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Hessen

SMA Solar Technology AG erhält bike + business Award 2012

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© Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main

Nordhessisches Unternehmen plant sogar Radwege zum Unternehmen

Der hessische Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) hat am Mittwochabend in den Räumen des Deutschen Wetterdienstes Offenbach der SMA Solar Technology AG aus Niestetal/Kassel den diesjährigen bike + business Award überreicht. Mit großer Freude nahm Günther Häckl, bei SMA Vizepräsident der Abteilung für öffentliche Angelegenheiten, die Auszeichnung entgegen. Den Preis, der vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Hessen und dem Regionalverband FrankfurtRheinMain vergeben wird, erhalten Unternehmen und Kommunen, die in vorbildlicher Weise den Berufsradverkehr fördern. "Ich freue mich sehr, dass mit der SMA auch ein Unternehmen, das auf dem Feld der erneuerbaren Energien tätig ist, den Preis erhält. Hier zeigt sich doch, dass hinsichtlich des ökologischen Aspektes in dem Unternehmen ein ganzheitlicher Ansatz herrscht", sagt Birgit Simon (Grüne), Erste Beigeordnete und Umweltdezernentin des Regionalverbandes.

Seit vergangenem Jahr beteiligt sich SMA an bike + business, einem Projekt, das der ADFC-Hessen und der Regionalverband seit 2003 gemeinsam entwickelt haben. Das ADFC-Projektbüro berät Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter motivieren möchten, vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen. Geeignet dafür sind beispielsweise Einrichtungen wie moderne Fahrradständer oder Duschen, Aktionstage und eine gezielte Kommunikation. Zudem hat SMA ein Büro damit beauftragt zu planen, wie Radfahrer am sichersten und bequemsten von Kassel zum Firmenstandort nach Niestetal kommt. Die Entwürfe dienen als Vorschläge für die kommunale Planung.

SMA mit Hauptsitz in Niestetal/Kassel beschäftigt mehr als 5.500 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat sich dabei das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 den Anteil der Wege, die mit dem Fahrrad zurückgelegt werden gegenüber 2010 von neun Prozent auf 18 Prozent zu erhöhen. Schon heute werden von den Mitarbeiterinnen und den Mitarbeitern rund 1,2 Millionen Kilometer pro Jahr mit dem Rad zurückgelegt und dabei jährlich 200 Tonnen CO2 gegenüber der Autonutzung vermieden. Auch die Kombination von Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln (Bike+Ride) wird von SMA in den Blick genommen. Die Nutzung des Fahrrades ist bei SMA somit Teil eines integrierten Mobilitätsmanagements, das bereits im Juni 2010 bei einem Wettbewerb den ersten Platz in der Kategorie "betriebliches Mobilitätsmanagement" erhielt.

Bislang zählen 19 Unternehmen und Verwaltungen im Rhein-Main Gebiet und seit 2011 auch in der Region Kassel zu den Projektpartnern. In dieser Region ist nunmehr der Zweckverband Raum Kassel Teil der Projektleitung. Mit seinem systematischen und umfassenden Projektansatz nimmt bike + business für Ballungsräume in Deutschland eine Vorbildfunktion ein. Die Ausdehnung erfolgte 2012 zunächst auf Hauptverwaltungen der Deutschen Bundesbank in neun Großstädten.

Für Unternehmen und Kommunen, die mehr für den Radverkehr tun wollen, veranstalteten ADFC und Regionalverband den dritten bike + business-Kongress unter dem Motto Zeit, in die Gänge zu kommen. Experten aus Wirtschaft, Politik und Verbänden beleuchteten Aspekte wie Klimaschutz, Elektromobilität, Gesundheit oder modernes Personalwesen und richteten den Blick in eine fahrradfreundliche Zukunft. ADFC-Landesvorsitzender Volkmar Gerstein: "Unser Ziel ist es, das klimafreundliche, gesundheitsfördernde, kostengünstige und individuelle Verkehrsmittel Fahrrad als festes Element des Berufsverkehrs zu verankern. Wir werden daher unsere Projektarbeit in Hessen fortsetzen und damit einen Beitrag zur Verwirklichung des Ziels hessischer Landespolitik leisten, den Radverkehrsanteil bis 2020 auf 15 Prozent zu verdoppeln."

Die Vorteile eines erhöhten Radverkehranteils liegen auch für Birgit Simon klar auf der Hand: "Das Fahrrad trägt als Bestandteil eines modernen Verkehrssystems zur nachhaltigen Mobilität bei. Es bewirkt damit vor allem in verdichteten Räumen wie der Rhein-Main Region eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit des gesamten Verkehrssystems. Die Ausbreitung von elektrisch unterstützten Räder birgt zusätzliche Chancen auf dem Weg zur Arbeit."

Weitere Informationen: www.bikeandbusiness.de

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Zur Originalpressemitteilung von ADFC-Hessen und Regionalverband FrankfurtRheinMain.

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Stand der Information
3. Mai 2012
Quelle

Pressemitteilung des Regionalverbands FrankfurtRheinMain unter Mitwirkung des ADFC Hessen

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