Sie sind hier

Veranstaltung der Kampagne "Radlhauptstadt München"

Münchner Radlflohmarkt

Impressionen vom Radlflohmarkt
Impressionen vom Radlflohmarkt © Radlhauptstadt München/Andreas Schebesta

Der Auftakt im Frühling 2012

Im März 2012 führte die Radlhauptstadt München zum ersten Mal den Münchner Radlflohmarkt durch. Mit der neuen Veranstaltung im Rahmen der Radlkampagne wird einerseits dem aktuellen Trend Rechnung getragen, dass sich Flohmärkte aller Art zunehmender Beliebtheit erfreuen. Andererseits kommt die Stadt München mit der Organisation eines Radlflohmarkts dem von vielen Bürgerinnen und Bürgern geäußerten Wunsch nach einer solchen Veranstaltung nach.

Ziel ist es, zu Beginn der "Kampagnensaison" eine große Veranstaltung auf die Beine zu stellen, die sich an alle Altersgruppen richtet und neben vielen Informationen und interessanten Programmpunkten auch die Möglichkeit zum Kauf eines Fahrrads bietet.

Der Radlflohmarkt 2013

Mit Beginn des Fahrradfrühlings 2013 lud die Radlhauptstadt München am 6. April erneut zum großen Münchner Radlflohmarkt. Im "Backstage", einer großen Veranstaltungsstätte mit schöner Außenanlage und mehreren Hallen in der Reitknechtstr. 6, konnten Bürgerinnen und Bürger gebrauchte Fahrräder und Zubehör kaufen und verkaufen lassen.

Im Vergleich zum ersten Radlflohmarkt im Vorjahr gab es dieses Mal mehr Platz, mehr Zeit und noch mehr Fahrräder zu kaufen. Zusätzlich richtete das Fundbüro der Stadt München eine Versteigerung von Fundrädern aus. Nachdem bereits im ersten Jahr die Nachfrage mit etwa 4.000 Besuchern deutlich größer als erwartet war, wurde diese Zahl mit über 5.000 Besuchern trotz eines kalten und regnerischen Tages sogar noch übertroffen.

Da die Anzahl der PKW-Parkplätze rund um das Backstage begrenzt ist, wurden bereits im Vorfeld der Veranstaltung alle Besucherinnen und Besucher gebeten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad anzureisen.

Angebot und Programm des Flohmarkttages

Ab 10:00 Uhr konnten sich Groß und Klein für den Start in den Radlfrühling ausstatten: Zu klein gewordene Kinderräder wechselten ebenso den Besitzer, wie einzelne Fahrradteile, Radlanhänger, begehrte Vintageräder oder Mountainbikes und Rennräder.

Beim vielfältigen Rahmenprogramm konnten die Besucher aber auch Ihr Wissen testen und sich rund um das Thema Fahrrad informieren. Dabei erhielten sie von der Radlhauptstadt München und Partnern wie dem ADFC München, Dynamo e.V. und dem Polizeipräsidium München ausführliche Beratung zu den Themen Fahrradkauf, Radverkehrssicherheit und -infrastruktur. Auch an den Ständen der AOK, der Münchner Verkehrswacht sowie verschiedener Münchner Fahrradeinrichtungen gab es Informationen und Mitmachangebote zu den Themen Verkehrssicherheit und Radl-Lifestyle.

Zu Beginn des Flohmarktes war der Andrang besonders groß und viele der insgesamt knapp 1.000 Räder fanden schnell neue Besitzer. Dennoch gab es bis zum Ende der Veranstaltung um 16:00 Uhr gut erhaltene Gebrauchträder zu kaufen. Eine zweite Chance, ein Fahrrad zu erstehen, bot sich den vielen Besuchern ab 12:00 Uhr bei der Versteigerung von 82 Fundrädern durch das Fundbüro der Stadt München.

Von der auf dem Radlflohmarkt angebotenen Ware waren rund 90 Prozent Citybikes, Rennräder und Mountainbikes für Erwachsene. Das restliche Angebot bestand aus Kinderrädern, Kinderanhängern und -sitzen. Aber auch originelle Spezialräder, beispielsweise Rikschas, Liege- und Lastenräder, sowie Zubehör und Kleinteile wie Taschen, Sättel und Schlösser waren auf dem Radlflohmarkt erhältlich. Rund ein Drittel der angebotenen Ware kam von Händlern aus München, der Rest von Privatverkäufern.

Das Rahmenprogramm wurde bei der zweiten Auflage des Radlflohmarkts ebenfalls aufgestockt. Wer sein Radl verschönern wollte, konnte dies in einem "Do-It-Yourself-Bereich" bei der Selbsthilfewerkstatt Bikekitchen e.V. tun. Dort gab es auch die Möglichkeit, mit der Druckwerkstatt HUIJ individuelle T-Shirts und Taschen mit Radteilen und -motiven zu bedrucken und diese zu erwerben sowie die Arbeit von Maria Walcher mit ihrer mobilen Fahrrad-Schneiderei kennenzulernen.

Ablauf der Verkaufsvorgänge

Um Annahme und Verkauf zeitlich voneinander zu trennen, sollten die Verkäufer ihre Räder bereits am Vorabend der Veranstaltung in der Zeit von 16:00 bis 20:00 Uhr in gereinigtem Zustand abgeben, wobei bei mehr als fünf Rädern um eine formlose Anmeldung gebeten wurde. Die Verkäufer mussten sich dabei ausweisen können und erhielten eine Quittung.

Kaufinteressenten konnten die Räder dann am darauffolgenden Samstag von 10:00 bis 16:00 Uhr auf einem Parcours testen und zum Festpreis kaufen. Ein Handeln war damit ausgeschlossen.

Zwischen 17:00 und 19:00 Uhr konnten die Verkäuferinnen und Verkäufer ihre nicht verkaufte Ware dann abholen oder sich den Erlös abzüglich einer Provision auszahlen lassen. Die Provision betrug 15 Prozent des Verkaufserlöses (ab fünf Fahrrädern 10 Prozent), mindestens jedoch drei Euro je Fahrrad oder Zubehörteil. Wer dies versäumte oder sein nicht verkauftes Fahrrad nicht am gleichen Tag abholen konnte, hatte die Möglichkeit sich innerhalb von 14 Tagen beim Veranstalter Green City Projekt GmbH zu melden und dies nachzuholen. Nicht abgeholte Erlöse und Räder gingen danach als Spende in den Besitz des gemeinnützigen Vereins Dynamo e.V. über.

Die Verkäuferinnen und Verkäufer waren mit diesem strukturierten und zeitlich entzerrten Verkaufsvorgangvorgang sehr zufrieden. Die ausführlichen An- und Verkaufsbedingungen können auch im Internet unter www.radlhauptstadt.muenchen.de nachgelesen werden.

Warum handelt es sich um ein innovatives und nachahmenswertes Beispiel?

Die Renaissance der Flohmärkte macht auch beim Thema Fahrrad nicht halt. Der enorm große Besucherandrang bei den beiden bisher durchgeführten Radlflohmärkten der Radlhauptstadt München zeigt, wie groß die Nachfrage nach einer solchen Veranstaltung ist. Auch die große mediale Aufmerksamkeit sowohl im Vorfeld als auch in der Nachberichterstattung hat den Erfolg des Events bestätigt.

Das Fazit hinsichtlich der erreichten Ziele fällt daher sehr positiv aus, auch wenn die Nachfrage das vorhandene Angebot um ein vielfaches übertroffen hat. Dies ermutigt und animiert andere Kommunen hoffentlich, vergleichbare Aktivitäten zu initiieren.

Finanzierung

Finanzierung: 
Kommunale Mittel
Private Mittel (ohne Sponsoring und Spenden)
Gesamtvolumen: 
25 000 €
Erläuterungen: 

Ein Teil der Kosten (ca. 1/3) wird über die Provision der verkauften Räder gedeckt.

Evaluation

Evaluation: 
nein

Projektträger & Beteiligte

Projektleitung: 

Die Organisation des Münchner Radlflohmarkts führt die Green City Projekt GmbH im Auftrag der Landeshauptstadt München durch.

Projektbeteiligte: 
  • Landeshauptstadt München
  • Green City Projekt GmbH
  • Partner: Münchner Polizei, Münchner Verkehrswacht, ADFC München, ADFC Bayern, AOK München, BikeKitchen e.V., Dynamo e.V., diverse Fahrradgeschäfte

Laufzeit

Dauermaßnahme: 
nein
Projektstart: 
März 2012
Info zur Laufzeit: 

Seitdem findet eine Veranstaltung pro Jahr statt.

Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation

Kontakt

Ansprechpartner auf Projektebene: 

Projektverantwortlicher Koordinator "Radlhauptstadt München"
Herr Wigand von Sassen
Landeshauptstadt München (Kreisverwaltungsreferat)
Kreisverwaltungsreferat, HA III / 112
Implerstraße 9
81371 München
Telefon: +49 (0)89/233-39965
Telefax: +49 (0)89/233-989-39965
E-mail: wigand.von.sassen@muenchen.de
WWW: www.radlhauptstadt.de
 

Meta-Info
Stand der Information
1. Mai 2013
Autor
Wigand von Sassen, Landeshauptstadt München
NRVP-Handlungsfelder
Fahrradthemen
Schlagworte
Land
Bayern