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Radwegebau in den Bundesländern - Oktober 2014

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg

RadNETZ-Lückenschluss in Ulm: Radweg entlang der Blau ist fertig

Bürgermeister Alexander Wetzig und Christoph Erdmenger, Abteilungsleiter für Nachhaltige Mobilität im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, haben am 21. Oktober gemeinsam den "runderneuerten" und verbreiterten Radweg entlang der Kleinen Blau im Bereich Obere Bleiche eröffnet. Der ungewöhnliche Besuch aus Stuttgart zu diesem Anlass trägt dem Umstand Rechnung, dass der Blau-Radweg Teil des vom Land neu konzipierten RadNETZ Baden-Württemberg ist. Mit dem RadNETZ entwickelt das Land ein flächendeckendes Angebot durchgängiger Alltagsverbindungen für Radler und will damit den Radverkehr in Ulm und im ganzen Land voranbringen.

"Das RadNETZ Baden-Württemberg kommt heute in Ulm wieder ein Stück mehr im Alltag der Bürgerinnen und Bürger an", freute sich Erdmenger. "Radfahrerinnen und Radfahrer haben nun die Möglichkeit, ihre alltäglichen Wege zur Arbeit, in die Schule oder zum Einkauf schneller und mit noch mehr Freude zurückzulegen".

Etwa 8.000 Kilometer wird das landesweite RadNETZ künftig umfassen und alle Ober- und Mittelzentren in Baden-Württemberg anbinden. "Durch die gute Zusammenarbeit mit den Städten, Gemeinden und Landkreisen sowie den Verbänden vor Ort stellen wir sicher, dass mit dem RadNETZ Baden-Württemberg nach und nach landesweit ein durchgängiges und bedarfsorientiertes Angebot von Hauptradrouten entsteht, die einfach zum Ziel führen und einheitlich beschildert werden", so Erdmenger. "Für einen Großteil der Radwege sind die Städte und Gemeinden zuständig, das Land unterstützt hier fachlich und finanziell. Ulm ist für die gelungene Zusammenarbeit und Umsetzung des RadNETZes ein hervorragendes Beispiel".

Der Neubau des Ulmer RadNETZ-Abschnitts an der Blau wurde erforderlich, weil eine Staustufe zum theoretisch errechneten 100-jährigen Hochwasser an der Blau erhöht werden musste. Die bestehenden Anlagen haben für diesen Extremfall bisher keine ausreichende Sicherheit geboten und mussten angepasst werden – eine einmalige Chance für den Radverkehr. Der Baugrund konnte vom angrenzenden holzverarbeitenden Betrieb angekauft werden. Die Finanzierung und die Durchführung der Baumaßnahmen, in deren Rahmen der Weg auf das Mindestmaß für Radwege von zweieinhalb Metern verbreitert wurde, übernahm die Stadt Ulm "Wir setzen uns ganz gezielt bereits seit langem dafür ein, die Attraktivität des Radverkehrs zu steigern", betonte Bürgermeister Wetzig, selbst passionierter Radfahrer. Der Blau-Radweg sei für den Alltag wie für den Tourismus eine der zentralen Radwegeachsen in Ulm. Verbesserungen am RadNETZ Baden-Württemberg habe es in Ulm beispielsweise aber auch in der Schillerstraße gegeben.

An dem kleinen Fest am Rande des Radweges nahmen auch Vertreter der ausführenden Firmen teil. Zu den Gästen zählten außerdem Vertreter des Aktionsbündnisses FahrRad und radbegeisterte Bürgerinnen und Bürger. Mehrere Radhersteller und -händler präsentierten vor Ort Lasten- und Transportfahrräder und luden zur Probefahrt ein. Schließlich bietet der neue RadNETZ-Abschnitt neue Möglichkeiten, Einkäufe mit dem Fahrrad zu erledigen.

Quelle: Stadt Ulm am 21.10.2014

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Baden-Württemberg

Bahn frei für Radfahrer in Leonberg

Leonberg in Bewegung: Das Jahresmotto 2014 - "Radstadt" – zieht weiterhin Veränderungen in der Verkehrsführung nach sich. Auch 2015 soll es mit der Radverkehrsförderung weitergehen.

Seit Mitte Oktober 2014 ist die Sanierung der wichtigsten Nord-Süd-Achse Leonbergs so gut wie abgeschlossen: Die Grabenstraße ist wieder komplett für den Verkehr freigegeben. Besonders die Neuerungen für Radfahrer sind dabei hervorzuheben: Die Radwege wurden neu angelegt, bergauf können Radler jetzt den verbreiterten Gehweg nutzen, bergab gibt es einen Schutzstreifen. Dessen Linie dürfen Autofahrer nur überfahren, wenn ein Lastwagen oder ein Bus entgegenkommt und der Platz nicht reicht. "Ist aber ein Radfahrer unterwegs, so darf der Schutzstreifen nicht überfahren werden", so die Stadtsprecherin Undine Binder-Farr.

Aufgeweiteter Radaufstellstreifen
Eine weitere Neuerung: Durch eine Neuausrichtung der Verkehrsströme in Richtung Neue Stadtmitte ist nun das Linksabbiegen aus der Bruckenbachstraße/Carl-Schmincke-Straße in die Leonberger Straße erlaubt. Insbesondere für Fahrradfahrer gibt es Verbesserungen. Damit der Radverkehr zukünftig im Blickfeld des Kfz-Verkehrs anfahren kann, wurde ein aufgeweiteter Radaufstellstreifen über die gesamte Breite der Fahrbahn markiert.

Pläne für 2015
Im Planungsausschuss des Gemeinderates hat die Stadtverwaltung kürzlich außerdem die Vorhaben für das kommende Jahr 2105 vorgestellt. Im Hinblick auf das Radverkehrskonzept für Leonberg sind drei Vorhaben für 2015 geplant und nun durch Abstimmung beschlossen: In der Renninger und in der Rutesheimer Straße sind Radschutzstreifen geplant, außerdem soll die Bismarkstraße in eine Fahrradstraße umgewandelt werden.

Neues Konzept Radstraße
Die geplante Fahrradstraße ist ein neues Konzept, das bisher in Pilotprojekten getestet wurde, und mit der beispielsweise die Stadt Freiburg sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Andrea Wexel, die sich in der Stadtverwaltung um den Radverkehr kümmert, betonte, dass sich dabei aber eigentlich nichts grundlegendes ändere: "Ein Zusatzschild erlaubt weiter Kfz-Verkehr, und geparkt werden darf auch weiter normal. Tempo 30 ist dort schon jetzt vorgeschrieben." Die einzige Neuerung: Der Radverkehr dürfe nicht behindert werden. Beim Überholen gelte ein Abstand von 1,50 Metern. Zusätzlich sind große, blaue Markierungen auf der Fahrbahn geplant.

Weitere Informationen zum Radverkehrskonzept: leonberg.de

Quelle: AGFK - Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. am 24.10.2014

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Bayern

Landkreis Fürth: Asphaltierter und ausgebauter Biberttalradweg zwischen Zirndorf und Großhabersdorf im Beisein des Landes-Innenministers freigegeben

Es ist vollbracht - Fahrradfahrer aber auch Skateboarder und Menschen mit Gehilfen können sich freuen: Der Biberttalradweg ist von Zirndorf bis nach Großhabersdorf nun durchgängig asphaltiert und auf eine Breite von mindestens 2,5 Meter ausgebaut.

Im Beisein von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann wurde der Rad- und Wanderweg offiziell freigegeben. Zugleich ging der Biberttalradweg bei der Feierstunde in Weinzierlein offiziell in das Eigentum des Freistaates Bayern über, der damit künftig für den Unterhalt zuständig ist.

"Ein Wunsch, der seit vielen Jahren besteht, ist mit der heutigen Freigabe in Erfüllung gegangen", sagte Landrat Matthias Dießl. "Der Weg ist ganzjährig befahrbar, weil er auch im Winter geräumt werden kann. Auch Inlineskater und Rollstuhlfahrer können den neuen Weg nun problemlos benutzen." Der Landrat konnte zur Einweihung auch die Bürgermeister aus den an den Radweg angrenzenden Gemeinden begrüßen sowie einige Bürgerinnen und Bürger.

Gemeinsam radelten sie - mit dem Innenminister an der Spitze - von Weinzierlein bis zum Bauhof nach Ammerndorf.

Das Großprojekt wurde auf Initiative von Landrat Matthias Dießl gemeinsam mit der Stadt Zirndorf, dem Markt Ammerndorf und der Gemeinde Großhabersdorf vorangebracht. Dazu unterzeichneten die beteiligten Kommunen, der Landkreis Fürth und der Freistaat Bayern eine sogenannte Sonderbaulast-Vereinbarung.

Asphaltierung und Ausbau kosteten rund 1,1 Millionen Euro.

Eine wesentliche Herausforderung bei diesem Projekt war die Anzahl der Beteiligten: drei Kommunen, der Landkreis und der Freistaat. Ein vergleichbares Radwege-Projekt war zuvor noch nie in Bayern realisiert worden.

"Mit Unterstützung durch den Landtagsabgeordneten Hans Herold konnte schließlich beim Bayerischen Innenminister eine Realisierung im Rahmen einer kommunalen Sonderbaulast vereinbart werden", erläuterte der Landrat. Er dankte Innenminister Joachim Herrmann für dessen positive Entscheidung, das Projekt zu genehmigen.

"Wenn sich Kommunen dazu entscheiden, Radwege entlang von Staatsstraßen in eigener Zuständigkeit zu bauen, unterstützen wir sie tatkräftig mit Fördermitteln des Freistaates", so Innenminister Joachim Herrmann, der das Engagement des Landkreises Fürth und seiner Gemeinden in der Radverkehrspolitik vorbildlich nannte.

"Der Freistaat sagte eine außergewöhnlich hohe Förderung von fast 80 Prozent der förderfähigen Kosten zu", ergänzte Matthias Dießl. Außerdem betonte der Landrat, dass die Realisierung der gesamten Maßnahme nur als Gemeinschaftsprojekt ermöglicht wurde und dankte ausdrücklich dem Markt Ammerndorf, der Gemeinde Großhabersdorf und der Stadt Zirndorf. Die Stadt Zirndorf hat mir ihren Mitarbeitern die komplette Baubetreuung des Großprojektes durchgeführt.

Die reinen Radwegeabschnitte des Biberttalradwegs gehen nun in das Eigentum des Freistaates über. Die Abschnitte, die auch weiterhin als Wirtschaftswege genutzt werden müssen, verbleiben in der Baulast der jeweiligen Gemeinden.

Der Landrat betonte zugleich, dass es beim Ausbau des Radweges einen Wermutstropfen geben habe. Geplant war ursprünglich, den Biberttalradweg bis nach Dietenhofen zu asphaltieren. "Der Abschnitt auf Dietenhofener Gebiet konnte aber leider nicht befestigt werden, da die Bayerische Staatsforstverwaltung nicht dazu zu bewegen war, die notwendigen Flächen freizugeben."

Quelle: Landkreis Fürth am 14.10.2014

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Bayern

Staatsstraße 2243 im Dormitzer Forst: Geh- und Radweg zwischen Kalchreuth und Weiher freigegeben

Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann zur Eröffnung des Geh- und Radweges zwischen Kalchreuth und Weiher: "210.000 Euro vom Innen- und Verkehrsministerium für weiteren Lückenschluss im wachsenden Radwegenetz in Bayern"

Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann kam am 30. Oktober 2014 zur Eröffnung des rund 2,5 Kilometer langen Radweges zwischen Kalchreuth und Weiher entlang der Staatsstraße 2243 im Dormitzer Forst nach Kalchreuth. "Die Bayerischen Staatsforsten haben heuer den parallel zur Staatsstraße verlaufenden Forstweg ausgebaut und dabei in besonderem Maße auf eine radlerfreundliche Ausführung geachtet. So kann die Radweglücke zwischen Kalchreuth und Weiher nun größtenteils geschlossen werden. Das Innen- und Verkehrsministerium hat sich mit 210.000 Euro an den Ausbaukosten beteiligt. Dieses Geld ist gut angelegt, denn der attraktive Radweg bringt mehr Verkehrssicherheit, sowohl für die vielen Freizeit- und Alltagsradler als auch für die Autofahrer auf der Staatsstraße", erläuterte Herrmann. Das Staatliche Bauamt Nürnberg beabsichtige, den heute eröffneten Radweg in nördliche Richtung bis zum Haberndorfer Weg in Weiher zu verlängern und so den Lückenschluss zwischen Kalchreuth und Weiher zu vollenden. Das Baurecht hierfür werde derzeit im Zuge des laufenden Planfeststellungsverfahrens für die Ortsumgehung Dormitz geschaffen.

Herrmann betonte außerdem, dass es auch andernorts im Raum Kalchreuth, Uttenreuth und Eckental in Sachen Radwegebau weiter voran geht. So habe der Landkreis Erlangen-Höchstadt heuer den Radweg entlang der Kreisstraße ERH 33 vom Kreisverkehr nördlich Unterschöllenbach bis zur Minderleinsmühle realisiert. Der Freistaat Bayern beteiligte sich hier mit 100.000 Euro aus dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. In den nächsten Jahren wolle der Landkreis den Radweg bis zur Einmündung der Kreisstraße in die Staatstraße 2243 weiterbauen. Die Vorplanungen dafür seien im Gange. Ganz oben auf der Agenda des Staatlichen Bauamts Nürnberg stehe auch ein neuer Radweg in der Ortsdurchfahrt Weiher. Wenn hier alle nötigen Grundstücke von den Eigentümern zur Verfügung gestellt würden, könne der Radweg schon im nächsten Jahr bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt gebaut werden.

In den letzten Jahren hat der Freistaat Bayern bereits kräftig in den Bau von Radwegen investiert. Mittlerweile sind stattliche 8.000 Kilometer Radwege beziehungsweise für Radler nutzbare Wege entlang von Bundes- und Staatsstraßen vorhanden. Herrmann: "In den nächsten fünf Jahren werden wir in Bayern 200 Millionen Euro aus dem Bundes- und Landeshaushalt in die Radverkehrsinfrastruktur investieren. Dabei baut der Freistaat nicht nur Radwege, sondern wir unterstützen auch unsere Gemeinden beim Bau von Radwegen aus verschiedenen Förderprogrammen, wie zum Beispiel dem erweiterten Sonderbaulastprogramm. Aus diesem Programm konnten wir seit 2009 knapp 80 Millionen Fördermittel für den Bau von Radwegen mit dem Gesamtvolumen von mehr als 120 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Weitere Mittel stehen uns über den Härtefonds nach dem Finanzausgleichsgesetz sowie im Rahmen der Kommunalstraßenförderung (Bayerisches Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) zur Verfügung."

Um die Investitionen zielgerecht einsetzen zu können, will Herrmann das Programm zum nachträglichen Anbau von Radwegen an Staatsstraßen fortschreiben. In den Jahren von 2009 bis 2013 konnten über dieses Programm rund 100 Baumaßnahmen mit einer Gesamtlänge von 160 Kilometern realisiert werden. Weitere 15 Maßnahmen mit einer Gesamtlänge von rund 30 Kilometern kommen heuer noch dazu.

Quelle: STMI Bayern, PM M159/2014 am 30.10.2014

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Brandenburg

Lückenschluss beim Radfernweg Berlin-Kopenhagen/Havelradweg/D11/Seen- und Kulturradweg in Oranienburg

"Hier haben künftig die Radfahrer Vorrang" verkündete Oranienburgs Baustadtrat Frank Oltersdorf am 16. Oktober 2014, bei der Freigabe der rundum erneuerten südlichen Heidelberger Straße – mit besonderem Blick auf die Autofahrer, die sich wohl erst an die neue Dominanz der Zweiräder auf Oranienburgs erster wirklicher Fahrradstraße gewöhnen müssen.

Flyer: Heidelberger Straße - Oranienburgs erste Fahrradstraße

Dass diese sich auf der ehemaligen Ruckelpiste von nun an bis zur Wörthstraße frei entfalten, also z. B. zu zweit nebeneinander fahren können, ist zwar sicher gewöhnungsbedürftig, aber durchaus sinnvoll: Nicht nur, dass mit der TURM ErlebnisCity und der Kita Falkennest gleich zwei Einrichtungen mit besonders viel radelnden und jungen Besuchern an der Straße liegen – neben dem bekannten Radweg Berlin-Kopenhagen führen auch noch weitere drei bedeutsame Radfernrouten über diesen Abschnitt der Heidelberger Straße. Eine belastende und unansehnliche Lücke im überregionalen Radwegenetz ist damit nun endlich geschlossen.

Sichtlich erfreut zeigte sich Baustadtrat Frank Oltersdorf bei der Eröffnung auch über weitere Erfolge bei dieser Gemeinschaftsmaßnahme von Stadt, Stadtwerken und Entwässerungsbetrieb: Mit sechs Monaten Bauzeit blieb der Zeitplan für Kanal- und Straßenausbau ziemlich exakt im Plan. Vor allem aber der Kostenrahmen konnte mit rund 569.000 EUR Baukosten sowie etwa 90.000 EUR Baunebenkosten eingehalten werden. Nur ein Viertel dieser Summen schlägt dabei in Oranienburg zu Buche, gut 75 Prozent wurden indes aus Mitteln des Landes Brandenburg bestritten, kofinanziert aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Finanziert wurden damit nicht nur 320 Meter grundhafter Straßenausbau und 206 Meter Fahrbahnsanierung. Sowohl die Verbesserung der Straßenentwässerung mit Kanalsanierung und -neubau als auch die Verlegung neuer Medien wie Entsorgungs- und Trinkwasserleitungen inklusive neuer Hausanschlüsse waren Teil der Maßnahme. Die Umrüstung der Straßenlaternen auf LED-Beleuchtung ermöglicht zudem eine Reduzierung von Energieverbrauch und CO2-Ausstoß um satte 70 Prozent.

Wer seinen Blick über die neugestaltete Heidelberger Straße schweifen lässt, dem fällt nicht nur die neue, glatte – und besonders geräuscharme – Asphaltdecke ins Auge. Großzügiger als früher sind bei einer variierenden Fahrbahnbreite von vier bis fünf Metern (an Ausweichstellen bis zu sechs Metern) vor allem die Gehwege, die mit bis zu zwei Metern Ausbaubreite selbst bei geschäftigem Fußgängerverkehr noch Flanierflair garantieren ermöglichen – die Fahrradfahrer dürfen ja nun die Straße benutzen. Gepflasterte Kurzzeitparkflächen wurden bedarfsorientiert angelegt, also vorwiegend im Bereich der Kita Falkennest. Profitieren kann vom Ausbau vor allem auch die Natur, denn die versiegelte Verkehrsfläche wurde zu Gunsten der Grünbereiche merklich reduziert.

Quelle: Stadt Oranienburg am 16.10.2014

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Hamburg

Hamburg investiert in die Infrastruktur: Startschuss für Alster Fahrradachsen

Von 27. Oktober 2014 bis voraussichtlich Mitte Dezember 2014 baut das Bezirksamt Eimsbüttel mit Unterstützung des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) den Harvestehuder Weg zwischen Alte Rabenstraße und Anglo German Club (Harvestehuder Weg 44) zu einer Fahrradstraße um.

Startschuss für Alster Fahrradachsen

Die Fahrbahn erhält durchgängig eine Breite von 6,0 m bis 6,5 m. Zusätzlich erhält die Fahrbahn Hilfen für die Fußgänger zur sicheren Überquerung der Straße. Der Fahrbahnbelag wird erneuert und die Entwässerungseinrichtungen an den geänderten Querschnitt angepasst und saniert. Zusätzlich wird an allen Einmündungen zum Harvestehuder Weg ein solcher Belag verlegt, an dem Autofahrer sofort den Anfang der Fahrradstraße erkennen können. Nach Abschluss der Bauarbeiten ist die Fahrradstraße für Kfz befahrbar. Es gilt dann die Einhaltung der Geschwindigkeit von max. 30 km/h. Fahrräder haben Vorfahrt vor dem Kfz-Verkehr.

Ab dem 9. Dezember 2014 werden die Restarbeiten ausgeführt und der Umbau der Nebenflächen und des alsterseitigen Weges erfolgt. Zu diesem Zeitpunkt kann die Fahrradstraße bereits benutzt werden. Fußgänger und Radfahrer können während der Bauzeit gesichert entlang des jeweiligen Baufeldes gelangen. Die Anliegergrundstücke sind zu jeder Zeit fußläufig erreichbar.

Weitere Informationen: www.hamburg.de/alster-fahrradachsen

Quelle: Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation am 22.10.2014

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Hessen

Raunheim, Kelsterbach, Rüsselsheim: Geh- und Radwegbrücke über den Ölhafen erhält "Belobigung" im Rahmen des "Deutschen Städtebaupreises 2014"

Das Projekt hat zwei Schwerpunkte: Die Brücke selbst sowie die Einordnung in den regionalen Zusammenhang und die interkommunale Kooperation. Es hat rund 20 Jahre gedauert, die Sicherheitsbedenken bezüglich des Ölhafens in ständigem Bemühen der Städte Raun­heim, Kelsterbach und Rüsselsheim zu überwinden. Die Ölhafenbrücke ist die einzige ihrer Art in Deutsch­land. Es ist äußerst eindrucksvoll, wie die hohen Sicher­heitsauflagen zu einer ganz besonderen skulpturalen Form der Brücke geführt haben. Zu ihrer Gestaltung werden Formen und Farben des Tanklagers zitiert. Es ist ein Ort zwischen Natur, Wasser, Industrie und Verkehrs­trassen entstanden, der einen ganz eigenen Erlebnis­wert hat.

Die Brücke steht in einem größeren Zusammenhang mit weiteren Projekten am alten Opelhafen in Rüsselsheim und am Kelsterbacher Anleger. Der Geh­ und Radweg ist Teil der Regionalpark­Route und der Route der Industrie­kultur, mit hoher Bedeutung im Alltagsverkehr, Freizeit­verkehr und im Radtourismus. Am Mönchshof, in un­mittelbarer Nähe der Brücke, wird ein gastronomischer Betrieb entstehen; weitere private Investitionen sollen folgen.

Beeindruckend ist die Intensität der Kooperation der drei Städte mit interkommunalem Handlungskonzept und gemeinsamen Stadtverordneten­Sitzungen. Der Eigen­anteil an den Kosten der Brücke wurde gemeinsam finanziert. Die Regionalpark-Route mit der Ölhafenbrücke ist das »einigende Band«. Die Brücke macht die kommu­nalen und regionalen Bemühungen und Erfolge für die Bürger sichtbar.

Quelle: Deutscher Städtebaupreis 2014 / Stadt Raunheim

Zur Originalpressemitteilung (www.staedtebaupreis.de)
Zur Originalpressemitteilung (www.raunheim.de)

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Mecklenburg-Vorpommern

B 194: Bau einer Radverkehrsanlage von Negast bis zum Abzweig Seemühl (Landkreis Vorpommern-Rügen)

Die Bundesstraße 194 ist eine regionale Verbindung des Mittelzentrums Grimmen mit dem Oberzentrum Stralsund. Durch den geplanten Lückenschluss zwischen dem bestehenden Radweg in der Ortsdurchfahrt Negast und dem Abzweig Seemühl mit Verbindung zum Radfernweg Hamburg – Rügen wird die Verkehrssicherheit verbessert.

Die Radverkehrsanlage verläuft neben der vorhandenen Straße und ist durch einen 1,75 m breiten Seitentrennstreifen von ihr getrennt. Der Radweg ist vorwiegend 2,50 Meter breit und 408 Meter lang. Er beginnt in der Ortsdurchfahrt Negast und führt östlich der B 194 über den Mühlgraben bis zum Abzweig Seemühl.

Voraussichtlich Ende November 2014 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Kosten für den Bau belaufen sich auf rund 149.000 Euro. Sie werden vom Bund übernommen.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, Nr. 216/14 am 01.10.2014

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Mecklenburg-Vorpommern

B 105: Bau eines Radweges von Kummerow bis zum Knotenpunkt mit der L 21 bei Martensdorf (Landkreis Vorpommern-Rügen)

Die B 105 hat eine überregionale Funktion und verbindet in diesem Abschnitt Rostock und Stralsund miteinander. Der neue Radweg wird die Lücke zwischen dem entlang der Ortsdurchfahrt Kummerow bestehenden Radweg sowie dem ab dem Knoten der L 21 bis Stralsund führenden straßenbegleitenden Radweg entlang der B 105 schließen.

Auf einer Länge von 2,783 Kilometern wird bis zum Frühjahr 2015 der 2,50 Meter breite Radweg entstehen. Die Kosten in Höhe von rund 550.000 Euro trägt der Bund.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, Nr. 217/14 am 01.10.2014

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Mecklenburg-Vorpommern

L 21: Bau des zweiten Bauabschnittes eines Radweges von Wieck in Richtung Prerow (Landkreis Vorpommern-Rügen)

Die Landesstraße 21 bindet als einzige Zufahrt der Halbinsel Fischland – Darß – Zingst die Orte Wustrow, Ahrenshoop, Wieck, Prerow und Zingst an die Bundesstraße 105 an. Insbesondere in den Ferienmonaten besteht ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Durch den geplanten Radwegelückenschluss zwischen Wieck und Prerow erhöht sich die Verkehrssicherheit.

Der Bau des rund 350 Meter langen und 2,50 Meter breiten Radweges beginnt am Ortseingang von Wieck und endet an der Gemeindestraße "Am Eichberg". Die Trasse verläuft neben der Straße und ist durch einen 1,75 Meter breiten Seitentrennstreifen von ihr getrennt. Während der Bauarbeiten kommt es teilweise zu einer halbseitigen Sperrung der L 21. Der Verkehr wird in dieser Zeit durch eine Ampel geregelt.

Voraussichtlich Ende November 2014 sollen die Arbeiten beendet sein. Die Kosten in Höhe von 150.000 Euro trägt das Land Mecklenburg-Vorpommern.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, Nr. 218/14 am 02.10.2014

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Mecklenburg-Vorpommern

L 25: Radweg zwischen Userin und Useriner Mühle (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) freigegeben / Damit besteht eine 15 km lange Radwegeverbindung zwischen Mirow und Neustrelitz

Verkehrsminister Christian Pegel hat am 22.10.2014 den Radweg zwischen Userin und Useriner Mühle (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) entlang der Landesstraße 25 für den Verkehr frei. Der Abschnitt ist Teil des Radweges Mirow – Neustrelitz.

Die Landesstraße 25 dient als regionale Verkehrsverbindung zwischen der Bundesstraße 193 und der B 198.

Nachdem in den vergangenen Jahren bereits mehrere Radwegeabschnitte gebaut wurden, werden nun die letzten Abschnitte: Useriner Mühle – Userin; Roggentin – Förden; eine Straßenbrücke mit Radweg bei Förden und die Radwegbrücke bei Zwenzow für den Verkehr freigegeben.

Mit Fertigstellung dieser Abschnitte besteht nun auf 15 Kilometern Länge eine durchgängige und sichere Radwegeverbindung zwischen Mirow und Neustrelitz.

Die Kosten für den gesamten Radweg betrugen rund 3,65 Millionen Euro und wurden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, Nr. 234/14 am 22.10.2014

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Mecklenburg-Vorpommern

Radweg auf Usedom, von Mellenthin nach Stolpe, freigegeben

Auf der Insel Usedom ist ein weiterer Radwegeabschnitt freigegeben: Die 3,3 Kilometer lange Strecke in der Mellenthiner Heide von Mellenthin nach Stolpe ist fertiggestellt. "Mit der neuen Strecke wird die touristische Infrastruktur der Region weiter verbessert und aufgewertet. Die Route schafft eine Verbindung vom Mecklenburgischen Seen Radweg, dem Oder Neiße Radweg oder dem Radfernweg Berlin-Usedom zum straßenbegleitenden Radweg an der B 111. Es ist somit ein direkter Weg zur Ostseeküste entstanden", sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Dr. Stefan Rudolph am Donnerstag vor Ort.

Ostseeküste und Hinterland profitieren von neuer Strecke

Die Mellenthiner Heide ist als geschlossenes Waldgebiet mit einigen Mooranteilen Teil des Naturparks Insel Usedom. Das Gebiet wird von der Bundesstraße 110 durchzogen, grenzt westlich an den Usedomer Stadtforst und erstreckt sich im Süden fast bis zum Stettiner Haff. Der jetzt fertiggestellte Radweg führt vom Knotenpunkt B110/111 in südlicher Richtung bis zur Kreisstraße 44. "Ein Ausflug nach Mellenthin lohnt immer. Die sehenswerte alte Kirche, das historische Mellenthiner Wasserschloss oder die naturbelassene Umgebung laden zu einem Ausflug ein. Von der neuen Strecke profitieren Ostseeküste und Hinterland gleichermaßen", betonte Rudolph.

Wirtschaftsministerium unterstützt Vorhaben auf Usedom

Die Gesamtinvestition beträgt rund 882.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) in Höhe von rund 761.000 Euro.

Die Lyonel Feininger Radrund-Tour

Mellenthin ist Bestandteil des "Lyonel Feininger Radrundweges". Die Malorte des Künstlers und begeisterten Fahrradfahrers auf Usedom wurden katalogisiert und zu einer Radtour-Route zusammengestellt (heute 45 Malorte), die auch als App zur Verfügung steht. Der deutsch-amerikanische Maler (1871 bis 1956) hatte seine kreative Schaffenszeit auf der Insel Usedom zwischen 1908 und 1924. Die Lyonel-Feininger-Radtour, die 2009 eröffnet wurde, umfasst über 50 km. Sie führt über Mellenthin, Balm, Neppermin, Benz, Sallenthin, Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck, Swinemünde, Zirchow, Korswandt, Gothen und Neuhof. Der kleine Rundkurs (Malstandorte 1 – 26) ist 17 km lang, der große Rundkurs (Malstandorte 27 – 45) beträgt 53,5 km. Die Feininger-App ist kostenlos in den Online-Shops erhältlich und kann auf allen gängigen Betriebssystemen verwendet werden.

Fahrradtourismus in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge sportlich Aktiven zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus, Nr. 381/14 am 30.10.2014

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Niedersachsen

K 317: Radwegbau zwischen Wöllersheim und Evensen (Landkreis Hildesheim)

Im Zuge der Kreisstraße 317 zwischen Wöllersheim und Evensen (Landkreis Hildesheim) wird bis Ende 2014 ein straßenbegleitender Radweg neu angelegt.

Der neu herzustellende Radweg wird auf der landwirtschaftlichen Fläche in Beton ausgeführt. Im Übergangsbereich zu Wöllersheim wird er auf Hochbord geführt. Der Radweg wird abgesetzt von der Fahrbahn mit einer Breite von 2,00 m und einem beidseitigen Bankett von 50 cm neu angelegt. Die Radweglänge beträgt ca. 525 m.

Kostenträger der Maßnahme ist der Landkreis Hildesheim. Die Kosten für den Neubau des Radweges werden GVFG-gefördert und betragen rund 265.000 Euro.

Quelle: Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hannover am 07.10.2014

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Niedersachsen

B 188: Erneuerung zwischen Wolfsburg-Zentrum und -Vorsfelde mit Umbau des Knotens L 291 / Neuer Radweg vom Parkplatz Allerwiesen bis Knotenpunkt

Aufgrund der hohen Verkehrsbelastungen im Knotenpunkt B 188/ L 291 (Westumgehung Vorsfelde) in Wolfsburg und den damit einhergehenden Störungen im Verkehrsablauf wird der Knotenpunkt ertüchtigt und ausgebaut. Dabei entsteht auf die Oebisfelder Straße in Richtung Zentrum ein zusätzlicher Fahrstreifen. Die beiden Fahrstreifen in Richtung Osten werden verbreitert. Zusätzlich wird der Radweg aus Wolfsburg auf der Nordseite der B 188 vom Parkplatz Allerwiesen bis zum Knotenpunkt fortgeführt.

Quelle: Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am 24.10.2014

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Niedersachsen

L 254: Neubau eines Radweges zwischen Jarlitz und Rosche (Landkreis Uelzen)

Im Zuge der Landesstraße 254 zwischen Jarlitz und Rosche (Landkreis Uelzen) wird seit dem 27. Oktober 2014 ein Radweg gebaut.

Dort wird, in Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde Rosche, einer neuer Radweg zwischen Jarlitz und Rosche hergestellt. In diesem Zuge werden ebenso Teilabschnitte der Entwässerungsanlage in der Ortsdurchfahrt Rosche erneuert.

Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Mitte Dezember andauern. Verzögerungen durch Witterungseinflüsse sind möglich. Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 620.000 Euro.

Quelle: Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Lüneburg am 27.10.2014

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Nordrhein-Westfalen

Kreis Borken / Kreis Recklinghausen: Neubau eines asphaltierten Radweges von Dorsten nach Marbeck und Heiden

In Dorsten-Rhade hat am 13. Oktober 2014 der Neubau eines kombinierten Rad-Gehwegs entlang der Kreisstraße 7 (Höfer Weg) begonnen. Auf insgesamt 2,8 Kilometern Länge sollen in Zukunft Radfahrer parallel zur Straße auf einem eigenen, 2,50 Meter breiten, asphaltierten Weg von Dorsten nach Marbeck und Heiden im benachbarten Kreis Borken fahren können.

"Ich freue mich, dass wir heute mit dem symbolischen Spatenstich die Maßnahme einläuten können. Für die Radfahrer und Fußgänger wird der neue Weg ein Gewinn sein", sagte der stellvertretende Landrat, Harald Nübel, beim Startschuss für den ersten Bauabschnitt am Freitag, 10. Oktober. Er dankte allen, die auch mit persönlichem Engagement dazu beigetragen haben, dass der Rad-Gehweg nun gebaut werden kann: "Ihre Bereitschaft zur Abgabe von Grund und Boden führt nun zum Beginn der Bauarbeiten. Dafür gebührt Ihnen unser ganz herzlicher Dank."

Der Rad- und Gehweg wird in zwei Abschnitten gebaut. Der erste ist einen Kilometer lang. Er führt vom Hakenweg bis zum Wellbrockweg und wird voraussichtlich zehn Wochen in Anspruch nehmen. Begonnen wird mit Baumfällarbeiten ab dem Hakenweg in Richtung Norden. Insgesamt müssen rund 40 Bäume gefällt werden. Dafür wird es als Ersatz Neuanpflanzungen innerhalb der Baustelle geben. Der Bau erfolgt unter Berücksichtigung der Belange des Natur- und Landschaftsschutzes, die Flächen werden geringstmöglich verändert und bearbeitet.

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt des Rad-Gehweg betragen ca. 270.000 Euro, die Kosten für die Fahrbahnsanierung im ersten Bauabschnitt belaufen sich auf ca. 150.000 Euro.

Die 2,8 Kilometer lange Gesamtbaumaßnahme wird mit Bundes- und Landesmitteln in Höhe von 75 Prozent gefördert.

Die K 7 ist eine überörtliche Süd-Nord-Verbindungsstraße. Sie beginnt in Dorsten, Ortsteil Rhade an der K 13 (Erler Straße / Ehrenmal) und endet auf dem Kreisgebiet Borken als "Rhader Straße" an der Landesstraße 829 (Engelradingstr., Bahnhofstr.), südlich von Marbeck (Stadt Borken).

Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts soll die Ausschreibung und Vergabe des abschließenden zweiten Bauabschnitts erfolgen. Dieser wird mit einer Baulänge von ca. 1,8 Kilometern und auszuführenden Gewässer-Überführungsbauwerken deutlich umfangreicher ausfallen als der erste Bauabschnitt – und anschließend die Radwege-Lücke zum vorhandenen Rad-Gehweg auf dem Kreisgebiet Borken schließen.

Quelle: Kreis Borken / Kreis Recklinghausen am 13.10.2014

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Sachsen

S 258 nördlich Scheibenberg (Erzgebirgskreis) mit begleitendem Rad- und Gehweg fertiggestellt

Der im Juli 2013 begonnene Ausbau der Staatsstraße 258 ist abgeschlossen. Parallel dazu ist auch die sich im nördlichen Bereich anschließende Fahrbahnsanierung der S 258 durch den Erzgebirgskreis beendet. Mit dem Abschluss des letzten Bauabschnittes, dem Ausbau der S 258 nördlich Zwönitz im kommenden Jahr, wird die Staatsstraße 258 als wichtige regionale Trasse wieder voll leistungsfähig.

Der Ausbau war dringend erforderlich, da die vorhandene Trasse das hohe Verkehrsaufkommen auf Grund der zum Teil sehr engen Fahrbahnbreiten und unübersichtlichen Kurven nicht mehr bewältigen konnte.

Er erstreckt sich über drei Kilometer zwischen dem Knotenpunkt Gewerbegebiet Elterlein bis zum Bahnübergang der DB-Strecke Annaberg-Buchholz – Schwarzenberg. Dabei wurde die S 258 innerörtlich auf sieben Meter und außerorts auf acht Meter Breite ausgebaut.

Im Zuge des Ausbaus erfolgte auch der Neubau eines straßenbegleitenden Geh- und Radweges. Die Kosten belaufen sich auf rund 6 Millionen Euro. Die EU fördert dieses Projekt mit 75 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Die S 258 verbindet die Region Annaberg mit dem Raum Stollberg und ist schneller Autobahnzubringer zur A 72. Im Zuge der S 258 wurden bereits die Ortsumfahrungen Stollberg, Zwönitz, Elterlein und Scheibenberg realisiert.

Insgesamt setzt der Freistaat in der laufenden Förderperiode 150 EFRE-Straßenbauvorhaben um. Im Rahmen des EFRE Staatsstraßenbaus sind mit dieser Maßnahme 113 Projekte fertig gestellt. Die 31 restlichen befinden sich im Bau. Für sechs weitere Staatsstraßen-Projekte wird die Planung aus EFRE-Mitteln finanziert. Von insgesamt 619,9 Millionen Euro zur Verfügung stehenden Mitteln sind bereits ca. 522 Millionen Euro abgeflossen. Damit wurden in der zu Ende gehenden Förderperiode 2007-2013 bereits knapp 85 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel aus dem EFRE-Fonds für den Staatsstraßenbau eingesetzt.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 14.10.2014

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Thüringen

Lückenschluss für Radtourismus: Landeswirtschaftsministerium unterstützt Ausbau des Radweges "Südlicher Thüringer Wald" im Abschnitt von Mengersgereuth-Hämmern nach Effelder

Ein neues Stück des Radweges "Südlicher Thüringer Wald" wird ausgebaut. Den Bauabschnitt zwischen Mengersgereuth-Hämmern und Effelder unterstützt das Thüringer Wirtschaftsministerium mit rund 540.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Förderung des Ausbaus der wirtschaftsnahen Infrastruktur" (GRW II). Dies entspricht einem Fördersatz von 90 Prozent. Die Investitionskosten des Projektes belaufen sich auf rund 714.000 Euro. Neben Ausbau und Asphaltierung dieses 2,6 Kilometer langen Teilstückes wird mit dieser Summe die Beschilderung des gesamten Radweges "Südlicher Thüringer Wald" vorgenommen, der von Sonneberg bis zum Werratal-Radweg in Eisfeld reicht. "Thüringen ist ein Radtourismus-Land", sagte Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Staschewski. "Der Ausbau dieses Radweges ist ein wichtiger Lückenschluss für das Radwegenetz im Thüringer Wald."

Schon heute ist der Freistaat eines der beliebtesten Radreiseziele in Deutschland. Laut ADFC-Radreiseanalyse 2014 zählt Thüringen mit Platz 7 zu den TOP 10 der beliebtesten Raddestinationen in Deutschland (von insgesamt 149). Es liegt damit gleichauf mit Sachsen und nur knapp hinter Franken. Spitzenreiter sind Bayern und Brandenburg.

Der Radweg "Südlicher Thüringer Wald" wurde und wird gemeinsam durch die Landkreise Sonneberg und Hildburghausen in Zusammenarbeit mit den am Radweg liegenden Städten und Gemeinden entwickelt. Mit dem Lückenschluss zwischen Mengersgereuth-Hämmern und Effelder ist der Radweg mit einer Gesamtlänge von 36 Kilometern durchgängig befahrbar. Mit dem Bau wird die Lücke zwischen dem Radhauptweg von Kronach über die bayrisch-thüringische Landesgrenze nach Sonneberg und dem Werratalradweg in Eisfeld geschlossen. "Der Radtourismus ist ein wesentliches Segment im Bereich Natur- und Aktivtourismus und somit auch ein touristischer Wirtschaftsfaktor – besonders im Thüringer Wald", so Staschewski. Pro Jahr finden im Freistaat derzeit rund 3,7 Millionen Fahrrad-Tagesreisen statt, durch die ein Umsatz von 60 Millionen Euro erwirtschaftet wird. Bei einem Aufkommen von insgesamt 74 Millionen Tagesreisen in Thüringen liegt der Anteil der fahrradtouristischen Tagesreisen bei fünf Prozent.

Das Thüringer Wirtschaftsministerium setzt im Rahmen seiner Tourismuspolitik einen klaren Schwerpunkt im Bereich Radtourismus: So hat das Land im Rahmen der GRW-Förderung und des Landesprogramm Tourismus bis heute rund 213 Projekte zum Ausbau der touristischen Radwege mit insgesamt 47,4 Millionen Euro unterstützt. Damit wurde der Ausbau von 446 Kilometern rein touristischer Radwege in hoher Qualität ermöglicht. Weitere Investitionen sind geplant. Ziel ist der Ausbau des radtouristischen Landesnetzes bis 2020 auf einer Gesamtstrecke von rund 3.200 Kilometern – bestehend aus rund 1.500 Kilometern Radfernnetz und rund 1.700 Kilometern Radhauptnetz. Damit wird sich die Länge des ausgebauten touristischen Radnetzes verdoppeln. Zusätzlich zu diesem Netz sollen weitere Erlebnisrouten entwickelt werden, die überregional bedeutende Themen vorweisen.

Quelle: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie am 19.10.2014

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Stand der Information
31. Oktober 2014
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difu

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