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Fahrradwerkstatt VELO-FIT

Jugend- und Freizeitprojekt in Berlin-Kreuzberg

Impressionen aus der Werkstatt
Impressionen aus der Werkstatt © Matthias Stoll

VELO-FIT ist ein Jugend- und Freizeitprojekt in Form einer kleinen Fahrradwerkstatt im Berliner Stadtbezirk Kreuzberg. Es entwickelte sich aus dem im März 1997 ins Leben gerufenen Projekt "Velofit statt Veloklau", das im Jahr 2007 durch die Berliner Stadtmission als Trägerin übernommen wurde. Im Rahmen des Projekts reparieren Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren die Fahrräder von Anwohnern aus dem Kiez und machen ausgediente Räder wieder verkehrstüchtig. Dabei erhalten die Heranwachsenden nicht nur ein kleines Taschengeld als Anerkennung, sondern auch fachmännische und pädagogische Anleitung. Dies zeigt, dass das VELO-FIT mehr als ein gewöhnlicher Fahrradladen ist. Für sein pädagogisches Engagement wurde das Projekt unter anderem durch den Berliner "Hauptstadtpreis für Toleranz und Integration" (2010) und die Initiative des Bundesministeriums für Forschung und Bildung "Deutschland – Land der Ideen" (2012) ausgezeichnet.

Die Situation im Kiez

VELO-FIT ist im Frühjahr 1997 als Projekt "Velofit statt Veloklau" gestartet. Unter dem Eindruck von Fahrraddiebstahl durch Jugendliche und ergebnislosen Gesprächen dazu wurde nach gangbaren Alternativen gesucht und schließlich das Projekt gegründet. Im Laufe der Jahre hat sich allerdings der Charakter unseres Kreuzberger Einzugsgebiets deutlich gewandelt. Die Bewohnerstruktur ist viel heterogener geworden, was sich auch in den Jugendlichen widerspiegelt, die das Freizeitangebot VELO-FIT nutzen.

Das VELO-FIT befindet sich im Berliner Bezirk Kreuzberg. Das umgebende Stadtgebiet wurde in der Berliner Sozialraumanalyse als "Sozialraum 2" (Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg 2005) kategorisiert. Dieser ist Teil Kreuzbergs und erstreckt sich von der Grenze zu Schöneberg bis zum Kottbusser Damm und vom Landwehrkanal bis zur Grenze Tempelhofs und Neuköllns. Hier leben 59.600 Menschen. 26,2% der Einwohner werden als Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit (einschl. EU-"Ausländer") aufgeführt. Der Anteil an Arbeitslosen (16,1%) liegt hier weit über dem Gesamtberliner Durchschnitt, der 2011 bei 7,1% lag (Bundeszentrale für politische Bildung 2012). Der Anteil von Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren liegt bei 16,3%.

Während sich das Einzugsgebiet verändert hat, mangelt es dort, aus Sicht der Berliner Stadtmission, nach wie vor an Angeboten zur Freizeitgestaltung, wobei es einen besonders hohen Bedarf an Projekten gibt, die pädagogische Arbeit leisten und so die Bildungschancen von Jugendlichen erhöhen können. VELO-FIT möchte dazu beitragen, diesem Mangel entgegenzutreten.

Die Zielgruppe

Zielgruppe sind Jugendliche aus dem Kreuzberger Einzugsgebiet im Alter von 10 bis 16 Jahren. Nachdem es sich bei den früheren Teilnehmern des Projekts fast ausschließlich um Jungen mit arabischem und türkischem Hintergrund handelte, ist die Zielgruppe heute in jeglicher Hinsicht – Geschlecht, Herkunft, ökonomischer Hintergrund oder Herkunftsreligion – sehr durchmischt und bildet damit das für seine Vielfältigkeit bekannte Kreuzberger Einzugsgebiet ab. Damit wird das VELO-FIT zu einem Treffpunkt für Jugendliche, die jeweils singuläre Persönlichkeiten sind, ihre eigene Geschichte und ihren eigenen Hintergrund haben. Das Fahrrad wird im VELO-FIT zu einem verbindenden Element. Ein solches Zusammensein im Rahmen des Projekts fördert damit nicht nur ein Gemeinschaftsgefühl, sondern auch ein Fremdverstehen und baut zwischenmenschliche Grenzen und gegenseitige Stereotype ab.

Genauso vielfältig wie die Gruppe der Jugendlichen sind auch die Bedürfnisse, die jede/r Einzelne mitbringt. Es ist zu beobachten, dass viele Besucher Defizite in Bereichen der Verbindlichkeit oder der Konzentrations-, Kritik- und Teamfähigkeit aufweisen – alles Fähigkeiten, die wichtig für schulische Erfolge oder das spätere Berufsleben sind. Allerdings hängt schulischer Erfolg nicht alleine von persönlichen Fähigkeiten ab. Eine Vielzahl an Studien belegt, dass bestimmte Jugendliche innerhalb des Bildungssystems strukturell benachteiligt werden – vorwiegend solche aus ökonomisch schlechter gestellten Familien oder mit Migrationshintergrund. Vor diesem Hintergrund versucht VELO-FIT mit seiner pädagogischen Arbeit, soweit dies möglich ist, Jugendliche – unabhängig von ihrer Herkunft – in ihrer persönlichen Entwicklung und damit auch gleichzeitig in ihrer schulischen Laufbahn zu unterstützen. Dennoch wendet sich das Projekt nicht mehr wie früher allein an sogenannte "Problemkinder". In der Werkstatt finden sich Jugendliche aus ökonomisch gut situierten Familien, die schulische Erfolge vorweisen und schon jetzt klare Vorstellungen über ihre Zukunft haben sowie solche, denen es an Perspektiven fehlt. Letzteren soll das Projekt helfen – auch durch den gegenseitigen Austausch unter den Jugendlichen – Zukunftsvorstellungen zu entwickeln und anzustreben. Damit bietet VELO-FIT nicht nur ein attraktives Freizeitangebot an, sondern möchte darüber hinaus individuell auf die Jugendlichen eingehen und sie in ihrem Werdegang positiv unterstützen.

Jugendliche, die am Projekt interessiert sind, finden in der Regel selbstständig den Weg zu VELO-FIT und haben z.B. über FreundInnen, MitschülerInnen oder über ein Geschwisterteil von der Werkstatt erfahren. Manchmal wurden sie auch alleine deshalb auf das Projekt aufmerksam, weil ihre Eltern oder sie selbst schon einmal KundInnen waren. Nur selten musste aktiv an Schulen für das Angebot geworben werden. Darüber hinaus existiert bereits seit knapp einem Jahr eine Kooperation mit der Lena-Morgenstern-Grundschule, von der regelmäßig SchülerInnen in die Werkstatt kommen und ein Sozialpraktikum zu gesonderten Zeiten, außerhalb des regulären Projektbetriebs, machen.

Die Zielsetzungen

Das Medium der Arbeit bei VELO-FIT ist das Fahrrad und alles, was damit verbunden ist. Gegeben ist eine Werkstattatmosphäre, in der der Umgang mit Werkzeug, Kommunikation und die Zusammenarbeit am Montageständer, Begegnungen untereinander und mit Kunden/Innen sowie konzentriertes Arbeiten alleine und im Team eine zentrale Rolle spielen. Das Reparieren von Fahrrädern dient dabei nicht dem Selbstzweck der Kostendeckung. Die Jugendlichen und ihre Anliegen haben absoluten Vorrang. Aus diesem Grund ist das Projekt nicht als Wirtschaftsbetrieb konzeptioniert, sondern versucht in erster Linie, seinen pädagogischen Zielsetzungen gerecht zu werden. Ziel der Arbeit ist es somit, die Jugendlichen in ihren sozialen Kompetenzen, ihren Selbst- und Fachkompetenzen zu fördern. Nicht zuletzt soll ihnen darüber hinaus eine sinnvolle Möglichkeit der Freizeitgestaltung geboten werden.

Förderung von sozialen Kompetenzen

In den Bereich der sozialen Kompetenzen fallen unter anderem Eigenschaften wie Teamfähigkeit, Konflikt- und Kritikfähigkeit, Engagement, Respekt, Toleranz, Fremdverstehen und Empathie. Die Arbeit im Team ist grundlegend für den Werkstattbetrieb. Hier sind die Jugendlichen gefordert, sich mit dem Gegenüber (Jugendlichen, BetreuerInnen oder auch Kunden/Innen) auseinander zu setzen. Dazu gehört auch zu lernen, eigene Interessen den Gruppeninteressen unterzuordnen. Teamfähigkeit und demokratische Grundfähigkeiten werden zusätzlich dadurch gefördert, dass Beschlüsse, welche die Gestaltung des Projekts sowie der Freizeitangebote neben der Werkstatttätigkeit betreffen, in der ganzen Gruppe besprochen werden. In regelmäßigen Sitzungen werden gemeinsam Problemlösungen, Wünsche und Vorstellungen diskutiert. Interessenkonflikte bleiben dabei natürlich – wie in jeder Gruppe – nicht aus. Im VELO-FIT soll den Jugendlichen geholfen werden, angemessen mit Konflikten umzugehen. Dabei ist ein respektvoller Umgang untereinander eine Voraussetzung, die im Rahmen des Projekts gefördert wird. Dies setzt auch eine angemessene Form der Kritikäußerung voraus: Die Jugendlichen sollen lernen, konstruktive Kritik zu äußern und solche annehmen zu können.

Für viele der Jugendlichen finden im Rahmen des Projektes Begegnungen statt, die sich normalerweise – unter anderem durch das mehrgliedrige Schulsystem mit Gymnasium, integrierter Sekundarschule, Sonderschule – nicht ergeben würden.

Darüber hinaus werden noch weitere soziale Kompetenzen wie Durchhaltevermögen, Verantwortungsübernahme, Verbindlichkeit, Perspektivenentwicklung sowie Selbstbestimmung gefördert. Zunächst kommen die Jugendlichen aus eigener Initiative zu VELO-FIT. Diese Eigenmotivation ist immer Ausgangspunkt der Arbeit. Durch die Tätigkeiten in der Werkstatt lernen die Jugendlichen, für ihr eigenes Verhalten Verantwortung zu übernehmen, aber auch die Wirksamkeit des eigenen Handelns und somit das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entdecken. Eine erfolgreiche Reparatur setzt konzentriertes und genaues Arbeiten voraus. Dabei werden die Jugendlichen bei der Planung und Durchführung von Reparaturen begleitet mit dem Ziel, dass sie nach und nach Arbeitsprozesse selbst gestalten und durchführen. Erfahrungsgemäß ist dabei der Umgang mit Frustrationserlebnissen ein besonders wichtiges Lernfeld. Anspruchsvollere Aufgaben setzen immer die Fähigkeiten des konzentrierten Arbeitens und der Selbstorganisation voraus. Jugendliche sollen lernen, dass es sich lohnt, Mühe zu investieren, auch wenn der Erfolg nicht sofort sichtbar ist, und auf geleistete Arbeit stolz zu sein. Des weiteren erfahren die Teilnehmer, dass ihre Arbeit einen Wert besitzt, indem sie das reparierte Fahrrad den KundInnen übergeben und dafür Lob und nicht zuletzt auch Geld erhalten.

Die Fähigkeit, eigene Stärken zu erkennen und auf diese zu vertrauen, bildet ein wichtiges Ziel, um gemeinsam mit Jugendlichen Perspektiven für die schulische Laufbahn und das spätere Berufsleben zu entwickeln. Viele der Heranwachsenden sind in dieser Hinsicht orientierungslos oder haben wenig bis keine Vorstellung von den benötigten Voraussetzungen ihrer beruflichen Wünsche. Auch diese Themen werden im VELO-FIT – in einer ungezwungenen Atmosphäre ohne Leistungsdruck – thematisiert, so dass den Jugendlichen beratend zur Seite gestanden wird.

Da VELO-FIT ein offenes Projekt, an dem sich die Jugendlichen aus freiem Engagement beteiligen. Deshalb ist es wichtig, sie zu Verbindlichkeit zu ermutigen. Jede/r Jugendliche trägt sich in einer der angebotenen Schichten in der Woche fest ein. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit – durch regelmäßiges Erscheinen aber auch durch ggf. rechtzeitiges Absagen – werden durch einen kleinen finanziellen Anreiz gefördert: Die Aktiven erhalten dafür dann nicht nur Lob, sondern auch einmal im Monat einen kleinen Bonus beim Taschengeld.

Förderung von Sachkompetenz

Zu den Sachkompetenzen gehören Eigenschaften wie die Organisation des Arbeitsplatzes und der eigenen Arbeit, technisches und physikalisches Verständnis, Feinmotorik sowie natürlich das Wissen über die Funktion von Fahrrädern und ihrer Einzelteile. Jugendliche, die das VELO-FIT besuchen, haben meist – aber nicht zwingend – ein großes Interesse an Fahrrädern. Zu lernen, wie ein Fahrrad repariert werden kann, dient deshalb zunächst dem eigenen Hobby. Eine erforderliche Bedingung für konzentriertes und genaues Arbeiten ist jedoch darüber hinaus die Organisation des Arbeitsplatzes und der eigenen Arbeit. Hierzu wird den Jugendlichen Anleitung und Hilfestellung gegeben, mit dem Ziel, dass sie Arbeiten eigenständig übernehmen und selbstverantwortlich bewerkstelligen. Hierdurch können die Teilnehmenden schnell Selbstvertrauen aufbauen und anderen Jugendlichen ihr Wissen innerhalb oder auch außerhalb des VELO-FIT weitergeben.

Die Lernfelder im Bereich der handwerklichen Fähigkeiten sind bewusst so gesetzt, dass neue Jugendliche zuerst einfachere Aufgaben erlernen können und stückweise an kompliziertere und anspruchsvollere Arbeiten herangeführt werden. So konzentrieren sich Neulinge zu Beginn auf Arbeiten wie Ausschlachten und Flicken, bevor sie komplexere Aufgaben, wie das Überholen und Einstellen einer Schaltung oder etwa später die komplette Instandsetzung eines Fahrrads, übernehmen. Durch die Arbeiten an den Fahrrädern entwickeln die Jugendlichen zudem ihre Feinmotorik.

Die Rahmenbedingungen und das Angebot

Der VELO-FIT Werkstattladen besteht aus zwei Räumen. Der vordere Raum ist Werkstatt mit allen nötigen Ausrüstungsgegenständen und Werkzeugen. Dieser Werkstattraum verfügt darüber hinaus über eine zweite Etage, die als Lager für Ersatzteile und Fahrradspenden genutzt wird. Der hintere Raum ist Pausenraum, dazwischen befindet sich ein kleiner Flur mit einem Spind für die Arbeitskleidung und der Toilette. Zusätzlich stehen die Kellerräume als Lager für Fahrradspenden und Einzelteile zur Verfügung. In diesen Räumlichkeiten findet die pädagogische Arbeit weitestgehend statt. Sie umfasst drei Angebote: Die "Lernwerkstatt", den "Fahrradnotdienst" und weitere Freizeitaktionen außerhalb des Werkstattbetriebs.

Lernwerkstatt für Jugendliche

Die Lernwerkstatt für Jugendliche bildet das Herzstück des Projekts und findet immer montags bis mittwochs von 15:00 bis 19:00 Uhr statt. Während dieser Zeit ist der Werkstattbetrieb geöffnet, KundInnen bringen ihre Fahrräder zur Reparatur vorbei und die Jugendlichen arbeiten unter Betreuung an den Fahrrädern.

Die Nachmittage werden jeweils vor Werkstattöffnung von den BetreuerInnen vorbereitet, um eine effektive und sinnvolle Aufgabenverteilung zu gewährleisten. Die Jugendlichen kommen in zwei Schichten – jeweils 15:00 bis 17:00 Uhr oder von 17:00 bis 19:00 Uhr – zu VELO-FIT. Abgeschlossen wird eine Schicht im Pausenraum, wo gemeinsam gegessen und getrunken, Alltägliches besprochen und zuletzt natürlich die gemeinsame und individuelle Arbeit reflektiert wird. Der Zeitrahmen ist bewusst auf zwei Stunden begrenzt, um die Konzentrationsspanne der Jugendlichen nicht zu überlasten. Hinsichtlich der Gruppengröße haben wir die Anzahl der Teilnehmer auf fünf Jugendliche festgesetzt, um eine qualitativ gute Betreuung zu gewährleisten. Für die Zeit, die die Jugendlichen in der Lernwerkstatt mitarbeiten, erhalten sie zum Ende der Woche ein Taschengeld als Anerkennung.

Fahrradnotdienst für Jugendliche

Neben der Lernwerkstatt besteht am Donnerstag von 15:00 bis 19:00 Uhr das Angebot für Jugendliche, ihre eigenen Fahrräder unter Anleitung und mit Hilfe von Fachpersonal wieder in Ordnung zu bringen. Dieser Fahrradnotdienst steht auch Jugendlichen offen, die nicht im Rahmen der Lernwerkstatt bei VELOFIT angemeldet sind.

Freizeitaktionen außerhalb des Werkstattbetriebs

Neben der Arbeit in der Werkstatt gibt es freitags regelmäßig stattfindende Freizeitangebote. Hierzu zählen beispielsweise Ausflüge, Schwimmbadbesuche, gemeinsames Kochen und weitere Aktivitäten, da es wichtig ist, auch über den Werkstattbetrieb hinaus eine Gruppenidentität zu schaffen. Für viele Jugendliche, die sich oft nur in einem kleinen Umkreis um ihren Wohn- und Ausbildungsort bewegen, sind die Freizeitaktionen eine gute Möglichkeit, Neues kennenzulernen und Berlin zu entdecken. Die Durchführung der Freizeitangebote erfolgt im Rahmen des benachbarten und ebenfalls von der Berliner Stadtmission geführten Jugendclubs "M DoubleU 15". Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Jugendclub wird versucht, den Bedürfnissen der Jugendlichen möglichst umfassend gerecht zu werden und ein breites Freizeitangebot zu schaffen.

Das Mitarbeiterteam

Momentan sind im VELO-FIT zwei feste Mitarbeiter mit 24 bzw. 19,5 Wochenstunden beschäftigt. Darüber hinaus sind ehrenamtlich Mitarbeitende tageweise da.

Grundsätzlich arbeiten immer zwei Mitarbeiter gemeinsam, um eine qualitative und umfassende Betreuung und einen reibungslosen Werkstattbetrieb gewährleisten zu können. Zum Austausch und zur Planung der Projekte sowie zur Information über besondere anstehende Ereignisse oder für wichtige Informationen seitens der Berliner Stadtmission finden zweimal monatlich Teamsitzungen statt. Daraus ergibt sich für das Angebot des VELO-FIT ein Zeitaufwand von insgesamt 46 Wochenstunden. Zusätzlich gibt es immer wieder Unterstützung durch PraktikantInnen – mittlerweile auch aus Nachbarländern wie Frankreich.

Sämtliche Mitarbeiter besitzen eine (akademisch-)pädagogische Ausbildung. Um eine gute Qualität der Reparaturen, die sich durchaus mit den Anforderungen wirtschaftlicher Fahrradwerkstätten messen kann, zu garantieren, verfügen alle Mitarbeiter über umfassende fachtechnische Kenntnisse.

Die Finanzierung des Projekts

VELO-FIT wird hauptsächlich durch Spenden finanziert; es gibt keine Grundfinanzierung durch öffentliche Gelder. Durch Anträge kann einen Teil der Sachmittelkosten, wie beispielsweise Werkzeug oder Arbeitskleidung für die Jugendlichen, erstattet werden. Die Hauptkosten des Projekts (Miete und Personalkosten) werden jedoch nur durch Spenden finanziert.

Eine weitere kleine Einnahmequelle sind gespendete Fahrräder, die entweder nicht mehr gebraucht werden oder nicht mehr funktionstüchtig sind. Je nach Zustand werden diese ausrangierten Räder wieder aufgebaut oder als Ersatzteillager verwendet. Durch die Einnahmen aus dem Verkauf der wieder instandgesetzten Fahrräder und aus der Reparatur von Kundenfahrrädern wurde es möglich, eine weitere Stelle zu finanzieren und das Personal von drei auf vier Mitarbeiter aufzustocken.

Finanzierung

Finanzierung: 
Sponsoring, Spenden

Evaluation

Evaluation: 
nein

Projektträger & Beteiligte

Projektleitung: 

Berliner Stadtmission e.V.

Laufzeit

Dauermaßnahme: 
ja
Projektstart: 
Januar 1997
Info zur Laufzeit: 

2007 durch die Berliner Stadtmission übernommen

Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation

Kontakt

Ansprechpartner auf Projektebene: 

Projektkoordination
Frau Claudia Held
Berliner Stadtmission e.V.
Lehrter Straße 68
10557 Berlin
Telefon: 0177/40 61 627
E-mail: held@berliner-stadtmission.de
WWW: www.berliner-stadtmission.de
 

Meta-Info
Stand der Information
23. März 2015
Autor
Titus Gramann, Michael Breitenbach, Helge Gaster, Matthias Stoll; Mitarbeiterteam Velo-FIT
NRVP-Handlungsfelder
Fahrradthemen
Schlagworte
Land
Berlin