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Kampagne "Osnabrück sattelt auf"

"Dankstelle" motiviert zum Weiterradeln

Lebkuchenherzen als Dankeschön
Lebkuchenherzen als Dankeschön © Stadt Osnabrück

Projektbeschreibung

"Wann hat dir eigentlich das letzte Mal jemand "Danke" gesagt? Viel zu lange her? Dann komm' zur ersten Osnabrücker Dankstelle."
So lautete die Einladung an alle Radfahrerinnen und Radfahrer und sie kamen ihr gerne nach. Mit der Aktion wollte sich die Stadt Osnabrück bei allen Radfahrern dafür bedanken, dass sie einen Beitrag zu einem gesünderen und klimafreundlicheren Leben leisten und sie darin bestärken, auch im Herbst weiterzuradeln. An der ersten "Dankstelle" für Radfahrer konnten die Osnabrücker Radler "aufdanken" - kein Benzin sondern ihre eigene Energie in Form von Lebkuchenherzen und Getränken. Für die Räder gab es eine Reifenpump- und Kettenölstation.

Ausgangssituation

Die "Dankstelle" ist Teil der Marketingkampagne "Osnabrück sattelt auf". Diese Kampagne will mehr, als nur auf das Image des Radverkehrs positiv einwirken. Mit Kommunikationsmaßnahmen möchte sie das Mobilitätsverhalten der Osnabrücker Bevölkerung ändern. Der Aufbau der Kampagne orientiert sich an einem Modell zur Verhaltensänderung aus der Psychologie, wie es in der BMU-Kampagne "Kopf an - Motor aus" erfolgreich angewendet wurde. Folglich baut sich die Kampagne in drei Schritten auf. Die Zielgruppe soll

  • gedanklich abgeholt, wo sie gerade steht,
  • bei ihrer Verhaltensänderung "begleitet" und
  • für ihr neues Mobilitätsverhalten gelobt und bestätigt werden.

Jede Kampagnenphase verfolgt dementsprechend einen anderen Ansatz und ist dennoch als Bestandteil der Kampagne optisch wiederzukennen:

  • Vorbereitungsphase, um Aufmerksamkeit zu generieren: Im Frühjahr wird mit witzigen Plakaten und öffentlich wirksamen Aktionen die Aufmerksamkeit für das Thema Radfahren geweckt.
  • Aktionsphase, die zur Handlung aufruft: Im Sommer werden Anlässe inszeniert, um sich aufs Rad zu setzen: Radtouren, Aktionstage und Blitzer-Aktionen bei denen Radfahrer etwas gewinnen können. Auch die Teilnahme am STADTRADELN gehört in diese Phase.
  • Nachhaltigkeitsphase, die zum Weitermachen motiviert: im Herbst wird die Osnabrücker Bevölkerung mit der Botschaft "Weiter so!" zum dauerhaften Radeln auf kurzen Wegen motiviert.

Idee und Ziel der Osnabrücker "Dankstelle"

Die "Dankstelle" ist die Dankeschön-Aktion in der dritten Phase des Kampagnenjahres 2014. Am 23. Oktober stand sie im Schlossgarten an der Uni-Mensa und am 25. Oktober auf dem Wochenmarkt am Dom. Alle RadfahrerInnen waren eingeladen, zu kommen und "aufzudanken" - kein Benzin, sondern ihre Energie. Mit Pump- und Kettenölstation, Lebkuchenherzen und kleinen, herzförmigen Blinklichtern wollte die Stadt das herbstliche Radfahren erleichtern und sich bei den Radfahrern für ihren Beitrag zu einem gesünderen und klimafreundlicheren Leben in Osnabrück bedanken.

Ablauf der Veranstaltung

Die "Dankstelle" fand an zwei Tagen im Oktober statt. Ein gebrandetes Kampagnenzelt stand an stark frequentierten Fahrradabstellplätzen im Stadtzentrum. Dort konnten die Radfahrer in Ruhe ihr Dankeschön entgegennehmen, ohne dafür extra vom Rad steigen und ihre Fahrt unterbrechen zu müssen. Mit den beiden Standorten im Schlossgarten an der Uni-Mensa und in der Innenstadt am Dom (während des Samstag-Wochenmarkts) konnte ein jeweils unterschiedliches Publikum erreicht werden. Ein "Dankstellenteam" bot die kleinen Geschenke an und kam in einer sehr positiven Stimmung mit den Radfahrern ins Gespräch. Diese fühlten sich in ihrem Verhalten bestärkt und wertgeschätzt. Der ADFC als lokaler Kooperationspartner bot einen Licht- und Ergocheck an und reparierte kleine Mängel gleich vor Ort.

Als zentraler Bestandteil der dritten Osnabrücker Kampagnenphase wurde die "Dankstelle" unter anderem über City Light-Poster und Postkarten im Vorfeld angekündigt. Allein durch die neu erschaffene Wortkreation, die mit Assoziationen aus der "Autowelt" spielt, konnte eine hohe Aufmerksamkeit erzielt werden.

Bilanz

400 Radfahrer nutzten in den insgesamt fünf Stunden Öffnungszeit der Dankstelle die Gelegenheit, sich ihr persönliches Dankeschön abzuholen und ihr Rad auf Vordermann bringen zu lassen. Reißenden Absatz fanden, neben dem strahlenden Lächeln des Dankstellen-Teams, kleine Herz-Blinklichter zum Anstecken und reflektierende Hosenbänder, kleine Hilfsmittel um in der dunklen Jahreszeit besser gesehen zu werden.

Die gute Resonanz zeigt, dass auch Radfahrer Service zu schätzen wissen und sich über die Wertschätzung, die an der Dankstelle zum Ausdruck gebracht wird, freuen.

Warum handelt es sich um ein innovatives und nachahmenswertes Beispiel?

Als Teil einer Kommunikationskampagne zur Radverkehrsförderung unterstützt die Dankstelle eine positive Wahrnehmung des Radfahrens und bestärkt Radfahrerinnen und Radfahrer in ihrem Verhalten und ihrer Verkehrsmittelwahl. Unter anderem kann so auch das Thema "verkehrsicheres Rad" ohne pädagogischen Zeigefinger adressiert werden.

Finanzierung

Finanzierung: 
Kommunale Mittel

Evaluation

Evaluation: 
nein

Projektträger & Beteiligte

Projektleitung: 
Stadt Osnabrück
Projektbeteiligte: 
ADFC Osnabrück

Laufzeit

Dauermaßnahme: 
nein
Projektstart: 
Oktober 2014
Projektende: 
Oktober 2014
Info zur Laufzeit: 
Die "Dankstelle" war als Dankeschön-Aktion Teil der dritten Phase des Kampagnenjahres 2014. Sie stand am 23.Oktober im Schlossgarten an der Uni-Mensa und am 25.Oktober auf dem Wochenmarkt am Dom.

Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation

Kontakt

Ansprechpartner auf Projektebene: 
Frau Dipl. Ing. Ulla Bauer
Stadt Osnabrück
Fachbereich Städtebau, FD Verkehrsplanung
Postfach 44 60
49034 Osnabrück
Telefon: +49(0)541/3234695
Telefax: +49(0)541/323154695
E-mail: bauer@osnabrueck.de

Meta-Info
Stand der Information
28. Februar 2015
Autor
Ulla Bauer, Stadt Osnabrück
NRVP-Handlungsfelder
Fahrradthemen
Schlagworte
Land
Niedersachsen