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Brandenburg

Verkehrssicherheitsarbeit soll auch Radverkehr berücksichtigen

Anlässlich einer Bundesratsinitiative des Landes Brandenburg zur Einführung der "Lichtpflicht auch am Tage" kündigte der Minister für Raumordnung an, in einem „20-Punkte-Programm" die Anstrengungen für mehr Verkehrssicherheit in Brandenburg zu forcieren.

In der Pressemitteilung heißt es unter anderem:

"Brandenburg hat auch der Änderung der Straßenverkehrsordnung zugestimmt, so dass eine nicht der Witterung angemessene Ausrüstung zukünftig mit einem Bußgeld belegt werden kann.

Auch für die Ausrüstung von LKW mit einem zusätzlichen Außenspiegel hat sich Brandenburg stark gemacht. Die Initiative Deutschlands zur Verkürzung der Übergangszeit ist zwar vom Rat der EU abgelehnt worden, wird aber dennoch bei uns umgesetzt. Brandenburg wirbt nachdrücklich für die Umrüstung, damit besonders Radfahrer und Fußgänger von LKW-Fahrern besser gesehen werden."

Die Punkte 7 und 12 des Verkehrssicherheitsprogramms gehen explizit auf den Radverkehr ein:

7. zusätzlichen Außenspiegel einführen

Ein zusätzlicher Außenspiegel für LKW kann Fußgänger und Radfahrer besser sichtbar machen und Unfälle verhindern. Deutschlands Initiative zur Verkürzung der Übergangsfrist wurde vom Rat der EU abgelehnt. Die Industrie liefert schon vorab die neuen Fahrzeuge mit den entsprechenden Spiegeln aus. Brandenburg wirbt nachdrücklich für die Umrüstung.

12. mehr Radwege bauen

"Durch den Bau von straßenbegleitenden Radwegen an allen Straßenklassen wird die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöht. Radwege sind kein Luxus, sondern sie erhöhen die Sicherheit besonders für die schwachen Verkehrsteilnehmer. 2005 wurden für den Bau von Radwegen an Bundes- und Landesstraßen und die Förderung von Radwegen an Kommunalstraßen über 27 Millionen Euro eingesetzt. Auch in Zukunft sollen so viele Radwege wie möglich gebaut werden."

Weitere Maßnahmen, von denen auch der Radverkehr profitiert, werden in folgenden Punkten des Programms genannt:

"Straßen schon bei der Planung sicher machen - Sicherheitsaudits sind Pflicht

Brandenburg hat als erstes Bundesland im Jahr 2002 Sicherheitsüberprüfungen für Straßenplanungen eingeführt.

Ziel: Straßen schon in der Planungsphase sicher gestalten und bestehende Regelwerke für die Verkehrssicherheit maximal ausschöpfen. Seit Beginn der Auditarbeit im Oktober 2002 wurden 240 Auditberichte erstellt. Der unbefangene Blick des nicht direkt an der Planung beteiligten Experten hilft, Planungsentwürfe zu verbessern.

Unfallschwerpunkte gezielt entschärfen

Zum Erkennen und zur Analyse besonders unfallauffälliger Strecken wurde das System BASta entwickelt (Brandenburgisches Expertensystem für die Analyse von unfallauffälligen Streckenabschnitten). Die Unfalluntersuchung für Strecken hat 2005 auch innerorts begonnen (Beispiel: Zeppelinstraße in Potsdam). Unfallschwerpunkte werden gezielt identifiziert und entschärft. Beispiel: Umbau einer Kreuzung zum Kreisverkehr.

mehr Kreisverkehre bauen

Kreisverkehre haben sich als eine sichere und leistungsfähige Alternative zur Ampelkreuzung bewährt. Seit 1992 wurden in Brandenburg an Bundes- und Landesstraßen 93 Kreisverkehre gebaut. Das Unfallgeschehen tendiert dort gegen Null. Weitere 86 Kreisverkehre befinden sich im Bau bzw. in der Planung".

Zur Originalpressemitteilung

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Stand der Information
28. Dezember 2005
Quelle

Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung Brandenburg / Pressemitteilung Nr: 246/2005

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