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Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland

Erarbeitung eines Aktionsplans zur Verbesserung des Straßenverkehrs und der Verkehrssicherheit in Témara, Marokko

Datum
20. Juni 2018 - 17. Dezember 2018
Veranstalter
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Veranstaltungsort
Deutschland/Marokko
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Ansprechpartner

Für weitere Fragen steht Ihnen Frau Nadja Bonarius (Servicestelle Kommunen in der Einen Welt) gerne zur Verfügung unter: nadja.bonarius@engagement-global.de ,  Telefon: 0228-20717620

Anmeldeschluss

Die Frist zur Abgabe der Interessenbekundung endet am 08. September 2018

Weitere Informationen

Kurze Darstellung des Projekts
Die Kommune möchte im Rahmen des im Jahr 2016 ins Leben gerufenen neuen Kommunalen Entwicklungsplans (PCD>PAC) der Stadt die Verbesserung der Verkehrssicherheit und des Straßenverkehrs in Angriff nehmen und diesen Aspekt in alle städtischen und sozialen Infrastrukturpläne integrieren. Zu diesem Zweck soll ein fünfjähriger Aktionsplan (2017 – 2021) zum Straßenverkehrsmanagement erstellt werden, der die Richtlinien zur neuen nationalen Strategie zur Verkehrssicherheit enthalten soll.

Hauptaktivitäten
• Unterstützung des Mobilitätsamtes bei der Durchführung einer schnellen Diagnose des (bestehenden und noch aufzubauenden) Hauptverkehrsnetzes, unter Berücksichtigung von Problemen in den Bereichen Verkehrssicherheit und Straßenverkehr
• Begleitung der technischen Führungskräfte bei der Priorisierung der umzusetzenden Maßnahmen auf den Hauptverkehrsachsen und Synchronisierung der Instandsetzungsarbeiten und Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf allen gewählten Verkehrsachsen
• Technische Unterstützung zivilgesellschaftlicher Vereinigungen, die in der Verkehrssicherheit aktiv sind, bei der Festlegung von Bildungsmaßnahmen und Vorkehrungen, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer innerhalb dieses unfallgefährdeten Verkehrsnetzes zu gewährleisten
• Bestimmung der durchzuführenden Arbeiten, Entwurf der Leistungsbeschreibung für die bautechnischen Studien, die von der Kommune initiiert werden müssen
• Erarbeitung eines auf fünf Jahre ausgelegten zeitlichen Ablaufplans für die geplanten Aktivitäten, inklusive einer vorläufigen Kostenschätzung

Projektziele
• Unterstützung der Stelle "Straßenbeschilderung und Straßenverkehr" bei der Diagnose der häufigsten Probleme in den Bereichen Straßenverkehr und Verkehrssicherheit sowie Schulung des Personals zur Evaluierung und zum Umgang mit häufigen Problemen (Neugestaltung von Verkehrsknotenpunkten, Informationsmaterial zur Verkehrssicherheit usw.)
• Unterstützung bei der Vorbereitung eines fünfjährigen Aktionsplans, im Einklang mit dem kommunalen Entwicklungsplan
• Unterstützung der Stadt bei der Umsetzung der neuen Bestimmungen zum Straßenverkehr und zur Straßenbeschilderung
• Unterstützung des technischen Dienstes bei der Beschaffung technischer Entscheidungshilfen zum Management von Straßenverkehr und Verkehrssicherheit
• Unterstützung des marokkanischen Staates bei der Anpassung der nationalen Strategie zur Verkehrssicherheit 2016–2025 auf lokaler Ebene (Festlegung der Standorte, an denen Geschwindigkeitsradare angebracht werden sollen, Reduzierung der Todesopfer durch Unfälle usw.)

Ungefähres Budget
Ca. 25.000 Euro

Aktuelle (kommunale) Herausforderungen und Themen allgemein
Die Stadt verfügt über einen touristisch frequentierten Strand. Aktuell bemüht sich die Kommune, die Anzahl verkehrsbedingter Unfälle in der Stadt durch einen Verkehrssicherheitsplan zu reduzieren.

Regionale Gegebenheiten
Témara befindet sich an der Atlantikküste etwa 15km südlich von der Hauptstadt Rabat und damit im Ballungsraum von Rabat und seiner Nachbarstadt Salé. Es grenzt sich von Rabat durch ein Waldgebiet ab.

Motive der Partnerschaft
Es besteht ein Interesse an einer langfristigen und zugleich projektorientierten Partnerschaft. Neben dem oben dargestellten Projekt ist eine Zusammenarbeit in weiteren Fachgebieten vorstellbar.

Kulturelle Vielfalt (Diversität)/ Aktivitäten
Marokko ist ein islamisch geprägtes Land, dessen Bevölkerung arabischer Herkunft ist und/oder zum indigen Volk der Amazigh (Berber) zählt.
Amtssprachen sind Arabisch (gesprochen wird der marokkanisch-arabische Dialekt Darija) und Tamazight. Französisch ist als Geschäfts- und Bildungssprache sowie im Süden und Landesinneren verbreitet, Spanisch an der Küste und im Norden des Landes.

Wirtschaftliches Profil
Témara profitiert wirtschaftlich von den guten Straßen- und Bahnverbindungen und ihre Lage zwischen der Verwaltungshauptstadt Rabat und dem Wirtschaftszentrum Casablanca im Süden. Es gibt zwei Industriegebiete mit insgesamt 140 Hektar und ca. 80 Betrieben, darunter Textil-, Verpackungs-, Druckerei und Nahrungsmittelproduktion, Elektronik, Chemie).

Hintergrund - Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland - Aufruf zur Beteiligung an Projektpartnerschaften in Nordafrika (Algerien, Marokko, Tunesien)

Urbanisierung, Kommunale Selbstverwaltung und lokale Demokratie im Maghreb: das Wissen und die Erfahrungen deutscher Kommunen und kommunaler Unternehmen sind gefragt Die Maghrebstaaten Algerien, Marokko und Tunesien gehören zu den Ländern mit dem größten Städtewachstum weltweit. Aufgrund teils jahrhundertealter zentralistischer Staatsstrukturen verfügen die Kommunen über wenig Kompetenzen und Kapazitäten zur Steuerung ihrer Entwicklung und Daseinsvorsorge. Nach dem sogenannten Arabischen Frühling, der 2010 in Tunesien begann, verlangen Bürgerinnen und Bürger jedoch zunehmend Qualität und Effizienz bei den kommunalen Dienstleistungen, Bürgernähe, Transparenz und Beteiligung in der Kommunalpolitik. Vor diesem Hintergrund gehören in allen drei Ländern die schrittweise Einführung kommunaler Selbstverwaltung und die Stärkung der Gebietskörperschaften zu den Prioritäten der Regierungen, um Stabilität und sozialen Frieden zu sichern.

Die kommunale Zusammenarbeit zwischen deutschen und maghrebinischen Kommunen kann dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen vor Ort und die Funktionsfähigkeit der Kommunalverwaltungen zu steigern. Städte, die effizient und transparent im Sinne Ihrer Bürgerinnen und Bürger funktionieren, sind zudem Anreiz für junge Menschen, ihre Zukunft im eigenen Land mitzugestalten. Die gemeinsame Umsetzung konkreter Projekte in den Städten des Maghreb ist somit ein Baustein im Mosaik der Stabilisierung der nordafrikanischen Länder.

Für die deutschen Kommunen ist die Zusammenarbeit mit Städten in Nordafrika ebenfalls eine Bereicherung. Das Kennenlernen anderer kommunaler Lösungsansätze, interkulturelle Begegnungen und neue Lernerfahrungen bereichern das eigene Arbeits- und Lebensumfeld. Zudem besteht durch eine Projektpartnerschaft die Möglichkeit, das kommunale Engagement auf internationaler Ebene auszubauen und sich global zu vernetzen. Die Zusammenarbeit kann auch als Chance genutzt werden, zugewanderte Menschen aus Nordafrika stärker einzubinden und dauerhafte, integrationsunterstützende kommunale Arbeitsbeziehungen zu entwickeln.

Durchführung
Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) führen die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) das Vorhaben "Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland" durch. Das Vorhaben ist als Teil der übergeordneten Bemühungen der Bundesregierung zu verstehen, durch eine Vielzahl an Instrumenten die Staaten und Kommunen in der Middle East North Africa (MENA) Region zu stärken und somit Fluchtursachen zu bekämpfen.

Welche Projekte werden umgesetzt?
Kernstück der Partnerschaften sind Projekte, die von den maghrebinischen Kommunen vorgeschlagen werden und sich an ihren konkreten Bedarfen orientieren. Die Themenbereiche sind:

• Abfallwirtschaft: Einrichtung von Mülltrennungsanlagen, Projekte zu Kompostierung oder Recycling
• Energie und Klima: Nutzung von erneuerbaren Energien
Mobilität: Verkehrs- und Sicherheitspläne, Planung von Radwegen
• Stadtentwicklung und -sanierung: Instandsetzung von Grünanlagen oder Gebäuden
• Bürgerbeteiligung: Ideenwettbewerbe, Abstimmungsprozesse auf lokaler Ebene

Die Projektsteckbriefe der Kommunen die noch deutsche Partner suchen sind im Download-Bereich online verfügbar: https://skew.engagement-global.de/wissenstransfer-maghreb-deutschland.html

Projektstruktur
Im Rahmen des Projektes sind Studienreisen, Hospitationen und Delegationsbesuche vorgesehen. Kurzzeiteinsätze für deutsche Kommunalbedienstete in die jeweiligen Projekte vor Ort oder der Empfang der maghrebinischen Partner in Deutschland sind jederzeit möglich und werden von GIZ und SKEW begleitet und finanziert. Für die deutschen Projektpartner werden bedarfsorientierte Fortbildungen wie Landeskundeseminare, interkulturelle Vorbereitungskurse und Netzwerkveranstaltungen angeboten. Seit Projektbeginn im September 2016 arbeiten 10 deutsche Kommunen und kommunale Unternehmen aktiv in Projektpartnerschaften mit maghrebinischen Kommunen. Das Projekt hat eine aktuelle Laufzeit bis Ende 2019.

Wer kann sich beteiligen?
Interessenbekundungen können durch Kommunalverwaltungen, Landkreise, städtische Fachakteure und technische Experten aus der Kommunalverwaltung sowie von kommunalen Unternehmen in Deutschland eingereicht werden.

Erwartet wird die Bereitschaft, Kommunalvertreter für die Teilnahme an Programmveranstaltungen freizustellen bzw. sich über den einmaligen Erfahrungsaustausch hinaus an praxisrelevanten Folgeaktivitäten, insbesondere an Planungsworkshops und bedarfsorientierten Beratungseinsätzen im Rahmen der gemeinsamen Kleinprojekte zu beteiligen.

Alle anfallenden Reisekosten für die Vertreter deutscher Akteure, die im Rahmen des Projektes anfallen (Teilnahme an Veranstaltungen in Deutschland, Projektplanungsworkshops im Maghreb), werden von der SKEW nach dem BRKG übernommen. Die Kosten für die maghrebinischen Partner trägt die GIZ. Alle Projektaktivitäten werden umfassend von der GIZ und der SKEW begleitet und unterstützt.

Verfahren
Wir freuen uns über Ihre Interessenbekundung und beraten Sie gerne persönlich:
Frau Nadja Bonarius, nadja.bonarius@engagement-global.de, +49 228 20 717-620
Im September 2018 organisieren wir ein Informationstreffen für interessierte Kommunalakteure.

Projektsteckbriefe der maghrebinischen Kommunen, die Interessenbekundung sowie FAQ´s zu den detaillierten Leistungen von SKEW und GIZ finden Sie im Download Bereich unter: https://skew.engagement-global.de/wissenstransfer-maghreb-deutschland.html

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