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Radwegebau in den Bundesländern - November 2014

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg

Lückenschlussprogramm des Landes: Mittel für den Bau von Radwegen an Landesstraßen 2015/2016 um jeweils 2,5 Millionen Euro pro Jahr auf fünf Millionen Euro erhöht

Wer mit dem Rad in Baden-Württemberg unterwegs ist, muss aufgrund unvollständiger Radwege bislang noch häufig auf stark befahrene Straßen ausweichen. Mit dem Lückenschlussprogramm des Landes soll nun der baldige Bau entsprechender Wege für die Radfahrer ermöglicht werden.

Sowohl auf Alltagsstrecken als auch auf touristischen Radrouten gibt es im Land immer noch viele Lücken. Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur hat deshalb die Planungen für ein "RadNETZ Baden-Württemberg" auf den Weg gebracht. In Abstimmung mit den Stadt- und Landkreisen, den Kommunen und weiteren Akteuren vor Ort sollen kommunale Radwege sowie Radwege an Bundes- und Landesstraßen zu einem lückenlosen Netz von wichtigen Radrouten in Baden-Württemberg verknüpft werden.

"Die grün-rote Landesregierung investiert mehr in den Ausbau dieses Radnetzes", betont Minister Winfried Hermann anlässlich der aktuellen Beschlüsse des Finanzausschusses im Landtag. So wurden die Mittel für den Bau von Radwegen an Landesstraßen 2015/2016 um jeweils 2,5 Millionen Euro pro Jahr auf fünf Millionen Euro erhöht.

"Über diesen Grundstock von fünf Millionen Euro hinaus wurde nun zusätzlich ein Lückenschlussprogramm für weitere Radwegprojekte an Landesstraßen beschlossen", führt Staatssekretärin Gisela Splett aus. Dieses wird mit jeweils 7,5 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich für die Jahre 2015 und 2016 aufgelegt. "Mit diesen Mitteln ist es möglich, in den kommenden beiden Jahren wichtige Radweglückenschlüsse entlang von Landesstraßen zu realisieren", so Staatssekretärin Gisela Splett.

Durch die Straßenbauverwaltung wurden 26 Vorhaben ermittelt, die Radweg-Lückenschlüsse darstellen und zudem soweit vorbereitet sind, dass ein Baubeginn in den nächsten beiden Jahren möglich ist. "Mit den vorgezogenen 26 Neubeginnen hat das Land ein deutliches Zeichen gesetzt, dass es den Radwegebau an Landesstraßen weiter forcieren wird", so Hermann abschließend.

Weitere Informationen:
Bei dem Ziel, ein solches zusammenhängendes "RadNetz" Baden-Württemberg zu schaffen, obliegt der Straßenbauverwaltung die Aufgabe, die im Land konzipierten Radwege an Landesstraßen zu planen, zu bauen und zu finanzieren. Darüber hinaus prüft die Straßenbauverwaltung bei jeder Aus- und Neubaumaßnahme im Zuge von Landesstraßen, ob auch der Bau eines Radweges angesichts der spezifischen örtlichen Verhältnisse erforderlich ist. Priorität hat bei dieser Prüfung der Aspekt der Verkehrssicherheit der Radfahrer.

Downloads:

Quelle: MVI - Ministerium für Verkehr und Infrastruktur am 24.11.2014

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Hamburg

Umsetzung der Radverkehrsstrategie kommt gut voran

Senator Frank Horch: "Das gilt auch für den Ausbau und die Instandsetzung vorhandener Radwege ebenso wie für die Neueinrichtung von Radfahrstreifen oder den Ausbau des Veloroutennetzes. Auch bedeutende Einzelprojekte wie die Klütjenfelder Radwegbrücke, oder der Radweg entlang des Großmarktes konnten dem Radverkehr übergeben werden. Ganz besonders profitiert der Radverkehr von den Busbeschleunigungsmaßnahmen, die Radverkehrsanlagen werden bei jeder Maßnahme mitgeplant und zeitgemäß hergerichtet. Mit dem Beginn der Bauarbeiten zur Einrichtung einer Fahrradstraße am Harvestehuder Weg haben wir den ersten Schritt hin zu Fahrradachsen entlang der Alster gemacht. Das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel setzt sich in Hamburg immer mehr durch. Der Senat begrüßt diese Entwicklung und wird diese auch weiterhin konsequent fördern und unterstützen."

Die Umsetzung der Radverkehrsstrategie ist in den letzten drei Jahren gut vorangekommen.

38 Kilometer vorhandene Radwege wurden ausgebaut und instandgesetzt, 23 km Velorouten hergerichtet, bedeutende Einzelprojekte wurden fertiggestellt, z.B. LOOP Wilhelmsburg, der Radweg entlang Oberhafen/Großmarkt einschließlich Unterführung Billhorner Brückenstraße.

Von Radfahrern lang ersehnte Maßnahmen, z. B. Radfahrstreifen Bei den St. Pauli Landungsbrücken, am Rödingsmarkt und im Lessingtunnel in Altona konnten realisiert werden.

Die Qualität und Verkehrssicherheit von Radwegen offenbart sich insbesondere an Kreuzungen. Deshalb wurden zeitgemäße Radverkehrsanlagen nicht nur entlang vieler Strecken gebaut, sondern auch an bedeutenden Kreuzungen wie z.B. am Siemersplatz oder Grindelallee/Hallerstraße/Schlump.

Weitere effektive Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs sind umgesetzt. Hierzu zählt die Freigabe von Einbahnstraßen für den Rad­verkehr in Gegenrichtung (mittlerweile sind ca. 700 von ca. 900 Einbahnstraßen in Tempo-30-Zonen für den Radverkehr in beiden Richtungen passierbar) und die Einrichtung von Fahrradstraßen. Hierbei ist die 950 m lange Fahrradstraße Uferstraße – Von-Essen-Straße – Lortzingstraße hervorzuheben, die als Vorbild für die geplanten Fahrradstraßen an der Außenalster dient.

Der Anteil beschilderter Fahrradrouten hat deutlich zugenommen. So hat die Hamburg Port Authority ein eigenes Alltagsradverkehrsnetz für den Hafen sowie eine touristische Hafen­erlebnis­route definiert und mit ca. 180 Wegweisern vollständig ausgeschildert.

Quelle: Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation am 11.11.2014

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Mecklenburg-Vorpommern

Touristischer Radweg an südlicher Boddenküste wird ausgebaut

In Fuhlendorf (Landkreis Vorpommern-Rügen) soll der Rad­wan­derweg auf der Etappe von Michaelsdorf nach Neuendorf-Heide ausgebaut werden. Die Strecke ist ein Teilstück des 297 Kilometer langen östlichen Backstein Rundweges, der von Rostock über Ribnitz-Damgarten, Stralsund, Greifswald und Bad Sülze zurück nach Rostock führt. "Mit dem Ausbau des Weges wird das touristische Radwegenetz an der südlichen Boddenküste verbessert. Für Fahrradurlauber und Ausflügler aus der Region entsteht eine abwechslungsreiche Route, die vom ehemaligen Seefahrerdorf Michaelsdorf durch Wald- und Wiesengebiete führt", sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am 10. Noember 2014.

Investitionen in Infrastruktur vor Ort
Auf einer Länge von knapp 1,8 Kilometern und auf einer Breite von 2,25 Metern soll der Radweg asphaltiert werden. Die Gesamtkosten der Ausbaumaßnahme belaufen sich auf rund 500.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschafts­struktur" (GRW) in Höhe von knapp 300.000 Euro. Ziel ist es, die Leistungs­fähigkeit der regionalen Wirtschaft zu unterstützen, um beispielsweise zusätzliche Impulse im touristischen Dienst­leistungs­sektor auszulösen. Die Maßnahme trägt auch dazu bei, die Attraktivität der Region außerhalb der Hauptsaison weiter zu stärken", so Glawe weiter.

Fahrradtourismus in Mecklenburg-Vorpommern
"Fahrradtourismus nimmt eine große Rolle in der Erlebniswelt des Urlaubslandes Mecklenburg-Vorpommern ein. Wir werden weiter in den Ausbau der touristischen Infrastruktur nachhaltig investieren, um unseren Gästen bestmögliche Ferien zu bieten", betonte Glawe. Nach Angaben des Tourismusver­bandes Mecklenburg-Vorpommern ist das Fahrradfahren für 23 Prozent der Gäste die wichtigste Aktivität während ihres Urlaubes im Land. Das entspricht einer Anzahl von rund 1,06 Millionen Urlaubsgästen im Jahr 2013.
In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus, Nr. 391/14 am 10.11.2014

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Mecklenburg-Vorpommern

B 192: Neuer Radweg zwischen Schmachthagen und Neu Schloen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte)

Die B 192 verbindet die Oberzentren Schwerin und Neubrandenburg miteinander und ist aufgrund ihrer überregionalen Verflechtungsfunktion stark vom Verkehr frequentiert. Mit dem Bau des Radweges zwischen Schmachthagen und Neu Schloen wurde die Verkehrssicherheit entlang der B 192 für alle Verkehrsteilnehmer deutlich verbessert.

Die Gesamtlänge des Radweges beträgt 2.555 Meter. Davon ist der straßenbegleitende Radweg ca. 1.280 Meter lang. Auf einer Länge von 755 Metern wurde der Radweg auf zum Teil vorhandenen ländlichen Wegen ausgebaut. Auf den verbleibenden Längen werden Radfahrer über vorhandene Gemeindestraßen (Länge ca. 520 Meter) geführt.

Der Radweg wurde in rund einjähriger Bauzeit in Asphaltbauweise mit einer Breite von 2,50 Metern errichtet. Infrastrukturministers Christian Pegel eröffnete den neuen Radweg am 27.11.2014. Die Baukosten in Höhe von rund 500.000 Euro trägt der Bund.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, Nr. 263/14 am 26.11.2014

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Nordrhein-Westfalen

Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg Ruhr: Der 101 Kilometer lange RS1 ist technisch machbar

Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie zum RS1

In einer Pressekonferenz stellten Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin im Regionalverband Ruhr (RVR), Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Martin Tönnes, Leiter des Bereichs III Planung des RVR, und Jens Hapke, der Presseprecher des RVR, die Machbarkeitsstudie vor.

Die Kernbotschaften:

  • Der RS1 ist technisch machbar.
  • Seine Strecke wird 101 km lang sein.
  • Es besteht ein hohes Nachfragepotenzial. In seinem Einzugsbereich von 2 km leben 1,8 Millionen Menschen.
  • Die Baukosten des RS1 werden auf 184 Millionen Euro geschätzt. Der Großteil der Kosten wird für Brückenbauwerke anfallen.
  • Die Nutzen-Kosten-Analyse ermittelt einen Faktor von 4,8.
  • Der Bund ist daran interessiert, innovative Projekte zu fördern und wird im Rahmen seiner Möglichkeiten den Bau des RS1 unterstützen.
  • Das Land Nordrhein-Westfalen und die Kommunen sind aufgefordert, die Teile des RS1 zu finanzieren, für die sich der Bund nicht zuständig erklären kann.
  • Alle Partner werden sich zur Klärung der Finanzierung baldmöglichst zusammensetzen.

Quelle: Jens Stachowitz (Kommunalberatung) / Fahrradportal (nrvp.de) am 06.11.2014

Zur Fahrradportalmeldung mit weiteren ausführlichen Informationen.

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Nordrhein-Westfalen

Radschnellweg Ruhr (RS1): Bahntrasse in Mülheimer Innenstadt wird zur Hochpromenade

Nachdem die ambitionierte Planung der Stadthäuser entlang der Bogenbrücke in Mülheim nicht realisiert werden konnte, sieht das gegenwärtige Konzept eine Nutzung der Bahntrasse im Bereich zwischen dem Mülheimer Hauptbahnhof und der Hochschule Ruhr-West als sogenannte Hochpromenade vor. Dies ist das Ergebnis eines von der BEG initierten Abstimmungstermins, an dem auch das Wirtschafts- und das Stadtentwicklungsministerium des Landes sowie die Bezirksregierung Düsseldorf und der RVR beteiligt waren. Vorausgegangen war die Beauftragung eines Essener Landschaftsarchitekturbüros durch die BEG mit der Erstellung einer Rad- und Fußwegeplanung, die dann schließlich auch Grundlage für den Antrag der Stadt auf Städtebau-Fördermittel wurde. Neben dem geplanten Radschnellweg soll auf den sogenannten "Bahnbögen", dem Innenstadt-Teilstück des Rad- und Fußweges, ein "entschleunigter" Bereich mit Aufenthaltsqualität entstehen, der von Radfahrern und Fußgängern gleichberechtigt genutzt werden kann. Entsprechende Pflasterung, Bänke, Lichtstelen und Grün sollen den Rad- und Fußweg zwischen dem Aufgang an der Löhstraße und der Ruhrbrücke zur Flaniermeile machen – inklusive Stadtbalkon zum Markt. Die jetzige Planung fand bei der Stadt Mülheim a.d. Ruhr ebenso wie beim RVR Zustimmung.

Die Finanzierung der Innenstadtpromenade erfolgt aus Mitteln der Stadterneuerung bei Erbringung des Eigenanteils durch den RVR. Das Städtebauförderungsprogramm 2014 sieht für die Maßnahmen im Mülheimer Innenstadtbereich Mittel in Höhe von insgesamt 4.449.000 Euro vor.

Der geplante Radweg soll Bestandteil des Radschnellwegs Ruhr (R 1) werden, einem durchgehenden Radweg von Duisburg bis nach Hamm, der die Innenstädte von Duisburg, Mülheim, Essen, Bochum, Dortmund, Unna und Hamm, größtenteils auf stillgelegten Bahntrassen, verbinden soll.

Quelle: BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW mbH am 28.11.2014

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Nordrhein-Westfalen

Radweg auf der Rheinischen Bahn - RVR bringt Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard in Essen auf den Weg (Teil des Radschnellwegs RS1)

"Der Umweltausschuss des Regionalverbands Ruhr hat am 19.11.2014 den Bau einer Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard auf den Weg gebracht" erklärt Walburga Isenmann, umweltpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Regionalverband Ruhr (RVR). "Die rund 2 Millionen Euro für den Bau der Brücke für Fußgänger und Radfahrer sollen zu 80 Prozent vom Land und zu 20 Prozent vom RVR getragen werden. Unterhaltung und Pflege werden in der Verantwortung der Stadtverwaltung liegen", erläutert Walburga Isenmann, die zugleich umweltpolitische Sprecherin der Essener Ratsfraktion ist.

Für den Bau des Berthold-Beitz-Boulevard wurde der Bahndamm südlich der Pferdebachstraße durchbrochen. Mit dem Bau der Brücke wird ein hier entstandener Gefahrenpunkt entschärft. Die Rheinische Bahn wurde bereits im Jahr 2010 zu einem Fuß- und Radweg auf Essener Stadtgebiet umgebaut. Über diese Strecke soll in einigen Jahren auch der derzeit diskutierte Radschnellweg RS 1 führen.

Der Regionalverband Ruhr realisiert für die Metropole Ruhr ein regionales Radwegenetz, das die Chancen brachgefallener, montanindustriell vorgenutzter Bahntrassen nutzt. Der Rad- und Fußweg "Rheinische Bahn" verbindet die Städte Essen, Mülheim an der Ruhr und Duisburg auf einer rund 21 km langen Strecke. Hiervon sind bereits 4,5 km vom Universitätsviertel Essen-Mitte bis zum Kaldenhoverbaum in Essen-Schönebeck für den Rad- und Fußwegverkehr freigegeben.

Quelle: CDU-Fraktion im RVR am 19.11.2014

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Nordrhein-Westfalen

Neues Fahrradbarometer am Rheinufer

Ein Fahrradbarometer am Rheinufer zeigt den Düsseldorfern ab sofort die Anzahl der Radler an, die dort täglich mit ihrem Drahtesel vorbeifahren. An einer Skala wird zudem die Gesamtsumme der Radler im laufenden Jahr abgebildet. Die Skala reicht bis zu 2 Millionen und gibt damit einen Ansporn, die Radfahrzahlen noch weiter zu erhöhen. Verkehrsdezernent Dr. Stephan Keller hat am 3. November 2014 am Mannesmannufer die Zählstele in Düsseldorf in Betrieb genommen.

"Um das Bewusstsein für das Radfahren als Beförderungsmittel im gesamtstädtischen Verkehrsmix zu fördern, zeigt das Fahrradbarometer auf einem Display die tägliche Anzahl der Radfahrerinnen und Radfahrer an, die von den Detektoren erfasst werden", erklärte Verkehrsdezernent Dr. Keller die neue Zählstele am Rheinufer. Die neue Stele hat eine Breite von 0,5 Meter und eine Höhe von 2,30 Metern. Neben den Anzeigen für die Zählergebnisse hat das Barometer eine weitere, wechselnde Anzeige für Datum, Uhrzeit und Temperatur. Die Kosten für das Fahrradbarometer belaufen sich auf 22.000 Euro.

Dauerzählstellen ohne Skala und Anzeige sind bereits im Stadtgebiet vorhanden. Wie bei anderen Verkehrsarten werden in der Landeshauptstadt auch beim Fahrradverkehr für die Verkehrsplanung und -steuerung Daten erhoben. Der Fahrradverkehr wird im Rahmen der üblichen Verkehrszählungen an Straßen mitgezählt. Außerdem erfolgt seine Erfassung im Rahmen der Verkehrserhebung Mobilität in Städten (System repräsentativer Verkehrsverhaltensbefragung - SrV). Diese Zählmethoden wurden in Düsseldorf um Dauerzählstellen ergänzt. Mit Dauerzählstellen wird die Entwicklung des Radverkehrs über einen längeren Zeitraum gemessen. Dadurch werden Trends frühzeitiger erkannt, saisonale Schwankungen erfasst und Investitionen können überprüft werden. Eine Differenzierung zwischen Alltags- und Freizeitverkehr ist möglich.

Seit dem 1. Dezember 2013 gibt es bereits eine Dauerzählstelle am Mannesmannufer in Höhe der Thomasstraße für den Radverkehr. Die gezählten Durchgänge haben die Erwartungen der Stadtverwaltung übertroffen. In der ersten Hälfte des Jahres 2014 wurden bereits mehr als 490.000 Radfahrer und Radfahrerinnen gezählt. Das entspricht einem täglichen Durchschnitt von über 2.700 Radlern. Insgesamt wurden an neun signifikanten Punkten im gesamten Stadtgebiet Dauerzählstellen eingerichtet. Die Zählstellen Oberkasseler Brücke und Königsallee/Steinstraße sind seit August 2012 in Betrieb, die restlichen Zählstellen liefern seit Dezember 2013 Daten.

Die Anlagen sind für den Nutzer in der Örtlichkeit nicht zu erkennen. Die Detektoren befinden sich unterhalb der Oberfläche der Fahrbahn. Die Zählergebnisse werden direkt an einen zentralen Rechner weitergegeben und können mit geringer Verzögerung an den städtischen Arbeitsplätzen eingesehen und ausgewertet werden. Zusätzlich ist die Anwendung mit einer Wetterdatenbank verknüpft. Die Zählwerte können dadurch in Relation zur Temperatur und Witterung gesetzt werden.

Um eine zuverlässige Aussage über die Entwicklung des Radverkehrs zu treffen, ist der Betrachtungszeitraum seit der Inbetriebnahme der Zählstellen noch zu kurz. Ein erster Vergleich von längeren Zeiträumen ist an der Zählstelle Königsallee/Steinstraße möglich, da diese schon seit August 2012 in Betrieb ist. In der ersten Jahreshälfte 2013 wurden dort 206.068 Durchgänge gezählt, in der ersten Hälfte des Jahres 2014 280.899. In der Summe ist das ein Anstieg um 74.831 Durchgänge oder rund 27 Prozent. Ob diese Steigerung auf das gesamte Stadtgebiet übertragen werden kann, lässt sich erst nach der genauen Analyse über einen längeren Zeitraum sagen.

Insgesamt sind nun an folgenden Standorten Zählstellen eingerichtet: Bilker Allee, Christophstraße, Fleher Brücke, Kirchfeldstraße/Düsselstraße, Koblenzer Straße, Königsallee/Steinstraße, Lohauser Deich, Mannesmannufer und Oberkasseler Brücke.

Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf am 03.11.2014

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Thüringen

Radtouristisches Landesnetz ist in gutem Zustand - 70 Prozent davon sind asphaltiert

Thüringen will Mängel am touristischen Radwegenetz beheben. Dazu haben Thüringens Wirtschafts- und Thüringens Verkehrsministerium am 26.11.2014 die neue Internetseite www.landesradwegewart-thueringen.de freigeschaltet. Sie gibt Radfahrern die Möglichkeit, Mängel am radtouristischen Landesnetz zu melden und Hinweise für Verbesserungen zu geben. "Dank seiner gut ausgebauten touristischen Radwege hat sich Thüringen in den vergangenen Jahren zu einem gefragten Radreiseland entwickelt", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Staschewski anlässlich der Fachtagung "Radtourismus - Radroutenplaner Thüringen", die Wirtschafts- und Verkehrsministerium gemeinsam veranstalteten. "Die adressgenaue Planung von Reiserouten mit dem Radroutenplaner erleichtert die Nutzung des Radwegenetzes im Freistaat und steigert damit die Attraktivität", so Verkehrsstaatssekretärin Inge Klaan.

Im Auftrag des Thüringer Wirtschaftsministeriums überprüft der Landesradwegewart Matthias Unbehaun kontinuierlich die rund 3.900 Kilometer des radtouristischen Landesnetzes auf Stärken und Schwächen. Derzeit haben rund 80 Prozent des Radwegenetzes eine feste Oberfläche, gut 70 Prozent sind asphaltiert und 25 Prozent verlaufen auf land- und forstwirtschaftlichen Wegen. "Die Radwege in Thüringen weisen unterschiedliche Qualitätsmerkmale auf", sagte Unbehaun, der auf der Tagung den Ausbaustand der Radwege bilanzierte. "Viele Radwege sind bereits bestens ausgeschildert, die meisten aufgrund ihrer durchgehenden Asphaltierung gut befahrbar."

Der Radwegewart hat in den vergangenen Jahren alle 13 Thüringer Radfernwege und 63 von 66 Radhauptwegen befahren.

Zu den am besten ausgebauten Radfernwegen zählen:

  • Der Ilmtal-Radweg (Länge: 121 Kilometer), der vom ADFC mit vier von fünf Sternen ausgezeichnet wurde.
  • Der Unstrut-Radweg (Länge: 145 Kilometer), der zu weiten Teilen ausgeschildert ist und bei der Wegweisung den bundesweiten Standard erfüllt.
  • Der Unstrut-Werra-Radweg (Länge: 114 Kilometer), der fast zur Hälfte auf einem ehemaligen Bahndamm verläuft und zu weiten Teilen asphaltiert ist.
  • Der Leine-Heide-Radweg (Länge in Thüringen: 32 Kilometer), der zu weiten Teilen asphaltiert ist.

Zu den am besten ausgebauten Radhauptwegen zählen:

  • der Finnebahn-Radweg,
  • der Thüringer Mühlenradweg,
  • der Schwarzatal-Radweg,
  • der Keltenradweg.

"Eine zuverlässige Wegweisung und eine vernünftige Befestigung der Radwege sind die wesentliche Voraussetzung, um mehr Radtouristen nach Thüringen zu locken", sagte Staschewski. "Hier wird die Tourismuspolitik auch in den kommenden Jahren einen deutlichen Schwerpunkt setzen."

Ein weiterer touristischer Internetservice ist der "Radroutenplaner Thüringen", der die Planung von Radtouren innerhalb und außerhalb Thüringens ermöglicht. Ein Netz mit über 13.000 Radwege-Kilometern und 80 Themenrouten ist hier hinterlegt. Zudem stellt der Routenplaner Informationen zum Beispiel zu touristischen Zielen, Tourentipps, Wetteraussichten und Übernachtungsmöglichkeiten bereit. Den Radroutenplaner Thüringen gibt es auch als App für das iPhone und für Smartphones mit dem Betriebssystem Android.

Hintergrund:

  • Pro Jahr finden im Freistaat derzeit rund 3,7 Millionen Fahrrad-Tagesreisen statt, durch die ein Umsatz von 60 Millionen Euro erwirtschaftet wird.
  • Bei einem Aufkommen von insgesamt 74 Millionen Tagesreisen in Thüringen liegt der Anteil der fahrradtouristischen Tagesreisen bei fünf Prozent.
  • Das Thüringer Wirtschaftsministerium setzt im Rahmen seiner Tourismuspolitik einen klaren Schwerpunkt im Bereich Radtourismus: So hat das Land im Rahmen der GRW-Förderung und des Landesprogramm Tourismus bis heute rund 213 Projekte zum Ausbau der touristischen Radwege mit insgesamt 47,4 Millionen Euro unterstützt.
  • Damit wurde der Ausbau von 446 Kilometern rein touristischer Radwege in hoher Qualität ermöglicht.
  • Ziel ist der Ausbau des radtouristischen Landesnetzes bis 2020 auf einer Gesamtstrecke von rund 3.200 Kilometern – bestehend aus rund 1.500 Kilometern Radfernnetz und rund 1.700 Kilometern Radhauptnetz. Damit wird sich die Länge des ausgebauten touristischen Radnetzes verdoppeln.
  • Zusätzlich zu diesem Netz sollen weitere Erlebnisrouten entwickelt werden, die überregional bedeutende Themen vorweisen.

Weitere Informationen:

Quelle: Thüringer Ministerium für Bau Landesentwicklung und Verkehr, PM 307/2014 am 26.11.2014

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30. November 2014
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