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Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem, europaweiten Teilnahmewettbewerb nach VgV

Erstellung von Machbarkeitsstudien und Fachplanungsleistungen für Radschnellverbindungen in Berlin

Datum
16. März 2018 - 16. April 2018
Veranstalter
GB infraVelo GmbH
Veranstaltungsort
Berlin
Deutschland
DE
Ansprechpartner

GB infraVelo GmbH, Berlin
Kontaktstelle(n): Herr Daniel Martin
Telefon: +49 307009066505
E-Mail: d.martin@infravelo.de
Fax: +39 3070090606505
NUTS-Code: DE30

http://www.infravelo.de

Anmeldeschluss

16.04.2018

Weitere Informationen

Bezeichnung des Auftrags:

Machbarkeitsstudien und Fachplanungsleistungen für Radschnellverbindungen in Berlin. Bitte verwenden Sie bei der Kommunikation über die Vergabeplattform als Suchbegriff: E2018-01iV

Referenznummer der Bekanntmachung: E2018-01iV

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Kurze Beschreibung:

Ausschreibungsgegenstand ist der Abschluss eines Werkvertrages für die Erstellung von Machbarkeitsstudien für Radschnellverbindungen (RSV). Optional gehören ferner Planungs- und Fachplanungsleistungen der Leistungsbilder Verkehrsanlagenplanung, Planung von Ingenieurbauwerken und Freianlagenplanung zum Ausschreibungsgegenstand. Die Leistungen werden stufenweise beauftragt. Mit Zuschlagserteilung werden vorbehaltlich der finalen Bereitstellung der notwendigen Haushaltsmittel zunächst nur die Leistungen der Machbarkeitsstudien für die Trassen beauftragt. Die Kommunikation für den Teilnahmewettbewerb sollte über die o.g. Vergabeplattform geführt werden. Bitte verwenden Sie dort als Suchbegriff die Referenznummer E2018-01iV.

(...)

Beschreibung der Beschaffung:

Die GB infraVelo GmbH (infraVelo) ist für die Umsetzung der geplanten Radschnellverbindungen (RSV) des Landes Berlin verantwortlich. RSV sind attraktive Wege für Radfahrende, die viele Qualitätsanforderungen erfüllen müssen: Sie sind ausreichend breit, können auch mit hohen Geschwindigkeiten sicher zu befahren werden, sie sind vom Fußverkehr getrennt, gut beleuchtet und haben einen hochwertigen Belag. Die Strecke verläuft direkt und möglichst ohne Umwege. An Querungen und Kreuzungen erhalten RSV meistens Vorrang, sodass Radfahrende nur selten halten müssen. Grundlage für die Planung ist das derzeitige FGSV-Arbeitspapier Radschnellverbindungen (2014) mit einigen Berlin-spezifischen Anpassungen, ggf. das zum Zeitpunkt der Planung aktualisierte Arbeitspapier.

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) hat eine Studie zum Potenzial von Radschnellverbindungen im Berliner Stadtgebiet beauftragt. In dieser Studie wurde zunächst nach geeigneten Trassenkorridoren für Radschnellverbindungen im gesamten Berliner Stadtgebiet gesucht. Daraufhin erfolgte eine vergleichende Bewertung der Trassenkorridore anhand verschiedener Kenngrößen wie Infrastruktur, Potenziale sowie einer ersten groben Abschätzung zur Wirtschaftlichkeit. Auf Grundlage dieser Bewertung wurden im nächsten Schritt zwölf Trassenkorridore mit höchstem Potenzial und guten Realisierungschancen ausgewählt. Diese wurden sodann in acht Trassen zusammengefasst. Dabei wurde für jeden der acht Trassenkorridore ein Trassenvorschlag mit ersten verkehrsplanerische Handlungsempfehlungen formuliert. Diese Empfehlungen beinhalten verkehrsplanerische und -technische Einschätzungen, wie zum Beispiel zum Anschluss durch Rampen, zur Sanierung oder zum Neubau von Ingenieurbauwerken oder zum Umbau von Knotenpunkten. Die Handlungsempfehlungen wurden abschließend mit einer Kostenschätzung versehen, mit deren Hilfe die Maßnahmen der jeweiligen Trassenkorridore verglichen und eingestuft werden konnten. Auf Grundlage der Ergebnisse aus der Potenzialstudie hat die SenUVK dann folgende Priorisierung für die weitere Erarbeitung der Machbarkeitsstudien abgeleitet:

  1. "Y-Trasse"
  2. "Trasse Mitte – Tegel – Spandau"
  3. "Trasse Königsweg – Kronprinzessinnenweg"
  4. "Panke-Trail"
  5. "West-Route"
  6. "Teltowkanal-Route"
  7. "Trasse Spandauer Damm – Freiheit"
  8. "Trasse Nonnendammallee – Falkenseer Chaussee"

Die vorliegende Ausschreibung bezieht sich auf die Trassen 1, 3 und 6.

Mit den hier ausgeschriebenen Machbarkeitsstudien erfolgt der nächste Schritt zur Realisierung. Die Machbarkeitsstudien der einzelnen Trassen sollen als Werkleistung des Fachplanungsbüros jeweils baulich und verkehrsplanerisch machbare Vorzugstrassen mit Führungen bestimmen. Dabei werden insbesondere belastbare Einschätzungen zu detaillierten Fragen, wie zum Beispiel zum genauen Trassenverlauf, zur Gestaltung ausgewählter Knotenpunkte, der Flächenverteilung und Breitengestaltung vom Fachplanungsbüro erwartet, indem eine Vorzugsführung für jede Trasse vorgeschlagen wird. Ebenso müssen die Kosten für die Umsetzung der Vorzugsführung je Trasse geschätzt werden. Die Machbarkeitsstudien liefern somit belastbare Handlungsempfehlungen für das weitere Vorgehen für die jeweiligen Radschnellverbindungen.

Die Machbarkeitsstudien sollen es sodann ermöglichen, in die Planungsphasen gemäß HOAI (Verkehrsanlagenplanung, Planung von Ingenieurbauwerken, Planung von Freianlagen) einzusteigen. Diese Leistungen werden stufenweise beauftragt. Sämtliche Leistungen müssen für jede RSV einzeln erbracht werden, z.B. mit eigenen Berichten. Synergien bei einzelnen Leistungsbestandteilen sind möglich und erwünscht.

Einzelheiten zum Beschaffungsvorgang, der Aufteilung des Auftrages in mehrere Stufen und der Rahmenbedingungen können der Leistungsbeschreibung als Teil B. der Ausschreibungsunterlagen entnommen werden, die von der Vergabestelle bereits mit dieser Bekanntmachung mit veröffentlicht wurde.

(...)

Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems

  • Beginn: 01/08/2018
  • Ende: 31/01/2020

Dieser Auftrag kann verlängert werden: ja

Beschreibung der Verlängerungen:

Eine exakte Einschätzung der Laufzeit ist wegen der Komplexität des Projekts nicht möglich. Die Leistungen enden spätestens mit Abschluss der Leistungsphase 6 für die jeweilige Trasse.

(...)

Die komplette Ausschreibung ist unter http://ted.europa.eu/TED/notice/udl?uri=TED:NOTICE:121895-2018:TEXT:DE:HTML zu finden.

Meta-Infos
Stand der Information
16. März 2018
NRVP-Handlungsfelder
Radverkehrsplanung und -konzeption
Fahrradthemen
Infrastruktur
Planungen/Konzepte/Strategien
Radschnellwege
Schlagworte
Ausschreibung
Land
Berlin