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Juni 2021

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel
  • Baden-Württemberg: Baubeginn der Radschnellweg-Demonstrationsstrecke Reichenbach-Ebersbach (Filstal)
  • Baden-Württemberg: Online-Umfrage der Stadt Wiesloch zum Radverkehrskonzept
  • Berlin: 2,45 Kilometer - Spatenstich für längste Fahrradstraße in Deutschlands Hauptstadt
  • Hamburg: Alster-Fahrradachsen - Ausbau der Bellevue
  • Hessen: Rekordmittel, erfolgreiche Kooperation mit Kommunen und Personalaufbau bei Hessen Mobil haben den Radwegebau weiter vorangebracht
  • Hessen: Verbesserung des Radverkehrs in Darmstadt mit Mitteln aus dem Sonderprogramm "Stadt und Land"
  • Hessen: Melsungen erhält Zuschuss für Radverkehrskonzept
  • Hessen: Durchführung einer Machbarkeitsstudie für eine Radschnellverbindung zwischen Wiesbaden und Frankfurt
  • Hessen: Zuschuss für Fuß- und Radwegekonzept Eschwege
  • Hessen: Neue Radfahrstreifen in Kassel
  • Hessen: Ausbau des Radfernwegs R4 im Landkreis Kassel fast abgeschlossen
  • Niedersachsen: Verkehrsversuche in Hannover - Autospuren werden zu Radverkehrsanlagen
  • Niedersachsen: Stadt Osnabrück zählt den Radverkehr an fünf Standorten
  • Niedersachsen: Zugeparkte Geh- und Radwege in Braunschweig – Parkraumüberwachung soll intensiviert werden – Beschilderungen und Markierungen werden überprüft
  • Nordrhein-Westfalen: Gesetzentwurf der Landesregierung zur Einführung des Fahrrad-und Nahmobilitätsgesetzes sowie zur Änderung des Straßen-und Wegegesetzes nach der 1. Lesung am 18.06.2021 an den Verkehrsausschuss überwiesen
  • Nordrhein-Westfalen: Förderung für komfortablen Radweg im Kreis Kleve
  • Nordrhein-Westfalen: Mobilitätskonzept 2030+ Leverkusen - Neue Fahrradstraßen leisten maßgeblichen Beitrag zur Radverkehrsförderung
  • Nordrhein-Westfalen: Neue Lückenschlüsse im Radschnellweg RS1
  • Nordrhein-Westfalen: Dortmunder Teilabschnitt des Radschnellwegs Ruhr (RS1) im Kreuzviertel als Fahrradstraßen freigegeben
  • Nordrhein-Westfalen: Münster bekommt weitere Fahrradstraße - Teilabschnitt auf der Veloroute Telgte-Münster
  • Nordrhein-Westfalen: Umweltausschuss Mönchengladbach beschließt neue Radschnellverbindung in den Nordpark
  • Nordrhein-Westfalen: Öffnung von Einbahnstraßen für Radverkehr in Mönchengladbach
  • Nordrhein-Westfalen: Neubau der Lippebrücke im Kreis Recklinghausen zwischen Datteln-Ahsen und Olfen mit Radweglückenschlüssen
  • Nordrhein-Westfalen: Umsetzung des Radverkehrskonzepts im Kreis Steinfurt schreitet voran
  • Rheinland-Pfalz/Hessen: Fahrradfreundlicher Umbau der Kaiserbrücke in Mainz und Wiesbaden
  • Rheinland-Pfalz: 3. 4-Millionen-Euro-Aufruf für Radwegeförderung über EULLE-Entwicklungsprogramm/LEADER startet bald
  • Rheinland-Pfalz: Ausbau eines kombinierten Rad- und Wirtschaftsweges zwischen Ingweilerhof und Reipoltskirchen in Lauterecken-Wolfstein (Landkreis Kusel)
  • Saarland: Geh- und Radweg-Lückenschluss entlang der L112 zwischen den Ortschaften Bildstock (Stadt Friedrichsthal / Regionalverband Saarbrücken) und Merchweiler (Landkreis Neunkirchen)
 

    Baden-Württemberg: Baubeginn der Radschnellweg-Demonstrationsstrecke Reichenbach-Ebersbach (Filstal)

    Am 23. Juni 2021 begann der Bau des ersten Teilstücks des Radschnellwegs im Filstal zwischen Reichenbach und Ebersbach. Nach der Fertigstellung, die für September geplant ist, wird das Teilstück einen Eindruck vermitteln, wie solche Radrouten beschaffen sind. "Radschnellwege sind eine neue Form der Radverkehrsinfrastruktur. Sie sollen Pendlerinnen und Pendlern eine komfortable und umweltfreundliche Alternative zum Auto ermöglichen. Durch die Umsetzung dieses Demonstrationsteilstücks möchten wir bereits dieses Jahr die Möglichkeit geben, ein kurzes Stück Radschnellweg auszuprobieren und zu erleben", betont Verkehrsminister Winfried Hermann MdL.

    Radeln schon ab September: Das 1,3 Kilometer lange Teilstück parallel zur Landesstraße L 1192 zwischen Reichenbach und Ebersbach beginnt am Ortsausgang Reichenbach (Einmündung Filsstraße) und endet auf Höhe der Kläranlage Ebersbach. Vorgesehen ist der Ausbau des 2,5 Meter Geh- und Radwegs zu einem vier Meter breiten Radschnellweg. Das Demonstrationsteilstück schließt in Reichenbach direkt an den Radschnellweg RS 4 Richtung Esslingen an: Der RS 4 ist als eines von drei Pilotprojekten des Landes geplant wird und wird in den kommenden Jahren Stück für Stück realisiert. Zudem wird an der Kreisgrenze Esslingen/Göppingen damit ein Stück des geplanten Filstal-Radschnellwegs gebaut, der sich in der Baulast des Landkreises Göppingen befindet.

    Regierungspräsident Wolfgang Reimer sagte dazu: „Ich freue mich, dass wir nun mit dem Bau beginnen können. Ich danke den beiden beteiligten Landkreisen für die sehr gute Zusammenarbeit im Vorfeld. Nach Fertigstellung des Demonstrationsteilstücks können sich die Bürgerinnen und Bürger davon überzeugen, wie komfortabel und attraktiv klimafreundlicher Radverkehr sein kann.“

    Die Kosten für die Maßnahme betragen 800.000 Euro und werden vom Land Baden-Württemberg getragen. Die Fertigstellung der Baumaßnahme ist für September 2021 vorgesehen.

    Radschnellverbindungen zeichnen sich aus durch:

    • Mindestens fünf Kilometer Gesamtstrecke
    • Überwiegend vier Meter breit
    • Interkommunale, weitgehend kreuzungsfreie Verbindung
    • Bevorrechtigte Führung der Radfahrenden
    • Bedeutende Verbindung für Alltagsradverkehr: Mindestens 2.000 Radfahrer*innen in 24 Stunden auf dem überwiegenden Teil der Gesamtstrecke

    Radschnellwege sind aufgrund direkter Führungen mit wenigen Stopps und großer Breiten besonders attraktiv gerade auch auf längeren Distanzen. Sie haben insbesondere aufgrund der steigenden Nutzung von E-Bikes und Pedelecs großes Potenzial, um die Hauptverkehrsachsen auf Straßen und Schienen zu entlasten, Staus zu vermeiden und zur Luftreinhaltung beizutragen. Bei Radschnellwegen wird die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit dadurch erhöht, dass durch kreuzungsfreie oder bevorrechtigte Führungen die Radfahrerinnen und Radfahrer weniger oft anhalten und warten müssen. Weitere Informationen unter: www.radschnellverbindungen-bw.de

    Quelle: VM Baden-Württemberg am 23.06.2021

    Zur Pressemitteilung mit weiteren Informationen

    Baden-Württemberg: Online-Umfrage der Stadt Wiesloch zum Radverkehrskonzept

    Im September 2020 beschloss der Gemeinderat der Stadt Wiesloch ein  Fachbüro mit der Ausarbeitung eines Radverkehrskonzeptes für Wiesloch und die Stadtteile zu beauftragen. Im März 2021 wurde dann das Büro VAR+ mit der Erstellung des Konzeptes durch den Technik- und Umweltausschuss betraut. Nun führt das Büro in Absprache mit der Stadt Wiesloch eine Online- Bürgerbeteiligung durch. Alle Interessierten können dabei helfen, das Radfahren in Wiesloch zu verbessern.

    „Ich freue mich sehr, wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger diese Form der Beteiligung wählen“, so Oberbürgermeister Dirk Elkemann. „Wir brauchen gute und funktionierende Radverkehrskonzepte, um für Freizeitradler, Berufspendler und regelmäßige Fahrradnutzer attraktiv zu sein. Denn nur mit der Einbeziehung des Radverkehrs lassen sich unsere Verkehrsprobleme in der Zukunft lösen.“

    So ruft die Stadt Wiesloch alle Interessierten dazu auf, den Online- Fragebogen zum Thema Radverkehr auszufüllen. Unter www.wiesloch.varplus.de werden Fragen zur Fahrhäufigkeit, zum Fahrradklima, den Start- und Zielpunkten des Radverkehrs und der Zufriedenheit mit der Radverkehrsinfrastruktur in Wiesloch abgefragt. Der Fragebogen steht für die Antworten und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger bis 12.08.2021 offen. Wer keine Möglichkeit zur Online- Beantwortung hat, kann den Fragebogen in gedruckter Form an der Zentrale des Rathauses, zu den Öffnungszeiten, abholen und dort auch wieder abgeben.
     
    Im Rahmen der Erarbeitung des Radverkehrskonzeptes sind die Bürgerinnen und Bürger Wieslochs darüber hinaus herzlich eingeladen, sich durch Hinweise und Anmerkungen am Planungsprozess zu beteiligen. Dafür wurde ein neues E-Mail-Postfach bei der Stadt Wiesloch eingerichtet. Es können per E-Mail an radverkehr@wiesloch.de ab sofort Ideen, Vorschläge und Wünsche zum Radverkehr direkt gesendet werden. Ziel ist es, für die Erstellung des Radverkehrskonzeptes weitere qualifizierte Daten zur Planung zu erhalten um eine komfortable Radverkehrsinfrastruktur für schnelle Berufspendler, für Schüler und Einkaufsradler sowie für Neu- und Wieder-aufs-Rad-Steiger zu schaffen.

    Natürlich fließen in das Radverkehrskonzept insgesamt auch die Anregungen aus der Umfrage zum Mobilitätspakt mit ein, welche im Jahr 2019 durchgeführt wurde. Auf www.mobipakt-wa-wi.de gelangt man unter der Fragestellung "Was hat sich getan" zur Maßnahmenübersicht und kann nach dem Schwerpunkt Radverkehr filtern oder sich alle Maßnahmen gemeinsam anschauen und nachlesen.

    Quelle: Stadt Wiesloch am 24.06.2021

    Zur Mitteilung der Stadt Wiesloch mit weiteren Informationen

    Berlin: 2,45 Kilometer - Spatenstich für längste Fahrradstraße in Deutschlands Hauptstadt

    In Neukölln erfolgte am 28. Juni 2021 der Spatenstich für die längste Fahrradstraße in Berlin. Auf einer Länge von insgesamt 2,45 Kilometern wird die Neuköllner Weserstraße parallel zur Sonnenallee umgebaut. Der erste Bauabschnitt zwischen Pannierstraße und Fuldastraße soll Ende 2021 abgeschlossen werden. Der Gesamtumbau soll 2024 fertig sein. Bezirksbürgermeister Martin Hikel sowie der für Stadtentwicklung zuständige Bezirksstadtrat Jochen Biedermann haben heute mit dem ersten Spatenstich die Baustelle eröffnet.

    Bezirksbürgermeister Martin Hikel: „Mit der Fahrradstraße leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Verkehrswende. Radfahrende kriegen eine neue Fahrradstraße parallel zur Sonnenallee, der Kiez wird durch weniger Durchgangsverkehr noch lebenswerter. Und die Anlieger, etwa die Gewerbetreibenden in der Weserstraße, kommen auch weiterhin an ihre Läden ran und können gut beliefert werden. Mit neuen Bäumen, erneuerten Gehwegen und Gehwegvorstreckungen schaffen wir gleichzeitig mehr Lebensqualität für den Kiez.“

    Durch zwei Diagonalsperren an den Kreuzungsbereichen Weichselstraße und Roseggerstraße sowie eine Quersperre an der Elbestraße will das Bezirksamt den Durchgangsverkehr aus der künftigen Fahrradstraße heraushalten.

    Im Rahmen der Bauarbeiten werden zunächst die durch Wurzeln stark beeinträchtigten Gehwege instandgesetzt. Die Baumscheiben werden vergrößert, insgesamt werden 34 neue Bäume entlang der Straße gepflanzt. Das bestehende Kopfsteinpflaster auf der Fahrbahn weicht einer 5,5 Meter breiten asphaltierten Fahrbahn. Lediglich am Rand verbleibt links und rechts das Kopfsteinpflaster und dient gemeinsam mit dem bisherigen Radstreifen am Gehwegrand als Parkstreifen.

    Das entfernte Kopfsteinpflaster wird im Rahmen anderer Baumaßnahmen wiederverwendet. Bei den 34 Neupflanzungen im ersten Bauabschnitt handelt es sich um folgende, je nach Standort speziell ausgesuchte Bäume:

    • 9 Magnolia kobus (Kobushi-Magnolie)
    • 13 Cercis canadensis “Forest Panky” (Amerikanischer Judasbaum)
    • 7 Sorbus intermedia “Brouwers“ (Schwedische Mehrbeere)
    • 5 Ostrya carpinifolia (Hopfenbuche)

    Der Umbau wird insgesamt ca. 3,7 Mio. Euro kosten. Die Gelder werden durch SIWA-Mittel (unmittelbare Fahrradinfrastruktur) sowie das Förderprogramm „Lebendige Zentren“ der Bundesregierung (Baumscheiben und Gehwegvorstreckungen) bereitgestellt. Die Fahrradstraße wird in der Endstufe auf 2.450 Metern Länge zwischen Kottbusser Damm und Sonnenallee (am S+U-Bhf. Sonnenallee) verlaufen.

    Ausführliche Informationen zur Baumaßnahme, zum Verlauf der Modalen Filter (Diagonalsperren usw.) und zu den Bauplänen finden Sie auch online unter https://www.kms-sonne.de/projekte/weserstrasse/

    Quelle: Bezirksamt Berlin-Neukölln am 28.06.2021

    Hamburg: Alster-Fahrradachsen - Ausbau der Bellevue

    Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) ergänzt bis zum Frühjahr 2022 ein weiteres Stück der Alster Fahrradachsen: Ab dieser Woche wird die Bellevue von der Fernsicht bis zur Sierichstraße zur Fahrradstraße um- und ausgebaut, um die knappen Verkehrsflächen an der Alster für Rad-, Fuß- und Autoverkehr, sowie Sport- und Erholungssuchende insgesamt neu aufzuteilen. Vor allem für Fahrradfahrende wird dabei eine durchgängige, sichere und komfortable Verkehrsverbindung geschaffen. Die Bauarbeiten dauern insgesamt bis zum Frühjahr 2022 an.

    Ausbau der Bellevue startet: Die Arbeiten finden abschnittsweise statt und haben bereits am 12. Juni mit umfangreichen Baumschutzmaßnahmen begonnen. Der erste Bauabschnitt erstreckt sich von der Fernsicht bis zur Scheffelstraße. Ab dem 21. Juni wird die Bellevue für den motorisierten Verkehr voll gesperrt. Für den Radverkehr sowie Anliegerinnen und Anlieger wird eine drei Meter breite Einbahnstraße eingerichtet. Der Fußverkehr wird während der gesamten Bauzeit sicher neben dem Baufeld geführt.

    Im Herbst 2021 wird für voraussichtlich zwei Wochen die Einmündung Scheffelstraße bearbeitet und dafür gesperrt. Die Bellevue kann in der Zeit wie gewohnt in Einbahnstraßenrichtung befahren werden.

    Der letzte und dritte Bauabschnitt beginnt voraussichtlich im Herbst/Winter 2021 und erstreckt sich von der Einmündung Scheffelstraße bis zur Kreuzung Sierichstraße. Bis zum Ende dieser Arbeiten ist die Bellevue dann erneut für den motorisierten Verkehr voll gesperrt. Für den Radverkehr sowie Anliegerinnen und Anlieger steht wieder eine drei Meter breite Einbahnstraße zur Verfügung.

    Im Rahmen von Asphaltierungsarbeiten muss die Bellevue außerdem insgesamt für etwa zwei Wochen voll gesperrt werden. Auch Grundstücke sind dann nur zu Fuß erreichbar. Anliegerinnen und Anlieger werden darüber gesondert informiert.

    Quelle: Behörde für Verkehr und Mobilitätswende am 14.06.2021

    Hessen: Rekordmittel, erfolgreiche Kooperation mit Kommunen und Personalaufbau bei Hessen Mobil haben den Radwegebau weiter vorangebracht

    Rund 82 Mio. Euro sind seit 2014 in den Neu- und Ausbau und in die Sanierung von Radwegen an Landes- und Bundesstraßen geflossen. Insgesamt konnten damit 116 Kilometer Radwege neu- und ausgebaut oder saniert werden. Allein 2021 sind Investitionen von weiteren 21 Mio. Euro geplant, mit denen nochmal 20 Kilometer Radwege neu- und ausgebaut oder saniert werden. 

    „Kein Radweg in Hessen scheitert an Geld: Noch nie wurden so viele Mittel aus dem Landeshaushalt in den Ausbau der Radwegeinfrastruktur investiert“, sagte Landesverkehrsminister Al-Wazir. „Das allein aber reicht nicht: Jeder Radweg muss nicht nur finanziert, sondern erst einmal geplant und gebaut werden.“ Um hier mehr Tempo hineinzubringen, hat das Land im vergangenen Jahr Städten und Gemeinden angeboten, die Planung von Radwegen, die an Landesstraßen verlaufen und relativ zügig geplant und umgesetzt werden können, zu übernehmen. Die Kosten trägt selbstverständlich das Land. Insgesamt wurde eine solche Kooperation bei 53 Radwegeprojekten an Landesstraßen den Kommunen vorgeschlagen.

    Kein Radweg scheitert an Geld: „Das Angebot wurde sehr gut angenommen, viele Projekte konnten damit schon 2020 planerisch angepackt werden. Der Radwegebau in Hessen nimmt damit noch mehr Fahrt auf“, sagte Al-Wazir. Insgesamt wurden 41 Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet, 22 Projekte wurden begonnen, ein Radweg ist bereits fertig, ein anderer bereits in Bau, bei etlichen anderen hat die Planung begonnen. „Wir hoffen natürlich, dass die Kommunen, die noch keine Entscheidung getroffen haben, ebenfalls zustimmen.“ Drei Kommunen haben das Kooperationsangebot abgelehnt.

    Parallel wurde bei der Straßenbauverwaltung Hessen Mobil eine 18-köpfige Task Force Radwege eingerichtet, die sich ausschließlich um die Planung von Radwegen an Landes- und Bundesstraßen kümmert. „Das gab es in Hessen noch nie: Wir setzen bei Hessen Mobil einen deutlichen Schwerpunkt auf die Stärkung des Radverkehrs und das geht nur mit mehr Personal“, so der Verkehrsminister. 

    Um Radwegeplanung und -bau in Hessen voranzubringen, hat Hessen Mobil im Rahmen seiner Neuorganisation Anfang 2021 zusätzlich die Abteilung „Mobilität und Radverkehr“ ins Leben gerufen. Hier werden unter anderem vernetzte Verkehrskonzepte ausgearbeitet sowie Strategien für Rad- und Fußverkehr entwickelt und bewertet. 

    „Die Neuorganisation von Hessen Mobil ist ein weiterer Schritt hin zu einer ganzheitlichen Betrachtungsweise von Mobilität und agilem, kooperativem Arbeiten.“ erläutert Heiko Durth, Präsident von Hessen Mobil. „Unser Ziel ist es, eine ausgezeichnete Straßen- und Wegeinfrastruktur zur Verfügung zu stellen - und darüber hinaus als verlässlicher, umsetzungsstarker Partner für lokale Nahmobilitätsberatung wahrgenommen zu werden.“  

    Radwegebau in Hessen

    • Im Jahr 2020 wurde die Rekordsumme von 8,2 Mio. Euro in Radwege an Landesstraßen und 14,5 Mio. Euro in Radwege an Bundesstraßen investiert.
    • 2021 sind für Radwege an Landestraßen erneut 8 Mio. Euro und für Radwege an Bundesstraßen 13 Mio. Euro an Investitionen geplant.
    • Zwischen 2014 und 2020 sind 27,3 Kilometer Radwege an Landesstraßen und 30,9 Kilometer an Bundesstraßen in Hessen neu- oder ausgebaut worden. Seit vergangenem Jahr sind nochmal 5,2 Kilometer an Landes- und Bundesstraßen hinzugekommen.
    • Zusätzlich wurden zwischen 2016 und 2020 insgesamt 57,8 Kilometer Radwege an Landes- und Bundesstraßen saniert. Im Jahr 2020 waren es alleine 12 Kilometer.
    • Im Rahmen der 2016 gestarteten Sanierungsoffensive, die mittlerweile bis 2025 fortgeschrieben wurde, beabsichtigte die Landesregierung nicht nur den Sanierungsstau der Landesstraßen dauerhaft und strukturiert anzugehen, sondern auch den Radverkehr durch Verbesserung des Radwegenetzes zu stärken und auszubauen. So wurden im Jahr 2016 die Planungen für 59 neue Radwege an Landesstraßen zusätzlich in die Programmplanung bei Hessen Mobil aufgenommen.
    • Neun Radwegeprojekte wurden abgeschlossen, 44 befinden sich in unterschiedlichen Stadien der Bearbeitung, sechs Projekte sind herausgefallen, weil zum Beispiel eine Landesstraße zu einer Kreis- oder Gemeindestraße herabgestuft wurde und damit die Kommune für den Radweg zuständig ist. Für den Großteil der Radwege in Hessen sind die Städte und Gemeinden zuständig. Aus diesem Grund unterstützt das Land Hessen sie seit 2017 mit der Nahmobilitätsstrategie, der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität und einer erheblich verstärkten finanziellen Förderung und Beratung.
    • Von 2014 bis 2020 standen insgesamt 75,5 Mio. Euro für neue Rad- und Fußwege in hessischen Kommunen zur Verfügung.
    • Alleine in den Jahren 2021 bis 2023 stehen weitere 76,5 Mio. Euro für Nahmobilitätsprojekte der Kommunen bereit. Hinzu kommen zusätzlich 43 Mio. Euro aus dem Bundesprogramm „Stadt und Land“.

    Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 29.06.2021

    Zur Pressemitteilung mit zahlreichen Zusatz-Downloads

    Hessen: Verbesserung des Radverkehrs in Darmstadt mit Mitteln aus dem Sonderprogramm "Stadt und Land"

    Für die Verbesserung des Radverkehrs erhält Darmstadt 74.400 Euro aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Das Geld fließt in den Umbau eines Knotenpunktes und einer Radfahrstreifenmarkierung auf der Teichhausstraße. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 93.000 Euro. 

    Aktuell verläuft der Radfahrstreifen ohne Sicherheitsabstand neben den Parkstreifen für PKW. Um eine sichere und durchgehende Führung für Radfahrende zu schaffen, wird auf einer Länge von 150 Metern ein 1,85 Meter breiter Radfahrstreifen markiert. Durch die rote Farbgebung und die Fahrradpiktogramme soll der Radfahrstreifen in Zukunft deutlicher wahrgenommen werden. Außerdem wird eine Linksabbiegemöglichkeit von der Teichhausstraße in die Soderstraße geschaffen. 

    Aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ stehen in Hessen bis Ende 2023 rund 44 Mio. Euro zur Verfügung. Nähere Informationen unter www.bund-stadt-land.de

    Bundesminister Andreas Scheuer: „Ich freue mich, dass unsere Rekordmittel vor Ort eingesetzt werden und damit direkt bei den Bürgerinnen und Bürger ankommen. Für sie heißt es dann nur noch: Aufsteigen und Losfahren. Damit kommen wir meinem Ziel wieder ein Stück näher: Deutschland wird Fahrradland! Das Geld dafür ist da: Bis 2023 stellen wir die Rekordsumme von 1,46 Milliarden Euro bereit. Mit unserem Finanzhilfe-Sonderprogramm Stadt und Land verbessern wir die Bedingungen für Radfahrende in der Stadt und auf dem Land deutlich. Wir unterstützen die Länder und Kommunen z.B. beim Bau von Radwegen, Radwegebrücken, Fahrradparkplätzen und fahrradfreundlichen Kreuzungen. Denn eines ist klar: Je besser und sicherer die Radwege, umso größer die Lust, auf das Fahrrad zu steigen.“ 

    Minister Al-Wazir wies darauf hin, dass auch das Land umfangreiche Mittel für den Radverkehr bereitstellt: „Aus dem Landeshaushalt stehen bis 2023 rund 70,5 Millionen Euro für kommunale Maßnahmen für den Rad- und Fußverkehr zur Verfügung. Damit werden wir den Radverkehr in Hessen noch attraktiver machen. Die Verkehrswende, besonders im Rad- und Fußverkehr, findet vor Ort statt. Ich rufe deshalb die Kommunen dazu auf, diese Chance jetzt zu ergreifen und mit mutigen Schritten voranzugehen.“

    Quelle:  am 24.06.2021

    Hessen: Melsungen erhält Zuschuss für Radverkehrskonzept

    Mit 12.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Melsungen bei der Erstellung eines Radverkehrskonzepts. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf rund 20.000 Euro. 

    Mit dem Konzept möchte Melsungen geeignete Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs entwickeln. Das Fahrrad soll als Verkehrsmittel vermehrt auf alltäglichen Strecken wie den Weg zur Arbeit oder Schule eingesetzt werden. Auch in der Freizeit soll das Fahrrad einen höheren Anteil erreichen. Neben der Innenstadt werden dazu auch die Voraussetzungen und Möglichkeiten in den Stadtteilen von Melsungen untersucht. 

    Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

    Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 17.06.2021

    Hessen: Durchführung einer Machbarkeitsstudie für eine Radschnellverbindung zwischen Wiesbaden und Frankfurt

    Mit 49.000 Euro unterstützt das Land Hessen den Regionalverband FrankfurtRheinMain bei der Durchführung einer Machbarkeitsstudie für eine Radschnellverbindung zwischen Wiesbaden und Frankfurt. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 100.000 Euro.

    Mit der Machbarkeitsstudie soll ein möglicher Streckenverlauf für eine Radschnellverbindung zwischen der Landeshauptstadt und Frankfurt entwickelt und bewertet werden – in einer Potenzialstudie zu künftigen Radschnellverbindungen in Hessen wurde diese Strecke als „möglich“ eingestuft. Auch Bürgerinnen und Bürger sollen bei der Entwicklung der Streckenführung mitwirken können.

    Moderne und leistungsfähige Radwege motivieren zum Fahrradfahren auch für alltägliche Wege und längere Strecken und erhöhen die Attraktivität des Radverkehrs in der Region FrankfurtRheinMain. Durch die Verringerung des CO2-Ausstoßes leisten sie einen Beitrag für die Umwelt und zum Klimaschutz.

    Förderung nach Nahmobilität Richtlinie: Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

    Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 16.06.2021

    Hessen: Zuschuss für Fuß- und Radwegekonzept Eschwege

    Mit 24.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Eschwege bei der Erstellung eines Fuß- und Radwegekonzepts. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 30.000 Euro.  

    Mit der Entwicklung eines Fuß- und Radwegekonzepts möchte Eschwege den Radverkehr in der Kernstadt sowie in den Stadtteilen stärken – dabei geht es auch um Radwegeverbindungen zu den Nachbarkommunen Wehretal, Meinhard und Wanfried. Zudem soll die Einrichtung von Fahrradstraßen geprüft werden. Ein weiteres Ziel des Konzepts ist die Optimierung der Fußwege unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit. 

    Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

    Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 09.06.2021

    Hessen: Neue Radfahrstreifen in Kassel

    Radfahrerinnen und Radfahrer kommen auf der Kohlenstraße ab sofort besser voran: Das Straßenverkehrs‐ und Tiefbauamt hat zwischen Bertha‐von‐Suttner‐Straße und Am Heimbach auf einer Länge von rund 370 Metern in beiden Richtungen Radfahrstreifen angelegt und dem Verkehr übergeben. 

    „Ich bin froh, dass uns dieser Lückenschluss in Richtung Wehlheiden in vergleichsweise kurzer Zeit gelungen ist“, sagte Verkehrsdezernent Dirk Stochla bei einem Ortstermin mit Dr. Georg Förster, Leiter Straßenverkehrs- und Tiefbauamt. „Die Strecke ist Teil unseres Programms „Baustein Zukunft – Radverkehr“ und trägt dazu bei, schrittweise die Radverkehrsachse von der Konrad-Adenauer-Straße kommend, über Druseltalstraße, Kohlenstraßen, Tischbeinstraße und Philosophenweg führend bis hin zur Menzelstraße zu stärken. So entsteht nach und nach ein durchgängig nutzbares Radverkehrsnetz.“

    Die Freigabe der Gehwege für den Radverkehr wurde daher größtenteils aufgehoben; im Bereich des Zulaufs auf die Lichtsignalanlage bleibt sie bestehen. Für den Kfz-Verkehr wurde zwischen der Bertha-von-Suttner-Straße und der neuen Mittelinsel in Höhe Virchowstraße / Christian-Reul-Straße eine sogenannte überbreite Fahrspur eingerichtet, die es weiterhin ermöglicht, dass zwei Pkw nebeneinander fahren können. Im Bereich der Fußgänger-Ampel auf Höhe Am Heimbach steht in stadteinwärtiger Richtung noch eine Kfz-Fahrspur zur Verfügung.

    „Die jetzt realisierte Variante orientiert sich an einem Vorschlag aus dem Radverkehrskonzept, kommt aber mit weniger baulichem Aufwand aus. Das hat die Umsetzung natürlich beschleunigt“, ergänzte Stochla. „Wo immer solche Lösungen möglich sind, bin ich sehr dafür, diese auch zu realisieren. Wichtig ist mir dabei, dass es sorgfältige Planungen und bewusste Abwägungsentscheidungen gibt, die alle Verkehrsarten in den Blick nehmen.“

    Vorbereitend waren abschnittsweise Reparaturen der Fahrbahndecke notwendig, damit Markierungen bzw. Einfärbungen länger halten können. Außerdem gab es Anpassungen des Gehwegs im Bereich der westlichen Zufahrt zur Tankstelle. Die Maßnahme hat insgesamt 140.000 Euro gekostet und wird zu einem großen Teil vom Land Hessen gefördert.

    Quelle: Stadt Kassel am 02.06.2021

    Hessen: Ausbau des Radfernwegs R4 im Landkreis Kassel fast abgeschlossen

    „Der Ausbau des Radfernwegs R 4 läuft nach Plan und ist fast abgeschlossen“, informiert Vizelandrat Andreas Siebert bei einem Besuch der ausgebauten Strecke am Wasserschloss Wülmersen. Der Landkreis Kassel koordiniert die Ausbaumaßnahmen am Rand des Radwegs zwischen Hofgeismar-Hümme und Bad Karlshafen und hatte für den Ausbau 1,3 Millionen Euro Fördermittel des Landes Hessen erhalten. Für die Gesamtinvestition waren Mittel in Höhe von rund zwei Millionen Euro eingeplant. Die die Förderung übersteigende Restsumme übernimmt der Landkreis Kassel. „Wir hatten bei den Ausschreibungen Glück und so wie es aussieht, bleiben wir auch in diesem Kostenrahmen“, berichtet Siebert.

    „Wir haben gerade auch durch Corona feststellen können, dass Radfahren boomt und der Ausbau des Radfernwegs ist ein wichtiger Impuls für den Tourismus und den Radverkehr in der Nordspitze des Landes Hessen“, so Siebert weiter.

    Der elf Kilometer lange Abschnitt des Radfernweges R 4 wurde in sechs Abschnitten so ausgebaut, dass er auch während der Bauphase durch kurze Umleitungsstrecken durchgängig befahrbar war. „Wir hatten uns in Abstimmung mit allen Beteiligten dafür entschieden, dass der Ausbau asphaltiert erfolgt – das hat den großen Vorteil, dass damit auch die Zertifizierung als Fünf-Sterne-Radweg für den Diemelradweg, der zwischen Hümme und Bad Karlshafen auf dem R 4 verläuft, leichter wird“, erläutert Peter Nissen vom Servicezentrum Regionalentwicklung des Landkreises.

    Der Hessische Fernradweg R 4 verläuft von Hirschhorn am Neckar im Süden Hessens bis nach Bad Karlshafen. Mit 415 Kilometern ist er der längste Fernradweg Hessens. Im Landkreis Kassel verläuft die Strecke von Wolfhagen über Zierenberg und Hofgeismar bis nach Bad Karlshafen. Bisher war der Radweg zwischen Hümme und Bad Karlshafen weitgehend geschottert und damit nicht gut nutzbar. Außerdem erfüllte er nicht mehr überall die notwendigen Verkehrssicherheitspflichten.

    Quelle: Landkreis Kassel am 15.06.2021

    Niedersachsen: Verkehrsversuche in Hannover - Autospuren werden zu Radverkehrsanlagen

    Verkehrsversuch: Mehr Platz für Radverkehr auf der Celler Straße

    Auf politischen Antrag wird ab der 26. Kalenderwoche auf der westlichen Fahrbahnseite der Celler Straße ab der Einmündung Hamburger Allee bis zur Einmündung der Kohlrauschstraße eine der beiden vorhandenen Fahrspuren dem motorisierten Verkehr entzogen und durch entsprechende Markierung für den Radverkehr zur Verfügung gestellt. Es wird ein Radfahrschutzstreifen mit entsprechender flächigen Rotmarkierung eingerichtet. Die anliegende Bushalteposition bleibt wie im Bestand anfahrbar. Radfahrenden wird somit an dieser Stelle eine breitere Radspur zur Verfügung gestellt. Nach Beendigung der Baumaßnahme der Deutschen Bahn (DB) mit der Erneuerung der Stützmauer in der Herschelstraße ist beabsichtigt, auch auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite der Celler Straße eine der beiden Fahrspuren des Kfz-Verkehrs den Radfahrenden zunächst als Verkehrsversuch zur Verfügung zu stellen. Dazu wird der Radverkehr stadtauswärts ab Einmündung Herschelstraße von der Nebenanlage auf die Fahrbahn geleitet und in einem entsprechend markierten Radfahrstreifen unter der DB-Brücke bis zur anschließenden Aufstellfläche vor der Ampelanlage Hamburger Allee geführt. Diese Maßnahme wird voraussichtlich im August umgesetzt werden können. Es ist beabsichtigt, die Verkehrseinflüsse zu dokumentieren und eng zu begleiten, um nach Ablauf des Verkehrsversuches Rückschlüsse auf eine dauerhafte Lösung zu entwickeln.

    Verkehrsversuch: Mehr Platz für Radverkehr am Schiffgraben

    Auf politischen Antrag wird ab der kommenden Woche (25. Kalenderwoche) auf der östlichen Fahrbahnseite des Schiffgrabens in Richtung stadtauswärts eine der beiden vorhandenen Fahrspuren dem Individualverkehr entzogen und durch entsprechende Markierung für den Radverkehr zur Verfügung gestellt. Die Maßnahme erstreckt sich von der Einmündung der Lavesstraße bis zur Einmündung Hinüberstraße unter der Brücke der Deutschen Bahn. Aufgrund der eingeschränkten Platzverhältnisse im Bereich des Brückenbauwerkes kann so auf diesem Teilstück eine breite Radverkehrsanlage für Radfahrende eingerichtet werden. Es ist beabsichtigt, die Verkehrseinflüsse zu dokumentieren und eng zu begleiten, um nach Ablauf des Verkehrsversuches Rückschlüsse auf eine dauerhafte Lösung zu entwickeln.

    Quelle: Landeshauptstadt Hannover am 21./22.06.2021

    Niedersachsen: Stadt Osnabrück zählt den Radverkehr an fünf Standorten

    Vier neue Radzählsysteme im Stadtgebiet: Wie verändert sich der Radverkehr in Osnabrück? Wird bei jedem Wetter das Fahrrad benutzt? Solche Fragen lassen sich nicht ohne Weiteres beantworten. Für eine fundierte Planung braucht man im Radverkehr quantitative Daten - so wie es auch für den Kfz-Verkehr üblich ist. Viele Großstädte setzen dabei auf automatische Radzählsysteme. Sie helfen, das Mobilitätsverhalten einzuschätzen und zeigen als Monitoringinstrument die Entwicklung des Radverkehrs. 

    Am Radschnellweg an der Schlachthofstraße werden seit Mai 2019 die Radlerinnen und Radler gezählt, fast eine halbe Million bis heute. Die Stadt Osnabrück hat nun vier weitere Radzählsysteme installiert: Am Burenkamp, an der Bramscher Straße, an der Sedanstraße / Barenteich und an der Katharinenstraße sind Schleifen verlegt, die jedes Fahrrad erfassen. 

    Am Standort Katharinenstraße steht zusätzlich eine Infostele, die anzeigt, wie viele Radfahrende hier am Tag und im laufenden Jahr unterwegs sind. „Mit der Infostele zeigen wir konkret vor Ort, welche Bedeutung der Radverkehr hat und geben den Radfahrenden eine schöne Rückmeldung. Das motiviert weiter zum Radfahren“, sagt Stadtbaurat Frank Otte. 

    Die Standorte der Radzählsysteme liegen auf Velorouten des Radverkehrsnetzes. Das sind Strecken, die eine besonderen Bedeutung für den Alltagsverkehr haben. Über die Daten des Radzählsystems kann langfristig beobachtet werden, wie sich der Radverkehr insgesamt entwickelt, oder auch welche Auswirkungen Baumaßnahmen haben. „Planerisch ist es sehr spannend, diese Daten zu nutzen“ erläutert die städtische Radverkehrsbeauftragte Ulla Bauer, „sie ergänzen die anderen Erhebungen, die wir zum Mobilitätsverhalten durchführen.“ 

    Mit den fünf Standorten sind nun Fahrbeziehungen aus vielen Richtungen abgedeckt, eine Ergänzung ist aktuell nicht geplant. Die Anschaffung der Radzählsysteme hat 37.800 Euro gekostet, dazu kommen die Kosten für den Tiefbau.

    Quelle: Stadt Osnabrück am 17.06.2021

    Niedersachsen: Zugeparkte Geh- und Radwege in Braunschweig – Parkraumüberwachung soll intensiviert werden – Beschilderungen und Markierungen werden überprüft

    Die Stadtverwaltung schlägt ein Konzept zur Intensivierung der Überwachung des Parkraums vor. Widerrechtliches Verhalten, wie das Falschparken an oder auf Rad- und Gehwegen, soll zukünftig auch außerhalb der Innenstadt verstärkt geahndet werden. Ausgangspunkt war ein Ratsauftrag aus dem vergangenen Jahr. Die Verwaltung sollte prüfen, mit welchen Maßnahmen eine verstärkte Überwachung des Verkehrs auch außerhalb der Okerumflut möglich ist, da der Schwerpunkt bisher auf der Parkraumüberwachung innerhalb der Okerumflut lag.  Das nun vorgelegte Konzept basiert auf dem Ziele- und Maßnahmenkatalog „Radverkehr in Braunschweig“ und soll zu einem fairen Miteinander im Straßenverkehr beitragen. Über die Umsetzung entscheidet der Rat. 

    Der steigende Flächenverbrauch von Auto- und Lieferverkehr, das Falschparken auf Rad- und Fußwegen sowie das Blockieren von Ladepunkten beeinträchtigen die Weiterentwicklung der Mobilität. Mehr und mehr liegt der Fokus der Verkehrsvorschriften auch auf dem Schutz von Fahrradfahrern und Fußgängern. Während immer mehr und größere Kraftfahrzeuge in den öffentlichen Parkraum drängen und den ohnehin schon bestehenden Parkdruck noch weiter steigern, nehmen Parkverstöße nicht nur quantitativ zu, sondern es ist auch zu beobachten, dass bewusst bzw. rücksichtslos falsch geparkt wird. Nicht zuletzt schlägt sich dieses Verhalten in einer erheblichen Anzahl von Beschwerden von Anwohnenden über Falschparkende nieder. 

    „Die Erfahrung zeigt, dass die Erteilung von Verwarnungen, insbesondere in Gebieten mit hohem Parkdruck, die Situation kaum zu verbessern vermag“, sagt Ordnungsdezernent Dr. Thorsten Kornblum. „Eine verhaltensändernde Wirkung ist nur zu erzielen, wenn falsch geparkte Fahrzeuge zukünftig unter konsequenter Ausschöpfung der rechtlichen Möglichkeiten vermehrt abgeschleppt werden, sofern vor Ort eine mögliche Behinderung oder Gefährdung von anderen Verkehrsteilnehmern festgestellt werden muss. Ich finde es wichtig, dass wir die Sicherheit insbesondere von Radfahrern und Fußgängern stärker in den Fokus rücken. Gleiches hat zu gelten, wenn Behindertenparkplätze, Feuerwehrzufahrten oder Ladepunkte blockiert werden.“ 

    Der Verwaltungsjurist Kornblum verdeutlicht, dass die Verstärkung der Parkraumüberwachung einen größeren Aufwand insbesondere im Hinblick auf die arbeitsintensiven Abschleppvorgänge nach sich zieht. Daher soll zusätzliches Personal eingesetzt werden. Das Konzept sieht vor, 6 Stellen zur Überwachung des ruhenden Verkehrs außerhalb der Okerumflut zu schaffen – inklusive der Berechtigung massiv behindernd geparkte Fahrzeuge abzuschleppen. Weitere Stellen sind für administrative Folgetätigkeiten sowohl in der Bußgeldstelle als auch in der Stadtkasse geplant. Für die Kontrollen soll ein Schichtdienst eingerichtet werden, der die Überwachung des Parkraums auch in den Abendstunden und am Wochenende ermöglicht. Zudem ist eine Öffentlichkeitskampagne geplant, um die Bevölkerung für die konsequentere Vorgehensweise bei falsch parkenden Fahrzeugen zu sensibilisieren und gleichzeitig für die Tätigkeit der Parkraumüberwachenden mehr Verständnis zu schaffen. 

    Die zusätzlichen Kosten der Maßnahmen in Höhe von etwa 500.000 Euro können voraussichtlich durch zusätzliche Einnahmen in gleicher Höhe gedeckt werden. Das Konzept soll hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit nach zwei Jahren evaluiert werden. 

    Eine Intensivierung der Überwachung außerhalb der Okerumflut in reinen Wohngebieten wird dazu führen, dass Orte in den Fokus geraten, an denen seit langer Zeit zum Teil unbehelligt falsch geparkt wurde. „Es kann jedoch keine Lösung sein, Rechtsverstöße dort weiterhin de facto zu dulden“, so Stadtrat Dr. Thorsten Kornblum.  „Vielmehr müssen in solchen Fällen die Beschilderungen und Markierungen überprüft werden. Gegebenenfalls können bisher genutzte Parkflächen „legalisiert“ werden.“

    Quelle: Stadt Braunschweig am 24.06.2021

    Nordrhein-Westfalen: Gesetzentwurf der Landesregierung zur Einführung des Fahrrad-und Nahmobilitätsgesetzes sowie zur Änderung des Straßen-und Wegegesetzes nach der 1. Lesung am 18.06.2021 an den Verkehrsausschuss überwiesen

    Das "Gesetz zur Einführung eines Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen sowie zur Änderung des Straßen- und Wegegesetzes" dient dem Ziel der Verbesserung des Radverkehrs und des Fußverkehrs - gleichrangig zu anderen Verkehrsarten, Damit soll unter anderem ein Radverkehrsanteils von 25 Prozent erreicht werden. Der Gesetzentwurf greift Forderungen der Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" auf.

    Der Gesetzentwurf der Landesregierung ist in folgende Inhalte gegliedert:

    • Artikel 1 Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (FaNaG)
    • Präambel
    • Abschnitt 1 (§ 1-6): Allgemeines, u.a. begleitender Aktionsplan zur Unterstützung der Gemeinden und Gemeindeverbände, Aufnahme des Förderprogramms Nahmobilität, Radverkehrsanteil von 25 Prozent im Modalsplit
    • Abschnitt 2 § 7-11): Verkehrssicherheit, u.a. Verankerung der "Vision Zero", Ausrüstung mit Abbiegeassistenzsystemen
    • Abschnitt 3 (§ 12-15): Verbesserungen für den Fußverkehr
    • Abschnitt 4 (§ 16-29): Radverkehr, u.a. Erstellung eines flächendeckenden Radvorrangnetzes, Aufstellung des Bedarfsplans für Radschnellverbindungen
    • Abschnitt 5 (§ 30): andere Formen der Nahmobilität, u.a. Elektrokleinstfahrzeuge als Teil des multimodalen Mobilitätsangebots
    • Abschnitt 6 (§ 31-32): Mobilitätsmanagement, u.a. Mobilitätsdaten, Förderprogramm
    • Abschnitt 7 (3 33-34): Schlussbestimmungen, Evaluation des Gesetzes nach fünf Jahren
    • Artikel 2 - Änderung des Straßen- und Wegegesetzes Nordrhein-Westfalen
    • Neufassung § 38a, Aufhebung § 49, Änderungen in §3 und § 9

    Quelle: Landtag NRW am 18.06.2021

    Zum Gesetzentwurf  (Drucksache 17/139770 vom 4.06.2021) bzw. zum gesamten Vorgang beim Landtag NRW

    Nordrhein-Westfalen: Förderung für komfortablen Radweg im Kreis Kleve

    Sicher und komfortabel auf dem Fahrrad unterwegs – dafür wird in Nordrhein-Westfalen die Radinfrastruktur ausgebaut. Weitere rund 1.500 Meter Radweg werden nun mit der Förderung von Land und Bund im Kreis Kleve neu gebaut. Der 2,5 Meter breite Radweg an der Kreisstraße 21 wird durch einen breiten Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt. Die Fördersumme über 841.700 Euro setzt sich aus 748.200 Euro Finanzhilfen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ und ergänzenden Landesmitteln von 93.500 Euro zusammen.
     
    Bundesminister Andreas Scheuer: „Ich freue mich, dass unsere Rekordmittel vor Ort eingesetzt werden und damit direkt bei den Bürgerinnen und Bürger ankommen. Für sie heißt es dann nur noch: aufsteigen und losfahren. Damit kommen wir meinem Ziel wieder ein Stück näher: Deutschland wird Fahrradland! Das Geld dafür ist da: Bis 2023 stellen wir die Rekordsumme von 1,46 Milliarden Euro bereit. Mit unserem Finanzhilfe-Sonderprogramm ‚Stadt und Land‘ verbessern wir die Bedingungen für Radfahrende in der Stadt und auf dem Land deutlich. Wir unterstützen die Länder und Kommunen zum Beispiel beim Bau von Radwegen, Radwegebrücken, Fahrradparkplätzen und fahrradfreundlichen Kreuzungen. Denn eines ist klar: Je besser und sicherer die Radwege, umso größer die Lust, auf das Fahrrad zu steigen.“
     
    Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts hat der Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, nun den Förderbescheid zum Bau des zweiten Teilstücks an die Landrätin des Kreises Kleve, Silke Gorißen, überreicht.
     
    Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Moderne Mobilitätspolitik ist der beste Klimaschutz. Deshalb treiben wir den Ausbau von komfortablen und sicheren Radwegen voran. Dank Pedelecs und E-Bikes können auch Pendler längere Strecken bequem mit dem Rad zurücklegen. Wir stärken damit das Fahrrad als klimaneutrales, flexibles Verkehrsmittel und machen Mobilität in Nordrhein-Westfalen besser, sicherer und sauberer.“
     
    Ziel ist ein durchgehender Radweg von Geldern und Kerken Nieukerk nach Wachtendonk. Mit dem Bau des zweiten Bauabschnitts wird nun begonnen. Für eine durchgehende, lückenlose Verbindung ist es wichtig, dass zeitnah auch der letzte Bauabschnitt fertiggestellt wird.
     
    „Ich freue mich sehr, dass der Radweg an der Kreisstraße 21 in Kerken nun dank der Förderzusage zügig weitergebaut werden kann“, so Silke Gorißen, Landrätin des Kreises Kleve. „In den kommenden Monaten wird der zweite Bauabschnitt vom Kreisverkehr am Neesendyck Richtung Süden bis zur Nieukerker Straße realisiert. Die Umsetzung des dritten und damit letzten Bauabschnitts an der K 21 ist vorgesehen, sobald die erforderlichen Grunderwerbsverhandlungen endgültig abgeschlossen werden konnten.“
     
    Hintergrund: Seit 2017 wurden in Nordrhein-Westfalen rund 580 Kilometer neue Radwege gebaut. Auch in diesem Jahr stellt das Land Rekordsummen für den Radverkehr zur Verfügung: 54 Millionen Euro – das sind 15 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Im Haushalt des Verkehrsministeriums ist das der Posten mit dem größten Zuwachs. Mit Bundesmitteln stehen sogar 103 Millionen Euro für den Rad- und Fußverkehr in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung.

    Quelle: Ministerium für Verkehr NRW am 21.06.2021

    Nordrhein-Westfalen: Mobilitätskonzept 2030+ Leverkusen - Neue Fahrradstraßen leisten maßgeblichen Beitrag zur Radverkehrsförderung

    Gemäß dem Beschluss des Rates der Stadt Leverkusen, im Stadtgebiet weitere Fahrradstraßen einzurichten, wurde als erste neue Fahrradstraße der Burgweg in Leverkusen Rheindorf ausgewiesen. Im Laufe des Jahres wird insgesamt je eine weitere Fahrradstraße in den beiden anderen Stadtbezirken eingerichtet: im Bereich Amselweg und im Bereich Schlebuschrath (Brücke über A1). Die restlichen bislang beschlossenen Fahrradstraßen und -zonen werden in den kommenden rund eineinhalb bis zwei Jahren sukzessive ausgewiesen. Welche Fahrradstraßen ab 2022 aus der beschlossenen Liste umgesetzt werden und zu welchem Zeitpunkt, steht aktuell jedoch noch nicht abschließend fest, da dies von der Gewährung von Fördermitteln abhängt. In jedem Fall soll nach Fertigstellung der drei Fahrradstraßen die konkrete Umsetzung von einer Öffentlichkeitskampagne begleitet werden, um Anwohner sowie Rad- und Autofahrer über die geltenden Regeln in Fahrradstraßen und Fahrradzonen zu informieren.

    Laut Mobilitätskonzept 2030+ können Fahrradstraßen einen maßgeblichen Beitrag zur Radverkehrsförderung leisten (steigende Akzeptanz des Radverkehrs und geringeres Konfliktpotenzial zwischen Rad- und Kfz-Verkehr und Fußgängern) und sind mit vergleichsweise geringem Aufwand umsetzbar, da in vielen Fällen Beschilderungen und Bodenmarkierungen sowie ggf. punktuelle bauliche Maßnahmen an Kreuzungen ausreichen. Sie können auf Streckenabschnitten mit bereits hohem Radverkehrsaufkommen oder auf Streckenabschnitten, die zukünftig wichtige Radverkehrsverbindungen bilden sollen, eingerichtet werden.

    Leverkusen verfügt bereits über einzelne Fahrradstraßen, jedoch können durch eine vermehrte Verbreitung von Fahrradstraßen kurz- bis mittelfristig deutliche Qualitätssteigerungen in der Radwegeinfrastruktur erreicht werden. Neben den positiven Effekten für Radfahrer und Fußgänger erzeugen Fahrradstraßen auch eine hohe Öffentlichkeitswahrnehmung und fördern eine Mobilitätswende.

    Insgesamt wurde vom Rat am 22.03.2021 die Einrichtung folgender Fahrradstraßen beschlossen:

    Bezirk I

    • Rheinstraße / Wiesenstraße (Hitdorf, erst nach Abschluss der Baumaßnahme Hitdorfer Straße)
    • Burgweg (Rheindorf)
    • Fahrradzone im Bereich der Dhünnstraße / Nobelstraße

    Bezirk II

    • Von-Ketteler-Straße (Bürrig, Kreuzung Regionale Radweg bis Kreuzung Heinrich-Brünning-Straße)
    • Amselweg (Küppersteg)
    • Reuschenberger Straße (Opladen, Kreuzung Bonner Straße bis Kreuzung Birkenbergstraße)
    • Birkenbergstraße (Opladen, Kreuzung Friesenweg bis Kreuzung Mittelstraße)
    • Menchendahler Straße (Opladen)
    • Kolberger Straße (Quettingen, Kreuzung Lützenkirchener Straße bis Kreuzung Jakobistraße ggfls. mit Erweiterung Jakobistraße – Jacob-Fröhlen-Straße)

    Bezirk III

    • Schlebuschrath (Brücke über A1) (Alkenrath)
    • Wilhelm-Leuschner-Straße (Alkenrath)
    • Karl-Friedrich-Goerdeler-Straße (Alkenrath)
    • Otto-Müller-Straße (Alkenrath)
    • Carlo-von-Mierendorff-Straße (Alkenrath)
    • Fahrradzone Schlebusch (von-Diergarth-Straße, Felix-von-Roll-Straße, Morsbroicher Straße)
    • Gezellinallee, Im Bühl, Hermann-Waibel-Straße (Schlebusch)

    Quelle: Stadt Leverkusen am 15.06.2021

    Nordrhein-Westfalen: Neue Lückenschlüsse im Radschnellweg RS1

    RVR eröffnet neue RS1-Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard in Essen: Sicher und zügig gelangen Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Fußgängerinnen und Fußgänger jetzt über den Berthold-Beitz-Boulevard in Essen: Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat die Bauarbeiten an der neuen, sechs Meter breiten Brücke über die stark frequentierte Verkehrsader abgeschlossen. Das Bauwerk verbindet nicht nur den Krupp-Park mit der Universität Essen, sondern ist zugleich wichtiger Lückenschluss auf dem Radschnellweg Ruhr (RS1). Mit Zuwendungen aus dem Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramm des Landes-Nordrein-Westfalen konnte die Stahlbrücke realisiert werden. RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel, NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und Oberbürgermeister Thomas Kufen eröffneten die Brücke offiziell am Donnerstag, 10. Juni.

    Teilstück des Radschnellwegs RS1 in Gelsenkirchen freigegeben: NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst hat am Freitag, den 11. Juni 2021 gemeinsam mit der Technischen Direktorin des Landesbetriebs Straßenbau Nordrhein-Westfalen, Dr. Petra Beckefeld, ein weiteres Teilstück des Radschnellwegs RS1 in Gelsenkirchen freigegeben. Der rund drei Kilometer lange Abschnitt verläuft von der Gelsenkirchener Stadtgrenze Essen zur Stadtgrenze Bochum. Damit wächst der RS 1 auf rund 15 Kilometer Mülheim an der Ruhr und Bochum. Nächste Abschnitte werden derzeit in Bochum und Dortmund gebaut. Insgesamt sollen 114 saubere und sichere Kilometer für den Radverkehr mitten durch die Metropolregion Ruhr entstehen. Insgesamt neun Ausfahrten schließen den RS1 im neuen Bereich an die Städte Gelsenkirchen, Bochum und Herne sowie an regionale Radrouten wie die Erzbahntrasse und den Emscher Park Radweg an. Für den jetzt freigegebenen Abschnitt in Gelsenkirchen hat Straßen.NRW 7,1 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln investiert. Radfahrer und Fußgänger teilen sich auf dem Teilstück voraussichtlich noch bis 2022 ein Provisorium. Da in unmittelbarer Nähe des RS1 ein Regenrückhaltebecken entsteht, stehen im Bereich der Baustelle vorläufig vier Meter zur Verfügung. „Wir arbeiten für die Planung und den Bau dieses sehr komplexen Projektes mit sehr vielen verschiedenen Partnern zusammen“, erklärte Straßen.NRW-Direktorin Dr. Petra Beckefeld. „So sind wir auch hier sehr froh, dass wir gemeinsam mit der Emschergenossenschaft einen Weg gefunden haben, den RS1 bereits vor der Fertigstellung der Wasserreinigungsanlage für den Verkehr freizugeben.“

    Quelle: AGFS NRW am 11.06.2021

    Nordrhein-Westfalen: Dortmunder Teilabschnitt des Radschnellwegs Ruhr (RS1) im Kreuzviertel als Fahrradstraßen freigegeben

    Die Bauarbeiten hatten am 19. April 2021 begonnen. Die ersten beiden Teilabschnitte der Sonnenstraße bis zum Sonnenplatz zwischen den Einmündungsbereichen Arneckestraße und Große Heimstraße konnten am Donnerstag, 17. Juni, für den Verkehr freigegeben werden. In den kommenden Wochen dürfen sich die Dortmunder*innen auf den Abschluss der Arbeiten in diesem Bereich freuen: Mit der Beschilderung als Fahrradstraße, der charakteristischen grünen Fahrbahnrandmarkierung und den RS1-Piktogrammen folgen die letzten wichtigen Details.

    Im Abschnitt der Sonnenstraße von Möllerbrücke bis Arneckestraße wurde die Fahrbahn von derzeit 4,20 Meter auf 5,00 Meter durch Versetzen des südlichen Bordsteines verbreitert, um die notwendige Fahrspurbreite für den Begegnungsfall Kfz / zwei nebeneinanderfahrende Radfahrende zu erhalten. Da der verbleibende Gehweg nicht zum Parken und Befahren freigegeben wird, haben nun auch zu Fuß Gehende mehr Platz und Sichtbarkeit als vor dem Umbau. Der Kreuzungsbereich von Arnecke- und Sonnenstraße wurde zudem mit taktilen Elementen und Absenkungen barrierefrei ausgebaut.

    Im Einmündungsbereich Sonnenplatz wurde die vorhandene Oberflächenbefestigung durch eine neue Fahrbahndecke aus Asphalt und neuen Einfriedungselementen (Rundborden/Rinnen) ersetzt, um die neue Linienführung der Großen Heimstraße als vorfahrtsberechtigte Straße optisch zu verdeutlichen. "Die flächige farbliche Markierung am Sonnenplatz signalisiert in frequentierten Bereichen mit kreuzenden Verkehren allen Verkehrsteilnehmenden, dass sie hier besonders achtsam sein müssen", erklärt die Leiterin des Tiefbauamtes, Sylvia Uehlendahl, die Auswahl der roten Flächen.

    Mit der Freigabe der bisherigen Teilstücke gelten vorerst die gleichen Verkehrsregeln wie vor dem Umbau. Sobald die Markierung und Beschilderung in den nächsten Wochen folgt, werden die ersten Teilabschnitte zur Fahrradstraße.

    Quelle: Stadt Dortmund am 21.06.2021

    Zur Pressemitteilung mit weiteren Informationen

    Nordrhein-Westfalen: Münster bekommt weitere Fahrradstraße - Teilabschnitt auf der Veloroute Telgte-Münster

    Der Bohlweg verbindet Ring und Innenstadt. Er ist ein besonders wichtiger Teilabschnitt der Veloroute Telgte-Münster und wird bereits heute intensiv von Radfahrenden genutzt. Den derzeit schon durchschnittlich mehr als 4500 Radfahrenden am Tag steht im Gegensatz zum motorisierten Verkehr nur wenig Raum zur Verfügung. Daher ist im August vergangenen Jahres der Beschluss gefasst worden, den Bohlweg zu einer qualitativ hochwertigen Fahrradstraße umzubauen. Die Baumaßnahme wird voraussichtlich im September beginnen. Radfahrende werden hier zukünftig nicht mehr den Radweg, sondern die Fahrbahn nutzen können und erhalten so den nötigen Raum, um sicher, zügig und komfortabel an ihr Ziel zu gelangen.

    Die Ampelanlage am Knotenpunkt Piusallee wird zurückgebaut, sichere Querungsmöglichkeiten für den Fußverkehr werden geschaffen - auch vor dem Ratsgymnasium. Autofahrende können nach Fertigstellung der Fahrradstraße vom Ring aus am Knotenpunkt Piusallee nicht mehr geradeaus Richtung Stadtzentrum fahren - sie müssen dann links oder rechts in die Piusallee abbiegen. Geradeaus geht es nur noch für den Bus- und Radverkehr weiter. In Gegenrichtung gilt am Knotenpunkt Piusallee die gleiche Verkehrsregelung

    Quelle: Stadt Münster am 18.06.2021

    Nordrhein-Westfalen: Umweltausschuss Mönchengladbach beschließt neue Radschnellverbindung in den Nordpark

    ach Anhörung in der Bezirksvertretung West hat der Ausschuss für Umwelt und Mobilität die Umsetzung der Planung für den ersten Bauabschnitt eines Radweges von Rheindahlen in Richtung Nordpark beschlossen. Auf einer stillgelegten Eisenbahntrasse mit einer Gesamtlänge von rund 3.400 Metern soll die neue Radwegeverbindung von Rheindahlen aus durch ein Wohngebiet über das freie Feld direkt in den Nordpark führen. An insgesamt sieben Stellen werden Straßen und Wege gekreuzt und Verknüpfungen mit dem vorhandenen Straßen- und Wegenetz realisiert. An zwei weiteren Stellen werden Verbindungen zu Rad-Themenrouten des Landes NRW („EUROGA-Radroute – Zwischen Rhein und Maas“ und „Deutsche Fußballroute NRW“) geschaffen. „Die neue Trasse für Radfahrer schafft eine direkte Verbindung in den Nordpark. Nicht nur Borussen-Fans und Berufstätige werden sich über diese Anbindung freuen, sondern alle, die schnell und komfortabel mit dem Rad unterwegs sein wollen“, so Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin.

    In weiteren Ausbaustufen soll diese Radwegeverbindung dann perspektivisch bis zum Hauptbahnhof und in der gegenläufigen Richtung bis nach Roermond ausgebaut werden. Mit der Umsetzung dieses Radschnellweges wird ein weiterer Baustein aus dem Masterplan Nahmobilität realisiert.  Ein Zuwendungsbescheid vom Bundesamt für Güterverkehr für den ersten Bauabschnitt liegt vor. Demnach erhält die Stadt eine 100-prozentige Förderung in Höhe von rund 800.000 Euro. Die Fertigstellung des ersten 800 Meter langen Teilstückes von der Straße Dorthausen und bis zur Hennes-Weisweiler-Allee ist für Ende 2022 avisiert.

    Quelle: Stadt Mönchengladbach am 11.06.2021

    Nordrhein-Westfalen: Öffnung von Einbahnstraßen für Radverkehr in Mönchengladbach

    Mit der Öffnung von weiteren Einbahnstraßen für den Radverkehr hat die Stadtverwaltung nun weitere Lücken im städtischen Radroutennetz geschlossen. Die mags hat die Beschilderung jetzt an folgenden Straßen angepasst: Mit der Öffnung von weiteren Einbahnstraßen für den Radverkehr hat die Stadtverwaltung nun weitere Lücken im städtischen Radroutennetz geschlossen. Die mags hat die Beschilderung jetzt an folgenden Straßen angepasst:

    • Saumstraße / Boeckelstr / Spielkaulenweg
    • Wehresbäumchen
    • Porzeltstraße / Peter-Nonnemühlen-Allee - Schürenweg
    • Siepensteg / Brandenbergerstr - Siepensteg
    • Brombergerstr / Richard-Wagner-Str - Rheydter Str
    • Brandenbergerstr / Richard-Wagner-Str - Rheydter Str
    • Ackerstraße
    • Fuchshütterweg / Asdonkstr - 47
    • Linienstraße
    • Flurstraße
    • Rolandstraße / Rüdigerstraße
    • Blaffert
    • Sanddornweg
    • Reinersstraße
    • Benderstraße / Hofstraße

    Nach der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung ist es möglich, den Radverkehr in Einbahnstraßen in Gegenrichtung unter bestimmten Voraussetzungen zuzulassen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf diesen Straßen beträgt 30 km/h. Eine weitere Voraussetzung für diese Durchfahrtsregelung ist eine ausreichende Straßenbreite, die bei Linienbusverkehr oder stärkerem Verkehr mit Lastkraftwagen mindestens 3,5 Meter betragen muss. Darüber hinaus muss die Verkehrsführung im Streckenverlauf sowie an Kreuzungen und Einmündungen übersichtlich sein. „Mit der neuen Einbahnstraßenregelung erweitern wir das Angebot für Radfahrerinnen und Radfahrer noch einmal deutlich. Zehn weitere Einbahnstraßen werden in diesem Jahr noch folgen“, erklärt Stadtdirektor und Verkehrsdezernent Dr. Gregor Bonin. In Mönchengladbach wurden bisher 116 der 243 Einbahnstraßen für den Radverkehr freigegeben. Von den verbleibenden 85 Einbahnstraßen erfüllen derzeit 46 die rechtlichen Voraussetzungen nicht. Die restlichen Einbahnstraßen werden ebenfalls noch geprüft und sollen dann auch Schritt für Schritt freigegeben werden. Dies geht jedoch meist mit einer umfangreichen baulichen Anpassung einher, indem für den Radverkehr dort, wo es orts- und verkehrsbezogen erforderlich ist, ein Schutzraum angelegt werden muss.

    Quelle: Stadt Mönchengladbach am 21.06.2021

    Nordrhein-Westfalen: Neubau der Lippebrücke im Kreis Recklinghausen zwischen Datteln-Ahsen und Olfen mit Radweglückenschlüssen

    Es kann weitergehen an der Lippebrücke zwischen Datteln-Ahsen und Olfen: Landesverkehrsminister Hendrik Wüst überreichte Landrat Bodo Klimpel am Montag in Düsseldorf einen Förderbescheid über 4,3 Mio. Euro. Darüber hinaus hat die Bezirksregierung Münster die für den Neubau notwendigen Genehmigungen nach Landeswassergesetz und Wasserhaushaltsgesetz erteilt.

    „Gute Mobilität ist Standortfaktor und Lebensqualität. Das Land lässt Städte und Gemeinden nicht alleine und hilft mit hohen Fördersätzen bei der Modernisierung der Infrastruktur. Die neue Brücke schafft eine wichtige Verbindung zwischen den Kreisen Recklinghausen und Coesfeld und hält den Schwerverkehr aus dem Ort heraus. Besonders Radfahrer und Fußgänger werden davon profitieren. So leisten wir einen Beitrag für bessere, sichere und saubere Mobilität“, sagte Verkehrsminister Wüst.

    „Wir freuen uns sehr über diese Genehmigungen und die Förderzusage. Denn dadurch können wir weiterhin an unserem Gesamtzeitplan festhalten, damit die für viele Bürgerinnen und Bürger wichtige Verkehrsverbindung wiederhergestellt werden kann“, sagt Landrat Bodo Klimpel.

    Im Zuge der umfangreichen Maßnahme wird die Lippestraße (K9) in Datteln erneuert, auf Olfener Gebiet wird zusätzlich ein Radweg gebaut. Die neue Brücke wird eine Gesamtlänge von knapp 70 Metern haben. Die künftige Breite von 11 Metern ermöglicht einen abgetrennten Bereich für Fußgänger und Radfahrer, so dass alle Verkehrsteilnehmer sicher die Lippe überqueren können.

    Quelle: Kreis Recklinghausen am 29.06.2021

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    Nordrhein-Westfalen: Umsetzung des Radverkehrskonzepts im Kreis Steinfurt schreitet voran

    Ein weiterer Umsetzungsschritt im Rahmen des Radverkehrskonzepts im Kreis Steinfurt ist erreicht: Die Sanierung des Radweges entlang der Altenberger Straße (Kreisstraße 50) zwischen Altenberge und Greven ist nach dreimonatiger Bauzeit fertiggestellt. Mit der Freigabe durch Landrat Dr. Martin Sommer, Altenberges Bürgermeister Karl Reinke, Bau- und Umweltdezernent des Kreises Carsten Rehers sowie Rik Fehr und Stefan Feldmann vom Straßenbauamt des Kreises Steinfurt sind die Bauarbeiten offiziell abgeschlossen.

    Der vierzig Jahre alte Radweg, der Altenberge und Greven auf direktem Weg verbindet, wurde auf einer Länge von knapp fünf Kilometern modernisiert. Dabei wurde der Weg auf 2,50 Meter verbreitert und die Asphaltschicht erneuert. Die Sanierung hat 430.000 Euro gekostet.

    Das Radverkehrskonzept hatte der Kreistag im Juni 2020 beschlossen. Darin sind Baumaßnahmen auf insgesamt knapp 700 Kilometern Strecke geplant, die die Verbindungen zwischen den 24 Gemeinden des Kreises Steinfurt verbessern.

    Quelle: Kreis Steinfurt am 17.06.2021

    Rheinland-Pfalz/Hessen: Fahrradfreundlicher Umbau der Kaiserbrücke in Mainz und Wiesbaden

    Die Kaiserbrücke zwischen den Landeshauptstädten Mainz und Wiesbaden wird barrierefrei und radfreundlich. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert den Umbau mit insgesamt rund 6.140.000 Euro. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) ist Projektträger für das Förderprogramm. Das BMVI unterstützt mit einem Förderprogramm die Planung und Umsetzung von modellhaften Hoch- und Tiefbaumaßnahmen. Die Projekte sollen Erkenntnisse aus der Praxis, aber auch Ideen und Konzepte für weitere Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs liefern und damit bundesweit Strahlkraft entfalten.

    Die Kaiserbrücke ist eine der zentralen und direkten Rad-Verbindungsachsen zwischen den Innenstädten von Mainz und Wiesbaden. Derzeit ist sie für den Fuß- und Radverkehr nur über eine Treppenanlage mit Schieberille erreichbar. Für Radfahrende, besonders bei Benutzung durch Räder mit Gepäck oder zusätzlichem Gewicht durch einen Motor, ist die heutige Situation unbefriedigend. Auch für mobil eingeschränkte Menschen oder Eltern mit Kinderwagen ist die Kaiserbrücke derzeit nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen nutzbar. Die Herstellung des barrierefreien Zugangs der Kaiserbrücke auf beiden Seiten des Rheins durch eine Radspindel oder eine Rampen-Spindelkombination ist ein wichtiger Lückenschluss im Radverkehrsnetz der beiden Landeshauptstädte. Die im Bestand vorhandenen Treppen bleiben parallel für den Fußverkehr nutzbar. Die Fertigstellung ist für Ende 2024 geplant. Das Bundesamt für Güterverkehr ist Projektträger für das Förderprogramm.

    Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesverkehrsministeriums für innovative Modellprojekte im Radverkehr gefördert. Für das Förderprogramm stellt das BMVI von 2020 bis 2026 insgesamt rund 155 Millionen Euro zur Verfügung.

    Quelle: BAG am 29.06.2021

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    Rheinland-Pfalz: 3. 4-Millionen-Euro-Aufruf für Radwegeförderung über EULLE-Entwicklungsprogramm/LEADER startet bald
     
    „Wir bleiben dran! Die zusätzlichen ELER-Mittel für die zweijährige Verlängerung des Entwicklungsprogramms stellen wir für gut nachgefragte Programmteile, wie die Investitionsförderung, Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen, den Ökologischen Landbau, EIP-Agri und LEADER zur Verfügung.

    Besonders freut mich, dass unsere Radwege-Förderung im LEADER-Ansatz so gut ankommt: Deshalb starten wir bald den 3. Förderaufruf mit insgesamt vier Millionen Euro“, sagte Landwirtschaftsstaatssekretär und Vorsitzender des EULLE-Begleitausschusses Andy Becht.  

    Der EULLE-Begleitausschuss hat mit dem Beschluss des 5. Änderungsantrages den Weg für die Verlängerung des Entwicklungsprogramms frei gemacht. 

    „EULLE“ steht für „Entwicklungsprogramm Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung“ für die Förderperiode 2014-2020. Das Programm wird mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) in Höhe von rund 426 Millionen Euro finanziert. Davon entfallen in der zweijährigen Verlängerung des Entwicklungsprogramms EULLE rund 23,6 Millionen Euro auf den Wiederaufbaufonds (EURI-Mittel). Hinzu kommen Kofinanzierungsmittel von Bund und Land oder anderen öffentlichen Trägern in etwa gleicher Höhe. 

    Der Begleitausschuss, in dem neben Vertretern der Landesregierung Wirtschafts- und Sozialpartner (u.a. Bauernverbände, Kammern), Vertreter der Zivilgesellschaft (u.a. Frauenorganisationen, Umweltverbände, Kirchen), Vertreter lokaler Behörden, des Bundes und der europäischen Kommission vertreten sind, hat die Aufgabe, die Programmumsetzung zu begleiten und Vorschläge zur Verbesserung und Weiterentwicklung einzubringen.

    Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbauam 28.06.2021

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    Rheinland-Pfalz: Ausbau eines kombinierten Rad- und Wirtschaftsweges zwischen Ingweilerhof und Reipoltskirchen in Lauterecken-Wolfstein (Landkreis Kusel)

    Die Ortsgemeinde Reipoltskirchen erhält für den Ausbau eines kombinierten Rad- und Wirtschaftsweges zwischen den Ortsgemeinden Ingweilerhof und Reipoltskirchen in der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein (Landkreis Kusel) eine Zuwendung in Höhe von rund 295.000 Euro, wie Landesverkehrsministerin Daniela Schmitt mitgeteilt hat.

    „Die Landesregierung unterstützt damit nachhaltig den Ausbau und die Modernisierung der kommunalen Radwegeinfrastruktur im Land, davon profitiert auch die Ortsgemeinde Reipoltskirchen“, ist Verkehrsministerin Schmitt überzeugt.

    Der knapp zwei Kilometer lange Rad- und Wirtschaftsweg wird auf eine Fahrbahnbreite von 3,50 Meter ausgebaut und verbessert damit die Verkehrssicherheit des Weges.

    „Wir wollen auch für die kommunalen Radwege unsere Unterstützung leisten. Ein gut ausgebautes und verkehrssicheres Radwegenetz schafft neue Impulse für die Region“, begründete Schmitt die Landesförderung. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) wird in den nächsten Tagen den förmlichen Bewilligungsbescheid an die Ortsgemeinde Reipoltskirchen versenden.

    Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 21.06.2021

    Saarland: Geh- und Radweg-Lückenschluss entlang der L112 zwischen den Ortschaften Bildstock (Stadt Friedrichsthal / Regionalverband Saarbrücken) und Merchweiler (Landkreis Neunkirchen)

    Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) hat am 14. Juni 2021 mit dem Lückenschluss des Geh- und Radweges auf der L 112 zwischen den Ortschaften Bildstock (Stadt Friedrichsthal / Regionalverband Saarbrücken) und Merchweiler (Landkreis Neunkirchen) begonnen. Betroffen ist die Radwegeverbindung entlang der L 112 zwischen Bildstock und Merchweiler im Bereich „Erkershöhe“ bis kurz vor „Altsteigershaus“ auf einer Länge von ca. 900 Metern. Neben des Neubaus des Geh- und Radwegs wird auch ein 1,75 Meter breiter Sicherheitstrennstreifen zwischen Fahrbahn und Geh- und Radweg hergestellt. Des Weiteren umfasst die Maßnahme das Anlegen von je einer Querungshilfe für Radfahrer am Ortseingang Bildstock und am Kreisverkehrsplatz vor dem Ortseingang von Merchweiler. Die Arbeiten an den Querungshilfen müssen aufgrund einer zu geringen Fahrbahnbreite unter Vollsperrung ausgeführt werden.

    Die gesamte Baumaßnahme dauert voraussichtlich bis Anfang November. Der LfS investiert bei dieser Maßnahme rund 750.000 €.

    Quelle: Landesbetrieb für Straßenbau | Radverkehr, Verkehr, Verkehrsplanung am 15.06.2021

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    Stand der Information
    30. Juni 2021
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    Difu (A.H.)
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