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Fahrradfreundliche Großveranstaltung

Einsatz von Lastenrädern beim evangelischen Kirchentag 2013

Übergabe des ersten Lastenrades an den Kirchentag
Übergabe des ersten Lastenrades an den Kirchentag © Kirchentag.de/Silke Roß

Ziel des Projekts war es, die Logistik einer Großveranstaltung mit weniger Emissionen abzuwickeln. Beim 34. Deutsche Evangelische Kirchentag wurden systematisch Teile notwendiger Güter mit Lastenfahrrädern statt mit motorisierten Verkehrsmitteln transportiert. Durch die vielfältigen und räumlich dispersen Veranstaltungsorte eines Kirchentages ist ein hoher logistischer Aufwand notwendig, um diese mit Materialien zu versorgen.

Die Lastenfahrräder wurden beim 34. Kirchtentag in Hamburg zum ersten Mal systematisch mit eingeplant. Viele Kirchentagsteilnehmer reisten bereits mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln an. Durch die Verlagerung der Materialtransporte aufs Lastenrad konnten nun auch in diesem Bereich die Emissionen reduziert werden.

Eine Gruppe von mehr als zwanzig ehrenamtlichen Fahrradkurieren gibt es bereits seit zahlreichen Kirchentagen. In Hamburg standen ihnen neben Fahrrädern erstmals auch mehrere Lastenräder zur Verfügung, um größere und schwerere Mengen transportieren zu können. Sie wurden im Aufbau, der Durchführung und im Abbau eingesetzt. Hierbei ging es vorrangig um Materialtransporte zu Veranstaltungsorten. Während des Kirchentages mussten beispielsweise die tagesaktuellen Änderungszettel an die Teilnehmenden verteilt werden. Benötigtes Material konnte in letzter Minute noch an Veranstaltungsorte gebracht werden, ohne dass dabei Abgase erzeugt wurden.

Durch eine vielfältige Auswahl von Modellen mit unterschiedlichen Transportmöglichkeiten konnte eine Vielzahl von Transporten geleistet werden. Das Spektrum reichte von Briefen bis zu beladenen Europaletten. Gleichzeitig ist das Fahrrad im innerstädtischen Verkehr das schnellere Fahrzeug, vor allem wenn dieses mit elektrischem Motor unterstützt wird. Wo Transporte vom Fahrrad nicht geleistet werden konnten, unterstützte weiterhin eine Fahrbereitschaft mit Transportern und LKW.

Ein Verpflegungsrad stellte die Versorgung der ehrenamtlichen Helfer mit Getränken und Essen bei unvorhergesehenen Außeneinsätzen sicher und führte planmäßige Touren zwischen den Verpflegungsstützpunkten durch.

Das Projekt setzte sich aus folgenden Bausteinen zusammen:

Vor dem Kirchentag:

  • Das Promotion-Kirchentagsfahrrad: Es wurde bereits im Vorfeld des Kirchentages bei Veranstaltungen als Werbemaßnahme eingesetzt. Gleichzeitig konnten die dafür benötigten Materialien direkt mit dem Rad zu jeweiligen Veranstaltung gefahren werden.
  • Das Hausdienste-Rad: Es unterstützte die Bereiche Hausdienste, Poststelle und Beschaffung und konnte auch von anderen Mitarbeitern, anstatt eines Dienstwagens, gebucht und genutzt werden.
  • Mehr als zwanzig Fahrradkuriere mit mindestens fünf Lastenrädern übernahmen bei Auf- und Abbau sowie während der Veranstaltung die notwendigen Transporte von kleinen bis mittleren Volumen und mit einem Gewicht bis 300kg und unterstützten die motorisierte Fahrbereitschaft.
  • Das Verpflegungsrad: stellte die Versorgung der ehrenamtlichen Helfer mit Getränken und Essen bei unvorhergesehenen Außeneinsätzen sicher.
  • Der "Radengel" ist ein Lastenrad mit eingebauter Fahrradwerkstatt, mit dem Pannen bei den Lastenrädern, aber auch bei den von den Teilnehmenden genutzten Kirchentags-Leihrädern behoben wurden.
  • Während des Kirchtentags fand eine Projekt- und Lastenrad-Ausstellung im Innenhof des Messegeländes statt.
  • Darüber hinaus erfolgte eine audiovisuelle Dokumentation des Projekts
  • Am 24.10. 2013 wurde eine öffentliche Abschlusstagung in Hamburg durchgeführt

Die Ergebnisse der Umsetzung des 34. Kirchentages wurden systematisch ausgewertet (mit Unterstützung durch universitäre Abschlussarbeiten). Dies soll den dauerhaften Einsatz von Lastenrädern beim Kirchentag gewährleisten. Zusätzlich wurden die Ergebnisse in einem Leitfaden dokumentiert und im Rahmen einer Konferenz im Herbst vorgestellt. Damit sollte die Übertragung der Erkenntnisse auf andere Veranstaltungen und Großeinrichtungen gefördert werden.

Finanzierung

Finanzierung: 
Bundesmittel
Erläuterungen: 

Das Projekt wurde aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans gefördert.

Evaluation

Evaluation: 
ja
Erläuterungen: 

Die Ergebnisse der Umsetzung des 34. Kirchentages wurden systematisch
ausgewertet (mit Unterstützung durch universitäre Abschlussarbeiten).

Projektträger & Beteiligte

Projektleitung: 

34. Deutscher Evangelischer Kirchentag Hamburg 2013 e.V.

Laufzeit

Dauermaßnahme: 
nein
Projektstart: 
Oktober 2012
Projektende: 
Dezember 2013

Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation

Kontakt

Ansprechpartner auf Projektebene: 

Christof Hertel
34. Deutscher Evangelischer Kirchentag Hamburg 2013 e.V.
Stabstelle Umwelt
Neue Burg 1
20457 Hamburg
Postfach 111849
20418 Hamburg
Telefon: +49 (0)40/430931-118
Telefax: +49 (0)40/430931-300
E-mail: c.hertel@kirchentag.de
 

Meta-Info
Stand der Information
31. Dezember 2013
NRVP-Handlungsfelder
Fahrradthemen
Schlagworte
Land
Hamburg