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Zahlen - Daten - Fakten zum Fahrradmarkt 2013

Kinderfahrräder
© Alexander Hunger

ZIV: Fahrrad ist Teil der Alltagsmobilität

Der Umsatz mit Fahrrädern und E-Bikes/Pedelecs ist im Jahr 2013 relativ konstant bei 4 Mrd. Euro geblieben und das trotz Rückgang der an den Handel gelieferten Stückzahlen.

Mit 3,8 Millionen verkauften Fahrrädern und E-Bikes/Pedelecs (minus 4 Prozent) hat sich die deutsche Fahrradindustrie trotz schwieriger Rahmenbedingungen im Jahr 2013, wie zum Beispiel dem langen Winter, positiv behaupten können.

Das weiter gestiegene Qualitätsbewusstsein und die damit einhergehende Bereitschaft der Konsumenten, mehr Geld für höherwertige Produkte im Fachhandel auszugeben sorgten für einen konstanten Umsatz. Durchschnittlich 520,- Euro (inkl. E-Bikes/Pedelecs) hat ein Fahrrad im vergangenen Jahr den Endverbraucher gekostet.

Das Thema E-Bike bescherte der Branche auch im Jahr 2013 einen Zuwachs. Gegenüber dem Vorjahr haben die knapp 50.000 Beschäftigten der Fahrradindustrie den E-Bike/Pedelec-Absatz um 8 Prozent auf 410.000 Stück gesteigert.

Der E-Bike Anteil am jährlichen Gesamtmarkt ist damit auf fast 11 Prozent gestiegen und sorgt dafür, dass auf Deutschlands Straßen aktuell 1,6 Millionen E-Bikes/Pedelecs unterwegs sind.

Auch europaweit sind E-Bikes/Pedelecs weiterhin auf der Erfolgsspur. Besonders gefragt waren E-Bikes/Pedelecs "Made in Germany", die zu einem gestiegenen Export geführt haben. Die Prognose für das Jahr 2013 liegt bei 1,2 Millionen Stück. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von rund 9 Prozent.

Der Fahrradbestand ist im vergangenen Jahr nach Einschätzung des ZIV relativ konstant bei 71 Millionen Stück geblieben, da seitens der Verbraucher ausrangierte Fahrräder teilweise entsorgt wurden. Zusätzlich liegt der Anteil der komplett nach StVZO ausgestatteten Fahrrädern unverändert bei mehr als 80 Prozent, was den Trend zum Fahrrad als Teil der Alltagsmobilität eindrucksvoll unterstreicht. Ebenfalls gestiegen sind die Anteile von Kinder- und Jugendrädern.

Kompetente Beratung, Qualität und Service werden beim Fahrrad- und E-Bike/Pedelec-Kauf großgeschrieben. All das kann nur der Fachhandel bieten, und da verwundert es nicht, dass nahezu 70 Prozent aller Verkäufe im Jahr 2013 über den stationären Fachhandel erfolgten.

ZIV: E-Bikes/Pedelecs bescheren der Fahrradindustrie gute Umsätze

Mit einem Plus von rund 8 Prozent und insgesamt 410.000 verkauften E-Bikes/Pedelecs ist der E-Bike Absatz in Deutschland auch im Jahr 2013 erneutgestiegen. Maßgeblich verantwortlich für diese Steigerung sind vor allem die sich stetig weiterentwickelnde Batterie- und Antriebstechnologie, neue Modelle und Anbieter sowie wachsende Zielgruppen.

Mit einem Marktanteil von aktuell 11 Prozent am Gesamtmarkt unterstreicht das E-Bike/Pedelec erneut seine Chance in der Alltagsmobilität. Der Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) hat diesen Trend bereits sehr früh erkannt, und zusammen mit der deutschen Fahrrad-, Fahrradteile-, und Zubehörindustrie immer wieder auf die vielen positiven Eigenschaften und Chancen des E-Bikes/Pedelecs hingewiesen. Zwar sind aktuell vorwiegend die sogenannten "Silver Ager" die größte Gruppe bei den E-Bike Käufern, doch dies ändert sich gerade. Vor allem im urbanen Umfeld entdecken immer mehr "jüngere" Menschen die vielfältigen Chancen und Einsatzmöglichkeiten eines E-Bikes/Pedelecs in der Alltagsmobilität.

Aktuelle Untersuchungen belegen den Trend zum E-Bike/Pedelec: So können sich laut einer repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag von Bosch eBike Systems 23 Prozent der Erwerbstätigen vorstellen, mit dem Pedelec zur Arbeit zu fahren und das Auto manchmal zu ersetzen. Ähnlich sieht es beim Einkaufen aus: Für 21 Prozent aller Befragten ist es vorstellbar ein E-Bike zu nutzen, um damit ihre Besorgungen zu transportieren. Und sogar ein Drittel möchte künftig einen Ausflug oder eine längere Tour mitdem E-Bike unternehmen.

Nach Einschätzung des ZIV kann daher der Markt für E-Bikes/Pedelecs in Deutschland mittelfristig auf einen jährlichen Anteil am Gesamtmarkt von über 15 Prozent wachsen.

Mit insgesamt über 1,6 Millionen E-Bikes/Pedelecs auf den Straßen Deutschlands hat die deutsche Fahrrad-, Fahrradteile- und Zubehörindustrie geschafft, wovon andere Industriezweige noch weit entfernt sind: Elektromobilität ausgereift, in ausreichender Stückzahl und für jeden erlebbar auf die Straße zu bringen.

Nach Schätzung des ZIV sind mehr als 95 Prozent aller verkauften E-Bikes/Pedelecs sogenannte Pedelecs. Bei diesen Fahrzeugen wird das Pedalieren bis zu einer Geschwindigkeit von max. 25 km/h und mit einer Leistung des Elektromotors von max. 250 Watt unterstützt. Konkret bedeutet dies: Kein Versicherungskennzeichen, keine Mofaprüfbescheinigung und der Radweg darf benutzt werden.

Die größten Märkte für E-Bikes/Pedelecs in Europa sind die Niederlande und Deutschland, die zusammen über 50 Prozent des europäischen Gesamtmarktes abdecken. Die Prognose für das Jahr 2013 liegt bei 1,2 Millionen Stück. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von rund 9 Prozent.

Der Zweirad-Industrie-Verband e.V. – kurz ZIV – versteht sich als nationale Interessenver-tretung und kompetenter Dienstleister der deutschenund internationalen Fahrradindustrie. Dazu gehören Hersteller und Importeure von Fahrrädern, Fahrradkomponenten, Zubehör
und E-Bikes/Pedelecs.

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Quelle: www.ziv-zweirad.de/pressemitteilung-zahlen-daten-fakten-zum-fahrradmarkt-2013

Weitere detaillierte Informationen:

Meta Infos
Stand der Information
25. März 2014
Quelle

ZIV - Zweirad-Industrie-Verband (www.ziv-zweirad.de)

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