Sie sind hier

Integration auf zwei Rädern

Alltagsmobilität von Flüchtlingen

Fahrradwerkstätten als Kommunikationsplattform für Flüchtlinge
Fahrradwerkstätten als Kommunikationsplattform für Flüchtlinge © Rückenwind e.V.
Mobilität ist die Voraussetzung für die Teilhabe an der Gesellschaft. Das Fahrrad ermöglicht Flüchtlingen, preiswert mobil zu sein, vergrößert ihren Aktionsradius und bietet zudem in vielen Fahrradprojekten Gelegenheit zum sozialen Austausch.

Einführung

Zentraler Bestandteil einer Willkommenskultur ist es, Flüchtlingen die aktive gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Ob die Teilnahme an einem Deutschkurs, einer Sportveranstaltung oder der Weg zur Arbeit: Mobilität ist die Voraussetzung dafür – und ein Kernelement für eine gelungene Integration.

Dabei kann die vorhandene Infrastruktur sowohl Interaktionen fördern als auch einschränken. Wenn Flüchtlinge überwiegend in ländlichen Gebieten oder in Stadtrandlagen untergebracht werden, sind sie meist von Anfang an mit erheblichen Mobilitätseinschränkungen konfrontiert. Die Sicherstellung der Mobilität beginnt daher schon bei der Wahl geeigneter Standorte für die Unterbringung von Flüchtlingen und darf nicht vernachlässigt werden. Die Verkehrsinfrastruktur muss von Anfang an „mitgedacht“ werden.

Für die Mobilität von Flüchtlingen spielen auch ihre Erfahrungen in den Herkunftsregionen eine große Rolle. Ein gut ausgebautes öffentliches Nahverkehrssystem ist in den Heimatländern nicht selbstverständlich, verbreitet sind Sammeltaxen oder Kleinbusse. Wer keinen Zugriff auf einen privaten Pkw hat, geht häufig zu Fuß. Die Nutzung des Fahrrades ist regional sehr unterschiedlich, im arabischen Raum jedoch wenig verbreitet. Angekommen in Deutschland, wird das Fahrrad gerade für Geflüchtete zu einem idealen Verkehrsmittel, es erweitert den Aktionsradius, ist kostengünstig und unterstützt Kontakte.

Vom ersten Tag ihres Aufenthaltes in Deutschland an spielt darüber hinaus die Verkehrssicherheit eine wichtige Rolle, da das deutsche Verkehrssystem nicht vertraut ist und sprachliche Barrieren ein sicheres Verkehrsverhalten deutlich erschweren. In Folge dieser Wissens- und Erfahrungslücken entstehen sowohl für Flüchtlinge selber als auch für alle anderen Verkehrsteilnehmenden gefährliche Situationen im Straßenverkehr. Daher gilt es, frühzeitig die wesentlichsten Verkehrsregeln zu vermitteln.

Infobox: Alltagsmobilität von Migranten und Migrantinnen

Die wenigen empirischen Untersuchungen belegen, dass sich das Mobilitätsverhalten von Menschen mit Migrationshintergrund von dem derjenigen ohne Migrationshintergrund deutlich unterscheidet. Zusammengefasst sind Migranten und Migrantinnen häufiger auf den ÖPNV und das Zufußgehen angewiesen, sie nutzen seltener einen Pkw oder das Fahrrad. Dabei sind jedoch deutliche Geschlechterunterschiede auffällig. Migrantinnen verfügen signifikant seltener als Migranten über einen Pkw-Führerschein und nutzen deutlich seltener einen Pkw. Sie können vergleichsweise häufig nicht Fahrradfahren. Bei den männlichen Migranten fällt eine hohe Pkw-Affinität auf, zwischen 60% und 71% nutzen (fast) täglich das Auto [Suhl et al. 2012].

Insgesamt ist jedoch das Mobilitätsverhalten von Menschen mit Migrationshintergrund eine große Unbekannte. In der Mobilitätsforschung spielt die Alltagsmobilität von Migrantinnen und Migranten bisher eine untergeordnete Rolle. Angesichts der aktuellen Zuwanderungswelle ist dieses Erkenntnisdefizit dringend zu beheben.

Mobilitätserfahrungen aus der Heimat

Flüchtlinge, die Deutschland als Zufluchtsort aufsuchen, kommen aus verschiedenen Herkunftsregionen mit jeweils unterschiedlichen Mobilitätskulturen. Gerade im arabischen Raum gilt das Fahrrad als Transportmittel der Armen und ist Frauen gar verboten. Lediglich für Freizeitaktivitäten gewinnt das Fahrrad an Bedeutung. Die Bahn wird ebenfalls selten genutzt, Taxis und Kleinbusse sind dagegen gängige „öffentliche“ Verkehrsmittel. Folglich haben die Geflüchteten mit den hier verbreiteten Verkehrsmitteln nur wenige Erfahrungen [Filby 2016]. Das wiederum bedeutet, dass Flüchtlinge sich in Deutschland ein neues Mobilitätsverhalten aneignen müssen, um sich in ihrem neuen Umfeld zurechtzufinden und mobil sein zu können. Die Unterstützung von Ehrenamtlichen ist dabei enorm wichtig.

Integration auf zwei Rädern

Die Vorteile des Fahrrades haben sich deutschlandweit schnell herumgesprochen, mehrere Hundert Fahrradprojekte für Flüchtlinge stellen inzwischen Fahrräder kostenlos zur Verfügung (Fundfahrräder oder gespendete Räder). In vielen Kommunen werden die Fahrräder nicht nur ausgehändigt, sondern es entstehen Werkstätten, in denen die Räder repariert und verkehrstauglich ausgestattet werden. In diesen Selbsthilfewerkstätten schrauben Ehrenamtliche und Flüchtlinge gemeinsam an alten Fahrrädern. Über das gemeinsame Reparieren und aktive Mitwirken bekommen Flüchtlinge eine sinnvolle Beschäftigung und finden Kontakt zur lokalen Bevölkerung.

Der Berliner Verein Rückenwind e.V. wurde beispielsweise von Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden gegründet. Die jungen Leute reparieren gemeinsam mit Flüchtlingen Fahrräder und machen diese schließlich funktionsfähig. Dabei entstehen viele Kontakte, so dass die Selbsthilfewerkstatt ein Ort der Begegnung wird. Zudem möchte der Verein Flüchtlingen grundlegende handwerkliche Fähigkeiten mit auf den Weg geben und ein Fundament für eine zukünftige Ausbildung in diesem Bereich schaffen.

Nicht nur in Berlin sind viele Ehrenamtliche tätig. Auch im Saarland werden gespendete Fahrräder für Flüchtlinge bereitgestellt und gemeinsam repariert. Eine große Gruppe von Ehrenamtlichen wirkt bei dem Projekt „Fahrräder für Flüchtlinge“ mit. Das Projekt wurde in der Kategorie Service mit dem Deutschen Fahrradpreis 2015 ausgezeichnet. Beim Reparieren entstehen auch Freundschaften. So werden abseits der Selbsthilfewerkstatt Fahrradtouren unternommen, um die neue Umgebung zu erkunden, oder man trifft sich in einem Café.

In der Stadt Oldenburg haben sich zwei „Abräumaktionen“ pro Jahr etabliert. Hierbei werden stehengelassene Fahrräder durch städtische Angestellte entfernt. Die Polizei führt eine Eigentumsermittlung durch und gibt das Fahrrad schließlich, sofern kein Eigentümer ermittelt werden konnte, an Flüchtlinge weiter. Bis 2015 wurden die Fahrräder verschrottet oder versteigert, nun werden sie auf „Vordermann“ gebracht und Flüchtlingen zur Verfügung gestellt.

Außer Bürger und Bürgerinnen engagieren sich Vereine, Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Unternehmen und viele andere Organisationen. Dabei entstehen vielerorts neue Partnerschaften und unterschiedlichste Kooperationsstrukturen. So spendete beispielsweise der Rotary Club in Schwabmünchen die dringend benötigten Werkzeuge, um eine Werkstatt auszurüsten. Ehrenamtliche wiederum kümmern sich nun mit Flüchtlingen um das Reparieren der Fahrräder. Neben dem Fahrrad ist eine Ausstattung mit einem Helm, einem Schloss sowie einer funktionstüchtigen Beleuchtung wichtig. So müssen auch für diese Zusatzmaterialien Spender gefunden werden.

Das „Werkeln“ spricht dabei überwiegend männliche Flüchtlinge an. Einige davon haben bereits Vorerfahrungen und können ihr Know-how anwenden. Besonders Jugendliche erfreuen sich an den Fahrrädern, da sie nun endlich mobil sind und Freunde in anderen Unterkünften besuchen können.

Bei der Verteilung der Fahrräder spielt für einige Städte auch das Engagement der Flüchtlinge eine Rolle. So werden bevorzugt Flüchtlinge mit Fahrrädern belohnt, die beispielsweise regelmäßig zum Deutschkurs kommen. Besser noch ist das Reparieren mit einem Deutschkurs zu verbinden, wie es in einigen Städten praktiziert wird. Darüber hinaus können auch Deutsche dazulernen, wenn es darum geht, ein passendes Wort in Englisch für den „Maulschlüssel“ zu finden.

Erfahrungen während der Projektarbeit

Bei der Projektarbeit mit Flüchtlingen gibt es, wie bei so vielen Dingen im Leben, sowohl positive als auch negative Erfahrungen. Kulturelle Unterschiede zwischen Flüchtlingen und Ehrenamtlichen können die Arbeit erschweren – dies ist kein Grund aufzugeben! Es gilt, dranzubleiben und gegenseitiges Verständnis aufzubringen. So werden beispielsweise kostenlos weitergegebene Fahrräder in vielen Fällen weniger wertgeschätzt. In Einzelfällen wurden die Fahrräder einfach weiterverkauft. Daraufhin haben einige Projekte eine Pfandgebühr eingeführt, die bei der Rückgabe des Fahrrades erstattet wird. Zudem werden die Räder in Zusammenarbeit mit der Polizei registriert und codiert. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass die Fahrräder sinnvoll genutzt werden.

Häufig wird die Unpünktlichkeit von Flüchtlingen beklagt. Eine klare Verständigung im Vorhinein und Aufklärung über die Erwartungen an die Termintreue können helfen, Missverständnisse zu vermeiden.

Mit Hilfe von Dolmetschern und Dolmetscherinnen lassen sich Sprachbarrieren überwinden. Meistens, so wird berichtet, geht es jedoch auch mit „Händen und Füßen“. Da Flüchtlinge aus dem arabischen Raum kulturell bedingt wenige Erfahrungen mit Fahrrädern haben, sollten auch die Vorteile des Fahrradfahrens kommuniziert werden. Das Fahrrad gilt in Deutschland als ein energiesparendes und „grünes“ Transportmittel, welches nicht nur in der Freizeit, sondern auch im Alltag für die Wege zur Arbeit oder für Erledigungen Verwendung findet.

Besonders positiv hervorgehoben werden immer wieder die sozialen Kontakte, das Kennenlernen neuer Menschen sowie ihrer Kulturen und Lebensweisen. Viele Ehrenamtliche berichten davon, dass es ihnen Spaß macht und Freude bereitet, Flüchtlinge ein Stück weit zu begleiten und die Integration zu fördern. In einigen Selbsthilfewerkstätten berichten die Leiter, dass Flüchtlinge regelmäßig mithelfen und ein Teil des Teams geworden sind. Flüchtlinge sind besonders in der Anfangszeit froh, eine Aufgabe und Kontakt zu Deutschen zu haben.

Fahrradfahren können auch Frauen!

Fahrradfahren und Fahrradkurse machen Spaß
Fahrradfahren und Fahrradkurse machen Spaß © Yalla Let’s Bike

Längst nicht alle Flüchtlinge haben in ihrem Heimatland gelernt, Fahrrad zu fahren. Vielen Frauen ist das Fahrradfahren verboten. Daher werden gerade für diese Zielgruppe Fahrradkurse (Beispiel: Radfahrkurse für geflüchtete Frauen in Berlin) angeboten, um weiblichen Flüchtlingen den Zugang zum Fahrradfahren in ihrer „neuen Heimat“ zu ermöglichen. Im Zuge eines solchen Kurses lernen die Teilnehmerinnen zunächst, die Balance zu halten, trainieren einfache Übungen auf dem Fahrrad und lernen, sich verkehrssicher mit dem Rad fortzubewegen. Das Erlernen des Radfahrens macht Spaß, ist ideal, um Kontakte zu knüpfen, und gibt den Frauen zudem ein Gefühl von Freiheit und Selbständigkeit. Eine sinnvolle Ergänzung zu einem Fahrradkurs ist eine Frauen-Fahrradpatenschaft. Hierbei übernimmt eine Frau für eine andere Frau, die gerade das Fahrradfahren erlernt, eine Patenschaft. Für eine bestimmte Zeit fahren die Frauen gemeinsam auf alltäglichen Wegen, wie beispielsweise zum Einkaufen, auf dem Rad. So können Unsicherheiten überwunden und das Fahrradfahren in Begleitung einer weiteren Person sicher erlernt werden. Darüber hinaus entstehen soziale Kontakte und die Möglichkeit, die neue Umgebung gemeinsam zu erkunden.

Eine Checkliste zu Anforderungen an einen erfolgreichen Fahrradkurs mit Flüchtlingen finden Sie in der Infobox. Fahrradkurse können selbstverständlich auch mit männlichen Teilnehmern durchgeführt werden. Besonders zu beachten sind die unterschiedlichen Sprach- und Bildungsniveaus der Flüchtlinge. Eine Anleitung zur Durchführung von Fahrradfahrkursen bieten Materialien auf der Plattform des Nationalen Radverkehrsplans, zum Beispiel „Anleitungen und Ideen für Projekte mit Flüchtlingen“.

Checkliste: Anforderungen an einen erfolgreichen Fahrradkurs mit Flüchtlingen

  • Ziel: Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen + Umgang mit Fahrrädern erlernen
  • Theorie: Vermittlung von wesentlichen Informationen zu Verkehrsregeln und -schildern (am besten zu Beginn des Kurses)
  • Lernräder und -roller organisieren
  • Fahrräder vorab verkehrssicher ausstatten (Beleuchtung, Bremsen, Klingel usw. prüfen)
  • Wenn möglich sollten alle ihr eigenes Fahrrad zum Kurs mitbringen
  • Für die Praxis einen geeigneten Lernplatz finden, z.B. auf einem Verkehrsübungsplatz, Schulhof oder verkehrsberuhigten Bereich - möglichst ruhig, asphaltiert und blicksicher
  • Kurszeiten vorab abfragen (Vormittag, Nachmittag)
  • Kleine Gruppen (10 bis max. 15) + 1 Trainer/in (ggf. nach Nationalität, Geschlecht, Alter getrennt)
  • Dolmetscher/in und Helfer/in hinzuziehen
  • Kurven fahren und Bremsen üben, Handzeichen geben, Rechts vor Links,…
  • Ausflug planen + Zertifikat verleihen
  • Material: Flyer, Broschüren, Hütchen, …
  • Motto: „Weniger ist oft mehr!“

BearbeitenVerkehrssicherheit

Um Unfälle zu vermeiden, müssen Flüchtlinge die wichtigsten Verkehrsregeln kennen und sich nach den Regeln verhalten können. Mit Hilfe einer gezielten Aufklärungsarbeit sollen sie sich in Zukunft sicher im Straßenverkehr bewegen können.

Die Vermittlung der wichtigsten Verkehrsregeln kann über Flyer, Broschüren, Plakate oder Apps erfolgen. Bewährt hat sich die Verwendung einer einfachen Bildsprache, um Sprachbarrieren zu überwinden und auch Analphabeten und Analphabetinnen erreichen zu können. Theoriekurse in Kombination mit einem Fahrradkurs sind ebenfalls empfehlenswert. Informationsmaterialien werden bereits von unterschiedlichen Institutionen zum Download in verschiedensten Sprachen bereitgestellt. Eine Auflistung finden Sie in der Infobox.

Informationsbedarf gibt es aber auch bei der Nutzung von Bussen und Bahnen. Daher haben sich bereits einige Verkehrsverbünde für Flüchtlinge stark gemacht und Informationen zum Verkehrsangebot wie auch zum Tarifsystem in mehrere Sprachen übersetzt.

Infobox: Informationsmaterialien zur Verkehrssicherheit im Rad-und Fußverkehr

ADAC e.V.: Flyer „Einfach sicher unterwegs. Die wichtigsten Verkehrsregeln in Deutschland“
(in Deutsch, Englisch und Arabic) www.polizei-beratung.de/medienangebot/detail/253-einfach-sicherer-unterwegs.-die-wichtigsten-verkehrsregeln-in-deutschland/

ADFC e.V.: Flyer „Sicher unterwegs mit dem Fahrrad. Die wichtigsten Verkehrsregeln für Radfahrer“ (Flyer in  Albanisch, Arabisch, Deutsch, Englisch, Farsi, Französisch, Italienisch, Kurdisch, Russisch, Spanisch, Tigrinja, Türkisch)
https://www.adfc-muenchen.de/adfc-muenchen/arbeitsgruppen/asyl/

Bistum Trier: Verkehrsregeln für Fahrradfahrer in verschiedenen Sprachen. (Albanisch, Arabisch, Bosnisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Kroatisch, Mazedonisch, Paschto, Farsi, Russisch, Serbisch, Tigrinja)
http://www.bistum-trier.de/willkommens-netzde/service-grafik-weitere-informationen-fuer-die-praxis/informationsmaterial-zum-download/

Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR): „Fahrrad fahren in Deutschland. Die wichtigsten Regeln“ und „Unterwegs in Deutschland – worauf muss ich achten? Grundregeln des Straßenverkehrs“
www.germanroadsafety.de

Zukunftsnetz Mobilität NRW: A2-Plakat: Grundregeln für Fußgänger- und Fahrradfahrer (in Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch)
http://www.zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de/sites/default/files/plakat_fluechtlinge_a2_final.pdf

Zusammenfassung und Ausblick

In Deutschland gibt es bereits eine Vielzahl an Fahrradprojekten für Flüchtlinge, die einen wertvollen Beitrag sowohl zu deren Integration als auch zu deren Sicherung der Mobilität leisten. Die Projekte reichen von Spendenaufrufen über Fahrradwerkstätten bis hin zu Radfahrkursen. Dennoch gibt es zukünftig weiteren Handlungsbedarf, um die Mobilität von Flüchtlingen zu sichern. Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach Fahrrädern steigt der Finanzierungsbedarf für Räumlichkeiten, Werkzeuge, Ersatzteile und anderes. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Fahrräder reicht meist nicht aus, Fahrradtrainings müssen ausgebaut und weitere Ehrenamtliche mobilisiert werden, um Projekte umsetzen zu können. Darüber hinaus sind die angestoßenen Initiativen keineswegs flächendeckend für alle Flüchtlinge zugänglich.

Literatur

[Fassmann, Heinz; Reeger, Ursula 2014]
Fassmann, Heinz; Reeger, Ursula (2014)
[Filby, Anna 2016]
Bachelor-Arbeit, Augsburg
Filby, Anna (2016)
[Harms, Lucas 2007]
In: Beckmann, K.J.; Bracher, T.; Hesse, M. (Hrsg.): Städtische Mobilität und soziale Ungleichheit, Deutsche Zeitschrift für Kommunalwissenschaften, 46. Jg., Bd. II/2007, S. 78-94
Harms, Lucas (2007)
[Kasper, Birgit; Reutter, Ulrike; Schubert, Steffi 2007]
In: Beckmann, K.J.; Bracher, T.; Hesse, M. (Hrsg.): Städtische Mobilität und soziale Ungleichheit, Deutsche Zeitschrift für Kommunalwissenschaften, 46. Jg., Bd. II/2007, S. 62-77
Kasper, Birgit; Reutter, Ulrike; Schubert, Steffi (2007)
[Suhl, Kerstin; Welsch, Janina 2012]
ILS (Hrsg.), Dortmund
Suhl, Kerstin; Welsch, Janina (2012)
Meta Infos
Nummer
SPT 06
Stand der Information
2. Juni 2016
Handlungsfelder NRVP
Mobilitäts- und Verkehrserziehung
Fahrradthemen
Ausgewählte Zielgruppen
Mobilitätserziehung
Verkehrssicherheit
Schlagworte
Menschen mit Migrationshintergrund
Nahmobilität
Radfahrausbildung