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JobRad

Gehaltsumwandlungskonzept für Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes

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JobRad-Logo © Leaserad GmbH

Ausgangssituation

Ein großer der Teil der täglichen Fahrten im Kurzstreckenbereich wird mit dem Auto zurückgelegt und das, obwohl das Fahrrad und insbesondere auch das Pedelec erwiesenermaßen zu den schnellsten Verkehrsmitteln auf diesen, vielfach innerstädtischen, Distanzen gehören. Darüber hinaus bietet die Nutzung des Fahrrads, Pedelecs oder E-Bikes viele Vorteile, wie z.B. Kosteneinsparungen oder positive Gesundheitseffekte.

Sehr viele jener kurzen Pkw-Fahrten, die eigentlich eingespart werden könnten, finden in Verbindung mit und induziert durch den Arbeitgeber statt, also der Weg zum Arbeitsplatz oder zu einer Filiale und zum Kunden. Das Umsteiger-Potential ist enorm, denn etwa 50% der Berufspendler in Deutschland haben einen Weg von weniger als zehn Kilometern zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (Mikrozensus 2008). Auf diesen Distanzen des städtischen Nahverkehrs ist ein Pedelec gegenüber einem Pkw das schnellere Verkehrsmittel.

Projekthintergrund

Wir haben uns schon früh die Frage gestellt, wie der wachsende Mobilitätsbedarf im betrieblichen Kontext gedeckt und gleichzeitig der dringenden Notwendigkeit zum resourcenschonenden Einsatz von Rohstoffen, zur Energieeffizienz und zum Einsatz von emissionsarmen Fortbewegungsarten Rechnung getragen werden kann.

Vor diesem Hintergrund hat sich die LeaseRad GmbH beispielsweise über vier Jahre zusammen mit verschiedenen Interessensverbänden für die steuerliche Gleichbehandlung von Fahrrädern und Dienstwagen eingesetzt. Dies hatte Erfolg: Seit dem 23. November 2012 gilt das sogenannte Dienstwagenprivileg auch für Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes, wie die Finanzminister der Länder in einem Erlass rückwirkend entschieden haben. Anstelle von Dienstwagen haben Unternehmen nun auch die Möglichkeit, ihren Mitarbeitern ein Dienstfahrrad zur Verfügung zu stellen. Arbeitnehmer versteuern ihr Zweirad pauschal mit monatlich 1% des Bruttolistenpreises. Damit bekommen sie ihr "Wunschrad" bis zu 40% günstiger als im Handel, je nach Gehalt und Steuerklasse.

"Seit 2008 schnüren wir spezielle fahrradbasierte Konzepte für die betriebliche Mobilität und bieten als erstes Unternehmen auf dem deutschen Markt Unternehmen und Kommunen ein Gehaltsumwandlungsmodell speziell für Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes nach der 1%-Methode. Ähnliche 'Bike-to-work'-Projekte gibt es in anderen europäischen Ländern, z.T. mit speziellen Förderungen versehen, schon sehr lange. Mit unseren Dienstleistungen ermöglichen wir den einfachen Umstieg für Unternehmen, Kommunen und Organisationen. Ganz nach dem Motto: 'Wir machen das Fahrrad businesstauglich' setzten wir auf die zahlreichen Vorteile von umweltfreundlichen Zweirädern", erläutert Ulrich Prediger, Gründer der Leaserad GmbH.

Das JobRad-Konzept

Mit JobRad, dem ersten Gehaltsumwandlungskonzept für Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes, ermöglicht LeaseRad Unternehmen und Kommunen neue, nachhaltige und steuerlich vergünstigte Mobilität. So werden Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes für Pendler und Freizeitradler zu einer kostengünstigen Alternative zum Pkw. Mit dem neuen Konzept werden (Elektro-)Fahrräder gewissermaßen businesstauglich und die JobRadler leisten einen aktiven Beitrag zu Umweltschutz, Verkehrsverbesserung und Mitarbeitergesundheit.

Mit dem JobRad-Konzept erhalten Mitarbeiter die Möglichkeit, ihr individuelles "Wunschrad" bequem über die monatliche Gehaltsabrechnung zu bezahlen und dabei gleichzeitig Geld zu sparen - inklusive vorteilhafter Steuerersparnis.

Der Weg zum JobRad ist ganz einfach. Der Arbeitgeber schließt mit LeaseRad einen Rahmenvertrag zum JobRad und informiert seine Mitarbeiter über das neue Angebot. Die interessierten Mitarbeiter gehen zu einem teilnehmenden JobRad-Fachhändler in ihrer Nähe und erhalten dort eine professionelle Kaufberatung und die Möglichkeit einer Probefahrt. Mit dem Arbeitgeber wird anschließend ein Überlassungsvertrag für das Rad geschlossen und der Mitarbeiter kann sein Wunschmodell im Radgeschäft abholen.

Egal ob Fahrrad, Pedelec oder E-Bike - die Mitarbeiter können aus dem gesamten Sortiment wählen. Der Clou: Statt direkt im Geschäft zu zahlen, wird ein Teil des Gehalts monatlich durch den Arbeitgeber einbehalten (Barlohnumwandlung), woraus die Leasingrate an LeaseRad gezahlt wird.

Vorteile die beteiligten Akteure

Das Gehaltsumwandlungsmodell bietet viele Vorteile. Für die Arbeitnehmer ist das Leasen eines (Elektro-)Fahrrads, Dank der neu eingeführten 1%-Regelung, viel günstiger als der Direktkauf. Darüber hinaus sind sie mit dem Dienstfahrrad im Nahverkehr schneller und kosteneffizienter unterwegs, schonen die Umwelt und fördern die eigene Gesundheit. Für den Arbeitgeber ergibt sich eine hohe Mitarbeitermotivation ohne zusätzliche Kosten. Außerdem leistet der Arbeitgeber mit JobRad einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz, zur Verkehrsverbesserung und der Mitarbeitergesundheit. Auch der lokale Fachhandel profitiert von JobRad, indem eine völlig neue Zielgruppe erschlossen wird.

Bisherige Akzeptanz des Modells

Seit dem Programmstart konnte LeaseRad zahlreiche JobRad-Verträge mit Einrichtungen aller Größenordnungen abschließen: vom kleinen Ingenieurbüro über den klassischen Mittelstand, Kommunen und Energieversorger, bis hin zu Großkonzernen. Die Umsetzungsquoten in den einzelnen Betrieben schwanken stark und liegen zwischen wenigen Prozent und einem Drittel der Belegschaft. Ausschlaggebend für diese Unterschiede sind einer Reihe von Faktoren, wie zum Beispiel die interne Kommunikation oder die Gewährung von Zuschüssen. Auch, dass im Rahmen von JobRad mittlerweile deutschlandweit über 550 Fachhändler registriert werden konnten, spricht für die hohe Attraktivität des Modells.

Warum handelt es sich um ein innovatives und nachahmenswertes Beispiel?

Mit JobRad haben Arbeitgeber zum ersten Mal ein Dienstrad-Konzept an der Hand, mit dem sie, ohne zusätzliche Kosten und nur mit einem in der Regel geringen Zusatzaufwand in der Personalabteilung und Lohnbuchhaltung, etwas Gutes für ihre Mitarbeiter tun können, indem sie deren Gesundheit und Wohlempfinden fördern. Gleichzeitig wird ein Beitrag zum Umweltschutz und zur Verkehrsentlastung geleistet. Das Modell ist grundsätzlich für kleine, mittlere aber auch große Arbeitgeber geeignet und im gesamten Bundesgebiet realisierbar.

Finanzierung

Finanzierung: 
Private Mittel (ohne Sponsoring und Spenden)

Evaluation

Evaluation: 
ja
Erläuterungen: 

Online-Befragung von Arbeitnehmern. Analyse der Rückmeldungen im alltäglichen Austausch mit Arbeitgebern.

Projektträger & Beteiligte

Projektleitung: 

Leaserad GmbH

Laufzeit

Dauermaßnahme: 
ja
Projektstart: 
Januar 2008

Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation

Kontakt

Ansprechpartner auf Projektebene: 

Herr Alexandros Molphetas
LeaseRad GmbH
Marketing
Raustraße 6
79098 Freiburg
Telefon: 0761-205-515-61
Telefax: 0761-205-515-99
E-mail: alexandros.molphetas@leaserad.de
WWW: www.leaserad.de
 

Meta-Info
Stand der Information
19. März 2014
Autor
Alexandros Molphetas, Leaserad GmbH
NRVP-Handlungsfelder
Mobilitäts- und Verkehrserziehung
Fahrradthemen
Ausgewählte Zielgruppen
Mobilitätsmanagement
Schlagworte
Arbeitgeber
Arbeitnehmer
Dienstfahrzeug
Pendeln
Land
Deutschland