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Radwegebau in den Bundesländern - September 2014

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg

Neuer Radweg zwischen Mettenberg und Lauperthausen

Bisher mussten Radfahrer auf die Landesstraße ausweichen, doch der jetzt fertiggestellte Abschnitt schließt die Lücke zwischen dem Biberacher Teilort Mettenberg und dem Maselheimer Teilort Laupertshausen.

Der neueste Teil des Landesradwegenetzes bedeute "eine deutliche Verbesserung für alle Radfahrer, insbesondere jedoch für Schüler und Familien mit Kindern," so Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur anlässlich der Eröffnung des neuen Radweges.

Sichere Direktverbindung
Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betrugen rund 630.000 EUR und werden vom Land Baden-Württemberg getragen. Die Bauzeit des 2,9 Kilometer langen Abschnitts betrug rund sechs Monate. Minister Hermann ist sich jedoch sicher, dass "diese sichere und direkte Verbindung" das "Radfahren in der ganzen Region wieder ein Stück attraktiver" machen werde.

Renaturierung für's Öko-Konto
Als Ausgleich für die im Bau notwendig gewordenen Eingriffe in Natur und Landschaft wird der Saubach auf einer Länge von ca. 400 Metern renaturiert. Im Rahmen dieser Renaturierung wird ein weiterer 200 Meter langer Abschnitt als Öko-Konto-Maßnahme auf Kosten der Gemeinde Maselheim umgesetzt.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. am 12.09.2014

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Baden-Württemberg

RadNETZ Baden-Württemberg: Erste Lücke ist geschlossen (in Mannheim)

"Eine erste Lücke im RadNETZ ist geschlossen", freut sich Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, bei der Eröffnung des neuen Radfahrstreifens am Mannheimer Friedrichsring "Die Menschen sollen die Möglichkeit haben, ihre alltäglichen Wege zur Arbeit, in die Schule oder zum Einkauf schnell und mit Freude zurückzulegen". Das neue RadNETZ Baden-Württemberg feiert durch den fertiggestellten Lückenschluss am Friedrichsring in Mannheim einen ersten Erfolg bei der Schaffung neuer Alltagsverbindungen für mehr Radverkehr.

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Bürgermeister Lothar Quast hat Staatssekretärin Gisela Splett am Morgen "Rad-Brezeln" an die ersten AlltagspendlerInnenn auf dem neuen Rad- und Schutzstreifen verteilt. "Die Stadt Mannheim setzt sich gezielt dafür ein, die Attraktivität des Radverkehrs zu steigern. Der Friedrichsring ist nur einer von vielen Punkten in der Stadt, wo wir Lücken im Radwegenetz schließen. Genau hier setzen auch die Förderung durch das Land für den Radverkehr und die Initiative RadNETZ Baden-Württemberg an", betont Oberbürgermeister Kurz. "Verbesserungen wird es am RadNETZ beispielsweise auch in der Bismarckstraße und der Käfertaler Straße geben sowie darüber hinaus in der Röntgenstraße". "Mannheim hat bereits 2010 mit dem 21-Punkte-Programm ein umfassendes Radverkehrskonzept verabschiedet, um den Radverkehr gezielt zu fördern. Besondere Priorität haben dabei eine fahrradfreundlichere Innenstadt und Radwege-Lückenschlüsse entlang von Hauptverkehrsstraßen", erklärt Bürgermeister Lothar Quast.

Bei der Weiterfahrt auf dem neu gestalteten Rad- und Schutzstreifen wurden Splett und Kurz von zahlreichen RadfahrerInnen begleitet. Dazu zählten Mitglieder des Fahrradclubs ADFC ebenso wie MitarbeiterInnen der Universität und der Stadt, für die der neue Radwegabschnitt ganz konkrete Erleichterungen beim Pendeln bringt. Auch Ralf Klöter, geschäftsführender Intendant des Nationaltheaters, freut sich über die neuen Perspektiven: "Nicht nur unsere Gäste können einfacher in die Vorstellung radeln – auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich über die bessere Anbindung. Und ich als begeisterter Alltagsradler natürlich auch!"

Mit dem RadNETZ entwickelt das Land Baden-Württemberg in enger Abstimmung mit Landkreisen, Städten und Gemeinden ein flächendeckendes und durchgängiges Angebot von Routen, die sicher und einfach ans Ziel führen. "Durch die gute Zusammenarbeit mit den Städten, Gemeinden und Landkreisen sowie den Verbänden vor Ort stellen wir sicher, dass mit dem RadNETZ Baden-Württemberg nach und nach landesweit ein durchgängiges und bedarfsorientiertes Angebot von Routen entsteht, die sicher und einfach ans Ziel führen und einheitlich beschildert sind", so Staatssekretärin Splett.

Hintergrundinformation zum RadNETZ Baden-Württemberg

Ziel ist ein flächendeckendes, durchgängiges Routennetz alltagstauglicher Fahrradverbin­dungen zwischen Mittel- und Oberzentren. Das RadNETZ Baden-Württemberg soll sich durch sichere und komfortable Streckenführung, einheitliche und durchgängige Beschilderung und konsequente Wartung auszeichnen. Zur Ermittlung des Zustands werden Strecken im Umfang von rund 8.000 Kilometern befahren und aus Radfahrerperspektive ausgewertet. Erfahrene Ingenieurbüros identifizieren entscheidende Qualitätsmängel oder Lücken im Netz und erstellen Empfehlungen für eine zügige und kosteneffiziente Verbesserung. Unter enger Beteiligung der Landkreise, Städte und Gemeinden und sowie der Verbände wird das RadNETZ entwickelt.

Die Routen des RadNETZes sollen zunächst möglichst schnell so hergerichtet werden, dass diese durchgängig sicher befahren werden können. Nur Routen, die den Mindestkriterien entsprechen werden beschildert. Darüber hinaus soll das RadNETZ Schritt für Schritt weiter verbessert werden. Ziel ist es, das gesamte RadNETZ Baden-Württemberg attraktiv und sicher nach dem aktuellen Stand der Technik auszubauen.

Weitere Informationen: Fahrradland Baden-Württemberg

Quelle: Ministerium für Verkehr und Infrastruktur am 25.09.2014

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Baden-Württemberg

Stellungnahme der Landesregierung/Verkehrsminissterium zur Herangehensweise bei der Radverkehrsplanung

Aufstellung eines Landesradverkehrsnetzes

Das MVI ist auf dem Weg, die Radverkehrspolitik des Landes zu systematisieren. In der Vergangenheit folgte z.B. die Anlage von Radwegen an Landesstraßen keinem übergeordneten Plan mit Prioritäten- und Vernetzungskriterien. Das MVI erstellt inzwischen mit Unterstützung von Ingenieurbüros die Konzeption für ein schlüssiges, durchgehendes Landesradverkehrsnetz, das zukünftig Leitlinie für Investitions- und Zuschussverteilung ist. Auch dies ist zunächst ein erhöhter Planungsaufwand, aber für einen sinnvollen Umgang mit Steuermitteln ebenfalls geboten.

Bürgerbeteiligung

Eine verstärkte Bürgerbeteiligung ist der Landesregierung wichtig und wird vom MVI in wachsendem Umfang umgesetzt. Zu nennen sind etwa die beteiligungsverfahren und Regionalkonferenzen bei der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans, die Konferenzen zum SPNV-Zielkonzept 2025, Beteiligungsprozesse zu einzelnen Straßenbauvorhaben (B27/B28 Verknüpfung in Tübingen, B29-Tunnel Schwäbisch Gmünd, A98 Hochrhein), zum Radverkehrsnetz Baden-Württemberg, zu Stuttgart 21, bei der Rheintalbahn. Aber auch die Bürgerbeteiligung verursacht Aufwand bei eigenem Personal und externer Expertise. Bürgerbeteiligung ist nicht zum Nulltarif zu haben, aber dazu stehen wir. Denn die Ergebnisse lohnen sich in aller Regel.

Quelle: Ministerium für Verkehr und Infrastruktur am 05.09.2014

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Hessen

B 42: Bau eines Geh- und Radweges zwischen Rüdesheim am Rhein und Landesgrenze Hessen/Rheinland-Pfalz

Hessen Mobil informiert über den Bau von zwei weiteren Abschnitten des rheinseitigen Geh- und Radweges entlang der Bundesstraße B 42 zwischen Assmannshausen und Rüdesheim am Rhein. Nachdem in dieser Woche zwei Bauabschnitte fertiggestellt wurden, begannen die Arbeiten an den jeweils ca. 350 Meter langen Abschnitten voraussichtlich am 15. September 2014. Einer der Abschnitte schließt an den aktuell fertiggestellten Abschnitt, ca. 1 km vor dem Beginn der Ortsdurchfahrt Rüdesheim am Rhein an, der andere liegt ca. 700 m weiter in Richtung Assmannshausen.

Die Baumaßnahme umfasst den Bau eines Kragarmes, durch den Platz für einen rheinseitigen Geh- und Radweg mit einer Nutzbreite von 2,5 m geschaffen wird. Zusätzlich werden bahnseitig Stützwände hergestellt sowie Geländer zur Absturzsicherung und Schutzplanken zur Trennung vom rheinseitigem Geh- und Radweg und dem Verkehrsraum der B 42 errichtet. Die Bauarbeiten erfolgen unter technisch sehr anspruchsvollen Verhältnissen und werden voraussichtlich ein Jahr dauern.

Quelle: Hessen Mobil - Südhessen am 10.09.2014

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Hessen

Tunnel Deisel für Wanderer und Radfahrer offen - neue Tourismusattraktion an der Diemel

Trendelburg/Landkreis Kassel: Die im Mai 2014 begonnenen Sanierungsarbeiten und die Ertüchtigung des Tunnels ist planmäßig verlaufen und so können noch in der Wander- und Fahrradsaison 2014 den Carlsbahntunnel für Radfahrer und Fußgänger öffnen", freut sich Vizelandrätin Susanne Selbert bei der offiziellen Eröffnung des ältesten Eisenbahntunnel Hessens. Damit sei der Wunsch der Bevölkerung in der Nordspitze Hessens erfüllt und *eine neue Tourismusattraktion im Diemeltal geschaffen", so Selbert weiter.

Der Öffnung des Tunnels für Radfahrer und Fußgänger war eine lange Überzeugungs- und Planungsphase vorausgegangen. Nachdem im Jahr 2011 die Tunnelportale saniert worden waren, wurde der Ruf immer lauter, den denkmalgeschützten rund 200 Meter langen Tunnel für die Bevölkerung und die Radtouristen erlebbar zu machen. Der Kreistag des Landkreises Kassel hatte im September 2011 den Kreisausschuss beauftragt, die notwendigen Maßnahmen zur Öffnung des Tunnels bei Trendelburg-Deisel anzugehen. Zuerst waren die naturschutzrechtlichen Rahmenbedingungen zu klären. *Ein von uns in Auftrag gegebenes Artenschutzgutachten hat dann ergeben, dass naturschutzrechtlich eine saisonale Öffnung des Tunnels möglich ist", informiert die Vizelandrätin. Wie bei anderen für den Radverkehr genutzten ehemaligen Eisenbahntunneln in der Rhön und im Landkreis Marburg-Biedenkopf muss der Deiseler Tunnel im Winter geschlossen werden, um so seine Funktion als Winterquartier für seltene Fledermausarten zu erhalten.

Der Landkreis hatte danach einen Gestattungsvertrag mit dem Landesbetrieb HESSEN-FORST abgeschlossen, der dem Landkreis Kassel die nötige rechtliche Sicherheit für die zukünftige Nutzung gewährt. Da die Probleme mit dem Flora-Fauna-Habitat-Gebiet im Anschluss an das südliche Tunnelportal nicht aus der Welt zu schaffen waren, wurde mit Regierungspräsidium Kassel und mit HESSEN-FORST verhandelt, um einen kurzen Verbindungsweg zwischen dem Südportal und dem jetzigen Verlauf des Diemelradwegs zu bauen, der im
letzten Jahr fertiggestellt wurde.

Für die Öffnung des Tunnels fallen Kosten in Höhe von bis zu 495.000 Euro an. *Die verkehrssichere Instandsetzung der Tunnelröhre allein kostete inklusive Architektenleistung rund 320.000 Euro * weitere Kosten fielen für die Beleuchtung an", erläutert Selbert. Ohne Drittmittel war die Tunnelöffnung daher nicht zu schultern: In die Finanzierung fließen Fördermittel des LEADER-Programms der Europäischen Union in Höhe von 133.637 Euro, sowie jeweils 125.000 Euro aus dem Denkmalschutzsonderprogramm des Bundes und vom Hessischen Landesamt für Denkmalpflege ein. Weitere 50.000 Euro stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zur Verfügung. Der Landkreis selbst beteiligt sich mit Haushaltsmitteln in Höhe von 61.177 Euro. *Diese unterschiedlichen Finanzierungsquellen haben eines der spannendsten Tourismus- und Denkmalschutzprojekte im Landkreis Kassel ermöglicht", stellt Selbert fest.

Hintergrund:
Der Carlsbahntunnel wurde im Zuge des Baus der *Carlsbahn" von Hümme nach Karlshafen in den Jahren 1847 bis 1848 errichtet und diente dazu, eine S
treckenführung durch die hochwassergefährdeten Flussauen des Diemeltals zu vermeiden. Die Namensgebung *Carlsbahn" erfolgte in Erinnerung an Landgraf Carl von Hessen (1654-1730) der die gescheiterte Kanalverbindung von Kassel nach Karlshafen plante. Die Tunnelkonstruktion des ältesten Eisenbahntunnel Hessens und zweitältesten in ganz Deutschland wurde in Mischbauweise aus Ziegel- und Naturstein ausgeführt. Als Besonderheit ist die Tunnelhöhe von 6,00 Metern für die erste Lokomotive von *Henschel und Sohn" anzusehen. Der *Drache" als erste Lokomotive aus Kasseler Produktion ist der Urahne der Henschel-Lokomotiven und wurde unter der Fabrikats-Nummer 1 im Juli 1848 an die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn geliefert.

Die Bahnlinie und damit der Tunnel wurden zuerst mit zwei, später mit drei Zugpaaren pro Tag bedient. Die Stilllegung der Bahnstrecke erfolgte für den Personenverkehr 1966 und für den Güterverkehr 1970.

Der Tunnel liegt direkt am Hessischen Radfernweg 4 und dem Diemelradweg. Wegen der Tunnelsperrung führt die aktuelle Radroute auf rund 1,8 Kilometer in großem Bogen und mit beachtlicher Steigung westlich um den Kesselberg (dem Tunnelberg) herum. Eine direkte Linienführung durch den Tunnel erspart die Steigung und verkürzt die Strecke auf rund 800 Meter. In den letzten Jahren wurde im Zuge des Eco-Pfades Diemel eine Hinweistafel am nördlichen Tunnelportal aufgestellt, 2010 wurde ein Weg vom Radweg zum Nordportal ermöglicht. Die beiden Tunnelportale wurden 2011 nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten saniert.

Quelle: Landkreis Kassel am 15.09.2014

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Mecklenburg-Vorpommern

Lücken schließen – Radverkehrsnetz wird gezielt ausgebaut

Der Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Christian Pegel hat am 23.09.2014 in Schwerin die Eckpunkte für ein Lückenschlussprogramm an Radwegen vorgestellt. Für den Bau von straßenbegleitenden Radwegen an Landesstraßen stehen dazu in den Jahren 2014, 2015 und 2016 zusätzlich zu den Haushaltsmitteln für den Radwegebau (in 2014/2015 jeweils 4 Mio. Euro) jeweils 5 Mio. Euro aus EFRE-Mitteln zu Verfügung.

Die Entscheidung darüber, welche Radwege daraus gebaut werden sollen, soll regional getroffen werden. Daher haben die Landkreise Listen mit möglichen Radwegen erhalten. Diese Listen sind nicht abschließend. Sie beschreiben eine Auswahl von Radwegen, bei denen eine kurzfristige Umsetzung aufgrund des Planungsstandes möglich wäre. Die Kreise können auch andere Projekte melden oder andere zusätzliche Planungen anregen. Dabei ist allerding eine Rückkopplung mit den Straßenbauämtern empfohlen. Denn dort hat man das Know-how, um abzuschätzen, ob eine gewünschte Maßnahme binnen drei Jahren zu planen und umzusetzen wäre. Dies ist eine Voraussetzung zur Nutzung der EFRE-Mittel.

Im Ergebnis soll die kommunale Ebene in Rückkopplung mit beispielsweise dem ADFC oder den touristischen Spitzenverbänden eine Priorisierung vornehmen, und damit faktisch bestimmen, welche Radwege von den verfügbaren EFRE-Mitteln zeitnah gebaut werden.

Perspektivisch wird an einem Hauptnetz des Radverkehrs gearbeitet. Dieses Netz soll die Wegeverbindungen zwischen und hin zu den zentralen Orten des Landes abbilden. Im Rahmen eines interministeriellen Projekts werden dazu alle für den Radverkehr nutzbaren Straßen und Wege des gesamten Landes erfasst. Dazu zählen neben den vorhandenen straßenbegleitenen Radwegen z.B. auch touristische Radwege, ländliche Wege, Forst- und Waldwege.

Diese digitale Datenbasis soll künftig zentral allen Behörden im Land und den Bürgern zur Verfügung stehen. So wird darauf aufbauend im kommenden Jahr (2015) ein online-Routenplaner für den Radverkehr zur Verfügung stehen.

Anlagen:

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, Nr. 209/14 am 23.09.2014

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Mecklenburg-Vorpommern

Schweriner Teilstück des Radfernweges Hamburg - Rügen eröffnet

Der rund 520 Kilometer lange Radfernweg von Hamburg nach Rügen ist auf dem Teilabschnitt Westufer Ziegelaußensee in Schwerin noch attraktiver geworden. Auf einer Länge von 2.350 Metern führt die Tour nun von der Möwenburgstraße bis zur Wickendorfer Straße am Zielgelaußensee entlang. Ursprünglich ging die Strecke entlang der viel befahrenen Wismarschen Straße. "Mit der Eröffnung des neuen Rad­wege­abschnitts am Westufer des Ziegelaußensees wird das vorhandene touristische Radwegenetz in Mecklenburg-Vorpommern weiter ausgebaut. Der besondere Reiz der neuen Trasse liegt in der Streckenführung direkt am See. Mit dieser Maßnahme wird eine wichtige Lücke im touristischen Radwegenetz des Landes geschlossen", sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Dienstag vor Ort.

Aktivurlaub liegt im Trend

Nach Angaben des Tourismusverbandes MV war Fahrrad­fahren für jeden vierten Urlaubsgast (23 Prozent) die wichtigste Aktivität während der Ferienzeit in Mecklenburg-Vorpommern. "Über eine Million Gäste waren im vergangenen Jahr mit dem Fahrrad im Land unterwegs, das ist eine Steigerung von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Fern- und Radrundrouten werden zunehmend auch außerhalb der Sommersaison von den Urlaubern genutzt. Der Radurlauber von heute reist nicht mit dem Rad, weil er muss, sondern weil er es will, denn Aktivurlaub liegt im Trend", betonte Glawe. Die Gesamtkosten für den Bau des Radwegeabschnitts beliefen sich auf knapp 833.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) in Höhe von rund 749.000 Euro.

Fahrradtourismus in MV – Ausbau der Infrastruktur

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge sportlich Aktiven zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen. Unter den Strecken sind zwei klassifizierte Wege: die Route Berlin-Kopenhagen mit drei Sternen und die Route Oder-Neiße mit vier Sternen, die durch Mecklenburg-Vorpommern führen. "Der Radtourismus ist einer der strategischen Hauptmärkte bei der touristischen Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern. Investitionen in die Infrastruktur unseres Landes sind weiter nötig, um im Wettbewerb mit anderen weiter mithalten zu können. Daran arbeiten wir." Als Beispiel nannte der Minister den Ausbau von Wasserwanderrastplätzen (u.a. Baaber Bollwerk auf Rügen), den Ausbau von Radwegen (u.a. Ostseeküstenradweg rund um Stralsund), Promenaden (u.a. Timmendorf auf Poel) oder die Schaffung barrierefreier Strandzugänge (auf Usedom oder Altefähr auf Rügen). Im ersten Halbjahr wurden für 21 neue Investitionsvorhaben insgesamt 16,4 Millionen Euro Zu­schüsse bewilligt. Dadurch können Investitionen in Höhe von 20,2 Millionen Euro realisiert werden. Darüber hinaus wurde in Schwerin im Frühjahr dieses Jahres die Hafenpromenade am Ziegelinnensee fertiggestellt. Das Wirtschaftsministerium hat das Vorhaben mit rund 1,8 Millionen Euro Fördermittel aus dem Programm "Nachhaltige Stadtentwicklung" im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus, Nr. 314/14 am 09.09.2014

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Mecklenburg-Vorpommern

Ostseeküstenradweg: Weiterer Lückenschluss - 14 Kilometer lange Teilstrecke - von Parow nach Devin - (in und um Stralsund) offiziell eröffnet

Entlang der Uferlinie des Strelasundes durchquert der Ostseeküstenradweg die Hansestadt Stralsund von Nord nach Süd. Jetzt ist eine weitere rund 14 Kilometer lange Teilstrecke - von Parow nach Devin – fertiggestellt und offiziell eröffnet worden. "Der Radweg liegt nahe der Stralsunder Altstadt und lädt zur Besichtigung des Weltkulturerbes mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten ein. Die neue, durchgängige Streckenführung im Stadtgebiet bietet interessante Einblicke in die beeindruckende Landschaft. Das Radfahren kann weitgehend vom Autoverkehr getrennt erfolgen. Mit dem Bau des Radwege-Teilstücks wird eine weitere Lücke im Radwegenetz geschlossen. Das freut Einheimische und Gäste gleichermaßen", sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Donnerstag vor Ort.

Neue Strecke führt entlang der Sehenswürdigkeiten
Die Route führt im nördlichen Bereich Stralsunds auf dem Teilstück "Sundpromenade" entlang verschiedener Sehenswürdigkeiten der Hansestadt. Dazu gehören die historische Altstadt, der Hafen mit der Citymarina, die Schiffs-Anlegestellen, die Schillanlagen, das Seebad und das Freibad. Im südlichen Bereich wird die neue Rügenbrücke unterquert. Weiter führt der Radweg an dem maritimen Industrie- und Gewerbebereich der ehemaligen Volkswerft Stralsund und dem Süd- sowie dem Frankenhafen vorbei bis zum Ortsteil Devin. "Der Radtourismus ist für Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiger Erwerbszweig und eine bedeutende Einnahmequelle. Von dem Ausbau profitieren auch touristische Unternehmen wie Hotels und Gaststätten", so Glawe weiter.

Investitionen in Infrastruktur vor Ort
Die Gesamtinvestitionen betragen knapp 3,4 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) in Höhe von knapp 2,5 Millionen Euro. Zu der gesamten Maßnahme gehörten auch der Bau eines Rastplatzes, eines Aussichtsplatzes und eines Kinderspielplatzes auf dem Gelände der ehemaligen Bereitschaftspolizei.

Fahrradtourismus in Mecklenburg-Vorpommern
In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge sportlich Aktiven zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Der Ostseeküstenradweg, dessen Teilstück jetzt in Stralsund fertiggestellt wurde, führt über 798 Kilometer von der dänisch-deutschen Grenze entlang der gesamten Ostseeküste, einschließlich der Umrundung der Insel Rügen, bis zur deutsch-polnischen Grenze bei Ahlbeck und leitet Ausflügler auf der Tour zu den UNESCO-Welterbestädten Wismar und Stralsund, den Rügener Kreidefelsen, der Usedomer Bäderarchitektur in Zinnowitz und letztlich zu den Kaiserbädern.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus, Nr. 318/14 am 11.09.2014

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Mecklenburg-Vorpommern

Landesstraße 262: Bau eines straßenbegleitenden Radweges zwischen Vierow und Lubmin (Landkreis Vorpommern-Greifswald)

Am 29.09.2014 wurde mit dem Bau eines straßenbegleitenden Radweges an der Landesstraße 262 zwischen Vierow und Lubmin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) begonnen. Der Radweg wird entlang der nördlichen Straßenseite in Asphaltbauweise auf einer Breite von 2,50 Metern gebaut.

Die L 262 besitzt in diesem Bereich eine wichtige Verbindungsfunktion mit hohem Verkehrsaufkommen, insbesondere in der touristischen Hochsaison. Mit dem Bau wird sowohl für den Rad- als auch den Kraftfahrzeugverkehr eine Verbesserung der Verkehrsverhältnisse und die Erhöhung der Verkehrssicherheit erreicht. Im Zuge der Maßnahme werden zudem umfangreiche Baumpflanzungen durchgeführt.

Der Bau erfolgt in zwei Abschnitten. Der 1. Bauabschnitt hat eine Länge von 2.322 Metern. Die Kosten für diesen Abschnitt in Höhe von rund 475.000 Euro trägt das Land. Die Fertigstellung ist im Frühjahr 2015 geplant.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, Nr. 212/14 am 25.09.2014

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Niedersachsen

L855: Durchgängiger Radweg in Ortsdurchfahrt Seefeld (Gemeinde Stadland) fertiggestellt

Als einen wichtigen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit hat Niedersachsens Verkehrsstaatssekretärin Daniela Behrens den neuen Radweg an der Ortsdurchfahrt der Landesstraße 855 im Ortsteil Seefeld der Gemeinde Stadland am 12. September 2014 bezeichnet.

Verkehrsstaatssekretärin Daniela Behrens erklärte bei der Freigabe: "Der neue Radweg sorgt für eine Verbesserung der Verkehrssicherheit und des Verkehrsflusses. Radwege an Landesstraßen bilden inzwischen ein Netz von fast 4.500 km. Wir wollen trotz der angespannten Haushaltslage weiterhin die Radweglücken schließen. Umso mehr freue ich mich, dass wir auch hier in Seefeld einen Beitrag dazu leisten konnten."

Der neue Radweg führt mitten durch die Ortschaft Seefeld und verläuft parallel zur L 855. Ein durch die Ortsdurchfahrt Seefeld überwiegend vorhandener Gehweg (1,50 m) war aufgrund seiner geringen Breite nicht zur Radnutzung im Gegenverkehr geeignet gewesen. Jetzt ist der Umbau zu einem Radweg abgeschlossen. Die Baumaßnahme umfasste eine Streckenlänge von 2,02 Kilometer. Die Bauzeit betrug ca. 16 Monate. Die Gesamtkosten der Radwegebaumaßnahme lagen bei rund 1,2 Mio. €. Gleichzeitig wurde auf der gesamten Baulänge auch die Fahrbahn der Landesstraße saniert. Die Kosten hierfür betrugen ca. 0,4 Mio €. Kostenträger war das Land Niedersachsen.

Quelle: Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 12.09.2014

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Nordrhein-Westfalen

Landeshauptstadt Düsseldorf: Neues Konzept für ein Radhauptnetz vorgestellt

Der wachsenden Bedeutung des Fahrrades als Verkehrsmittel soll mit einer Anpassung der Infrastruktur begegnet werden

Das Fahrrad gewinnt gegenwärtig als Verkehrsmittel stetig an Bedeutung. Das gilt insbesondere für den alltäglichen Weg zur Arbeit, zur Schule, zur Uni oder zum Einkaufen. In Düsseldorf hat der Anteil des Fahrradverkehrs am Gesamtverkehr in den letzten Jahren deutlich zugelegt. Das zeigen die entsprechenden Zählungen, vor allem ist es aber im Straßenraum sichtbar. Vor diesem Hintergrund soll in der Landeshauptstadt nun die Fahrradförderung neu gestaltet werden. Die Stadtverwaltung hat daher, von zwei dafür besonders qualifizierten Ingenieurbüros, ein gesamtstädtisches Radhauptnetz entwickeln lassen. Ein Büro hat sich des Düsseldorfer Nordens angenommen, das andere des Stadtsüdens. Das Radhauptnetz soll im September dem Ordnungs- und Verkehrsausschuss vorgestellt werden. Anschließend sind eine Detailabstimmung in den Bezirksvertretungen und die Beteiligung der Einwohner Düsseldorfs vorgesehen.

Das Radhauptnetz soll folgenden Anforderungen genügen:

  • Das Radnetz muss sicher, leicht erkennbar und einprägsam sein.
  • Es muss direkt sein und möglichst keine Umwege erfordern.
  • Eine einfache Orientierung im Stadtgebiet muss möglich sein.
  • Es sollte einen hohen Ausbaustandard aufweisen, der Geschwindigkeiten von 20 bis 25 Stundenkilometern ermöglicht. Dies auch vor dem Hintergrund einer weiteren Verbreitung von Pedelecs.
  • Es soll deutliche Steigerungen der Radverkehrsmengen abwickeln können.

Um diese Ziele zu verfolgen, benutzt die Stadtverwaltung bekannte Elemente der Fahrradförderung, wie Radfahrstreifen, Schutzstreifen, Fahrradstraßen und Radwege. Einen sehr großen Teil des Netzes kann man auf diese Weise lösen. Erste Beispiele dieser Elemente sind bereits im Rahmen von Bezirksnetzen umgesetzt worden (Adlerstraße, Kölner Straße, Bochumer Straße und Gruner Straße, in Planung Karlstraße und Worringer Straße). Es gibt aber auch Straßenabschnitte, wo das herkömmliche Instrumentarium nicht ausreicht. Für diese Gebiete müssen neue Bausteine entwickelt werden, um ein lückenloses Netz zu schaffen.

Diese neuen Bausteine basieren auf der Idee, Flächen mehrfach zu nutzen und Entwicklungen bei der Steigerung der Radverkehrsmengen zu ermöglichen. Ein Begriff ist hierbei die "shared bike lane", ein Baustein, der dem amerikanischen Planungsrepertoir entliehen ist. Dabei werden Flächen so markiert, dass allen Nutzern die Mehrfachbedeutung klar wird.

In den letzten Jahren wurde bereits viel unternommen, um den Trend hin zum Fahrrad zu unterstützen. Die Stadt Düsseldorf ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise und hat auf der Grundlage eines Zielkonzeptes zur Fahrradförderung viele Projekte aus unterschiedlichen Bereichen umgesetzt. Neben der Realisierung von rund 100 Einzelprojekten zur Bildung von Bezirksnetzen von insgesamt etwa 650 Kilometer Streckenlänge gehört dazu: ein Wegweisungsnetz, Fahrradabstellanlagen, eine Radstation, der Radaktivtag, die Tour D, Fahrradnetzpläne, Fahrradnavigation, sowie eine Meldeplattform für Bürger-Hinweise zum Radverkehr im Internet.

Mit den Bezirksnetzen ist bereits ein sinnvolles, gesamtstädtisches Netz geschaffen worden. In einigen kritischen Gebieten gibt es allerdings noch spürbare Netzlücken. Die Erfahrung zeigt außerdem, dass die in diesem Netz häufig vorhandenen Alternativrouten nicht von allen angenommen werden und der Netzzusammenhang teilweise nicht intuitiv erfassbar ist. Die aktuelle Entwicklung zeigt darüber hinaus, dass vorhandene Radwege den gestiegenen Radverkehrsmengen nicht gewachsen sind.

Mit der Förderung des Fahrradverkehrs folgt die Landeshauptstadt nicht nur einem Trend. Die Stadt Düsseldorf möchte Vorreiterin sein und der Bedeutung des Fahrrades als integraler Bestandteil der Verkehrsplanung Rechnung tragen. Das Fahrrad schont die Umwelt und den persönlichen Geldbeutel, fördert die Gesundheit und braucht wenig Platz. Der entscheidende Vorteil ist aber, laut einer Befragung in der Stadt Kopenhagen (einer aktuellen Vorreiterin der Fahrradförderung): Radfahren ist der einfachste und schnellste Weg, sein Ziel zu erreichen.

Neben dem Zuwachs an Radverkehrsmengen hat sich über die technische Entwicklung - vor allem der Pedelecs - auch die typische Fahrradentfernung deutlich erhöht. Mit der Planung von Radschnellwegen wird es möglich, auch Berufspendler für das Fahrrad zu begeistern.

Die Anforderungen an Radverkehrsanlagen sind sehr unterschiedlich. Dem soll mit einem differenzierten Netzangebot Rechnung getragen werden. Das Radhauptnetz richtet sich vorrangig an Alltagsradler, die zügig auch größere Strecken fahren. Mit der Steigerung der Radverkehrsmengen werden diese Strecken zunehmend auch für Gelegenheitsradler interessant.

Das Bezirksnetz schafft die kleinräumliche Vernetzung und benutzt vorrangig Anliegerstraßen. Das Grünnetz bietet Verbindungen vorrangig in Grünanlagen und sehr ruhigen Anliegerstraßen. Bezirks- und Grünnetze bieten nicht immer den kürzesten Weg. Das Grünnetz ist teilweise unbeleuchtet und die soziale Kontrolle ist eingeschränkt. Insgesamt ist das Ziel, für nahezu jeden Anspruch ein Angebot zu schaffen, um die Verkehrsteilnehmer zu ermuntern, möglichst häufig das Fahrrad zu benutzen.

Noch bis zum 18. Oktober 2014 findet in Düsseldorf die internationale Wanderausstellung des Kopenhagener Bicycle Innovation Labs "The Good City" (Düsseldorfer Rathaus am Marktplatz 2 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr) statt.

Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf am 05.09.2014

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Saarland/Frankreich

In Kooperation mit der Communauté d’Agglomération konnte eine Schleife des Saarland-Radweges durch Frankreich geführt werden - Insgesamt stehen im Saarland nun 750 Radwegkilometer zur Verfügung - 15 Millionen Euro Fördermittel wurden bisher in die neun Hauptrouten des Projektes "SaarRadland" investiert

Die Landesregierung hat das touristische Radewegenetz in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut, so dass Radfahrer künftig auf circa 750 Radwege-Kilometern das Land entdecken können. Mehr als 15 Millionen Euro Fördermittel wurden bisher in die neun Hauptrouten des Projektes "SaarRadland" investiert.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger: "Radfahren hat sich zu einer wichtigen Säule der saarländischen Tourismuswirtschaft entwickelt. Eine besondere Rolle spielt dabei auch die Grenznähe zu Frankreich und Luxemburg." Auf verschiedenen Radwegen bestehe durch die Grenznähe die Möglichkeit des (fast) unbemerkten Wechsels von einem europäischen Land in das nächste, was diesen Touren einen ganz besonderen Reiz verleihe: "Damit verfügt das Saarland über ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Regionen in Deutschland."

Eine zweisprachige Bodenmarkierung auf dem Radweg zwischen Güdingen und Sarreguemines hat Ministerin Rehlinger deshalb als "Geste einer funktionierenden Nachbarschaft" auf den Weg gebracht. "Willkommen" liest man von französischer Seite kommend, "Bienvenue" aus der deutschen Perspektive. Zusammen mit Roland Roth, dem Präsidenten der Communauté d’Agglomération Sarreguemines Confluences, übergab die Ministerin die neue Markierung offiziell ihrer Bestimmung.

In Kooperation mit der Communauté d’Agglomération konnte eine Schleife des Saarland-Radweges durch Frankreich geführt werden. Dadurch sind die französischen Kommunen Grosbliederstroff, Sarreguemines, Bliesguersviller, Frauenberg und Blies-Ebersing an das SaarRadland angebunden.
"Dank eines starken politischen Willens und einer engen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ist unser Radwegenetz heute eines der dichtesten in Lothringen und Teil der großen touristischen und internationalen Radwege", erklärte Roland Roth, Präsident der Communauté d’Agglomération Sarreguemines Confluences im Rahmen der Veranstaltung.

Weitere attraktive touristische grenzüberschreitende Radwege nach Frankreich konnten über das Interreg-Projekt "Velo visavis" realisiert werden, das unter der Projektträgerschaft des Regionalverbandes steht. Hierbei konnte zum Teil auf Strecken des SaarRadlandes aufgesetzt werden. Durch die Kooperationen mit Frankreich sei eine Win-Win-Situation entstanden, hieß es bei dem Übergabetermin.

Das saarländische Angebot sei dadurch attraktiver geworden, und die französischen Kommunen profitierten durch Radtouristen. Auch verschiedene Rad-Angebote der Tourismus Zentrale Saarland seien grenzüberschreitend angelegt, so Ministerin Rehlinger.

Mit dem landesweiten Radwegenetz besteht mittlerweile eine Infrastruktur, die sowohl von Touristen als auch von der einheimischen Bevölkerung sehr gut angenommen wird. Eine Untersuchung des Sparkassen-Tourismusbarometers zeigt, dass sich die Investitionen gelohnt haben. Über 22 Millionen Euro Umsatz pro Jahr sind der Lohn für dieses Engagement. Weiterhin bescheinigt die Studie, dass es durch das systematische Vorgehen bei der Angebotsentwicklung und im Marketing innerhalb weniger Jahre gelungen ist, eine sehr gute radtouristische Wegeinfrastruktur bestehend aus Radwanderrouten mit einer bundesweit anerkannt hervorragenden Beschilderung aufzubauen. Aus einer Untersuchung der HTW in Zusammenarbeit mit dem ADFC geht weiterhin hervor, dass Rad-Ausflügler, die die saarländischen Radwege ohne Kombination mit einer Übernachtung nutzen, im Durchschnitt 5,41 Euro und Radtouristen mit Übernachtung 74,72 Euro ausgeben.

"Die Förderung des Radverkehrs ist ein wichtiges Anliegen der Landesregierung. Durch den systematischen Ausbau der Radwege versprechen wir uns auch eine Stärkung des Rades als klimafreundliches und gesundheitsförderndes Verkehrsmittel im Alltag", so Rehlinger

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr am 12.09.2014

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Sachsen-Anhalt

Knapp sechs Kilometer neue Radwege im Landkreis Stendal

Das Radwegenetz in Sachsen-Anhalt wird um weitere, rund 5,6 Kilometer erweitert. "Neben dem Bau und der Erhaltung der Straßen in Sachsen-Anhalt richtet das Land sein besonderes Augenmerk auch auf den kontinuierlichen Ausbau der Radwege entlang der Trassen", sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel. Mit dem bereits vor vier Jahren beschlossenen Radverkehrsplan realisiere die Landesregierung einen wichtigen Baustein ihres Verkehrskonzeptes, das alle Verkehrsarten einschließe, fügte der Minister hinzu. Zudem sorgten Radwege, die getrennt vom motorisierten Verkehr neben den meist viel befahrenen Straßen entlang führten, für deutlich mehr Sicherheit.

Freigegeben wurde am 04.09.2014 der rund 4,5 Kilometer lange und zwei Meter breite Radweg vom Ortsausgang Heeren bis nach Stendal (Gewerbegebiet) entlang der Landesstraße (L) 32. Nach Auskunft von Webel hat der neue kombinierte Geh-/Radweg rund 1,1 Millionen Euro gekostet, von denen die EU rund zwei Drittel aus dem Fonds für regionale Entwicklung beigesteuert hat. Die Bauzeit betrug rund acht Monate. Alle Arbeiten hat ein Unternehmen aus Stendal ausgeführt. Bis voraussichtlich zum kommenden Frühjahr (März 2015) werden noch Bäume gepflanzt.

Am 08.09.2014 begannen die Arbeiten am 2. Teilabschnitt des neuen Radwegs zwischen Schollene und Molkenberg an der L 18. Nachdem bereits im Jahr 2013 die ersten Bauabschnitte (Weißer Berg bis Schollene) für den Radverkehr freigeben werden konnten, ist nun die knapp 1,3 Kilometer lange Strecke bis Molkenberg an der Reihe. Das Land investiert rund 240.000 Euro in den Bau des neuen Radwegs, der Ende Oktober 2014 seiner Nutzung übergeben werden soll.

Hintergrund-Information: Einer statistischen Erfassung vom Anfang dieses Jahres zufolge können Fahrradfahrer in Sachsen-Anhalt knapp 1.600 Kilometer Radwege entlang der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Lande nutzen. Allein für den Bau von Radwegen an Bundes- und Landesstraßen sind in den zurückliegenden zehn Jahren mehr als 60 Millionen Euro ausgegeben worden. Das Radwegenetz entlang von Bundesstraßen (derzeit rd. 620 km) wird pro Jahr um rund zehn Kilometer erweitert. An Landesstraßen (derzeit rd. 615 km) kommen knapp fünf Kilometer hinzu. Ein aktuelles Neubauprojekt sei der Havelradweg, der bis zur BUGA 2015 fertiggestellt werden soll, hob Webel hervor.

Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, Nr.: 093/2014 am 03.09.2014

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Thüringen

Neubau eines kombinierten Rad- und Gehweges zwischen Martinfeld und Ershausen

Die Thüringer Staatssekretärin für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Inge Klaan, startete am 9. September 2014 an der Grabenmühle den Neubau eines kombinierten Rad- und Gehweges zwischen Martinfeld und Ershausen.

1,2 Millionen Euro für neuen Radweg

"Der Ausbau des Radwegenetzes ist eine wichtige Aufgabe im Verkehrsministerium. Die Trennung des Rad- und Fußverkehrs vom Kraftfahrzeugverkehr erhöht dabei die Verkehrssicherheit. Im Eichsfeld hatte die Gemeinde Schimberg ein Interesse am Bau eines Gehweges zwischen den Ortsteilen Martinfeld und Ershausen. Deshalb bauen jetzt Straßenbauverwaltung und Gemeinde gemeinsam einen 2,4 Kilometer langen, kombinierten Rad-/Fußweg zur Verbindung der Dörfer. Dies ist eine gelungene Kooperation", sagte heute (Dienstag) die Staatssekretärin für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Inge Klaan, im Eichsfeld. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Ershausen/Geismar, Markus Rippel, nahm sie für den Radweg zwischen Martinfeld und Ershausen den ersten Spatenstich vor.

Im Rahmen einer Gemeinschaftsmaßnahme bauen das Straßenbauamt Nordthüringen und die Gemeinde Schimberg den neuen Rad-/Fußweg mit einer Breite von 2,5 Metern. Die Kosten für den 2,4 Kilometer langen Weg mit drei Brücken von neun bis 11,5 Metern Länge betragen rund 1,2 Millionen Euro. Die Ausgaben teilen sich Land und Kommune je zur Hälfte. Der Bau soll bis Frühsommer 2015 abgeschlossen sein. Die Kommune übernimmt künftig die Unterhaltung des Weges (Betrieb und Verkehrssicherung) und erhält hierfür eine Ablösesumme. Die Erhaltung der Infrastruktur bleibt Aufgabe der Straßenbauverwaltung.

Der neue Weg führt entlang der Rosoppe, die als naturnaher Bachlauf Lebensraum für bestandgefährdete Tierarten bietet. Hierzu gehören die nach europäischem Artenschutzrecht geschützten Vogelarten Eisvogel und Schwarzstorch. Neben Gehölz- und Heckenpflanzungen entlang des Weges sind zum Schutz der Tiere auch gewässerbauliche Maßnahmen an der Rosoppe und deren Zuflüssen vorgesehen. Vor allem durch die Anlage zweier zusätzlicher Teiche werden im Umfeld des Bauvorhabens entsprechende Nahrungsgebiete für die Vögel geschaffen.

Quelle: Thüringer Ministerium für Bau Landesentwicklung und Verkehr am 09.09.2014

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Thüringen

Ausbau des Werratal-Radweges im Abschnitt Lindewerra-Wahlhausen

Staschewski: Radwegeausbau stärkt Tourismus im Eichsfeld - Wirtschaftsministerium unterstützt Ausbau des Werratal-Radweges im Abschnitt Lindewerra-Wahlhausen mit rund 525.000 Euro - Thüringen zählt zu beliebtesten Radreisezielen in Deutschland

Ein neues Teilstück des Werratal-Radweges wird ausgebaut. Für den Bauabschnitt zwischen Lindewerra und Wahlhausen hat Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Staschewski am 5. September 2014 einen Fördermittelbescheid in Höhe von 525.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) übergeben. Die Investitionskosten für diesen vier Kilometer langen Streckenabschnitt belaufen sich auf rund 623.000 Euro.

"Thüringen eignet sich hervorragend für den Radtourismus", sagte Staschewski. "Der Ausbau dieses Radweges trägt dazu bei, die Beliebtheit Thüringens bei Radtouristen weiter zu steigern und stärkt den Radtourismus im Eichsfeld." Schon heute ist der Freistaat eines der beliebtesten Radreiseziele in Deutschland. Laut ADFC-Radreiseanalyse 2014 zählt Thüringen mit Platz 7 zu den TOP 10 der beliebtesten Raddestinationen in Deutschland (von insgesamt 149). Es liegt damit gleichauf mit Sachsen und nur knapp hinter Franken. Spitzenreiter sind Bayern und Brandenburg.

In der ADFC-Radreiseanalyse 2014 nimmt der Werratal-Radweg, der am Rennsteig im Thüringer Wald beginnt und bis zum Werratal verläuft, Platz 19 von 167 der meist befahrenen Radfernwege in Deutschland ein. Bei den beliebtesten Radwegen liegt der Werratal-Radweg auf Platz 22 von 137. Er ist einer von 13 Radfernwegen im radtouristischen Landesnetz Thüringens. Bei einer Gesamtlänge von 300 Kilometern führen 200 Kilometer des Radweges entlang der Werra durch Thüringen.

"Der Radtourismus ist ein wesentliches Segment im Bereich Natur- und Aktivtourismus und somit auch touristischer Wirtschaftsfaktor", so Staschewski. Pro Jahr finden im Freistaat derzeit rund 3,7 Millionen Fahrrad-Tagesreisen statt, durch die ein Umsatz von 60 Millionen Euro erwirtschaftet wird. Bei einem Aufkommen von insgesamt 74 Millionen Tagesreisen in Thüringen liegt der Anteil der fahrradtouristischen Tagesreisen bei fünf Prozent. Der Staatssekretär erwartet von diesem "nachhaltigen Tourismus" daher künftig steigende Umsätze: "Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe, aber auch der Einzelhandel profitieren, wenn sie sich mit ihren Angeboten auf Fahrradtouristen einstellen."

Das Thüringer Wirtschaftsministerium setzt im Rahmen seiner Tourismuspolitik einen klaren Schwerpunkt im Bereich Radtourismus: So hat das Land im Rahmen der GRW-Förderung und des Landesprogramm Tourismus bis heute rund 213 Projekte zum Ausbau der touristischen Radwege mit insgesamt 47,4 Millionen Euro unterstützt. Damit wurde der Ausbau von 446 Kilometern rein touristischer Radwege in hoher Qualität ermöglicht. Weitere Investitionen sind geplant. Ziel ist der Ausbau des radtouristischen Landesnetzes bis 2020 auf einer Gesamtstrecke von rund 3.200 Kilometern – bestehend aus rund 1.500 Kilometern Radfernnetz und rund 1.700 Kilometern Radhauptnetz. Damit wird sich die Länge des ausgebauten touristischen Radnetzes verdoppeln. Zusätzlich zu diesem Netz sollen weitere Erlebnisrouten entwickelt werden, die überregional bedeutende Themen vorweisen.

Quelle: Thüringer Ministerium für Bau Landesentwicklung und Verkehr am 05.09.2014

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30. September 2014
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