Sie sind hier

Ausbau nachhaltiger Mobilitätsformen in Kommunen

Nachhaltige Mobilität: Fördergelder für kommunale Klimaschutzprojekte beantragen

Datum
1. Januar 2017 - 31. März 2017
Veranstalter
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
Veranstaltungsort
Deutschland
DE
Anprechpartner

Beratung zur Kommunalrichtlinie beim Service- und Kompetenzzentrum (SK:KK) unter 030 39001-170 und skkk@klimaschutz.de
Beratung zum Antragsverfahren beim Projektträger Jülich (PtJ) unter 030 20199-577 und ptj-­ksi@fz-­juelich.de

Anmeldeschluss

Antragsfenster: 1. Januar - 31. März 2017 / 1. Juli - 30. September 2017 / 1. Januar - 31. März 2018 / 1. Juli - 30. September 2018

Weitere Informationen

Die nationalen Klimaschutzziele in Deutschland erreichen, ohne dass der Bereich Verkehr einen entscheidenden Beitrag leistet - unmöglich. Mehr denn je ist er gefragt, klimaschädliche Treibhausgase zu reduzieren. Dabei hat nachhaltig gestaltete Mobilität nicht nur für das Klima Vorteile: Sie sorgt zudem für eine höhere Lebensqualität in den Innenstädten und sichert die Mobilität aller Bevölkerungsgruppen. Entsprechend groß ist das Handlungspotenzial von Kommunen: Gerade auf innerörtlichen Kurzstrecken können Anreize geschaffen werden, das Auto stehen zu lassen und auf klimafreundliche Verkehrsmittel wie Bus, Bahn oder Fahrrad umzusteigen.

Um nachhaltige Mobilitätsformen auszubauen und den Klimaschutz zu fördern, können Kommunen und kommunale Akteure Zuschüsse für Klimaschutzprojekte im Rahmen der "Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen", kurz Kommunalrichtlinie, der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) beantragen.

Die unterschiedlichen Förderschwerpunkte der Richtlinie bieten zahlreiche Ansatzpunkte für die Förderung nachhaltiger Mobilität, beispielsweise:

Erstellen eines Klimaschutzteilkonzeptes "Klimafreundliche Mobilität": Wesentliche Funktion eines Teilkonzepts zur nachhaltigen Mobilität ist es, die Verkehrsplanung unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes weiterzuentwickeln und Maßnahmen zu initiieren, die die Bürgerinnen und Bürger zu einer klimafreundlichen Verkehrsmittelwahl motivieren. Die Bausteine, aus denen sich Mobilitätskonzepte zusammensetzen, reichen von der Erfassung ortsspezifischer Verkehrsdaten über die Definition des quantitativen THG-Minderungsziels bis hin zur medienwirksamen Kommunikation der Inhalte des Konzepts in der Öffentlichkeit.

Einrichten einer Stelle im für Klimaschutzmanagement: Zur tatkräftigen Unterstützung bei der Umsetzung von Projekten zur nachhaltigen Mobilität kann auf Grundlage eines integrierten Klimaschutzkonzeptes oder eines Mobilitätskonzeptes die Einstellung einer Klimaschutzmanagerin oder eines Klimaschutzmanagers gefördert werden. Für einen Zeitraum von drei bzw. zwei Jahren bezuschusst die Kommunalrichtlinie die Einrichtung einer solchen Stelle - mit der Möglichkeit einer Anschlussförderung.

Investive Klimaschutzmaßnahmen: Die Kommunalrichtlinie fördert Maßnahmen, die zu einer größeren Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsmittel und einem Anstieg des Radverkehrs führen. Dazu zählen beispielsweise die Errichtung von Radabstellanlagen und verkehrsmittelübergreifenden Mobilitätsstationen sowie der Bau neuer Radwege inklusive der dafür vorgesehenen LED-Beleuchtung. Projektbegleitende Ingenieurdienstleistungen sind ebenfalls förderfähig.

Zeiträume der Antragstellung: Damit sich auch finanzschwache Kommunen aktiv am Klimaschutz beteiligen können, profitieren sie von erhöhten Förderquoten. Förderanträge können vom 1. Januar bis zum 31. März beim Projektträger Jülich eingereicht werden. Vom 1. Juli bis 30. September gibt es ein weiteres Antragsfenster. Fragen rund um die Kommunalrichtlinie beantwortet das Team des Service- und Kompetenzzentrums: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) unter 030 39001-170 und unter skkk@klimaschutz.de.

Hintergrund: Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Meta-Infos
Stand der Information
1. Januar 2017
NRVP-Handlungsfelder
Infrastruktur
Qualitäten schaffen und sichern
Radverkehrsplanung und -konzeption
Fahrradthemen
Finanzierung
Schlagworte
Förderung
Klimaschutzinititative
Land
Deutschland