Sie sind hier

Radwegebau in den Bundesländern - Februar 2014

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Bayern

München: Leuchtturmprojekt Kapuzinerstraße

Seit Herbst 2013 können sich Münchner Fahrradfahrerinnen und -fahrer über die neuen, breiten und übersichtlichen Radverkehrsanlagen in der Kapuzinerstraße freuen. Kurz zusammengefasst wurden für die Kapuzinerstraße beidseitig Schutzstreifen bzw. Radfahrstreifen realisiert. Dies war nur möglich, indem dem motorisierte Individualverkehr (außer im Abschnitt zwischen Thalkirchner Straße und Maistraße) stadteinwärts eine Fahrspur genommen wurde. Im neuen Video der Radlhauptstadt München erklären der 3. Bürgermeister Hep Monatzeder sowie Verantwortliche des Kreisverwaltungsreferats, des Planungsreferats und des Baureferats der Landeshauptstadt München die Besondeheiten des Leuchtturmprojekts.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e. V. (AGFK Bayern) am 06.02.2014

Zur Originalpressemitteilung

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Bayern

Ausbau der Staatsstraße 2272 zwischen Wiebelsberg und Gerolzhofen mit zweieinhalb Meter breitem Radweg

Der Ausbau der rund 1,6 Kilometer langen Strecke soll im März 2014 beginnen und noch im gleichen Jahr abgeschlossen sein. Das hat Bayerns Innen- und Baustaatssekretär Gerhard Eck mitgeteilt.

Eck sagte, dass die derzeitigen Straßenverhältnisse mit nur 5,5 Metern befestigter Fahrbahnbreite und nur 70 Zentimetern Bankettbreite den Anforderungen des heutigen Verkehrs nicht mehr gerecht werden. Hinzu kämen zahlreiche kleinere aber auch einige enge Kurven. Eck: "Zwar liegt die Verkehrsbelastung auf der Straße zwischen Wiebelsberg und Gerolzhofen mit knapp 2.000 Fahrzeugen pro Tag unter dem Durchschnitt der bayerischen Staatsstraßen mit 3.851 Autos am Tag, dennoch muss die Staatsstraße dringend baulich verbessert werden. Der am jetzigen Verlauf der bestehenden Straße orientierte Ausbau soll nach der Winterpause im März 2014 beginnen und noch heuer abgeschlossen werden.

Die Fahrbahn werde durchgehend auf sechs Meter verbreitert. Eck: "Außerdem erneuern wir die bestehenden Durchlässe, ordnen die Feld- und Grundstückszufahrten neu und legen Entwässerungsgräben und Bankette an. Darüber hinaus erhalten die Radfahrer einen 2,5 Meter breiten Radweg neben der Fahrbahn."

Quelle: Innenministerium Bayern, PM S4/14 am 17.02.2014

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Bayern

B299/S2220 (zw. Freystadt und Deining): Brückenschlag über Straße und Kanal - Radweg wird in Richtung Rocksdorf weitergeführt und an Ludwig-Donau-Main-Radweg angeschlossen

Neben diesem zentralen Bauwerk, das die gefährliche Kreuzung mit der Staatsstraße 2220 von Freystadt nach Deining entschärfen soll, sind noch eine kleine Brücke über den Wiefelsbach vorgesehen und eine weitere über den Ludwigskanal, der an dieser Stelle noch unansehnlich verrohrt ist. Der bestehende Knotenpunkt wird höhenfrei ausgebildet und soll bis Ende 2014 fertiggestellt werden. Die Kreuzung der B299 mit der Staatsstraße ist höhengleich und war durch den angrenzenden Wald schlecht einsehbar. Ob letzteres nicht eher unfallverhütend ist, darüber streiten sich die Fachleute. Aber Tatsache ist: seit dem Jahre 2000 bis Ende 2013 ereigneten sich hier 39 Unfälle mit 47 Verletzten. Im Einzelnen ist vorgesehen, die Staatsstraße von Freystadt nach Deining mit einem Bauwerk über die Bundesstraße zu führen. Beide Straßen werden mit einem "Kringel", einer sogenannten Schleifenrampe, südwestlich sowie mit einer direkten Verbindungsrampe nordöstlich der jetzigen Kreuzung verknüpft. Gleichzeitig wird die Staatsstraße 2220 auf einer Länge von einem Kilometer von der B299 bis östlich von Dietlhof neu trassiert. Der Bau der Brücke über den Wiefelsbach wurde schon vergeben.

In der Baumaßnahme ist auch die Weiterführung des Radweges von der Kreuzung bei Greißelbach in Richtung Rocksdorf enthalten. Auch soll der Radweg entlang des Ludwig-Donau-Main Kanals mittels einer Rampe verbunden werden. Die Brücke über die Bundesstraße wird eine lichte Weite von 32 Metern haben. Sie wird über 15 Meter breit, weil auch der Radweg darüber führt, erklärt Jürgen Dollhopf, der Projektleiter. Auch der Radweg von Mühlhausen nach Neumarkt wird links vom Kanal unter der Staatsstraße durchgeführt.

Quelle: Staatliches Bauamt Regensburg am 25.02.2014

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Hessen

Regionalverband und Kommunen geben Machbarkeitsstudie für 30 Kilometer langen Radschnellweg von Frankfurt nach Darmstadt in Auftrag

Der Regionalverband FrankfurtRheinMain und sieben Kommunen geben jetzt eine Machbarkeitsstudie für einen rund 30 Kilometer langen Radschnellweg von Frankfurt nach Darmstadt in Auftrag. Der Fachbereich Bauingenieurwesen an der Hochschule Darmstadt begleitet das Projekt wissenschaftlich. "Fast jeden Morgen haben wir das gleiche Bild: Die Straßen sind verstopft, die Züge oftmals überfüllt. Da möchten wir gegensteuern, beispielsweise mit einem Radschnellweg, der insbesondere für Berufspendler eine echte Alternative darstellen kann", sagt die Erste Beigeordnete und für Verkehr zuständige Dezernentin beim Regionalverband, Birgit Simon. "Zudem ist dies auch noch ein hoher Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz." Aber auch für die Pedelecs, Fahrräder mit elektrischem Hilfsmotor, die immer mehr Liebhaber fänden, sei eine solche Trasse wie geschaffen.

Die Merkmale für einen Radschnellweg sind: eine mehr oder minder direkte Wegführung ohne Umwege möglichst separat vom Auto- oder Fußgängerverkehr, wenig "Hindernisse" mit nur geringen Wartezeiten wie beispielsweise Ampeln, eine hochwertige Beschaffenheit der Fahrbahnoberfläche, um hohe Fahrgeschwindigkeiten (mindestens 20 Kilometer pro Stunde) über weite Strecken zu ermöglichen, sowie drei bis vier Meter breite Fahrbahnen. Die Trasse sollte wie Autostraßen regelmäßig gewartet werden und es sollte einen Winterdienst geben. "Wenn wir dies alles realisieren können, dann, da bin ich mir sicher, wird der Weg auch gut angenommen", erklärt Simon.

In Vorarbeiten wurden zwei Haupttrassen gefunden – eine bahnnahe Trasse und eine durch Siedlungsschwerpunkte verlaufende Trasse mit Untervarianten -, die in der Studie jetzt näher untersucht werden sollen. Die Kosten für die Studie liegen bei voraussichtlich etwas über 40.000 Euro. Die Finanziers sind der Regionalverband und die Städte Frankfurt und Darmstadt, die insgesamt 60 Prozent der Summe übernehmen, sowie die Städte Neu-Isenburg, Dreieich und Langen und die Gemeinden Egelsbach und Erzhausen, die die restlichen 40 Prozent beisteuern. Im Herbst dieses Jahres soll die Machbarkeitsstudie vorliegen, in der auch eine Kostenschätzung und ein Zeitplan für eine abschnittsweise Realisierung enthalten sind. Dabei kann teilweise auf bestehende Wege zurückgegriffen werden, hier sind dann nur ergänzende Wegweisungen oder Markierungen erforderlich. In einigen Abschnitten wird aber voraussichtlich ein Ausbau bestehender Wege oder ein Neubau erforderlich sein. Sollte sich dieser erste Radschnellweg im Rhein-Main-Gebiet nach der Realisierung auch bewähren, wären weitere Radschnellwege in Richtung Hanau, Bad Homburg oder Wiesbaden denkbar.

Weitere Zitate:

Stefan Majer, Verkehrsdezernent der Stadt Frankfurt: "Radschnellwege sind ein grundlegender infrastruktureller Baustein, um die Attraktivität des Radverkehrs im Stadt-Umland-Verkehr deutlich zu steigern."

Frieder Gebhardt, Bürgermeister der Stadt Langen: "Das ist eine beispielhafte Initiative, die die zunehmende Bedeutung des Radverkehrs im Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main unterstreicht. Ein sensibler Punkt ist angesichts der monetären Lage nicht nur meiner Kommune allerdings die Finanzierung."

Stefan Schmitt, Erster Stadtrat der Stadt Neu-Isenburg: "Die Stadt Neu-Isenburg hat täglich über 17.000 Einpendler, für die wir gerne die Erreichbarkeit mit dem Fahrrad optimieren möchten. Auch möchten wir die Erreichbarkeit für Radfahrer aus Neu-Isenburg insbesondere nach Frankfurt verbessern. Insofern wäre ein Radschnellweg eine ideale Ergänzung für das ohnehin gute Angebot an Verkehrswegen für Neu-Isenburg. Wir sind bei der Planung in jedem Fall dabei."

Quelle: Regionalverband FrankfurtRheinMain am 28.02.2014

Zur Originalpressemitteilung

Weitere Informationen: www.region-frankfurt.de/Projekte/Mobilitätsprojekte/Radschnellweg-FFM-DA

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Hessen

Schüler-Radverkehrskonzept: Main-Taunus-Kreis legt Verkehrskonzept für weiterführende Schulen vor

Kinder und Jugendliche sollen die Schule besser mit dem Fahrrad erreichen können. Deshalb hat der Main-Taunus-Kreis jetzt ein Schüler-Radverkehrskonzept vorgelegt. "Wir wollen dazu beitragen, dass das Fahrrad bei älteren Schülern wieder das Hauptverkehrsmittel wird", so Landrat Michael Cyriax. "Das Konzept ist jedoch nicht in Stein gemeißelt." Vielmehr solle es eine Entscheidungsgrundlage für die Schulen, die Kommunen und den Kreis sein. Es handle sich um gute Anregungen, um das Fahrradfahren attraktiver zu machen.

Das Konzept ist vom Planungsbüro "VAR" aus Darmstadt erstellt worden. Beteiligt war eine Vielzahl von Institutionen: die 22 weiterführenden Schulen im Kreis, zehn Kommunen, das Staatliche Schulamt, die Jugendverkehrsschulen, der Regionalverband FrankfurtRheinMain und der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC).

Ein Vorschlag, der sich an die Schulen richtet und den diese ohne finanziellen Aufwand umsetzen können, sind die "Fahrrad-Paten". Das ist ein Begleitdienst von Schülern für Schüler, bei dem ältere Jugendliche die jüngeren auf dem Schulweg begleiten. Eine Idee, die der Kreis umsetzen kann, ist die Anschaffung neuer Fahrradständer. Ein Beispiel, das die Kommunen betrifft, ist die "temporäre Geschwindigkeitsbegrenzung". Das heißt, dass man als Autofahrer zu den Stoßzeiten vor Schulbeginn und nach Schulende in bestimmten Bereichen für eine begrenzte Zeit Schrittgeschwindigkeit oder "Tempo 30" fahren muss. Das Konzept knüpft an das Radwegbeschilderungskonzept an, das der Kreis vor drei Jahren vorgelegt hat. Damals war es darum gegangen, die Radwege im Kreis einheitlich und umfassend zu beschildern. Dieses Konzept ist vielen Kommunen umgesetzt worden – auch aus dem Schüler-Verkehrskonzept ist schon manches im Vorfeld verwirklicht worden.

Der Verkehrsausschuss des Kreistags wird in seiner Sitzung am 19. Februar über das Schüler-Radverkehrskonzept sprechen. Es ist öffentlich einsehbar unter www.mtk.org auf der Homepage des Kreises, und zwar unter Politik/ Bürgerinformationssystem/ Vorlagen/Vorlage 83.

Quelle: Main-Taunus-Kreis am 29.01.2014

Zur Originalpressemitteilung

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Mecklenburg-Vorpommern

Radfernweg von Hamburg nach Rügen: Radweg zum Rosenower Forst (Gemeinde Lützow, Landkreis Nordwestmecklenburg) wird ausgebaut

Auf dem 520 Kilometer langen Radfernweg von Hamburg nach Rügen wird der Abschnitt zwischen der Dorfmitte Rosenows und dem Rosenower Forst (Gemeinde Lützow, Landkreis Nordwestmecklenburg) ausgebaut. "Mit dem Ausbau verbessern wir das touristische Angebot in der Region und bieten eine weitere attraktive Ausflugsstrecke für Radwandertouristen, zum Beispiel zum Theodor-Körner-Denkmal im Rosenower Forst", betonte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe.

In Asphaltbauweise entsteht der Weg zukünftig auf einer Strecke von 745 Metern Länge und drei Metern Breite als kombinierter Rad- und Fahrweg, wobei Radfahrer Vorrang haben sollen. Der Radfernweg Hamburg - Rügen führt über Gadebusch, Lützow, Brüsewitz, Gottmannsförde, Herren Steinfeld und Warnitz bis nach Schwerin. "Mecklenburg-Vorpommern bietet unseren Gästen und Einwohnern viele Möglichkeiten, die Freizeit sportlich aktiv zu gestalten. Das Wirtschaftsministerium wird auch weiterhin Maßnahmen unterstützen, um wichtige Lücken im touristischen Radwegenetz des Landes zu schließen", sagte Glawe.

Die Gesamtinvestition in Höhe von rund 176.000 Euro wird vom Wirtschaftsministerium im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) und aus dem "Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums" (ELER) in Höhe von knapp 125.000 Euro unterstützt.

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus, Nr. 34/14 am 10.02.2014

Zur Originalpressemitteilung

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Niedersachsen

L 5: Radweg-Neubau zwischen Norden und Osterloog (Landkreis Aurich)

Am 12. Februar 2013 begannen die Bauarbeiten für den neuen Radweg an der Ostermarscher Straße (L 5) zwischen Norden und Osterloog (Landkreis Aurich).

Grund der Maßnahme ist die Sicherung des Radfahrverkehrs sowie eine weitere Vervollständigung des Radwegenetzes zur Erhöhung der touristischen Attraktivität der küstennahen Region. Die Baustrecke mit einer Länge von rund 2,6 Kilometern verläuft auf der Nordseite der Ostermarscher Straße. Der Kreisel auf der Ortsumgehung Norden sowie das "Waloseum" stellen Start- und Endpunkt der Streckenführung dar.

Einleitend wird die Baufirma das im Radwegverlauf befindliche Gehölz beseitigen. Weiterhin beinhaltet das Projekt umfangreiche Erdarbeiten und die Verlegung zahlreicher Entwässerungsleitungen. Abschließend wird der Radweg asphaltiert.

Die Arbeiten werden voraussichtlich drei Monate andauern. Träger der Baukosten von rund 450.000 Euro ist das Land Niedersachsen.

Quelle: Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Aurich am 04.02.2014

Zur Originalpressemitteilung

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Niedersachsen

B 51: Umbau mit Radverkehrsanlagen in Bad Iburg (Landkreis Osnabrück)

Im Zuge der Bundesstraße 51 wurde die Ortsdurchfahrt Bad Iburg verkehrsgerecht umgebaut. Die Umgestaltung soll insbesondere die Verkehrssicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer erhöhen sowie die Anlage von neuen, bislang nicht vorhandenen beidseitigen Radverkehrsanlagen ermöglichen.

Ziel war es, den Straßenraum so zu gestalten, dass die Anlage von beidseitigen Gehwegen und Radverkehrsanlagen mit sicheren Überquerungsmöglichkeiten der Fahrbahn realisiert werden kann. Durch die dabei geplante Fahrbahneinengung und die Anlage von neuen straßenbegleitenden Grünstreifen mit Bäumen soll eine Verbesserung des Ortsbildes und eine Reduzierung der Geschwindigkeit in der Ortsmitte erzielt werden.

Der 1. Bauabschnitt begann am nördlichen Ortseingang von Bad Iburg. Ziel der Planung war es, stadteinwärts durch eine Ummarkierung der Fahrbahn einen neuen Schutzstreifen für Radfahrer - auf der Fahrbahn der Bundesstraße 51 - gemäß den aktuellen Regelwerken zu schaffen. In Fahrtrichtung Osnabrück, d. h. im Bereich der Steigungsstrecke, wurde die Fahrbahn der Bundesstraße 51 eingeengt, so dass eine Verbreiterung des vorhandenen Gehweges zu einem Geh- und Radweg vorgenommen werden konnte.

Eine größere Veränderung des Straßenbildes erfolgte im ersten Bauabschnitt nicht. Die Fahrbahn der Bundesstraße 51 wurde zugunsten eines Geh- und Radweges eingeengt, so dass hier eine Verbesserung des Ortsbildes erreicht wurde. Der Streckenabschnitt in diesem Bereich weist nun den rechts abgebildeten Querschnitt auf.

Der 2. Bauabschnitt, der seit Mitte Juni 2012 baulich umgesetzt wurde, schließt an den 1. Bauabschnitt an, verläuft nördlich des Schlossparks und endet hinter dem Knotenpunkt mit der Landesstraße 96 nach Hagen.

Augenfälligstes Merkmal dieses Abschnitts ist der Umbau der bisher provisorisch lichtsignalisierten Einmündung der L 96 zu einem Kreisverkehr, dessen Kreisfahrbahn zur Erhöhung der Kapazität zweistreifig befahrbar ausgebildet wurde. Zwei der drei Kreiszufahrten wurden mit Zebrastreifen und Radfahrerfurten versehen. Ziel der Maßnahme war eine Verbesserung des Ortsbildes sowie eine Reduzierung der gefahrenen Geschwindigkeiten.

Ähnlich wie im ersten Bauabschnitt wurden auch im zweiten Bauabschnitt die Anlagen für den straßenbegleitenden Radverkehr verbessert. So wurde die Fahrbahn in Teilbereichen eingeengt bzw. nach Süden verschoben, um an der Nordseite der Bundesstraße Platz für einen getrennten Geh- und Radweg zu schaffen. Der Fußgänger- und Radverkehr auf der Südseite der B 51 wird hingegen zukünftig durch den Schlosspark geführt, in dem zeitgleich Wegeanlagen ausgebaut wurden.

Die Gehweganlagen wurden wie im ersten Bauabschnitt mit einem neuen Pflaster versehen und mit Leiteinrichtungen für Sehbehinderte ausgestattet. Die Einmündungen der Anliegerstraßen auf der Nordseite wurden aufgepflastert. Zudem wurde an mehreren Stellen Platz für Grünstreifen geschaffen. Die bauliche Umsetzung des 2. Bauabschnitts kostet insgesamt etwa 2,2 Millionen Euro.

Der 3. Bauabschnitt, mit dem im Jahr 2014 begonnen werden soll, grenzt an den Kreisverkehr an der L 96 an und reicht bis südlich des Hotels Felsenkeller. Durch die Verringerung der Fahrbahnbreite der Bundesstraße 51 an der Nordostseite zwischen den beiden Kreisverkehren wird die Möglichkeit geschaffen, einen ausreichend breiten Gehweg und einen ausreichend breiten Zweirichtungs-Radweg zwischen den beiden Kreisverkehren anzulegen.

Quelle: Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Osnabrück am 21.02.2014

Zur Originalpressemitteilung

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Niedersachsen

L 487: Radwegbau zwischen Einbeck und Volksen (Landkreis Northeim)

Zwischen Einbeck und Volksen (Landkreis Northeim) wird an der Südseite der L 487 ab 3. März 2014 ein Radweg auf rund 2,65 Kilometern Länge errichtet. Der Bau erfolgt in maximal 600 m langen Teilabschnitten.

Die Baukosten belaufen sich auf rund 800.000 Euro und werden vom Land Niedersachsen getragen.

Quelle: Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Gandersheim am 28.02.2014

Zur Originalpressemitteilung

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Nordrhein-Westfalen

Bestehende Radwege miteinander vernetzen, neue Radwege markieren, Service stärken: Auf dem Weg zum fahrradfreundlichen Rhein-Sieg-Kreis

Neben dem Autoverkehr und dem Öffentlichen Personennahverkehr beziehungsweise Schienenpersonennahverkehr soll der Fahrradverkehr in und zwischen den Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises eine zunehmend wichtige Rolle spielen.

"Das Potenzial hierzu haben wir. Der Gutachter hat den Kommunen im Rhein-Sieg-Kreis gute Grundlagen für eine Weiterentwicklung des Alltagsradverkehrs bescheinigt", fasst Planungsdezernent Michael Jaeger das wichtigste Ergebnis des vom Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen erarbeiteten Radverkehrskonzepts zusammen.

Dieses wurde den Mitgliedern des Planungs- und Verkehrsausschusses des Rhein-Sieg-Kreises in ihrer jüngsten Sitzung vorgestellt. Der Radtourismus hat in den letzten Jahren bereits einen starken Aufschwung genommen. Das Radverkehrskonzept hat darüber hinaus zum Ziel, den Fahrradverkehr im Rhein-Sieg-Kreis so weiterzuentwickeln, dass immer mehr Menschen das Fahrrad problemlos für ihren Weg zur Arbeit, zum Einkaufen, zur Ausbildungsstelle oder in der Freizeit nutzen.

"Dies ist ein wichtiger Beitrag zum nachhaltigen Verkehr, zum Klimaschutz und zur Entlastung des Straßennetzes geleistet werden", so Dr. Mehmet Sarikaya, Leiter des Kreisplanungsamtes.

Vier Bereiche identifiziert der Gutachter zur Förderung des Radverkehrs: die Infrastruktur (Radwegebau), den Service (Fahrradabstellanlagen und Verknüpfung mit dem öffentlichen Nahverkehr), die Information (Beschilderung) und Kommunikation (Öffentlichkeitsarbeit). Rund 270 Kilometer umfassen die Hauptachsen der Radverkehrsbeziehungen. Zur Optimierung der Infrastruktur sollen die Lücken zwischen den Radwegen geschlossen und abmarkierte Fahrradstreifen auf der Fahrbahn gekennzeichnet werden.

Laut Gutachten kosten diese Arbeiten rund 1,3 Million Euro. Die Finanzierung würde sich auf die 21 Baulastträger verteilen, also die 19 Kommunen, den Landesbetrieb Straßen.NRW und den Rhein-Sieg-Kreis. Die Kommunen würden von den Kosten ein Drittel, der Landesbetrieb Straßen.NRW zwei Drittel und der Rhein-Sieg-Kreis 1,3 Prozent tragen.

Die Optimierung des Bereichs Service für den Radverkehr, die idealtypische Verknüpfung des Radverkehrs mit dem öffentlichen Nahverkehr sowie der Bau von Fahrradabstellanlagen würde laut Gutachter bis zu 17,4 Millionen Euro kosten.

Aber für den Rhein-Sieg-Kreis sieht der Gutachter zunächst zwei Aufgaben: eine bessere Koordination der Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs und eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit. Falls sich die Kommunen und der Rhein-Sieg-Kreis verstärkt im Radverkehr engagieren, kann der Anteil im Gesamtverkehr kreisweit von heute rund sieben Prozent auf durchschnittlich bis zu 30 Prozent erhöht werden. Dies ist freilich auch von den topografischen Gegebenheiten abhängig: in Kommunen mit weitgehend ebenen Fahrradwegen kann eine Erhöhung des Radverkehrs leichter erreicht werden. Insgesamt kommt es auch darauf an, Kurzstrecken bis zu fünf Kilometer für Fahrradfahrende sicher und attraktiv auszubauen.

Alle neunzehn Städte und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises haben den vom Büro Kaulen entworfenen Bericht zum Radverkehrskonzept zur Stellungnahme erhalten. Auf Basis der eingehenden Stellungnahmen und weiteren Abstimmungen wird die Kreisverwaltung vor der Sommerpause dem zuständigen Planungs- und Verkehrsausschuss eine Beschlussempfehlung erarbeiten.

Quelle: Rhein-Sieg-Kreis am 06.02.2014

Zur Originalpressemitteilung

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Sachsen

S 194: Radweg-Projekt Freital - Tharandt gestartet

Im Beisein des Tharandter Bürgermeisters Silvio Ziesemer hat Staatssekretär Roland Werner am 20.02.2014 offiziell den lang ersehnten Startschuss für den Bau des Radweges zwischen Freital und Tharandt entlang der Staatsstraße 194 gegeben. Vor Beginn der eigentlichen Baumaßnahmen im Sommer dieses Jahres erfolgen zunächst die bauvorbereitenden Maßnahmen für den 1. Bauabschnitt.

"Wir wissen, wie dringend in der Region der Wunsch nach diesem Radweg ist. Deshalb freue ich mich, dass wir heute den ersten Bauabschnitt starten können", so Werner. "Planerisch und auch bautechnisch anspruchsvoller stellt sich allerdings der zweite Abschnitt dar. Wir sind bereits in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn, damit das Vorhaben zügig weitergeführt werden kann und der Radweg möglichst bald durchgehend nutzbar ist."

Der Bau des Radweges wird in zwei Abschnitten erfolgen:

Der erste 1,2 Kilometer lange Abschnitt führt von der Cossmannsdorfer Brücke in Freital bis zur Verkaufsstelle "Fisch-Voss". Dieser Abschnitt soll Ende 2014 in Betrieb genommen werden.

Der zweite etwa 900 Meter lange Bauabschnitt von "Fisch-Voss" bis zum Bahnhof Tharandt ist sowohl aus planerischer als auch aus baufachlicher Sicht eine Herausforderung. An der Engstelle vor und nach der Querung des Pastritzbaches müssen neun Fahrleitungsmasten der Bahn umgesetzt werden. Das Stellwerk in Nähe Bahnkörpers muss abgebrochen werden, an der Stützwand zur Straße sind Veränderungen nötig, Leitungen müssen verlegt werden. Dazu sind in Abstimmung mit der Deutschen Bahn detaillierte Ausführungsplanungen zur Prüfung vorzulegen, die auch Grundlage für konkrete Sperrpausen sind. In diesem Jahr erfolgen entsprechend vorbereitende intensive Konsultationen mit der Bahn. Zusätzlich muss zudem die Staatsstraße an dieser Stelle in Richtung Hang verlegt werden.

Die Kosten für das gesamte Vorhaben belaufen sich auf rund eine Million Euro.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 20.02.2014

Zur Originalpressemitteilung

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Meta Infos
Stand der Information
28. Februar 2014
Quelle

difu

Land
Bayern
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Sachsen
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte