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Zahlen - Daten - Fakten zum Fahrradmarkt 2012

Pedelecs
Pedelecs © Martina Hertel

Beliebtheit des Fahrrades ungebrochen

Das Mobilitätsverhalten der Bundesbürger verändert sich rasant, besonders im urbanen Raum. Das Auto ist immer weniger das Verkehrsmittel der Wahl, vor allem für Berufspendler. Fahrrad und E-Bike erleben eine Renaissance, denn nur sie bieten eine individuelle, flexible, ökonomische und vor allem zeitsparende Form der Alltagsmobilität. Das Radfahren auch noch gesundheitsfördernd ist und die Umwelt schont spielt ebenfalls eine zunehmende Rolle.
"Die deutsche Fahrrad-, Fahrradteile- und Zubehörindustrie blickt äußerst positiv gestimmt in die Zukunft. Das Fahrrad ist allgegenwärtig, denn es verbindet die Themen Alltagsmobilität und individuellen Lifestyle in nie gekannter Form. Kein anderes Verkehrsmittel vereint so viele positive Eigenschaften wie das Fahrrad, und das erkennt auch die Politik", so Siegfried Neuberger, Geschäftsführer des ZIV.
Eine aktuelle Studie des "Deutschen Mobilitätspanel" belegt, dass das Fahrrad gegenüber dem Jahr 2002 um signifikante 50 Prozent mehr genutzt wird und rund 30 km pro Woche unterwegs ist. All diese positiven Effekte spürt auch die deutsche Fahrrad-, Fahrradteile- und Zubehörindustrie:

  • Rund 3,95 Millionen Fahrräder und E-Bikes wurden im Jahr 2012 an den Handel verkauft. Der Rückgang um 4 Prozent gegenüber dem Jahr 2011 ist vor allem auf das schlechte Wetter zwischen Ostern und Juli zurückzuführen.
  • Mit knapp 513 Euro pro Stück ist der durchschnittliche Verkaufspreis pro Fahrrad (inkl. E-Bike) erneut angestiegen und sorgt weiterhin für gute Umsätze in der Branche.
  • Neben dem stetig steigenden Anteil der höherpreisigen E-Bikes und dem gestiegenen Qualitätsbewusstsein der Verbraucher ist klar der Trend "zum Fahrrad und zum E-Bike" als Teil der Alltagsmobilität zu erkennen.
  • Die gut 50.000 Beschäftigten in der deutschen Fahrradbranche erwirtschafteten im Jahr 2012 einen Gesamtumsatz von 4 Mrd. Euro und liegen damit nahezu auf gleichem Niveau wie im Jahr davor.
  • Das Thema "E-Bike" bescherte der Branche auch im Jahr 2012 einen Zuwachs. Gegenüber dem Jahr 2011 konnte der Absatz von E-Bikes nochmals um 15 Prozent gesteigert werden. 380.000 verkaufte E-Bikes im Jahr 2012 haben dafür gesorgt, dass der Anteil am Gesamtmarkt 2012 auf 10 Prozent angestiegen ist.
  • Insgesamt sind damit über 1,3 Millionen E-Bikes auf den Straßen Deutschlands unterwegs.
  • Europaweit waren E-Bikes ebenfalls stark gefragt. Der Absatz konnte nochmals, um 200.000 Stück gegenüber dem Jahr 2011, auf jetzt 1,1 Millionen Stück in 2012, gesteigert werden.
  • Der Deutschen liebste Fahrräder sind nach wie vor das City- und das Trekkingrad. Mehr als jedes zweite verkaufte Fahrrad in Deutschland gehörte im Jahr 2012 in diese Kategorie.
  • Der Fahrradbestand lag 2012 nach Einschätzung des ZIV bei rund 71 Millionen Stück.
  • Der Anteil der komplett nach StVZO ausgestatteten Fahrräder liegt weiterhin bei mehr als 80 Prozent, was den Trend zum Fahrrad als Partner der Alltagsmobilität eindrucksvoll unterstreicht.
  • Beratung, Qualität und Service waren auch im Jahr 2012 die ausschlaggebenden Kriterien beim Kauf eines Fahrrades oder E-Bikes: Nahezu 70 Prozent aller Verkäufe wurden im Jahr 2012 über den stationären Fachhandel abgewickelt.
  • Das Qualitätsbewusstsein der Verbraucher spiegelt sich auch im Anteil der nach Deutschland importierten Fahrräder wieder. Mit 51 Prozent aller Importe, und damit nahezu unverändert, kommt fast jedes zweite Fahrrad aus Europa.

E-Bikes weiterhin mit Rückenwind unterwegs

Das E-Bike als Teil der Mobilität der Zukunft hält weiter Kurs. Neueste Untersuchungen zeigen, dass das E-Bike auf zahlreichen Alltagswegen das Auto ersetzt. Damit können E-Bikes einen wichtigen Beitrag für eine zukunftsfähige Mobilität leisten. Das zeigt sich auch in der Marktentwicklung. "Das sich weiter verändernde Mobilitätsverhalten der Bundesbürger sowie die vielen positiven Möglichkeiten die das Fahrrad und das E-Bike für die Alltagsmobilität bieten, lassen die deutsche Fahrrad-, Fahrradteile- und Zubehörindustrie positiv in die Zukunft blicken", so Siegfried Neuberger, Geschäftsführer des ZIV. Der Zweirad-Industrie-Verband e. V. - ZIV versteht sich als nationale Interessenvertretung und kompetenter Dienstleister der deutschen und internationalen Fahrradindustrie. Dazu gehören Hersteller und Importeure von Fahrrädern, Fahrradteilen, motorisierten Zweirädern, Trikes und ATV's.

  • Sind im Jahr 2011 noch 330.000 E-Bikes in Deutschland verkauft worden, waren es im Jahr 2012 knapp 380.000 Stück. Hauptgründe für diese Steigerung von rund 15 Prozent gegenüber dem Jahr 2011, sind vor allem die sich stetig weiterentwickelnde Batterie- und Antriebstechnologie, neue Modelle und ein sich veränderndes Mobilitätsverhalten der Bundesbürger.
  • Mit einem Marktanteil von aktuell 10 Prozent am Gesamtmarkt (+ 2 Prozent gegenüber dem Jahr 2011) unterstreicht das E-Bike erneut seine Chance in der Alltagsmobilität. Der Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) hat diesen Trend bereits sehr früh erkannt, und zusammen mit der deutschen Fahrrad-, Fahrradteile-, und Zubehörindustrie immer wieder auf die vielen positiven Eigenschaften und Chancen des E-Bikes hingewiesen. Nach Einschätzung des ZIV kann sich der Markt für E-Bikes in Deutschland mittelfristig auf einen jährlichen Anteil am Gesamtmarkt von bis zu 15 Prozent einpendeln.
  • Zwar sind aktuell vorwiegend die sogenannten "Silver Ager" die größte Gruppe bei den E-Bike Käufern, doch dies ändert sich gerade. Vor allem im urbanen Umfeld entdecken immer mehr "jüngere" Menschen die vielfältigen Chancen und Einsatzmöglichkeiten eines E-Bikes in der Alltagsmobilität.
  • Mit insgesamt über 1,3 Millionen E-Bikes auf den Straßen Deutschlands hat die deutsche Fahrrad-, Fahrradteile- und Zubehörindustrie geschafft, wovon andere Industriezweige noch weit entfernt sind: Elektromobilität ausgereift, in ausreichender Stückzahl und für jeden erlebbar auf die Straße zu bringen. Ohne staatliche Förderprogramme hat alleine die deutsche Fahrrad-, Fahrradteile-, und Zubehörindustrie das Ziel der Bundesregierung übertroffen, bis zum Jahr 2020 knapp eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen.
  • Nach Schätzung des ZIV sind ca. 95 Prozent aller verkauften E-Bikes sogenannte Pedelecs. Bei diesen Fahrzeugen wird das Pedalieren bis zu einer Geschwindigkeit von max. 25 km/h und mit einer Leistung des Elektromotors von max. 250 Watt unterstützt. Konkret bedeutet dies: Kein Versicherungskennzeichen, keine Mofaprüfbescheinigung und der Radweg darf benutzt werden.
  • Die größten Märkte für E-Bikes in Europa sind die Niederlande und Deutschland, die zusammen über 50 Prozent des europäischen Gesamtmarktes abdecken. Nach 900.000 Stück verkaufter E-Bikes im Jahr 2011 konnte der Absatz in Europa nochmals gesteigert werden, um rund 22 Prozent auf 1,1 Millionen verkaufter Stück im Jahr 2012.

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Quellen:

Meta Infos
Stand der Information
20. März 2013
Quelle

Zweirad-Industrie-Verband (www.ziv-zweirad.de)

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