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Hochwertiges Routennetz

Radwege im Grünen Ring Region Bremen

Routennetz des Grünen Rings
Routennetz des Grünen Rings © Kommunalverbund Niedersachsen

Kurzbeschreibung des Raums

Der Planungsraum hat einen Radius von ca. 30 km und umfasst die Hansestadt Bremen und sechs Landkreise mit 23 Städte und Gemeinden in Niedersachsen:

  • Landkreise: Cuxhaven, Diepholz, Oldenburg, Osterholz, Verden, Wesermarsch;
  • Kommunen: Achim, Bassum, Berne, Bremen, Delmenhorst, Ganderkesee, Grasberg, Hagen, Hambergen, Harpstedt, Hude, Langwedel, Lemwerder, Lilienthal, Osterholz-Scharmbeck, Ottersberg, Oyten, Ritterhude, Schwanewede, Stuhr, Syke, Thedinghausen, Weyhe, Worpswede

In den beteiligten Städten und Gemeinden leben knapp 1,5 Mio. Einwohner, rund ein Drittel davon in Bremen (ohne Bremerhaven). Die Landschaft besteht aus Marsch, Moor und Geest. Sie ist aufgrund ihrer flachen Topografie für das Radwandern gut geeignet.

Kurzbeschreibung des Vorhabens

Mit dem Gemeinschaftsprojekt "Grüner Ring Region Bremen" wurden vorhandene Wege und touristische Radrouten in Bremen und in einem Radius von ca. 30 km in Niedersachsen über Landes- und Kommunalgrenzen hinweg zu drei Ringwegen mit Querverbindungen vernetzt und einheitlich ausgeschildert. Das Wegenetz des Grünen Rings mit einer Länge von insgesamt 800 km besteht aus drei thematischen Ringwegen und Querverbindungen. Der Grüne Ring verbindet die kulturellen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten der beteiligten Gebietskörperschaften. Über 30 Bahnhöfe, drei historische Eisenbahn- und mehrere Schifffahrtslinien, die an das Wegenetz angebunden sind, erlauben intermodale Kombinationen.

Prozess- und organisationsbezogene Beschreibung

Seit Beginn der 1990er Jahre ist nach einer längeren Pause die Zusammenarbeit zwischen Bremen und Niedersachsen wieder intensiviert worden. In den darauf folgenden Jahren wurden im Rahmen der damaligen "Gemeinsamen Landesplanung Bremen/Niedersachsen" bzw. der heutigen "Regionalen Arbeitsgemeinschaft Bremen/Niedersachsen" (RAG) gemeinsam mit dem Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen verschiedene Handlungsfelder zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit entwickelt. So wurde - basierend auf einer Untersuchung von möglichen Ansatzpunkten - bei einem niedersächsisch-bremischen Workshop zur Förderung gemeinsamer Projekte auch die Projektidee zum Grünen Ring von den dort vertretenen Kommunen aufgegriffen und daraufhin vom Kommunalverbund gemeinsam mit dem Senator für Bau, Umwelt und Verkehr konkretisiert. Vorbild für das Projekt war der 1995 in der Region Hannover eingerichtete Grüne Ring, der ebenfalls aus mehreren Schleifen besteht (Innenstadt, Umland).

Für die Umsetzung wurde folgende Arbeitsaufteilung verabredet:
Die Projektleitung hinsichtlich Konzeption, Umsetzung und Weiterentwicklung wurde gemeinsam wahrgenommen. Der Kommunalverbund übernahm darüber hinaus die Abstimmung aller die niedersächsischen Städte und Gemeinden betreffenden Belange sowie die Begleitung der Erstellung der Freizeitkarte mit Begleitheft. Der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr übernahm die Akquirierung der Gesamtfinanzierung, die fachliche Abwicklung der Finanzierung für Bremen und Niedersachsen, die Beschilderung der Wege und die Abstimmung aller die Stadt Bremen betreffenden Belange.

Die konkretisierte Projektidee wurde zu Beginn mit allen beteiligten Städten und Gemeinden abgestimmt. Für die Begleitung der Durchführung wurde ein kleinerer Arbeitskreis mit Vertretern einzelner Gemeinden und Tourismusverbände gebildet. Der ADFC wurde beratend hinzugezogen.

Verknüpfung mit weiteren Projekten

Es wurde nach Möglichkeiten von Synergien gesucht, die Projektidee mit weiteren Projektansätzen zu verbinden. Die Stadt Bremen bemühte sich um eine Vernetzung mit dem Modellvorhaben des Bundes "Regionen Aktiv - Land gestaltet Zukunft" zur Förderung nachhaltiger Landwirtschaft und damit verbunden auch des sanften Tourismus. Der Grüne Ring wurde ein Schlüsselprojekt der im März 2002 im Bundeswettbewerb ausgewählten "Modellregion Nordlichter-Weserland". Die Eröffnung des Grünen Ringes wurde daher auch mit Aktivitäten des Vereins Nordlichter Region Weserland verbunden.

Der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr bemühte sich zudem um die Anerkennung des Grünen Ringes als Leitprojekt im Rahmen des regionalen Entwicklungskonzepts Bremen/Niedersachsen der regionalen Arbeitsgemeinschaft Bremen/Niedersachsen. Damit wurde nicht nur eine finanzielle Förderung ermöglicht, sondern auch die Freiraumentwicklung im Verdichtungsraum besser gesteuert und die Entwicklungen in den unterschiedlichen Gemeinden besser miteinander verknüpft. Damit wurde direkt das Ziel einer Konkretisierung der regionalen Zusammenarbeit erreicht, was sich zum Beispiel auch in Bezug auf die Kompensationsmaßnahmen auswirkt, die so unter Naherholungsaspekten effektiver gestaltet werden können.

Wegenetz

Das Wegenetz in Niedersachsen (670 km) wurde vom Kommunalverbund mit den Kommunen abgestimmt. Aufgrund des knappen Budgets wurden nur vorhandene, mit dem Rad befahrbare Wege und mit geklärter Verkehrssicherungspflicht einbezogen. Eine Ausnahme bildete zu diesem Zeitpunkt nur der Neubau einer Brücke einschließlich des Ausbaus eines Wirtschaftswegs. Die Gesamtkosten für Brücke und 500 m Wegeausbau wurden in der Gemeinde Stuhr zu 50 % aus dem EU-Programm PROLAND und in der Gemeinde Weyhe zu 50 % aus dem Landesprogramm ETLR (Entwicklung typischer Landschaften und der ländlichen Räume) gefördert, das in Ausnahmen den Lückenschluss durch Radwege(aus)bau fördert.

Nach der Festlegung des Wegenetzes wurden u.a. auf der Grundlage einer Vereinbarung des niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (MELF) mit den Ämtern für Agrarstruktur Verbesserungen der Wegequalität durch deren Sanierung durchgeführt (vgl. "Finanzierung").

Das Wegenetz in der Stadt Bremen (130 km) wurde vom Senator für Bau, Umwelt und Verkehr in einem aufwändigen Verfahren mit allen betroffenen Fachämtern, Wegeeigentümern und Verkehrssicherungspflichtigen abgestimmt. Auch hier wurden aufgrund des geringen Budgets und der knappen Umsetzungszeit überwiegend nur die Wege mit geklärter Verkehrssicherung ausgewählt. Mit der Abstimmung des Wegenetzes für den Grünen Ring wurden hier gleichzeitig alle Radfernwege und regionalen Radrouten, die die Stadt queren, gebündelt und zeitgleich beschildert. Zur planerischen Sicherung wurden alle vorhandenen touristischen Radrouten in das Freiraumkonzept des Stadtentwicklungskonzeptes Bremen eingebracht.

Wegweisung

Die Planung der Beschilderung für den bremischen und den niedersächsischen Bereich wurde vom Senator für Bau, Umwelt und Verkehr an ein externes Büro übergeben.

Im niedersächsischen Projektgebiet waren schon 50 % der Grundbeschilderung (Pfeil- und Zwischenwegweiser) vorhanden. Die Montage der Beschilderung wurde von den niedersächsischen Kommunen überwiegend in Eigenleistung erbracht. In Bremen wurde die Montage an eine Firma übergeben, da es dort keinen städtischen Bauhof mehr gibt. Die Kommunen verpflichteten sich per Vereinbarung zur Wartung der Beschilderung, wobei die Übernahme der Materialkosten zurzeit noch nicht abschließend geklärt ist.

In Bremen wurde der ADFC mit der Kontrolle der Wegweiser beauftragt. Bedingt durch Probleme in der Auftragsabwicklung durch die Schilderherstellungs- und Montagefirma und fehlende Personalkapazität beim Senator für Bau, Umwelt und Verkehr ist die Mängelbehebung der Beschilderungsmontage im August 2005 noch nicht abgeschlossen. Gleichzeitig sind in der Stadt Bremen zusätzliche Mängel durch einen relativ hohen Vandalismus entstanden, die ebenfalls aus personellen Gründen noch nicht behoben werden konnten. Der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr bemüht sich um die dauerhafte Absicherung der Pflege der Beschilderung.

Vermarktung

Die Vermarktung des Grünen Ringes erfolgt über Flyer, Anzeigen, Veröffentlichungen und örtliche Informationstafeln. Es fehlen noch Gastronomie- und Beherbergungsverzeichnisse entlang der Routen.

Die Informationen über die regionalen Urlaubs- und Freizeitmöglichkeiten wurden in einer Freizeitkarte mit Begleitheft dargestellt und veröffentlicht. Über die Internetadresse www.gruener-ring-region-bremen.de können bislang nur Basisinformationen abgerufen werden. Die Präsentation wird im Laufe der Zeit weiterentwickelt.

Im Zusammenhang mit der Beschilderung des Grünen Ringes wurden in Bremen und im Landkreis Osterholz auch alle weiteren touristischen Radrouten beschildert. Die Beschilderung in Bremen und den angrenzenden niedersächsischen Landkreisen wurde nach dem Standard der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV-Standard) ausgeführt.

Auf 50 Informationstafeln werden an ausgewählten Standorten im niedersächsischen Bereich die Projektidee und die Sehenswürdigkeiten der Standortgemeinde präsentiert.

Zur Vermarktung des Projekts wurden pauschal buchbare Angebote konzipiert, die z.B. über die Bremer Touristik-Zentrale vertrieben werden. So wurde mit dem "Bremer Stadtweg", der in einer kleinen (8 km) und in einer großen Route (30 km) alle touristischen Attraktionen der Stadt Bremen erschließt, ein erstes Pauschalangebot für eine Tagestour entwickelt. Sie wird von der Tourismuszentrale Bremen (z.B. mit einem kostenlos erhältlichen Faltblatt) und vom ADFC national und international beworben. Die Wegweisung erfolgt mit Logo und Richtungspfeilen. Die Entwicklung weiterer Themenrouten ist geplant.

Für die weitere Vermarktung des Grünen Ringes stellt der Kommunalverbund Kartengrundlagen und Textbausteine zur Einbindung in Broschüren und Flyer anderer Anbieter zur Verfügung. So wird in Veröffentlichungen des ADFC, der Bremer Touristik-Zentrale und des Betreibers des Schienenpersonennahverkehrsangebot der NordWestBahn der Grüne Ring präsentiert.

Im Mai 2003 fand die Eröffnung des Grünen Rings statt, die durch zahlreiche Feste und Aktivitäten in den Kommunen begleitet wurde.

Quintessenz

Besonders förderlich für die Umsetzung des Projekts erwies sich die gute Bereitschaft zur Mitwirkung der Kommunen trotz teilweise anfänglicher Vorbehalte sowie die Unterstützung durch das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und des Senators für Wirtschaft und Häfen hinsichtlich der Organisation der Finanzierung. Auch das große persönliche Engagement aller am Projekt Beteiligten war eine wichtige Voraussetzung für das Erreichen des heutigen Projektstands, wobei die knappen Personalressourcen, die auch für die komplexe Finanzierung aufgewendet wurden, zu Verzögerungen im Ablauf führten.

Die gleichberechtigte Arbeit am Projekt in Form eines Arbeitskreises unter Einbeziehung der relevanten Akteure ist für den Erfolg sowie eine motivierte Mitarbeit entscheidend. Dadurch kann vorhandenes Know-how eingebunden und genutzt werden, während eine engagierte, freiwillige Mitarbeit in hierarchischen Strukturen schwierig ist. Durch die Arbeitsgruppen des Projektes sind kurze (Informations-)Wege entstanden, die langwierige Dienstwege z.T. abkürzen.

Durch vielfältige weitere Aktivitäten zur Entwicklung des Radtourismus durch die Regionale Arbeitsgemeinschaft Bremen/Niedersachsen, den Kommunalverbund und die Kommunen werden in der Region Bremen/Niedersachsen die Entwicklungschancen des Radtourismus zunehmend genutzt (z.B. gemeinsame Präsentation der touristischen Angebote des Rad- und des Wassertourismus), so dass auch die Voraussetzungen für einen langfristigen Erhalt des Grünen Ringes und seiner qualitativen Weiterentwicklung günstig sind.

Aufgrund knapper finanzieller Mittel konnte bei der Beschilderung der hohe Qualitätsanspruch des ADFC nicht umgesetzt werden. Attraktivere Wegeführungen konnten teilweise aufgrund von Eigentumsverhältnissen nicht realisiert werden.

Die Qualitätssicherung ist noch verbesserbar. Dies zeigt sich z.B. daran, dass Rückmeldungen von Nutzern (z.B. zur Beschilderung) häufig an den ADFC gerichtet werden, auch wenn formal der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr Bremen (SBUV) bzw. nachgeordnete Behörden zuständig sind.

Nach Einschätzung des ADFC wird die ehrenamtliche Arbeit teilweise übermäßig genutzt. Ehrenamtliche Helfer können vom ADFC nur schwer für die umfangreichen und komplexen Aufgaben der Qualitätskontrolle gewonnen werden.

Grundsätzlich wurden gelegentlich Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit eigentlichen Planungsarbeiten vorgezogen.

Warum handelt es sich um ein innovatives und nachahmenswertes Beispiel?

Durch vielfältige weitere Aktivitäten zur Entwicklung des Radtourismus durch die Regionale Arbeitsgemeinschaft Bremen/Niedersachsen, den Kommunalverbund und die Kommunen werden in der Region Bremen/Niedersachsen die Entwicklungschancen des Radtourismus verstärkt und in kooperativer Weise genutzt (z.B. gemeinsame Präsentation der touristischen Angebote des Rad- und des Wassertourismus), so dass auch die Voraussetzungen für einen langfristigen Erhalt des Grünen Ringes und seiner qualitativen Weiterentwicklung günstig sind.

Finanzierung

Finanzierung: 
EU-Mittel
Landesmittel
Kommunale Mittel
Erläuterungen: 
Der Grüne Ring gilt in Bremen und in Niedersachsen als Basisprojekt im Rahmen des EU-Strukturförderprogramms zur Entwicklung des ländlichen Raums. In Niedersachsen ist dies das Programmpaket PROLAND. Dies bewirkt eine bevorzugte Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung der Wegequalität und zur Entwicklung einer Freizeitinfrastruktur im Bereich des Grünen Ringes. Für die Sanierung von Wegen und den Bau einer Brücke konnten so 2004 in Bremen bisher 500000 Euro investiert werden; eine weitere Brücke befindet sich. in Planung. Die Höhe der in Niedersachsen investierten Summe ist noch nicht erhoben worden.

Die Gesamtkosten wurden entsprechend der Anteile am Wegenetz für Bremen und für Niedersachsen in Abstimmung mit allen Kommunen aufgeteilt. Die aufwändige Sicherung der Finanzierung stellt sich im Ergebnis wie folgt dar: 50 % der Kosten werden mit EU-Mitteln finanziert, weitere 50 % mit Eigenmitteln der Kommunen und mit den Landesmitteln der Regionalen Arbeitsgemeinschaft Bremen/Niedersachsen (RAG). Da der Grüner Ring von der RAG als Leitprojekt des "Regionalen Entwicklungskonzeptes Bremen/Niedersachsen" anerkannt war, konnte hier ein Antrag auf finanzielle Förderung gestellt werden.

Die Projektleitung bemühte sich zudem in Gesprächen mit dem niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (MELF), der Bezirksregierung Lüneburg und dem Senator für Wirtschaft und Häfen erfolgreich um die Anerkennung des Grünen Ringes als Basisprojekt als Grundlage für die Anerkennung von Förderanträgen aus den EU-Strukturförderprogrammen für Maßnahmen wie Wege- und Brückenbau und Ausbau der touristischer Infrastruktur im Bereich des Wegenetzes des Grünen Ringes.

  • Finanzierung niedersächsischer Projektteil
Vom niedersächsischen Projektbereich waren drei verschiedene Bezirksregierungen und mehrere Ämter für Agrarstruktur betroffen. Mit Unterstützung des MELF und der Bezirksregierung Lüneburg wurde das Projekt stellvertretend für alle betroffenen Bezirksregierungen der Bezirksregierung Lüneburg zugeordnet. Für die Abwicklung der EU-Förderung wurde das Amt für Agrarstruktur Verden stellvertretend für alle weiteren vom Projektgebiet betroffenen Ämter für Agrarstruktur beauftragt. Der Förderantrag wurde vom Senator für Bau, Umwelt und Verkehr stellvertretend für die 23 niedersächsischen Städte und Gemeinden gestellt, die hierzu der Stadt Bremen eine Vollmacht erteilten.

Da die Fristen für die Abwicklung der EU-Mittel sich in Bremen und Niedersachsen unterschiedlich gestalteten, musste die Umsetzung des niedersächsischen Projektanteils vorgezogen werden.

Die niedersächsischen Eigenmittel wurden von den beteiligten Landkreisen übernommen; die Städte und Gemeinden verpflichteten sich per Vereinbarung zur Montage der Beschilderung oder zur Übernahme der Kosten für die Montage.

Die Fördermittel der Regionalen Arbeitsgemeinschaft wurden entsprechend des niedersächsischen Wegeanteils eingebracht.

  • Finanzierung bremischer Projektteil

Da in der Stadt Bremen jegliche Beschilderung fehlte, waren die Kosten für den bremischen Projektteil entsprechend hoch. Die Finanzierung erfolgte auch hier zu 50 % mit EU-Mitteln sowie zu 50 % mit Eigenmitteln und Mitteln der RAG Bremen/Niedersachsen. Die Bewilligungsbehörde für die EU-Mittel ist in Bremen der Senator für Wirtschaft und Häfen. Für die Mittelbewilligung war die Zustimmung des Wirtschaftsförderungsausschusses der Stadt Bremen erforderlich. Der bremische Projektteil muss aus finanztechnischen Gründen bis zum Ende 2006 abgewickelt werden.

Die Probleme der Finanzierung wurden im Auftrag des Kommunalverbundes im Rahmen der "Modellregion für Raumordnung" des BMVBS gutachterlich bewertet. Dabei wurde die langfristige, v.a. finanzielle Absicherung eines zentralen Managements gefordert, um den Erhalt und die Entwicklung von Infrastruktur und Vermarktung zu gewährleisten. Auch wenn die Gründung eines Regionalverbands ein langfristiges Ziel darstellt, wurde die dauerhafte Kontaktpflege und Information der Förderstellen durch den Kommunalverbund empfohlen. Bei sich abzeichnendem Finanzierungsbedarf werden "Förderkonferenzen" aller möglichen Fördergeber vorgeschlagen, um eine optimale Finanzierung zu erreichen. Es wurde ferner auf - wenn auch geringe - Einnahmen durch Begleitartikel und durch die finanzielle Beteiligung von Nutznießern hingewiesen.

Evaluation

Evaluation: 
nein

Projektträger & Beteiligte

Projektleitung: 
  • Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen e.V.
  • Senator für Bau, Umwelt und Verkehr Bremen (SBUV),
  • 6 Landkreise sowie 23 Städte und Gemeinden in Niedersachsen, alle Fachämter der Städte und Gemeinden
  • ADFC Bremen
Projektbeteiligte: 
  • Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (MELF)
  • Bezirksregierung Lüneburg, auch stellvertretend für die Bezirksregierungen Weser-Ems und Hannover - Amt für Agrarstruktur Verden, auch stellvertretend für alle weiteren betroffenen Ämter für Agrarstruktur
  • Regionale Arbeitsgemeinschaft Bremen/Niedersachsen (RAG)
  • Bremer Tourismuszentrale
  • Verein Nordlichter Region Weserland
  • Stiftung Wohnliche Stadt Bremen

Laufzeit

Dauermaßnahme: 
nein
Projektstart: 
Januar 2001
Projektende: 
Dezember 2006

Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation

Kontakt

Ansprechpartner auf Projektebene: 
Frau Diekmann
Kommunalverband Niedersachsen/Bremen
Delmegarten 5
27749 Delmenhorst

Frau Flügel
Hansestadt Bremen
Senator für Bau, Umwelt und Verkehr
Ansgaritorstr. 2
28195 Bremen

Verkehrsreferentin, Projekte
Frau Birgit Klose
ADFC Landesverband Bremen
Bahnhofsplatz 14a
28195 Bremen
Telefon: +49(0)421/701179
Telefax: +49(0)421/701159
E-mail: birgit.klose@adfc-bremen.de
WWW: www.adfc-bremen.de

Meta-Info
Stand der Information
30. Juni 2005
Autor
Patrick Hoenninger, Bastian Berkenkamp (Planersocietät)
NRVP-Handlungsfelder
Infrastruktur
Radverkehrsplanung und -konzeption
Fahrradthemen
Infrastruktur
Politik/Verwaltung
Planungen/Konzepte/Strategien
Schlagworte
Fahrradroute
Kooperation
Touristisches Radwegekonzept
Wegweisung
Interkommunal
Abstimmungsprozess
Koordinierung
Fahrradroutennetz
Verwaltung
Land
Bremen