Sie sind hier

Unfallforschung der Versicherer (UDV)

UDV-Publikationen "Vergleich der Radverkehrssicherheit - Deutschland/Niederlande/Dänemark"

Rahmenbedingungen und verfügbare Datengrundlagen zu Radverkehrsinfrastrukturen und Unfallgeschehen in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden
Rahmenbedingungen und verfügbare Datengrundlagen zu Radverkehrsinfrastrukturen und Unfallgeschehen in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden © UDV/GDV

UDV-Publikationen "Vergleich der Radverkehrssicherheit - Deutschland/Niederlande/Dänemark"

In der Zusammenfassung der "Unfallforschung kompakt Nr. 104": "Vergleich der Radverkehrssicherheit - Deutschland/Niederlande/Dänemark" heißt es:

Valide Vergleiche zur Verkehrssicherheit anhand von Unfallkenngrößen lassen sich nur auf staatlicher Ebene und nur unter Betrachtung von Getötetenzahlen vornehmen. Im Bezugsjahr 2017 war hier die Zahl der Getöteten pro Rad-km in den Niederlanden um den Faktor 1,5 höher als in Dänemark und Deutschland. Valide Vergleiche zu Schwer- und Leichtverletzten sind aufgrund unterschiedlicher Dichte und Güte der Unfallaufnahme, verschiedener Defnitionen der Unfallfolge, fehlenden Ressourcen bei der Datenübermittlung und aus Datenschutzgründen auf allen Ebenen (Staat, Kommune, Infrastrukturelement) nicht möglich.

Aufgrund bisheriger Erkenntnisse im Rahmen der vorliegenden Vorstudie kann festgehalten werden, dass ein Vergleich der Radverkehrssicherheit in den drei Ländern auf Basis objektiver, belastbarer und hinreichender Unfallkenngrößen nicht möglich ist, da die Datenverfügbarkeit und die Datenqualität in den drei Ländern sowohl auf staatlicher als auch kommunaler Ebene teilweise nicht ausreichend ist oder nicht gewährleistet werden kann. Deshalb wird auf eine Bewertung der Sicherheit anhand von Unfallkenngrößen in der Hauptstudie verzichtet. Eine Hauptstudie kann daher nur anhand vergleichender subjektiver Sicherheitsbewertungen realisiert werden.

Die Vorstudie hat jedoch gezeigt, dass Unfälle mit Verletzten oder getöteten Radfahrenden zu ca. 60 Prozent (Dänemark und Niederlande) bzw. 66 Prozent (Deutschland) an Knotenpunkten zu verzeichnen sind. Interesse und Bereitschaft zur Unterstützung und Mitwirkung bekundeten im Rahmen der Vorstudie in Deutschland bereits Düsseldorf, Heidelberg und Münster, in Dänemark bereits Aarhus. Positive Rückmeldungen erfolgten zudem aus Breda und Zwolle in den Niederlanden. Es bietet sich daher an, die Untersuchungsräume bevorzugt in diesen Kommunen auszuwählen. Städte mit besonders hohen Radverkehrsfrequenzen und hier insbesondere Kopenhagen und Amsterdam sollten zusätzlich mit einbezogen werden.

Meta Infos
Stand der Information
22. November 2020
Weitere Informationen
Quelle
Unfallforschung der Versicherer (UDV)
Land
Deutschland
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte