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"Geschwindigkeit und Innovation: 200 Jahre Fahrrad"

Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg widmet sich dem Fahrrad

Geschwindigkeit und Innovation: 200 Jahre Fahrrad
Geschwindigkeit und Innovation: 200 Jahre Fahrrad © Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Zum 200-jährigen Fahrradjubiläum hat der Pressesprecher des statistischen Landesamtes Baden-Württemberg, Martin Ratering, ausgewählte Fakten aus der amtlichen Statistik und aus vielen anderen Quellen zur Mobilität zusammengestellt. Neben einer umfangreich bebilderten Abhandlung zur Entwicklung des Fahrrades als Verkehrs- und Transportmittel und seine Rolle in der Gesellschaft, gibt es auch aktuelle Einblicke in die statistischen Erhebungen zu Unfällen, Fahrradwirtschaft, Fahrradnutzung- und Besitz:

Informationen zum Fahrrad und zur Mobilität kann das Statistische Landesamt zu verschiedenen Themen auswerten. Aktuell liegen Unfallzahlen mit elektrischen Fahrrädern (Pedelecs) in der Verkehrsunfallstatistik für 2016 vor.

In Baden-Württemberg standen 2016 in rund 83 Prozent der privaten Haushalte Fahrräder, das sind 4,2 Millionen der knapp 5,1 Millionen Haushalte. Im Durchschnitt besitzt jeder Haushalt 2,05 Fahrräder. Damit gibt es rund 10,4 Millionen Fahrräder in den Haushalten im Südwesten. Nach den Ergebnissen der Laufenden Wirtschaftsrechnungen (LWR) befanden sich darunter rund 460.000 Elektrofahrräder.

Im Südwesten gibt es nach Angaben des Unternehmensregisters im Statistischen Landesamt derzeit rund 1.000 Einzelhändler, die Fahrräder, Fahrradteile und das entsprechende Zubehör verkaufen. In diesen Betrieben sind rund 2.700 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte angestellt. Der Umsatz der Händler betrug 2014 rund 500 Millionen Euro.

Angaben der privaten Haushalte zur Nutzung des Fahrrads liegen aus dem Mikrozensus vor, dort wird das Pendlerverhalten und die Nutzung der Verkehrsmittel alle vier Jahre erfragt. Ergebnisse für das Jahr 2016 liegen voraussichtlich ab Herbst 2017 vor. Die Ergebnisse der vergangenen Jahre zeigen unter anderem: Je größer die Gemeinden, desto höher ist der Anteil der Fahrradpendler. Den höchsten Anteil an Fahrradfahrern mit knapp 20 Prozent gab es in Städten zwischen 200.000 und 500.000 Einwohnern in Baden-Württemberg.

Im Jahr 2015 verunglückten in Baden-Württemberg insgesamt 8.440 Fahrradbenutzer im Straßenverkehr, 42 Radfahrer verloren dabei ihr Leben. 2016 verunglückten 8.551 Fahrradbenutzer, die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle mit dem Fahrrad beitrug 53. Die zunehmende Nutzung von Pedelecs und E-Bikes spiegelt sich auch im Unfallgeschehen wider. Lag die Zahl der verunglückten Pedelec-Nutzer 2015 bei 629, erhöhte sich deren Zahl im Jahr 2016 deutlich auf 822. Unter den Unfällen mit Pedelecs waren 2016 neun tödlich, 259 führten zu schweren Verletzungen. Verkehrsunfälle mit Pedelecs und E-Bikes sind seit 2014 in der Verkehrsunfallstatistik aufgenommen. Die Unfallzahlen liegen auch für die Stadt- und Landkreise vor.

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Stand der Information
24. Juli 2017
Weitere Informationen
Quelle
Martin Ratering, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg (www.statistik-bw.de)
Land
Baden-Württemberg
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen