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Tourismusförderung mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen

Nutzung von Möglichkeiten des zweiten Arbeitsmarktes zur Finanzierung touristischer Radverkehrsrouten

Bei der Umsetzung touristischer Radverkehrsmaßnahmen sind neben den Fördermitteln nicht-kommunaler Geldgeber von den Kommunen Eigenanteile aufzubringen. Häufig ist das Aufbringen dieser Eigenanteile wegen knapper kommunaler Finanzmittel mit Schwierigkeiten verbunden.

Das Land Thüringen hat deshalb die Möglichkeit geschaffen, Förderprogramme des Tourismus mit denjenigen des zweiten Arbeitsmarktes zu kombinieren. Durch diese Förderprogrammkombinationen (Summe der jeweiligen Förderungen) verringern sich die notwendigen kommunalen Eigenanteile. Sie können damit auf den gemäß Förderrichtlinie zur Förderung des Fremdenverkehrs vorgeschriebenen Mindestsatz von 10% begrenzt werden.

Darüber hinaus spart das Land, je nach Ausgestaltung der Regelung, Mittel bzw. kann innerhalb eines Programms mehr Maßnahmen fördern. Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen werden mit der Durchführung von förderwürdigen Infrastrukturprojekten sinnvoll kombiniert.

Für die Umsetzung war es nicht notwendig, bestehende Förderrichtlinien zu ändern. Es musste lediglich eine auf die jeweiligen Förderprogramme abgestimmte Antragstellung koordiniert werden.

An der Durchführung der geförderten Maßnahmen sind folgende Institutionen beteiligt:

  • die beiden Vollzugsstellen für die Fördermittelgewährung: Thüringer Aufbaubank (TAB) und Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GfAW)
  • der Maßnahmeträger
  • die jeweiligen Gesellschaften zur Arbeitsförderung, Beschäftigung und Strukturentwicklung (ABS)

Ein verwaltungstechnischer Aufwand besteht lediglich in der frühzeitigen und genauen Abgrenzung der zu fördernden Ausgaben auf die jeweiligen Programme und in der entsprechenden Abrechnung im Verwendungsnachweis.

Warum handelt es sich um ein innovatives und nachahmenswertes Beispiel?

Das Beispiel zeigt, dass die Möglichkeiten des zweiten Arbeitsmarktes für die Radverkehrsförderung genutzt werden können. Es demonstriert die Effekte einer guten Koordination bei der Antragstellung, ohne dass der Text von Förderrichtlinien geändert werden musste. Es ist deshalb recht gut auf die Praxis in anderen Bundesländern übertragbar bzw. wird zum Teil auch schon praktiziert.

Evaluation

Evaluation: 
nein

Laufzeit

Dauermaßnahme: 
ja

Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation

Kontakt

Ansprechpartner auf Projektebene: 
Herr Möller
Thüringer Aufbaubank
Abteilung Gemeinschaftsaufgabe (Tourismus/Wasserwirtschaft)
Gorkistraße 9
99084 Erfurt
Telefon: +49(0)361/7447384
Telefax: +49(0)361/7447231
E-mail: Joerg.Moeller@tab.thueringen.de
WWW: www.aufbaubank.de

Meta-Info
Stand der Information
21. August 2008
Autor
Herr Haase (ISUP GmbH) unter Nutzung von Zuarbeiten von Frau Domin (Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Medien)
NRVP-Handlungsfelder
Fahrradthemen
Schlagworte
Land
Thüringen