Sie sind hier

Oktober 2020

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Bodenseeradweg nach Lückenschluss auf der Höri von Öhningen nach Wangen vollständig befahrbar

Auch der letzte Abschnitt des Bodenseeradwegs auf der Höri von Öhningen nach Wangen kann jetzt befahren werden. Der Bodenseeradweg ist einer der schönsten Radwege Europas, auf dem der See lückenlos auf dem Fahrrad umrundet werden kann.

Der Bodensee kann nun lückenlos auf Radwegen umrundet werden. Das letzte noch offene Teilstück, der 2,6 Kilometer lange Geh- und Radweg auf der Höri entlang der Landesstraße L 192 zwischen Öhningen und dem Ortsteil Wangen, ist nun dank der Baumaßnahme des Verkehrsministeriums und des Regierungspräsidiums Freiburgs für Radler und Radlerinnen befahrbar. Die geplante Einweihungstour mit Verkehrsminister Winfried Hermann und Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer musste coronabedingt kurzfristig abgesagt werden, was beide sehr bedauern. Im kommenden Jahr soll die Einweihungsfahrt daher mit allen Akteuren offiziell nachgeholt werden.

Mit dem Fahrrad rund um den Bodensee fahren: Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: "Der Bodenseeradweg ist einer der schönsten Radwege Europas. Nun kann man auf dem Fahrrad lückenlos einmal um den See fahren. Dadurch kommen wir unserem Ziel näher, Baden-Württemberg zum Radtourismusland Nummer eins zu machen. Auch für Pendler und Alltagsradler ist das eine großartige Verbesserung. Unterbrechungsfreie Radwege bedeuten ein dickes Plus an Verkehrssicherheit." Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: "Ich möchte daran erinnern, dass das Planfeststellungsverfahren für diesen Radweg vor fast auf den Tag genau zehn Jahren eingeleitet wurde. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mit Kreativität, Verhandlungsgeschick und Durchhaltevermögen den Bau dieses Abschnitts im Konsens mit der Region möglich gemacht."

Andreas Schmid, Bürgermeister von Öhningen: "Auch wenn viele nicht mehr daran geglaubt haben, kann nun, 25 Jahre nach den ersten Planungen, der Radweg von Öhningen nach Wangen für den Verkehr freigegeben werden. Möglich war dies, weil wir hartnäckig darum gekämpft haben und in den letzten Jahren alle an einem Strang zogen. Dafür möchte ich mich, auch im Namen der Gemeinde Öhningen, recht herzlich bedanken." Der Bodenseeradweg ist insgesamt rund 260 Kilometer lang. Mit 220.000 Radfahrenden pro Jahr – darunter viele Radtouristen – ist er einer der beliebtesten Radwege Deutschlands und für den Tourismus in dieser Region von großer Bedeutung. Als Teil des RadNETZ ist er eine wichtige Verbesserung für den Alltagsradverkehr, dessen Anteil das Land bis 2030 verdoppeln will.

2,6 Kilometer langer Radweg schließt Lücke: Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und um die Attraktivität für Radfahrende zu steigern, wurde ein 2,50 Meter breiter Rad- und Gehweg mit 0,5 Meter breitem Sicherheitsstreifen entlang der bestehenden Trasse der Landesstraße L 192 gebaut. Die Länge der Strecke beträgt rund 2,6 Kilometer. Die Baumaßnahme wurde in zwei Abschnitten über insgesamt drei Jahre durchgeführt. Die Kosten belaufen sich auf rund 6,8 Millionen Euro. Im ersten Bauabschnitt mussten drei Stützmauern hergestellt werden, um die Eingriffe in Natur und Landschaft so gering wie möglich zu halten. Die drei Mauern mit einer Länge von bis zu 57 Metern und einer Höhe von bis zu 2,40 Meter wurden in Naturstein ausgeführt. Beim zweiten Bauabschnitt waren ebenfalls drei Bauwerke erforderlich. Eines davon wurde mit Verpressankern und Spritzbeton, die anderen beiden mit bis zu 12 Meter tiefen und 61 Zentimeter dicken Rammrohren ausgeführt.

Beim Bau wurden neben dem eigentlichen Neubau des Rad- und Gehweges kommunale Ver- und Entsorgungsleitungen mit verlegt. Während der notwendigen Vollsperrung wurde die Landesstraße saniert, um so eine nochmalige spätere Sperrung der Straße zu vermeiden. Auch wenn der Flächenverbrauch auf ein Minimum reduziert wurde, waren Eingriffe in die Natur nicht gänzlich zu vermeiden. Als Ausgleichsmaßnahmen sind diverse Neupflanzungen von Gehölzen und Hecken, die Anlage von Baum- und Strauchreihen sowie die Anlage einer Auwaldfläche vorgesehen, mit der mit dem Klingerbach ein Biotopverbund hergestellt wird.

Weitere Ersatzmaßnahmen: Zusätzlich sind als Ersatzmaßnahmen unter anderem die Umwandlung von Acker in Grünland sowie die Regenerierung eines rund 2.900 Quadratmeter großen Weihers geplant. Eine Rosskastanie in Kattenhorn, an welcher der Radweg vorbeiführt, ist als Naturdenkmal eingestuft. Im Zuge des Baus wurden teils aufwändige Maßnahmen ergriffen, um den Baum zu schützen. Der Belag des Radweges wurde in diesem Bereich aus Pflaster hergestellt.

Quelle: VM Baden-Württemberg am 29.10.2020

Baden-Württemberg: Land nimmt Remstal-Radweg und Albtäler-Radweg in die Gruppe der Landesradfernwege auf

Baden-Württemberg stärkt den Radtourismus und das RadNETZ mit zwei neuen Radfernwegen im Remstal und durch acht Täler der Schwäbischen Alb. Ziel des Landes ist es, Baden-Württemberg zur beliebtesten Radreisedestination Deutschlands zu entwickeln. Hierzu haben das Ministerium für Verkehr sowie das Tourismusministerium bereits im Frühjahr 2020 eine Qualitätsoffensive gestartet. Im Rahmen dieser Qualitätsoffensive bestand die Möglichkeit, sich als neue Landesradfernwege zu bewerben. Darin waren nun der Remstal-Radweg und Albtäler-Radweg erfolgreich.

Justiz- und Tourismusminister Guido Wolf sagte dazu: "Der Radtourismus ist einer der wichtigsten touristischen Wachstumsmärkte. Seine Bedeutung ist durch die Corona-Krise und die Sehnsucht der Menschen nach Bewegung im Freien noch gewachsen. Baden-Württemberg ist als attraktive Radreiseregion auch international bekannt. Mit zwei zusätzlichen Radfernwegen bauen wir unser Angebot aus und kommen der Nachfrage nach Wegen mit hohen Qualitätsstandards für Touristen und Einheimische nach."

Wirtschaftliche Potenziale erschließen: Die Qualitätsoffensive soll die erheblichen wirtschaftlichen Potentiale des Radtourismus erschließen. Bereits heute besitzt der Radtourismus in Baden-Württemberg eine große wirtschaftliche Bedeutung. Jährlich werden 14 Millionen Tagesausflügler auf dem Rad und 3,2 Millionen Übernachtungen durch Radreisende in Baden-Württemberg gezählt. Sie generieren ca. 860 Millionen Euro Nettowertschöpfung pro Jahr. Der Radtourismus sichert ca. 25.000 Arbeitsplätze (Vollzeitäquivalente) in Baden-Württemberg. Die durch den Radtourismus geschaffene Wirtschaftskraft kommt in starkem Maße strukturschwachen Regionen in ländlichen Räumen zugute.

Als erster sichtbarer Schritt der Qualitätsoffensive verleiht das Land nun zwei weiteren Radfernwegen mit hohem touristischem Potential den Titel "Landesradfernweg". Die Landesradfernwege sind das Aushängeschild des Radtourismus in Baden-Württemberg. Verkehrsminister Hermann: "In der Freizeit wie im Alltag gilt: Wenn die Bedingungen gut sind, wird gern und viel Rad gefahren. Wer im Freizeitverkehr Spaß am Radfahren gefunden hat, nutzt das Fahrrad vermehrt auch im Alltag. Wir bauen daher im Rahmen des RadNETZ Baden-Württemberg sowohl die Alltagsstrecken als auch die Freizeitstrecken zusammen mit den Kommunen systematisch aus. Und wir übernehmen die Erstellung und Wartung der Beschilderung auf über 7.000 Kilometer Länge."

Aufwertung der Landesradfernwege: Im Frühjahr 2020 wurden Radfernwege, die bereits als ADFC-Qualitätsrouten ausgezeichnet sind und die Kriterien des Landes erfüllen, aufgerufen sich um den Status "Landesradfernweg" zu bewerben. Nach Sichtung und Bewertung der eingegangenen Bewerbungen steht nun fest: Dem Albtäler-Radweg und dem Remstal-Radweg wird ab sofort der Status Landesradfernweg verliehen. Minister Wolf und Minister Hermann gemeinsam: "Wir freuen uns mit den Menschen vor Ort, dass die zwei Radwege nun zu der Familie der Landesradfernwege dazugehören. Hierzu gratulieren wir ihnen. Mit diesen zwei sehr attraktiven Radwegen wird die Liste der Landesradfernwege aufgewertet und das Netzwerk der Landesradfernwege sowohl quantitativ als auch qualitativ verbessert."

Remstal-Radweg: Direkt vor den Toren Stuttgarts beginnt der Remstal-Radweg am Bahnhof in Weinstadt-Endersbach und führt über vier Etappen 106 Kilometer durch die Weinberge nach Remseck am Neckar und anschließend entlang der Rems nach Aalen. Der Radweg wurde 2019 erstmals mit vier Sternen als Qualitätsroute des ADFC ausgezeichnet und ist durch seine landschaftliche Vielfalt geprägt. Dank einer guten Anbindung der Route an das Nahverkehrsnetz der Region Stuttgart lässt sich der Remstal-Radweg auch hervorragend etappenweise erkunden (www.remstal-radweg.de).

Albtäler-Radweg: Der 186 Kilometer lange Albtäler-Radweg ist bereits seit 2012 als 4-Sterne-Qualitätsweg durch den ADFC ausgezeichnet und verbindet eine Vielzahl touristischer Highlights in den Landkreisen Heidenheim, Göppingen und dem Alb-Donau-Kreis. Über fünf Etappen führt die Rundtour vom Startpunkt Amstetten aus durch einige der schönsten Fluss- und Trockentäler der Schwäbischen Alb (www.albtaeler-radtour.de).

Weiterer Kandidat: Badischer Weinradweg: Die Anrainer-Landkreise und -Tourismusorganisationen haben sich im Rahmen des Prozesses der Qualitätsoffensive dafür entschieden, eine Qualitäts-Zertifizierung für den Badischen Weinradweg anzustreben. Der Badische Weinradweg wird anstelle des Rheintal-Radwegs den Status Landesradfernweg erhalten; sobald er die Klassifizierung als Qualitätsroute erfolgreich abgeschlossen hat. Abseits des Flusses im Rheintal und entlang der angrenzenden Weinberge lockt der "Badische Weinradweg" als neuer Landesradfernweg Radreisende in die Region.

Quelle: Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH NVBW am 22.10.2020

Baden-Württemberg: Schutzstreifenmarkierungen in Konstanz

In der Fürstenbergerstraße in Konstanz sind nach der grundlegenden Sanierung der Straße erste Schutzstreifen auf der Fahrbahn markiert worden. Diese garantieren die Trennung zwischen motorisiertem Verkehr und den Radfahrenden und erhöhen so die Sicherheit für alle Parteien.

Die Straße ist für alle Verkehrsteilnehmer und Verkehrsteilnehmerinnen da. Ohne eine kenntliche Einteilung und markierte Grenzen erhöht sich jedoch das Risiko sowohl für den Auto- als auch für den Radverkehr. Schutzstreifen sorgen daher für wesentliche Sicherheit und verbessern die Radinfrastruktur von Kommunen.

So jetzt auch auf der Fürstenbergerstraße in der Stadt Konstanz. Nach der seit Januar laufenden Sanierung der Straße und die daraus resultierende Bereicherung für das komplette Verkehrsnetz, wurden in der letzten Septemberwoche die Schutzstreifen für den Radverkehr auf den Asphalt aufgebracht.

Zwischen der Hardtstraße und der Riedstraße sind die Sanierungsmaßnahmen noch im vollen Gang und auch zwischen dem Buhlenweg und dem Beginn des Sanierungsabschnitts am Siebenbürgener Weg sind weitere Schutzwegmarkierungen in Planung. In wenigen Wochen werden weiterhin Fahrradpiktogramme, die den Schutzstreifen kennzeichnen, durch die Technischen Betrieben Konstanz (TBK) aufgetragen.

Die angebrachten Markierungen auf der Fürstenbergestraße ist dem Handlungsprogramm Radverkehr zugeordnet und wird vom Land Baden-Württemberg über das Landesgemeindefinanzierungsgesetz gefördert. Weitere Informationen rund um das Thema Schutzstreifen finden Sie hier.

Quelle: AGFK-BW am 09.10.2020

Baden-Württemberg: Biberach stellt ein neues Radverkehrskonzept vor

Eine fahrradfreundliche Infrastruktur trägt zur Attraktivität und Klimafreundlichkeit einer Stadt maßgeblich bei. Daher beschloss die AGFK-Mitgliedskommune Biberach an der Riß ein neues Radverkehrskonzept mit umfangreichen Maßnahmen zur Verbesserung des Radwegenetzes, der Radabstellanlagen und der Sicherheit von Radfahrerinnen und Radfahrern.

Schon seit 1978 hat Biberach ein Radewegekonzept, das über die Jahre immer wieder erneuert worden ist. Dadurch konnte die Stadt viele Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und der Attraktivität des Fahrradfahrens umsetzen. Am 29. Juni wurde das Radverkehrskonzept jetzt durch den Beschluss des Rates auf einen aktuellen Stand gebracht – mit vielen neuen Schwerpunkten.

Mehr als 100 geplante Maßnahmen

Ein Fokus liegt auf dem sogenannten "Biberacher Kreuz", dessen Mittelpunkt in der südlichen Innenstadt gelegen ist. Eine leistungsstarke Achse verbindet schon den Norden und Süden, jetzt soll eine attraktive Ost-West-Verbindung errichtet werden. Hier gibt es, zum Beispiel, den Ansatz die vorhandene Trasse der ehemals geplanten Uttenweiler Bahn für den Radverkehr zu nutzen. Weiterhin schlägt das Konzept 73 Maßnahmen vor, die die Radinfrastruktur und das Radwegenetz der Stadt verbessern. Davon sollen 16 Stück schon kurzfristig angestoßen werden. Ein wichtiges Beispiel hierfür ist der Neu- bzw. Umbau der Radfahrstreifen entlang der B 312 in der Saulgauer Vorstadt.

Auch soll es mehr Möglichkeiten für Radfahrende geben ihr Fahrrad sicher abstellen zu können. Hier fokussiert sich die Stadt durch 29 geplante Maßnahmen hauptsächlich auf die Innenstadt und das Bahnhofsumfeld. Mit besonderer Hervorhebung lässt sich hier das Standortkonzept für vier neue und überdachte Radabstellanlagen, die über die gesamte Altstadt verteilt werden sollen, nennen.  Ein weiterer Schwerpunkt ist eine verbesserte Sicherheit der Radfahrerinnen und Radfahrer durch die Entschärfung von Gefahrenstellen und Unfallhäufungsstellen.

Mehr Informationen zum Biberacher Radverkehrskonzept finden Sie hier.

Quelle: AGFK-BW am 29.10.2020

Berlin: Die neue Karl-Marx-Allee - Straßenraum zu Gunsten von Rad- und Fußverkehr umgestaltet

Die umgestaltete Karl-Marx-Allee in Berlin-Mitte ist offiziell eröffnet worden: Der Boulevard wurde grundsaniert, dabei wurde die Verkehrsfläche neu aufgeteilt: Für den Radverkehr wurden beidseitig bis zu vier Meter breite geschützte Radfahrstreifen geschaffen, die ein sicheres und entspanntes Radfahren ermöglichen. Für den Kfz-Verkehr verbleiben in beiden Fahrtrichtungen zwei statt bisher drei Fahrspuren. Für Fußgänger*innen wird die Überquerung der Straße mit vier Gehwegvorstreckungen und abgesenkten Bordsteinen erleichtert. Für Blinde und Sehbehinderte wurden vor den Fußgängerüberquerungen zur besseren Orientierung Rillenplatten angebracht und die Ampeln mit akustischen Signalen ausgestattet.

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: „"Wir haben die Karl-Marx-Allee sicherer, leiser und grüner gestaltet. Der Radverkehr erhält so viel Platz wie an keiner anderen Stelle Berlins. Mit dem grünen Mittelstreifen fördern wir den Artenschutz und wir schaffen Raum, um die Stadt mit ausreichend Versickerungsfläche an den Klimawandel anzupassen. Der umgebaute Abschnitt der Magistrale zeigt damit vorbildlich, wie stadtverträgliche und klimafreundliche Mobilität in Berlin aussehen kann."

Auf dem zehn Meter breiten Mittelstreifen wurde statt Parkplätzen eine Begrünung angelegt. Die Grünfläche trägt dazu bei, das Wohnquartier klimarobuster zu machen. Hier kann Regen versickern und in sommerlichen Hitzeperioden zur Abkühlung beitragen. Für eine höhere Aufenthaltsqualität sorgen entlang der Karl-Marx-Allee 29 neu gepflanzte Bäume, neu angelegte Hecken und Schmuckbeete sowie 35 Sitzbänke. Die Straßenbeleuchtung wurde auf energiesparende Leuchten umgerüstet; zur Verringerung der Lärmbelastung der Anwohner*innen wurde lärmoptimierter Asphalt verwendet.

Die Umgestaltung der Karl-Marx-Allee erfolgte in Einklang mit dem Denkmalschutz. Die neuen Straßenleuchten sind dem Design der 1960-er Jahre nachempfunden. In unmittelbarer Nähe zum Strausberger Platz wurden die ursprünglichen vierarmigen Paulick-Kandelaber verwendet, die dem Erscheinungsbild Anfang der 1960-er Jahre entsprechen.

Die Gehwegflächen im westlichen Bereich (Richtung Alexanderplatz) wurden mit neuen Materialien in Anlehnung an den historischen Bestand ausgebaut. Im östlichen Bereich (Richtung Strausberger Platz) wurden die Gehwegflächen als "Historisches Fenster" angelegt, unter Verwendung ursprünglicher und wiederverwendbarer Materialien, unter anderem Gehwegplatten, Borde und Mosaikpflaster aus den 1960-er Jahren. Die beidseitigen Pflanzungen mit durchgehenden Zwerg-Liguster-Hecken in Anlehnung an die Gestaltung der 1960-er Jahre dienen zur Abschirmung der Gehwege gegenüber den Fahrbahnen.

Die 28-monatige Baumaßnahme wurde im Juni 2018 begonnen und im Oktober 2020 fertiggestellt. Die Kosten für Straßenbau, Landschaftsbau, Beleuchtung und Signalanlagen betrugen 13 Millionen Euro. Die Maßnahme wurde aus Mitteln des Landes Berlin finanziert.

Quelle: SenUVK am 26.10.2020

Berlin: Europacity bekommt neue Fuß- und Radwegbrücke

Der Neubau des Golda-Meir-Stegs ist Bestandteil der neu entstehenden Europacity, eines urbanen Quartiers im Zentrum der Stadt, in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofs.

Zusammen mit der Promenade und einem Stadtplatz ist die 78 Meter lange Fuß- und Radwegbrücke über den Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal eine wichtige Verbindung der ehemals geteilten Stadtteile Moabit und Mitte.

Am Donnerstag, den 22.10.2020,  wurde das 185 Tonnen schwere Brückenbauwerk eingehoben.

Quelle: SenUVK am 22.10.2020

Hamburg: Veloroutenausbau im Bezirk Wandsbek

Im Zuge des Radverkehrsausbaus der Freien und Hansestadt Hamburg setzt das Bezirksamt Wandsbek die Um- und Neugestaltung der Veloroute 6 in der Straße Beim Farenland von der Kreuzung Beim Farenland/De Beern bis zur Kreuzung Beim Farenland/Saselheider Straße um. Es ist ein Teilabschnitt der Veloroute 6, die aus der Innenstadt über Friedrichsberg und Farmsen nach Volksdorf führt. Ziel des Ausbaus ist die Schaffung attraktiver und sicherer Radverkehrsanlagen im Rahmen der Umsetzung des Bündnisses für den Radverkehr.

Durch die Einrichtung von Ampelanlagen wird ein sicheres und komfortables Einfahren für Radfahrerinnen und Radfahrer aus den Straßen De Beern und Saselheider Straße in die Straße Beim Farenland erreicht. Über eine Sensorik kann die Freigabe angefordert werden, so dass bei Bedarf die Radfahrerinnen und Radfahrer schnellstmöglich Grün erhalten. Für die Fußgängerinnen und Fußgänger werden die Gehwege im gesamten Bereich neu hergestellt und  Querungsmöglichkeiten nördlich der Kreuzung Beim Farenland/Saselheider Straße sowie südlich der Kreuzung Beim Farenland/De Beern eingerichtet.

Durch die Herstellung von  taktilen Leiteinrichtungen im Bereich der Querungsmöglichkeiten und Bushaltestellen werden die Belange von sehbehinderten und mobilitätseingeschränkten Menschen berücksichtigt und Barrierefreiheit erzielt. Der Haltebereich der Bushaltestelle Beim Farenland wird aufgrund des barrierefreien Ausbaus circa 80 Meter weiter südlich der jetzigen Haltestelle neu hergestellt. Für die Dauer der Baumaßnahme wird eine Ersatzhaltestelle in Höhe von Hausnummer 53 eingerichtet. Die Bauarbeiten sollen am 2. November 2020 beginnen. Das Bauende ist für Ende Dezember 2020 angesetzt.

Quelle: Bezirk Wandsbek am 21.10.2020

Hamburg: Ausbau der Veloroute 1 Ottensen bis Herbst 2021

Das Bezirksamt Altona setzt bis zum Herbst 2021 eine Reihe von Straßenbaumaßnahmen in Ottensen um, mit dem Ziel die Verkehrssituation insbesondere für den Radverkehr deutlich zu verbessern. Anlass ist der Ausbau der Veloroute 1 im Rahmen des Hamburger „Bündnisses für den Radverkehr“. Die Veloroute 1 beginnt in der Innenstadt, führt durch St. Pauli über Altona-Altstadt weiter durch Ottensen, Othmarschen und Blankenese bis nach Rissen. 

Der Veloroutenausbau in Ottensen erfolgt in drei Bauphasen (Karte 1). Die erste derzeit laufende Bauphase umfasst die Kreuzung Hohenzollernring/Bleickenallee mit der östlichen Bleickenallee, der Keplerstraße und der Eulenstraße. Diese Bauphase endet voraussichtlich im Frühjahr 2021. Die zweite, sich anschließende Bauphase umfasst den Planungsbereich Ottensen-Ost (Eulenstraße, Arnoldstraße, Lobuschstraße und Klausstraße) und wird voraussichtlich bis Spätsommer 2021 gehen. Die dritte Bauphase, der Umbau der Rothestraße, erfolgt im Anschluss an Bauphase 2 und endet im Herbst 2021.

Mit dem Veloroutenausbau wird der Straßenraum in Ottensen neu strukturiert. Hierbei erhalten Fahrradfahrer*innen von der Museumsstraße bis zum Hohenzollernring künftig mehr Platz auf der Fahrbahn und bekommen einen durchgängigen Schutzstreifen, bzw. Radfahrstreifen. Die Gehwegflächen werden verbreitert und barrierefrei gestaltet. Um die Sicherheit für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen zu erhöhen, wird zudem das Parken neu geordnet. Damit diese Verbesserungen für den nicht-motorisierten Verkehr möglich sind, reduziert sich die Anzahl der Parkplätze für Kraftfahrzeuge. Die konkreten Planungen finden Sie unter https://www.steg-hamburg.de/veloroute-altona.html

Für den Veloroutenausbau im Bereich Ottensen wurden in den Jahren 2018 und 2019 mehrere Informationsveranstaltungen für die geplanten Maßnahmen durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Beteiligungsformate sind in die Straßenplanungen eingeflossen.

Quelle: Behörde für Verkehr und Mobilitätswende am 23.10.2020

Hamburg: Ausbau der Velorouten 1 und 2 in der Kaiser-Wilhelm-Straße zwischen dem Johannes-Brahms-Platz und der Wexstraße

Am 2. November 2020 startet der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) vorbereitende Arbeiten für den Ausbau der Velorouten 1 und 2 in der Kaiser-Wilhelm-Straße zwischen dem Johannes-Brahms-Platz und der Wexstraße. Im Zuge des Ausbaus werden beidseitig Radfahrstreifen entstehen, die Haltestellen der Expressbus-Linien X3 und X35 werden barrierefrei um- und ausgebaut und auf Höhe der Einmündung Neustädter Straße wird eine neue Mittelinsel eingerichtet, die insbesondere dem Fußverkehr eine gute Erreichbarkeit des Bezirksamts Mitte ermöglicht. Der erste Bauabschnitt beginnt im November mit Straßenarbeiten zur Erschließung des Springer-Quartiers auf der südöstlichen Seite der Kaiser-Wilhelm-Straße. Dieser erste Bauabschnitt wird voraussichtlich bis Ende Januar 2021 andauern, insgesamt wird es aber noch bis 2023 zu anhaltenden Einschränkungen kommen. Der Hauptgrund dafür ist eine architektonische Besonderheit unterhalb der Kaiser-Wilhelm-Straße.

Start in der Kaiser-Wilhelm-Straße: Unter der Kaiser-Wilhelm-Straße verläuft ein 400 Meter langer, denkmalgeschützter aber mittlerweile baufälliger Tunnel, durch den derzeit Versorgungsleitungen laufen. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, müssen diese Leitungen zeitnah aus dem Tunnel verlegt und dieser selbst teilweise zurückgebaut werden. Ein etwa 26 Meter langes Teilstück soll aber erhalten bleiben. Die daraus resultierenden, komplizierten Arbeiten auf und unter der Straße werden noch bis 2023 zu Einschränkungen in der Kaiser-Wilhelm-Straße führen.

Parallel zur ersten Phase im Straßenbau beginnt auch Stromnetz Hamburg im November mit ersten Arbeiten in der Kaiser-Wilhelm-Straße. Ab 2021 folgen dann umfangreichere Leitungsarbeiten von Stromnetz Hamburg und anschließend auch von Wärme Hamburg auf dem Abschnitt zwischen Johannes-Brahms-Platz und der Wexstraße. Diese Arbeiten werden zunächst etwa ein halbes Jahr andauern. Im Anschluss finden voraussichtlich bis Ende 2021 die Abbrucharbeiten an dem baufälligen Leitungstunnel statt, gleichzeitig wird die neue Trasse für die Versorgungsleitungen gebaut. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten können voraussichtlich ab Frühjahr 2022 die eigentlichen Straßenbauarbeiten zum Veloroutenausbau in der Kaiser-Wilhelm-Straße starten. Die verschiedenen Maßnahmen werden eng aufeinander abgestimmt und koordiniert.

Quelle: Behörde für Verkehr und Mobilitätswende am 26.10.2020

Hamburg: Stadteingang Elbbrücken - Neue Brücken für Fahrradfahrer und Fußgänger zwischen Rothenburgsort und HafenCity

Die HafenCity und Rothenburgsort rücken näher aneinander. Im Rahmen des neuen Stadteingangs Elbbrücken und des Billebogens werden die beiden Stadtteile in Hamburg Mitte stärker miteinander verknüpft. Den Auftakt macht jetzt eine neue Brücke für Radfahrer und Fußgänger zwischen der grünen Halbinsel Entenwerder im südlichen Rothenburgsort und dem Quartier Elbbrücken in der östlichen HafenCity, die namentlich auch die neue U- und S-Bahnstation Elbbrücken umfassender erreichbar macht. Jetzt wurde der von der Billebogen Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG (BBEG) und der HafenCity Hamburg GmbH (HCH) ausgelobte Gestaltungswettbewerb entschieden. Als Sieger ging ein auf das Wesentliche reduzierter Entwurf von schlaich bergermann partner (Stuttgart) mit gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner (Hamburg) und Ingenieurbüro Spieth Beratende Ingenieure GmbH (Esslingen) hervor. Weitere Brücken und Tunnel für Radfahrer und Fußgänger sind geplant und fügen sich in das nachhaltige Mobilitätskonzept ein.

Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Billebogen Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG und der HafenCity Hamburg GmbH: "Die neue Brücke schafft die Voraussetzung dafür, dass Rothenburgsort von der HafenCity profitieren kann und umgekehrt. Sie macht das vielfältige Angebot an Arbeitsplätzen, Wohnmöglichkeiten, Freizeit, Kultur, ÖPNV sowie sozialer Infrastruktur mit Schulen und Kindergärten in der HafenCity erreichbar. Umgekehrt gelangen die Bewohner der HafenCity auf kurzem Weg zum Entenwerder Park mit seinen attraktiven Freizeitflächen und anderen Orten in Rothenburgsort, ebenso wie zu den naheliegenden Fahrradrouten."

Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen: "Und auf einmal sind Rothenburgsort und der Entenwerder Park ganz nah und für Radfahrer und Fußgänger gut erreichbar. Eine schöne neue Brücke schafft dafür die Voraussetzung. Sie ist breit genug, damit Fuß- und Radverkehr ausreichend Platz haben. Die Brücke ist zurückhaltend im Auftritt, hat aber doch sehr schöne Details und überquert das Wasser mit einem starken Schwung."

Martin Bill, Staatsrat, Behörde für Verkehr und Mobilitätswende: „Die neue Brücke in Entenwerder wird ein wichtiges Puzzlestück für die Mobilitätswende in Hamburg. Sie wird Menschen im wahrsten Sinne des Wortes verbinden und bietet gleichzeitig eine sinnvolle Anbindung an das bestehende und im Ausbau befindliche Radstreckennetz. Aber auch die unmittelbare Nähe zu der neuen U- und S-Bahn Station Elbbrücken stärkt den intermodalen Ansatz, den wir verfolgen. Das Ziel ist klar beschrieben: Der Umweltverbund aus ÖPNV sowie Rad- und Fußverkehr muss weiter gestärkt und zunehmend vernetzt gedacht werden. Wir wollen, dass der Umweltverbund zukünftig 80% der Wege abdeckt – 25% sollen auf den Radverkehr fallen. Genau dazu wird auch diese Brücke zwischen Rothenburgsort und HafenCity beitragen."

Sven Plieninger, Ingenieurbüro schlaich bergermann partner: "Die Brücke überwindet den Oberhafenkanal auf direktem Weg mit einer schwungvollen und dynamischen Geste und wird zu einem Bestandteil des Weges. Dies ermöglicht vor allem für Radfahrer eine flüssige und unkomplizierte Benutzung. Mit ihrem ausdifferenzierten Querschnitt und der klaren Detaillierung hat die Brücke einen hohen Widererkennungswert. Dabei tritt der Entwurf mit einer zurückhaltenden, aber dennoch einprägsamen Gestaltung nicht in Konkurrenz zu den umliegenden, stadtbildprägenden Ingenieurbauwerken und der Schilfrohrlandschaft der beiden Ufer. Stattdessen schmiegt sich die Brücke mit einer optimierten Linienführung wie selbstverständlich in die Landschaft ein und bildet den Übergang vom urbanen Elbquartier auf der Westseite und dem östlichen Naturraum Entenwerder."

Die östliche HafenCity und Rothenburgsort liegen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt. Aktuell gelangen Menschen auf beiden Seiten dennoch nur mühsam zum jeweils anderen Stadtteil. Die Billhorner Brückenstraße trennt als eine der meistbefahrensten Verkehrsachsen Hamburgs die Nachbarschaft. Auch die Wasserflächen des Billhafens und des Oberhafenkanals, der hier in die Elbe mündet, behindern den Austausch. Die neue Brücke eröffnet künftig erstmals eine direkte bequeme Verbindung und erleichtert insbesondere für das südliche Rothenburgsort den Zugang zur neuen U- und S-Bahnstation Elbbrücken (U 4, S-Bahn 3 / 31 sowie Ende 2020 Busse; ergänzendes Angebot an Leihrädern, switcHH-Points und Park & Ride-Stationen). Sie rückt Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten aber auch soziale Infrastrukturen wie Kitas und Schulen in der HafenCity näher an die östlichen Nachbarn heran. Umgekehrt eröffnet die Brücke den künftigen Bewohnern und Beschäftigten der HafenCity den Zugang zu dem 13 Hektar großen Freizeitpark Entenwerder. Auch über die beiden Stadtteile hinweg schließt sie Verbindungslücken: So verläuft hier künftig der Elberadweg und die beliebte Fahrradstrecke zwischen der Hamburger Innenstadt und den Vier- und Marschlanden wird um eine attraktive Streckenführung reicher. Der Baubeginn ist für 2022 vorgesehen. (...)

Quelle: Behörde für Verkehr und Mobilitätswende, Behörde für Satdtentwicklung und Wohnen u.a. am 02.10.2020

Zur Originalpressemitteilung mit weiteren ausführlichen Informationen

Hessen: Land unterstützt Niedernhausen bei der Erstellung eines Radverkehrskonzeptes

Mit 14.900 Euro unterstützt das Land Hessen die Gemeinde Niedernhausen bei der Erstellung eines Radverkehrskonzeptes. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Das Land trägt damit zwei Drittel der Gesamtkosten.

Das Radverkehrskonzept soll alle Ortsteile abdecken. Ziel ist eine bessere Vernetzung und Anbindung an die Nachbargemeinden und die Landeshauptstadt.

Förderung nach Nahmobilität Richtlinie: Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 30.10.2020

Hessen: Gehwege- und Radweg-Ausbau an der B 3 in Fuldatal-Wilhelmshausen

Mit rund 597.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Gemeinde Fuldatal beim Ausbau der Gehwege an der Mündener Straße (B 3) sowie des Fulda-Radwegs in Wilhelmshausen. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf rund 1,6 Mio. Euro.

In dem rund 750 Meter langen Ausbauabschnitt sind die Gehwege in einem schlechten baulichen Zustand, zu schmal oder fehlen ganz. Mit einer Mindestbreite von 1,5 Metern werden sie teils einseitig, teils auf beiden Straßenseiten neu angelegt. Die Bushaltestelle „Wilhelmshausen B 3“ erhält 22 Zentimeter hohe Spezialbordsteine für einen nahezu stufenlosen Einstieg in die Niederflurbusse.

Der parallel zur Mündener Straße am Fuldaufer verlaufende Fernradweg R 1 wird als kombinierter Geh- und Radweg drei bis vier Meter breit ausgebaut. Das Vorhaben ist eine Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Bund, der für die Fahrbahnerneuerung der Bundesstraße zuständig ist und den Geh- und Radweg mitfinanziert.

Förderung nach Nahmobilität Richtlinie: Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 30.10.2020

Hessen: Unterstützung für Machbarkeitsstudie für Radschnellstrecke Bad Soden – Eschborn

Mit 39.200 Euro unterstützt das Hessische Wirtschafts- und Verkehrsministerium den Regionalverband FrankfurtRheinMain bei einer Machbarkeitsstudie für eine Radschnellverbindung zwischen Bad Soden und Eschborn. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsstaatssekretär Jens Deutschendorf in Wiesbaden mit: „Radschnellverbindungen sind attraktive Angebote an Berufspendler, aufs Fahrrad umzusteigen. Eine Verbindung von Bad Soden nach Eschborn würde das entstehende Radschnellnetz im Rhein-Main-Gebiet sinnvoll ergänzen. Deswegen übernimmt das Land die Hälfte der Kosten der Studie.“

Die Verlängerung nach Bad Soden würde an einen Radschnellweg zwischen Frankfurt und Eschborn anschließen, dessen Machbarkeit mit Unterstützung des Landes ebenfalls untersucht wird. Radschnellverbindungen sind breite, gut ausgebaute und möglichst kreuzungsfreie Radwege entlang wichtiger Pendlerachsen. Der Regionalverband verfolgt neun solcher Projekte. Das Land fördert solche Vorhaben sowohl bei der Planung als auch beim Bau.

"Der Regionalverband FrankfurtRheinMain will dafür sorgen, dass neun Radschnellwege die Region vernetzen und Radfahren sicherer, schneller und komfortabler machen“, sagte der Erste Beigeordnete des Regionalverbands, Rouven Kötter. „Die Mobilitätswende kann uns nur gelingen, wenn wir attraktive Alternativangebote zum privaten PKW schaffen. Ich freue mich sehr, dass wir bei diesem Projekt mit dem Land Hessen und unseren Mitgliedskommunen an einem Strang ziehen."

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 29.10.2020

Hessen: Neuer Rad- und Gehweg zwischen Mörlenbach und Bonsweiher

Zwischen Mörlenbach und dem Ortsteil Bonsweiher wird künftig ein Rad- und Gehweg entlang der Landesstraße 3120 verlaufen. Die Arbeiten, die auch die Erneuerung der Fahrbahndecke in der Ortsdurchfahrt Mörlenbach umfassen, haben am Montag begonnen. Das Land finanziert die Maßnahme mit 1,2 Mio. Euro, wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir mitteilte. Mit weiteren 160.000 Euro unterstützt das Land den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen.

Etwa ein Kilometer des Radwegs verläuft auf freier Strecke. Er wird durch einen 1 bis 1,75 Meter breiten Schutzstreifen von der Landesstraße abgesetzt und eine Breite von 2,5 Metern aufweisen.

Nach den vorbereitenden Arbeiten wird voraussichtlich Anfang November 2020 der erste Bauabschnitt zwischen der Ortsausfahrt Mörlenbach und dem Abzweig zur Kreisstraße K 11 Richtung Ober-Liebersbach starten. Diese Arbeiten erfordern eine Vollsperrung der Landesstraße, über deren Beginn Hessen Mobil gesondert informieren wird. Die Umleitung wird ausgewiesen.

Förderung nach Nahmobilität Richtlinie: Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte sowie Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH)  am 19.10.2020

Hessen: Schaffung von sicheren Radverkehrsanlagen durch Markierungsarbeiten

Die Schaffung von sicheren Radverkehrsanlagen durch Markierungsarbeiten ist als investive Maßnahme im Einzelfall zuwendungsfähig, wenn Sie gleichwertig auch hinsichtlich der subjektiven Sicherheit mit dem Bau- und Ausbau von straßenbegleitenden Radwegen ist und Bau- und Ausbau ersetzt bzw. als duale (parallele) Führung ergänzt, um insbesondere den kapazitätsbedingten Ausbau für den Rad- und/oder Fußverkehr zu ersetzen. Sie müssen dazu dienen, durchgehende und in das Routennetz der Kommunen eingebundene Wegeführungen zu schaffen und dazu beitragen, die Umsetzung erheblich zu beschleunigen (z.B. durch den Wegfall aufwändiger Umgestaltungen des gesamten Straßenquerschnitts wegen der Entwässerung).

  • Förderfähig ist innerorts die einmalige Markierung von Radfahrstreifen, Radverkehrsfurten, Überquerungsstellen und Aufstellfächen als Teil eines Gesamtkonzeptes.
  • Die Maßnahme muss einen eigenen Verkehrswert besitzen. Für die Markierungen sind die Qualitätsstandards und Musterlösungen zum Radnetz Hessen zu beachten, mit denen das Regelwerk der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) für Hessen konkretisiert wird.
  • Schutzstreifen, die bestimmungsgemäß auch vom Kfz-Verkehr mitgenutzt werden können, sind nicht förderfähig. Die Zweckbindung der Markierungen wird auf sieben Jahre begrenzt.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 05.10.2020

Hessen: Förderung der Beleuchtung von wichtigen Schulrouten außerorts

Beleuchtung ist ein wichtiger Faktor für die Sicherheit und das Sicherheitsempfinden. Deshalb wird mit dem neuen Durchführungserlass zur Nahmobilitätsrichtlinie konkretisiert, dass eine Förderung im Rahmen Nahmobilitätsrichtlinie für wichtige Schulrouten außerorts möglich ist.

Damit soll der Weg zur Schule mit dem Rad auch im Herbst und Winter attraktiv gemacht werden. Als wichtige Schultouren gelten insbesondere Wege mit einem Potenzial von mindestens 30 Fahrten in der Spitzenstunde bzw. bei kombinierten Fuß- und Radwegen 30 Personen in der Spitzenstunde in einer Entfernung von bis zu 7,5 Kilometern von den jeweiligen Schulstandorten. Die Beleuchtung soll bedarfsgerecht, d.h. sensorgesteuert, und wo möglich mit Photovoltaik betrieben werden, um die Unterhaltskosten gering zu halten.

  • Die Beleuchtung gilt als investive Maßnahme und wird mit einem Fördersatz von in der Regel 70 Prozent gefördert.
  • Wichtig: Um eine schnellere Umsetzung zu ermöglichen, wird im Jahr 2021 ein um 10 Prozentpunkte erhöhter Fördersatz gewährt.
  • Alle Informationen zur Förderung der Förderung der Beleuchtung von wichtigen Schulrouten außerorts sind im folgenden Flyer dargestellt.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 05.10.2020

Hessen: Wetteraukreis plant neue Radwege-Beschilderung

Mit rund 138.000 Euro unterstützt das Land Hessen den Wetteraukreis bei der Planung einer einheitlichen Radwege-Beschilderung. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Freitag in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 198.000 Euro.

Bei der neuen Beschilderung sollen auch überregionale Ziele in den angrenzenden Landkreisen Gießen, Fulda und Hochtaunus sowie die Stadt Frankfurt berücksichtigt werden. Freizeitrouten an der Nidda und entlang des Limes sowie der Vulkanradweg werden ebenfalls integriert. In den Aufbau eines Netzes für den Alltagsradverkehr bezieht der Kreis auch ursprünglich touristisch orientierte Wege ein. Grundlage ist der Radverkehrsplan 2019, der nahezu alle Stadt- und Ortsteile in der Wetterau verbindet.

Förderung nach Nahmobilität Richtlinie: Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte sowie Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 16.10.2020

Hessen: Kassel erhält Zuschuss für Radfahrstreifen

Mit 76.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Kassel bei der Einrichtung von Radfahrstreifen in der Kohlenstraße. Dies teilte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 95.000 Euro.

Auf einer Länge von 370 Metern soll die Kohlenstraße zwischen der Bertha-von-Suttner-Straße und der Straße „Am Heimbach“ beidseitig 1,85 Meter breite Radfahrstreifen erhalten. An Einmündungen und Aufstellflächen vor Ampeln sollen Roteinfärbungen und Fahrrad-Piktogramme für mehr Sichtbarkeit und Sicherheit sorgen.

Die Maßnahme schließt eine Lücke auf einer der Hauptradrouten der Stadt: Diese führt von der Konrad-Adenauer-Straße über die Druseltal-, Kohlen- und Tischbeinstraße in die Karlsaue.

Förderung nach Nahmobilität Richtlinie: Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte sowie Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 07.10.2020

Mecklenburg-Vorpommern: Bau eines Geh- und Radwegs in der Ortsdurchfahrt Heilgeisthof (Landkreis Vorpommern-Greifswald)

Die Gemeinde Levenhagen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält vom Landesverkehrsministerium für den Bau eines Geh- und Radwegs in der Ortsdurchfahrt Heilgeisthof einen Zuschuss in Höhe von rund 71.700 Euro gemäß der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern. Die förderfähigen Ausgaben betragen etwa 95.600, die Gesamtkosten ca. 103.000 Euro.

Im Rahmen der Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Straßenbauamt Neustrelitz soll im Zuge des Neubaus des Radwegs A 20 – Ortsumfahrung Hansestadt Greifswald ein Rad- und Gehweg in der Ortsdurchfahrt Heilgeisthof gebaut werden. Auf der Bundesstraße 109 verkehren täglich mehr als 8.800 Kraftfahrzeuge. Daher sind getrennte Wege für Kraftfahrzeuge auf der einen und Radfahrer und Fußgänger auf der anderen Seite unbedingt erforderlich. Mit den Arbeiten wurde im September 2020 begonnen und sie sollen voraussichtlich im Frühsommer 2021 abgeschlossen sein.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 07.10.2020

Mecklenburg-Vorpommern: Bau eines Geh- und Radwegs entlang der Ortsdurchfahrt Pasewalk der Landesstraße 321

Die Stadt Pasewalk (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält vom Landesverkehrsministerium im Rahmen einer Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Straßenbauamt Neustrelitz für den Bau eines Geh- und Radwegs an der Ortsdurchfahrt Pasewalk der Landesstraße 321 einen Zuschuss in Höhe von rund. 78.400 Euro. Die Mittel werden gemäß der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bereitgestellt. Die förderfähigen Ausgaben betragen etwa. 104.600,  die Gesamtkosten ca. 123.000 Euro.

Der Geh- und Radweg wird entlang der Torgelower Straße in einer Breite von 2,6 auf einem 486 Meter langen Abschnitt ausgebaut. Aufgrund der Genehmigung des vorzeitigen Baubeginns haben die Arbeiten bereits begonnen. Sie sollen voraussichtlich 2021 abgeschlossen sein.

Die Landesstraße 321 ist eine Verbindung zwischen der Bundesstraße 109 bei Heinrichsruh im Norden und der Bundesstraße 104 in der Stadt Pasewalk. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung von durchschnittlich 7.843 Kraftfahrzeugen pro Stunde ist zur Gewährleistung der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer der straßenbegleitende Rad- und Gehweg im Zuge des grundhaften Ausbaus der Straße mit auszubauen.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 02.10.2020

Mecklenburg-Vorpommern: Ausbau der Geh- und Radwege im Zuge der Bundesstraße 104 in Neubrandenburg

Die Stadt Neubrandenburg (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) erhält vom Landesverkehrsministerium im Rahmen einer Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Straßenbauamt Neustrelitz für den abschnittsweisen Ausbau der Geh- und Radwege im Zuge der Bundesstraße 104 an der Woldegker Straße in Neubrandenburg einen Zuschuss in Höhe von rund 75.900 Euro. Die Mittel werden gemäß der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bereitgestellt. Die förderfähigen Ausgaben betragen etwa 101.200, die Gesamtkosten 106.000 Euro.

Auf der Bundesstraße 104 verkehren täglich mehr als 13.000 Kraftfahrzeuge. Um die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer weiterhin zu gewährleisten, ist der straßenbegleitende Geh- und Radweg auf beiden Seiten in einer Breite von ca. 4,7 Metern auf einem Abschnitt von 128 Metern zu erneuern.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 01.10.2020

Niedersachsen: Radweg Steinbergen - Bernsen entlang der L 443 im (Landkreis Schaumburg) fertiggestellt

Am 8. Oktober 2020 wurden die beiden neu hergestellten Teilabschnitte des neuen Radweges von Steinbergen (Landkreis Schaumburg) nach Bernsen im Laufe des Tages für den Verkehr freigegeben. Dies teilte die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln mit.

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bedankt sich bei allen Anwohnern und Verkehrsteilnehmern für ihr Verständnis und ihre Geduld während der Bauzeit.

Quelle: Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln am 09.10.2020

Niedersachsen/Thüringen: Spatenstich für Radwegeverbindung über die Landesgrenze - Abschnitt im Iron Curtain Trail (EuroVelo Route 13)

Ein Landesgrenzen überschreitendes Bauvorhaben hat begonnen. Beim symbolischen Spatenstich für den Radwege-Lückenschluss zwischen Walkenried (Niedersachsen) und Ellrich (Thüringen) waren am 05.10.2020 Vertreterinnen und Vertreter der Länder, Landkreise und Gemeinden zur Baustelle nahe des Grenzdenkmals "Rotbuche" zwischen den beiden Ortschaften gekommen. 30 Jahre nach der deutschen Einheit entsteht eine sichere Radweg-Verbindung für Alltag, Freizeit und Tourismus.

Lange Vorarbeit war der Umsetzung des für die Region wichtigen und zugleich symbolisch bedeutsamen Projekts vorausgegangen, machte Göttingens Landrat Bernhard Reuter bei der Begrüßung deutlich. "Es war nicht leicht, alle Beteiligten unter einen Hut zu bringen und vom Projekt zu überzeugen. Aber die Mühe war es wert; der Radweg ist ein Gemeinschaftswerk und der Spatenstich der Lohn für das große Engagement aller Beteiligten", so Landrat Reuter.

Landrat Matthias Jendricke (Landkreis Nordhausen) erklärte: "Erst am Samstag haben wir hier gemeinsam an der ehemaligen innerdeutschen Grenze beim Rotbuchenfest den 30. Jahrestag der Deutschen Einheit gefeiert. Der neue Radweg wird ein Brückenschlag, der uns im Südharz noch näher zusammenbringt. Auch für die überregionale Radroute Harzrundweg, die zurzeit noch über die Straße, dann aber über diese neue Verbindung führen wird, bedeutet das eine wichtige qualitative Verbesserung."

Das Niedersächsische Verkehrsministerium fördert den Radweg mit 200.000 Euro, erklärte Staatssekretär Dr. Berend Lindner in seiner Ansprache bei der Feierstunde. Er dankte vor allem den Initiatoren des Radwegs, der Stadt Ellrich, der Gemeinde Walkenried und dem Landkreis Göttingen: "Dieser Radweg wird Niedersachsen und Thüringen noch enger verbinden. Auch 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung hat das eine besondere Bedeutung. Deshalb war es für uns selbstverständlich, dieses Projekt zu ermöglichen und mit Mitteln des Landes Niedersachsen zu unterstützen. Die Bedeutung des Radverkehrs nimmt beständig zu. Dies gilt gleichermaßen für alltägliche wie auch für touristische Zwecke. Unser Ziel ist es deshalb, eine sehr gute und sichere Fahrradinfrastruktur zu erhalten und weiter auszubauen."

Das Land Thüringen war bei der Feierstunde durch Landtagspräsidentin Birgit Keller vertreten; zudem sprach Referatsleiter Ingo Mlejnek vom thüringischen Infrastrukturministerium. Für die Gemeinde Walkenried machte der stellvertretende Bürgermeister Andreas Viehweger die Bedeutung des Radwegs deutlich; für die Gemeinde Ellrich war Bürgermeister Henry Pasenow beim Spatenstich dabei.

Der künftige Radweg verläuft nördlich der L 601 auf niedersächsischer Seite beziehungsweise der L 1014 auf dem thüringischen Abschnitt. Für das 960 Meter lange Teilstück auf dem Gebiet der Gemeinde Walkenried wird ein vorhandener Wirtschaftsweg genutzt, es schließt an der Landesgrenze an die Planungen auf thüringischer Seite an. Für den Bau sind rund vier Wochen veranschlagt. Nach Fertigstellung quert der Radweg das Grüne Band und wird ein Abschnitt im Iron Curtain Trail, der als europäischer Radfernweg EuroVelo Route 13 über auf einer Strecke von fast 10.000 km von der Barentssee bis an das Schwarze Meer 20 Länder in Europa miteinander verbindet.

Quelle: Landkreis Göttingen am 06.10.2020

Nordrhein-Westfalen: Zukunft durch Radverkehr im Rheinischen Revier - Förderbescheide für modellhafte Radverkehrskonzepte

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert mit rund 200.000 Euro die Neukonzeption des Radverkehrs in der rheinischen Kohleregion. Für die Förderung modellhafter Radverkehrsprojekte hat das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) heute die Förderbescheide an den Zweckverband LandFolge Garzweiler und die Kolpingstadt Kerpen versandt. Die Förderung erfolgt gemäß den Eckpunkten zur Umsetzung der strukturpolitischen Empfehlungen der Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ für ein „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen".

Förderprojekt "Gesamtregionales Radverkehrskonzept Rheinisches Revier": Der Zweckverband LandFolge Garzweiler übernimmt als Zuwendungsempfänger in Abstim-mung mit zahlreichen beteiligten Kreisen, Kommunen und Trägern Öffentlicher Belange die Neukonzeption eines Radverkehrsnetzes für das Rheinische Revier. Die Planung umfasst das Radverkehrsnetz für den Alltagsradverkehr – einschließlich neuer Radschnellverbindungen und Radvorrangrouten – ebenso wie die Schnittstellen zu touristischen Routen sowie die Verknüpfung mit dem ÖPNV. Durch den Tagebau unterbrochene Wegebeziehungen werden dabei wiederhergestellt und neue Wohn-, Gewerbe- und Freizeitstandorte auf rekultivierten Flächen angebunden. Somit entsteht die Blaupause für ein einheitliches, abgestimmtes und zukunftstaugliches Radverkehrsnetz, welches in den Folgejahren von den einzelnen Kreisen und Kommunen umgesetzt werden kann. Die Ergebnisse sollen bis Ende 2021 vorliegen. Das BMVI fördert 90 Prozent der gesamten Projektkosten von rund 200.000 Euro. 10 Prozent übernimmt das Land NRW.

Förderprojekt "Erstellung eines Radschnellverbindungskonzeptes": Als Bestandteil ihres Mobilitätsprogramms erstellt die Kolpingstadt Kerpen ein Radschnell-verbindungskonzept, welches die Grundlage für weitere Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs in der Region werden soll. Dabei werden zunächst das vorhandene Radnetz analysiert und Schwachstellen identifiziert. Im Verlauf des Jahres 2021 soll somit eine zeit-nah umsetzbare Planung entstehen, die nicht nur die Hauptradverbindungen im Stadtgebiet integriert, sondern auch an die regionale Radinfrastruktur anknüpft. Um sichere und attrakti¬ve Radverbindungen zu schaffen, wird das Konzept so ausgestaltet, dass der Radverkehr auf den Schnellverbindungen innerhalb des Ortes ausschließlich über Fahrradstraßen oder eigenständige Radverkehrsanlagen geführt wird. Das BMVI fördert mit 20.000 Euro 100 Prozent der Projektkosten.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt mit der Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland die Planung und Umsetzung von modellhaften Hoch- und Tiefbaumaßnahmen, die die weitere Entwicklung des Radverkehrs fördern bzw. eine nachhaltige Mobilität durch den Radverkehr sichern. Förderfähig sind dabei auch vorbereitende Planungsmaßnahmen, die die spätere bauliche Umsetzung eines modellhaften Vorhabens ermöglichen. Weitere Informationen zum Thema Radverkehr finden Sie unter dem Stichwort "Förderprogramme" auf der Website des Bundesamtes für Güterverkehr unter www.bag.bund.de.

Quelle: Bundesamt für Güterverkehr am 21.10.2020

Rheinland-Pfalz: Zentrale Beratung für Radwege-Förderung startet

Ab sofort können sich Kommunen über eine zentrale Anlaufstelle auf Landesebene beim Landesbetrieb Mobilität über die unterschiedlichen Förderprogramme für Radverkehrsinfrastruktur informieren. Damit unterstützt das Land die Kommunen dabei, Bundes- und Landesmittel für Radwege abzurufen. Dies hat Verkehrsstaatssekretär Andy Becht mitgeteilt.

"Die Zahl der Radfahrer wächst, mit E-Bikes und Pedelecs werden weitere Strecken gefahren und auch der Radtourismus in Rheinland-Pfalz nimmt zu. Wir wollen die Chancen nutzen und die Rahmenbedingungen für die umweltfreundliche Mobilität gezielt verbessern. Wir brauchen mehr und bessere Radwege. Das Geld dafür ist da – es muss aber auch abgerufen werden. Mit der neuen Beratungsstelle beim LBM unterstützen wir die Kommunen dabei, die manchmal kompliziert erscheinenden Förderprogramme erfolgreich zu nutzen", sagte Verkehrsstaatssekretär Andy Becht.

Das Land Rheinland-Pfalz möchte den Alltagsradverkehr und Radtourismus weiter stärken, so Becht. Eine wesentliche Grundlage dafür werde der Radverkehrsentwicklungsplan Rheinland-Pfalz 2030 sein, der aktuell in Zusammenarbeit von Land und Kommunen ausgearbeitet werde. Mit der zentralen Beratungsstelle für Kommunen beim LBM solle die strategischen Entwicklung des Radverkehrs weitergeführt werden, sagte der Staatssekretär. 

Die Beratungsstelle beim LBM ist zu erreichen unter: per E-Mail:  foerderberatung-radwege(at)lbm.rlp.de sowie per Telefon: 0261/30439-61

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 12.10.2020

Rheinland-Pfalz: Ellerstadt (Landkreis Bad Dürkheim) und Fußgönheim (Rhein-Pfalz-Kreis) jetzt durch Radweg verbunden

Ellerstadt im Landkreis Bad Dürkheim und Fußgönheim im Rhein-Pfalz-Kreis sind jetzt durch einen Rad- und Gehweg miteinander verbunden. Das hat Verkehrsstaatssekretär Andy Becht mitgeteilt und damit den neuen Radweg offiziell für den Verkehr freigegeben.

"Das Radwegenetz in der Pfalz ist wieder ein Stück dichter und attraktiver geworden", freut sich Verkehrsstaatssekretär Andy Becht anlässlich der Fertigstellung und Freigabe des Radweges im Zuge der L 525. "Ellerstadt und Fußgönheim gewinnen durch diese durchgängige Radwegeverbindung an Lebensqualität", so der Staatssekretär.

Der neu gebaute Radweg hat eine Gesamtlänge von rund 1,5 Kilometern und verbindet die Orte Ellerstadt und Fußgönheim. Er ist im Großräumigen Radwegenetz des Landes Rheinland-Pfalz als regionale Ergänzung enthalten.

Die rund 493.000 Euro Baukosten werden vollständig vom Land als Baulastträger getragen. Rheinland-Pfalz setzt konsequent auf das Fahrrad als Verkehrsmittel. Zentraler Schwerpunkt der Radverkehrspolitik ist der Bau attraktiver und sicherer Radwege. Zum Jahresbeginn 2020 zählte Rheinland-Pfalz rund 945 Kilometer Radwegstrecke an Bundesstraßen, 693 Kilometer Radwege im Zuge von Landesstraßen und 289 Kilometer im Zuge von Kreisstraßen.

"Radfahrer und Fußgänger können nun sicher und bequem die Verbindung zwischen Ellerstadt und Fußgönheim nutzen. Das ist ein großer Gewinn für die Bewohner der Orte wie auch für die Touristen, die auf dem Rad die Pfalz erkunden", sagte Verkehrsstaatssekretär Andy Becht.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 29.10.2020

Meta Infos
Stand der Information
31. Oktober 2020
Quelle
difu
Land
Deutschland
Baden-Württemberg
Berlin
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Thüringen
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte