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Juli 2020

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Neue Radzählsäule in der Lautenschlager Straße in Stuttgart - Förderung durch das BMVI-Sofortprogramm "Saubere Luft"

Künftig dokumentieren weitere Zählsäulen den Radverkehr im Stadtgebiet. Eine von insgesamt zehn neuen Säulen mit Infoterminal haben Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, und Jürgen Mutz, Leiter des städtischen Tiefbauamts, am Mittwoch, 29. Juli, in der Lautenschlager Straße in Betrieb genommen.

Pätzold sagte: "An der Fahrradzählsäule auf der König-Karls-Brücke verzeichnen wir in diesem Jahr einen Tagesrekord nach dem anderen. Auch an anderen Stellen sieht man heute viel mehr Radlerinnen und Radler als noch vor ein paar Jahren. Diese gute Entwicklung wollen wir mit den weiteren Zählsäulen dokumentieren und für alle sichtbar machen."

Zur Förderung des Radverkehrs richtet die Landeshauptstadt an ausgewählten Radrouten im Stadtgebiet insgesamt elf weitere Radzählstationen ein, zehn davon mit Infoterminal. Sie werden bis zum 1. September 2020 in Betrieb gehen und befinden sich in der Tübinger Straße, Inselstraße, Kirchheimer Straße, Kremmlerstraße, Waldburgstraße, Solitudestraße, Stuttgarter Straße, Neckartalstraße und an der Straße Am Kräherwald. Eine weitere Zählstelle ohne Infoterminal wird am Samaraweg eingerichtet.

Mutz sagte: "Damit die Dokumentation reibungslos funktioniert, verfügen die Säulen über eine eigene Stromversorgung. Hierüber werden die Infoterminals versorgt. Auf den Anzeigen kann die tagesaktuelle Anzahl der vorbeifahrenden Radlerinnen und Radler und die des laufenden Jahres abgelesen werden, außerdem Datum, Uhrzeit und Temperatur. In den Anschluss einer Radzählstelle inklusive Stromversorgung und Zählschleifen investiert die Stadt im Schnitt 48.000 Euro."

Die Zählstellen sind an strategischen Punkten auf Pendlerstrecken oder geplanten Radrouten in den Außenbezirken aufgestellt. Pätzold weiter: "Die Zählsäulen liefern uns statistisches Hintergrundwissen. Damit lässt sich die Planung für den Radverkehrsausbau verbessern. Gleichzeitig sind sie Werbung für das Radfahren in Stuttgart. Die steigenden Zahlen auf den Echtzeitterminals motivieren, selbst aufs Rad zu steigen."

Die neuen Säulen werden durch das Sofortprogramm "Saubere Luft" des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die erste Zählsäule mit Infoterminal gibt es in Stuttgart seit 2012 auf der König-Karls-Brücke. Die Daten der Zählstellen können online abgerufen werden unter: www.stuttgart.de/fahrradzaehlstellen

Quelle: Landeshauptstadt Stuttgart am 29.07.2020

Baden-Württemberg: Neckartal-Radweg zwischen Börstingen und Sulzau freigegeben

Verkehrsminister Winfried Hermann hat einen neuen Radweg zwischen den den Starzacher Teilorten Börstingen und Sulzau für den Verkehr freigegeben. Das neue Teilstück bedeutet für Radtouristen und Pendler eine große Verbesserung und schließt eine Lücke im Neckartal-Radweg.

Im Neckartal zwischen Horb und Rottenburg steht Radfahrern nun ein durchgehender Landesradweg zur Verfügung. Landesverkehrsminister Winfried Hermann, der Tübinger Regierungspräsident Klaus Tappeser, der Tübinger Landrat Joachim Walter und der Starzacher Bürgermeister Thomas Noé haben am Freitag, 24. Juli 2020, das Radweg-Teilstück zwischen den Starzacher Teilorten Börstingen und Sulzau im Landkreis Tübingen mit einer Einweihungsfahrt für den Verkehr freigegeben.

Mehr Verkehrssicherheit für Radfahrer: "Ich freue mich ganz besonders, dass mit der heutigen Freigabe eine schmerzliche Lücke im Neckartal-Radweg geschlossen wird. Seit mehr als 20 Jahren setze ich mich für dieses Teilstück ein. Die heutige Freigabe bedeutet eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit für die Radfahrer, die bislang auf die Landesstraße ausweichen mussten. Der Radweg zwischen Horb und Rottenburg wird sicherer und deutlich attraktiver", sagte der Landesverkehrsminister.

Ende März 2020 hatten die Arbeiten zum Bau des neuen Radweg-Abschnitts begonnen. Sie konnten jetzt noch vor den Sommerferien weitestgehend abgeschlossen werden. "Mit der heutigen Verkehrsfreigabe und dem bereits am 30. Mai 2020 bei Kirchentellinsfurt freigegebenen rund 600 Meter langen Radwegestück haben wir im Jahr 2020 zwei wesentliche Abschnitte des Neckartal-Radwegs im Regierungsbezirk Tübingen geschlossen", ergänzt Regierungspräsident Tappeser.

Der Verlauf des neuen Teilstücks: Der neue Radwegabschnitt zwischen Starzach-Börstingen und Starzach-Sulzau mit einer Länge von rund 3,2 Kilometern beginnt an der Kreisstraße K 6925 bei Börstingen und endet an der Neckarbrücke in Sulzau. Er schließt somit an beiden Enden an das bestehende Radwegenetz des Neckartal-Radwegs an. Der Radweg besitzt dadurch eine sehr wichtige Bedeutung für den Fahrradtourismus im Neckartal und ist auch Teil des Landesradverkehrsnetzes RadNETZ BW.

Der Radweg beginnt als kombinierter Rad- und Wirtschaftsweg in Börstingen und endet als reiner Geh- und Radweg in Sulzau vor der Neckarbrücke. Von Börstingen kommend verläuft der neue Radweg auf einer Länge von rund 1,8 Kilometern auf einem bestehenden Wirtschaftsweg südlich der Bahntrasse Horb-Rottenburg. Etwa ab dem westlichen Tunnelportal der Bahnlinie Rottenburg-Horb schwenkt der neue Radweg vom Wirtschaftsweg ab und führt durch den Kapfwald nach Sulzau. Dort verläuft er erst parallel zur Wiesenstraße und dann am Neckar entlang zur Neckarbrücke in Sulzau. Die Regelbreite der neuen Radwegverbindung beträgt drei Meter.

Ausgleichsmaßnahmen: Die Eingriffe in Natur und Landschaft werden umfangreich ausgeglichen. Neben den baubegleitenden Vergrämungsmaßnahmen für Zauneidechsen und Schlingnattern wurden im Vorfeld der Bauarbeiten Nistkästen für Fledermäuse und Vögel angebracht, um so einen Ausgleich für entfallende Quartiermöglichkeiten zu schaffen. Auch die naturnahe Umgestaltung des Neckars mit einer rauen Rampe bei Börstingen ist anteilig eine Ausgleichsmaßnahme für den neuen Radweg. Die Gesamtkosten der Baumaßnahmen belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro, die das Land trägt.

Bisher endete der Neckartal-Radweg aus Richtung Horb kommend am Ortsende von Starzach-Börstingen. Vom Ortsende bis zur Neckarbrücke in Starzach-Sulzau war kein durchgehender Radweg vorhanden. Viele Radfahrer, auch Familien, befuhren deshalb die anliegende Landesstraße L 370. Dabei waren sie auf der engen und teilweise unübersichtlichen Landesstraße L 370 durch den motorisierten Verkehr stark gefährdet und wichen oft auf Wege des ortsansässigen Golfclubs aus, was zu Konflikten führte. Der neue Radweg schließt nun diese Lücke des Neckartal-Radweges zwischen Starzach-Börstingen und Starzach-Sulzau abseits der Landesstraße L 370.

Der Neckartal-Radweg: Der Lückenschluss zwischen Sulzau und Börstingen ist Teil des 366 Kilometer langen Neckartal-Radwegs von der Quelle bei Villingen-Schwennigen bis zur Mündung in den Rhein in Mannheim. Der Neckartal-Radweg ist einer von insgesamt zehn Landesfernradwegen in Baden-Württemberg mit der Auszeichnung "Vier-Sterne-Qualitätsradroute" nach den Standards des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Damit ist er in den Top zehn der besten Landesfernradwege. Darüber hinaus ist der Neckartal-Radweg seit dem Jahr 2016 in die Kooperation "Deutschlands schönste Flussradwege" aufgenommen. Die Kooperation ist ein Zusammenschluss der bedeutendsten deutschen Flussradwege, die gemeinsam für Radreisen in Deutschland wirbt. Außer dem Neckartal-Radweg sind dort unter anderem auch der Elberadweg, der Ruhrtal-Radweg, der Weser-Radweg, der Rhein-Radweg, der Mosel-Radweg und der Ems-Radweg vertreten.

Quelle: VM Baden-Württemberg am 24.07.2020

Baden-Württemberg: Probieren geht über Studieren – Backnang testet Schutzstreifen außerorts

Durch die Teilnahme am Modellprojekt Schutzstreifen der AGFK-BW soll in Backnang herausgefunden werden, ob markierte Fahrrad-Schutzstreifen außerorts für mehr Sicherheit sorgen.

Dass die Verkehrssituation für Radler in Backnang verbessert werden soll steht schon länger fest. Nun ist die Stadtplanung zur Tat geschritten und hat außerorts testweise Schutzstreifen installiert. Laut Stadtplaner Tobias Großmann ist dies ein "wichtiger Lückenschluss" in Sachen Radsicherheit.

Problem sind schmale Straßen: Für das Sicherheitsgefühl wünschen sich viele Radfahrer separate Radwege. Das Problem ist, viele Straßen sind zu schmal, um separate Radwege zu integrieren. "Die Straßenverkehrsordnung war bisher sehr auf Autofahrer ausgerichtet" benennt Großmann das Problem. Die Schutzstreifen sollen eine Alternativlösung zu separaten Radwegen bieten. Sie sind als gestrichelte Linie auf der Fahrbahn markiert und dürfen von Autos befahren werden, solange kein Fahrradfahrer in Sicht ist. Innerorts gibt es die Schutzstreifen bereits in vielen Städten, so auch in Backnang. Schutzstreifen für Radler außerorts sind jedoch kein Teil der StVO und daher bisher kaum verbreitet.

Zunächst zweijährige Testphase: Durch das Projekt Schutzstreifen soll das geändert werden. In der zweijährigen Testphase wird umfangreich geprüft, ob die Schutzstreifen das Radfahren in und um Backnang sicherer machen. Mithilfe von Kameraaufnahmen und Radargeräten wird der Verkehr an den entsprechenden Stellen aufgezeichnet und mit der vorherigen Situation verglichen – selbstverständlich anonymisiert, denn hierbei geht es nicht darum einzelne Verkehrssünder zu entlarven. Auch die Unfallzahlen werden in den Vergleich miteinbezogen. Der Radverkehrsbeauftragte Volker Knödler zeigt sich optimistisch und erwartet eine deutliche Verbesserung der Radsicherheit in Backnang.

Bleibt abzuwarten was für Ergebnisse der Test bringt - zeigen sich Erfolge, soll es für die Backnanger Radler noch mehr Schutzstreifen geben.

Quelle: AGFK-BW am 23.07.2020

Baden-Württemberg: Freiberg am Neckar bekommt temporäre Fahrradzone

Die Ankündigung der Radzone auf Probe am Wasen hat viele Reaktionen ausgelöst. Für die Rückmeldungen bedankt sich die Stadtverwaltung, die alle Bemerkungen, Anregungen und Einwände sammeln und auswerten wird. Für weitere Fragen, Anregungen, Kritik oder Zustimmung kann auch die E-Mail-Adresse fahrradzone(@)freiberg-an.de genutzt werden.

Zur Klarstellung einiger offener Fragen haben wir eine FAQ-Liste zur Radzone zusammengestellt, die wir laufend erweitern und aktualisieren:

Wann genau kommt die Fahrradzone? Geplant ist, dass die Fahrradzone bis zum Beginn der Sommerferien umgesetzt wird. Der genaue Termin steht allerdings noch nicht fest. Details zur Durchfahrtssperre müssen noch geklärt werden und weil es sich um die erste Fahrradzone in Baden-Württemberg handelt, sind die Schilder noch in der Produktion.

Gilt dann am Sportzentrum ein komplettes Fahrverbot für PKW? Nein. PKW dürfen die Fahrradzone befahren, lediglich die Durchfahrt wird durch eine Sperre unterbunden. Alle Gebäude und Einrichtungen Punkte am Wasen sind mit dem PKW erreichbar.

Welche Parkplätze fallen weg und wo kann ich parken? Durch die Maßnahme fallen keine Parkplätze weg. Alle Parkmöglichkeiten bleiben erhalten. Zu beachten ist allerdings, dass die Durchfahrtssperre nicht zugeparkt werden darf, da sie als Rettungseinsatzweg frei bleiben muss.

Warum wird der zum Teil parallel verlaufende Fahrradweg nicht saniert/ausgebaut? Nicht der Fahrradweg ist das Problem, sondern die Kreuzungen des Fahrradwegs mit der Straße. Durch die Reduzierung des Verkehrs sollen die Gefahrensituationen entschärft werden.  Durch Unterbindung des Durchgangsverkehrs kommt es in der Testphase zu deutlich weniger Begegnungen mit PKWs.

Was soll mit der Fahrradzone erreicht werden? Die Fahrradzone soll die Verkehrssituation entschärfen und den zunehmenden Fahrradverkehr und den Neckartalradweg auf Freiberger Gemarkung sicherer machen. Der Knotenpunkt Mühlstraße zu der Einmündung Talstraße soll entlastet und auswärtiger Durchgangs- und Schleichverkehr unterbunden werden.

Quelle: Stadt Freiberg am Neckar am 10.07.2020

Baden-Württemberg: Neuer Schwerpunkt "Subjektive Sicherheit" im Fahrradförderungsprogramm der Stadt Offenburg

Das Fahrradförderungsprogramm der Stadt Offenburg bekommt einen neuen Schwerpunkt und steht zukünftig unter dem Motto "subjektive Sicherheit".

Beim Ziel der neuen Radstrategie ist sich der Verkehrsausschuss in Offenburg einig: "Wir wollen, dass möglichst viele Fahrrad fahren." bringt es Marco Pastorini, Leiter der Verkehrsplanung, auf den Punkt. Um dieses Ziel zu erreichen ist es wichtig, dass sich die Radfahrer in Offenburg sicher fühlen. Daher soll der Schwerpunkt in Zukunft auf dem Thema "subjektive Sicherheit" liegen.

Bewusstsein schaffen: Zur Stärkung des Sicherheitsgefühls der Radler sieht die städtische Radverkehrsbeauftragte Amrei Bär auch die öffentliche Kommunikation als wichtigen Teil an. Beispielsweise müsse der Mindestabstand von 1,5 Metern, den Autos beim Überholen von Fahrradfahrern einhalten müssen, besser kommuniziert werden. Bär will das Bewusstsein für solche Maßnahmen mithilfe von Kampagnen und Aktionen stärken. Auch Grünen-Stadträtin Karin Jacobsen stellt ein Informationsdefizit im Bereich Radverkehr fest und befürwortet den Ansatz der Radverkehrsbeauftragten. Sie wünscht sich außerdem "schnelle und unbürokratische" Lösungen bei der Einrichtung neuer Fahrradstraßen.

Quelle: AGFK-BW am 28.07.2020

Baden-Württemberg: Neue Schutzstreifen in Stadt und Landkreis Lörrach

Sowohl die Stadt Lörrach, als auch der Landkreis Lörrach sind ab diesem Jahr Teil des AGFK-BW-Modellprojektes Schutzstreifen. Inwiefern Schutzstreifen einen Ersatz für Radwege darstellen ist umstritten. Ob die Schutzstreifen das Radfahren trotzdem sicherer machen, wird nun in einer zweijährigen Testphase erprobt.

Unterschieden wird zwischen Schutzstreifen außerorts und innerorts. Außerorts waren Schutzstreifen bisher kein Teil der StVO und sind daher quasi eine ganz neue Erfindung. Sie wurden nun testweise im Landkreis Lörrach eingerichtet. Die Stadt Lörrach dagegen testet Schutzstreifen innerorts - an Straßen, die nach aktuellen Vorgaben zu schmal dafür sind.

Schnell und kostengünstig: Im bestehenden Straßenraum sind Schutzstreifen häufig die einzige Möglichkeit, um die Sicherheit für Fahrradfahrer kurzfristig zu erhöhen. Sie sind schnell umsetzbar und im Vergleich zu Radwegen kostengünstig. Jürgen Wichert von der IG-Velo-Ortsgruppe Weil am Rhein argumentiert, dass die Autofahrer die Radfahrer so deutlich besser im Blick hätten als ohne Schutzstreifen und beim Überholen größeren Abstand hielten. Vor allem an Straßen mit geringem Verkehr, niedrigen Geschwindigkeiten und in Verbindung mit einem absoluten Halteverbot seien Schutzstreifen ein sinnvolles Mittel, schätzt Gerd Wernthaler, ebenfalls von der IG Velo-Ortsgruppe Lörrach, die Lage ein. Dennoch gilt: Auf langfristige Sicht müsse an gefährlichen Stellen trotzdem ein Radweg her.

Das kleine 1x1 für den Schutzstreifen:

  • Grundsätzlich ist der Schutzstreifen für Radler reserviert; als Autofahrer darf man ihn nur im Bedarfsfall, ohne die Radler zu gefährden, überfahren.
  • Parken auf dem Schutzstreifen ist nicht erlaubt. Mit der StVO-Novelle wurde außerdem ein generelles Halteverbot eingeführt.
  • Schutzstreifen dürfen von Radfahrern nur in Fahrtrichtung benutzt werden (Radler fahren immer auf der rechten Straßenseite). „Geister-Radler“ gefährden sich und andere Verkehrsteilnehmer überdurchschnittlich.
  • Radfahrer dürfen auf dem Schutzstreifen an der Ampel rechts an wartenden Autos vorbeifahren.

Gespannt auf das Ergebnis: Monika Neuhöfer-Avdic, Bürgermeisterin der Stadt Lörrach, steht dem Projekt positiv gegenüber: "Dieses Pilotprojekt zeigt, wie stark die Nachfrage nach einer sicheren Verkehrsführung für Radfahrer ist. Die Schutzstreifen verbessern die Infrastruktur für das umweltfreundliche Fortbewegungsmittel und sind Teil der städtischen Fahrradstrategie". Die Radverkehrsbeauftragte des Landkreises Lörrach, Leonie Wiesiollek, ist gespannt auf das Ergebnis dieser Testphase. Sie lädt alle Lörracher herzlich dazu ein, sich selbst aufs Rad zu schwingen und die neuen Schutzstreifen auf eigener Fahrt zu erproben.

Quelle: AGFK-BW am 30.07.2020

Bayern: Radwegebauprogramm 2020 bis 2024 - 200 Millionen Euro für 400 km Radwege an Bundes- und Staatsstraßen in Bayern

Der Freistaat Bayern investiert in die Infrastruktur für Radfahrer. In den kommenden fünf Jahren nimmt die Staatsregierung 200 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln in die Hand, um voraussichtlich rund 400 Kilometer Radwege entlang von Bundes- und Staatsstraßen neu zu bauen.

Das hat Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer am 24. Juli 2020 in Putzbrunn bekannt gegeben: "Wir wollen damit Lücken im Radwegenetz schließen und Radfahren attraktiver und sicherer machen", so die Ministerin. "Gerade in Zeiten von Corona haben viele Menschen das Fahrrad auch im Alltag für sich entdeckt. Mit modernen und lückenlosen Radwegen wollen wir diese positive Entwicklung dauerhaft unterstützen."

Mit dem Radwegebauprogramm 2020 bis 2024 setzt das bayerische Verkehrsministerium die erfolgreiche Reihe der Radwegebauprogramme aus den Vorjahren fort. Mit den Mitteln sollen sowohl Radwege nachträglich an vorhandene Straßen angebaut als auch bei Neubauprojekten begleitende Radwege gleich mit angelegt werden. Die Staatsbauverwaltung hat dafür Stellen in Bayern identifiziert, an denen viele Radfahrer unterwegs sind oder Lücken im Radwegenetz geschlossen werden können. Auch die Landkreise und kreisfreien Gemeinden wurden bei der Auswahl beteiligt, um deren kommunale Radwegekonzepte in die Bauprogramme einzubeziehen.

Bis 2024 werden rund 400 Kilometer neue Radwege in ganz Bayern entstehen: Von den 200 Millionen Euro, die investiert werden, stammen 110 Millionen Euro aus dem Staatshaushalt und 90 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt. Insgesamt ist ein Projektpool mit 200 Vorhaben an Bundesstraßen mit einer Länge von 370 Kilometern sowie 239 Vorhaben an Staatsstraßen mit einer Länge von 440 Kilometern entstanden. Allerdings werden nicht alle Vorhaben schon in den kommenden fünf Jahren umgesetzt werden können. "Wir nehmen bewusst mehr Projekte auf, weil wir für den Bau beispielsweise auf private Grundstücke angewiesen sind und diese nicht immer sofort erwerben können", erklärt Ministerin Schreyer. "Wir arbeiten aber intensiv daran, dass wir alle Vorhaben so schnell wie möglich umsetzen können."

Auch für Radwege, die Städte und Gemeinden unabhängig vom Radwegebauprogramm umsetzen wollen, sagt Schreyer Unterstützung vom Freistaat zu: "Wo die Kommunen selbst anpacken und Bau und Finanzierung übernehmen, unterstützen wir sie in bewährter Weise mit Fördermitteln", verspricht die Ministerin. "Unser Ziel ist es, dass bis 2025 bayernweit 20 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden und die Menschen nicht nur in ihrer Freizeit, sondern auch auf dem Weg in die Arbeit oder zum Einkaufen mit dem Fahrrad unterwegs sind."

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr am 24.07.2020

Bayern: Erster "Pop-Up"-Radweg in Erlangen

Nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie nimmt der Radverkehr in Städten – auch in Erlangen – noch mehr zu. Vor diesem Hintergrund ist die Stadtverwaltung bestrebt, Radfahrerinnen und Radfahrern mehr Fläche zur Verfügung zu stellen. Kurzfristig ist das mit sogenannten "Pop-up"-Radwegen möglich. Ab 4. August 2020 steht am Kosbacher Damm der erste Radweg dieser Art in Erlangen zur Verfügung.

Bei den "Pop-Up"-Radwegen handelt es sich um "temporäre Radverkehrsanlagen", die durch die Umnutzung von Fahrspuren zugunsten des Radverkehrs – und gegebenenfalls auch Mitnutzung durch den Busverkehr – zu einer Verbesserung des Angebots der Radinfrastruktur führen. Durch eine Markierung und teilweise auch durch Baustellenbaken werden diese Wege vom motorisierten Verkehr getrennt. Hierfür eignen sich in der Regel mehrspurige Straßen mit mittlerer bis geringer Kfz-Verkehrsbelastung. In Erlangen kommen unter anderem der Kosbacher Damm, Am Europakanal oder die Frauenauracher Straße dafür in Betracht.

In seiner Juli-Sitzung hat der Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss (UVPA) des Stadtrats beschlossen, kurzfristig einen "Pop-up"-Radweg im Verlauf des vierspurigen Kosbacher Damms zwischen Odenwaldallee und Möhrendorfer Straße einzurichten. Diese Verbindung ermöglicht es Radfahrern, zwischen den westlichen Stadtteilen und der Innenstadt schneller und ohne große Umwege voranzukommen. Für Kraftfahrzeuge steht in jede Fahrtrichtung weiterhin eine Fahrspur zur Verfügung. Der "Pop-up"-Radweg dient darüber hinaus als temporäre Umleitung für die derzeit gesperrte Verbindung östlich der Odenwaldallee über den Steinforstgraben und den Rabenweg.

Im Anschluss an diese UVPA-Grundsatzentscheidung hatte die Verwaltung kurzfristig einen Umsetzungsvorschlag ausgearbeitet und – trotz saisonbedingter Auslastung – einen leistungsfähigen Unternehmer gefunden, der mit den Einrichtungsarbeiten am 3. August 2020 beginnt. Dafür müssen etwa 1,4 Kilometer (beidseitig, also knapp drei Kilometer) mit rund 450 Absperrbaken, gelber Markierung und diversen Verkehrszeichen versehen werden.

"Den Pop-up-Radweg an dieser Stelle einzurichten ist sowohl für die Radfahrenden, die von der Steinforstgraben-Sperrung betroffen sind, eine große Erleichterung und versetzt uns gleichzeitig in die Lage, eigene Erfahrungen mit dieser Art der Radwegführung zu sammeln", ergänzt Planungs- und Baureferent Josef Weber.

Quelle: Stadt Erlangen am 31.07.2020

Berlin: Radfahrstreifen auf der Oberbaumbrücke erhalten provisorische Schutzelemente und werden auf 3 Meter verbreitert

Die Spurbreiten sind wie folgt bemessen (siehe Skizze): beidseitig ein Radfahrstreifen von drei Metern nutzbarer Breite, dazu jeweils links ein Sicherheitstrennstreifen von einem Meter Breite (inklusive Markierungslinien). Für den Kfz-Verkehr ist eine Spurbreite von 3,20 Meter in beiden Fahrtrichtungen vorgesehen. Eine dauerhafte Protektion der Radfahrstreifen, die sowohl brückentauglich ist, als auch im Einklang mit den Bestimmungen des Denkmalschutzes steht, wird derzeit abschließend geprüft.

Ingmar Streese, Staatssekretär für Verkehr: "Die drei Meter breiten Radfahrstreifen sind eine deutliche Verbesserung für die Radfahrenden auf dieser stark befahrenen Strecke. Der Radverkehr auf der Oberbaumbrücke wird damit auch sicherer. Mit der Umverteilung des Straßenraums tragen wir dem hohen Anteil des Radverkehrs auf der Oberbaumbrücke Rechnung. Die Verbreiterung der Radfahrstreifen auf der Oberbaumbrücke ist ein weiteres Element der Mobilitätswende in Berlin."

Monika Herrmann, Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg: "Die Oberbaumbrücke ist die einzige direkte Verbindung zwischen den Bezirksteilen Friedrichshain und Kreuzberg. Kaum eine andere Route im Bezirk wird von Radfahrer*innen stärker genutzt. Coronabedingt hat der Radverkehr in den letzten Monaten noch weiter zugenommen. Darum müssen wir hier wirksame Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit und den Verkehrsfluss für Radfahrende zu gewährleisten. Es freut mich, dass wir neben einer Verbreiterung des Radwegs auch temporäre Absperrbaken anbringen konnten, die eine klare Nutzung des Straßenraums möglich machen."

Quelle: SenUVK am 27.07.2020

Berlin: Mobilitätswende nimmt Tempo auf - Bericht über Ausbau der Radinfrastruktur

Aus der Sitzung des Senats am 7. Juli 2020: Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, den Jahresbericht 2020 zur Umsetzung des Leitprojektes "Radwegeinfrastruktur" beschlossen. Der Bericht an das Abgeordnetenhaus zeigt die Fortschritte bei der Umsetzung des Berliner Mobilitätsgesetzes und der Mobilitätswende im Bereich Radinfrastruktur, von den zehn fertiggestellten Machbarkeitsstudien für 100 Kilometer Radschnellverbindungen über neue Protected Bikelanes, Pop-Up-Radfahrstreifen und Grünbeschichtungen bis hin zur Sicherheitsverbesserung an Knotenpunkten und zu ausgewählten Bezirksprojekten von insgesamt rund 700 Vorhaben.

Für die Radinfrastruktur stehen umfangreiche Mittel sowohl direkt im Haushalt (2020: 31,4 Mio. €, 2021: 32,8 Mio. €) als auch über das Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt (SIWANA) mit zusätzlichen 96 Mio. € zur Verfügung. Mit diesen Mitteln werden sämtliche Prozesse zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur umgesetzt und beschleunigt, vorhandene Radverkehrsanlagen saniert und unterhalten, neue geschaffen sowie umfangreiche Pläne für Fahrradabstellanlagen und Fahrradparkhäuser finanziert. Der heute beschlossene Bericht bildet die diesjährigen Projekte der Senatsverkehrsverwaltung, der Bezirke und der landeseigenen Gesellschaft GB infraVelo GmbH ab.

Senatorin Günther: "Weltweit zeigen Metropolen, dass der Umstieg aufs Fahrrad immer attraktiver wird. Das ist höchst sinnvoll, denn Fahrradfahren ist gesund und besonders stadtverträglich. Es geht nun darum, durch den Ausbau guter Infrastruktur das Radfahren sicher zu machen – und so das gute Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden viel besser zu gewährleisten. Berlin nimmt hier gerade jetzt Tempo auf."

Für die radial von den Außenbezirken ins Zentrum führenden Radschnellverbindungen, Baubeginn ab 2022, konnten etwa die Machbarkeitsuntersuchungen zu zehn Trassenkorridoren bereits im Jahr 2019 in großen Teilen abgeschlossen werden. Derzeit werden die Ergebnisse mit den beteiligten Fachabteilungen in den Bezirken und der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz abgestimmt. Im Planungsprozess waren für alle zehn Trassenkorridore erste Zwischenergebnisse der Öffentlichkeit in Informations- und Dialogveranstaltungen vorgestellt und mit den Teilnehmenden diskutiert worden. Für die beiden letzten Trassenkorridore wurde aufgrund der Corona-Pandemie ein online-basiertes Dialog-Verfahren genutzt. Die Ergebnisse der Dialogveranstaltungen sowie alle weiteren Informationen zu den Berliner Radschnellverbindungen sind einsehbar auf der Webseite der infraVelo GmbH.

Für ein systematisch entwickeltes Programm zum Fahrradparken führt die infraVelo GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz seit 2018 umfangreiche Standort- und Potenzialanalysen für Abstellanlagen an Bahnhöfen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) durch. Ziel der Analysen ist es, für alle U-Bahn- und S-Bahn-Stationen (rund 280 Standorte) den Bedarf an Fahrradabstellanlagen für das Jahr 2030 zu ermitteln, Planungsgrundlagen zusammenzustellen und die Umsetzungschancen der künftigen Baumaßnahmen zu bewerten. Anfang des Jahres 2020 lagen bereits die Ergebnisse für insgesamt 73 Stationen vor. Diese wurden den Berliner Bezirken als Straßenbaulastträger übergeben mit dem Ziel, eine gemeinsame Projektumsetzung zu initiieren. Bis Ende 2020 werden voraussichtlich alle Standorte im Berliner S- und U-Bahn-Netz analysiert sein.

Im Zuge der Corona-Pandemie wurden zudem neue Erfordernisse an die Flächenaufteilung des Straßenraums deutlich. Denn die bestehenden Verkehrsverhältnisse gefährden häufig nicht nur die Sicherheit und Ordnung des Straßenverkehrs, sondern auch die Einhaltung des pandemiebedingten Abstandsgebots, insbesondere dort, wo adäquate und sicher zu befahrende Radverkehrsanlagen gänzlich fehlen oder nur mindere Qualitäten aufweisen.

In dieser Ausgangslage hat die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Ende März 2020 zunächst gemeinsam mit dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg mit der „Temporären Einrichtung und Erweiterung von Radverkehrsanlagen (TEER)“ begonnen. Weitere Bezirke haben daraufhin ebenfalls temporäre Radverkehrsanlagen eingerichtet, indem bereits vorliegende Planungen mit temporären Anordnungen und provisorischen Mitteln vorgezogen wurden. Durch Umwandlung und provisorische Markierung des rechten Fahrstreifens mehrspuriger Fahrbahnen konnten für den Radverkehr somit seit Ausbruch der Pandemie innerhalb weniger Wochen rund 25 Kilometer geschützte Radverkehrsanlagen auf Hauptverkehrsstraßen, auch Pop-Up-Radwege genannt, geplant und realisiert werden. Das schnelle Umsetzungsverfahren, das insbesondere durch die von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz kurzfristig erarbeiteten Regelpläne möglich wurde, hat bereits weit über Berlin hinaus Beachtung gefunden. Nach einer Evaluation des Verkehrsflusses und gegebenenfalls punktueller Anpassung der Markierungen sollen diese temporären Radverkehrsanlagen kurz- und mittelfristig sukzessive verstetigt werden.

Diese Projekte stellen nur eine kleine Auswahl der zahlreichen Infrastrukturmaßnahmen beim Radverkehr in Berlin dar. Der Bericht gibt darüber hinaus zu den klassischen bezirklichen Radverkehrsprojekten oder zu Maßnahmen der Unfallkommission einen umfänglichen Überblick. Auch zeigt der Bericht auf, wie intensiv und vielfältig die flankierenden Maßnahmen für die Förderung des Radverkehrs in Berlin sind, etwa die komplette Neuerarbeitung des Berliner Radverkehrsnetzes samt Radverkehrsplan oder die Gründung des Bündnisses für den Radverkehr, um Planungs- und Umsetzungsprozesse mit den Beteiligten zu analysieren und zu beschleunigen.

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 07.07.2020

Berlin: Verbesserung für Rad- und Fußverkehr durch Untertunnelung der S-Bahnlinie S 2 und der zukünftigen Dresdner Bahn im Zuge des Mauerweges mit GRW-Mitteln

Die letzte große Lücke im Berliner Mauerweg, die Radfahrende und Fußgänger*innen bislang zu einem weiten Umweg zwingt, kann geschlossen werden. Das Land Berlin und die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow haben sich auf eine Finanzierung für die Untertunnelung der Bahnlinie verständigt. Damit wird künftig eine dem ursprünglichen Mauerverlauf folgende Wegführung ermöglicht.

Mit der Untertunnelung der S-Bahnlinie S 2 und der zukünftigen Dresdner Bahn kann der heute bestehende Umweg für Radfahrende über das Berliner Stadtgebiet vermieden werden. Dieser führt über Kopfsteinpflaster und schließt auf der östlichen Seite der Bahn nur über einen sehr steilen und steinigen Trampelpfad an den Mauerweg an.

Stefan Tidow, Staatssekretär für Umwelt und Klimaschutz: "Der Tunnel unter der Bahnlinie bedeutet eine große Verbesserung für den Rad- und Fußverkehr. Statt weiten Umwegen wird es eine direkte und komfortable Wegführung geben. Der historisch bedeutende Mauerweg wird in seinem ursprünglichen Verlauf noch besser erlebbar."

Michael Schwuchow, Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow: "Die Schaffung einer weiteren Verbindung unter der Bahnlinie ist für mich ein wichtiges Signal. Gerade historisch und touristisch relevante Belange dürfen bei der Umsetzung von Großprojekten nicht einfach hinten runterfallen. Ich freue mich daher sehr, dass eine solche Einigung erreicht werden konnte."

Die Lücke im Berliner Mauerweg befindet sich südlich von Berlin-Lichtenrade in der Gemeinde Blankenfelde Mahlow. Hier zerschneidet die beiderseits abgezäunte S-Bahnlinie S 2 den Berliner Mauerweg, der hier auf Brandenburger Gebiet entlang des sogenannten Kolonnenweges verläuft. Diese Zäsur würde sich mit der Wiedererrichtung der Dresdener Bahn noch vergrößern.

Die neu zu errichtende Eisenbahnüberführung befindet sich auf Brandenburger Gebiet, sodass das Ingenieurbauwerk aus bauplanungsrechtlichen Gründen zwingend durch die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow errichtet werden muss. Eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung zur Finanzierung der Planung und Errichtung der "Eisenbahnüberführung Berliner Mauerweg"" ist zwischen Berlin und Blankenfelde-Mahlow abgeschlossen worden.

Da der Berliner Mauerweg von herausragender touristischer Bedeutung ist, wird das Land Berlin zur Finanzierung des Projektes touristische Fördermittel aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Förderung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) einsetzen.

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 17.07.2020

Hamburg: Als erstes Bundesland erhält Hamburg Fördermittel beim Radwegeausbau im Rahmen der "Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland"

Hamburg hat sich im Rahmen der "Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland" um Fördergelder bei der Radverkehrsmaßname am Ballindamm beworben. Ende Juni 2020 gab es einen vorläufigen Zuwendungsbescheid von rund 5,7 Millionen Euro. Damit ist Hamburg das erste Bundesland in Deutschland, das diese Förderung für eine modellhafte Planung und Umsetzung von Baumaßnahmen, die die weitere Entwicklung des Radverkehrs fördern bzw. eine nachhaltige Mobilität durch den Radverkehr sichern, bekommt. Bei vergleichbaren Ausgangslagen vieler deutscher Innenstädte kann das Projekt bundesweite Strahlkraft entwickeln.

Die erstmals in einer Breite von bis zu 2,75 Metern angelegten Radfahrstreifen ( Veloroutenausbau 5 und 6 ) am Ballindamm und die anschließende Fußgänger-Promenade berücksichtigen den Fuß- und Radverkehr in beispielhafter Weise. Der motorisierte Verkehr wird im Sinne einer autoarmen und lebendigen Innenstadt von ehemals zwei auf jeweils einer Spur geführt und dem wachsenden Radverkehrsaufkommen rund um die Alster wird Rechnung getragen. Radabstellanlagen, Sitzmöglichkeiten, Promenadenbeleuchtung, Flächenentsiegelung und Neuanpflanzungen komplettieren die umfängliche Planung und haben das Bundesamt für Güterverkehr ( BAG ) überzeugt, das Projekt, das ein Gesamtvolumen von 7,6 Mio. Euro hat, mit 5,7 Mio Euro, das sind 75 % der Kosten, zu unterstützen. Zusätzlich übernimmt der BID Ballindamm, als privater Dritter, die kostenlose Bereitstellung der höherwertigen Ausstattung wie Granitpflaster und Borde sowie Pflegemaßnahmen im Wert von rund 1,2 Millionen Euro.

Der Ballindamm liegt in exponierter Lage in Hamburgs Innenstadt an der Binnenalster. Auf einer Länge von fast 700 Metern wird der gesamte Straßenraum durch den Bezirk Hamburg-Mitte bis zu den Alsterarkaden / Höhe Reesendammbrücke am Jungfernstieg in mehreren Bauphasen aktuell umgebaut. Die Fertigstellung ist für November 2020 geplant.

Verkehrssenator Anjes Tjarks: "Wir bauen den Radweg am Ballindamm in einem XXL Format, das es so noch nicht gegeben hat. Der Straßenraum wird an dieser Stelle endlich gerechter aufgeteilt und dem gerade an dieser Stelle zunehmenden Radverkehr wird der Platz zugestanden, der für eine sichere Fahrt auf zwei Rädern benötigt wird. Aber auch die Fußgängerinnen und Fußgänger erhalten hier an einer der schönsten Plätze Hamburgs mehr Aufenthaltsqualität und müssen nicht auf parkende Autos schauen. Mit dieser Maßnahme kommen wir dem Wunsch nach einer neuen Verteilung von Verkehrsflächen und nach einer autoarmen lebendigen Innenstadt ein Stückchen näher."

Bezirksamtsleiter Falko Droßmann: "Der Ballindamm gehört zu den am stärksten frequentierten Flächen in der Innenstadt. Die Förderung des Bundes und die Beteiligung des BID Ballindamm ermöglichen es uns hier, ein neues, auf den Ballindamm abgestimmtes Mobilitätsangebot zu schaffen, ohne die verschiedenen Verkehrsteilnehmer gegeneinander auszuspielen. Die direkte Beteiligung der Anliegerinnen und Anlieger bei der Umgestaltung ist ein starkes Zeichen für den Wandel vor Ort. Modern, fortschrittlich und schick – das ist die Zukunft des Ballindamms."

Quelle: Behörde für Verkehr und Mobilitätswende am 02.07.2020

Hamburg: Fertigstellung des Neu- und Umbaus der Veloroute 6 in Wandsbeck // Abschnitt Friedrich-Ebert-Damm zwischen Eckerkoppel und August-Krogmann-Straße

Im Rahmen des Bündnisses für den Radverkehr hat das Bezirksamt Wandsbek den Friedrich-Ebert-Damm zwischen Eckerkoppel und August-Krogmann-Straße als Teilstrecke der Veloroute 6 ausgebaut. Die Fahrbahndecke wurde saniert und auf beiden Fahrbahnseiten komfortable Radfahrstreifen eingerichtet. Auch die Nebenflächen wurden neu gestaltet. Weiterführende Links:

  • https://www.hamburg.de/verkehr/fahrradfahren-in-hamburg/300372/velorouten/
  • https://www.hamburg.de/verkehr/fahrradfahren-in-hamburg/426692/veloroute-6/
  • https://www.hamburg.de/verkehr/fahrradfahren-in-hamburg/5345604/buendnis-radverkehr/

Quelle: Hamburg Wandsbeck am 10.07.2020

Hamburg: Umbauarbeiten für weitere Teilstücke an der Veloroute 13 in Hamm von August bis Dezember 2020

Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) baut ab 03. August 2020 weitere Teilstücke der Veloroute 13 in Hamm aus. Vom Hirschgraben startend, wird dabei auch die Überquerung der viel befahrenen Sievekingsallee radverkehrsfreundlicher gestaltet und die Veloroute 13 anschließend durch weitere Arbeiten in der Jordanstraße fortgesetzt. Insgesamt entstehen so 550 Meter Radinfrastruktur nach Veloroutenstandard und eine bessere Anbindung von Hamm an die insgesamt 14 Kilometer lange, innere Ring-Veloroute 13 durch die Stadtteile Altona, Eimsbüttel, Winterhude, Barmbek, Eilbek und Hamm.

Im Hirschgraben und der Jordanstraße wird insbesondere durch den Ausbau des Kopfsteinpflasters der Fahrkomfort für den Radverkehr verbessert. An der Überquerung der viel befahrenen Sievekingsallee sehen die Planungen vor, dem Radverkehr die Überquerung zu erleichtern und Konflikte mit dem Fußverkehr zu entschärfen. Erreicht wird das unter anderem durch eine breiter gestaltete Querung und eine neue Ampelanlage. Fuß- und Radverkehr werden künftig getrennt voneinander über die komplette Sievekingsallee geführt und der Radverkehr kann diese in einem Zug und bequem in beide Richtungen überqueren.

Die Baumaßnahme wird in drei, zeitweise parallelen Abschnitten gebaut und beginnt am 03. August 2020 im Bereich Hirschgraben. Ab Mitte August starten die Arbeiten an der Querung der Sievekingsallee, ab September starten die Arbeiten in der Jordanstraße. Insgesamt werden die Arbeiten planmäßig bis Anfang Dezember abgeschlossen. Witterungsbedingt kann es hier zu Verschiebungen kommen.

Hirschgraben und Jordanstraße werden während des Umbaus zeitweise voll gesperrt. Die Umleitung des Radverkehrs auf der Veloroute 13 wird über Landwehr und Hasselbrookstraße ausgeschildert. Der KFZ-Verkehr kann über Landwehr oder über die Ritterstraße ausweichen. Aktuelle Informationen zur Verkehrsführung werden jeweils zu Baubeginn unter www.hamburg.de/baustellen bereit gestellt. Der LSBG bittet um Verständnis für die zu erwartenden Beeinträchtigungen.

Quelle: Behörde für Verkehr und Mobilitätswende am 29.07.2020

Hessen: Frankfurter Nord-Süd-Achse für den Radverkehr wächst um den Abschnitt zwischen Friedberger Tor und Friedberger Platz

Mit dem Stadtverordneten-Beschluss zur Fahrradstadt Frankfurt am Main vom 29. August 2019 hat sich die Stadt dazu bekannt, den Radverkehr nachhaltig zu fördern. Für die Friedberger Landstraße als Hauptverkehrsstraße bedeutet dies, dass zwischen Friedberger Tor und Friedberger Platz in beiden Richtungen Fahrradspuren eingerichtet werden. Dadurch entfällt für den motorisierten Verkehr jeweils ein Fahrstreifen. Diese Maßnahme schließt lückenlos an den Straßenzug Konrad-Adenauer-Straße/Kurt-Schumacher-Straße an, der in den letzten Monaten bereits in gleicher Weise umgestaltet wurde.

"Mit der Einrichtung des Radfahrstreifens auf der Friedberger Landstraße ist nun zwischen Alter Brücke und Friedberger Platz eine Nord-Süd-Achse für den Radverkehr entstanden, die dem gestiegenen Bedarf durch immer mehr Rad fahrende Frankfurterinnen und Frankfurter gerecht wird", freut sich Verkehrsdezernent Klaus Oesterling. "Die komplexe Verkehrssituation und die durch die Corona-Pandemie erschwerten Arbeitsumstände erforderten einen herausragenden Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Straßenverkehrsamt und Amt für Straßenbau und Erschließung, um dieses wichtige Ergebnis aus den Verhandlungen mit dem Radentscheid so zügig umzusetzen", hob Oesterling hervor.

Da sich für den Radfahrstreifen durchgängig die im Stadtverordnetenbeschluss als Zielgröße genannte Breite von 2,30 Meter realisieren ließ, können Radfahrende einander innerhalb der Markierung überholen. Außerdem ist es Kraftfahrzeugen möglich, den seitlichen Überholabstand zu Radfahrenden von mindestens 1,50 Meter einzuhalten, was die Nutzung des neuen Angebots noch angenehmer macht.

Während die neue Radverkehrsführung südlich des Friedberger Tors in vielen Abschnitten mittels Leitschwellen baulich vom Kfz-Verkehr getrennt werden konnte, ist dies im Bereich nördlich der Friedberger Anlage nicht möglich. Hier fahren die Busse der Linie 30 nicht wie weiter südlich auf den Straßenbahngleisen in der Mitte der Straße, sondern auf der Fahrbahn, um die Bushaltestellen Hessendenkmal und Friedberger Platz am rechten Fahrbahnrand anfahren zu können.

Die neue Verkehrsführung hat insbesondere die Planer für die Ampelschaltungen im Straßenverkehrsamt vor schwierige Aufgaben gestellt. Neben den Auswirkungen auf den Autoverkehr war auch zu beachten, dass die Busse nicht aufgehalten werden. Sie dürfen nun bei Bedarf unter besonderer Rücksichtnahme auf den Radverkehr die Radspur mitbenutzen, um schneller voranzukommen und die Haltestellen anzufahren.

"Auf einer Hauptverkehrsstraße wie der Friedberger Landstraße eine sichere Verkehrsführung für Radfahrende zu schaffen, ist eine komplexe Aufgabe. Als Stadt sind wir aber in der Pflicht, solche Lösungen zu entwickeln und sie so zu realisieren, dass auch die unterschiedlichen Belange der Verkehrsarten berücksichtigt sind", erklärt Petra Lau, Leiterin des Straßenverkehrsamts.

Das Konzept, den Radverkehr durch rot markierte Spuren besser sichtbar zu machen, wird auch auf dem neuen Abschnitt umgesetzt, allerdings zunächst nur auf einem Teil der Verbindung. Mit der Umsetzung der Rotmarkierung wird zunächst in stadtauswärtiger Richtung begonnen.

"In den vergangenen Monaten haben wir trotz erschwerter Bedingungen im Zuge der Corona-Pandemie weitergearbeitet und die Voraussetzungen für den Radverkehr an Kreuzungen und wichtigen Hauptverkehrsstraßen verbessert. Das war nur möglich, weil alle Beteiligten Hand in Hand gearbeitet haben", ergänzt die Leiterin des Amts für Straßenbau und Erschließung, Michaela C. Kraft.

Quelle: Stadt Frankfurt am 24.07.2020

Hessen: Kassel hat jetzt eine eigene "Radstätte" am Radweg Deutsche Einheit

Kassel hat jetzt eine eigene "Radstätte" am Radweg Deutsche Einheit. Zur Einweihung am Auebad trafen sich jetzt Bernhard Maßberg (Abteilungsleiter im Hessischen Verkehrsministerium) und Karola Lambeck (Radverkehrsbeauftragte im Bundesverkehrsministerium) mit Verkehrsdezernent Dirk Stochla und der städtischen Radverkehrsbeauftragten Anne Grimm.

Der Radweg Deutsche Einheit führt auf 20 Etappen von Bonn nach Berlin und verbindet über 1148 Kilometern die frühere und die heutige Hauptstadt der Bundesrepublik. Die überall in blau gehaltenen Radstätten entlang der Route stellen Landmarken mit Wiedererkennungswert dar.

Wer künftig aus Hann. Münden oder Rotenburg kommend Kassel erreicht, kann sich an der Radstätte per Touch-Panel-PC einen Überblick über die Stadt verschaffen. Zudem findet er oder sie Reparaturset und Luftpumpe vor, kann das E-Bike an einer E-Anschlusssäule und das Handy an einer Steckdose aufladen oder das Fahrrad witterungs- und diebstahlgeschützt in einer Box abstellen.

Nach intensiver Prüfung hatte sich das Auebad als der am besten geeignete Standort in Kassel ergeben, vor allem deshalb, weil dort sowohl touristische Radfahrende als auch Badegäste profitieren. Zudem treffen sich dort mehrere Radwege, und die Innenstadt ist auch per Bus gut erreichbar. Die Tiefbaumaßnahmen fanden schon vor einem halben Jahr statt, im Juni folgte dann der Aufbau.

Entlang des Radwegs Deutsche Einheit stünden mit der Eröffnung der Radstätte in Kassel nun 17 Radstätten, stellte die Radverkehrsbeauftragte des Bundesverkehrsministeriums fest: "Der Radweg wirkt in die Breite, er zielt darauf ab, die Menschen mit einem attraktiven Angebot aufs Fahrrad zu bringen - also Fahrradtourismus als Treiber für die Alltagsnutzung!". Das Fahrrad habe alles, was es brauche um DAS urbane Verkehrsmittel zu sein und auch im Tourismus zu punkten. Dazu sei es aber auch nötig, eine bessere und sichere Infrastruktur, durchgängige Netze und Servicestationen wie die Radstätten am Radweg Deutsche Einheit zu schaffen. Dafür investiere der Bund in Rekordhöhe. Sie freue sich daher "über das große Engagement in Hessen und hier in Kassel für den Radverkehr", betonte Lambeck.

"Ich freue mich über die Unterstützung des Bundes für die Stärkung des Radverkehrs in Hessen: ob im Radtourismus wie beim Radweg Deutsche Einheit, den Radschnellverbindungen oder den drei hessischen Stiftungsprofessuren für den Radverkehr", sagte Ministerialdirigent Bernhard Maßberg, Abteilungsleiter Mobilität, Luftverkehr, Eisenbahnwesen im Hessischen Verkehrsministerium. "Ich bin fest davon überzeugt, dass nur die gute Zusammenarbeit zwischen Bund, Land, Kreisen, Städten und Gemeinden den Radverkehr voranbringen kann. Kassel geht mit der neuen Radstätte und der Universität als zukünftigem Standort für eine Stiftungsprofessur Fahrrad mit gutem Beispiel voran."

"Die Radstätte ist ein großartiger Schritt für die Verbesserung der Radverkehrssituation in Kassel. Die Lage zwischen dem Auebad und der Schwimmbadbrücke, direkt an der Fulda, ist hervorragend sowohl für Touristen, als auch für die Bewohner Kassels", so Dirk Stochla. "Wir sind als Stadt Kassel erfreut an solch einem beindruckendem Projekt teilnehmen zu dürfen."

Quelle: Stadt Kassel am 08.07.2020

Hessen: Zuschuss für Fuß- und Radwegenetzanalyse Gilserberg

Mit 16.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Gemeinde Gilserberg bei der Durchführung einer Fuß- und Radwegenetzanalyse. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 20.000 Euro.

Mit der Analyse will die Gemeinde die Grundlage für eine bessere Nahmobilität legen – sowohl für alltägliche Wege als auch in der Freizeit. Gilserberg liegt zwischen mehreren Mittelzentren und Tourismusregionen. Auf der Trasse der ehemaligen Kellerwaldbahn soll ein Radweg nach Jesberg und Gemünden verlaufen.

Bei der Analyse sollen die Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen und Ideen zu Radwegen, Wegweisung oder Barrierefreiheit aktiv einbringen. Weitere Synergien verspricht der Austausch mit den Nachbargemeinden Gemünden, Haina und Frankenau, die bereits an Radverkehrskonzepten arbeiten.

Förderung nach Nahmobilität Richtlinie: Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 14.07.2020

Hessen: Radwegeanalyse und Radweglückenschluss - Schwalm-Eder-Kreis erhält Zuschuss für zwei Radverkehrs-Projekte

Der Schwalm-Eder-Kreis erhält 75.600 Euro vom Land Hessen für zwei Radverkehr-Projekte. Das teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Montag in Wiesbaden mit.

28.000 Euro Zuschuss zur Finanzierung einer Radwegeanalyse: Verschiedene Varianten für den Verlauf des hessischen Radfernweges R 5 werden geprüft: zwischen Borken, Homberg (Efze), Knüllwald und Malsfeld. Für den Radweg bieten sich Teile der stillgelegten Kanonenbahn an. Die Weiterentwicklung der beliebten Freizeitradroute berücksichtigt Alltagsziele, damit künftig mehr Menschen sicher und bequem mit dem Fahrrad zur Arbeit und zur Schule radeln. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei 40.000 Euro.

47.600 Euro für den Lückenschluss eines Radweges zwischen Edermünde-Besse und Gudensberg-Dissen: Der insgesamt 3,5 Kilometer lange Radweg zwischen diesen Ortsteilen erhält eine durchgehend asphaltierte Oberfläche und eine Wegweisung, die dem aktuellen Standard entspricht. Die Fahrbahnbreite von drei Metern und befahrbare Bankette ermöglichen Rad- und landwirtschaftlichem Verkehr die gemeinsame Nutzung des Weges. Auf einer Länge von 425 Metern musste bislang über groben Schotter geradelt werden. Der bereits für den Herbst 2020 geplante Lückenschluss erhöht die Fahrsicherheit und den Komfort für den Radverkehr zwischen den Gemeinden – im Alltag und in der Freizeit. Die Ausgaben für diese Maßnahme betragen insgesamt 68.000 Euro.

Förderung nach Nahmobilität Richtlinie: Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 06.07.2020

Hessen: Groß-Zimmern erhält 178.000 Euro für Ausbau des Fuß- und Radwegs nach Dieburg

Das Land Hessen unterstützt die Gemeinde Groß-Zimmern mit 178.000 Euro beim Ausbau des Fuß- und Radwegs nach Dieburg. Das teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund 263.000 Euro.

Neben dem Bau einer Mittelinsel am Ortseingang und dem Ausbau der anschließenden Radwege werden auch die Planungskosten bezuschusst. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag für die Verkehrssicherheit und den Ausbau des örtlichen Radnetzes.

Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch zugehörige Planungsleistungen, Planungen und Konzepte sowie Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 02.07.2020

Hessen: Bürgerbegehren Radentscheid Offenbach am Main - Einstimmig angenommener Forderungskatalog des Plenums

Für sichere Fahrradwege, bessere Luft, mehr Lebensqualität und weniger Lärm auf dem Weg zu einer klimaneutralen Stadt!

Mit meiner Unterschrift beantrage ich gemäß § 8b der Hessischen Gemeindeordnung die Durchführung eines Bürgerentscheids. Die Stadt Offenbach am Main soll mit den Stimmen ihrer Bürgerinnen und Bürger verpflichtet werden, in den nächsten fünf Jahren folgende Ziele zur Förderung des Radverkehrs, als Teil eines Gesamtkonzepts umweltschonender Mobilität umzusetzen:

1. Durchgängiges, leistungsfähiges Radwegenetz: Innerhalb eines Jahres wird für ein fahrradfreundliches Offenbach ein durchgängiger, engmaschiger Routennetzplan erstellt. Im Sinne der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen sollen alle Ausbaumaßnahmen so erfolgen, dass nach fünf Jahren 90 Prozent der Bevölkerung die Radhauptverbindungen in maximal 300 Meter erreichen. Eine Anbindung des Radwegenetzes an Schulen muss gegeben sein. Die Übergänge zu auszuweisenden Radschnellstrecken innerhalb der Stadt und zwischen unterschiedlichen Städten in der Rhein-Main-Region sind sicherzustellen.

2. Sichere Radwege auf Haupt- und Nebenstraßen: Jährlich werden an Hauptverkehrsstraßen 5 km Radwege gebaut, die als Einrichtungsradwege mit 2,30 m Breite mindestens zwei Knotenpunkte lückenlos miteinander verbinden. Sie werden baulich vor dem Befahren, Halten und Parken durch Kfz‘s geschützt. Dies geschieht ohne eine Flächenminderung für den Fußverkehr und den ÖPNV. Um den Fahrradverkehr flüssiger und sicherer zu machen, sind Sperren abzubauen, Bordsteinkanten abzusenken und längere Ampelphasen für Fahrräder (grüne Welle) einzurichten. Mindestens 5 km Nebenstraßen werden jährlich als Fahrradstraßen ausgebaut bzw. mit Radwegen versehen, die mit farbigem Asphalt vom übrigen Straßenraum abzusetzen sind.

3. Kreuzungen und Einmündungen sicher gestalten: Im Verlauf der nächsten fünf Jahre ist von der Stadtverwaltung sukzessive darauf hinzuwirken, dass alle Kreuzungen, Einmündungen und Zufahrten baulich so umgestaltet werden, dass an ihnen Sichtbeziehungen für und auf den Radverkehr gegeben sind. Besonders an Kreuzungen sollen dort zukünftig Autos und Lkw’s nur im rechten Winkel abbiegen können. Außerdem werden, wo sich Haupt- und Nebenstraßen kreuzen, für Fahrradfahrer jeweils Geh- und Radwege zum Überqueren der Nebenstraßen niveaugleich weitergeführt. Entsprechendes gilt bei Neuanlagen und Baumaßnahmen an bestehenden Grundstückszufahrten. An Ampeln ist nicht gleichzeitig den rechtsabbiegenden Kfz’s/Lkw‘s und geradeaus fahrenden Radfahrern bzw. geradeaus laufenden Fußgängern die Nutzung der Fahrbahn zu erlauben. An vorhandenen Ampelkreuzungen sind jährlich mindestens drei Schaltungen entsprechend einzurichten und die Wegführungen umzubauen. Es ist zu prüfen, ob vorhandene Ampeln abgebaut oder in ihrer Funktionsweise reduziert werden können.

4. Mobilität für Fahrradfahrer und Fußgänger verbessern: Zwei Fußgänger- und Fahrradbrücken sind in Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt am Main und dem Main-Kinzig-Kreis in die Planung zu nehmen: Isenburger Schloss – Fechenheim und Rumpenheim – Maintal. In der gesamten Stadt sind innerhalb von zwei Jahren "Superblocks" (zufahrtsbeschränktes Wohngebiet) zu bilden, um in allen Stadtteilen mit enger Wohnbebauung durch Einbahnstraßen den gesamten Durchgangsverkehr und die Unfallgefahren für alle Verkehrsteilnehmer zu verringern.

5. Anzahl der Fahrradstellplätze umfassend ausbauen: Innerhalb der nächsten fünf Jahre sind vor allen öffentlichen Gebäuden (z.B. Stadtverwaltung, Schulen, Kindergärten), an Verkehrsknotenpunkten (Bahnhöfe / Haltestellen) und vor Geschäften und Unternehmen mindestens 500 Stellplätze im gesamten Stadtgebiet zu installieren. Einzubeziehen sind dafür auch vorhandene Parkhäuser. Die Abstellmöglichkeiten sind mit Fahrradbügeln und nach Möglichkeit mit einer Überdachung zu versehen. Ein Lastenradkonzept ist innerhalb von zwei Jahren vorzulegen und innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Ausreichende Kurzzeitparkplätze und Vermietungsstationen sind dabei zu berücksichtigen.

6. Unterstützende Maßnahmen zur Verkehrswende: 6.1 Jährlich ist ein schriftlicher Rechenschaftsbericht über die Umsetzung der Ziele und die Akquise von (Rad-)-Verkehrsfördermitteln zu veröffentlichen. Er ist unter besonderer Einbeziehung der Fahrradverbände in Bürgerforen sowie politischen Gremien zu diskutieren. 6.2 Alle Radverkehrswege werden vier Mal jährlich von der Stadt auf Schäden hin überprüft. Mängelmeldungen mit Fristensetzung zur Behebung von Schäden werden online öffentlich gemacht. 6.3 Die Aktivitäten der Kinder/Jugend-Verkehrsschule sind zu verstärken und zu verbessern. 6.4 Die Stadt bildet beim Ordnungsamt sofort eine Fahrradstaffel der Stadtpolizei, um die ergriffenen Maßnahmen eines besseren Miteinanders aller Verkehrsteilnehmer leichter durchzusetzen. 6.5 Die Stadt führt eine Parkraumbewirtschaftung ein, um die notwendigen Maßnahmen zur Veränderung der Infrastruktur zu finanzieren.

Quelle: Plenum "Radentscheid Offenbach" am 28.07.2020

Mecklenburg-Vorpommern: Zuwendungsbescheid für Radweg Lindenhof – Burg Stargard

Am 20. Juli 2020 übergab Verkehrsminister Christian Pegel dem Vize-Landrat der Mecklenburgischen Seenplatte, Thomas Müller, einen Zuwendungsbescheid für knapp 650.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Am Termin nahm auch der Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg, Silvio Witt, teil. Nach der Kommunalen Radbaurichtlinie des Landes Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Landesregierung damit den Bau des straßenbegleitenden Radwegs entlang der Kreisstraße MSE 85 zwischen dem Ortsteil Lindenhof und der Ortslage Burg Stargard bis zur Kreuzung der Kreisstraße mit dem Fichtenweg. Die Gesamtkosten betragen ca. 880.000 Euro.

Bei der Maßnahme handelt es sich um den zweiten Bauabschnitt des Radwegs entlang der stark befahrenen Kreisstraße MSE 85 von Neubrandenburg nach Burg Stargard. Der erste Bauabschnitt wurde bereits im August 2018 für den Verkehr freigegeben.

Der rund 2,6 Kilometer lange und 2,50 Meter breite neue Abschnitt entsteht auf der rechten Seite der Kreisstraße, außerorts in Asphaltbauweise, innerhalb von Burg Stargard mit Betonpflaster. Die Fertigstellung ist Ende November 2020 geplant.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 20.07.2020

Mecklenburg-Vorpommern: Bau eines Radwegs entlang der Kreisstraße NWM 12 von Grundshagen (Landkreis Nordwestmecklenburg) bis zur Landesstraße L 01

Für den Bau des Radwegs entlang der Kreisstraße NWM 12 am Südrand des Ortsteils Grundshagen der Stadt Klütz (Landkreis Nordwestmecklenburg) bis zur Landesstraße L 01 übergab Verkehrsminister Christian Pegel dem Bürgermeister Jürgen Mevius am 16.7.2020 einen Zuwendungsbescheid in Höhe von knapp 295.000 Euro. Die Förderung erfolgt mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) nach der Kommunalen Radbaurichtlinie des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Gesamtkosten für das Vorhaben liegen bei ca. 393.000 Euro.

Der Radweg soll auf 376 Metern Länge in Asphaltbauweise mit einer Breite von 2,50 Metern gebaut werden. Er verläuft östlich der Kreisstraße NWM 12 (Dorfstraße) und bindet an den ebenfalls östlich der Straße verlaufenden Radweg der Landesstraße L 01 an. In Grundshagen wird er an den dortigen Gehweg angebunden. Zur Querung des Grundshägener Bachs im mittleren Bereich der Radwegtrasse wird eine sieben Meter lange Fertigteilbrücke errichtet. Als Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in die Natur wurden bereits 26 Obstbäume auf einer Streuobstwiese im Ortsteil Goldbeck gepflanzt. Des Weiteren sollen 16 Laubbäume entlang des Radwegs gepflanzt werden.

Die Bauarbeiten sollen Anfang August beginnen und Ende November dieses Jahres abgeschlossen sein. Nach Fertigstellung des Radwegs ist die Lücke zwischen dem Stadtgebiet von Klütz und dem Ortsteil Grundshagen geschlossen. Für alle Verkehrsteilnehmer wird diese kurvenreiche Strecke sicherer. Insbesondere profitieren davon die Schülerinnen und Schüler, die zur Regionalen Schule nach Klütz fahren.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 20.07.2020

Niedersachsen: Dem Radschnellweg Braunschweig – Lehre – Wolfsburg nähergekommen

Auf dem Weg zu einer gemeinsamen Planung des rund 25 km langen Radschnellwegs Braunschweig - Lehre - Wolfsburg ist am 9. Juli 2020 auf der Verbandsversammlung des Regionalverbands Großraum Braunschweig ein wichtiger Schritt gemacht worden:

Mit der mehrheitlichen Zustimmung der Verbandsversammlung des Regionalverbands Großraum Braunschweig, für den Planungsabschnitt des Radschnellwegs in der Gemeinde Lehre 500.000 Euro bereitzustellen, ist der Weg frei für eine gemeinsame Vereinbarung zwischen den Städten Braunschweig und Wolfsburg, der Gemeinde Lehre sowie dem Regionalverband. In ihr wird festgelegt wie die Aufgaben zur Planung und Realisierung des Radschnellweges geordnet sind. Sie ist außerdem Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln gegenüber dem Bund und dem Land. Diese Förderung ist Voraussetzung für die Planung und den Bau dieses knapp 20 Mio. € umfassenden Großprojektes.  

Detlef Tanke, Verbandsvorsitzender, sagt nach der Verbandsversammlung: "Es freut mich, dass die Verbandspolitik dieses Vorhaben in dieser wichtigen Phase sowohl inhaltlich als auch finanziell unterstützt". Er blickt gemeinsam mit Verbandsdirektor Ralf Sygusch bereits voraus: "Mit der Förderung durch den Bund hätten wir die Möglichkeit mit einem Radschnellweg im oberzentralen Verbund der Städte Wolfsburg – Braunschweig – Salzgitter – Wolfenbüttel auch bundesweit ein Signal als Mobilitätsregion zu setzen."

Ausgangspunkt der nun anstehenden Planungsarbeiten ist die Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2017. Der Regionalverband hat diese in Zusammenarbeit mit den Kommunen erstellen lassen und ist zu einer positiven Bewertung gekommen. Mit dem Abschluss der Vereinbarung kann nun die nächste Phase eingeläutet werden. Der Regionalverband ist erneut für die Koordination und Projektsteuerung der weiteren Planungserstellung einschließlich Planfeststellung verantwortlich. Analog des Mitte Juni bewilligten Antrags auf 13 Mio. Euro Fördergelder für den Radschnellweg zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel / Salzgitter, wird der Regionalverband wieder einen vergleichbaren Förderantrag beim Bund bzw. Land vorbereiten und einreichen.

Entsprechend zufrieden zeigen sich die beteiligten Gemeinden: "Wir freuen uns sehr, dass der Regionalverband bei diesem regional bedeutsamen Projekt mit einer finanziellen Unterstützung einspringt, um die Sicherung der notwendigen Eigenmittel vor Stellung des Förderantrags zu gewährleisten," sagen die Oberbürgermeister von Braunschweig und Wolfsburg, Ulrich Markurth und Klaus Mohrs sowie Gerhard Radeck, Landrat des Landkreises Helmstedt und Andreas Busch, Bürgermeister von Lehre übereinstimmend.

Über eines sind sich alle Beteiligten einig: Dieser Radschnellweg zwischen den beiden Oberzentren Braunschweig und Wolfsburg wäre ein attraktives und zukunftsfähiges Angebot für den Alltags- und Freizeitverkehr, gemäß einer klimaschutzorientierten Verkehrswende. Drum müsse man gemeinsam und im Sinne der Sache an einem Strang ziehen.

Der Förderantrag bei Bund und Land soll noch in laufenden Jahr durch den Regionalverband gestellt werden.

Quelle: Regionalverband Großraum Braunschweig am 09.07.2020

Nordrhein-Westfalen: Pop-Up-Radweg auf Sankt-Anton-Straße in Krefeld

Der Pop-Up-Radweg auf der Sankt-Anton-Straße (Foto) ist eingerichtet. Hinter dem Begriff verbirgt sich die Idee, bisherige Autofahrspuren temporär ausschließlich dem Fahrradverkehr zur Verfügung zu stellen. Zwischen Westwall und über den Ostwall bis zur Sackgasse Bleichpfad genießen Radfahrer nun in beide Richtungen einen eigenen zwei Meter breiten Fahrstreifen, der mit Baken von den Autospuren getrennt ist. In den Haltestellenbereichen der Straßenbahnen werden ebenfalls Baken aufgestellt, um die Ein- und Aussteigebereiche der Fußgänger zu sichern. Der Radweg kostet 17.000 Euro. Nach sechs Wochen wird er wieder abgebaut, danach werden die hierbei gemachten Erfahrungen mit allen Beteiligten ausgetauscht.

Durch den Radweg gibt es einige begleitende Maßnahmen: Es gibt vom Westwall kommend ein Linksabbiegeverbot in die Einbahnstraße Klosterstraße. Der Taxistand vor C&A wurde in die Königstraße verlegt. Aus Cracau kommend ist vor der Ampel am Ostwall eine separate Linksabbiegespur eingerichtet. Die Taxi- und Busparkbucht am Seidenweberhaus entfällt derzeit ebenso wie die Kurzparkplätze vor dem Rathaus. Diese Flächen können als Fahrradabstellflächen genutzt werden. Die Rechtsabbiegespur zur Tiefgarage am Seidenweberhaus ist gesperrt. Das Rechtseinbiegen in die Klosterstraße und Sackgasse Winkelstraße bleibt erlaubt, ebenso wie die Ausfahrtmöglichkeit aus der Lutherischen Kirchstraße.

Quelle: Stadt Krefeld am 30.07.2020

Nordrhein-Westfalen: Regenbogen-Brücke im Zuge der Schwarzbachtrass ist neues Highlight in Wuppertal

Im Januar 2019 stellte der Künstler Martin Heuwold (MEGX) der Wuppertalbewegung erste Graffiti-Entwürfe vor. Die Regenbogen-Brücke wurde innerhalb eines Monats im Juli 2020 fertiggestellt und befindet sich auf der Schwarzbachtrasse/Dahler Brücke B7. Neben dem Heckinghauser Gaskessel ist sie eine weitere Aufwertung des Wuppertaler Ostens. Zum Gelingen der Umsetzung hat Lutz Essrich von der Wuppertalbewegung den Entwurf in den politischen Gremien vorgestellt und ist auf breite Zustimmung gestoßen. Michael Kraft, auch engagiert für den Verein beim Bau der Schwarzbachtrasse, hat die Brücken-Ausschreibung übernommen. Dank einer großzügigen Zuwendung der Brüder Thomas und Stefan Ellenbeck, konnte die Brücke nicht nur in tristem Grau gestrichen werden sondern kunstvoll gestaltet werden. Wir danken auch der Firma SYSTEMLIFT Wuppertal SPIELHOFF GMBH Arbeitsbühnen für ihre Unterstützung durch die Bereitstellung von zwei Hebebühnen.

Quelle: Wuppertalbewegung e.V. am 31.07.2020

Nordrhein-Westfalen: Neun weitere Grünpfeile verkürzen die Wartezeit für Radfahrende in Köln

Regelung wird nach der Innenstadt auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet: Die Stadt Köln setzt den neuen Grünpfeil für Radfahrende um. Das neue Schild ermöglicht es Radfahrenden, nach vorherigem Anhalten auch bei roter Ampel vorsichtig rechts abzubiegen. Gerade für Radfahrende, die unmittelbar Wind und Wetter ausgesetzt sind, haben kurze Wartezeiten eine besondere Bedeutung. Zudem sind die Schaltzeiten von älteren Ampelanlagen in sehr vielen Fällen auf die Bedürfnisse des Kraftfahrzeugverkehrs und weniger auf Radfahrende programmiert. Die neue Grünpfeilregelung verkürzt diese Wartezeiten und fördert das schnelle Vorankommen von Radfahrenden.

An folgenden Stellen im Stadtbezirk Innenstadt werden in diesen Tagen einem ersten Schritt insgesamt neun neue Grünpfeile für den Radverkehr angebracht:        

  • Ankerstraße/Ulrichgasse       
  • Ulrichgasse/Josephstraße        
  • Ulrichgasse/Kartäuserwall (2 Grünpfeile)        
  • Vorgebirgstraße/Volksgartenstraße (2 Grünpfeile)         
  • Eifelwall/Höninger Weg        
  • Höninger Weg/Vorgebirgswall        
  • Eifelstraße/Eifelwall  

Die neue Beschilderung ist möglich durch die Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), die am 28. April 2020 in Kraft getreten ist. Mit einem Erlass des Ministeriums für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen wurden Anfang Mai konkrete Anwendungskriterien für das neue Verkehrszeichen "Grünpfeil nur für den Radverkehr" erlassen. Anhand dieser Kriterien soll der Grünpfeil für Radfahrende im gesamten Stadtgebiet angewendet werden. Eine Grundvoraussetzung ist das Vorhandensein einer Radverkehrsanlage (Schutzstreifen, Radfahrstreifen, baulicher Radweg oder Aufstellfläche), aus der Radfahrende rechts abbiegen können.        

Bisherige Erfahrungen mit Grünpfeilen für den Radverkehr: Die Stadt Köln hat bereits ab Januar 2019 an einem in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Straßenwesen durchgeführten Pilotprojekt zur Erprobung des Grünpfeils für Radfahrende mitgewirkt. Die im Rahmen des Pilotprojekts angebrachten Grünpfeile in Köln-Zollstock (Höninger Weg in Richtung Kalscheurer Weg), Köln-Neustadt/Nord (Venloer Straße in Richtung Spichernstraße) sowie in Köln-Ehrenfeld (Subbelrather Straße in Richtung Leyendeckerstraße) werden nach den positiven Erfahrungen voraussichtlich dauerhaft bestehen bleiben.  

Weitere positive Erfahrungen hat die Stadt Köln mit der bereits vor der StVO-Novelle zulässigen Grünpfeilregelung an Fahrradampeln gesammelt. Insgesamt gibt es mittlerweile zehn Standorte, an denen diese Regelung umgesetzt wurde. Weitere Informationen zu Grünpfeilen in Köln sind im Internet bereitgestellt. 

Projekt "Alternative Betriebsformen" in Köln: Die Stadt Köln versucht stets, neben der Ausweitung der Grünpfeilregelung für den Radverkehr den Verkehrsfluss an Straßenkreuzungen auch mit anderen Mitteln zu fördern und Wartezeiten zu verringern. Ein weiteres Instrument ist beispielsweise die Prüfung und Umsetzung sogenannter "alternativer Betriebsformen". Hierbei wird geprüft, ob zur Verbesserung des Verkehrsflusses an bislang signalisierten Kreuzungen Kreisverkehre, Zebrastreifen oder Mittelinseln als so genannte "Querungshilfen" eingerichtet werden können oder eine Kombination verschiedener Instrumente zum Einsatz kommt. Nach diesem Verfahren konnten in Köln bereits rund 100 Ampelanlagen ersetzt und abgebaut werden. Weitere Informationen zum Programm "Alternative Betriebsformen" erhalten Sie im Internet.

Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern erwünscht: Die Stadt Köln beabsichtigt eine Anwendung des Grünpfeils für Radfahrende im gesamten Stadtgebiet und nimmt Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern über das Postfach des Fahrradbeauftragten entgegen.

Quelle: Stadt Köln am 09.07.2020

Nordrhein-Westfalen: Grüner Pfeil für Radfahrende an neun Amplen in Mühlheim an der Ruhr

Es gibt neue Verkehrsschilder in Mühlheim: An neun Ampeln wurden grüne Pfeile angebracht, die Radfahrerinnen und Radfahrern das Rechtsabbiegen erleichtern sollen. Ein grüner Pfeil auf schwarzem Grund sowie der Zusatz "Nur für Fahrräder" soll den Verkehrsfluss unterstützen und Radfahren sicherer machen. Eine Testphase in verschiedenen NRW-Städten hat hierfür gute Ergebnisse geliefert.

Dank der Schilder dürfen Radfahrende trotz roter Ampel rechts abbiegen, wenn sie sich auf einem Radfahrstreifen oder Fahrradweg befinden. Dennoch muss kurz angehalten werden, um sicherzugehen, dass keine anderen Verkehrsteilnehmenden gefährdet werden.

Quelle: Stadt Mühlheim/Ruhr am 08.07.2020

Rheinland-Pfalz: Stadt Landau gibt Königstraße für gegenläufigen Radverkehr frei

Bislang präsentierte sich die Königstraße, wichtige Nord-Süd-Verbindung in der Stadt Landau, an vielen Stellen noch wenig königlich. Doch das soll sich jetzt Schritt für Schritt ändern: Erster Meilenstein auf dem Weg zu einer modernen, innerstädtischen Einkaufsstraße ist die Freigabe für den gegenläufigen Radverkehr, die von einer Neuordnung der Parksituation sowie der Schaffung von Sitzgelegenheiten und Fahrradabstellplätzen begleitet wird. Am 13. Juli 2020 wurde die Straße für den gegenläufigen Radverkehr freigegeben werden.

Seit wenigen Wochen ziert zudem eine Wanderbaumallee mit 23 neuen Stadtbäumen die Königstraße. In rund eineinhalb Jahren soll die Straße dann komplett umgebaut werden, um den öffentlichen Straßenraum im Sinne einer modernen, klimaschonenden und benutzerfreundlichen Mobilität neu zu ordnen und so die Attraktivität der gesamten Straße zu erhöhen.

Mobilitätsdezernent Lukas Hartmann freut sich, dass die Freigabe der Königstraße für den gegenläufigen Radverkehr nun unmittelbar bevorsteht: "Wenn mehr Menschen auf das Rad umsteigen sollen, braucht es gute und schnelle Verbindungen. Diese wollen wir mit der Neuordnung unserer Innenstadtmobilität schaffen – und die Maßnahmen, die wir jetzt in der Königstraße umgesetzt haben, sind ein wichtiger Baustein." Hartmann betont weiter, dass die Verwaltung die Belange des Rad-, aber auch des Autoverkehrs, von Fußgängerinnen und Fußgängern, Geschäftsleuten sowie Anwohnerinnen und Anwohnern im Blick habe. "Wir setzen ein stimmiges Gesamtkonzept um, das sich ernsthaft an die Lösung von Problemen macht – wie etwa die weitere Belebung der Königstraße."

Die Neuordnung der Innenstadtmobilität als "größte Veränderung seit Einführung der Fußgängerzone" sieht unter anderem die Einrichtung eines Fahrradbereichs rund um die Fußgängerzone, die zeitweise Sperrung der Fußgängerzone für Radfahrerinnen und Radfahrer und die Einführung eines ticketfreien Altstadtshuttles vor.

Quelle: Stadt Landau in der Pfalz am 13.07.2020

Rheinland-Pfalz: Becht übergibt Machbarkeitsstudie für Pendler-Radroute Schifferstadt - Wörth

60 Kilometer Fahrradweg – sicher, schnell und kreuzungsarm: Verkehrsministerium, Landkreise, Regionalverband und Kommunen ziehen an einem Strang, um den Radverkehr voran zu bringen. Die Machbarkeitsstudie für die Pendler-Radroute zwischen Schifferstadt und Wörth ist fertiggestellt.

"Pendler-Radrouten sollen zum festen Bestandteil nachhaltiger Mobilitätsangebote für unsere Bürgerinnen und Bürger werden. Radschnellwege bündeln als Rückgrat den Verkehr auf sicheren und bequemen Verbindungen, damit Pendler zwischen Wohnort, Arbeitsplatz oder Bahnhof gut vorankommen. Die Routen bedienen in Ergänzung zum ÖPNV-Netz wichtige Zubringerstrecken zwischen Stadt und Umland. Insbesondere den Berufspendlern soll der Übergang zwischen Fahrrad- und ÖPNV-Nutzung leichter gemacht werden", hat Verkehrsstaatssekretär Andy Becht bei der Übergabe der Machbarkeitsstudie für die Pendler-Radroute von Schifferstadt bis Wörth in Germersheim gesagt. 

VRRN-Verbandsdirektor Ralph Schlusche betonte die regionale Einbettung der begutachteten Route: "Wir entwickeln momentan ein regionales Gesamtkonzept für Radschnellwege, die Strecke von Schifferstadt nach Wörth ist dabei ein wichtiger Baustein. Als Teil des Mobilitätspaktes Rhein-Neckar ist das Radschnellwegenetz ein Beitrag für eine nachhaltige Mobilität und ein Baustein für eine Vernetzung unterschiedlicher Mobilitätsformen."

Für den Ausbau der Pendler-Radroute ist die weitere Kooperation zwischen Ministerium, Landesbetrieb Mobilität, Verband Region Rhein-Neckar (Koordination), Rhein-Pfalz-Kreis, Landkreis Germersheim sowie der Stadt Speyer notwendig. Auf Basis der Studie kann nun mit der konkreten Planung für eine Pendler-Radroute auf gut 60 Kilometer Länge im südlichen Rheinland-Pfalz begonnen werden.

In der Studie werden die vorhandenen Radwegebeziehungen analysiert und die Potenziale für die Pendler-Radrouten ermittelt. Als Ergebnis liegt nun auf einer Länge von rund 60 Kilometern eine festgestellte Vorzugstrasse vor. Davon können 89 Prozent (53,5 Kilometer) der Gesamtstrecke durch Anpassungen auf bereits bestehenden Radwegen realisiert werden. Netzlücken müssten auf 6,6 Kilometern geschlossen werden. Dazu zählen etwa 1,8 Kilometer entlang der L 521 zwischen Lingenfeld und Römerberg, ein 125 Meter langes Brückenbauwerk in Lingenfeld als Verbindung von Kolpingstraße mit Berliner Straße sowie ein möglicher Anschluss an die Zweite Rheinbrücke (Karlsruhe).

Der Gesamtinvestitionsbedarf beträgt inklusive der 16 Lückenschlüsse und Ingenieursbauwerke geschätzt 13,7 Millionen Euro. Verkehrsminister Dr. Volker Wissing hatte bereits im vergangenen Jahr die Landesförderung für Radwege aufgestockt, so dass Kommunen beim Bau von Pendler-Radrouten einen Fördersatz von bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten erhalten können. 

Ziel der Pendler-Radrouten ist es, den Fahrradfahrerinnen und –fahrern eine hohe Qualität auf sicheren und störungsarmen Wegen anzubieten, soweit möglich ohne Kfz- und Fußverkehr. Weitere Synergieeffekte ergeben sich durch die Lage der Vorzugstrassen mit ihren Start- und Zielpunkten in direkter Nähe zum Bahn-, Stadtbahn- und S-Bahn-Netz.

Die Studie als Leseansicht sowie Kartenmaterial zum Download gibt es unter: https://www.m-r-n.com/was-wir-tun/themen-und-projekte/projekte/radschnellwege
Weitere Informationen gibt es hier: http://radwanderland-fachportal.de/

Hintergrund: Rheinland-Pfalz setzt konsequent auf den Ausbau des Radverkehrsnetzes. Nachdem Infrastruktur für Freizeit- und touristischen Radverkehr bereits seit vielen Jahren ausgebaut wird und auch ein dichtes Alltagsradverkehrsnetz entstanden ist, sollen mit den Pendler-Radrouten qualitativ hochwertige Verbindungen in verdichteten Räumen entstehen. 

Insgesamt hatte eine Studie des Landesbetriebs Mobilität das Potenzial für sieben Pendler-Radrouten in Rheinland-Pfalz aufgezeigt. 

Davon sind derzeit vier Radrouten mit oberster Priorität in Bearbeitung:

1.    Bingen - Ingelheim - Mainz (Pilotprojekt)
2.    Oberrhein zwischen Karlsruhe / Wörth und Worms

Diese Strecke wurde in drei Abschnitte unterteilt:

Abschnitt 1: Worms - Frankenthal - Ludwigshafen 
Abschnitt 2: Ludwigshafen - Schifferstadt 
Abschnitt 3: Schifferstadt - Wörth / Karlsruhe
3.    Konz-Trier-Schweich
4.    Neustadt/Weinstraße - Landau/Pfalz

Bei den drei weiteren Korridoren wurde mit den planerischen Vorbereitungen begonnen:

5.    Remagen/Linz bis zur Landesgrenze nach Nordrhein-Westfalen
6.    Koblenz bis Neuwied und Boppard
7.    Kaiserslautern – Landstuhl

In der laufenden Legislaturperiode konnten somit alle sieben Korridore planerisch begonnen werden. Hierfür ist jedoch weiterhin die Kooperation aller zu beteiligenden Kommunen erforderlich, da die Kommunen als Vorhabenträger entsprechende Förderanträge stellen müssen. Das Land Rheinland-Pfalz fördert den Radwegebau mit bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Noch stärker profitieren werden die in Gang gesetzten Projekte für Pendler-Radrouten, die einen "Turbo"-Zuschlag um weitere 10 Prozent erhalten, so dass diese Projekte mit bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten förderfähig sein können.

Quelle: MWVLW-RLP am 01.07.2020

Rheinland-Pfalz: 3,8 Millionen Euro für 21 Radwegeprojekte im ländlichen Raum

Im Rahmen des 1. Förderaufrufs des Entwicklungsprogramms EULLE für Investitionen in kleine Infrastrukturmaßnahmen, insbesondere für Radwege oder Radwegekonzepte im ländlichen Raum, wurden insgesamt 21 Vorhaben ausgewählt und rund 3,8 Millionen ELER- und GAK-Mittel bereitgestellt.

"Wir stärken damit den Radverkehr in den Regionen und machen unsere ländlichen Räume noch attraktiver. Von Radwegen profitieren Bürgerinnen und Bürger, Touristen sowie Pendler gleichermaßen", sagte Verkehrsminister Dr. Volker Wissing. "Wir haben mit dem neu entwickelten Förderprogramm einen Nerv getroffen. Die ländlichen Räume sind attraktive Natur- und Kulturräume. Mit passgenauen Förderprogrammen stärken wir diese nachhaltig", so Wissing. Aufgrund der enormen Nachfrage wird ein zweiter Förderaufruf derzeit erarbeitet, der in den kommenden sechs Monaten starten soll.

Kreisverwaltung Westerwaldkreis

Radverkehrskonzept: Planung eines Alltagradweges

Ortsgemeinde Klausen

Radwegebau für einen Lückenschluss zwischen den Gemarkungen Altrich und Klausen

Ortsgemeinde Langenbach

Radwegebau in der Ortsgemeinde Langebach

Ortsgemeinde Morbach

Kommunales Radwegekonzept für die Ortsgemeinde Morbach

Ortsgemeinde Peterslahr

Radwegebau in der Ortsgemeinde Peterslahr

Ortsgemeinde Wonsheim

Ertüchtigung des Rad- und Wirtschaftsweges zwischen Wonsheim und Eckelsheim

Stadt Zell

Ergänzung/Erneuerung des Radwegenetzes im Bereich der Verbandsgemeinde Zell (Mosel)

Verbandsgemeinde Adenau

Asphaltierung von 3 Teilstrecken, insbesondere zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Kinder/Familien

Verbandsgemeinde Altenahr

Radverkehrskonzept: Ausbau der Radwege in der Verbandsgemeinde Altenahr für die Vernetzung mit dem Ahr-Radweg angebundenen Radwegen

Verbandsgemeinde Birkenfeld

RadLust Birkenfeld - Ertüchtigung der Fahrradwege in der VG Birkenfeld

Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf

Ausbau eines Radweges in der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf

Verbandsgemeinde Daun

Radverkehrskonzept für der Verbandsgemeinde Daun.

Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein

Radverkehrskonzept für die Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein.

Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein (OG Karbach und Hungenroth)

Ausbau eines Wirtschaftsweges zu einem kombinierten Rad- und Wirtschaftsweges mit Anbindung an das großräumige Radwegenetz.

Verbandsgemeinde Nieder-Olm

Integriertes Radwegekonzept zwischen der Verbandsgemeinde Nieder-Olm und Verbandsgemeinde Wörrstadt

Verbandsgemeinde Nieder-Olm (Essenheim)

Sanierung von zwei Teilabschnitten eines bestehenden Radwegs auf einer Länge von 160 und 200 Metern.

Verbandsgemeinde Nieder-Olm (Sörgenloch)

Sanierung von Teilabschnitten eines bestehenden Radwegs auf einer Länge von 3.100 Metern.

Verbandsgemeinde Nieder-Olm (Stadecken-Elsheim)

Sanierung eines Teilabschnittes eines bestehenden Radwegs auf einer Länge von 120 Metern.

Verbandsgemeinde Rhein-Nahe

Herstellung eines Radweges zwischen den Ortsgemeinden Manubach (Landkreis Mainz-Bingen) und Dichtelbach (Rhein-Hunsrück-Kreis) sowie Beseitigung einer Gefahrenstelle am Radweg im Bereich der Ortsgemeinde Oberdiebach, Ortsteil Rheindiebach

Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen

Radverkehrskonzept für die Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen

Verbandsgemeinde Zell (Mosel)

Erstmalige Erstellung einer Radwegeverbindung zwischen Moritzheim und Grenderich

Hintergrundinfo zu ELER und EULLE: "EULLE" steht für "Entwicklungsprogramm Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung" für die Förderperiode 2014-2020. EULLE bildet ein Kernstück der Förderung des ländlichen Raums in Rheinland-Pfalz. Das Programm wird mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) in Höhe von rund 300 Millionen Euro finanziert. Hinzu kommen Kofinanzierungsmittel von Bund und Land oder anderen öffentlichen Trägern etwa in gleicher Höhe.

Die Fördermaßnahme M7 "Förderung von Investitionen in die Schaffung, Verbesserung oder Ausdehnung von kleinen Infrastrukturen, insbesondere von Radwegen und Pendlerrouten im ländlichen Raum" ist eine von 10 Maßnahmen des Entwicklungsprogramms EULLE und wurde 2020 neu eingeführt.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 30.07.2020

Saarland: Verkehrsministerium unterstützt Kommunen bei der Instandsetzung touristischer Radwege

Nicht nur angesichts der wachsenden Zahl von Fahrradfahrern während der Corona-Krise, sondern auch, weil viele Saarländerinnen und Saarländer in diesem Jahr in der Heimat Urlaub machen, unterstützt das Verkehrsministerium die saarländischen Kommunen nun auch gezielt bei der Instandsetzung von Radwegen in der Baulast der Kommunen. Dazu zählt nicht nur die Durchführung notwendiger Baumaßnahmen, auch die Kosten werden vom Verkehrsministerium getragen. Außerdem werden die Kommunen bei der Unterhaltung der Radwege entlastet.

Wirtschafts- und Verkehrsministerin Anke Rehlinger: "Den Schwung, den das Fahrrad auch durch die Auswirkungen der Pandemie bekommen hat, müssen wir mitnehmen. Damit das Rad auch in Zukunft bei den Saarländerinnen und Saarländern an Beliebtheit gewinnt, braucht es auch die entsprechende Infrastruktur, das gilt auf Alltags- wie auch auf Freizeitradwegen. Oft ist in den Kommunen aber nicht ausreichend Personal für die Pflege von Radwegen vorhanden – hier greifen wir ihnen Kommunen unter die Arme."

Durchgeführt werden die Instandsetzungsarbeiten vom Landesbetrieb für Straßenbau (LfS). Bei der Wartung und Erhaltung der Radwege bekommen die Kommunen Hilfe vom Radwegetrupp des LfS. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Trupps kontrollieren den Zustand der Wege, nehmen aber auch kleinere Gehölzrückschnittarbeiten und bauliche Instandsetzungsarbeiten vor, etwa bei Schlaglöchern.

Bereits in der Vergangenheit hat das Verkehrsministerium saarländische Kommunen bei der Instandsetzung des touristischen Radwegenetzes (SaarRadland) unterstützt. Durch die für den Radverkehr zur Verfügung gestellten Finanzmittel kann diese freiwillige Unterstützung nun weitergeführt werden. Bisher hat gut ein Dutzend saarländischer Gemeinden und Städte das Unterstützungsangebot angenommen, so Rehlinger weiter. "Ich freue mich, wenn weitere Kommunen folgen und in die Radinfrastruktur ihrer Gemeinde oder Stadt investieren – so dass das Saarland in Sachen Radverkehr weiter vorankommt."

Weitere Informationen: www.fahrrad.saarland

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr | Radverkehr am 29.07.2020

Sachsen-Anhalt: 1-m-Radwegbreite am City-Tunnel in Magdeburg entspricht Planfeststellung - Verkehrsführung vom ADFC nicht korrekt dargestellt

Die Breite der geplanten Radwege am City-Tunnel entspricht dem Planfeststellungsbeschluss für das gesamte Bauvorhaben. Hintergrund für diese Klarstellung der Stadtverwaltung sind falsche Angaben, die der ADFC kürzlich veröffentlicht hat. Dies betrifft vor allem die gezeigten Visualisierungen und die eingezeichneten Breiten des neuen Radweges entlang der Nordfassade des City Carrés.

So ist der neue Radweg entlang der künftigen Tunnelausfahrt in Richtung Innenstadt durchgehend 1,00 Meter breit und nicht – wie vom ADFC falsch dargestellt – 0,75 Meter oder 0,73 Meter. Die vom ADFC gezeigten Visualisierungen entsprechen damit nicht der tatsächlichen Umsetzung. Auch die Visualisierungsdarstellung der MVB-Masten ist nicht korrekt. Der Radweg wird an diesen Stellen um den Mast herumgeführt und nicht verengt.

Der korrekte Lageplan mit allen eingezeichneten Geh- und Radwegbreiten sowie den Standorten der MVB-Masten kann bei der Planfeststellungsbehörde eingesehen werden. Der Planfeststellungsbeschluss für das Großbauprojekt "Eisenbahnüberführung Ernst-Reuter-Allee" liegt seit dem 10. April 2012 vor. Hinweise zu den beengten Platzverhältnissen waren damals vom Stadtrat besprochen und mehrheitlich beschlossen worden. Es gab keine Alternative zur Engstelle, da weder das City Carré noch die Tunnelausfahrt verschoben werden können. An dieser Stelle steht schlichtweg nicht mehr Platz zur Verfügung.

Dem Lageplan kann auch entnommen werden, dass der gegenüberliegende Radweg entlang der Ernst-Reuter-Allee 28 bis 40 insgesamt 1,50 Meter aufweist. Ungefähr in Höhe der Ernst-Reuter-Allee 42 vereinigen sich die beiden Einrichtungsradwege zum Zweirichtungsradweg mit einer Breite von 2,50 Metern.

Quelle: Landeshauptstadt Magdeburg am 09.07.2020

Schleswig-Holstein: Grünes Licht für Radweg zwischen Schönwalde und Lensahn

Dem Bau eines neuen Radweges zwischen Schönwalde und Lensahn steht nichts mehr im Weg. Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs überreichte am 15. Juli 2020 den beiden Gemeinden die unterzeichnete Vereinbarung über das rund 5,31 Millionen Euro teure Bauvorhaben. Das Land beteiligt sich daran mit 2,65 Millionen Euro für Planung und Bau. "Mit dem Bau dieses Radweges können wir die Verkehrsverhältnisse an der L 57 deutlich verbessern. Damit bauen wir das Radwegenetz weiter aus und sorgen für mehr Sicherheit für die Radfahrerinnen und Radfahrer", sagte Rohlfs.

Im Koalitionsvertrag wurde festgelegt, in dieser Legislaturperiode zusätzlich 10 Millionen Euro aus IMPULS-Mitteln für neue Radverkehrsmaßnahmen an Landesstraßen zur Verfügung zu stellen. Der rund 7 km lange Radweg ist die erste Maßnahme, für die im Rahmen dieses Radverkehrsprogramms eine 50:50 Finanzierung zwischen Gemeinden und Land vertraglich vereinbart werden konnte. Der Staatssekretär dankte den Gemeinden für das gemeinsame Engagement. Es sei ein starkes Signal der Kommunen, um Schleswig-Holstein noch fahrradfreundlicher zu machen. Hier zeige sich, dass der Radverkehr nicht nur auf Landesebene, sondern auch bei den Kommunen einen hohen Stellenwert habe.

Der Radweg entlang der Landesstraße 57 wird von den Gemeinden Schönwalde und Lensahn in eigener Regie geplant und gebaut. Die Maßnahme soll mit dem ersten Bauabschnitt von Lensahn bis zur Abzweigung in den Ortsteil Wahrendorf im nächsten Jahr beginnen. Parallel dazu starte auch die vorgesehene Fahrbahnsanierung der L 57 im Abschnitt Schönwalde-Lensahn.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus am 15.07.2020

Thüringen: Neuer Harz-Kyffhäuser-Rennsteig-Radweg entsteht mit Förderung von Bund und Land

Mit dem ersten Spatenstich hat Thüringens Wirtschaftsstaatssekretärin Valentina Kerst in Heringen (Lkr. Nordhausen) offiziell den Bau des Harz-Kyffhäuser-Rennsteig-Radwegs gestartet. Das Vorhaben wird im nördlichen, rund sechs Kilometer langen Abschnitt zwischen Heringen und Bedra im Kyffhäuserkreis als Modellprojekt "Klimaschutz durch Radverkehr" durch das Bundesumweltministerium (BMU) mit gut 1,5 Millionen Euro gefördert, die Gesamtinvestition beläuft sich auf etwas mehr als 1,7 Millionen Euro. Das Thüringer Wirtschaftsministerium hat die Planungs- und Baunebenkosten in Höhe von gut 230.000 Euro mit mehr als 174.000 Euro finanziert, da diese im Bundesprogramm nicht förderfähig waren.

"Der Harz-Kyffhäuser-Rennsteig-Radweg – die 'Thüringentransversale' – verbindet mehr nachhaltige Mobilität mit mehr touristischer Attraktivität", sagte Kerst. In seinem nördlichen Teil entstehe eine neue Infrastruktur für den Alltags- und Pendelverkehr rund um Heringen, die zugleich einen wichtigen Lückenschluss im vorhandenen touristischen Radwegenetz schaffe und damit die touristische Erschließung der Region verbessere. So wird die Region Heringen/Helme durch den geplanten Radweg unmittelbar an den Harzrundweg, den Unstrut-Werra-Radweg und darüber auch an den Radweg "Wege in die Steinzeit", den Gera-Radweg sowie den Rennsteig-Radweg angebunden. "Der Harz-Kyffhäuser-Rennsteig-Radweg wird einen wesentlichen Beitrag zu Qualität und Vielfalt des radtouristischen Angebots in Thüringen leisten und zusätzliche Radtouristen in die Region locken", so Kerst.

Die am 01.07.2020 gestarteten Bauarbeiten umfassen unter anderem den Radwegebau und die Ausschilderung des Radweges. Vorgesehen ist weiterhin die Errichtung einer Ladeinfrastruktur für Pedelecs und die Einrichtungen von Reparaturstationen für Fahrräder an den Standorten Heringen und Auleben. Desweiteren sollen an den Rändern des Radwegs naturnahe Blühstreifen und Vogelnistplätze entstehen und Obstbäume gepflanzt werden. Großer Wert wird zudem auf die digitale Kommunikation gelegt: Deshalb sind auf der Route zwei W-LAN-Hotspots und direkte digitale Informationsmöglichkeiten z.B. zu Strecke, Gästeservice u.ä. vorgesehen. Die Fertigstellung des Radwegs ist für 2021 avisiert.

Das Thüringer Radnetz weist aktuell eine Gesamtlänge von 3.200 Kilometern auf, davon entfallen etwa 1.500 Kilometer auf die 13 Radfernwege. Der Radtourismus ist ein wichtiges Segment im Bereich Natur- und Aktivtourismus und ist damit auch für die Thüringer Tourismusbranche zu einem Wirtschaftsfaktor geworden. Pro Jahr finden im Freistaat im Schnitt rund 3,7 Millionen Fahrrad-Tagesreisen statt, durch die ein Umsatz von 60 Millionen Euro erwirtschaftet wird. Das Wirtschaftsministerium hat bisher rund 273 Projekte zum Ausbau der touristischen Radwege mit insgesamt 81 Millionen Euro unterstützt. Damit wurde der Ausbau von 566 Kilometern ermöglicht.

Quelle: Wirtschaftsministerium Thüringen am 01.07.2020

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31. Juli 2020
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