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Projekt "TINK Netzwerk"

Stadt Singen startet öffentliches Transportrad-Mietsystem

Start des Transportrad-Mietsystems in Singen Anfang Mai 2021
Start des Transportrad-Mietsystems in Singen Anfang Mai 2021 © Transportrad Initiative Nachhaltiger Kommunen, TINK Walter & Wagner GbR

Stadt Singen startet öffentliches Transportrad-Mietsystem

Ob ein Picknick an der Festungsruine, der wöchentliche Großeinkauf oder die Beförderung der Kinder: ab sofort kann das Auto öfter stehen bleiben. Denn die Stadt Singen testet fünf Monate, wie öffentliche Transporträder bei ihren Bürgerinnen und Bürgern ankommen. Der Testlauf ist Teil des Projekts "TINK Netzwerk", zu dem sich bislang 16 Kommunen in ganz Deutschland zusammengeschlossen haben.  Das gemeinsame Ziel lautet: öffentliche Transport-Mietsysteme als Baustein der Verkehrswende voranbringen.

Oberbürgermeister Bernd Häusler erklärte bereits in seiner Neujahrsansprache, dass Singen bis 2035 klimaneutral sein soll. Mit dem neuen Transportrad-Mietsystem geht die Stadt einen Schritt in diese Richtung. In der Zeit bis Oktober 2021 gilt es, das Angebot eifrig zu nutzen, danach wandern die Räder weiter nach Dortmund. Ist der Test erfolgreich, will die Stadt Singen ein dauerhaftes Transportrad-Mietsystem einführen.

Bis dahin stehen 15 Transporträder, davon 5 mit Elektroantrieb, an 5 Mietstationen rund um die Uhr zur Verfügung. Jedes Rad hat einen eigenen Namen, zum Beispiel Singen Sprinter, Twiel Treiber oder Kinder Kutsche. Eine Besonderheit ist Rollis Royce: das elektrische Inklusionsrad hat Platz für einen Rollstuhl. Es steht für den Testzeitraum auf dem Herz-Jesu-Platz 3 vor dem herzlich-unverpackt Laden. Die anderen Räder können an jeder Station entliehen, zwischendurch geparkt und auch an einer anderen Station zurückgegeben werden. Die Ausleihe geht vollautomatisch über die App 12DRIVE+, wobei eine erstmalige Registrierung über www.tink-app.de notwendig ist. In der App wird angezeigt, an welchen Stationen welche Räder verfügbar sind. Um die Wartung und den Service kümmert sich die neue Radwerkstatt Bike Service Lutz.

Der Stadt Singen ist es wichtig, dass die Räder einfach und günstig gemietet werden können. So ist die erste halbe Stunde kostenfrei, danach kostet jede weitere halbe Stunde einen Euro bei den muskelbetriebenen Rädern und 1,50 Euro bei den elektrischen Rädern. Der maximale Tagespreis liegt bei 12 Euro, bzw. 18 Euro für die E-Transporträder.

Die neuen Mietrad-Stationen in Singen

  • Friedrich-Ebert-Platz 2 (Eiscafé)
  • Hegaustraße/August-Ruf-Straße (Cano)
  • Herz-Jesu-Platz 3 (herzlich unverpackt Laden)
  • Hohgarten 2 (Rathaus)
  • Uhlandstraße 27 (Hohentwiel Gewerbeschule Singen)

Um die günstigen Preise zu halten ist es notwendig, dass es zu keinen mutwilligen Beschädigungen oder gar Diebstählen kommt. Damit dies gut funktioniert, wird zusammen mit der Kriminalprävention Singen, der Hohentwiel-Gewerbeschule Singen und dem Verein inSI e.V. ein spezielles Vandalismuskonzept entwickelt und ausprobiert. Dieses Konzept wird finanziell unterstützt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

Das gesamte Projekt TINK Netzwerk inklusive dem Mietsystem in Singen wird gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit Mitteln aus dem Nationalen Radverkehrsplan 2020 (NRVP).

Meta Infos
Stand der Information
19. Mai 2021
Weitere Informationen
Quelle
TINK - Transportrad Initiative Nachhaltiger Kommunen (TINK Walter & Wagner GbR) // Petra Jacobi, Stadtverwaltung Singen // Difu (A.H.)
Land
Deutschland
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte