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Förderung der Fahrradnutzung bei den Beschäftigten

Die Berliner Stadtreinigung fährt mit dem Rad zur Arbeit

"Anradeln" am 1. Mai 2009
"Anradeln" am 1. Mai 2009 © BSR

Ausgangssituation

Die Berliner Stadtreinigung (BSR), als kommunales Unternehmen mit einer nachhaltigen Unternehmensstrategie, hat die Chancen eines betrieblichen Mobilitätsmanagements erkannt und möchte mit verschiedenen Aktionen das Mobilitätsverhalten der Beschäftigten effizienter gestalten.

Im Jahr 2008 startete deshalb die BSR eine selbst konzipierte Aktion, um die Mitarbeiter zu ermuntern, für den Weg zur Arbeit das Auto stehen zu lassen und das Fahrrad zu nutzen. Um die Mitarbeiter zu motivieren, wurde nicht nur das Thema Umweltschutz, sondern insbesondere der Aspekt Gesundheit angesprochen. Entsprechend wurde die Aktion gemeinsam durch die Abteilungen Umweltschutz und Gesundheitsförderung in Zusammenarbeit mit der Unternehmenskommunikation durchgeführt.

Hiermit unterstützt die Berliner Stadtreinigung die Radverkehrsstrategie des Landes Berlins, die das Ziel hat, den Anteil der mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege im Stadtverkehr bis 2010 von 10 auf 15 Prozent zu erhöhen.

Projektdurchführung

Unter dem Motto "Mit dem Rad zur Arbeit" wurden diejenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter belohnt, die im Aktionszeitraum vom 1. Mai bis 30. September 2008 an mindestens 30 Tagen mit dem Fahrrad - direkt oder kombiniert mit Bus und Bahn - zur Arbeit kamen.
Zu Beginn der Aktion erhielten die Führungskräfte durch den Personalvorstand ein Schreiben über Sinn und Zweck der Aktion. Die Beschäftigten wurden über die BSR-Mitarbeiterzeitschrift "intern" und das Intranet über das Projekt kontinuierlich auf dem Laufenden gehalten. Die Aktion startete im Mai 2008 mit einem von der BSR-Radsportgruppe organisierten gemeinsamen Fahrradausflug am Wochenende. Zusätzlich konnten alle Teilnehmer einen kostenlosen Fahrrad-Sicherheits-Check in ausgewählten Radgeschäften durchführen lassen.

Der Nachweis der Teilnahme an der Aktion erfolgte anhand eines Tourenpasses (Kalender), in dem die "Fahrrad-aktiven" Tage durch den Passinhaber angekreuzt wurden. Am Ende der Aktion ließen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den "Tourenpass" durch ihre(n) Vorgesetzte(n) bestätigen und sendeten ihn ausgefüllt zurück. Als Belohnung winkte ein Stempel im Gesundheitsbonusheft 2008 der BSR (die ab einer bestimmten Anzahl mit Sachpreisen honoriert werden) und zusätzlich automatisch die Teilnahme an der Verlosung attraktiver Sachpreise. Besonders aktive Kolleginnen und Kollegen, die nachweislich an 60 Tagen mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren sind, nahmen zusätzlich an der Verlosung eines hochwertigen Fahrrades teil.

Ergebnis

Die Resonanz auf die Aktion war sowohl bei den Büromitarbeitern, als auch bei den Müllwerkern und Straßenreinigern, die körperlich hart arbeiten, sehr positiv. Viele Mitarbeiter, die bisher mit dem Auto zur Arbeit kamen, sind dauerhaft auf das Fahrrad umgestiegen. Rund 150 Mitarbeiter nahmen an der Aktion teil, die meisten von ihnen kamen an mehr als 60 Tagen mit dem Rad zur Arbeit. Aufgrund der großen Resonanz installierte die BSR an zahlreichen Standorten weitere Fahrradständer.

2009 wurde die Aktion in ähnlicher Weise fortgeführt. Allerdings wird es nicht mehr so hochwertige Sachpreise geben und als Mindestanforderung wurden 40 Tage mit dem Rad zur Arbeit festgelegt. Anstatt eines hochwertigen Fahrrades wurden unter den Teilnehmern Helme verlost, die eine Unfallkasse der BSR kostenlos zur Verfügung gestellt hatte.

Warum handelt es sich um ein innovatives und nachahmenswertes Beispiel?

Das Projekt ist langfristig angelegt und soll möglichst viele Mitarbeiter dauerhaft dazu bewegen, mit dem Rad zur Arbeit zu kommen. Der Umstieg auf das Fahrrad wird nicht nur mit einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit gefördert, sondern auch mit weiteren Maßnahmen wie gemeinsamen Fahrradtouren am Wochenende, einem Stempel im Gesundheitsbonusheft der BSR sowie der Teilnahme an einer Preisverlosung.

Der innovative Ansatz des Projektes wurde auch vom Land Berlin erkannt. Die BSR erhielt für die Aktion von der Stadtentwicklungssenatorin Frau Junge-Reyer die Auszeichnung "FahrRadStadt Berlin" 2009.

Finanzierung

Finanzierung: 
Private Mittel (ohne Sponsoring und Spenden)
Gesamtvolumen: 
5 000 €
Erläuterungen: 
Investitionen: Fahrradständer auf verschiedenen Liegenschaften, ca. 5.000 Euro
Laufende Kosten: Diverse Preise, Verpflegung betrieblicher Fahrradausflug, ca. 500-2.000 Euro

Evaluation

Evaluation: 
nein

Projektträger & Beteiligte

Projektleitung: 
Berliner Stadtreinigung

Laufzeit

Dauermaßnahme: 
ja
Projektstart: 
Mai 2008

Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation

Kontakt

Ansprechpartner auf Projektebene: 
Vorstandsbüro Umweltschutz
Herr Frieder Söling
Berliner Stadtreinigung
Ringbahnstraße 96
12103 Berlin
Telefon: +49(0)30/7592-2466
E-mail: Frieder.Soeling@BSR.de
WWW: www.BSR.de

Meta-Info
Stand der Information
1. Juni 2009
Autor
Frieder Söling, Vorstandsbüro Berliner Stadtreinigung
NRVP-Handlungsfelder
Fahrradthemen
Schlagworte
Land
Berlin