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Naviki

Fahrrad-Routenplaner und Plattform für Fahrrad-Kommunikation

Naviki-Startseite
Naviki-Startseite © Naviki.org

Die Idee von Naviki

Bei Naviki handelt es sich um ein neuartiges Internetangebot zur Radroutenplanung in Alltag und Freizeit, das am Labor für Software Engineering der Fachhochschule Münster entwickelt wurde. Es bietet viele Funktionen, die das Radfahren noch attraktiver machen – insbesondere die Fahrrad-Routenplanung in ganz Europa. Gebietskörperschaften, Tourismusorganisationen und andere Partner können Naviki vor Ort lokalspezifisch einsetzen und haben dadurch unter anderem folgende Vorteile:

  • Naviki routet Bürger und Besucher auf besonders reizvollen oder praktischen Fahrrad-Verbindungen.
  • Partner können Naviki einfach mit ihrem spezifischen Erscheinungsbild versehen – so wird das System zur idealen Ergänzung der eigenen Internetseite.
  • Mithilfe von Naviki lassen sich leicht neue Anlässe für die Öffentlichkeitsarbeit zugunsten des Radverkehrs generieren – zum Beispiel durch Wettbewerbe (welche Nutzer dokumentieren besonders viele Fahrrad-Kilometer?), individuelle oder kommunale CO2-Bilanzen und zahlreiche weitere Optionen.
  • Naviki ermöglicht eine effiziente, dezentrale Administration und Qualitätssicherung durch die jeweils vor Ort zuständige Behörde oder Tourismusorganisation.
  • Naviki kann die bürgernahe Radverkehrsplanung künftig durch nutzergenerierte Informationen zur Radverkehrsinfrastruktur unterstützen.

Wie funktioniert Naviki?

Angebote für Jedermann und Datengrundlage

Naviki ist ein Informations- und Mitmach-Portal für Bürger, Besucher und alle anderen Zielgruppen, die etwas mit dem Fahrrad zu tun haben. Einerseits können Radfahrer bei Naviki eine eindrucksvolle Sammlung ihrer Fahrrad-Aktivitäten erstellen und empfehlenswerte Strecken mit anderen Nutzern teilen. Andererseits bezieht Naviki Informationen öffentlicher Träger (z.B. Kommunen, Regionen, Touristiker) in das Routing ein. Naviki nutzt innovative, speziell für das System entwickelte Technologien, um das Radfahren noch attraktiver zu machen.

Mit den Smartphone-Apps von Naviki oder mit einem GPS-Gerät ist es sehr einfach, eigene Fahrradstrecken aufzuzeichnen und bei Naviki hochzuladen. Eingespeiste Wege verbindet Naviki automatisch zu einem zusammenhängenden Netz. So wird das Radwegenetz kontinuierlich engmaschiger und verbessert sich auch qualitativ.

Eine wichtige Rolle spielen auch die für das Fahrrad geeigneten Wege der freien Weltkarte OpenStreetMap (OSM), die bei Naviki ebenfalls enthalten sind und gegenwärtig einen großen Teil des Netzes darstellen. Durch die von Nutzern eingespeisten Wege ist Naviki in der Lage, auf besten "Insider-Strecken" zu routen.

Naviki ist gegenwärtig als Beta-Version online. Das heißt, dass das System noch nicht sämtliche vorgesehenen Features aufweist. Funktionsumfang und Routingqualität werden ständig erweitert und verbessert.

Angebote für Partner (Kommunen, Regionen, Tourismus, Unternehmen)

Die so genannte "Naviki-Seite" ist eine Naviki-Oberfläche, die mit dem spezifischen Erscheinungsbild des jeweiligen Projektpartners ausgestattet ist. Sie beinhaltet einen Routing-Dienst für Radfahrer, "powered by" Naviki. Für bis zu 30 Partner ist das Angebot im Rahmen des gegenwärtigen EU-Projekts bis 2014 kostenlos. Darüber hinaus wird jeweils ein kostendeckender Beitrag zur Umlagefinanzierung berechnet werden.

Um eine Naviki-Seite für Partner einzurichten, werden wenige einfache Informationen benötigt, insbesondere Textbausteine, Fotos, Logos und der dazugehörige Farbcode. Darüber hinaus haben Partner, die eine Naviki-Seite betreiben, die Möglichkeit, eigene kartographische Informationen oder Radwegenetze über Naviki auffindbar zu machen. Dazu benötigt Naviki Zugriff auf eine entsprechende Schnittstelle oder die jeweiligen Daten.

Darüber hinaus ermöglicht es Naviki seinen Nutzern, direkt auf ihrer Website eine Fahrrad-Routenplanung anzubieten. Hierzu gibt es das so genannte "Routingformular", ein Tool mit dem sich Besucher einer Internetseite ohne langes Suchen die passende Fahrrad-Verbindung zum jeweiligen Standort berechnen lassen können. Um dies besonders einfach zu gestalten, lässt sich das "Ziel"-Feld des Formulars bereits mit der Adresse dieses Standorts vorbelegen. Das Routingformular lässt sich einfach und eigenständig online einrichten.

Außerdem bietet Naviki Apps für die Smartphone-Betriebssysteme iPhone und Android. Partner haben die Möglichkeiten, Naviki-Funktionen in einer eigenen App vorzuhalten.

Umfangreiche weitere Informationen für Kommunen, Regionen und andere Kooperationspartner: www.naviki.org/iee

Europaweites Routing mit lokalen und regionalen Anpassungen

Einerseits bietet Naviki ein europaweit zusammenhängendes Radwegenetz. Andererseits können Kooperationspartner der Plattform mit einfachen Mitteln ihr regional- oder lokalspezifisches Erscheinungsbild zuweisen. Auf so angelegten Naviki-Seiten (s.o.) erscheint der jeweilige Partner-Standort automatisch im Zentrum des dargestellten Kartenausschnittes. Mithilfe einer lokalen oder regionalen Naviki-Seite können Gebietskörperschaften oder Tourismusorganisationen das System schlüssig als Erweiterung des eigenen Web-Auftritts darstellen. Gleichzeitig sind sämtliche überregionalen Routen und Funktionen verfügbar. Partner, die bestimmte Standorte (z.B. Points of Interest, Bestandteile der Fahrradinfrastruktur) oder Radrouten hervorgehoben darstellen möchten, können dies ebenfalls mithilfe ihrer Naviki-Seite realisieren. Auf Wunsch lassen sich die "offiziellen" Radwegenetze der Kommunen bei Naviki bevorzugt anzeigen, wenn ein Kunde eine Route nachfragt. Zudem enthält Naviki die für das Fahrrad geeigneten Strecken von OpenStreetMap (OSM).

Im Fokus: Energie, CO2-Vermeidung und Nutzervorteile

Naviki bietet ideale Tools zur Erstellung individueller und kommunaler CO2-Bilanzen. Nutzer erfahren zu jeder berechneten und zurückgelegten Route, wieviel CO2 sie durch Nutzung des Fahrrades im Vergleich zum Pkw vermeiden. Diese individuelle CO2-Vermeidung lässt sich sogar über einen längeren Zeitraum aufsummiert betrachten, so dass Naviki zur Steigerung des Klimabewusstseins beitragen kann. Darüber hinaus werden Informationen zu verbrauchten Kalorien sowie der monetäre Vergleich zur individuellen Auto-Nutzung angezeigt, wodurch weitere Anreize zum Radeln in Alltag und Freizeit entstehen können.

Aufwertung von Standorten

Kommunen, Regionen, Betriebe und Organisationen bieten Bürgern und Besuchern durch den Einsatz von Naviki zeitgemäßen Service. Sie machen das Verkehrsmittel Fahrrad durch eine maßgeschneiderte Informationsbasis noch attraktiver. Denn die Fahrrad-Erreichbarkeit einzelner Standorte und die Eignung der Infrastruktur lassen sich mithilfe von Naviki nutzerorientiert aufzeigen.

Qualitätssicherung mit Radverkehrsfokus

Manuelle und automatische Mechanismen zur Qualitätssicherung mithilfe innovativer Algorithmen sowie übergeordnete Eingriffsmöglicheiten für Gebietskörperschaften sorgen dafür, dass Naviki hochwertige und zuverlässige Auskünfte liefert. Für ausgewählte Wege oder in bestimmten Gebieten (z.B. Naturschutzgebiete, Fußgängerzonen, Privatgelände) kann die zuständige Behörde bei Bedarf grundsätzliche Restriktionen für den Radverkehr in das Tool einpflegen. Naviki hebt sich vom Angebot vieler allgemeiner und zumeist auf den Pkw zugeschnittener Routenplaner ab und liefert besonders reizvolle, praktische, fahrradspezifische Verbindungen. Dabei haben Nutzer die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Profilen zu unterscheiden (Alltag, Freizeit/Tourismus, Rennrad, Mountainbike).

Stand der Entwicklung

Naviki ist an der Fachhochschule Münster entstanden und wird dort ständig weiterentwickelt. Zurzeit steht unter anderem die Ausdehnung auf ganz Europa unmittelbar bevor – gefördert durch das Programm Intelligent Energy Europe (IEE) der Europäischen Union. Die Fachhochschule Münster ist Koordinatorin des Projektes, an dem auch Partner aus Dänemark, Italien, den Niederlanden und Spanien beteiligt sind.

Warum handelt es sich um ein innovatives und nachahmenswertes Beispiel?

Verfügbare Informationen und Bewusstsein beeinflussen die Verkehrsmittelwahl entscheidend. Naviki bietet den Verkehrsteilnehmern individuelle Informationsmöglichkeiten zur Fahrrad-Infrastruktur und ermöglicht Gebietskörperschaften und Tourismusorganisationen neue Anlässe zur Öffentlichkeitsarbeit für den Radverkehr. Das System steht europaweit zur Verfügung, so dass administrative Grenzen bei der Radroutenplanung keine Rolle mehr spielen und bietet darüber hinaus lokal- und regionalspezifische Oberflächen, für deren Inhalte die jeweilige Gebietskörperschaft mit geringem Aufwand Qualitätssicherung betreiben kann. Solche Naviki-Seiten lassen sich zeitnah für Partner in ganz Europa einrichten, so dass ein Höchstmaß an Übertragbarkeit gegeben ist. Nicht zuletzt ist Naviki durch die Ermittlung individueller CO2-Bilanzen sowie die Darbietung persönlicher Vorteile durch das Radfahren ein effizientes Werkzeug zeitgemäßer Kommunikation zur Förderung des Radverkehrs.

Finanzierung

Finanzierung: 
EU-Mittel
Erläuterungen: 
Naviki wird gegenwärtig durch das Programm Intelligent Energy - Europe (IEE) unterstützt.

Evaluation

Evaluation: 
ja
Erläuterungen: 
Qualitative Interviews mit Nutzergruppen und Stakeholdern, empirische Befragungen im Internet

Projektträger & Beteiligte

Projektleitung: 
EACI, Intelligent Energy Europe (IEE)
Projektbeteiligte: 
Fachhochschule Münster

Laufzeit

Dauermaßnahme: 
ja
Projektstart: 
Mai 2011
Projektende: 
Dezember 2013
Info zur Laufzeit: 
Weiterbetrieb des Internetportals über die Projektlaufzeit hinaus.

Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation

Kontakt

Ansprechpartner auf Projektebene: 
Projektmanagement / Öffentlichkeitsarbeit
Herr Dipl.-Geogr. Achim Hennecke
Fachhochschule Münster
Labor für Software Engineering
Soester Str. 13
48155 Münster
Telefon: +49 251 60970072
E-mail: achim.hennecke@naviki.org

Meta-Info
Stand der Information
20. April 2012
Autor
Dipl.-Geogr. Achim Hennecke, Fachhochschule Münster
NRVP-Handlungsfelder
Fahrradthemen
Schlagworte