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Radverkehrsbeschleunigung mit Hilfe automatischer LSA-Detektion

Radwelle Oberhausen

Exemplarischer Werbebanner der Marketingkampagne
Exemplarischer Werbebanner der Marketingkampagne © Stadt Oberhausen

Einleitung

Mit Hilfe einer automatischen Detektion wird der Radverkehr an Lichtsignalanlagen (LSA) in Oberhausen beschleunigt. Der Radfahrer wird hierzu beim Anfahren auf die LSA frühzeitig erkannt und ein entsprechendes Signalprogramm zur schnellen Grünschaltung initialisiert. Hierdurch wird die Wartezeit erheblich reduziert und der Komfort für den Radfahrer gesteigert. Im besten Fall kann der Radfahrer die Signalanlage beim Eintreffen sogar ohne Wartezeit passieren. Durch die Reduzierung der Wartezeiten wird auch die Anzahl der Rotlichtverstöße reduziert und ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit geleistet.

Durchführung

Im Rahmen eines Förderprojektes des Bundeswettbewerbs Klimaschutz im Radverkehr konnten dreißig Stellen an LSA mit der automatischen Detektion der Radfahrer ausgestattet werden. Für die Auswahl der Stellen wurden alle Strecken, welche über einen LSA verfügen, mit einem Fahrrad und einem mitgeführten GPS-Logger befahren. Die Befahrung ermöglichte die Ermittlung der Wartezeiten vor den einzelnen LSA. Anhand der ermittelten Wartezeiten und den örtlichen Bedingungen wurde eine Prioritätenliste erarbeitet. Anhand der Prioritätenliste konnten insgesamt 30 Stellen für die automatische Detektion ausgewählt und umgerüstet werden. Die Stellen sind zur Info mit einem Schild am Radweg gekennzeichnet. Für die Radfahrervorerkennung werden zwei unterschiedliche Systeme (Indiktionsschleifen u. Wärmebildkamera) eingesetzt. Am 06. Juni 2018 wurde das Projekt mit einer Einweihungsveranstaltung eröffnet.

Für das Projekt wurde Öffentlichkeits- bzw. Marketingarbeit betrieben. Hierzu wurde die Wort-Bild-Marke "RADWELLE" erarbeitet. Zur Informationen über das Projekt wurden projektbegleitend regelmäßig Pressemitteilungen veröffentlicht und Informationen zum Projekt auf der Website www.Radwelle.de bereitgestellt. Es wurden verschiedene Werbematerialien (Banner, Flyer, Aufkleber, Beachflag, Sattelschutz, etc.) erstellt. Über das Projekt wurde bereits vor Beginn der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in verschiedenen Lokalen Medien (NRZ, WDR, RadImPott, etc.) positiv berichtet. Die positive Berichterstattung hält weiterhin an.

Die Stadt Oberhausen hat bereits in der Vergangenheit vier Dauerzählstellen für den Radverkehr installiert, um die Entwicklung des Radverkehrs verfolgen zu können. Durch die in diesem Projekt installierten Detektoren konnten dreißig weitere Dauerzählstellen geschaffen werden, welche die Radverkehrsentwicklung in Oberhausen im gesamten Stadtgebiet detailliert erfassen.

Ausblick

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Evaluation der Maßnahme. Es wurde eine erneute Befahrung aller Strecken im Jahr 2018 durchgeführt, welche derzeit ausgewertet wird um die Wirkungen der Maßnahmen, insbesondere die Verbesserung der Reise- und Wartezeiten, für die einzelnen Standorte beurteilen zu können und ggf. Verbesserungspotenziale zu ermitteln.

Warum handelt es sich um ein innovatives und nachahmenswertes Beispiel?

Mit der RADWELLE konnte auf einzigartige und einfache Weise der Radverkehr an dreißig Signalanlagenstellen dem Motorisierten Individualverkehr mindestens gleichgestellt und ein wichtiger Beitrag zur Radverkehrsförderung geleistet werden.

Finanzierung

Finanzierung: 
Bundesmittel
Kommunale Mittel
Gesamtvolumen: 
185 000 €
Erläuterungen: 

Förderprogramm

Bundeswettbewerbs Klimaschutz im Radverkehr des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Gesamtkosten

185.061,27 €

Erläuterung

Die Kosten sind für den Umbau der Lichtsignalanlagen im Jahr 2017 entstanden.

Die GPS Befahrung der Strecken und die Auswertung der Daten erfolgte in Eigenleistung im Jahr 2017.

Am 06. Juni 2018 wurde das Projekt mit einer Einweihungsveranstaltung in Eigenleistung eröffnet.

Evaluation

Evaluation: 
ja
Erläuterungen: 

Es wurde eine erneute Befahrung aller Strecken im Jahr 2018 durchgeführt, welche derzeit ausgewertet wird, um die Wirkungen der Maßnahmen, insbesondere die Verbesserung der Reise- und Wartezeiten, für die einzelnen Standorte beurteilen zu können und ggf. Verbesserungspotenziale zu ermitteln.

Projektträger & Beteiligte

Projektleitung: 

Stadt Oberhausen, Fachbereich 5-6-10/ Verkehrsplanung, Signalwesen

Laufzeit

Dauermaßnahme: 
nein
Projektstart: 
Dezember 2017
Projektende: 
Juni 2018

Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation

  1. Das Projekt ist regelmäßig in den öffentlichen Medien vertreten. Über das Projekt wurde insbesondere in den lokalen Medien berichtet:
  • ADFC Zeitschrift "Rad im Pott"
  • Regionalzeitung NRZ und WAZ
  • WDR Fernsehen u. Radio
  • Radio Oberhausen
  1. Neben den öffentlichen Medien wurde das Projekt bereits auf verschiedenen Veranstaltungen vorgestellt.
  2. Projekthomepage: www.radwelle.de

 

Kontakt

Ansprechpartner auf Projektebene: 

Dr.-Ing. Marcel Knauff
Stadt Oberhausen, Fachbereich 5-6-10/ Verkehrsplanung, Signalwesen
Konzeptionelle Verkehrsplanung, Nahmobilitätsförderung
Bahnhofstraße 66
46145 Oberhausen
Telefon: +49/(0)208 825 - 3157
Telefax: +49/(0)208 825 - 5256
E-Mail: marcel.knauff@oberhausen.de

Meta-Info
Stand der Information
5. Juni 2019
Autor
Dr.-Ing. Marcel Knauff, Stadt Oberhausen, Konzeptionelle Verkehrsplanung
NRVP-Handlungsfelder
Fahrradthemen
Schlagworte
Land
Nordrhein-Westfalen