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Aktion der Kommune mit den Stadtkirchen

Essener Fahrrad-Kalender 2008

Titelbild des Fahrrad-Kalenders 2008
Titelbild des Fahrrad-Kalenders 2008 © Stadtverwaltung Essen

Kurzbeschreibung

Der "Essener Fahrrad-Kalender 2008" wurde von der Verkehrsentwicklungsplanung der Stadt Essen in Kooperation mit der evangelischen und katholischen Stadtkirche Essen erstellt, um die Motivation der Essener Bürger/-innen zum Rad fahren zu erhöhen. Er steht unter dem Motto "Die Schöpfung bewahren - Fahrrad fahren" und beinhaltet alle Aktivitäten rund ums Radfahren in Essen. In Kooperation mit den Kirchen, Fahrradverbänden und Umweltverbänden wurden neuartige Rad-Aktionen wie Radwallfahrten, Fahrrad-Gottesdienste und "Atempause-Radtouren" kreiert. Sie sollen v.a. die Gemeindemitglieder zur verstärkten Nutzung des umweltfreundlichen Fahrrads motivieren.

Der Fahrrad-Kalender

Seit dem "Essener Fahrradfrühling 2005", der anlässlich der 10jährigen Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft "Fahrradfreundlicher Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen" durchgeführt wurde, gibt die Stadt Essen jährlich einen Fahrrad-Kalender heraus. Er enthält alle Termine von April bis Oktober, dazu allgemeine Informationen sowie zahlreiche Informationen u.a. über Fahrradständer und -boxen im Essener Stadtgebiet, jede Menge wichtige Anschriften, Infos über Fahrradkarten und einen Kalender, in dem Gesundheitsbewusste alle Tage ankreuzen können, an denen sie ihr Fahrrad benutzen.

Da im Jahr 2006 der RuhrtalRadweg eröffnet wurde, bildete der Radtourismus in Essen und im Ruhrgebiet den Schwerpunkt des damaligen Fahrrad-Kalenders. Bereits 2007 stieg der RuhrtalRadweg, der mehr als 30 Kilometer durch Essen verläuft, auch wegen des reizvollen Zusammenspiels von Natur und Industriekultur, in die Top 10 der deutschen Flussradwege auf.

Im folgenden Jahr stand der sportliche Aspekt des Radfahrens im Vordergrund. Den Anlass hierfür bildete das 100-jährige Vereinsjubiläum des bekannten Fußball-Vereins Rot-Weiss Essen, das 2007 gefeiert wurde.

Im Jahr 2008 wurde der Fahrrad-Kalender in Kooperation mit der evangelischen und katholischen Stadtkirche Essen erstellt. An der Entwicklung spezieller Programmpunkte haben der evangelische Pfarrer Steffen Hunder und der katholische Pastor Norbert Linden mitgewirkt. Die Zusammenarbeit mit den Stadtkirchen wird auch durch das Grußwort der Spitzenvertreter der Essener Stadtkirchen, Superintendent Mundt und Stadtdechant Vieth dokumentiert. Zudem haben beide gemeinsam den Fahrrad-Kalender auf einem ökumenischen Tandem der Presse präsentiert. Aktueller Anlass, die Kirchen zur diesjährigen Kooperation einzuladen, waren das diesjährige Bistumsjubiläum, die Bildung der neuen Katholischen Großpfarreien und die Zusammenlegung der Evangelischen Kirchenkreise.
Angesichts der aktuellen Diskussion zum Klimawandel (4. UN-Klimabericht, Friedensnobelpreis für Al Gore) steht der Fahrrad-Kalender 2008 unter dem Motto "Die Schöpfung bewahren - Fahrrad fahren". Er macht deutlich, dass durch die möglichst häufige Verwendung des 0-Emissions-Verkehrsmittels Fahrrad ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden kann.

Neue Rad-Aktionen

Durch die Kooperation mit den Kirchen wurden neuartige Rad-Aktionen wie Radwallfahrten, ein Fahrrad-Gottesdienst und "Atempause-Radtouren" kreiert:

Die "Atempause-Radtouren" fanden im Sommerhalbjahr immer am letzten Sonntag eines Monats ab 16 Uhr statt, sollten einen besinnlichen Abschluss des Wochenendes bilden und vor der neuen Arbeitswoche die Möglichkeit zum Durchatmen bieten. Geleitet von Mitarbeitern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. (ADFC) führten sie durch interessante Naturräume, die durch Fachleute des Naturschutzbundes Ruhr und des Bundes für Umwelt und Naturschutz erläutert wurden. Das Ziel stellten Kapellen im Stadtgebiet dar, in denen die mitradelnden Geistlichen zum Abschluss eine Andacht zum Thema "Bewahrung der Schöpfung" hielten.

Einen Höhepunkt bildete die für alle offene Kirchen-Radtour, bei der Erläuterungen zu sechs bedeutenden Kirchen gegeben wurden.

Weitere besondere Programmpunkte waren drei Radwallfahrten, die nach Kevelaer, Bochum-Stiepel, Werl und Neviges führten, sowie ein großer Fahrradgottesdienst auf dem Weberplatz mit vorheriger Sternfahrt. Am 22. Mai lud der gemeinsame Umweltausschuss der Evangelischen Kirchengemeinden Königssteele und Freisenbruch-Horst-Eiberg zu einem Fahrrad-Ausflug über den Emschwerweg ein.

Öffentlichkeitsarbeit

Durch die Kooperation mit den Kirchen sollten insbesondere die christlichen Gemeindemitglieder zur verstärkten Nutzung des Fahrrads motiviert werden. Daher wurde die 42-seitige Broschüre auch an alle etwa 90 Essener Gemeinden verteilt. Zusätzlich wurden Plakate mit einer Aufstellung aller religiösen Radtouren an die Gemeinden versendet, die diese in den Kirchen, Gemeindesälen, Kindergärten usw. aushängen konnten.
Insgesamt wurde der Fahrrad-Kalender 2008 an allen wichtigen Stellen im Stadtgebiet ausgelegt und kostenlos angeboten. Wegen der starken Nachfrage ist die diesjährige Auflage des Fahrrad-Kalenders von 10.000 aus den Vorjahren auf 15.000 Exemplare erhöht worden.

Und natürlich steht der komplette Fahrrad-Kalender als PDF-Datei jährlich zum Ausdrucken und Herunterladen im Internet unter www.essen.de/fahrradfreundlich bereit.

Dem Ziel der Akzeptanzsteigerung und Motivation diente auch die breite und positive Berichterstattung in der lokalen Presse und in überregionalen christlichen Publikationen. Durch den Aktionszeitraum April bis Oktober wurden die einzelnen Veranstaltungen immer wieder von der Presse aufgegriffen, so dass eine nachhaltige Wirkung erzielt wurde. Während des gesamten Zeitraums sind die Aktionen im Internet auf den Seiten der Stadt und der evangelischen Stadtkirche zu finden, sie sind Bestandteil des städtischen Veranstaltungskalenders im Internet, des weit verbreiteten Maitember-Programms der Stadt Essen und diverser Gemeindebriefe.

Warum handelt es sich um ein innovatives und nachahmenswertes Beispiel?

Die Kooperation von evangelischer und katholischer Kirche, Allgemeinem Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), Essener Fahrrad-Initiative, Naturschutzbund Ruhr, BUND, Stadtverwaltung und vielen anderen Beteiligten stellt einen innovativen Ansatz dar. Durch dieses breite Bündnis entstehen neue Netzwerke, durch die die gesellschaftliche Akzeptanz des Radfahrens weiter erhöht werden soll.
Der Fahrrad-Kalender zielt auf die Motivation zum Rad fahren ab, wie schon im Grußwort formuliert ist:
"Menschen, die Zweirad fahren, tun unserer Gesellschaft gut - und auch unserer Welt."

Finanzierung

Finanzierung: 
Landesmittel
Kommunale Mittel
Erläuterungen: 
Stadt Essen mit Landeszuschuss

Evaluation

Evaluation: 
nein

Projektträger & Beteiligte

Projektleitung: 
Stadt Essen, Amt für Stadtplanung und Bauordnung
Projektbeteiligte: 
Im Jahr 2008:
  • evangelischen Stadtkirche Essen
  • katholischen Stadtkirche Essen
  • Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. (ADFC)
  • Essener Fahrrad-Initiative
  • Naturschutzbund Ruhr
  • BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
  • und viele andere Beteiligte

Laufzeit

Dauermaßnahme: 
ja
Projektstart: 
Januar 2005
Info zur Laufzeit: 
Der Kalender erscheint jeweils im Sommerhalbjahr, hier speziell 2008.

Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation

Kontakt

Kommunale Ansprechpartner: 
Fahrrradbeauftragter
Herr Christian Wagener
Stadt Essen
Amt für Stadtplanung und Bauordnung
Lindenallee 10
45121 Essen
Telefon: +49(0)201/8861-620
Telefax: +49(0)201/8861-005
E-mail: christian.wagener@amt61.essen.de
WWW: www.essen.de

Meta-Info
Stand der Information
8. Oktober 2008
Autor
Christian Wagener, Fahrradbeauftragter der Stadt Essen
NRVP-Handlungsfelder
Fahrradthemen
Land
Nordrhein-Westfalen