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AGFK Niedersachsen/Bremen

Stadt und Landkreis Wolfenbüttel als fahrradfreundliche Kommunen ausgezeichnet

Landespreis Fahrradfreundliche Kommunen Niedersachsen/Bremen
Landespreis Fahrradfreundliche Kommunen Niedersachsen/Bremen © Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Minister Dr. Althusmann: "Hameln, Lingen und Osnabrück dürfen sich von 2018 bis 2022 Fahrradfreundliche Kommunen Niedersachsen nennen"

Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann hat am 27.08.2018 gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen (AGFK), Frank Otte, die Stadt Wolfenbüttel und den Landkreis Wolfenbüttel mit dem Zertifikat "Fahrradfreundliche Kommune Niedersachsen" ausgezeichnet. Die Kommunen dürfen jetzt von 2019 bis 2023 diesen Titel tragen.

Minister Althusmann: "In Stadt und Landkreis Wolfenbüttel finden Fahrradfahrer sehr gute Voraussetzungen. Hier kann man unter vorbildhaften Bedingungen auf das Auto verzichten und auf das Fahrrad umsteigen. Insbesondere die Integration des Radverkehrs in den Alltag – und hier zeigen die zwei Kommunen eindrucksvoll, wie dies mit klugen Modellen möglich ist – ist ganz klar ein Faktor für eine hohe Lebensqualität und nicht zuletzt auch ein wichtigen Beitrag zu einem emissionsarmen, klimafreundlichen Verkehr."

Die Jury war insbesondere von dem großen Engagement beeindruckt, mit dem die Stadt Wolfenbüttel in den vergangenen Jahren die Radverkehrsförderung vorangebracht hat. Ein gutes Netzwerk in der engagierten Verwaltung sowie die Zusammenarbeit mit Verbänden, Unternehmen, Einzelhandel und Schulen und die Unterstützung durch die Politik prägen das fahrradfreundliche Klima. Als herausragend bewertet die Jury zudem die konzeptionell verankerte Öffentlichkeitarbeit, die sich durch jährliche Schwerpunktthemen auszeichnet. Die Radverkehrsförderung wird hier als System verstanden und umgesetzt.

Im Landkreis Wolfenbüttel bewertete die Jury als besonders positiv, dass der Radverkehr nicht isoliert gefördert wird, sondern die Vernetzung der Verkehrsmittel im Fokus steht – und damit auch die Anbindung des ländlichen Raumes. Dies zeigt sich unter anderem im Ausbau der Bike+Ride-Angebote und dem geplanten E-Bike-Pendeln. Besonderer Erwähnung bedarf in diesem Zusammenhang auch das Modellvorhaben zur autonomen Dorfmobilität (AUNO DOMO), bei dem gute Mobilitätsangebote für die Zukunftsfähigkeit von Dörfern untersucht werden.

Das Zertifikat "Fahrradfreundliche Kommune Niedersachsen" wurde zum dritten Mal gemeinsam vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung und von der AGFK verliehen. In den Jahren 2016 bis 2018 konnten bereits neun Kommunen die hohen Anforderungen erfüllen und das Zertifikat erlangen. Für die Zertifizierung werden alle Felder der Radverkehrsförderung beleuchtet: Kommunalpolitische Zielsetzungen, konzeptionelle Grundlagen, personelle und organisatorische Vorkehrungen; die Förderung eines fahrradfreundlichen Klimas; die Schaffung, Pflege und Erhaltung einer fahrradfreundlichen Infrastruktur; Verkehrssicherheitsarbeit; Berufsradverkehr; Fahrradtourismus und weitere fahrradfreundliche Aktivitäten in der Kommune.

Zertifizierung "Fahrradfreundliche Kommune Niedersachsen"

Das Land Niedersachsen zertifiziert seit 2016 Städte, Gemeinden und Landkreise als "Fahrradfreundliche Kommune Niedersachsen". Die Auszeichnung wird einmal jährlich gemeinsam vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung und von der AGFK verliehen. Die Zertifizierung steht ausschließlich AGFK-Mitgliedskommunen offen.

Für die Zertifizierung werden alle Bereiche der Radverkehrsförderung der Kommune betrachtet: Kommunalpolitische Zielsetzungen, konzeptionelle Grundlagen, personelle und organisatorische Voraussetzungen, Fahrradklima, Service und Kommunikation, Infrastruktur zum Fahren und Parken schaffen, pflegen und erhalten, Verkehrssicherheitsarbeit, Berufsradverkehr und Fahrradtourismus.

Ein Jury prüft den Antrag und bereist die Kommune. Anschließend spricht sie gegenüber dem Ministerium ein Empfehlung aus. Die Jury besteht aus Vertreterinnen und Vertretern aller Landtagsfraktionen, verschiedener niedersächsischer Ministerien und Landesbehörden, der kommunalen Spitzenverbände, des ADFC Niedersachsen, der TourismusMarketing Niedersachen, der Landesverkehrswacht Niedersachen sowie der AGFK. Die Auszeichnung bescheinigt den Kommunen für fünf Jahre, eine der fahrradfreundlichsten Kommunen Niedersachsens zu sein.

Die AGFK Niedersachsen/Bremen e.V.

Die AGFK ist ein Zusammenschluss von Kommunen aus Niedersachsen und Bremen, die die Radverkehrsförderung als wichtiges Ziel verfolgen. Diese gemeinsame Klammer verbindet die sehr unterschiedlichen Kommunen: Die Einwohnerzahl der Mitgliedskommunen reicht von 7.500 bis hin zu 1,2 Mio. Einwohnern. Mitglieder sind Gemeinden, Flecken, Samtgemeinden, Städte, die Stadtgemeinde Bremen, Landkreise, die Region Hannover, der Regionalverband Großraum Braunschweig und der Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen.

Derzeit verfügt die AGFK über 52 Mitgliedskommunen. 71 Prozent der Bevölkerung in Niedersachsen und Bremen leben in einer Mitgliedskommune der AGFK.

Die AGFK bildet das Netzwerk, um sich gegenseitig auszutauschen und zu unterstützen, gemeinsam Lösungen und Positionen zu erarbeiten, zentralÖffentlichkeitsarbeit zu entwickeln und lokal zu nutzen sowie Lobbyarbeit pro Radverkehr zu betreiben.

Fachtagungen: Einmal jährlich veranstaltet die AGFK gemeinsam mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und der Freien Hansestadt Bremen die Fachtagung "Fahrradland Niedersachsen-Bremen". Die Vorträge der Fachtagung vom 27.08.2018 in Wolfenbüttel sind hier zu finden.

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Stand der Information
3. September 2018
Weitere Informationen
Quelle
Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung
Land
Niedersachsen
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