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"Route der Industriekultur per Rad" wird "Radroute des Jahres 2006 in Nordrhein-Westfalen"

Fahrräder mit Packtaschen lehnen an einem Baum
© Axel Dörrie

Presseinfo vom 16.09.2005: Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW informiert:

Auszeichnung auf der IFMA Cologne 2005: "Route der Industriekultur per Rad" wird "Radroute des Jahres 2006 in NRW"

Einzigartige Mischung von Industriekultur und landschaftlicher Schönheit

Köln, 16. September 2005: Die "Route der Industriekultur per Rad" ist auf der führenden Fahrradmesse IFMA Cologne 2005 in Köln mit dem Qualitätssiegel "Radroute des Jahres 2006 in Nordrhein-Westfalen" ausgezeichnet worden. Klaus-Dieter Schulz, Ministerialdirigent im NRW-Wirtschaftsministerium, überreichte dem Regionalverband Ruhr (RVR) als "Mutter des Projektes" die Urkunde.

Der Preis wird zum zweiten Mal von der "Qualitätsoffensive Fahrradtourismus NRW" verliehen. In ihr haben sich die NRW-Ministerien für Wirtschaft und für Verkehr, Nordrhein-Westfalen Tourismus e.V., Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) NRW sowie verschiedene regionale Tourismusverbände zusammengeschlossen. Verliehen wird die jährliche Auszeichnung an qualitativ besonders hochwertige Radrouten, die gut ausgebaute Wege, eine durchgehende Zielwegweisung und zahlreiche Serviceleistungen für Radfahrer vorhalten. Die "Route der Industriekultur per Rad" verbindet auf einem ca. 700 Kilometer langen und hervorragend ausgeschilderten Radwegenetz die Sehenswürdigkeiten aus 150 Jahren Industriegeschichte im Ruhrgebiet. Der größte Teil des überwiegend autofreien Wegenetzes verläuft auf ehemaligen Bahntrassen, durch umgenutzte Industrieanlagen und auf landschaftlich attraktiven Ufer- und Waldwegen. Dies ermöglicht es dem Radler, die einmalige industrielle Kulturlandschaft des Reviers in all ihren Facetten auch abseits ausgetretener Pfade zu erkunden und zu erleben. Dazu gehören neben den beeindruckenden Industriebauten wie der Gasometer in Oberhausen oder das Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop auch die Highlights der Industriekultur wie die im Bauhausstil errichtete Zeche und Kokerei Zollverein in Essen oder der ungewöhnlichste Aussichtspunkt der Region, das Haldenereignis Emscherblick ("Tetraeder"). Auf der Route befinden sich alle 19 "Ankerpunkte", die als Erlebnisorte und Knotenpunkte mit den gleichen, weithin sichtbaren Signalobjekten gekennzeichnet sind. Die Radroute ist darüber hinaus sehr gut an den DB-Nah- und Fernverkehr angebunden.

Das Mietangebot "Revierrad" mit seinen umfangreichen Serviceleistungen macht es dem Gast leicht, seine Radtour auf der Route der Industriekultur ohne großen Aufwand durchzuführen. Entlang der Strecke wurde ein Netz von Radtouristischen Servicestationen aufgebaut mit Dienstleistungen rund ums Rad: von der Information bis zur Buchung, vom Gepäcktransport bis zur Pannenhilfe. Zusätzlich erhält der Radtourist an den Stationen Informationen über die Route der Industriekultur und das erforderliche Radkartenmaterial für interessante Radtouren durchs Revier. Der Clou ist die Möglichkeit der Einwegmiete, so dass man beispielsweise in Hamm ein Fahrrad mieten und dieses in Oberhausen abgeben kann. Besonders beeindruckt waren die Juroren von der hervorragenden kontinuierlichen Instandhaltung der Route.

Zur "Route der Industriekultur per Rad" gibt es einen zweibändigen Radwanderführer, der beim Regionalverband Ruhr unter http://www.rvr-online.de oder im Buchhandel (ISBN 3 932165 23 3) zum Preis von 15,20 Euro erhältlich ist. Beide Bände enthalten jeweils ein umfassendes Kartenwerk im Maßstab 1:50.000. Für ausgewählte innerstädtische Bereiche erleichtern Stadtplanausschnitte die Orientierung. Der reich bebilderte Textteil enthält Informationen zur Geschichte und Gegenwart der Orte sowie praktische Tipps wie Hinweise auf Übernachtungsmöglichkeiten, Anreisebeschreibungen und eine Entfernungstabelle für Teilabschnitte der Route.

Fahrradtouristen finden in NRW sehr gute Bedingungen:

• Seit 1978 wurden über 1,25 Milliarden Euro in den Bau von über 7.400 km Radwegen investiert; ein landesweites Radverkehrsnetz von 13.800 km Länge wird einheitlich beschildert. Hinzu kommen noch 30 beschilderte touristische Themenrouten, so dass sich eine Gesamtnetzlänge von rund 20.000 km ergibt. Weitere Information unter: http://www.radverkehrsnetz.nrw.de

• Einen bislang einzigartigen Service bietet der Radroutenplaner im Internet. Unter http://www.radroutenplaner.nrw.de können Interessierte ihre Wunschroute berechnen lassen und diese nachfahren - auf Wunsch auch zum Herunterladen für GPS.

• Die Arbeitsgemeinschaft "Fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in NRW" (AGFS) hat z. Z. 36 Mitglieder, darunter 4 Kreise (http://www.fahrradfreundlich.nrw.de). Die Mitgliedskommunen übernehmen mit vielen neuen, beispielhaften Maßnahmen landes- und bundesweit eine Vorreiterrolle bei der Radverkehrsförderung.

• Im Rahmen des Programms "100 Fahrradstationen in NRW" wurden vom Land inzwischen 52 Fahrradstationen mit über 16.400 Stellplätzen gefördert. Damit liegen mehr als 3/4 aller bundesweit 69 Fahrradstationen in NRW. Mit den Radstationen wurden mehr als 300 Arbeitsplätze insbesondere für Langzeitarbeitslose oder Behinderte geschaffen; zahllose Menschen wurden in reguläre Arbeitsverhältnisse vermittelt. Diese Fahrradstationen bieten über die Fahrradbewachung hinaus auch touristische Dienstleistungen an, wie insbesondere die Fahrradvermietung (http://www.radstation.de).

• Radtouristen können in NRW unter rund 400 fahrradfreundlichen Beherbergungsbetrieben mit dem Qualitätssiegel "Bett & Bike" wählen (http://www.bettundbike.de).

Ansprechpartner für Journalisten:

Nordrhein-Westfalen Tourismus e.V. Carolin Wulke, Telefon: 0221/17945-24, Email: wulke@nrw-tourismus.de

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC), Landesverband NRW e. V. Ulrich Kalle, Telefon: 0211/68708-22, Email: u.kalle@adfc-nrw.de

Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW Andreas Kersting, Telefon: 0211/837-2654, Email: andreas.kersting@mwme.nrw.de

Meta Infos
Stand der Information
16. September 2005
Quelle

Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW / Andreas Kersting / http://www.mwme.nrw.de/cipp/mwme/custom/pub/content,lang,1/oid,503/ticket,g_u_e_s_t

Land
Nordrhein-Westfalen
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte