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Radverkehr in Deutschland

Ein Fahrradpiktogramm auf dem Asphalt

Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen das Fahrrad auf dem täglichen Weg zur Arbeit oder in der Freizeit. Denn Radfahren hat viele Vorteile: Es ist umweltfreundlich, schnell, fördert die Gesundheit und trägt zu einer hohen Lebensqualität in Städten und Gemeinden bei. Für breite Kreise der Bevölkerung liegt Fahrradfahren deshalb im Trend.

Den Anteil des Fahrradverkehrs am Modal Split will die Bundesregierung weiter steigern, daher fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) den Radverkehr mit dem Nationalen Radverkehrsplan 2020 (NRVP). Mit dem NRVP wird ein breiter gesellschaftlicher Dialog über neue Wege und Umsetzungsstrategien zur Radverkehrsförderung angestoßen, um so zu einem noch radfahrfreundlicheren Klima in Deutschland beizutragen. Ferner hat das BMVI das Projekt „Radweg Deutsche Einheit“ anlässlich des Jubiläums zu 25 Jahren Deutsche Einheit initiiert und wird dieses in den kommenden Jahren zusammen mit den sieben beteiligten Ländern umsetzen.

Zahlen, Daten, Fakten

Die Förderung des Radverkehrs kommt allen Menschen zugute, auch denjenigen, die überwiegend das Auto oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder zu Fuß gehen. Denn der Radverkehr ist als umweltfreundlicher Verkehr weder mit Lärm noch mit schädlichen Emissionen verbunden. Sein Flächenbedarf ist gering. Zusammen mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und dem Fußverkehr bietet er die Möglichkeit, insbesondere die Innenstädte vom Kraftfahrzeugverkehr und damit vom Stau sowie von Schadstoffen und Lärm zu entlasten. Nicht zuletzt aus diesem Grund werden Städte, Gemeinden und Regionen mit hohen Radverkehrsanteilen meistens als besonders lebendig und lebenswert bewertet. Zudem ist der Radverkehr auch ein Wirtschaftsfaktor, der immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Zurzeit werden in Deutschland rund 10 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt. Dieser Anteil soll in den kommenden Jahren deutlich erhöht werden. Die wachsenden Radverkehrsanteile in vielen deutschen Städten und Gemeinden sowie eine große öffentliche Aufmerksamkeit des Themas zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind. Viele Bürgerinnen und Bürger haben in den letzten Jahren das Radfahren für sich neu entdeckt. Rund 80 Prozent aller Haushalte in Deutschland besitzen mindestens ein Fahrrad, in 30 Prozent sind drei oder mehr Fahrräder vorhanden. Das sind etwa 78 Millionen Fahrräder, die immer öfter zum Einsatz kommen.