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Mobil in Kiel

Spatenstich zur neuen Fahrradstation

Fahrradparken
© Arne Koerdt

Als "wichtigen Baustein für ein fahrradfreundliches Kiel" bezeichnete Bürgermeister Peter Todeskino die neue Fahrradstation mit Mobilitätszentrale, zu der am Donnerstag, 24. Juli, der erste Spatenstich erfolgte. Gemeinsam mit Christian Sörensen vom Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein gab er den offiziellen Auftakt für den Baubeginn.

Am Kieler Hauptbahnhof am Sophienblatt wird bis zum Frühjahr 2009 ein Gebäude für eine Fahrradstation mit Mobilitätszentrale entstehen. Der zweigeschossige Bau mit Länge von 47 Metern, 12 Metern Breite und 6,5 Metern Höhe sowie einer gesamten Nutzfläche von 975 Quadratmetern enthält ein Fahrradparkhaus mit 630 diebstahlsicheren Abstellplätzen mit einer chipgesteuerten Ein- und Ausgangskontrolle für einen 24-Stundenbetrieb. Als Gebühren für das Fahrradparken wird gegenwärtig von 50 Cent pro Tag, 5 Euro pro Monat und 50 Euro im Jahr ausgegangen.
Im Gebäude integriert sind weiter eine Fahrradwerkstatt (50 Quadratmeter) mit Verleih- und Reparaturangeboten sowie eine Mobilitätszentrale (80 Quadratmeter) mit vier Beratungs- und Verkaufplätzen. In der Mobilitätszentrale sollen Informationen aller Verkehrsdienstleistungen der Landeshauptstadt vermittelt werden und der Ticketverkauf des landesweiten Schleswig-Holstein-Tarifes für den Öffentlichen Personennahverkehr erfolgen. Betreiber der Mobilitätszentrale ist die Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG). Weitere Kooperationspartner besonders aus dem Verkehrsdienstleistungsbereich sind erwünscht. Pausen- und Sozialräume (60 Quadratmeter) für Busfahrerinnen und Busfahrer runden das Ensemble ab. Zwischen der Fahrradstation und der Bahnhofshalle ermöglicht eine direkte Verbindung den schnellen Zutritt.

Die Gesamtkosten für Planung und Bau betragen insgesamt 1,91 Millionen Euro. Das Land Schleswig-Holstein unterstützt die Stadt dabei mit einer Fördersumme in Höhe von 910.000 Euro.

Todeskino: "Mit diesem einzigartigen Vorhaben in Schleswig-Holstein entwickeln wir die Fahrrad- und Klimaschutzstadt Kiel auf hohem Niveau weiter. Viele Pendler, die mit dem Fahrrad zum Bahnhof kommen oder von dort starten, aber auch Einheimische und Touristen können von diesem umweltfreundlichen Angebot profitieren und sind damit mobil in Kiel. Ich freue mich auf weit reichende Synergieeffekte zwischen Rad, Bus und Bahn".

Bei der Fassadengestaltung der Fahrradstation mit Mobilitätszentrale wird das Trafogebäude der Deutschen Bahn und der vorhandene Bunker integriert werden. Das beauftragte Architekturbüro Gössler/Kreienbaum aus Hamburg war bereits für die Kieler Bahnhofshalle zuständig und sichert die gestalterische Verträglichkeit von Bahnhofshalle und Fahrradstation. Weitere Projektbeteiligte sind das Kieler Büro Oemig + Partner für die Tragwerksplanung, KMO Gebäudetechnik für die Planung der Haustechnik, die Landesverkehrsservicegesellschaft (LVS), das Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH) und das Ingenieur-Büro 15.6-9 für die Projektsteuerung.

Zur Originalpressemittelung

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Stand der Information
24. Juli 2008
Quelle

Pressemitteilung Nr. 591 der Landeshauptstadt Kiel

Land
Schleswig-Holstein
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