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Radfahren InterAKTIV für die Sekundarstufe I

Veloversity - Das E-Learning-Portal zum Fahrrad für Schulen

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Ausgangssituation, Darstellung der Projektidee und ‑ziele

Mit Eintritt in die weiterführenden Schulen nehmen Beliebtheit und alltägliche Bedeutung des Fortbewegungsmittels Fahrrad bei Kindern und Jugendlichen aber auch dem Lehrpersonal stetig ab. Der Fahrradführerschein ist absolviert und damit in der Regel auch jegliche Relevanz des Themas Fahrrad in den Schulen verloren. So fehlen den Heranwachsenden wie Lehrpersonen externe Anreize, sich mit dem Verkehrs- und Sportgerät Fahrrad weitergehend auseinanderzusetzen.

Veloversity möchte bei Kindern und Jugendlichen aber auch Lehrenden Interesse am Fortbewegungsmittel Fahrrad wecken, indem das weitgefächerte Themengebiet rund um das Radfahren mittels E-Learning-Einheiten und dazugehörigen Präsenz- beziehungsweise Praxislerneinheiten kind- und jugendgerecht aufbereitet wird. Dabei nutzt veloversity die bestehende Affinität der Zielgruppe zu Geräten wie PC, Smartphone und Tablet und verknüpft sie mit der aktuellen Schulentwicklung, bei der E-Learning-Angebote einen größeren Stellenwert einnehmen werden. Kinder und Jugendliche sollen auf diese Weise die notwendige Wissensgrundlage erlangen, die sie zu einer nachhaltigen, sicheren und lebenslangen Nutzung des Fortbewegungsmittels Fahrrad befähigt. Zugleich soll veloversity Lehrer in ihrer täglichen Arbeit entlasten, indem alle Lerneinheiten ohne lange Vorbereitungszeit direkt in die Praxis umgesetzt werden können. Die kostenfreie Bereitstellung der Materialien soll Schulen den Einstieg in die Welt des E-Learnings erleichtern.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt (Anfang 2017) ist die Auswahl an attraktiven E-Learning-Angeboten für Schulen immer noch sehr beschränkt. Die meisten bestehenden E-Learning-Angebote lassen sich im Hinblick auf Design und Funktionalität nicht mit veloversity vergleichen und sind für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrkräfte sehr viel unattraktiver. Darüber hinaus existieren E-Learning-Angebote zum Thema Radfahren lediglich im Bereich der Verkehrssicherheit für Grundschulen. Veloversity schließt diese Lücke und bietet Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern eine attraktive Internetplattform, auf der sie, angelehnt an den Lehrplan der weiterführenden Schulen, spannende und interaktive Inhalte zum Thema Fahrradfahren erleben können.

Projektdurchführung

Das Projekt wurde von einer Projektgruppe des Instituts für Natursport und Ökologie der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) durchgeführt. Für die technische Umsetzung der Internetplattform war das Unternehmen IMC AG (information multimedia communication AG) verantwortlich.

Durch den Einbezug von Schüler- und Lehrerbeiräten in der konzeptionellen Phase des Projekts konnten die Inhalte und die Gestaltung des Internetportals an den Bedürfnissen der Zielgruppe ausgerichtet werden. Durch zahlreiche Schulbesuche erfolgte eine Abfrage von Ansprüchen und Wünschen der Nutzergruppen Lehrer/innen und Schüler/innen, die anschließend im Rahmen technischer Möglichkeiten umgesetzt wurden. Mit Hilfe der Durchführung von Betatests konnte die Plattform auf potenzielle Fehlerquellen untersucht werden. Studierende aus den Radsportkursen (Bachelor und Lehramt) der Deutschen Sporthochschule Köln wurden ebenfalls in die Evaluation und Entwicklung von veloversity einbezogen.

Zur Realisierung des Projekts wurde das Förderprogramm „Nationaler Radverkehrsplan 2020“ vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) genutzt. Nach Ablauf der Förderung erfolgt der Betrieb und die Pflege des Internetportals durch die DSHS.

Projektelemente

Die Umsetzung des Projekts veloversity erfolgte in mehreren Phasen. Zunächst wurde im Rahmen der Projektvorbereitung und Organisation ein Lehrer- und Schülerbeirat gegründet, dessen Funktion darin bestand, die Projektarbeitsschritte zu begleiten und zur Optimierung der Plattform beizutragen. Dazu wurden vier Pilotschulen in Nordrhein-Westfalen ausgewählt, mit deren Lehrpersonal und Schülerinnen und Schüler die Lerneinheiten sowie das Design und die Funktionalität der Plattform diskutiert werden sollte. Damit einhergehend erfolgte die Konzeption, Evaluation und Optimierung von Probeinhalten. In Zusammenarbeit mit dem Lehrer- und Schülerbeirat wurden Probeinhalte festgelegt und vom Projektteam umgesetzt. Im Rahmen von diversen Tests unter realen Bedingungen an den Schulen wurden detaillierte Informationen über die Anwenderfreundlichkeit und den Aufforderungscharakter der E-Learning Plattform gewonnen und Fehler entdeckt. Dazu konnten Schülerinnen und Schüler mit Tablets und Desktop Rechnern die Inhalte ausprobieren. Ihr Feedback wurde über qualitative Interviews und Befragungen gesichert. Im Anschluss an die Analyse der Evaluationsergebnisse wurde die E-Learning Plattform optimiert und die übrigen Lerninhalte fertiggestellt.

Funktionalität Portal

Insgesamt wurden 82 Kurse mit einen WBT (Web Based Training), Experimenten und einem Abschlussquiz in den Themenfeldern Mathematik und Physik, Mobilität und Umwelt, Gesundheit, Sicherheit und Werkstatt in drei Schwierigkeitsstufen erstellt. Lehrkräfte können über eine intuitive Benutzeroberfläche ihre Klassen zu den Kursen einladen und deren Arbeitsfortschritte online betrachten. Alle Inhalte sind frei zugänglich auch ohne Zugehörigkeit zu einer Klasse.

Zur Kommunikation der E-Learning Plattform ist ein Video erstellt worden, das der Zielgruppe Lehrkräfte veloversity erklärt. Das Video wird zum einen über soziale Medien kommuniziert und dient zum anderen auf der Plattform selbst als erster Einstieg. Zudem wurde ein Projektflyer angefertigt, der für das Internetportal werben soll. Der Projektflyer wird bei Fortbildungen und Veranstaltungen verteilt.

Darüber hinaus wurde das Projekt auf diversen Veranstaltungen zum Thema Radfahren vorgestellt.

Projekterfolge: Was wurde erreicht – Beschreibung der derzeitigen Situation, evtl. Ausblick

Die Umsetzung des Projekts veloversity ist abgeschlossen. Die themenspezifischen Lerninhalte sind erstellt und können von Lehrkräften sowie von Kindern und Jugendlichen auf der Internetplattform abgerufen werden.

Konkrete Aussagen zur Projektwirkung können zum Zeitpunkt Januar 2017 noch nicht getroffen werden, da die Plattform erst im 1. Quartal 2017 zugänglich sein wird.  Jedoch lassen Feldversuche mit Schulklassen und Studierenden sowie Lehrkräften auf eine große Akzeptanz und hohe Nutzerzahlen schließen.

Warum handelt es sich um ein innovatives und nachahmenswertes Beispiel?

Veloversity ermöglicht Lehrenden eine innovative Implementierung verschiedenster Themenbereiche des Radfahrens in die Unterrichtsfächer der Sekundarstufe I. Dabei können Lehrkräfte kostenfrei und ohne weiteren Aufwand auf radspezifische, an den Lehrplan der weiterführenden Schulen angepasste Lerneinheiten zugreifen und mit ihren Klassen ausgewählte Kurse durchführen. Dabei nutzt veloversity die Affinität der Zielgruppe zur digitalen Medienwelt. Ein mit Schülerinnen und Schülern entwickeltes attraktives Design sowie die mit Lehrkräften erarbeitete Funktionalität der E-Learning Plattform ermöglicht eine moderne und interaktiv gestaltete Wissensvermittlung. Durch die Kombination von Präsenz- und Praxiseinheiten sowie die Zurverfügungstellung von Quizelementen, Collagen und Experimenten wird den Schülerinnen und Schülern ein abwechslungsreicher Unterricht zum Thema Fahrradfahren geboten. Durch das Responsive Design ist die Anwendbarkeit des Internetportals auf verschiedenen mobilen Endgeräten wie Smartphone, Tablet und PC gewährleistet und sorgt somit für eine komfortable Vorbereitung und Durchführung der Lerneinheiten.

Die Funktionalität und das Konzept lassen sich auf viele weitere Themenbereiche in der Schule und auch an Universitäten übertragen.

Finanzierung

Finanzierung: 
Bundesmittel
Gesamtvolumen: 
195 000 €
Erläuterungen: 

Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020.

Evaluation

Evaluation: 
ja
Erläuterungen: 

Im Rahmen von Tests und realen Bedingungen an Schulen wurden detaillierte Informationen über die Anwenderfreundlichkeit und den Aufforderungscharakter der E-Learning Plattform gewonnen und Fehler entdeckt. Schüler haben mit Smartphones, Tablets und Desktop Rechnern die Inhalte der Plattform ausprobiert. Ihr Feedback wurde über qualitative Interviews und Befragungen gesichert.

Die Evaluation bezog sich einerseits auf das nach den Vorgaben der Deutschen Sporthochschule Köln und den Designevaluationen erstellten Design der Plattform sowie andererseits auf die Funktionalität der Lernplattform.

Bisher wurden zwei größere Evaluationen in den Pilotschulen durchgeführt. Am 29.11.2014 fand die erste Evaluation am Franziskus Gymnasium in Vossenack (Kreis Düren) statt. Teilnehmer waren Fünft-, Sechst- und Siebtklässler. Die zweite Evaluation fand am 27.01.2015 an einer Haupt- und Realschule in Hürtgenwald statt. Teilnehmer waren Haupt- und Realschüler der Klassen 7, 8 und 9. Dazu kommen noch zahlreiche kleinere Evaluationen bzw. Funktionstests mit Schülern aber auch mit Sportstudierenden.

Projektträger & Beteiligte

Projektleitung: 

Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS), Institut für Natursport und Ökologie

Projektbeteiligte: 

IMC AG (information multimedia communication AG) – Auftragnehmer für die Bereitstellung der Internetplattform (keine Inhalte)

Laufzeit

Dauermaßnahme: 
nein
Projektstart: 
April 2013
Projektende: 
Dezember 2015

Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation

Kontakt

Ansprechpartner auf Projektebene: 

Herr Dr. Achim Schmidt
Deutsche Sporthochschule Köln
Institut für Natursport und Ökologie
Am Sportpark Müngersdorf 6
50933 Köln
Telefon: +49 (0)221/4982 7810
Telefax: +49 (0)221 / 4982 8480
E-mail: schmidt@dshs-koeln.de

Meta-Info
Stand der Information
23. August 2018
Autor
Dr. Achim Schmidt, Patrick Schumann, Deutsche Sporthochschule Köln, Institut für Natursport und Ökologie
NRVP-Handlungsfelder
Kommunikation
Mobilitäts- und Verkehrserziehung
Fahrradthemen
Ausgewählte Zielgruppen
Mobilitätserziehung
Veranstaltungen
Schlagworte
E-Learning
Kinder / Jugendliche
Land
Deutschland