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... und die Frage nach der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse

Fachtagung: Mobilität - Erreichbarkeit - Ländliche Räume

Datum
17. März 2020 - 18. März 2020
Veranstalter
Johann Heinrich von Thünen-Institut - Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei - Institut für Ländliche Räume
Veranstaltungsort
Thünen-Institut
Bundesallee 50
Braunschweig
Deutschland
DE
Ansprechpartner
Dr. Stefan Neumeier 0531-596-5241 // E-Mail: mobiler2020@thuenen.de
Anmeldeformular
Weitere Informationen
Teilnahmegebühr
Der Konferenzbeitrag beträgt 80 € und beinhaltet die Teilnahme an der Konferenz, den Abstractband sowie die Verpflegung während der Veranstaltung, nicht jedoch die Übernachtung. Für Studierende und Promovierende gibt es eine ermäßigte Teilnahmegebühr von 40 €. Bitte fügen Sie Ihrer Anmeldung einen aktuellen Studiennachweis bzw. Nachweis eines laufenden Promotionsverfahrens oder -stipendiums bei.

Ziel und Anlass der Tagung

Sowohl die räumliche Mobilität als auch die Erreichbarkeit von Einrichtungen der Daseinsvorsorge und von Arbeitsplätzen beeinflussen die Lebenssituation der Menschen. Dies gilt in besonderer Weise für Menschen in ländlichen Räumen, deren Wege oftmals länger sind als in den Großstädten und deren Möglichkeiten zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel begrenzter sind. Mobilität und Erreichbarkeit sind dabei insbesondere für diejenigen eine Herausforderung, die nicht (mehr) Pkw-mobil sind.

Bislang erfolgt die Verkehrs- und Mobilitätsforschung weitgehend getrennt von der Erreichbarkeitsforschung und isoliert vom politischen und planerischen Gleichwertigkeitsdiskurs.

In der Verkehrs- und Mobilitätsforschung gibt es die begriffliche Unterscheidung zwischen Verkehr (als tatsächliche physische Bewegung im Raum) und Mobilität (als Gesamtheit der subjektiv in Frage kommenden Möglichkeiten für physische Bewegung im Raum). Die Verkehrs- und Mobilitätsforschung liefert hilfreiche Erkenntnisse, z. B. über das Zusammenspiel von Wohnstandortwahl und Verkehrsverhalten, über Routinebildungsprozesse im Verkehrsverhalten und Ansatzpunkte für Verhaltensänderungen sowie über aktuelle und zukünftige Präferenzen der verschiedenen Verkehrsteilnehmer*innen und der für das Verkehrsangebot relevanten Akteure.

In der Erreichbarkeitsforschung gibt es verschiedene Ansätze, um zu untersuchen, mit welchen Verkehrsmitteln welche Ziele innerhalb welcher Zeitspanne erreicht werden können und welche Unterschiede es dabei zwischen und innerhalb von bestimmten Räumen gibt.

Im politischen und planerischen Diskurs wird Mobilität und Erreichbarkeit immer wieder eine zentrale Rolle zugeschrieben, wenn es um die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse geht.

Mit unserer Forschungskonferenz möchten wir am 17. und 18. März 2020 Wissenschaftler*innen, Planer*innen und Entscheidungsträger*innen zusammenbringen, die sich mit Themen aus den Bereichen Mobilität und Erreichbarkeit befassen, besonders in ländlichen Räumen. Neben grundsätzlichen Fragen zu Mobilität und Erreichbarkeit wollen wir dabei auch diskutieren, welchen Beitrag die Mobilitäts- und Erreichbarkeitsforschung zum Gleichwertigkeitsdiskurs leisten kann bzw. sollte.

Die im Sommer 2019 veröffentlichten Schlussfolgerungen zur Arbeit der Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" können dabei ein konkreter Startpunkt für eine Debatte sein.

Programm (wird aktualisiert)

Die Konferenz beginnt am 17. März 2020 um 12:00 Uhr mit einführenden Gastvorträgen. Eine Abendveranstaltung rundet den ersten Tag ab und bietet den Rahmen für informellen weiteren Austausch. Der zweite Konferenztag startet um 9:00 Uhr und endet mit einer Podiumsdiskussion voraussichtlich um 15:00 Uhr.

Folgende Fragen stehen für uns im Vordergrund:

  • Welche Rolle spielen Mobilität und Erreichbarkeit für die Lebensverhältnisse und/ oder die Wohnstandortwahl, besonders in ländlichen Räumen?
  • Welche Bedeutung kommt unterschiedlichen Verkehrsmitteln für die zurückgelegten Wege zu, besonders in ländlichen Räumen?
  • Mit welchen Daten und Verfahren lassen sich tragfähige Aussagen über die Erreichbarkeitsverhältnisse treffen?
  • In welchen Räumen gibt es in Deutschland Erreichbarkeitsprobleme?
  • Welche Bevölkerungsgruppen haben Erreichbarkeitsprobleme? Wie gehen betroffene Personen mit Erreichbarkeitsproblemen um?
  • Wie werden sich Mobilität und Erreichbarkeit in ländlichen Räumen verändern vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, sich wandelnder Lebensstile und/ oder technologischer Entwicklungen wie Digitalisierung, E-Mobilität, automatisiertes Fahren, …?
  • Welchen Beitrag können, welchen Beitrag sollten Mobilitäts- und Erreichbarkeitsforschung leisten, um wissenschaftlich fundierte Empfehlungen für gleichwertigere Lebensverhältnisse abzugeben?  
Meta-Infos
Stand der Information
17. März 2020
NRVP-Handlungsfelder
Fahrradthemen
Schlagworte
Land
Niedersachsen