Sie sind hier

Augsburg ist "Fahrradfreundliche Kommune in Bayern"

Unabhängige Kommission stellt der "Fahrradstadt 2020" gute Noten aus

Logo der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V.
© AGFK Bayern e.V.

Dass Augsburg sich die Fahrradförderung als ein wesentliches Mittel der zukünftigen Nahmobilität auf die Fahnen geschrieben hat, ist weit über die Grenzen der Fuggerstadt bekannt. Wo aber steht Augsburg heute, wie fahrradfreundlich ist die Stadt im Oktober 2015?
Im Rahmen einer Bereisung am 8.10.2015 hat eine Kommission aus Vertretern und Vertreterinnen des bayerischen Landtages, der Verkehrswacht, der Polizei, des ADFC, der obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr und der AGFK Bayern Augsburg genau inspiziert.
Das Ergebnis: Augsburg erfüllt die Standards. Die AGFK Bayern wird deshalb Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann vorschlagen, der Stadt im November 2015 auch ganz offiziell den Titel "Fahrradfreundliche Kommune in Bayern" zu verleihen.

Die Bereisung ist fester Bestandteil im Rahmen der Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK Bayern). Dass die Gründungskommune Augsburg nun geprüft wurde, war also ein logischer Schritt. Nach einer Vorbereisung im letzten Jahr, bei der eine Kommission Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigte, präsentierte die Stadt am Donnerstag zunächst die Umsetzung dieser Vorschläge und den Stand der Radverkehrsförderung im Rathaus. Anschließend wurden bei einer Exkursion durch die Stadt wichtige Punkte begutachtet und überprüft, ob die Stadt Augsburg ihre Hausaufgaben seit der Vorbereisung erledigt oder wenigstens zuverlässig auf den Weg gebracht hat. Und das Ergebnis war eindeutig: In Augsburg wurden die Voraussetzungen um zukünftig den Titel "fahrradfreundliche Stadt in Bayern" zu tragen erreicht oder gar übertroffen. Hervorzuheben sind die geplante Eröffnung einer weiteren Fahrradstation am Bahnhof im nächsten Jahr, das Projekt "Fahrradstadt 2020", mit einem klaren Konzept zur Radverkehrsförderung, bei dem u. a. der Radverkehrsanteil bis zum Jahr 2020 auf 25 Prozent steigen soll.

Der Radverkehrsbeauftragte Thomas Hertha ist ob des Ergebnisses denn auch zufrieden: "Es ist für uns eine besondere Bestätigung, dass eine hochqualifizierte Kommission aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen unsere Arbeit der letzten Jahre so positiv bewertet. Die angelegten Kriterien haben es in sich und Augsburg hat gezeigt, dass wir es mit der Fahrradstadt 2020 nicht nur auf dem Papier ernst meinen."

Dass das Ergebnis der Bereisung kein Selbstläufer ist, betont auch Marlene Wüstner, Vorsitzende der AGFK Bayern: "Natürlich hat man einen gewissen Eindruck aus den Kommunen. Die Details, die wir prüfen, erkennt man aber nicht auf den ersten Blick. Und so werden auch die Vorreiter in Sachen Fahrradförderung genau unter die Lupe genommen. Ein Selbstläufer ist eine Bereisung niemals. Augsburg hat seine Aufgaben allerdings zu unserer vollen Zufriedenheit gemacht."

Über die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e. V.
Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e. V. (AGFK Bayern) bringt den Freistaat aufs Rad: Sie engagiert sich für mehr Radverkehr und somit für mehr Lebensqualität und Umweltschutz. Derzeit besteht die AGFK Bayern aus rund 45 Kommunen, die durch Erfahrungsaustausch sowie konkrete Projekte und Aktionen den Radverkehrsanteil im Rahmen einer umweltfreundlichen Nahmobilität erhöhen. Die Mitgliedskommunen der AGFK Bayern umfassen mit über 4,6 Mio. Bürgerinnen und Bürgern mehr als ein Drittel aller bayerischen Einwohner.

Meta Infos
Stand der Information
10. Oktober 2015
Quelle

AGFK Bayern Geschäftsstelle / Koordinationsbüro AGFK Bayern (c/o Green City Projekt GmbH) - www.agfk-bayern.de

Land
Bayern
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte