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Multifunktionaler Radroutenplaner

Internetauftritt des Landes Nordrhein-Westfalen

Homepage des Radroutenplaners Nordrhein-Westfalen
Homepage des Radroutenplaners Nordrhein-Westfalen © Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes NRW

Der Radroutenplaner Nordrhein-Westfalen hat sich aus dem Projekt Radverkehrsnetz Nordrhein-Westfalen entwickelt. Mit Hilfe der dort gesammelten Strecken- und Beschilderungsinformationen wollte das Land einen Mehrwert schaffen. Autoroutenplaner gibt es viele. Einen Radroutenplaner, der speziell auf die Bedürfnisse der Radfahrer abgestimmt ist und möglichst einen gleich guten oder besseren Service als die Autoroutenplaner bot, fehlte bisher.
Im Rahmen der schon bestehenden Landesinitiative Verkehrsinfo wurde dann die Entwicklung des Radroutenplaners europaweit ausgeschrieben.
Der Routenplaner wurde vom Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen in Auftrag gegeben und betreut. Die technische Durchführung wurde von der Ingenieurgruppe für Verkehrswesen und Verfahrensentwicklung (IVV) übernommen.

Mit dem Routenplaner ist es möglich, die detaillierte Planung von Fahrradrouten für die gesamte Fläche des Landes Nordrhein-Westfalen im Internet zu erhalten. Es wird nicht nur die reine Streckenplanung nach Entfernung berechnet. Die Einbeziehung von Serviceinformationen wie Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten, Bahnanbindung, Fahrradstationen und Sehenswürdigkeiten ist Teil des Routenplaners.
Als Grundlage dienen die Routen des Radverkehrsnetzes Nordrhein-Westfalen, der überregionalen und touristischen Radfernwege (Themenrouten) und die lokalen Radverkehrsnetze und Routen, die mit einer Zielwegweisung mit Kilometrierung ausgeschildert sind.
Mit dem Angebot ist es möglich, sich eine Route von Haus zu Haus berechnen lassen. Das Routing basiert auf folgenden Netzlängen:

  • Landesweites Radverkehrsnetz: 13.413 km
  • Themenrouten: 10.659 km
  • Lokale Radnetze: 739 km
  • Netzelemente außerhalb von Nordrhein-Westfalen: 700 km
  • Gesamtes Radnetz (durch Überlagerung): 20.256 km
  • Zusätzliches Straßen- und Wegenetz: ca. 235.000 km

Die Routingroutine sucht den idealen Ein- und Ausstiegspunkt im gesamten Radnetz und routet im Zu- und Abgang auf dem gesamten Straßen- und Wegenetz in Nordrhein-Westfalen. Die Routenauswahl kann durch das Abstecken von Start- und Zielpunkten auf der Karte erfolgen oder man gibt Start- und Zieladresse ein. Hierzu liegen alle 3,8 Mio. Adressen in Nordrhein-Westfalen geokodiert vor. Bei den Routingparametern kann man verschiedene Bedingungen vorgeben: z.B. Vermeidung von Steigungen, Bevorzugung von Themenrouten, Geschwindigkeit und vieles mehr sind möglich. Die Routendarstellung erfolgt auf einer interaktiven Karte und auch ein Höhenprofil lässt sich anzeigen. Zum Mitnehmen für die Tour lässt sich die Fahrtanweisung bequem ausdrucken.

Durch die Möglichkeit, direkt per Mail und Telefon mit den Entwicklern und Auftraggebern in Kontakt zu treten, haben die Nutzer in über 1.000 Rückmeldungen Lob, Kritik und Verbesserungsmöglichkeiten geäußert. Dies hat in vielen Punkten die weitere Entwicklung beeinflusst.
Beteiligt an der Entwicklung waren u.a. der Nordrhein-Westfalen Tourismus e.V., der über seine touristischen Regionen auch die Eingabe der Sehenswürdigkeiten vornimmt, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Nordrhein-Westfalen mit der Einbindung der Bett & Bike Betriebe und der Landesbetrieb Straßenbau sowie das Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen (Bereitstellung der Hintergrundkartenwerke).
Den Kommunen wird das Angebot gemacht, ihre lokalen, ausgeschilderten Netze in den Radroutenplaner zu integrieren. Auch können über die touristischen Regionen die lokalen Sehenswürdigkeiten der Kommunen in den Radroutenplaner einfließen.
Die Seite wurde am 6.8.2003 frei geschaltet und bis zum Stichtag 11.06.2005 wurden 32 Mio. Zugriffe verzeichnet.

Die Zufriedenheit der Benutzer der Internetseite kann durchweg mit gut bezeichnet werden. Nicht nur Einzelmeldungen ergeben dieses Bild sondern auch Befragungen im Rahmen des Wettbewerbs "Best for Bike", WDR (Westdeutscher Rundfunk) Online, Fernseh- und Rundfunkberichte und in der Berichterstattung der Zeitungen.
Dreimal jährlich werden die Netze aktualisiert und ergänzt. Darüber hinaus werden ständig Verbesserungen der Funktionalität des Radroutenplaners vorgenommen. Dies ist in erster Linie jedoch abhängig von den finanziellen Möglichkeiten des Landes Nordrhein-Westfalen.

Warum handelt es sich um ein innovatives und nachahmenswertes Beispiel?

  • ist erstklassiges Marketing fürs Radfahren,
  • bietet hervorrragende Möglichkeit der Wirtschaftsförderung (Freizeitbereich, Hotel- und Gaststättenbereich)
  • bietet eine Erleichterung der Radtourenplanung
  • entspricht der Tourenplanung für das Auto
  • lässt sich auf andere Länder übertragen

Finanzierung

Finanzierung: 
Landesmittel

Evaluation

Evaluation: 
ja
Erläuterungen: 
Evaluation über Zugriffsstatistiken

Projektträger & Beteiligte

Projektleitung: 
  • Land Nordrhein-Westfalen
Projektbeteiligte: 
  • Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen
  • Ingenieurgruppe für Verkehrswesen und Verfahrensentwicklung
  • Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen
  • Nordrhein-Westfalen Tourismus e.V.
  • ADFC Landesverband Nordrhein-Westfalen
  • Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen

Laufzeit

Dauermaßnahme: 
ja
Projektstart: 
März 2003
Info zur Laufzeit: 
Freischaltung der Internetseite: 6.8.2003

Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation

Kontakt

Ansprechpartner auf Projektebene: 
Herr Peter London
Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes NRW
Haroldstraße 4
40213 Düsseldorf
Telefon: +49(0)211/3843-9426
Telefax: +49(0)211/3843-9428
E-mail: Peter.London@mbv.nrw.de

Meta-Info
Stand der Information
15. Juni 2005
Autor
Peter London, Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes NRW
NRVP-Handlungsfelder
Fahrradthemen
Schlagworte
Land
Nordrhein-Westfalen