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Juli 2021

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: LGVFG - Jetzt Mittel für Rad- und Fußverkehr beantragen!

Kommunen können Projekte bis 30. September anmelden und Förderquoten von bis zu 90 Prozent erreichen.

Bis zum 30. September können Kommunen in Baden-Württemberg Bauprojekte für ihre Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur zur Förderung anmelden. Einen entsprechenden jährlichen Förderaufruf nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) hat das Ministerium für Verkehr am 5. Juli veröffentlicht.

Mit dem Ausbau durchgängiger, sicherer und attraktiver Rad- und Fußverkehrsnetze investieren Kommunen in die Lebensqualität, den Klimaschutz und die kommunale Verkehrswende. 88 Prozent der Baden-Württemberger halten es für einen Bestandteil einer guten Verkehrspolitik, dass die Städte und Dörfer im Land fahrradfreundlicher werden. 81 Prozent halten es für ein Zeichen guter Verkehrspolitik, wenn alltägliche Wege zu Fuß bewältigt werden können.

Landesmittel und Bundesmittel kombinieren

Mit über 140 neuen Maßnahmen und einem Zuwendungsvolumen von knapp 72 Mio. Euro war die letzte Programmanmeldung so nachgefragt wie nie zuvor. Seit 2021 gibt es für Radverkehrsinfrastrukturmaßnahmen zusätzlich das Sonderprogramm Stadt und Land des Bundes. Durch eine kombinierte Unterstützung von Bund und Land können Kommunen Förderquoten von bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten erreichen. Diese Förderkonditionen haben die Nachfrage nach Förderung von Radverkehrsinfrastrukturmaßnahmen in diesem Jahr nochmals erhöht.

Wegen der großen Nachfrage sind die Bundesmittel des Sonderprogramms „Stadt und Land” für Baden-Württemberg derzeit ausgeschöpft; Baden-Württemberg bemüht sich aber in Gesprächen, den Bund zu einer Aufstockung bzw. Verstetigung der Mittel zu bewegen.

Vorhaben die derzeit keine Bundesförderung erhalten, werden auf eine Warteliste gesetzt. Wer sich jetzt um eine Förderung bewirbt, kann sich daher entweder auf die Landesförderung konzentrieren oder sich einen guten Wartelistenplatz für die Bundesförderung sichern.
Mehrere Projekte in einer Kommune möglich

Für die Programmanmeldung der Vorhaben ist der Antrag über das dafür vorgesehene Formblatt beim zuständigen Regierungspräsidium (Bewilligungsstelle) einzureichen. Dies gilt auch für Vorhaben, die bereits in vergangenen Jahren bei den Regierungspräsidien für das Programm angemeldet wurden und bislang nicht berücksichtigt werden konnten.

Das Regierungspräsidium ist auch Ihr Ansprechpartner für alle Fragen zu diesem Förderprogramm. Rechtsgrundlagen und Formblätter sind über www.aktivmobil-bw.de sowie über die Regierungspräsidien abrufbar. Aus gegebenem Anlass möchten wir darauf hinweisen, dass es keine Begrenzung bei der Zahl der Programmanmeldungen durch eine Kommune gibt.

Quelle: aktivmobil BW am 22.07.2021

Bayern: Die Stadt Augsburg schließt eine Vereinbarung mit dem Radentscheid

Die Stadt Augsburg und die Radentscheid-Initiative haben sich auf einen öffentlich-rechtlichen Vertrag mit 25 Maßnahmen geeinigt, die in den nächsten fünf Jahren umgesetzt werden sollen. Der Vertrag wird  am 5. Juli um 13 Uhr in einer Pressekonferenz vorgestellt. Am 22. Juli soll der Vertrag im Stadtrat beschlossen werden.

Quelle:  am 05.07.2021

Pressekonferenz der Stadt Augsburg und der Initiatioren des Bürgerbegehrens am 5.07.2021

Inititative Radentscheid Augsburg

Präsentation mit den Inhalten des öffentlich-rechtlichen Vertrags

 

Berlin: Anpassung des Mietradsystems

Aus der Sitzung des Senats am 6. Juli 2021:

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage von Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, den aktuellen Bericht zur Anpassung des Mietradsystems in Berlin beschlossen. Planerisches und politisches Ziel ist es, das öffentliche Leihfahrradsystem zu erweitern und qualitativ weiterzuentwickeln. In diesem Prozess werden nun die nächsten Schritte eingeleitet.

Ingmar Streese, Staatssekretär für Verkehr: „Wir sind mit den bisherigen Entwicklungen des Leihfahrradsystems zufrieden − künftig brauchen wir mehr Präsenz in der Fläche, mehr Angebot an die Berliner*innen sowie mehr Integration in den ÖPNV. Dafür erarbeiten wir derzeit die Grundlagen.“

Aktuell ist die Untersuchung zur „Neukonzeptionierung des Leihfahrradsystems in Berlin inklusive Ausdehnung auf die Außenbezirke“ in der Vorbereitung. Inhaltliche Schwerpunkte der Analyse sollen unter anderem die Ausweitung des Bediengebiets, technische Anforderungen an Räder und Technik, die Ausleihprozesse sowie eine Integration in den Öffentlichen Personennahverkehr und das dort geltende Tarifsystem sein. Zudem werden ebenfalls eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, eine Analyse der Erfahrungen öffentlicher Fahrradleihsysteme in Deutschland sowie ihre Bedeutung für das Berliner System in die Studie eingehen. Der Auftrag dieser Untersuchung wird über die Vergabeplattform des Landes Berlin ausgeschrieben.

Aufschlussreiche Informationen zur Nutzung von Leihfahrrädern in der Hauptstadt sollen darüber hinaus bis 2024 durch die verlängerte Zusammenarbeit mit dem Unternehmen nextbike gewonnen werden. Im Fokus steht dabei die mögliche Einbeziehung weiterer Gebiete in das Mietfahrradsystem. Nutzungsverhalten sowie Abschätzung von Kosten und Nutzen einer entsprechenden Erweiterung sind dafür wichtige Faktoren, ebenso die Bewertung, ob Berlin dadurch seinen umwelt- und verkehrspolitischen Zielen Rechnung trägt. Das Land Berlin hat 2016 einen Vertrag über den Aufbau und Betrieb eines öffentlichen Leihfahrradsystems abgeschlossen, der bis zum 31. Juli 2024 verlängert wurde.

Der Bericht wird nun an das Abgeordnetenhaus weitergeleitet.

Quelle:  am 06.07.2021

Berlin: Neues Fahrradbarometer zählt Radfahrende digital und sichtbar

Erstes von drei geplanten Displays steht vor der Technischen Universität

Erstmals zeigt in Berlin ein digitales Display die Zahl passierender Radfahrerinnen und Radfahrer in Echtzeit. Das „Fahrradbarometer“ an der Straße des 17. Juni macht das Aufkommen des Radverkehrs sichtbar, der in Berlin während der letzten vier Jahre um fast ein Drittel zugenommen hat. Die tagesaktuelle Anzeige soll motivieren, öfter aufs Rad zu steigen, und eine tägliche Anerkennung dafür sein. Insgesamt erhält Berlin dieses Jahr drei Fahrradbarometer und künftig auch weitere neue Fahrradzählstellen.

Verkehrssenatorin Regine Günther nahm am 27.07.2021 Berlins erstes Fahrradbarometer in Betrieb. Die Anzeigetafel steht auf der Nordseite der Straße des 17. Juni, gegenüber dem Hauptgebäude der TU Berlin. Zwei Displays zeigen die kumulierte Zahl der Radfahrenden in dieser Fahrtrichtung jeweils seit Jahresbeginn (bzw. seit Inbetriebnahme) sowie die Zahl der Radfahrenden seit Tagesbeginn.

Senatorin Regine Günther: „Jede Fahrradfahrt zählt – das ist die Botschaft des Fahrradbarometers. Das Display verbreitet sehr wahrnehmbar die gute Nachricht, dass immer mehr Berlinerinnen und Berliner aufs Rad umsteigen. Wir bringen dafür jetzt und in den kommenden Jahren die Radinfrastruktur in ganz Berlin mit großem Engagement auf ein komplett neues Niveau.“

Zwei weitere Fahrradbarometer werden noch dieses Jahr am Senefelder Platz (Schönhauser Allee, Pankow) und an der Karl-Marx-Allee in Mitte eingerichtet. Für Bau und Betrieb der Zählstellen samt Anzeigetafeln ist die landeseigene GB infraVelo GmbH verantwortlich.

Seit 2017 liefern automatische Zählstellen in Berlin mittels Induktionsschleifen im Erdboden wichtige Daten zur Entwicklung des Radverkehrs, die unter anderem für die Verkehrsplanung genutzt werden.
Konnte man diese Daten bislang nur online einsehen, zeigen Fahrradbarometer sie künftig auch direkt auf der Straße. Ziel ist es, die Entwicklung des Radverkehrs und seine positiven Auswirkungen auf Menschen, Umwelt und Verkehr sichtbar zu machen.

Die Straße des 17. Juni ist der 18. Standort mit einer automatischen Fahrradzählstelle in Berlin. Weitere werden folgen. Die neuen Zählstellen liegen insbesondere an Vorzugstrassen künftiger Radschnellverbindungen, um Veränderungen der Verkehrsströme feststellen zu können.

Der Einsatz der ersten drei Fahrradbarometer wird zunächst in einer Vor-Ort-Befragung evaluiert. Künftig können weitere Barometer auch an bereits mit Zählstellen ausgestatteten Standorten hinzukommen.

Die Daten der automatischen Fahrradzählstellen sind online abrufbar unter: Karte der Radzählstellen

Quelle:  am 27.07.2021

Hessen: 480.800 Euro für Bike & Ride-Anlagen

Butzbach, Wölfersheim und Steinbach erhalten den Zuschuss aus dem Bundesprogramm „Stadt und Land“.

Für die Verbesserung des Radverkehrs erhält der Regionalverband FrankfurtRheinMain 480.800 Euro aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Das Geld fließt in den Bau von Bike & Ride-Anlagen in Butzbach, Wölfersheim und Steinbach. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 644.000 Euro.

Neue Fahrradabstellplätze und -boxen geplant

In Butzbach entstehen an 16 Standorten insgesamt 202 Fahrradabstellplätze und 14 Fahrradboxen. In der Gemeinde Wölfersheim soll der Bau von 56 Fahrradabstellplätzen und sechs Fahrradboxen realisiert werden. Und in Steinbach im Taunus sind 40 Fahrradabstellplätze sowie 12 Fahrradboxen geplant.

Die Abstellanlagen sind überdacht und beleuchtet und befinden sich überwiegend an öffentlichen Einrichtungen. Sie ergänzen oder erneuern das bisherige Angebot an Fahrradabstellanlagen, die in vielen Fällen nicht mehr ausreichen oder Mängel aufweisen.
Hintergrund

Aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ des BMVI stehen in Hessen bis Ende 2023 rund 44 Mio. Euro zur Verfügung. Nähere Informationen unter www.bund-stadt-land.de.

Bundesminister Andreas Scheuer: „Ich freue mich, dass unsere Rekordmittel vor Ort eingesetzt werden und damit direkt bei den Bürgerinnen und Bürger ankommen. Für sie heißt es dann nur noch: Aufsteigen und Losfahren. Damit kommen wir meinem Ziel wieder ein Stück näher: Deutschland wird Fahrradland! Das Geld dafür ist da: Bis 2023 stellen wir die Rekordsumme von 1,46 Milliarden Euro bereit. Mit unserem Finanzhilfe-Sonderprogramm Stadt und Land verbessern wir die Bedingungen für Radfahrende in der Stadt und auf dem Land deutlich. Wir unterstützen die Länder und Kommunen z.B. beim Bau von Radwegen, Radwegebrücken, Fahrradparkplätzen und fahrradfreundlichen Kreuzungen. Denn eines ist klar: Je besser und sicherer die Radwege, umso größer die Lust, auf das Fahrrad zu steigen.“

Minister Al-Wazir wies darauf hin, dass auch das Land umfangreiche Mittel für den Radverkehr bereitstellt: „Aus dem Landeshaushalt stehen bis 2023 rund 70,5 Millionen Euro für kommunale Maßnahmen für den Rad- und Fußverkehr zur Verfügung. Damit werden wir den Radverkehr in Hessen noch attraktiver machen. Die Verkehrswende, besonders im Rad- und Fußverkehr, findet vor Ort statt. Ich rufe deshalb die Kommunen dazu auf, diese Chance jetzt zu ergreifen und mit mutigen Schritten voranzugehen.“

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 30.06.2021

Hessen: 472.000 Euro für Radweg zwischen Margretenhaun und Dipperz

Für die Verbesserung des Radverkehrs erhält die Gemeinde Petersberg 472.000 Euro aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Das Geld fließt in den Bau eines interkommunalen Radwegs. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir heute in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 590.000 Euro.  Für den 3,3 Kilometer langen Radweg wird ein geschotterter Wirtschaftsweg drei Meter breit ausgebaut. Er verbindet den Petersberger Ortsteil Margretenhaun mit der Gemeinde Dipperz und soll vor allem für den Alltagsradverkehr zur Arbeit oder zum Einkaufen genutzt werden. Die Maßnahme ist Teil der Radwegekonzepte der Gemeinden Petersberg und Dipperz sowie des Landkreises Fulda.

Aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ des BMVI stehen in Hessen bis Ende 2023 rund 44 Mio. Euro zur Verfügung. Nähere Informationen unter www.bund-stadt-land.de.

Bundesminister Andreas Scheuer: „Ich freue mich, dass unsere Rekordmittel vor Ort eingesetzt werden und damit direkt bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen. Für sie heißt es dann nur noch: Aufsteigen und Losfahren. Damit kommen wir meinem Ziel wieder ein Stück näher: Deutschland wird Fahrradland! Das Geld dafür ist da: Bis 2023 stellen wir die Rekordsumme von 1,46 Milliarden Euro bereit. Mit unserem Finanzhilfe-Sonderprogramm Stadt und Land verbessern wir die Bedingungen für Radfahrende in der Stadt und auf dem Land deutlich. Wir unterstützen die Länder und Kommunen z.B. beim Bau von Radwegen, Radwegebrücken, Fahrradparkplätzen und fahrradfreundlichen Kreuzungen. Denn eines ist klar: Je besser und sicherer die Radwege, umso größer die Lust, auf das Fahrrad zu steigen.“

Minister Tarek Al-Wazir wies darauf hin, dass auch das Land umfangreiche Mittel für den Radverkehr bereitstellt: „Bis 2023 stehen Landesmittel im Umfang von rund 76,5 Millionen Euro für kommunale Maßnahmen für den Rad- und Fußverkehr zur Verfügung. Damit werden wir den Radverkehr in Hessen noch attraktiver machen. Die Verkehrswende, besonders im Rad- und Fußverkehr, findet vor Ort statt. Ich rufe deshalb die Kommunen dazu auf, diese Chance jetzt zu ergreifen und mit mutigen Schritten voranzugehen.“

Quelle: am 07.07.2021

Hessen: Machbarkeitsuntersuchung für Radschnellverbindung Hanau-Aschaffenburg vergeben

Über die nord- und südmainische Radschnellverbindung nach Frankfurt hinaus kommt auch die zwischen Hanau und Aschaffenburg voran. Nachdem der Magistrat rund 132.000 Euro für die entsprechende Machbarkeitsuntersuchung bewilligt hatte, erging nur der entsprechende Auftrag an die Arbeitsgemeinschaft AB Stadtverkehr/Mobilitätslösung (Bornheim/Darmstadt). „Wir erfüllen unser entstehendes Mobilitätsleitbild mit Leben und stärken den Radverkehr mit guter Infrastruktur insbesondere für den Berufspendler und -innen“, betont Stadtrat Thomas Morlock.

Länderübergreifend sind an der Planung dieser Radschnellverbindung sieben Städte und Gemeinden und zwei Landkreise beteiligt, zudem das Staatliche Bauamt Aschaffenburg.  Der in Hanau federführende Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) rechnet mit einem Projektzeitraum bis Dezember 2022, ehe feststeht, wo die Trasse genau verlaufen soll. Darin eingebunden sind Interessengruppen wie der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club und der Verkehrsclub Deutschland.

Morlock erhofft sich von der Planung auch, dass sich „die derzeit noch unbefriedigende Radwegeanbindung von Großauheim zum Hauptbahnhof und in die Hanauer Innenstadt“ durch die Trassenführung der Radschnellverbindung   verbessern lasse. Das passe gut zu der Absicht, den Hauptbahnhof zu einer Mobilitätsstation mit guten Angeboten mehrerer Verkehrsträger auszubauen.

Die Planung wird vom Land Hessen mit 42.000 Euro gefördert und vom Freistaat Bayern mit 37.500 Euro. Die Kosten für die Machbarkeitsstudie teilen sich Hanau und Aschaffenburg, die anliegenden Kommunen Mainaschaff, Kleinostheim, Karlstein, Kahl und Großkrotzenburg sowie der Main-Kinzig-Kreis und der Landkreis Aschaffenburg.

Der Untersuchungskorridor für den Radschnellweg Hanau-Aschaffenburg orientiert sich vor allem an der Schienenverbindung zwischen beiden Städten. Südlich wird er durch den Main begrenzt.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266

Quelle: am 05.07.2021

Hessen:  Radverkehrskonzept im Werra-Meißner-Kreis - Landkreis erhält 76.600 Euro Zuschuss vom Land

Mit 76.600 Euro unterstützt das Land Hessen den Werra-Meißner-Kreis bei der Erstellung eines Radverkehrskonzeptes. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 97.000 Euro.
Alltäglicher Radverkehr soll gestärkt werden

Das kreisweite Radverkehrskonzept soll primär für den Alltagsradverkehr entwickelt werden. Dazu sollen möglichst alle Ortschaften, vorrangig mit mehr als 500 Einwohnern bzw. zehn Kilometer Luftlinien-Entfernung, miteinander verbunden werden. Außerdem sollen nachhaltige Ansätze zur kombinierten Nutzung von Rad und Schiene berücksichtigt und entwickelt werden. Die Konzepterarbeitung erfolgt unter einer intensiven Bürgerbeteiligung in den einzelnen Ortschaften, mit Hilfe von Bürgerversammlungen sowie Mobilitätsbefragungen.

Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, 9. Juli 2021

Hessen:  565.000 Euro für Geh- und Radweg in Sinntal - Förderung nach Richtlinie Nahmobilität

Mit rund 565.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Gemeinde Sinntal bei Planung und Bau eines Geh- und Radwegs zwischen den Ortsteilen Jossa und Altengronau. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Dienstag in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf rund 763.000 Euro.

Der neue Geh- und Radweg wird 2,5 Meter breit ausgebaut. Mit der Maßnahme wird der bestehende Radweg zwischen den Ortsteilen Jossa und Altengronau weitergeführt und an den hessischen Radfernweg R2 angebunden. Ein Streckenabschnitt soll auf der ehemaligen Bahntrasse Jossa-Wildflecken verlaufen.

Förderung nach Richtlinie Nahmobilität

Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Nahmobilität Hessen, 13. Juli 2021

Zur Pressemitteilung mit weiteren Informationen

Hessen:  95.000 Euro für Fußgänger und Radler - Oberursel erhält Zuschuss aus Wiesbaden

Das Land unterstützt die Stadt bei der Verbesserung der Verkehrsbedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer.

Mit rund 95.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Oberursel bei der Verbesserung der Verkehrsbedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer. Allein 68.400 Euro davon dienen zur Verbreiterung der Gehbereiche an der Langen Straße im Ortskern von Oberursel-Bommersheim, wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch mitteilte. Im Zuge ihrer Neugestaltung werden die teilweise sehr schmalen Gehbereiche zudem mit einem farbigen Belag und einer Entwässerungsrinne von der Fahrbahn abgegrenzt.

Mit weiteren 27.300 Euro beteiligt sich das Land an der Erstellung eines Fußverkehrskonzepts für die Innenstadt. Ziel ist, Fußwegeverbindungen systematisch weiterzuentwickeln und sie attraktiv und sicher zu gestalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, 13. Juli 2021

Mecklenburg-Vorpommern: Anradeln auf neuem Radweg an der L 261 von Dersekow bis Hinrichshagen

Zum Anradeln auf dem neugebauten straßenbegleitenden Radweg an der Landesstraße 261 zwischen Dersekow und Hinrichshagen treffen sich am kommenden Freitag Verkehrsminister Christian Pegel, Greifswalds Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder, der Bürgermeister der Gemeinde Dersekow, Robert Lossau, der stellvertretende Bürgermeister von Hinrichshagen, Thomas Wellendorf sowie Mitglieder der Bürgerinitiative für den Radwegebau. Sie werden gemeinsam von Dersekow bis Hinrichshagen Hof 2 mit dem Rad fahren. Dort wird Christian Pegel gegen 10.15 Uhr einen Alleebaum pflanzen.

Medienvertreterinnen und -vertreter sind dazu herzlich eingeladen.

Termin: Freitag, 16. Juli 2021, 9.30 Uhr
Ort: Dersekow, am Anfang des neuen Radwegs (kleiner Verkehrskreisel)

Zwischen Dersekow und Hinrichshagen ist im Rahmen des Lückenschlussprogramms für Radwege an Landesstraßen ein 3,4 Kilometer langer und 2,50 Meter breiter Asphaltradweg entstanden. Die Kosten für diesen Bauabschnitt betrugen knapp 1,2 Millionen Euro. Die Europäische Union unterstützt durch die Finanzierung der Baukosten dieses Vorhaben als Teil des Förderschwerpunktes zur Reduktion der CO2-Emissionen.

Der Radweg bindet an die vorhandenen Nebenanlagen in Dersekow und Hinrichshagen Hof 1 an. Südlich der Ortslage Hinrichshagen Hof 1 endet er an der Einmündung Greifswalder Straße in die L 261. Innerhalb des Ortes verläuft die Greifswalder Straße als nur gering genutzte Kommunalstraße parallel zur L 261, so dass dort kein separater Radweg erforderlich ist. Der Radweg wurde mit etwa 7,50 Meter Abstand westlich der Landesstraße trassiert.

In diesem Radwegabschnitt gab es bislang beidseitig lückenhaft Alleebäume. Einige mussten baubedingt bzw. weil sie im Wurzelbereich geschädigt waren, gefällt werden. Dort wird jetzt im Zusammenhang mit Ausgleichsmaßnahmen zum Radwegebau eine Allee entwickelt. Insgesamt werden 113 Alleebäume zwischen Straße und Radweg gepflanzt – je 54 Silberlinden und Spitzahorne, 2 Stadtbirnen sowie 3 schwedische Mehlbeeren.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, 14. Juli 2021

Zur Pressemitteilung mit weiteren Informationen

Nordrhein-Westfalen: Bonn - Höhere Naturschutzbehörde entscheidet über Radschnellroute

Die Höhere Naturschutzbehörde bei der Bezirksregierung Köln wird über die naturschutzrechtliche Befreiung für den Ausbau einer Radschnellroute im Bereich der linksrheinischen Rheinaue entscheiden. Einen entsprechenden Beschluss hat der Rat der Stadt Bonn am 28. Juni 2021 gefasst.

Das Projekt muss wegen der Vorgaben des Fördergebers bis zum 31. Oktober 2022 realisiert werden. Es besteht daher erheblicher Zeitdruck, da für die bauliche Umsetzung nur noch ein sehr kleines Zeitfenster bleibt.

Das Vorhaben ist Teil des Gesamt-Förderprojekts „Emissionsfreie Innenstadt“ mit Mobilstationen, Radschnellrouten und E-Fahrzeugen an dem die Stadt seit vier Jahren arbeitet. Als Beitrag zur Verkehrswende soll mit dem Ausbau der bestehenden Radwege in der Rheinaue die umweltfreundliche Nahmobilität attraktiver gemacht und der Umstieg vom motorisierten Verkehr hin zum Fahrrad gefördert werden. Für die Realisierung der vom Rat im Jahr 2019 beschlossenen Planung ist eine naturschutzrechtliche Befreiung gemäß Bundesnaturschutzgesetz erforderlich.

Dieser Befreiung hat der Bonner Naturschutzbeirat in seiner Sitzung am 17. Mai 2021 widersprochen. Der Stadtrat hat nun beschlossen, dass die Höhere Naturschutzbehörde final entscheiden soll.

Die Ausbaupläne

Im Zuge des Projektes „Emissionsfreie Innenstadt“ sollen die Radrouten rechts und links des Rheins verbreitert werden. Das Ganze läuft im Förderprojekt unter dem Namen Radschnellrouten. Damit werden den Radfahrenden und Personen zu Fuß klar getrennte Wege in ausreichender Breite angeboten. Die Idee hinter Radschnellrouten ist, ein Begegnen von Fahrrädern auch mit Kinderanhänger oder Lastenrad sicher und bequem zu ermöglichen. Niemand soll mehr plötzlich abbremsen müssen, weil der Weg zu schmal ist. Schnellere Radfahrer sollen langsamere mit genügend Abstand überholen können.

„Strecken in der Stadt mit dem Rad zurückzulegen, soll in Bonn attraktiver werden. Eine gute und sichere Infrastruktur für Radfahrende ist ein wichtiger Baustein der Verkehrswende und wesentlich für den Klimaschutz. Die Radwege in der links- und rechtsrheinischen Rheinaue gehören zu den schönsten und meist befahrenen Radrouten im Stadtgebiet. Es ist dringend nötig, Sicherheit und Komfort auf den Strecken verbessern“, erläutert Oberbürgermeisterin Katja Dörner. „Eine Verbreiterung der Wege ist unumgänglich, damit auch Lastenräder, Pedelecs und Anhänger ausreichend Platz haben - und alle sicher unterwegs sein können. Dass hierfür alte Bäume gefällt werden müssen, schmerzt, ist aber in der Abwägung auch mit Blick auf die geplanten umfangreichen Baumpflanzungen als Ausgleichsmaßnahmen vertretbar.“

Die Pläne für das mit 2,3 Millionen Euro Kosten veranschlagte Projekt sehen zwischen Charles-de-Gaulle-Platz und südlich der Konrad-Adenauer-Brücke einen Ausbau des bestehenden reinen Radwegs direkt am Ufer von circa zwei auf vier Meter vor. Weiter Richtung Plittersdorf werden denn die oben verlaufenden Rad- und Fußwege getauscht und ausgebaut. Die neuen Radwege werden vier Meter breit und die neuen Fußwege in 2,50 Meter Breite ausgebaut. Der zu schmale heutige Radweg direkt am Rheinufer wird auf diesem südlichen Stück zum reinen Fußweg. Dies ist sinnvoll, da der Weg schon heute gerne von Joggern und Spaziergängern genutzt wird. Zudem hätte eine Verbreiterung des Radweges unten am Ufer einen massiven Eingriff in den Baumbestand mit vielen Fällungen bedeutet.

Nur auf einem Abschnitt Richtung Süden im Bereich von Haus Carstanjen wird, wie heute, ein gemeinsamer Weg für Fußgänger und Radfahrende ausgewiesen, der geringfügig verbreitert wird. Auch hier wurden Baumstandorte und Denkmalschutz berücksichtigt. Um Konflikte auf dieser gemeinsam genutzten Fläche zu vermeiden, wird die Stadt mit Schildern oder Bodenmarkierungen um gegenseitige Rücksichtnahme werben.

Sicherer und komfortabler

Mit breiteren Radwegen werden die Wege nicht nur sicherer, sondern auch komfortabler. Durch die Führung durchs Grüne, ohne Ampeln oder Einmündungen, ist die Rheinaue eine attraktive Strecke für Radfahrer, die dort zur Naherholung Rad fahren oder auf dem Weg von und zur Arbeit Energie im Grünen tanken. Auch mit Kindern ist sie eine sichere Strecke abseits der Hauptstraßen. Um dem angestrebten gesteigerten Radverkehrsaufkommen zu begegnen, ist eine Verbreiterung der heute sehr schmalen Radwege nötig.
Ausgleichsmaßnahmen

Da diese Verbreiterung der Wege einen Eingriff in den Park bedeutet, zusätzliche Fläche versiegelt und auch Bäume entfernt werden müssen, hat sich die Verwaltung bemüht, die verträglichste Wegeführung zu entwickeln. Hierbei mussten nicht nur die Belange des Baum- und Naturschutzes (auch eine geschützte Fledermauspopulation musste berücksichtigt werden) beachtet werden. Hinzu kamen noch das Urheberrecht und der Denkmalschutz der Parkgestaltung. Gemeinsam mit dem Parkplaner Gottfried Hansjakob und der Denkmalbehörde wurde festgelegt, in welche Bereiche des Parks eingegriffen werden darf und in welche nicht.

So müssen die Wege einheitlich und in ihrer Form erhalten bleiben. Ein Verschwenken um einzelne Bäume ist deswegen einerseits nicht möglich und andererseits oft nicht zielführend, da die Wurzeln eines Baumes weit um seinen Stamm herumreichen und diese, je nach Baum, auch bei einem Ausbau des Weges in 1-2 Metern Entfernung noch geschädigt würden. Ein Überleben des Baumes oder seine Standsicherheit könnte so nicht gewährleistet werden. Entfernt werden nur Bäume, bei denen dies absolut nicht zu vermeiden ist.

Nach Abwägung aller Kriterien konnte eine Routenführung erreicht werden, die anstelle von 90 in der ersten Planvariante nun nur noch die Entfernung von 44 Bäumen vorsieht.

Der Rat beschloss, in den nächsten zwölf Monaten 120 neue Bäume als Ausgleich, sofern die Befreiung erfolgt und es zu einer Umsetzung des Projekts kommt, zu pflanzen, d.h. etwa doppelt so viele wie gemäß Befreiung notwendig. Darüber hinaus soll die Verwaltung prüfen, ob Bäume versetzt werden können. Die zusätzliche Flächenversiegelung wird durch die Anlage einer Hochstaudenflur im Beueler Deichvorland auf einer 8700 Quadratmeter großen Fläche kompensiert.

Quelle: am 29.06.2021

Nordrhein-Westfalen: Düsseldorf, Rhein-Radweg - Mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger

Das Joseph-Beuys-Ufer ist Teil des Nord-Süd-Radweges entlang des Rheins und gehört zum Radhauptnetz. Der Radweg ist nicht nur eine wichtige Radverkehrsachse für den Pendlerverkehr, sondern auch besonders beliebt bei Freizeitradlern. Mehr als 1,2 Millionen Radfahrer wurden 2020 von der Dauerzählstelle am Kunst im Tunnel gezählt. Ab Mitte August beginnt nun der Ausbau des Abschnittes am Joseph-Beuys-Ufer.

Dort wird ein 2,5 Meter breiter Zweirichtungsradweg angelegt. Die Baukosten betragen 1,03 Millionen Euro.

"Der gemeinsame Geh- und Radweg entlang des Joseph-Beuys-Ufers ist heute eine Engstelle zwischen der gestalterisch hochwertig ausgebauten Rheinuferpromenade in Richtung Süden und dem breiten Seitenraum im Bereich der Rheinterrasse im Norden", erklärt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. "Der neu geplante Radweg wird getrennt vom Fußverkehr verlaufen und die attraktive Radverkehrsachse weiter aufwerten."

"Im Zuge des Ausbaus des Radhauptnetzes hat der Ordnungs- und Verkehrsausschuss beschlossen, für eine durchgehende Radwegverbindung den Straßenraum in diesem Teilabschnitt neu zu verteilen, um mehr Platz im Seitenraum zu gewinnen", erläutert Jochen Kral, Düsseldorfs neuer Mobilitätsdezernet. "Den neu geschaffenen Raum nutzen wir, um den Rad- und Fußverkehr auf diesem Teilstück zukünftig getrennt zu führen. Dafür wird entlang des Abschnitts ein 2,50 Meter breiter Zweirichtungsradweg in rotem Asphalt angelegt."

Zwischen der Fritz-Roeber-Straße und der Zufahrt Tonhallen-Ufer (Fortuna Büdchen) und der Oederallee zwischen Joseph-Beuys-Ufer und Zufahrt Tonhalle lässt sich im gesamten Abschnitt eine heute als Fahrspur genutzte Fläche komplett dem Seitenraum zuordnen. Die Leistungsfähigkeit des Straßenraums bleibt dabei an dieser Stelle, die auch für den Autoverkehr eine wichtige Rolle spielt, erhalten.

Mit einer neuen Querung am Knotenpunkt Oederallee werden zudem die Radwegeanschlüsse in Richtung Oberkassel und Heinrich-Heine-Allee optimiert. Der Beschluss des Ordnungs- und Verkehrsausschusses sieht neben dem Zweirichtungsradweg entlang des Joseph-Beuys-Ufers zusätzlich eine Rampe für den Fuß- und Radverkehr vor, die in einem zweiten Bauabschnitt schnellstmöglich realisiert werden soll.

Quelle:  am 05.07.2021

Nordrhein-Westfalen: Verwaltungsvereinbarung zum Bau von zwei Radwegen auf Unnaer Stadtgebiet geschlossen

Am Mittwoch (7. Juli 2021) unterzeichneten Aida Pljakic, stellvertretende Leiterin der Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr, Unnas Bürgermeister Dirk Wigant und Jens Toschläger, 1. Beigeordneter der Kreisstadt Unna, zwei Verwaltungsvereinbarungen zum Bau von zwei Radwegen auf Unnaer Stadtgebiet. Die Kreisstadt Unna wird für den Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen die Planung und den Bau der Radwege an der L679 (Fröndenberger Straße) und der L821 (Provinzialstraße) übernehmen.

„Wir freuen uns sehr über die positive Nachricht, da wir mit der Verwaltungsvereinbarung zwei weitere wichtige Maßnahmen zur Verbesserung der Radinfrastruktur in Unna durchführen können. Neben der Verbindung entlang der Fröndenberger Straße, die auch sehr gerne vom Freizeitverkehr genutzt wird, schafft der Abschnitt entlang der Provinzialstraße eine sichere Wegeverbindung für Berufspendler zwischen Unna und Holzwickede. Auf dem Weg zur Verkehrswende können wir mit den beiden Maßnahmen einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gehen“, sagt Unnas Erster Beigeordneter Jens Toschläger.

In Unna werden zwei kurze, aber zentrale Lücken in der Radverkehrsinfrastruktur geschlossen. Der Baustart für beide Maßnahmen ist voraussichtlich im Jahr 2022. Jeweils knapp ein halber Kilometer fehlt bisher an der L679 (Fröndenberger Straße) zwischen Baumstraße und Kessebürener Landwehr und an der L821 (Provinzialstraße) zwischen Kleistraße und Chaussee. Die Gesamtkosten beider Maßnahmen betragen knapp 870.000 Euro. Zusätzlich werden zwei Bushaltestellen an der Fröndenberger Straße barrierefrei ausgebaut. „Der Radverkehr wird immer wichtiger und die Mobilitätswende ist bereits in vollem Gange,“ sagt Unnas Bürgermeister Dirk Wigant beim gemeinsamen Pressetermin der Stadt und Straßen.NRW. „Wir möchten den Radverkehr in der Stadt weiter stärken und noch attraktiver machen. Das gilt sowohl für den Tourismus, als auch für den Alltagsverkehr“.

Maximilian Schmittem, Radverkehrsbeauftragter der Regionalniederlassung Ruhr, betonte während der Vertragsunterzeichnung: „Für Straßen.NRW ist die Nahmobilität ein wichtiger Teil des täglichen Geschäfts, daher ist es sehr erfreulich, dass die Akzeptanz für Radwegeprojekte so hoch ist. Der Landesbetrieb ist bestrebt, gemeinsam mit den Städten und Gemeinden weitere Radverkehrsanlagen herzustellen, damit sichere Wegeverbindungen entstehen und die bestehende Radverkehrsinfrastruktur sinnvoll verknüpft wird."

„Der Stadt Unna entstehen keine Kosten“, erklärte Aida Pljakic, die gleichzeitig Leiterin der Planungsabteilung der Regionalniederlassung Ruhr ist. Die Kosten für die Planung und den Bau des Radweges werden durch den Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen getragen.

Quelle: am 08.07.2021

Nordrhein-Westfalen: Neue Radstreifen und neue Fahrbahn am Westring in Castrop-Rauxel

In nur vierwöchiger Bauzeit hat der Kreis Recklinghausen den Westring (K49) zwischen der Bahnbrücke und der Autobahnabfahrt der A42 erneuert und verstärkt. In Abstimmung mit der Stadt Castrop-Rauxel ist auch der vorhandene Verkehrsraum neu aufgeteilt und ein beidseitiger Radfahrstreifen eingerichtet worden.

„Wir sind sehr froh darüber, dass wir hier einen zusätzlichen Sicherheitsgewinn für die Radfahrer schaffen konnten und zudem gemeinsam mit der Stadt Castrop-Rauxel bereits ein Baustein aus dem Nahmobilitätskonzept der Stadt umgesetzt werden konnte. So funktioniert interkommunale Zusammenarbeit“, berichtet Carsten Uhlenbrock, Fachdienstleiter Tiefbau und Kreisgartenbaulehrbetrieb beim Kreis Recklinghausen.

Auf einer Länge von rund 300 Metern sind etwa 5000 Quadratmeter Asphaltbinder- und Deckschicht erneuert worden. Die Kosten betragen rund 280.000 Euro. Finanziert wird die Maßnahme mit Mitteln aus dem Sonderprogramm Erhaltungsinvestitionen des Landes NRW.  

Bereits am 16. Juli konnte der Westring in beiden Fahrtrichtungen wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Quelle:  am 28. Juli 2021

Zur Mitteilung des Kreis Recklinghausen mit Bildern und weiteren Informationen

Rheinland-Pfalz: 300.000 Euro für bessere Radwege

Die Landkreise Südliche Weinstraße und Germersheim sowie die Stadt Landau investieren in eine bessere Beschilderung von touristischen Radwegen. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das Vorhaben mit rund 300.000 Euro. Die Stadt Landau setzt zudem ihr Radwegekonzept um. Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt hat bei der Übergabe der Förderbescheide von einem „großen Sprung für den Radtourismus“ gesprochen. Die Übergabe fand in Landau statt, wo derzeit der Kreisverkehr am Nordring für den Radverkehr ausgebaut und künftig zwei Fahrradzonen vernetzen wird.

„370 Kilometer Radwege werden einheitlich ausgeschildert und für Touristen wie Einheimische nutzbar gemacht – das ist ein großer Sprung für den Radtourismus in der Region. Die Themenrouten und Rundtouren machen Lust dazu, sich direkt aufs Rad zu setzen. Hier arbeitet die ganze Region zusammen“, sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt bei der Übergabe der Förderbescheide über insgesamt rund 300.000 Euro an die Landräte Dr. Fritz Brechtel (Germersheim) und Dietmar Seefeldt (Südliche Weinstraße) sowie den Ersten Beigeordneten der Stadt Landau, Lukas Hartmann.

„Die Genussradregion im Landkreis Germersheim erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns natürlich, dass mit der geplanten Beschilderung die Wege noch besser gefunden und weiter vernetzt werden können“, sagte der Germersheimer Landrat Dr. Fritz Brechtel.
Landrat Dietmar Seefeldt wies auf die zahlreichen Themenrouten in seinem Kreis hin: „Die Südpfalz ist ein vielseitiges und damit beliebtes Ziel von Radtouristen. Schon länger verfügt der Landkreis Südliche Weinstraße über ein attraktives Themenradwegenetz, das nun dank der Förderung, die wir im Jahr 2017 beantragt haben, unter Nutzung vorhandener Trassen bis zum Jahr 2023 nahezu vollständig überarbeitet werden kann. Streckenführung und Beschilderung von 16 Themenradwegen in SÜW werden nach der Überarbeitung modernen Ansprüchen und einheitlichen Standards entsprechen – und so auch künftig attraktiv für den Radtourismus sein.“

„Wenn mehr Menschen auf das Rad umsteigen sollen, braucht es gute, schnelle und bequeme Verbindungen“, ergänzt Landaus Verkehrsdezernent Lukas Hartmann mit Blick auf die Verbesserungen für den südpfälzischen Radtourismus, besonders aber den laufenden Ausbau des Vorrangnetzes für den Radverkehr im Stadtgebiet Landau. „Unser Ziel ist es, durch die Ausweisung eines neuen Fahrradrings in der Innenstadt den bereits hohen Radverkehrsanteil in Landau noch weiter zu steigern. Zu diesem Vorrangnetz für Radfahrerinnen und Radfahrer zählt auch der neue Kreisverkehr, der eine sichere Verbindung der angrenzenden Fahrradzonen bilden und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit an dieser Stelle beitragen soll.“

Die Landkreise sowie die Stadt Landau investieren gemeinsam in eine Beschilderung von Radrouten – Themenrouten und Rundtouren – nach dem einheitlichen Standard HBR. Im Landkreis Südliche Weinstraße wird eine Streckenlänge von 181 Kilometern neu beschildert, der Kreis Germersheim ergänzt sein Streckennetz um 88 Kilometer und die Stadt Landau beschildert rund 100 Kilometer. Die Strecken verlaufen teilweise über Kreisgrenzen hinweg.

Die Ministerin wies auf die hohe Relevanz von öffentlichen Infrastrukturinvestitionen für die regionale und lokale Wirtschaft hin. „Die Gestaltung der touristischen Infrastruktur ist das wichtigste Steuerungsinstrument für Gemeinden, Städte und Kreise des Landes, die Rahmenbedingungen für die Tourismuswirtschaft und private Investitionen zu verbessern. Öffentliche Investitionen stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer touristischen Betriebe und ermöglichen der Tourismuswirtschaft, weitere Angebote zu konzipieren“, sagte Schmitt. Die neue, einheitliche Radwegebeschilderung werde eine enorme Verbesserung für Radreisende in der Region mit sich bringen, so die Ministerin.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 21.7.2021

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Rheinland Pfalz: Einrichtung einer Fahrradzone im Bereich Holzstraße und Vincentiusstraße

Zur Bündelung des innerstädtischen Radverkehrs soll, voraussichtlich im September 2021, eine Fahrradzone im Bereich der Holzstraße und der Vincentiusstraße eingerichtet werden.

Konkret umfasst die Maßnahme die komplette Holzstraße (zwischen B9 und Schützenstraße), die komplette Vincentiusstraße (zwischen Dudenhofer Straße und Holzstraße) und einen Teil der Otto-Mayer-Straße (zwischen Freiherr-vom-Stein-Straße und Vincentiusstraße). Die neue Fahrradzone wird sich in das bestehende Radwegenetz einfügen, wodurch die Verbindung von Dudenhofen in die Innenstadt sowie die Nord-Süd-Achse (Kurt-Schumacher-Straße – Theodor-Heuss-Straße – Vincentiusstraße) an Attraktivität gewinnen.

Der Kraftfahrzeug-Verkehr wird künftig von der Holzstraße über die Vincentiusstraße (zwischen Otto-Mayer-Straße und Holzstraße) und Otto-Mayer-Straße (zwischen Freiherr-vom-Stein-Straße und Vincentiusstraße) in Richtung Freiherr-vom-Stein-Straße als Einbahnstraße geführt. Für den Radverkehr wird das Befahren in Gegenrichtung zulässig sein.

Aufgrund der neuen Einbahnstraßenregelung werden die Fahrbeziehungen der bestehenden „abknickenden Vorfahrt“ an der Freiherr-vom-Stein-Straße/Otto-Mayer-Straße geändert. Künftig wird der Kraftfahrzeug -Verkehr von der Dudenhofer Straße kommend über die Straßenzüge Freiherr-vom-Stein-Straße – Otto-Mayer-Straße – Nikolaus-von-Weis-Straße – Holzstraße zum Vincentius-Krankenhaus geführt.

Der ruhende Verkehr in der Freiherr-vom-Stein-Straße, Vincentiusstraße, Otto-Mayer-Straße und Holzstraße bleibt in gleicher Form erhalten, wird aber neu markiert und beschildert.

Die beiden Gehwege in der Nikolaus-von-Weis-Straße stehen dem Fußgänger*innenverkehr künftig mit voller Breite zur Verfügung, da ein „aufgeschultertes“ Parken nicht mehr möglich ist. Dementsprechend werden am westlichen Fahrbahnrand der Nikolaus-von-Weis-Straße unter Beachtung der Ein- und Ausfahrten sowie der Feuerwehrzufahrten die Längsparkflächen auf der Fahrbahn in Weiß markiert. Am östlichen Fahrbahnrand der Nikolaus-von-Weis-Straße werden ebenfalls die Längsparkflächen auf der Fahrbahn markiert. Als geschwindigkeitsreduzierende Maßnahme wird es in zwei kurzen Abschnitten nur eine Fahrbahnbreite von 3,60 m geben. Sich begegnende Kraftfahrzeuge müssen sich demnach abstimmen. Um diese Maßnahme gegebenenfalls anpassen zu können, wird die Parkmarkierung am östlichen Fahrbahnrand in Gelb aufgebracht.

Da künftig in der Butenschönstraße ebenfalls beide Gehwege in voller Breite den Fußgänger*innen zur Verfügung stehen sollen, werden am östlichen Fahrbahnrand unter Beachtung der Ein- und Ausfahrten sowie der Feuerwehrzufahrten die Längsparkflächen auf der Fahrbahn in Weiß markiert. Ein Parkstreifen am westlichen Fahrbahnrand ist hier nicht möglich, da eine ausreichende Fahrbahnbreite für den Stadtbus benötigt wird.

Die Kosten für Markierung und Beschilderung werden sich geschätzt auf rund 35.000 Euro belaufen. Es wird ein Ausschreibungsverfahren durchgeführt. Der Beginn der Ausführung ist für September 2021 geplant.

Quelle: am 05.07.2021

Saarland: Riesenerfolg für Schulradeln Saar

71 Schulen, 4.613 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, 617.000 Kilometer – das ist die starke Bilanz der diesjährigen Kampagne Schulradeln Saar, die Schwesterkampagne der landesweiten Ausgabe der Aktion Stadtradeln Saar.

Zusammen schafften es die Radlerinnen und Radler, zumeist Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Angestellte im Schuldienst sowie Eltern und Angehörige, mit ihrem großen Engagement im Sattel rund 90.700 kg CO2  zu vermeiden.

Für Wirtschafts- und Verkehrsministerin Anke Rehlinger ein „großartiges Signal für den Radverkehr im Saarland und auch Beweis dafür, dass das Thema Radfahren immer mehr an Bedeutung gewinnt. Dass gerade die Schulen so engagiert dabei sind, ist mir besonders wichtig, denn gerade Kinder und Jugendliche brauchen Praxiserfahrung, damit sie sicher auf dem Rad unterwegs sind. Durch Schulradeln sammeln sie nicht nur Erfahrung auf dem Fahrrad, sondern leisten schon ganz früh einen tollen Beitrag zum Klimaschutz. Umso schöner ist es, wenn sie die Begeisterung am Radfahren beibehalten. Und genau das wollen wir mit Schulradeln erreichen.“

Schulradeln gibt es im Saarland seit 2019. 13 Grundschulen, 54 weiterführende Schulen und 5 Förderschulen beteiligten sich, darunter auch das Gymnasium am Stefansberg in Merzig und die Grundschule Wahlen. Das Gymnasium am Stefansberg hatte mit vielen Einreichungen am Ideenwettbewerb teilgenommen, den das Wirtschaftsministerium im Rahmen von Schulraden Saar auslobt. Auch aus der Grundschule Wahlen gab es eine Einreichung. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger war am Donnerstag, 15. Juli, in beiden Schulen zu Gast, um die Gewinnerinnen und Gewinner des Ideenwettbewerbs zu prämieren und die Ergebnisse von Schulradeln zu verkünden.

Im Gymnasium am Stefansberg war die Freude besonders groß: In der Kategorie ‚Fahrradaktivste weiterführende Schule‘ schafften es die Schülerinnen und Schüler mit rund 46 geradelten Kilometern pro Kopf auf Platz zwei. Darüber hinaus durften sich zwei Schülerinnen über eine Auszeichnung für ihre Einreichung beim Ideenwettbewerb freuen. Rehlinger überreichte daher bei ihrem Besuch nicht nur einen Scheck über 1.250 Euro für die Schule, sondern auch jeweils einen Fahrradrucksack samt Reflektoren, Trinkflasche und Fahrradschloss an die Gewinnerinnen Aurora Caputo und Leonie Schiffmann für ihre gelungenen Ideen. Für das große Engagement rund um das Radfahren gab es für das Gymnasium, das sich seit dem Start der Kampagne an Schulradeln beteiligt, außerdem eine Sonderprämierung in Höhe von 300 Euro.

Im Anschluss besuchte die Verkehrsministerin die Gewinner des Ideenwettbewerbs an der Grundschule Wahlen. Hier freuten sich Merlin Dürr und die Geschwister Elina und Sören Müller über die Auszeichnung für ihre gemeinsame Einreichung zum Ideenwettbewerb. Sie bewarben sich mit ihrem Fahrradschultaxi, das die Schülerinnen und Schüler zur Schule bringt – und so das ganze Jahr über einen Beitrag zu mehr Radverkehr und Klimaschutz leistet. Auch für sie gab es Fahrradrucksäcke samt praktischem Zubehör fürs Rad.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr am 16.07.2021

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Saarland: NMOB-Rad läuft auf Hochtouren: Förderprogramm wird jetzt aufgestockt

Das Programm ist so stark nachgefragt, dass Verkehrsministerin Anke Rehlinger die Fördermittel nun um weitere 844.000 Euro aufgestockt hat. Insgesamt stehen somit 1.844.000 Euro zur Verfügung.

Die Richtlinie, mit der insbesondere der Alltagsradverkehr im Saarland gefördert werden soll, ist erst seit dem 11. März in Kraft. Trotzdem sind bereits mehr als 180 Anträge mit einem Fördervolumen von rund 821.000 Euro eingegangen. Besonders groß ist das Interesse dabei an der Förderung von Radverkehrskonzepten für Kommunen und Lastenfahrrädern.

„Die Mobilitätswende lebt vom Mitmachen“, so Verkehrsministerin Anke Rehlinger. „Wir wollen umwelt- und klimafreundliche Verkehrsmittel nicht von oben herab verordnen, sondern Alternativen aufzeigen und Angebote schaffen. Trotzdem hat uns der Erfolg dieses Förderinstruments etwas überrascht – zu meiner großen Freude! Es ist bereits jetzt absehbar, dass die Fördermittel, die wir ursprünglich zur Verfügung gestellt haben, nicht ausreichen werden. Deshalb haben wir jetzt noch einmal nachgelegt, um den Umstieg der Saarländerinnen und Saarländer aufs Fahrrad weiterhin tatkräftig zu unterstützen.“

Die Förderrichtlinie NMOB-Rad richtet sich vor allem an Kommunen, Landkreise und deren Betriebe, sowie Bildungseinrichtungen. Diese können zum Beispiel für die Anschaffung von Pedelecs, Lastenfahrrädern und Lastenpedelecs, die Einrichtung von Reparatur- und Servicestationen oder Fahrradabstellanlagen eine Förderung erhalten. Zudem sind kommunale Radverkehrskonzepte förderfähig, aber auch innovative Projekte und Modellvorhaben zur Stärkung des Radverkehrs. Hierfür sind auch Vereine förderberechtigt. Erstmals gefördert werden auch Unternehmen und Privatpersonen: diese können eine Förderung für die Anschaffung von Lastenfahrrädern und Lastenpedelecs erhalten.

Weitere Informationen zur NMOB-Rad

Quelle: am 04.07.2021

Saarland: St. Ingbert erhält Förderung für Fahrradabstellanlagen

Die saarländischen Kommunen machen weiter fleißig Gebrauch von der „Richtlinie zur Förderung der nachhaltigen Mobilität – Teilförderung Radverkehr“ (NMOB-Rad).

Ganz vorne mit dabei ist auch die Stadt St. Ingbert: Insgesamt acht Schulen werden über die Förderrichtlinie nun mit modernen Fahrradabstellanlagen ausgerüstet. Verkehrsministerin Anke Rehlinger hat dazu eine Förderung in Höhe von mehr als 180.000 Euro zugesagt. Die Ministerin lobt das Engagement rund um die St. Ingberter Schulen. Es sei wichtig, dass besonders Kinder und Jugendliche den Umgang mit dem Rad lernten, damit sie sicher im Straßenverkehr unterwegs sind. Mit der richtigen Infrastruktur schaffe St. Ingbert wichtige Anreize für mehr Radverkehr in der Kommune:

 „Wenn wir das Fahrrad stärker ins Bewusstsein der Saarländerinnen und Saarländer rücken wollen, dann müssen wir bei den Jüngsten anfangen. Durch die Fahrradabstellanlagen schaffen wir die Infrastruktur, die die St. Ingberter Schülerinnen und Schüler benötigen, um auf das Elterntaxi oder den Bus zu verzichten. St. Ingbert geht hier mit gutem Beispiel voran – ich hoffe, dass viele weitere saarländische Kommunen folgen!“

Oberbürgermeister Ulli Meyer freut sich über die bewilligte Förderung: „Wir wollen St. Ingbert attraktiver für den Radverkehr gestalten. Fahrradabstellanlagen an den Schulen fördern die nachhaltige Mobilität. Die Abstellanlagen sind somit ein Baustein für ein grünes und lebendiges St. Ingbert. Ich danke Ministerin Rehlinger für die Förderung.“

Ziel der Richtlinie ist die Förderung des Alltagsradverkehrs im Saarland. Sie richtet sich vor allem an Kommunen, Landkreise und deren Betriebe sowie Bildungseinrichtungen. Sie können etwa für die Anschaffung von Pedelecs, Lastenfahrrädern und Lastenpedelecs, die Einrichtung von Reparatur- und Servicestationen oder Fahrradabstellanlagen eine Förderung erhalten. Ebenfalls förderfähig sind kommunale Radverkehrskonzepte, aber auch innovative Projekte und Modellvorhaben zur Stärkung des Radverkehrs. Für letzteres sind auch Vereine förderberechtigt. Erstmals gefördert werden auch Unternehmen und Privatpersonen: Sie können eine Förderung für die Anschaffung von Lastenfahrrädern und Lastenpedelecs erhalten.

Die Installierung der Abstellanlagen in St. Ingbert kostet insgesamt 226.600 Euro. Die jeweiligen Maßnahmen werden vom Land mit 80 Prozent der Kosten gefördert und sollen nun zügig umgesetzt werden.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr am 30.06.2021

Sachsen: Im August kostenlose Mitnahme von Fahrrädern in den Fahrradbussen der Verkehrsgesellschaft Meißen

Die Fahrradanhänger haben Platz für 16 Fahrräder oder E-Bikes.  Also erst mal bequem mit dem Bus anreisen und dann losradeln. Damit können auch wenig geübte Radfahrer  oder Familien das Elbland erFAHREN.

Vom 01. bis 31.August 2021 werden Fahrräder oder E-Bikes auf den Fahrradbus-Anhängern gratis mitgenommen.
Weitere Informationen: www.vg-meissen.de/verkehrsmittel/fahrradbus-2/, www.vvo-online.de/fahrradbus

Quelle:  am 26. Juli 2021

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Sachsen-Anhalt: Mehr als 2.000 Fahrradfahrende pro Tag in der Albert-Vater-Straße unterwegs

Erhebung des Stadtplanungsamtes ausgewertet

Durchschnittlich mehr als 2.000 Fahrradfahrende sind täglich in der Albert-Vater-Straße in Höhe der Anschlussstelle Magdeburger Ring unterwegs. Der Spitzenwert lag bei 2.304 Fahrrädern. Vom 12. Mai bis 12. Juni erfasste das Stadtplanungsamt an 6 Punkten im Stadtgebiet den Fahrradverkehr mittels automatischem Zählgerät.

Unter der Bahnbrücke in der Carl-Miller-Straße wurden durchschnittlich 761 Fahrräder pro Tag gezählt, maximal waren es dort 1.831. Am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) erfasste das Zählgerät im Durchschnitt 953 Fahrräder, während der Spitzenwert hier 1.535 am Tag war. Die Strecke am ZOB entlang ist neben der Albert-Vater-Straße eine wichtige Verbindung zwischen Stadtfeld Ost und der Innenstadt.

Weitere Messpunkte waren die Glacis-Anlage in Höhe Maybachstraße, die Elbuferpromenade am Schleinufer sowie der Weg zwischen der Wilhelm-Külz-Straße und dem Sachsenring. An jeder Erhebungsstelle wurden die Fahrräder über mehrere Tage erfasst. Zudem war auch ein Messpunkt im Breiten Weg in Höhe der Großen Steinernetischstraße geplant. Wegen eines Schadens aufgrund von Vandalismus konnten dort aber keine nutzbaren Werte gewonnen werden.

Das automatisch arbeitende Fahrradzählgerät war von der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen im Land Sachsen-Anhalt (AGFK) zur Verfügung gestellt worden. Seit deren Gründung im November 2019 ist die Landeshauptstadt Magdeburg Mitglied in der AGFK. Ein Mitarbeiter des Magdeburger Stadtplanungsamtes ist Vorstandsmitglied. Die vom Stadtplanungsamt erfassten Daten konnten dank der technischen Leihgabe erstmals erhoben werden und kommen der weiteren Radverkehrsplanung zugute.

Quelle:  am 30.07.2021

Schleswig-Holstein: Land fördert neuen Radweg in Thumby mit über 1,2 Millionen Euro

THUMBY/KIEL. Wer bisher von Thumby nach Grünholz mit dem Rad fahren wollte, konnte entweder auf der Straße fahren oder einen Umweg nehmen – einen Radweg gab es bisher nicht. Das soll sich jetzt ändern. Im Mai 2021 begann der Bau des neuen Radwegs entlang der Kreisstraße 61. Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz freute sich über die Nachricht: ""Wir wollen mehr Leute für das Radfahren begeistern. Das geht natürlich nur, wenn es auch Radwege gibt. Der Lückenschluss im Radwegenetz ist ein wichtiges Signal.""

Sowohl nördlich von Thumby entlang der Kreisstraße 77 als auch von Grünholz Richtung Damp gibt es bereits Radwege. Dazwischen klaffte bis jetzt eine Lücke. Die wird nun mit dem rund 2,8 Kilometer langen neuen Radweg geschlossen. Die Bauarbeiten sollen Anfang September abgeschlossen sein. ""Der Radweg trägt auch deutlich zu mehr Verkehrssicherheit bei. Die Radfahrerinnen und Radfahrer müssen sich nicht mehr die Straße mit den Autos teilen und sind so besser geschützt"", betonte Buchholz.

Parallel werden auch zwei Bushaltestellen entlang der Strecke barrierefrei ausgebaut. Auch auf dem Radweg wird barrierefreies Radeln möglich sein. Das Land fördert die Maßnahme mit über 1,2 Millionen Euro aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes. Die Gesamtkosten liegen bei fast 1,9 Millionen Euro.

Auch ein weiteres Verkehrsprojekt im Kreis Rendsburg-Eckernförde steht kurz vor dem Abschluss: Die Kreisstraße 3 und der Radweg entlang der Straße zwischen Quarnbek und Melsdorf wird noch bis Mitte August saniert. Hier steuert das Land rund 287.000 Euro aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes bei.

Quelle:  am 28.07.2021

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31. Juli 2021
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Difu (A.H.)
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