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UBA-Broschüre zur nachhaltigen Straßenraumgestaltung

Straßen und Plätze neu denken

UBA- Broschüre zur nachhaltigen Straßenraumgestaltung - Straßen und Plätze neu denken
UBA- Broschüre zur nachhaltigen Straßenraumgestaltung - Straßen und Plätze neu denken © Umweltbundesamt (Hrsg.) Titelfoto: istockphoto/Juergen Sack

Die Gestaltung der Straßen und Plätze hat einen großen Einfluss auf die Umwelt- und Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden. Sie beeinflusst die Art der Nutzung, die Mobilität und die Vielfalt der Aktivitäten im Straßenraum. Die Broschüre "Straßen und Plätze neu denken" stellt auf 88 Seiten Praxisbeispiele vor, die beschreiben wie Kommunen ihren öffentlichen Raum attraktiver gestalten können.

Der Blick in die Praxis zeigt: Zahlreiche Städte und Gemeinden haben in den letzten Jahren viel Zeit, viel Geld und viele Ideen in die Umgestaltung von Straßen und Plätzen investiert. Die dargestellten Projekte dienen der Umsetzung verkehrspolitischer Zielstellungen, wie zum Beispiel der Stärkung des Fuß- und Radverkehrs. Zugleich wirkt sich das Umgestalten und Umverteilen von Straßenraum in vielen Kommunen positiv auf die Umwelt- und Aufenthaltsqualität im Wohnquartier oder die Attraktivität des Einzelhandels vor Ort aus.

Aus Sicht des Klimaschutzes und der Lufreinhaltung sind diese Projekte sinnvoll, da die Maßnahmen umweltverträgliche Strukturen schafen und alte Fehler (z.B. starke Versiegelung) bereinigen. Dabei kommen verstärkt neue Entwurfsgedanken und innovative planerische Lösungen zum Einsatz. Immer häufger fnden sich beispielsweise barrierearme Mittelstreifen zwischen den Fahrspuren, die Fußgängerinnen und Fußgängern das Queren von Straßen auch abseits von Ampeln und Fußgängerüberwegen erleichtern. Durch solche vergleichsweise einfachen Maßnahmen können zum Beispiel Einkaufsstraßen deutlich an Benutzerfreundlichkeit gewinnen.

Dort, wo es den verkehrsplanerischen Zielen entspricht, werden immer häufger Fahrbahnen des Kfz-Verkehrs zurückgebaut bzw. reduziert, niedrigere Geschwindigkeiten angeordnet oder Straßenbahnen zum Pulkführer erklärt. All dies hilf dabei, Straßen aus Sicht von Menschen zu planen, die zu Fuß unterwegs sind, Fahrrad fahren oder öfentliche Verkehrsmittel nutzen.

Auch die verschiedenen planerischen Disziplinen und Nutzergruppen haben unterschiedliche Vorstellungen von der Gestaltung eines öfentlichen Raums. In den aufgezeigten Beispielen wurde daher großer Wert auf umfängliche Beteiligungs- und Kommunikationsprozesse gelegt. Danach konnte die Akzeptanz der Projekte wesentlich verbessert werden. In manchen Fällen konnten die gesellschaflichen Strukturen – wie zum Beispiel Vereine oder Beiräte– innerhalb des Quartiers sogar über die Baumaßnahme hinaus nachhaltig gestärkt werden.

Inhalt der Broschüre

04 Einführung
05 Warum wir Straßen und Plätze neu denken
06 Welche Straßen und Plätze wir künfig brauchen
09 Wie Umgestaltung gelingt
12 Beispiele für gelungene innerörtliche Straßenraumgestaltungen
14 Innerstädtische Hauptverkehrsstraßen
21 Altstadtplätze und -straßen
26 Stadtteil- und Nebenzentren
34 Zentrale Umstiegsplätze für den öfentlichen Verkehr
40 Städtebauliche Reparatur
48 Einkaufsstraßen in Nebenlage
53 Übergänge und Verbindungen zwischen Stadtteilen
61 Umfeld von Schulen und Kultureinrichtungen
70 Kleinstädte und Gemeinden im ländlichen Raum
76 Baukasten
76 Bausteine für Straßenmöbel und Beleuchtung
77 Bausteine für Spielen im Straßenraum
78 Bausteine für Mobil-Punkte
79 Bausteine für Straßengrün und urbanes Wasser
82 Fazit
86 Literaturverzeichnis
87 Abkürzungsverzeichnis

Meta Infos
Stand der Information
15. Januar 2018
Weitere Informationen
Quelle
Hrsg.: Umweltbundesamt (UBA) / Autoren: Wolfgang Aichinger , Dr. Michael Frehn (Planersocietät) // Difu (A.H.)
Land
Deutschland
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte