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Förderprogramm

Ein Pedelec

Jährlich stehen zur Umsetzung des NRVP rund 3,2  Millionen Euro zur Verfügung, mit denen nicht investive Maßnahmen gefördert werden, die in besonderem Maße innovativ und auf andere Städte und Gemeinden übertragbar sind. Sie sollen die Verkehrsverhältnisse für den Radverkehr verbessern, eine nachhaltige Mobilität (auch im Zusammenwirken mit anderen Verkehrsträgern) sichern und neue Erkenntnisse im Bereich Radverkehr liefern.

Gefördert werden dabei Modellprojekte in den neun Handlungsfeldern des NRVP (Radverkehrsplanung und -konzeption, Infrastruktur, Verkehrssicherheit, Kommunikation, Fahrradtourismus, Elektromobilität, Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln, Mobilitäts- und Verkehrserziehung, Qualitäten schaffen und sichern) sowie Projekte in gesellschaftlich relevanten Bereichen wie Gesundheitsförderung, Stadtentwicklung oder Klima- und Umweltschutz mit Bezug zum Radverkehr (nicht investiv). Das Förderspektrum reicht von Informations- und Kommunikationskampagnen, Wettbewerben, wie den Aktionen "Mit dem Rad zur Arbeit" oder „Stadtradeln“, Maßnahmen der Mobilitätsbildung, wie mit den Projekten "RADschlag" oder „Mobil in der Kita“, Forschungsvorhaben und Studien, wie dem "Fahrrad-Monitor", bis hin zu Sicherheitskampagnen, wie der "Rücksichtkampagne" der Städte Berlin und Freiburg. Im Rahmen des NRVP werden das Fahrradportal, Fahrradakademie, Förderfibel und der Deutsche Fahrradpreis maßgeblich vom Bund unterstützt.

Insgesamt wurden über 180 Projekte im Rahmen des NRVP gefördert, die einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des Radverkehrs in Deutschland geleistet haben.

Fahrradportal

Das Internetportal zur Umsetzung des NRVP - kurz Fahrradportal - www.nationaler-radverkehrsplan.de ist die größte deutschsprachige Informations- und Kommunikationsplattform zum Radverkehr. Das Portal richtet sich an alle Akteure der Radverkehrsförderung und ist ein wesentliches Instrument des NRVP, um die Umsetzung einer radverkehrsfreundlichen Politik durch Wissensaustausch und Information zu fördern. Auf dem Fahrradportal wird regelmäßig über Neuigkeiten in der Radverkehrsförderung, wie Veränderungen in den Regelwerken oder den Fortgang der Umsetzung des NRVP, berichtet. Zudem finden sich im Fahrradportal aktuelle Forschungsergebnisse, Fördermöglichkeiten, Veranstaltungs- und Literaturhinweise sowie eine wachsende Zahl an guten Beispielen aus der Praxis.

Der Newsletter "Fahrradportal News" informiert regelmäßig über Neuigkeiten im Fahrradportal und in der Radverkehrsförderung. Das Fahrradportal wird aus Mitteln zur Umsetzung des NRVP durch das BMVI gefördert.

Fahrradakademie - Fortbildung, Information und Vernetzung

Mit dem NRVP verfolgt die Bundesregierung das Ziel, den Radverkehr in Deutschland im Rahmen einer nachhaltigen Verkehrs- und Mobilitätspolitik zu fördern. In diesem Zusammenhang spielen Fortbildung, Information, Vernetzung und Erfahrungsaustausch aller Akteure in der Radverkehrsförderung eine besonders wichtige Rolle. Die Fahrradakademie wird aus Mitteln zur Umsetzung des NRVP gefördert.

Die Fahrradakademie am Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) verfolgt diese Ziele seit 2007, mit Unterstützung des Deutschen Landkreistages, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und des  Deutschen Städtetages  bei stetig wachsender Nachfrage.

Das Fortbildungsangebot umfasst ein- und mehrtägige Seminare in ganz Deutschland, Workshops sowie Exkursionen ins benachbarte Ausland. Zudem unterstützt die jährliche Fahrradkommunalkonferenz die Zusammenarbeit der Kommunen.

Förderfibel

In der Förderfibel auf dem Fahrradportal können sich Interessierte über die aktuellen Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten des Bundes und der Länder zum Radverkehr informieren. Hier werden auch Radwege an Bundes- und Landesstraßen, die Städtebauförderung, Landesbauordnungen, EFRE-Mittel und Fördermöglichkeiten im Rahmen der ländlichen Entwicklung thematisiert. Die Förderfibel wird aus Mitteln zur Umsetzung des NRVP durch das BMVI gefördert.

Der Deutsche Fahrradpreis

„Der Deutsche Fahrradpreis“ ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des Radverkehrs in Deutschland.

Als Bestandteil des NRVP der Bundesregierung trägt „Der Deutsche Fahrradpreis“ dazu bei, Good-Practice-Beispiele bei Entscheidungsträgern und Fachleuten bekannt zu machen. So dienen die eingereichten Beiträge bundesweit als Vorbild und Anregung für weitere Projekte und Maßnahmen der Radeverkehrsförderung. Ein weiteres Ziel des Wettbewerbs ist es, das Image des Fahrrads in der Öffentlichkeit aufzuwerten und somit mehr Menschen in Deutschland zum Fahrradfahren zu bewegen.

Die drei Fachpreise in den Kategorien "Infrastruktur", "Service" und "Kommunikation" zeichnen Projekte und Maßnahmen aus, die dazu beitragen, die Bedingungen für den Radverkehr im Alltag, in der Freizeit oder im Tourismus zu verbessern. Das können bauliche Anlagen, Dienstleistungen sowie informative oder animierende Kommunikationsmaßnahmen sein. Die fahrradfreundlichste Entscheidung wird von einer Jury gewählt. Teilnehmen können öffentliche und private Institutionen, Einzelpersonen, Gruppen und Vereine.

Die „Fahrradfreundlichste Persönlichkeit“ ist eine meinungsbildende, prominente Person, die sich in der Öffentlichkeit als Fahrradfahrer bekennt und damit das Image dieses Verkehrsmittels in besonderer Weise aufwertet.

Im Rahmen des Deutschen Fahrradpreises wird außerdem ein Fotowettbewerb in den Kategorien "PRO" (Professionelle Fotografen) und "FUN" (Hobbyfotografen) ausgelobt. Die interessierte Öffentlichkeit konnte über die Siegerfotos abstimmen. Die finale Auswahl trifft eine Jury.

Der Preis wird verliehen vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS). Partner sind der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) und der Verbund Service und Fahrrad g.e.V. (VSF).

Förderprogramm "Nationaler Radverkehrsplan 2020"

Der Radverkehr stellt einen wichtigen und wachsenden Anteil am Verkehrsaufkommen in Deutschland dar. Darüber hinaus liefert er mit seinen positiven Effekten auf die Umwelt, das Klima, die Lebensqualität in den Städten und Gemeinden sowie die Gesundheit der Menschen Beiträge zu vielen aktuellen und zukünftigen verkehrspolitischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund misst die Bundesregierung der Förderung des Radverkehrs als Teil eines modernen Verkehrssystems in Städten und ländlichen Räumen einen hohen Stellenwert bei. Auch im Hinblick auf die energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung will der Bund diese Entwicklung begleiten und unterstützen.

Aus diesem Grunde fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) innovative Projekte im Bereich des Radverkehrs, die der Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020 (NRVP) dienen und seine Ziele auch im Zusammenwirken mit anderen Verkehrsträgern unterstützen.

Jedes Jahr im Frühjahr wird ein Projektaufruf für das nachfolgende Förderjahr veröffentlicht (Einsendeschluss für Projektideen ist jeweils der 1. August). Das BMVI fördert darüber nicht investive Modellprojekte in den Handlungsfeldern des NRVP (Radverkehrsplanung und -konzeption, Infrastruktur, Verkehrssicherheit, Kommunikation, Fahrradtourismus, Elektromobilität, Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln, Mobilitäts- und Verkehrserziehung) sowie in gesellscahftlich relevanten Bereichen wie Gesundheitsförderung, Stadtentwicklung, Klima- und Umweltschutz mit Bezug zu Radverkehr. Jährlich gibt es zwei wechselnde Förderschwerpunkte.