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Wetterresistente nutzen das Fahrrad bei jedem Wetter häufiger als wetterempfindliche Personen

Radfahrende im Regen
© Hans Jorgen Bitsch

In ihrem Bericht „Verkehrsmittelnutzung unter Einfluss von Wetterlage und –empfindlichkeit“ in der Fachzeitschrift Internationales Verkehrswesen 09/2007 dokumentieren Sonja Haustein, Marcel Hunecke und Wilko Manz, dass die Wahrscheinlichkeit der Fahrradnutzung steigt, wenn eine Person die Konsequenzen der Nutzung positiv bewertet.

Mit dem vom Bundesforschungsministerium BMBF geförderten Forschungsprojekt MOBILANZ wurden sozial- und ingenieurwissenschaftliche Methoden gemeinsam zur Analyse der wetterabhängigen Verkehrsmittelnutzung eingesetzt, um die Hintergründe des Wahlverhaltens aufzuzeigen und verschiedene Personengruppen hinsichtlich der Fahrradnutzung identifizieren zu können.

Bei rund 2.000 einstündigen persönlichen Interviews von Personen zwischen 18 und 80 Jahren in Augsburg, Bielefeld und München wurden unter anderem Angaben zu Wetterresistenz und Verkehrsmittelwahl erhoben.

Insgesamt unterscheidet sich die Verkehrsmittelwahl bei sonnigem und bewölktem Wetter nur geringfügig, bei Regen jedoch nimmt sie ab. Der Radverkehrsanteil von Personen mit niedriger Wetterresistenz schwankt zwischen 6% bei sonnigem Wetter und 1% bei Regen. Menschen mit hoher Wetterresistenz legen dagegen bei Regen 12% ihrer Wege mit dem Fahrrad zurück, und 26% bei sonnigem Wetter. Die Daten zeigen, dass die Wetterempfindlichkeit dabei nur in geringem Zusammenhang mit soziodemografischen Kennwerten steht, hingegen deutlich mit einer generellen Bewertung von Pkw und Rad.

Meta Infos
Stand der Information
5. November 2007
Quelle

Internationales Verkehrswesen, 59. Jg., 9/2007, S. 392-396

Land
Deutschland
Handlungsfelder NRVP
Mobilitäts- und Verkehrserziehung
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Statistik