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April 2021

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Inhalt

  • Deutschland: Wissenschaftliche Dienste des Bundestages zur Einrichtung temporärer Fahrradwege auf stillgelegten Bahntrassen
  • Baden-Württemberg: BMVI fördert Neubau einer hölzernen Fuß- und Radbrücke über die Sulm in Neckarsulm
  • Baden-Württemberg: 40 Pilotstrecken mit verschiedenen Varianten neuartiger Radschutz­streifen - Neue Modellstrecke im Kreis Konstanz
  • Baden-Württemberg: Mobilitätssäule in Konstanz macht Verkehrswende sichtbar
  • Berlin: Grün beschichtete Radstreifen erhöhen die Verkehrssicherheit
  • Brandenburg: BMVI fördert Verbindungsachse vom Stadtzentrum zum Ostsee sowie Planung des Radrundwegs um den Ostsee
  • Hamburg: Ausbau der Fahrradachse am Alsterufer
  • Hamburg: Erster durch Trenninseln vom Kfz-Verkehr separierter Radweg im Zuge der Nord-Süd-Verbindung Veloroute 11
  • Hessen: Finanzielle Förderung der Koordination von Radschnell- und Raddirektverbindungen
  • Niedersachsen: NGVFG-Fördersatz für Radwege auf durchgängig 75 Prozent angehoben
  • Nordrhein-Westfalen: Bauarbeiten am Dortmunder Radwall
  • Sachsen: Start der erweiterten Testphase auf der Mountainbike-Route BLOCKLINE im Erzgebirge am 1. Mai 2021
  • Sachsen: Sonderprogramm für die Herrichtung von Wirtschaftswegen in Wäldern für den Radverkehr
  • Sachsen-Anhalt: Neubau Radweg entlang der B1 zwischen Parchen und Genthin (Landkreis Jerichower Land)
  • Sachsen-Anhalt: Radweg-Lückenschluss auf der Verbindung Berlin-Leipzig nordlich von Wittenberg
  • Schleswig-Holstein: Land bring 43 Kilometer Straßen, Radwege und Brücken in den Kreisen Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg in Schuss
  • Thüringen: Landesverkehrsminister fordert Verstetigung des Sonderprogramms "Stadt und Land" über 2023 hinaus
  • Thüringen: Beim "Neu-, Um- und Ausbau von Landesstraßen möglichst immer auch einen Radweg bauen"
 

Deutschland: Wissenschaftliche Dienste des Bundestages zur Einrichtung temporärer Fahrradwege auf stillgelegten Bahntrassen

Fragestellung: Die Wissenschaftlichen Dienste wurden gefragt, ob auf stillgelegten Bahntrassen temporär (etwa für 20 Jahre) ein Radweg angelegt werden kann. Insbesondere soll geprüft werden, ob dafür die Entwidmung der Bahntrasse notwendig ist und ob es Alternativen dazu gibt (z. B. ein Nutzungsvertrag).

Die Ausführungen beschränken sich auf das Eisenbahnrecht. Eine spezifisch straßen- und bauplanungsrechtliche Prüfung erscheint nur einzelfallbezogen und unter Berücksichtigung des planungsrechtlichen Kontextes in dem betroffenen Gebiet ergiebig und bleibt daher im Folgenden ausgeklammert.

Quelle: Bundestag (Wissenschaftliche Dienste) am .04.2021

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Baden-Württemberg: BMVI fördert Neubau einer hölzernen Fuß- und Radbrücke über die Sulm in Neckarsulm

Die Stadt Neckarsulm plant den Neubau einer Fahrradbrücke aus Holz über die Sulm an der Bleichstraße. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert Bau und Planung mit rund 450.000 Euro. Der Zuwendungsbescheid wurde heute durch das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) versandt, welches das Förderprogramm als Projektträger umsetzt.

Das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt mit seinem Förderprogramm die Planung und Umsetzung von modellhaften Hoch- und Tiefbaumaßnahmen, die die weitere Entwicklung des Radverkehrs fördern bzw. eine nachhaltige Mobilität durch den Radverkehr sichern.

Die Stadt Neckarsulm beabsichtigt den bestehenden Steg über die Sulm zu ersetzen und dadurch Radfahrern und Fußgängern eine sichere und komfortable Überquerung des Flusses zu ermöglichen. Durch den sanierungsbedürftigen Zustand wird die vorhandene Brücke derzeit ihrer Funktion als wichtiger Knotenpunkt nicht gerecht. Zudem stellt sie durch eine zu geringe Breite ein Hindernis für den Radverkehr dar – das Befahren der Brücke ist ohne Absteigen nicht erlaubt.

Ziel des Vorhabens ist es, durch den Neubau eine barrierefreie Wegeanbindung zu schaffen. Durch die geplante Breite von vier Metern wird das Konfliktpotential zwischen Fuß- und Radverkehr deutlich entschärft und das Sicherheitsbedürfnis aller Verkehrsteilnehmenden berücksichtigt.

Die geplante Brücke zeichnet sich zudem durch eine ökologische Materialauswahl aus. Im Sinne der Nachhaltigkeit und mit Blick auf die CO2-Bilanz hat sich die Stadt Neckarsulm für eine Holzbauweise entschieden. Darüber hinaus sollen vorwiegend regionale, auf Holzbauten spezialisierten Betriebe zur Mitwirkung angeregt und somit die lokale wirtschaftliche Entwicklung gefördert werden.

Die förderfähigen Gesamtausgaben für die Planung und Umsetzung des Vorhabens betragen rund 560.000 Euro, wovon rund 450.000 Euro durch das BMVI finanziert werden. Dies entspricht einer Förderquote von 80%. Die Fertigstellung des Sulmsteges ist für das Frühjahr 2022 vorgesehen. Das Bundesamt für Güterverkehr ist Projektträger für das Förderprogramm.

Quelle: BAG am 23.04.2021

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Baden-Württemberg: 40 Pilotstrecken mit verschiedenen Varianten neuartiger Radschutz­streifen - Neue Modellstrecke im Kreis Konstanz

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) untersucht seit 2019 in zwei Modellprojekten auf rund 40 Pilotstrecken im ganzen Land verschiedene Varianten von neuartigen Radschutz­streifen. Sie könnten zukünftig die Verkehrssicherheit von Radfahrenden erhöhen. Die in dieser Größe in Deutschland einzigartigen, vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg geförderten Modellprojekte gehen jetzt in die letzte Runde. In Markelfingen im Landkreis Konstanz wurde jetzt eine der letzten Modellstrecken markiert. Gleichzeitig laufen in anderen Kommunen bereits die Auswertungen.

Schutzstreifen für Fahrräder auf breiteren Straßen gehören in vielen Kommunen schon zum gewohnten Straßenbild. Unter welchen Rahmenbedingungen Schutzstreifen aber auch außerorts sowie auf schmalen Straßen innerorts den Radverkehr sicherer und attraktiver machen und eine sichere Verkehrsführung für Radfahrende sein können, wurde bislang nicht abschließend untersucht. Bisher sind diese Formen von Schutzstreifen nur mit Ausnahmegenehmigung erlaubt. Dies zu ändern, hat sich die AGFK-BW, eines der größten Netzwerke für die Förderung der aktiven Mobilität in Deutschland, zur Aufgabe gemacht.

Günter Riemer, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) e. V. und Erster Bürgermeister von Kirchheim unter Teck: "Ein besonderes Anliegen der AGFK-BW ist es, die oft emotional aufgeheizte Debatte über Schutzstreifen zu versachlichen. Wir untersuchen in Kooperation mit renommierten Stadt- und Verkehrsplanungsbüros die verschiedensten Konstellationen dieser potentiell vielversprechenden Maßnahme der Verkehrsführung. Das Ergebnis wird eine fundierte wissenschaftliche Datenlage sein, die es ermöglicht, ganz konkrete Einsatzempfehlungen für Schutzstreifen auszusprechen und diese so womöglich auch dort umzusetzen, wo es bisher aufgrund fehlender Datenlage nicht oder nur mit Ausnahmeregelung erlaubt ist."

Sandra Sigg, Radverkehrskoordinatorin im Landkreis Konstanz: "Wir sind froh mit dieser Strecke beim Pilotprojekt dabei sein zu können und jetzt gemeinsam mit der Stadt Radolfzell am Bodensee die Ortsdurchfahrt in Markelfingen mit beidseitigen Schutzstreifen markieren zu dürfen. Hier haben wir die Besonderheit, dass die Straßenbreite auf einer Länge von ca. 600 Metern sehr stark variiert. Durch die Markierungslösung hoffen wir auf eine sichere Verkehrsführung für alle Verkehrsteilnehmenden."

Im Fokus der Untersuchungen innerorts stehen beidseitige Schutzstreifen auf schmalen Straßen. Bisher wurden auf solchen Straßen in der Regel nur schmale Schutzstreifen markiert, die Kfz haben ihren Platz behalten. Im Modellprojekt der AGFK-BW wird untersucht, wie sich das Verkehrsverhalten verändert, wenn zu Lasten der Kfz-Fahrbahnbreite die Schutzstreifen für Fahrräder breiter markiert werden. 

Außerorts sind Schutzstreifen bislang nicht zulässig. Hier werden die Einsatzbereiche zur Markierung ein- oder beidseitiger Schutzstreifen in Abhängigkeit von der Verkehrsbelastung und Struktur der Straße, den topografischen Verhältnissen und den gegebenen Straßenbreiten untersucht und bewertet. Dabei werden verschiedenste Beobachtungskriterien angesetzt, z.B. ob es Konflikte zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern gibt, mit wie viel Sicherheitsabstand die Radfahrenden überholt werden und wie dicht die Radfahrenden am Fahrbahnrand fahren. Der Einsatz von einseitigen Schutzstreifen wird insbesondere auf Abschnitten mit Steigungen untersucht. Hier ist die Geschwindigkeits­differenz zwischen Radfahrenden und Kfz besonders groß. Bergauf fahrende Radfahrende genießen mit dem neuen Schutzstreifen so einen besonderen Schutz.

Die Ergebnisse der Modellvorhaben sollen bis Ende 2021 vorliegen. Umgesetzt werden die Maßnahmen von verschiedenen Regierungspräsidien, Landkreisen, Städten und Gemeinden. Die wissenschaftliche Begleitung übernehmen das Stadt- und Verkehrsplanungsbüro BERNARD sowie das Planungsbüro VIA. 

Quelle: AGFK BW am 27.04.2021

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Baden-Württemberg: Mobilitätssäulen in Konstanz, Heidelberg, Süßen und Schwäbisch Gmünd machen Verkehrswende sichtbar

Am Bahnhof Fürstenberg in Konstanz wurde am 29. April eine der ersten von fünfzehn Mobilitätssäulen in Baden-Württemberg eingeweiht. Die Säule ist eine von zukünftig fünf in der Stadt, an denen sich Bürgerinnen und Bürger über nachhaltige Mobilitätsangebote in der Umgebung und regionale Sehenswürdigkeiten informieren können. Weitere Säulen werden in Heidelberg, Süßen und Schwäbisch Gmünd aufgestellt. Die Mobilitätssäulen weisen unter anderem den Weg zum regionalen ÖPNV, den Leihfahrradstationen und Car-Sharing-Diensten.

Die Mobilitätssäulen sollen in Zukunft an zentralen Orten stehen, an denen mindestens drei umweltfreundliche Mobilitätsangebote zusammenkommen. Ziel des Projekts ist es, diese Orte wiedererkennbar zu machen und über die vorhandenen Angebote zu informieren. Zudem hilft die Säule beim Finden der Buchungsportale der Leihfahrradanbieter und Car-Sharing-Dienste. In einem ersten Pilotprojekt werden die Säulen in insgesamt vier Städten aufgestellt. Bei Erfolg ist vorgesehen, die Säulen an wichtigen Mobilitätsorten in ganz Baden-Württemberg zu installieren.

Die etwa vier Meter hohen Säulen weisen an ihrem Standort auf die Vielfalt der Mobilität hin. Sie sind im Design der landesweiten Mobilitätsmarke bwegt gehalten und bestehen aus wiederverwertbarem, witterungsbeständigen Material. Dank Photovoltaikmodulen und einem kleinen Akku werden die Säulen nachts beleuchtet sein.

Die Mobilitätssäulen sind ein Zeichen für die nötige Verkehrswende. Diese schafft neue Möglichkeiten zur Fortbewegung und verbessert die Lebensqualität. So wird das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel deutlich ausgebaut. Auch Fuß- und Radwege werden so attraktiv und leistungsfähig gestaltet werden, dass jeder zweite Weg selbstaktiv zurückgelegt wird. Bis 2030 sollen ein Drittel der Fahrzeuge klimaneutral fahren. In den Städten sollen rund ein Drittel weniger Autos unterwegs sein. Das steigert die Aufenthaltsqualität und senkt die Lärmbelastung und Luftverschmutzung.

Quelle: Verkehrsministerium BW am 29.04.2021

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Berlin: Grün beschichtete Radstreifen erhöhen die Verkehrssicherheit

Die erste Evaluation von 14 grün beschichteten Radfahrstreifen in Berlin belegt eine positive Wirkung für die Verkehrssicherheit, sowohl nach objektiven Kriterien als auch aus subjektiver Perspektive. In dem jetzt vorliegenden Zwischenbericht wurden Vorher-Nachher-Beobachtungen, dazu Messungen und Befragungen durchgeführt. Grünbeschichtungen haben demnach einen positiven Einfluss auf das Verkehrsverhalten: So sorgen die Einfärbungen von Radfahrstreifen dafür, dass Falschparker*innen deutlich weniger häufig auf dem Radfahrstreifen halten. Zudem ging der Anteil der Radfahrenden auf den benachbarten Gehwegen um nahezu die Hälfte zurück.

Die Dauer, in der die Radstreifen von regelwidrig haltenden oder parkenden Kraftfahrzeugen blockiert wurden, sank nach Einrichtung der Grünbeschichtung um fast 40 Prozent. Mehr Sicherheit wurde außerdem erzielt, indem die beschichteten Radwege außerhalb der sogenannten "Dooring-Zone" geführt werden. Damit werden Unfälle verhindert, in denen Radfahrende von geöffneten Autotüren getroffen werden. Im Gegensatz zu vorher fuhren nahezu alle Radfahrenden außerhalb des Gefahrenbereichs.

Befragungen ergaben zudem, dass die Wahrnehmung der eigenen Sicherheit stieg. Zwei Drittel der Befragten gaben an, sich gegenüber dem Vorher-Zustand sicherer oder viel sicherer zu fühlen: Das subjektive Sicherheitsgefühl ist ein relevanter Faktor, um mehr Menschen zum Umstieg aufs Fahrrad zu gewinnen – und nicht auf Gehwege auszuweichen. Gut drei Viertel (77 Prozent) der Befragten gefiel die Grünbeschichtung im Gesamtfazit gut oder sehr gut.

Neben der Wirkung der Grünbeschichtungen werden auch die Materialeigenschaften der Beschichtungen untersucht. Hier zeigen erste Ergebnisse, dass die beiden verwendeten Materialien Kaltplastik und Epoxidharz den Anforderungen an die Verkehrssicherheit gerecht werden – mit Vorteilen für die aufwändigere Epoxidharz-Technik.

Der finale Ergebnisbericht zu Verkehrswirkung, Materialqualität und Umweltverträglichkeit wird voraussichtlich 2023 vorliegen. Neben Ergebnissen zu Grünbeschichtungen wird dieser auch weitere Untersuchungen zu geschützten Radfahrstreifen enthalten – deren Anzahl im aktuellen Zwischenbericht für valide Aussagen noch zu gering ist. In den Abschlussbericht fließen außerdem Verkehrs- und Unfallzahlen (vorher/nachher) sowie Befragungen von Geschäftsinhaber*innen, Lieferfahrer*innen und Kurzparker*innen ein.

Quelle: SenUVK / infraVelo Berlin am 29.04.2021

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Brandenburg: BMVI fördert Verbindungsachse vom Stadtzentrum zum Ostsee sowie Planung des Radrundwegs um den Ostsee

Die Stadt Cottbus gestaltet für die Zeit nach der Braunkohle einen großen Teil des Stadtgebietes um – und setzt dabei ganz auf den Radverkehr. Das BMVI fördert den Bau der zentralen Verbindungsachse vom Stadtzentrum zum entstehenden Bergbaufolgesee sowie die Planung des späteren Radrundwegs um den See mit rund 4.600.000 Euro. Das Bundesamt für Güterverkehr ist Projektträger für das Förderprogramm.

Das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt mit seinem Förderprogramm die Planung und Umsetzung von modellhaften Hoch- und Tiefbaumaßnahmen, die die weitere Entwicklung des Radverkehrs fördern bzw. eine nachhaltige Mobilität durch den Radverkehr sichern. Zudem hat die Bundesregierung am 03. Juni 2020 ein umfangreiches Konjunktur- und Zukunftspaket zur Abmilderung der Auswirkungen der Corona-Krise beschlossen. In Ergänzung dieser Maßnahmen erhöht das BMVI die Förderquoten im Programm zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland.

Als sichtbares Zeichen des Strukturwandels entsteht bis zum Ende des Jahrzehnts auf dem Gebiet eines ehemaligen Braunkohletagebaus der etwa 1.900 Hektar große Cottbusser Ostsee. Dieser soll zum einen attraktives Naherholungsgebiet, zum anderen auch gestalterischer Impulsgeber für die ganze Region sein. Der entstehende See wird entlang der ehemaligen Betriebsstraße von einem ca. 27 km langen Radrundweg umschlossen werden, der die zahlreichen städtebaulichen und touristischen Schlüsselprojekte der Stadt Cottbus sowie weiterer Anrainergemeinden integriert. Verkehrlich setzen die Planenden dabei von Beginn an auf ein attraktives Radverkehrsangebot und dessen intermodale Verknüpfung mit dem ÖPNV.

Begleitend wird die Cottbusser Innenstadt im Rahmen eines innovativen städtebaulichen Gesamtkonzepts zum entstehenden Hafengebiet am Cottbusser Ostsee hin entwickelt, sodass auf dem verbindenden ehemaligen Gewerbegebiet u.a. neue Wohnquartiere und ein Energiecampus als Forschungs- und Entwicklungsstandort entstehen sollen. Der zentrale Korridor zwischen Innenstadt und See soll dabei als Radweg mit möglicher späterer Ergänzung durch eine ÖPNV-Trasse ausgebaut werden. Neben der verkehrlichen Funktion soll die 1,6 km lange Seeachse zudem durch eine ansprechende Freiraumplanung und ein begleitendes Kunstprojekt besondere Akzente setzen und den strukturellen Wandel der Stadt frühzeitig erlebbar machen.

Die förderfähigen Gesamtausgaben betragen für die Seeachse rund 3.000.000 Euro und für die Planung des Radrundwegs um den Cottbusser Ostsee rund 1.600.000 Euro, die Ausgaben werden jeweils zu 100 % durch den Bund finanziert. Beide Vorhaben sollen bis Ende 2023 abgeschlossen sein.

Quelle: Bundesamt für Güterverkehr am 23.04.2021

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Hamburg: Ausbau der Fahrradachse am Alsterufer

Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) baut derzeit und noch bis Ende Juli ein weiteres Stück der Alster Fahrradachsen zwischen Fontenay und Alsterglacis aus. Die Arbeiten sind im Plan und finden momentan verstärkt im Bereich vor dem US-Generalkonsulat statt. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse in diesem Bauabschnitt und zur Entschärfung von Konflikten mit dem Fußverkehr gilt noch bis Anfang Mai eine Umleitung für den Radverkehr.

Seit dem 22. März und noch bis zum 08. Mai ist für den Radverkehr in beide Richtungen eine Umleitungsstrecke ausgeschildert. Die Strecke führt über Alte Rabenstraße – Mittelweg – Neue Rabenstraße – Alsterterrasse – Warburgstraße Süd. Gemeinsam mit dem örtlichen Polizeikommissariat bittet der LSBG um die Nutzung dieser Umleitungsstrecke. Die Einhaltung der Sperrung für den Radverkehr im Bereich Alsterufer wird kontrollieren werden, um Konflikte zwischen Rad- und Fußverkehr zu minimieren.

Quelle: Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer am 01.04.2021

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Hamburg: Erster durch Trenninseln vom Kfz-Verkehr separierter Radweg im Zuge der Nord-Süd-Verbindung Veloroute 11

Hamburg setzt beim Thema Verkehrssicherheit ein wichtiges Zeichen: Im Süden der Stadt ist die der erste Bauabschnitt einer "Protected Bike Lane" für den Radverkehr am 23. April 2021 freigegeben worden. Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende, sowie Harburgs Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen eröffneten den 2,6 Meter breiten, baulich durch Trenninseln vom Kfz-Verkehr separierten Radweg an der Hannoverschen Straße.

Der insgesamt 550 Meter lange geschützte Radfahrstreifen erhöht stadteinwärts an einer vom Radverkehr schon heute stark frequentierten Stelle die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer erheblich. Er ist Teil der Veloroute 11 und damit einer wichtigen Nord-Süd-Verbindung für den Radverkehr in Hamburg. Zum Ende 2021 wird die Protected Bike Lane auf der Hannoverschen Straße in einem zweiten Bauabschnitt noch einmal um 220 Meter verlängert. Die Protected Bike Lane soll gleichzeitig Modellcharakter für weitere vergleichbare Projekte in Hamburg haben: Im Innenstadtbereich werden in diesem Jahr an der Esplanade sowie dem Dammtordamm weitere geschützte Radfahrstreifen entstehen. Weitere Projekte sind in Planung.

Die Hannoversche Straße ist ein Teil der Veloroute 11 - eine für den Radverkehr wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen der Hamburger Innenstadt und dem Bezirk Harburg mit einer Gesamtlänge von 17,5 Kilometern. Im Rahmen einer Grundinstandsetzung, einschließlich der Modernisierung der Entwässerungsanlagen und des Baus der Protected Bike Lane, konnte die Straße an die heutigen Ansprüche angepasst werden. Für Radfahrende bedeutet dies: Ein 2,60 Meter breiter Fahrstreifen (2,10 Meter Fahrbereich und 0,5 Meter bauliche Barriere), der auch Platz zum sicheren Überholen bietet, ein glatter Asphalt, der komfortables Fahren ermöglicht sowie bauliche Trenninseln, die ein hohen Sicherheitsstandard entlang einer Hauptverkehrsstraße gewährleisten, indem eine klare Trennung zum Kfz-Verkehr ermöglicht und Falschparken auf dem Radfahrweg verhindert wird. Die Gesamtbaukosten für die Sanierung des Teilstücks (inklusive der Erneuerung der Entwässerungsanlagen) betragen 2,6 Millionen Euro, die Bauzeit betrug rund 12 Monate.

Harburg macht mit der ersten Protected Bike Lane den Anfang. Noch in diesem Jahr erhalten die Esplanade in beide Richtungen sowie der Dammtordamm auf der westlichen Seite 2,25 Meter bis 2,50 Meter breite, geschützte Radfahrstreifen. Und auch in Harburg wird weiter in die Radverkehrsinfrastruktur investiert: An der Seevestraße, der Neuländer Straße sowie der Alten Harburger Elbbrücke sind weitere Verbesserungen für den Radverkehr geplant.

Quelle: Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Verkehr und Mobilitätswende Hamburg am 26.04.2021

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Hessen: Finanzielle Förderung der Koordination von Radschnell- und Raddirektverbindungen

Am 5. April 2021 ist der aktualisierte Richtlinientext der 2017 in Kraft getretenen Nahmobilitätsrichtlinie für Hessen im Staatsanzeiger veröffentlicht worden.

Neu eingeführt wurde die finanzielle Förderung des Projektmanagements für besonders komplexe Vorhaben. Die Regelung bezieht sich insbesondere auf die finanzielle Förderung der Koordination von Radschnell- und Raddirektverbindungen (Teil II, Kapitel 2.1, Absatz 13). Darüber hinaus wurden kleinere redaktionelle Anpassungen vorgenommen, die keinen Einfluss auf die bisherige Förderpraxis haben.

Den aktualisierten Richtlinientext sowie den entsprechend angepassten Durchführungserlass finden Sie auf der Website nahmobil-hessen.de. Dort ist auch ein aktueller Film zur finanziellen Förderung der Nahmobilität in Hessen zu finden.

Auf den Internetseiten von Hessen Mobil kann der aktuellen Förderantrag direkt heruntergeladen werden. Dort sind stehen auch viele andere wichtige Dokumente und Informationen zur Thematik bereit.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen am 05.04.2021

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Niedersachsen: NGVFG-Fördersatz für Radwege auf durchgängig 75 Prozent angehoben

Bisher wurde aus Mitteln des Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (Förderquote nach §4 NGVFG) der Neubau, der Ausbau und die grundhafte Erneuerung von kommunalen Radverkehrsanlagen mit 60 bis 75 Prozent gefördert.

Dieser Fördersatz wurde nun auf durchgängig 75 % angehoben. Auch Brücken für den Radverkehr sind förderfähig.

Die maximal förderfähige Breite wird von im Regelfall 2,5 m "nunmehr abhängig von der prognostizierten Anzahl der Radfahrenden bis zu den bei Radschnellwegen bereits förderfähigen Breiten von 4 m variabel angepasst".

Quelle: Brief (Auszug) des Landesverkehrsministeriums an die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am 09.04.2021

Nordrhein-Westfalen: Start der Bauarbeiten am Dortmunder Radwall

Der Schwanen- und Ostwall werden innerhalb der nächsten 14 Monate umgebaut, um Lücken im Radverkehrsnetz zu schließen, Mängel der Trassenführung zu beheben und die Radverbindung um den Wall zu verbessern. Zusätzlich wird der Fußverkehr gefördert. Damit ist der Radwall nach der P+R-Anlage Kley die zweite von 16 Baumaßnahmen, die im Rahmen des Förderprojektes Emissionsfreie Innenstadt umgesetzt wird.

"Die intensiven Vorbereitungen zum Bau des Radwalls sind abgeschlossen, sodass wir am 29. März 2021 mit den Arbeiten an einer zeitgemäßen und einladenden Rad- und Fußwegeführung in der Dortmunder Innenstadt starten konnten", freut sich Sylvia Uehlendahl, Leiterin des Tiefbauamtes. Nach der Fertigstellung werden Radfahrer*innen abschnittsweise auf baulich angelegten, von Fußgänger*innen getrennten Radwegen geführt. Die Radwegebreite von 3,25 m zuzüglich 0,75 m Sicherheitsstreifen zu parkenden Autos setzt neue Maßstäbe innerhalb des Stadtgebietes für Radwege im Zweirichtungsverkehr entlang von Hauptverkehrsstraßen. Gerade für schnellere und breitere Fahrräder wie Pedelecs und Lastenfahrräder sind die Breiten ein echter Gewinn.

Über große Strecken des Umbaubereichs werden auf beiden Seiten des Walls (innen und außen) Radwege mit diesen zeitgemäßen Dimensionen für den Zweirichtungsverkehr geschaffen. Wo eigenständige, bauliche Lösungen nicht möglich sind, wird der Radverkehr in den Nebenfahrbahnen als Fahrradstraßen bevorrechtigt. In den Kreuzungsbereichen werden Fuß- und Radverkehr sicher geleitet.

Arbeiten in sieben Bauabschnitten geteilt: Die Bauarbeiten an diesen Abschnitten werden bis voraussichtlich Anfang Juli 2021 durchgeführt. In dem innenliegenden Bauabschnitt drei, von der Olpe in Höhe des Schüchtermann-Denkmals bis zum Adlerturm, wird der Radverkehr im Knotenpunkt der Olpe auf den heute vorhandenen jedoch umgebauten Geh- und Radweg geleitet. Der Raum für den Geh- und Radweg wird so neu aufgeteilt, dass der Radverkehr in beiden Richtungen komfortabel fahren kann und gleichzeitig der Fußverkehr ausreichend Gehwegbreite behält. Die Oberflächenbefestigung im Bereich des Radweges wird dabei aus rotem Asphalt erneuert und im Bereich der Gehwegflächen aus Betonsteinpflaster errichtet. Im Verlauf des Radweges werden Einmündungsbereiche und Übergänge barrierefrei umgebaut. Die Nebenfahrbahn des Ostwalls ist somit in diesem Abschnitt nicht von den Bauarbeiten betroffen.

Barrierefreiheit im Fokus: Der außenliegende Bauabschnitt sieben führt von der Arndtstraße über die Kaiserstraße bis zum Brüderweg. Ab dem Überweg Arndtstraße wird der Radverkehr auf der zur Fahrradstraße umgestalteten Nebenfahrbahn des Walls geführt. In den Übergangsbereichen liegt das Augenmerk aufgrund des Kreuzens von Fußgänger- u. Radverkehr besonders auf der Barrierefreiheit. Außerdem werden im Übergangsbereich Arndtstraße zur Klimaverbesserung zwei neue Baumscheiben errichtet. Die Gehwege werden in grauem Betonsteinpflaster befestigt. Die Zufahrts- u. Ausfahrtsbereiche von der Hauptfahrbahn zur Nebenfahrbahn werden zum Schutz der Radfahrenden baulich verändert. Zusätzlich werden Schwellen aus Einfahrtssteinen und Asphalt eingelassen. Die Oberfläche des Parkplatzes wird mit einer Asphaltdecke befestigt.

Förderung durch EU und Land NRW: Das Investitionsvolumen des Radwalls zwischen Schwanen- und Ostwall mit der Begrünung des Wallrings beträgt ca. drei Mio. Euro. Der Umbau wird zu 80 Prozent mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes NRW gefördert. Die Stadt hätte den Baubeginn des Radverkehrsprojektes gerne gebührend gefeiert, aufgrund der Pandemie musste davon aber leider Abstand genommen werden.

Quelle: Stadt Dortmund am 01.04.2021

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Sachsen: Start der erweiterten Testphase auf der Mountainbike-Route BLOCKLINE im Erzgebirge am 1. Mai 2021

Auf insgesamt 140 Kilometern finden Mountainbiker*innen drei spannende Runden mit kleinen und großen Abenteurn in der wunderschönen Natur des Osterzgebirges.

  • Loop 1: Altenberg-Hermsdorf-Holzhau-Rehefeld-Kahleberg-Zinnwald Georgenfeld-Altenberg
  • Loop 2: Holzhau-Frauenstein-Dittersbach-Dorfchemnitz-Friedebach-Cämmerswalde-Holzhau
  • Loop 3: Cämmerswalde-Rechenberg-Holzhau-Talsperre Rauschenbach-Neuhausen-Seifen-Cämmerswalde

Die BLOCKLINE ist sowohl für das Osterzgebirge als auch für die gesamte Fachplanung Mountainbike in Sachsen ein bedeutendes Leuchtturmprojekt. Nach über zwei Jahren intensiver Projektarbeit zwischen neun Kommunen, drei Landkreisen, der LAG "Silbernes Erzgebirge", den Forstämtern Marienberg und Bärenfels und dem Tourismusverband Erzgebirge e.V. geht die Entwicklung der BLOCKLINE nun in die erweiterte Testphase.

Quelle: Tourist-Information Altenberg am 30.04.2021

Sachsen: Sonderprogramm für die Herrichtung von Wirtschaftswegen in Wäldern für den Radverkehr

Mit der inzwischen weitgehend frostfreien Frühjahrswitterung werden in verschiedenen Revieren des Staatsbetriebs Sachsenforst die im vergangenen Jahr begonnenen Arbeiten zum Ausbau des Radwegenetzes wieder aufgenommen. In der Regel werden bestehende Wirtschaftswege für den Radverkehr hergerichtet. Insgesamt sind im Jahr 2021 Ausgaben von rund 140.000 Euro für 12 Vorhaben mit einer Streckenlänge von insgesamt 16 Kilometer vorgesehen.

Forstminister Günther: "Radfahren boomt, ganz gleich, ob zur Erholung, als Sport oder um klimafreundlich von einem Ort zum anderen gelangen. Dem tragen wir auch in unseren Wäldern Rechnung und bieten sicher befahrbare Strecken an. Mir liegt daran, dass die Radwege so ausgebaut sind, dass sie auch angenommen werden. Dabei haben wir auch die Zielkonflikte zwischen Wanderern, Radfahrern und Natur im Blick. Die Nutzung unserer Wälder durch rücksichtsvolle Waldbesucherinnen und Waldbesuchern ist ein wichtiger Beitrag dazu, Wald und Natur zu erleben. Ich wünsche gute Fahrt und viele gute Naturerlebnisse."

So wird beispielsweise in der Dresdner Heide an einem Abschnitt der Regionalen Hauptradroute Berlin-Dresden weitergearbeitet. Ein größeres Projekt ist auch der Ausbau des kommunalen Radwegenetzes der Stadt Freiberg im Bereich des Forstreviers Falkenau. Des Weiteren stehen Radroutenabschnitte im Nationalpark Sächsische Schweiz oder auf dem Flöhatal-Radweg zwischen Pockau und Olbernhau auf dem Programm. Die für dieses Jahr geplanten Maßnahmen können der Anlage entnommen werden.

Die Mittel entstammen dem Anfang 2020 beschlossenen Sofortprogramm der Staatsregierung. Sie werden auf der Basis des durch die Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes bereitgestellt.

Quelle: Land Sachsen am 25.04.2021

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Sachsen-Anhalt: Neubau Radweg entlang der B1 zwischen Parchen und Genthin (Landkreis Jerichower Land)

Am 26.04.2021 begannen an der Bundesstraße (B) 1, zwischen Parchen und Genthin (Landkreis Jerichower Land) die Arbeiten zum Bau des neuen straßenbegleitenden Radwegs.

"Dieser Radweg ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass heutzutage nicht nur dem Bau von Autobahnen und Straßen umfangreiche und zum Teil sehr zeitaufwendige Planungsverfahren vorausgehen müssen", erklärte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel zum Baustart. "Wenn es hier nun endlich losgeht, erfüllt sich insbesondere für die vielen Radfahrerinnen und Radfahrer in der Region ein lang gehegter Wunsch", fügte Webel hinzu. Schon für Ende Oktober dieses Jahres sei die Fertigstellung der neuen Strecke geplant.

Rund eine Million Euro werden in den Neubau des knapp 4,6 Kilometer langen und durchweg zweieinhalb Meter breiten Radwegs investiert. Das sei gut angelegtes Geld, betonte der Minister. "Wir schaffen einen Anreiz, auch mal aufs Fahrrad umzusteigen, machen das Radfahren sicherer und steigern zugleich die touristische Attraktivität der Region", fasste Webel zusammen.

Die Bauarbeiten werden weitestgehend unter Aufrechterhaltung des Verkehrs auf der B 1 durchgeführt. Immer dort, wo gerade gebaut wird, erfolgt eine halbseitige Sperrung. Das heißt, der Verkehr wird hier per Ampelregelung vorbeigeführt. Voraussichtlich in den Pfingstferien soll die Kreuzung B 1/Wiechenberg ausgebaut werden. Dafür wird die B 1 voll gesperrt. Zum genauen Zeitpunkt der Vollsperrung sowie zur Umleitungsführung gibt es eine aktuelle Information.

Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr am 23.04.2021

Sachsen-Anhalt: Radweg-Lückenschluss auf der Verbindung Berlin-Leipzig nordlich von Wittenberg

Am 12.04.2021 begannen in Kropstädt (Landkreis Wittenberg) die ersten Arbeiten für den Neubau eines knapp drei Kilometer langen Radwegs entlang der Bundesstraße (B) 2 bis zur Landesgrenze Brandenburgs. Im Zuge dieser Baumaßnahme wird auch die B 2 auf einer Länge von 530 Metern grundhaft saniert.

"Damit schließen wir eine Lücke bei einem der beliebtesten Radwanderwege im Osten Deutschlands", erklärte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel vor dem Baustart. Rund 2,75 Millionen Euro würden investiert, um das Radfahren auf der Verbindung Berlin-Leipzig attraktiver und vor allem sicherer zu machen, betonte der Minister.

Durch die Kopplung an die Sanierung der B 2 bei Kropstädt sowie der Kreuzung mit der Landesstraße (L) 123 würden Zeit und Geld gespart, erläuterte Webel. Auch die Verkehrsbeeinträchtigungen könnten so auf das notwendige Mindestmaß beschränkt werden, fügte er hinzu.

So kann der Ausbau des kombinierten Geh-/Radweges abschnittsweise unter halbseitiger Verkehrsführung realisiert. Das heißt, ab 19. April wird der Verkehr mit Hilfe einer Ampel an der jeweiligen Baustelle vorbeigeführt. Für die Sanierungsarbeiten direkt an der B 2, wo unter anderem auch zwei alte Durchlässe neu gebaut werden, muss die vielbefahrene Bundesstraße für rund vier Monate voll gesperrt werden. Auch die Lichtsignalanlage am Knotenpunkt B 2/L123 wird dann so angepasst, dass Radfahrende den Kreuzungsbereich künftig sicher passieren können. Mitte Dezember 2022 soll die gesamte Baumaßnahme abgeschlossen sein.

Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr am 08.04.2021

Schleswig-Holstein: Land bringt 15 Kilometer Radwege in den Kreisen Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg in Schuss

Neue Runde beim Abbau des Sanierungsstaus auf Schleswig-Holsteins Straßen: Allein in den südwestlichen Kreisen Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg werden in diesem Jahr gut 43 Kilometer Straßen, knapp 15 Kilometer Radwege und vier Brücken grundsaniert. "Unser Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr packt hier insgesamt 19 Straßen inklusive acht Radwegen an und investiert damit 44,3 Millionen Euro in eine bessere Infrastruktur", sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz bei der Vorstellung des Bauprogramms in Kiel. Zusammen mit LBV.SH-Chef Torsten Conradt sowie dessen leitenden Ingenieuren Britta Lüth und Christoph Köster stellte Buchholz insgesamt 22 Sanierungs-Einzelprojekte im Bereich von Westküste und der Elbe vor.

Von den 44,3 Millionen Euro, die in diesem Jahr im Südwesten des Landes verbaut werden, entfallen 20,4 Millionen Euro (28,3 km Straße, 7,2 km Radweg, 2 Brücken) auf den Kreis Dithmarschen, 18 Millionen Euro auf den Kreis Steinburg (8,5 km Straße, 3,6 km Radweg, 2 Brücken) und 5,9 Millionen auf den Kreis Pinneberg (6,6 km Straße, 3,9 km Radweg). Eines der größten Projekte in der Region ist dabei die Sanierung der Landesstraße L 147 von Meldorf bis Nordhastedt auf mehr als 10 Kilometern.

Quelle: Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein am 13.04.2021

Thüringen: Landesverkehrsminister fordert Verstetigung des Sonderprogramms "Stadt und Land" über 2023 hinaus

Zur Vorstellung des Nationalen Radverkehrsplans durch Bundesminister Scheuer erklärte Infrastrukturminister Benjamin-Immanuel Hoff: "Deutschland will Fahrradland werden. Der Weg dorthin ist ambitioniert und erfordert gemeinschaftliches Handeln von Bund, Ländern, Kommunen und Verbänden. Unser Ziel ist ein Paradigmenwechsel im Radwegebau. Wir haben in den vergangenen Jahren viel in den Radverkehr investiert, um das Radfahren in Thüringen nicht nur attraktiver, sondern vor allem auch sicherer zu machen. Dass vom Bund deutliche Signale kommen, hier mehr Engagement als bislang zu zeigen, freut uns. Wir brauchen allerdings nicht nur Absichtserklärungen, sondern verbindliche Zusagen für eine verlässliche und dauerhafte finanzielle Unterstützung. Ein geeignetes Instrument wäre die Verstetigung des Sonderprogramms "Stadt und Land" über 2023 hinaus".

Der Bund stellt von 2020 bis 2023 insgesamt 900 Mio. € zusätzlich für den Fahrradverkehr zur Verfügung. Die Gelder kommen aus dem Klimaschutzprogramm 2030. Aus den Mitteln wird zum Beispiel das Sonderprogramm "Stadt und Land" finanziert, mit dem die Länder und Kommunen erstmals Finanzhilfen für flächendeckende Radverkehrsnetze und Abstellanlagen erhalten. Für Thüringen sind bis 2023 rund 20 Mio. € vorgesehen.

Quelle: Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft am 27.04.2021

Thüringen: Beim "Neu-, Um- und Ausbau von Landesstraßen möglichst immer auch einen Radweg bauen"

Paradigmenwechsel im Radwegebau soll Radfahren in Thüringen sicherer und attraktiver machen: "Jeder Unfall auf unseren Straßen ist einer zu viel. Deshalb wollen wir mit einem Paradigmenwechsel im Radwegebau das Radfahren in Thüringen nicht nur attraktiver, sondern vor allem auch sicherer machen. So wollen wir bei dem Neu-, Um- und Ausbau von Landesstraßen möglichst immer auch einen Radweg bauen, damit Radfahrende sicherer unterwegs sein können. Wie das konkret umgesetzt werden kann, prüfen wir gerade", sagt Staatssekretärin Susanna Karawanskij.

Radfahrende sollen im Alltag besser und sicherer an ihr Ziel kommen. Deshalb sind im laufenden Jahr 2021 unter anderem 17,6 Millionen Euro für den Bau von Alltagsradwegen eingeplant. Über die Fördermöglichkeiten von Radverkehrsvorhaben informierte die Staatssekretärin die Abgeordneten des Thüringer Landtags in einer Videokonferenz erst Ende März dieses Jahres. Der Ausbau ist umso wichtiger, als im vergangenen Jahr in Thüringen die Zahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Radfahrenden gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent gestiegen ist.

"Unser Ziel ist die 'vision zero', das heißt: keine Toten oder Schwerverletzten im Straßenverkehr. Um dem Stück für Stück näher zu kommen, braucht es die gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmenden. Für Radfahrende sollte zur eigenen Sicherheit das Tragen eines Helms genauso selbstverständlich sein wie intakte und funktionstüchtige Fahrräder", so die Staatssekretärin weiter.

Bei allen Rahmenbedingungen ist das Verhalten von Verkehrsteilnehmenden und damit auch jedes und jeder Radfahrenden von zentraler Bedeutung. So zählen zu den Hauptunfallursachen der durch Radfahrende verursachten Unfälle vor allem nicht angepasste Geschwindigkeit, Vorfahrtsfehler oder das Fahren unter Alkoholeinwirkung.

Quelle: Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft am 13.04.2021

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30. April 2021
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