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Klimafreundlicher Wirtschaftsverkehr

HELFI – Herner Lastenfahrrad Innovation

Lastenrad Tischlerei Molzahn
Lastenrad Tischlerei Molzahn © Lea Heinrich

1. Ausgangssituation

Der Einsatz von Fahrrädern im Wirtschaftsverkehr ist in Deutschland bisher kaum unter ökonomischen Aspekten untersucht worden und das, obwohl das Verlagerungspotential vom motorisierten Wirtschaftsverkehr gerade bei der Beförderung auf der letzten Meile hin zum Lastenfahrrad als hoch angesehen wird: die Unternehmen haben einen starken innerbetrieblichen Anreiz, weil Anschaffungs- und Treibstoffkosten eingespart werden können. Weiterhin könnnen Transaktionskosten gesenkt werden, weil der Parkplatzsuchverkehr entfällt. Die Innenstädte werden erheblich entlastet, und es wird ein Beitrag geleistet, das Klima zu schonen. Bisher werden aber Fahrräder nur vereinzelt eingesetzt, eine feste Integration in den Wertschöpfungsprozeß findet nicht statt. Um diese Einsatzlücke zu schließen, ist es erforderlich, die empirische Kenntnis zu verbessern. Feldversuche, Prototypentwicklungen und Interviews mit direkten und indirekten Stakeholdern stellen hier wesentliche Elemente dar, um Einsatzpotenziale für Fahrräder besser erkennen und deren ökologische Auswirkungen abschätzen zu können. Das Verständnis für Markthemmnisse kann somit verbessert und geeignete Instrumente zur Überwindung der Hemnisse abgeleitet werden. Die Untersuchung neuer Geschäftsmodelle erfordert einen hohen Grad an interdisziplinärer Forschung, die sowohl ökonomische, ökologische, juristische als auch soziologische Aspekte einbezieht. Hinzu kommt, dass branchenspezifische Besonderheiten mitberücksichtigt werden, denn die eingesetzten Fahrräder müssen zu den Bedürfnissen der potentiellen Anwender passen. Ob wirtschaftliche Vorteile realisiert werden können, hängt in einem hohen Maß von den lokalen Bedingungen ab, die einen erheblichen Einfluss darauf haben, wie Lastenfahrräder eingesetzt werden können. Im Rahmen des Herner Lastenrad Projekts werden E-Lastenrad-Prototypen eingesetzt, welche speziell für den kommerziellen Warentransport konzipiert wurden. Diese werden in Bezug auf ihre Eignung für den urbanen Wirtschaftsverkehr im Hinblick auf Technologie, Einsatzpotenziale und Fahrkomfort getestet.

Die Stadt Herne ist der geographische Mittelpunkt des Ruhrgebietes und muss, wie die übrigen Städte des Ruhrgebiets, den massiven Strukturwandel bewältigen. Trotz einer grundsätzlich hohen Standortattraktivität, begründet durch gute Verkehrsanbindungen und den ansässigen Unternehmen aus "Zukunftsbranchen" (z.B. Medizintechnik, Pharmaindustrie), ist in der Stadt Herne ein hoher Altersdurchschnitt, eine hohe Arbeitslosenquote sowie eine mangelhafte Bildungsinfrastruktur zu verzeichnen. Parkplatzmangel und zäher Verkehr zählen zu den "chronischen Krankheiten" des Ruhrgebiets. Für die Schaffung einer angemessenen Verkehrsinfrastruktur mangelt es den Kommunen meist an der nötigen Kapitalausstattung. Diese Voraussetzungen sind es, die die Auswahl der Stadt Herne als repräsentative Test-Kommune für den Einsatz von Lastenfahrrädern im Wirtschaftsverkehr rechtfertigen. Die Potenziale der Verlagerung des Güter- bzw. Wirtschaftsverkehrs auf elektrische (Lasten-) Fahrräder wurde bereits in diversen Studien auf EU-Ebene sowie in Deutschland untersucht. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurde der Beitrag des Lastenradeinsatzes hinsichtlich der Nachhaltigkeitsziele des städtischen Güterverkehrs für die folgenden Einflussbereiche berechnet:

1) Einsatzgebiete
2) Substitutionspotenziale
3) Ökologische Vorteile und Klimaschutz (CO2 Minderung) und
4) Ökonomische Vorteile.

Das Ziel des Teilprojekts ist, die gewonnenen Erkenntnisse aus Referenzprojekten und Best Practice Beispielprojekten (z.B. die Städte Kopenhagen und Amsterdam) auf die Stadt Herne zu übertragen und hinsichtlich des Umsetzungspotenzials in der Praxiskommune anhand eines Praxistests mit einer repräsentativen Teilnehmergruppe zu ermitteln, um dieses auf das gesamte Ruhrgebiet anwenden zu können. Auf dieser Basis soll der Beitrag zur Umsetzung der Energiewende auf lokaler Ebene im Hinblick auf den Einsatz von Lastenfahrrädern im Wirtschaftsverkehr, mit Bezug auf die einzelnen Faktoren, identifiziert werden. Die zur Umsetzung notwendigen Schritte werden in Form eines Maßnahmenkatalogs zusammengefasst, welcher auf Best Practice Praxisbeispielen in den einzelnen Themengebieten gestützt und in einem Leitfaden für Kommunen zur Umsetzung von Lastenradkonzepten zusammengefasst wird. Zur Umsetzung der Radverkehrspotenziale bedarf es gezielter Maßnahmen auf allen Ebenen, von der Überzeugung der Endkonsumenten bis hin zur Schaffung einer geeigneten Strategie bzw. einem regulatorischen Umfeld, welches die Effizienz der Maßnahmen und somit die Zielerreichung gewährleistet. Die Schwerpunktthemen der Fahrradforschung wurden im Projektverlauf, mit speziellem Bezug zum Einsatz von Lastenfahrrad, in den Kommunen des Ruhrgebietes sowohl im Rahmen der Feldstudie als auch in der finalen Auswertung und Handlungsempfehlung berücksichtigt.

Hierbei wurde wie folgt vorgegangen:

  • Analyse (Lasten-) Radverkehr: Marktentwicklung, Akteure und Best Practices
  • Analyse Rahmenbedingungen
  • Einflussfaktorbestimmung und Potenzialanalyse
  • Auswahl Feldtest-Teilnehmer und Potenzialberechnung
  • Geschäftsmodell- und Konzeptentwicklung
  • Feldversuch: Durchführung und Datenauswertung
  • Abschlussworkshop und Nachnutzungskonzeptentwicklung
  • Gesamtevaluation
  • Teilnehmer Feedback
  • Leitfaden erstellen

2. Projektdurchführung

"Lastenradpiloten gesucht!" Dies war der Aufruf, den die Zeppelin Universität in Kooperation mit der Stadt Herne und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Herne nach einem erfolgreichen Projekt-Kick-Off Ende August 2014 gestartet hat. Es muss offen zugegeben werden, dass die Resonanz beschaulich war. Vielleicht, weil die Herner Unternehmer einfach zu skeptisch sind, was die Vorteile des Lastenradeinsatzes betrifft. Vielleicht aber auch, weil das Konzept "Lastenrad im Wirtschaftsverkehr" für viele zu wenig greifbar ist. Aus diesen Gründen ist es notwendig, solch ein Pilotprojekt zu starten.

Ein Lastenrad ist kein herkömmliches Transportmittel, kein Automobil, welches sich lange bewährt hat und das Vertrauen der Bevölkerung genießt. Bequem, sicher und wirtschaftlich. Diese Eigenschaften sind es, die trotz der hoch eingeschätzten Potenziale des Fahrzeugs in Frage gestellt werden. Was ein solches Konzept benötigt, sind Erfahrungswerte und nicht einfache Empfehlungen. Das Thema "Lastenrad als Transportmittel" gewinnt auch auf EU Ebene immer mehr an Bedeutung für die Zukunft der urbanen Mobilität. Sieben Unternehmer/innen entschlossen sich, Ende des Jahres 2014, der Herausforderung "Radeln für Klima und Unternehmenserfolg" zu stellen: Tischlerei, Blumenhandel/Gärtnerei, Apotheke, Supermarkt, Elektriker, Elektroeinzelhandel und Einkaufscenter. Diese verschiedenen Unternehmensgruppen stellen unterschiedliche Ansprüche an das Lastenrad, ebenso wie die potenziellen Lastenradfahrer selbst. In dieser Hinsicht sind die Erwartungen an die Ergebnisse des Lastenradtests hoch. Obwohl einheitliche Lastenradmodelle eingesetzt werden, ist dennoch zu erwarten, dass die Teilnehmer unterschiedliche Erfahrungen mit den Rädern machen, weil natürlich individuelle Faktoren (z.B. Körpergröße, Sportlichkeit) einen erheblichen Einfluss auf die Leichtigkeit der Nutzung eines Lastenrades haben. Unabhängig von den persönlichen Faktoren, haben allerdings auch die branchenspezifischen Transportanforderungen eine Auswirkung auf die Nutzungshäufigkeit. Daher ist es notwendig, dass die Teilnehmer sachgerecht und entsprechend ihrer individuellen Voraussetzungen vorbereitet werden. Aus diesem Grund wurde nach der Vorauswahl der Teilnehmer im November 2014 ein Lastenrad-Workshop durchgeführt, um den Feldversuch vorzubereiten.

Da das Lastenrad noch keinen Popularitätsstatus verzeichnen kann, der ihm in Fachkreisen als alternatives, emissionsfreies Transportmittel zugesagt wird, war bereits beim Kick-Off Meeting des Projekts klar, dass zunächst den Teilnehmern des Feldversuches nicht nur die einzelwirtschaftlichen Vorteile, sondern auch die gesamtwirtschaftlichen positiven Effekte des Lastenrads verdeutlicht werden müssen, um eine breite Akzeptanz und damit eine hohe Nutzungsintensität des Lastenrads während des Feldversuches zu erreichen. Neben dem Ziel "die Barrieren in den Köpfen der Teilnehmer zu beseitigen", sollte von Anfang an das Projekt einer breiten Öffentlichkeit bekanntgemacht werden. Die Potenziale beziehen sich sowohl auf die Gewinnung aussagekräftiger Erkenntnisse in Bezug auf die Projektziele als auch auf die Ziele des Rahmenprogramms "Energiewende Ruhr". Somit war vorab zu klären, ob die Interessenten ein für die Potenzialbestimmung geeignetes Unternehmen sind. Die Eignung bezieht sich in erster Linie auf den Einsatz von Lastenrädern im Rahmen neuer Nutzungs- und Geschäftsmodelle und die Effekte hinsichtlich Prozessoptimierung, Kostenersparnis, Ressourceneffizienz und Minderung schädlicher Umwelteinflüsse.

Das angestrebte Ziel ist, der weitestgehende oder auch komplette Verzicht der Nutzung des Pkws über den Testzeitraum und die Nutzung des Lastenfahrrads als Haupttransportmittel im Geschäftsalltag. Selbst wenn die Räder für die kostenfreie Nutzung und ohne verbindliches Übernahmeversprechen zur Verfügung gestellt werden, gehen die Unternehmer mit Ihrer Teilnahme am Feldversuch für die geplanten sieben Monate die Verpflichtung ein, dieser Vorgabe nach bestem Ermessen nachzukommen. Hierbei gilt es ebenso, die Mitarbeiter davon zu überzeugen, das vermeintlich unbequemere Transportmittel Lastenrad anstelle des Firmenwagens zu nutzen. In den Sommermonaten, beziehungsweise an Tagen mit moderaten Temperaturen und geringer Niederschlagsquote, ist mit einer höheren Nutzungsbereitschaft und somit auch Nutzungshäufigkeit zu rechenen. Die Testphase erstreckt sich über den Sommer und Herbst hinaus bis in die Wintermonate, wodurch die Lastenradnutzung hinsichtlich hoher Regen-, Schnee- und Glättewahrscheinlichkeit einer Feuerprobe unter Extrembedingungen, sowohl für das Fahrzeug als auch die Nutzer, unterzogen wird.

Nach einer 6-monatigen Vorbereitungsphase, mit vielen Abstimmungsgesprächen der zukünftigen "Lastenradpiloten", ging das Projekt "Klimafreundlicher Wirtschaftsverkehr in Kommunen als Beitrag zur Energiewende" unter dem neuen Namen "HELFI-Herner Lastenfahrrad Innovation" am 31.05.2015 offiziell an den Start. Die Lastenfahrräder wurden im Rahmen des 30. Herner Umwelttages durch NRW-Umweltminister Johannes Remmel an die Teilnehmer übergeben und die "Lastenradsaison" somit offiziell eröffnet. Der Projektname diente hierbei nicht nur zur Vereinfachung des Forschungsprojekttitels, er sollte ebenso die Potenziale sowie die Neuartigkeit im Hinblick auf den Einsatzbereich des Fahrzeuges,  die Bedeutung und den Nutzen für die Unternehmer und die Kommune wiederspiegeln. Mit dem Fahrrad wird gerade auf der letzten Meile im Stadtverkehr – bei guter Infrastruktur für Fahrräder – eine hohe Produktivität erreicht: Das HELFI-Lastenrad hilft, Zeit und Kosten zu sparen, durch Minderung der durch Stress verursachten Belastung (Stau, Parkplatzsuche) das Betriebsklima zu verbessern und die lokale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern. Die einheitliche Gestaltung der Lastenräder soll dem Projekt einen Wiedererkennungswert geben und die Platzierung der Firmenwerbung in diesem Rahmen signalisieren: "Wir sind dabei!". Der Werbeeffekt der Räder ist aufgrund des auffälligen und außergewöhnlichen Erscheinungsbildes im Stadtverkehr garantiert, der auch von den Testfahrern bestätigt wird.

Da im Herner Lastenradprojekt einheitliche, speziell für den kommerziellen Lastentransport konzipierte Prototypen eingesetzt wurden, hat sich bereits in den ersten Wochen der Testphase die Bedeutung der Modellwahl hinsichtlich der Anpassung auf den Nutzer herausgestellt. Die Auswahl eines auf den Benutzer zugeschnittenen Lastenrades bildet den entscheidenden Faktor für eine effiziente Nutzung und Sicherstellung der Nutzerakzeptanz. Unterschiedliche Unternehmen haben unterschiedliche Anforderungen, genau wie die Nutzer selbst. Wenn ein Lastenfahrrad eine Zuladung von 100 Kilogramm verspricht, bedeutet dies nicht, dass diese Last von jeder beliebigen Person transportiert werden kann. Zudem sind die Lastenrad-Prototypen mit viel Technik ausgestattet. Trotz umfangreicher Einweisung in die Nutzung der Gefährte ist es für die ein oder andere Person nicht leicht, sich schnell in die Materie "Schaltung" und "Tretunterstützung" einzufinden. Die Prototypen sind speziell für den kommerziellen Gebrauch konzipiert, jedoch ist Wirtschaftsverkehr nicht gleich Wirtschaftsverkehr. Die ersten Erfahrungen, welche aus dem Projekt mitgenommen werden können, sind der (wirtschaftlich) effiziente Einsatz des Lastenrades sowie die richtige Auswahl eines passenden Lastenrads. Eine vorherige Identifikation der Bedürfnisse und Ansprüche, umfangreiche Beratung sowie eine Probefahrt sind daher unumgänglich. Neue Modelle, welche auf die Bedürfnisse der unterschiedlichsten Nutzergruppen abgestimmt werden, erobern mehr und mehr den Markt - von Kindertransport über die sportliche City-Cruise Variante bis hin zum Liefer- und Werbefahrzeug. Das Lastenrad steht dem Pkw im städtischen Verkehr grundsätzlich in Nichts nach. Für Strecken von 4-7 Kilometern ist das Gefährt laut Nutzern ideal, eine Zuladung von 40 kg ist jedoch das Maximum, was im Hinblick auf ein sicheres Fahrgefühl realisierbar ist. Aufgrund dieser Erkenntnisse stellt sich nun die Frage, ob die Intensität der Nutzung vom Lastenrad an sich, vom Lastenradtyp oder von der Einstellung der Nutzer abhängig ist. Das "Mysterium Lastenrad" ist noch lange nicht erkundet.

3. Projekterfolge

Nach Ende der Testphase haben drei Unternehmer sich dazu entschlossen, weiterhin "Ja" zum Lastenrad zu sagen. Die restlichen Teilnehmer sind ebenso überzeugt von der Idee "Lastenrad im Wirtschaftsverkehr", jedoch ist nicht jedes Modell für jedes Unternehmen geeignet. Und genau dies galt es, herauszufinden. Die übrigen "HELFIs" fanden schnell neue Piloten, denn auch die am Projekt beteiligten Akteure auf kommunaler Ebene wurden überzeugt: Die Stadt Herne plant, das Lastenrad zunächst dem KEP Dienstleister UPS im Rahmen eines City-Hub Pilotprojektes mit Lastenrad-Last-Mile Delivery zur Verfügung zu stellen. Im Anschluss ist geplant, das Lastenrad im Rahmen eines Quartierprojektes zur Nachhaltigkeitsberatung als Testfahrzeug für klimafreundliche Mobilität anzubieten. Die Wirtschaftsförderung sowie die Stadtwerke Herne haben ebenfalls die Potenziale des HELFI erkannt und das Fahrzeug für eigene Transportzwecke übernommen. Der Erfolg des Projektes bzw. die Grundlage für die erfolgreiche Verbreitung des Konzeptes wurde mit der Auszeichnung als Qualifiziertes Projekt der Klimaexpo.NRW durch NRW Verkehrsminister Michael Groschek, im Februar 2016 gelegt.

Warum handelt es sich um ein innovatives und nachahmenswertes Beispiel?

Im Rahmen des Projekts wurden durch den Einsatz von Lastenrad-Prototypen spezielle Erkenntnisse hinsichtlich der Bedeutung von Lastenrad-Modellen, deren anwenderfreundliche Handhabung und kritische Faktoren technischer Marktreife identifiziert, wodurch eine Anpassung des Forschungsvorhabens mit Fokus auf die Auswirkung technischer Defizite und die Rolle von "Early Adopters" als Innovationstreiber als wertvolle Erweiterung des Untersuchungsgebietes vorgenommen wurde. Dieser Aspekt ist bisher noch wenig erforscht und bietet neben der reinen Potenzialermittlung die Möglichkeit, das Betrachtungsspektrum hinsichtlich der Empfehlungen für Kommunen, Unternehmen und private Nutzer zu erweitern und hierdurch einen wertvollen Beitrag zum praktikablen und somit verstärkten Einsatz von Lastenfahrrädern zur nachhaltigen, klimagerechten Transformation urbanen Verkehrs zu leisten.
 

Finanzierung

Finanzierung: 
Sonstige
Gesamtvolumen: 
163 000 €
Erläuterungen: 

Gefördert durch die Stiftung Mercator:

  • Gesamtfördervolumen: 163.000 € (Personal-, Sach- und Reisekosten) – ca. 2/3 der Kosten Personalkosten für eine volle Mitarbeiterstelle und eine studentische Hilfskraft/ wissenschaftliche Leitung über die Gesamtlaufzeit von 24 Monate
  • Feldversuch (Vorbereitung und Durchführung)
  • Mitteleinsatz Prototypen: 10.000 € (Sonderkonditionen), Erlöse aus dem Verkauf der Lastenräder an die Testfahrer/ Neubesitzer geht an die Kommune zur Initiierung weiterer Maßnahmen zur Förderung des Einsatzes von Lastenfahrrädern im Wirtschaftsverkehr
  • Mitteleinsatz Öffentlichkeitsarbeit (Werbedrucke für Räder, Poster, Website, Roll-Ups, Workshops): 5.000 €
  • Reisekosten zu Organisations-, Planungs- und Netzwerktreffen vor Ort sowie Konferenzen im Bereich (Lasten-) Fahrradverkehr, Transport und Urbane Mobilität ca. 8.000 €.

Evaluation

Evaluation: 
ja
Erläuterungen: 

Handlungsleitfaden für Kommunen zum Einsatz von Lastenfahrrädern im Wirtschaftsverkehr (in Arbeit, Veröffentlichung voraussichtlich Herbst 2016), Kapitel in der "Energiewende Ruhr Roadmap" (erscheint Ende 2016), Übertragung der Erkenntnisse auf weitere Kommunen (Friedrichshafen, Detmold) im Rahmen einer studentischen Projektarbeit.

Projektträger & Beteiligte

Projektleitung: 

Center for Mobility Studies der Zeppelin Universität
 

Projektbeteiligte: 
  • Stadt Herne
  • ZEG Zweirad Einkaufsgenossenschaft (Konsortialpartner)
  • Stadtwerke Herne
  • Wirtschaftsförderungsgesellschaft Herne (Assoziierte Partner)

Laufzeit

Dauermaßnahme: 
nein
Projektstart: 
Mai 2014
Projektende: 
Juni 2016
Info zur Laufzeit: 


 

Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation

Kontakt

Ansprechpartner auf Projektebene: 

Lea Heinrich, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang H. Schulz
Center for Mobility Studies, Zeppelin Universität
Projektkoordination, Wissenschaftliche Leitung
Am Seemoser Horn 20
88045 Friedrichshafen
Telefon: 07541-60091606
Telefax: 07541-60091199
E-Mail: lea.heinrich@zu.de

 

Kommunale Ansprechpartner: 

Thomas Semmelmann
Stadt Herne
Fachbereich Umwelt und Stadtplanung
Postfach 10 18 20
44621 Herne
Telefon: 02323 16-2121
Fax: 02323 16-1233 - 92 21
E-Mail: thomas.semmelmann@herne.de

 

Meta-Info
Stand der Information
5. September 2016
Autor
Lea Heinrich, Projektmitarbeiterin Center for Mobility Studies | CfM – Zeppelin Universität
NRVP-Handlungsfelder
Fahrradthemen
Schlagworte
Land
Nordrhein-Westfalen