, d.h. kostenlos oder sehr günstig anzubieten. Dies erfordert aber eine Finanzierung solcher Projekte mit öffentlichen Fördermitteln.

4. Ergebnisse

Insgesamt wurden 67 Arbeitgeber/innen mit zusammen gut 31.000 Beschäftigten über eine Teilnahme am Wettbewerb erreicht. In etlichen Betrieben ist das Fahrradfahren durch die - z.T. wiederholte - Teilnahme inzwischen als Thema etabliert.
Viele Wettbewerbsteilnehmer/innen setzten aufgrund des Wettbewerbs Verbesserungen zu Gunsten von Radlern um (z.B. Errichtung von Anlehnbügeln und Überdachungen, Anschaffung von Dienst-/Werksrädern, Einrichtung von Trockenmöglichkeiten, Bereithalten von Fahrrad-Werkzeug, Durchführung von Fahrrad-Lotto oder von Mitarbeiter-Befragungen zum Mobilitätsverhalten).

Warum handelt es sich um ein innovatives und nachahmenswertes Beispiel?

Mit der Durchführung des Projektes konnte die Kommunikation über das Thema "Radfahren" verbessert werden. Aufgrund der vielen umfangreichen Kontakte konnten auch Schlüsselpersonen vor Ort motiviert werden, zu dem Thema etwas zu unternehmen. Eine Broschüre ermöglicht es Unternehmen und Behörden, in Eigenregie Maßnahmen zur betrieblichen Radverkehrsförderung umzusetzen und mit anderen Projekten zu kombinieren. Es erfolgten bereits Anfragen u.a. aus Liechtenstein, Österreich, Italien und der Schweiz zur Umsetzung des Wettbewerbs.
Nicht zuletzt können mit solchen Wettbewerben nachweislich konkrete Verbesserungen für Radler vor Ort erreicht werden.

Finanzierung

Finanzierung: 
Landesmittel
Kommunale Mittel
Sponsoring, Spenden
Sonstige
Erläuterungen: 

Sostige: VCD-Eigenmittel
Die Auswertung der drei Wettbewerbe Gewinn-Faktor Fahrrad wurde aus Bundesmitteln des NRVP finanziert mit einem Eigenanteil des VCD Nord in Höhe von 20%. Die Finanzierung der Wettbewerbe erfolgte über die Umweltlotterie BINGO, die Stadt Kiel sowie Eigenanteile des VCD-Landesverbandes Schleswig-Holstein in Höhe von ca. 30%. Außerdem waren das Verkehrsministerium Schleswig-Holstein, das Landesamt für Straßenbau und Verkehr und der VCD-Bundesverband durch finanzielle Beiträge bzw. Sachleistungen beteiligt. Sechs Firmen (Neudeck & Dransfeld, BikeandRide, veloCenter, Ortlieb, Büro Lebensraum Zukunft und Neubauer Reisen) sponserten das Projekt, indem sie Sachpreise zu Sonderkonditionen zur Verfügung stellten.

Evaluation

Evaluation: 
ja
Erläuterungen: 

Die Evaluation der Wettbewerbe war Gegenstand des Projekts "Auswertung zum Wettbewerb "Gewinn-Faktor Fahrrad", in dessen Rahmen 2006 alle 67 Arbeitgeber/innen, die am Wettbewerb teilgenommen haben, befragt wurden, welche Maßnahmen sie anlässlich des Wettbewerbs umgesetzt haben. Zusätzlich wurde den Unternehmen und Behörden, die – angeregt durch den Wettbewerb – Verbesserungen umgesetzt haben, eine Mitarbeiterbefragung zum Mobilitätsverhalten angeboten. Dieses Angebot wurde von 13 Arbeitgeber/innen genutzt.

Projektträger & Beteiligte

Projektleitung: 
  • Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Schleswig-Holstein (seit 01.01.2005 mit dem Landesverband Hamburg zusammengeschlossen zum Landesverband Nord)
Projektbeteiligte: 
  • Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr
  • Landeshauptstadt Kiel

Laufzeit

Dauermaßnahme: 
nein
Projektstart: 
Februar 2001
Projektende: 
November 2006
Info zur Laufzeit: 

Die Wettbewerbe wurden in den Jahren 2001, 2003 und 2005 durchgeführt. Im Jahr 2006 erfolgte die Evaluation.

Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation

Kontakt

Ansprechpartner auf Projektebene: 

Frau Kirsten Kock
Verkehrsclub Deutschland, Landesverband Nord e.V.
Samwerstraße 16
24118 Kiel
Telefon: +49(0)431/98646-26
Telefax: +49(0)431/98646-50
E-mail: schleswig-holstein@vcd.org
 

Meta-Info
Stand der Information
23. März 2007
Autor
Kirsten Kock, Doris Neuschäfer, Susanne Heise (VCD e.V.)
NRVP-Handlungsfelder
Fahrradthemen
Schlagworte
Land
Schleswig-Holstein