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Fahrradkonzert

Musikfestspiele Potsdam Sanssouci

Bühnentransparent
Bühnentransparent © Musikfestspiele Potsdam Sanssouci

Ausgangsposition

Das Projekt im Rahmen der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci ermöglicht es den Potsdamern und ihren Gästen (Touristen), die Stadt mit all ihren Facetten aus einer neuen Perspektive "zu erfahren" - aus der Sicht der Radfahrer. Die Verbindung mit Schlössern, Gärten und den dort stattfindenden Konzerten machen das Angebot besonders und bieten die Möglichkeit, der Stadt neu zu begegnen. Durch das Projekt soll ein Angebot für eine jüngere und neue Zielgruppe der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci geschaffen und aufgebaut werden. Der Radverkehr in Brandenburg wächst und gerade in Potsdam wird das Fahrrad gern als Verkehrsmittel genutzt - auch, aber nicht nur, von der jüngeren Bevölkerung.
Das Konzept eines Fahrradkonzerts gab es europaweit bislang nur in Belgien. Das Thema der Potsdamer Musikfestspiele 2010 war "Sehnsucht nach der Ferne" - dies mit dem speziellen Angebot "Fahrradkonzert" zu verknüpfen bot sich an, denn es galt, viele exotische Orte in und um Potsdam entdecken, die nur per Fahrrad zu erreichen sind. Einige dieser Plätze wurden auch nur an diesem Tag speziell für die Teilnehmer des Fahrradkonzerts geöffnet. Darüber hinaus stand bei der Veranstaltung die Verbindung von Natur, Sport und Kultur im Vordergrund.

Projektdurchführung

Das Projekt wurde von den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci in Kooperation mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH und der Audi AG durchgeführt.
In der Planungsphase wurden drei Radtouren entwickelt, die sich vor allem durch die verschiedenen Längen unterschieden. Das Projektteam fuhr diese Strecken vorher per Rad ab und entwickelte ein Leitsystem für die radelnden Besucher. Bei der Konzeption der Veranstaltung wurden die Begebenheiten der verschiedenen Orte berücksichtigt. So wurden z.B. an einigen Plätzen zusätzliche Fahrradständer aufgestellt. Da es jedoch sehr schwierig war, mobile Fahrradständer zu organisieren, wurden dafür kurzerhand Bauzäune verwendet. In Zusammenarbeit mit der Stadt Potsdam wurde das Sicherheitskonzept geplant. Dabei wurde entschieden, einige Strassen und Plätze komplett für den Autoverkehr zu sperren.
Im Rahmen des Potsdamer Fahrradkonzerts 2010 fanden insgesamt 13 Konzerte an 22 Orten statt, außerdem wurden Schloss-, Museen- und Gartenbesichtigungen angeboten. Mit den Ticketpreisen wurde insbesondere darauf abgezielt, Familien anzusprechen: Ein Ticket für Kinder kostete 2 Euro, für Erwachsene 20 Euro. Die Teilnehmer erhielten neben einen Eintrittsband ein Leibchen mit dem Logo des Fahrradkonzerts, das sie über ihre Kleidung ziehen konnten. Sie waren damit gut zu erkennen. Darüber hinaus wurde der Einlass an den vielen verschiedenen Orten vereinfacht. Der zeitliche Ablauf der Veranstaltung ist im beigefügten Flyer dokumentiert.

Was wurde erreicht / Ausblick

Das Fahrradkonzert fand allgemein guten Anklang. Insbesondere wurde die Zielgruppe der Familien sehr gut erreicht. Die Veranstaltung war mit 1000 verkauften Karten bereits vor Beginn ausverkauft.
Für das Jahr 2011 ist deshalb vorgesehen, bis zu 1500 Karten anzubieten. Ein Problem stellt jedoch die langfristige Finanzierung dar. Die Veranstaltung für 2011 ist bereits in Planung und finanziell gesichert, eine Fortsetzung in den folgenden Jahren ist bisher aber noch ungewiss. Derzeit trägt sich das Projekt nicht selbst; es ist von Sponsoring bzw. Förderung abhängig. Mittelfristiges Ziel soll es aber bleiben, die Veranstaltung als eine eigenständige eng mit der Stadt Potsdam verbundene Marke zu etablieren und das Fahrradkonzert alljährlich wieder zu veranstalten.

Das Projekt erhielt 2013 den "Deutschen Fahrradpreis".

Warum handelt es sich um ein innovatives und nachahmenswertes Beispiel?

Im Tourismuskonzept des Land Brandenburg stellen Radtouren einen wichtigen Vermarktungsaspekt dar. Wichtig ist dabei die Vernetzung von Themen wie Rad und Kultur. Mit dem Fahrradkonzert haben wir Naturerlebnisse und Kultur miteinander in Verbindung gesetzt und damit für Potsdam und für das Land Brandenburg ein neues Produkt geschaffen. Dieses wurde begeistert aufgenommen, so dass die Veranstaltung im Jahr 2011 wiederholt wird. Das Konzept lässt sich auf alle Städte und Regionen übertragen solange die Routen attraktiv sind und passende Konzertorte gefunden werden.

Finanzierung

Finanzierung: 
Landesmittel
Kommunale Mittel
Sponsoring, Spenden
Sonstige
Erläuterungen: 
Lfd. Kosten ca. 25.700 Euro. Sonstige Einnahmen: Erlöse aus Eintrittskarten

Evaluation

Evaluation: 
ja
Erläuterungen: 
Das Projekt wurde durch die Kooperationspartner ausgewertet. Die "Stiftung Preußische Schlösser und Gärten" überprüfte das Personenaufkommen und deren Verhalten auf ihrem Gelände, die Tourismus Marketing Brandenburg GmbH arbeitete mit "Ghostridern", die unerkannt an den Touren teilnahmen und deren Umsetzung und Erfolg auswerteten.

Projektträger & Beteiligte

Projektleitung: 
Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH
Projektbeteiligte: 
Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH, Audi AG

Laufzeit

Dauermaßnahme: 
nein
Projektstart: 
Januar 2009
Info zur Laufzeit: 
Vorerst ist eine weitere Durchführung gesichert. Die Fortsetzung ab 2012 ist noch nicht verhandelt.

Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation

Kontakt

Ansprechpartner auf Projektebene: 
Projektorganisation
Frau Ulrike Henning
Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH
W.Staab-Str. 10/11
14467 Potsdam
Telefon: 0331/ 2888832
Telefax: 0331/ 2888828
E-mail: henning@musikfestspiele-potsdam.de
WWW: www.musikfestspiele-potsdam.de

Meta-Info
Stand der Information
15. Januar 2010
Autor
Heike Bohmann, Ulrike Henning (Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH)
NRVP-Handlungsfelder
Fahrradthemen
Schlagworte
Land
Brandenburg