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Durchgängig autofreie Fahrradstraße

Teil der ersten Kieler Premiumroute "Veloroute 10" fertiggestellt

Logo der Premium-Veloroute 10 in Kiel
Logo der Premium-Veloroute 10 in Kiel © Landeshauptstadt Kiel

Schneller als mit dem Auto: Teil der ersten Kieler Premiumroute "Veloroute 10" fertiggestellt

Jetzt ist sie fertig: Die neue Veloroute auf der Trasse des ehemaligen Gütergleises West ist das herausragende Fahrad-Verkehrsprojekt auf dem Kieler Westufer. Steigen Sie aufs Rad und entdecken Sie die Veloroute 10: autofrei, staufrei, klimafreundlich, naturnah, entspannt und sicher.

Mit Abschluss der Bauarbeiten im September 2019 ist ein großer, durchgehender Teil der ersten Kieler Premiumroute "Veloroute 10" fertiggestellt. Die Veloroute 10 ist Fahrradstraße. Hier radelt man selbst bei moderatem Tempo in nur knapp 20 Minuten nonstop zwischen Hassee und dem Holstein-Stadion.

Als eigenständiger Radweg abseits von Straßen mit Verkehrslärm und Abgasen ist die gesamte Strecke meist vier Meter breit und beleuchtet.

Schneller als mit dem Auto

Vier Fahrradbrücken über vielbefahrene Hauptverkehrsstraßen und die Autobahn sowie zwei Straßenquerungen ohne Ampeln ermöglichen kurze Fahrzeiten, die mit dem Auto nicht zu schaffen sind. Mit zahlreichen Auf- und Abfahrten ist die Veloroute 10 optimal in das Kieler Radnetz eingebunden und erschließt viele zentrale Orte und Einrichtungen in der Stadt.

Direkt angebunden sind unter anderem die Bahnstation Hassee am CITTI-Park, die Friedrich-Junge-Schule, das Gewerbegebiet Grasweg, das Kieler Innovations- und Technologiezentrum (KITZ), der Campus der Universität rund um den Christian-Albrechts-Platz, die Universitätsgebäude im Umfeld am Musäusplatz, der Wissenschaftspark und das Holstein-Stadion.

Autos und Motorräder haben auf der Veloroute nicht zu suchen. Fußgänger*innen und Jogger*innen können aber die Trasse an der jeweils rechten Seite benutzen - wie überhaupt das Konzept der Veloroute in größtmöglicher gegenseitiger Rücksichtnahme besteht.

Das Kieler Velorouten-Netz

Ein gut ausgebautes Radnetz erschließt große Teile der Stadt. Auf derzeit 13 Velorouten werden dabei die Belange der Radfahrer*innen besonders berücksichtigt. Unter anderem Beleuchtung, widerstandsarme Oberflächen oder breite Fahrbahnen ermöglichen im Stadtgebiet ein komfortables, zügiges und sicheres Vorankommen.

Das Fahrrad ist im Sinne des Klima- und Lärmschutzes das umweltfreundlichste Verkehrsmittel mit unschlagbar niedrigen Kosten. Ohne Umwege und lästige Parkplatzsuche führt es direkt zum Ziel. Somit ist es häufig auch noch das schnellste Verkehrsmittel.

Wie es weitergeht

Um die Attraktivität des Radverkehrs weiter zu steigern, geht die Stadt noch weiter. Ausgesuchte Velorouten werden zu Premiumrouten. Mit einer Breite bis zu vier Metern ist Überholen oder Nebeneinanderfahren kein Problem mehr, und auch Lastenfahrräder kommen hier nun zügig voran. Lästige Wartezeiten an Straßenkreuzungen werden reduziert oder sogar ganz vermieden. Radfahren wird damit auch auf längeren Entfernungen eine Alternative zum Auto.

Das nächste Großprojekt ist auf dem Ostufer vorgesehen. Zurzeit läuft die Planung an der Werftstraße. Die komplette Fertigstellung ist bis 2025 vorgesehen. Mit weniger baulichem Aufwand können Routen auch an anderen Orten in Kiel eingerichtet werden und sollen die Basis des Kieler Radwegenetzes vergrößern.

Parallel werden kontinuierlich die vorhandenen Radwege an Straßen saniert und mit neuen Oberflächen ausgestattet. Ein Beispiel dafür ist der Radweg am Schützenwall.