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Juni 2020

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Deutschland: Radwege demnächst auf Autobahnbrücken möglich

Zur Stärkung des Radverkehrs darf der Bund künftig auf Brücken von Autobahnen oder Bundesfernstraßen Radwege bauen: Der Bundesrat hat am 5. Juni 2020 einen entsprechenden Gesetzesbeschluss des Bundestages gebilligt. Bei den Brücken geht es vor allem um solche, die über Flüsse führen. Hierdurch sollen Radwege, die entlang eines Flusses beiderseitig verlaufen, verbunden und Lücken in der Radverkehrsinfrastruktur geschlossen werden.

Zu den Beratungsvorgängen zum "Achten Gesetz zur Änderung des Bundesfernstraßengesetzes und zur Änderung weiterer Vorschriften".

Quelle: Bundesrat am 05.06.2020

Baden-Württemberg: Temporäre Pop-up-Bike-Lanes in Stuttgart in der Theodor-Heuss-Straße und Holzgartenstraße

Die Landeshauptstadt Stuttgart richtet während der Corona-Krise temporäre Radfahrstreifen, sogenannte "Pop-up-Bike-Lanes" ein. Die Radwege werden in der Theodor-Heuss-Straße zwischen Lange Straße und Bolzstraße (ca. 700 Meter) sowie in der Holzgartenstraße zwischen Schloßstraße und Hegelplatz (ca. 400 Meter) in beiden Richtungen ausgewiesen. Jeweils die rechte Fahrspur wird zum Radfahrstreifen. In der Theodor-Heuss-Straße in Fahrtrichtung Bolzstraße und in der Holzgartenstraße in Fahrtrichtung Schloßstraße werden die Radfahrstreifen für Busse freigegeben (Umweltspur). Die Arbeiten haben am Montag, 8. Juni, begonnen.

Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Susanne Scherz, Leiterin der Abteilung Straßenverkehr und die Fahrradbeauftragte Eva Adam haben die neuen Pop-up-Bike-Lanes am 8. Juni bei einem Pressetermin vorgestellt. Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, die Leiterin der Abteilung Straßenverkehr beim Amt für öffentliche Ordnung, Susanne Scherz, der Leiter der Abteilung Straßen und Verkehr beim Tiefbauamt, Jochen Hutt, und die Fahrradbeauftragte beim Amt für Stadtplanung und Wohnen, Eva Adam, haben die Pop-up-Bike-Lanes am 8. Juni bei einem Pressetermin vorgestellt.

Bürgermeister Schairer sagte: "In der Corona-Krise sind immer mehr Menschen aufs Rad umgestiegen. Gleichzeitig hat der Autoverkehr abgenommen. Die Stadt hat darauf schnell und unproblematisch reagiert und als erste Stadt in Baden-Württemberg temporäre Radfahrstreifen umgesetzt. Es ist ein Experiment, auf einer Hauptverkehrsstraße wie der Theo eine Spur für die Radfahrer freizumachen. Damit wollen wir den Radverkehr in Stuttgart stärken und das Radfahren sicherer machen. Zudem sammeln wir damit Erfahrungen, die uns dabei helfen, den Radverkehr weiter zu fördern."

Die temporären Radfahrstreifen gehen zurück auf einen Beschluss des Gemeinderats. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik hat darüber am 5. Mai 2020 entschieden. Für die Streckenzüge in der Theodor-Heuss-Straße und Holzgartenstraße existierten bereits Planungsansätze für Radverkehrsführungen. Diese überführte die Verwaltung umgehend in eine Interimsplanung. In einem ämterübergreifenden Abstimmungsprozess (Tiefbauamt, Straßenverkehrsbehörde und Amt für Stadtplanung und Wohnen) unter Einbeziehung von Polizei und SSB wurden anordnungsfähige Umsetzungspläne erarbeitet. So werden die Pop-up-Bike-Lanes nun als temporäres Radverkehrsangebot während der Corona-Krise umgesetzt. Die Umsetzung der temporären Radverkehrsanlagen erfolgt durch das Tiefbauamt.

Die neuen Pop-up-Bike-Lanes erhalten eine gelbe Markierung, um sie als provisorische Einrichtung zu kennzeichnen. Zudem werden sie mit Spurleittafeln und Verkehrszeichen ausgestattet. In der Theodor-Heuss-Straße werden in den bestehenden Parkbuchten mobile Radbügel aufgestellt sowie eine Ladezone und Flächen für das Abstellen von E-Scootern und Krafträdern eingerichtet.
Die Gesamtkosten betragen für die Theodor-Heuss-Straße rund 100.000 Euro und für die Holzgartenstraße rund 30.000 Euro.

Die Wirkungen der Pop-up-Bike-Lanes werden kontinuierlich beobachtet. Sollten sich bei steigenden Verkehrsmengen negative Wirkungen insbesondere für die Linienbusse der SSB ergeben, werden die Interimsradfahrstreifen überarbeitet oder müssen rückgängig gemacht werden. Insbesondere im Bereich der Theodor-Heuss-Straße ist abzuwarten, ob die reduzierte Kapazität auskömmlich ist. Im Bereich der Holzgartenstraße ist ein positiver Verlauf durchaus realistisch, die dann eine zeitliche Verlängerung des Projekts ermöglichen würde.

Die Integrierte Verkehrsleitzentrale (IVLZ) beobachtet die Entwicklung des Kfz-Verkehrs. Nach den starken Rückgängen Mitte März lag das Kfz-Verkehrsaufkommen vor den Pfingstferien in den Spitzenstunden noch rund sechs Prozent unter den Vergleichszahlen des Jahres 2019.

Die Pop-up-Bike-Lanes sind zunächst bis zum 4. Oktober 2020 befristet.

Quelle: Landeshauptstadt Stuttgart am 08.06.2020

Baden-Württemberg: Autoarmes Heilbronner Stadtquartier Neckarbogen bekommt Fahrradzone und Brücke als Anschluss an die Innenstadt

Das Areal, auf dem im Jahr 2019 die Bundesgartenschau Heilbronn stattfand, wird Schritt für Schritt zu einem Zuhause für bis zu 3500 Bewohner und zu einem Arbeitsplatz für etwa 1000 Menschen weiterentwickelt. Die Chance dazu ergriff die Stadt Heilbronn, als sie im Jahr 2005 das 25 Hektar große, überwiegend brach liegende Areal von der Deutschen Bahn erwarb. Seitdem wurde zunächst die BUGA mit der Stadtausstellung Neckarbogen auf dem Gelände geplant.

Mit dem Stadtquartier Neckarbogen entsteht ein autoarmes Stadtquartier in dem Mobilitäts- und Verkehrsangebote vernetzt sind. Mit der geplanten Mobilitätszentrale am Stadtplatz unterstützt die Stadt Heilbronn die Nahmobilität mit Bike- und Carsharingangeboten.

Großzügige Fahrradzonen erschließen die Gebäude, aber auch die Erholungsbereiche am Neckar oder im Wertwiesenpark sind gut mit dem Fahrrad erreichbar. Auf kurzem Weg in die Innenstadt gelangen Fußgänger und Radfahrer über die für den Autoverkehr stillgelegte und als Stadtdschungel gestaltete Kranenstraße. Flächendeckend wird es die Möglichkeit geben, Fahrräder abzustellen. 

Den Anschluss an den Hauptbahnhof und die Innenstadt bildet die bereits im Bau befindliche Fuß- und Radwegbrücke über die Gleisanlagen des Hauptbahnhofes. Sie ermöglicht eine bequeme Verbindung zwischen Neckarbogen und Bahnhofsvorstadt. Geplant und entworfen wurde die aufgrund ihrer gezackten Brückenlinie auch "Blitz" genannte Brücke von der ARGE Peter und Lochner Ingenieure mit den Architekten arch22. Sie hat eine Länge von 190 Metern, ist 4,5 Meter breit und am höchsten Punkt 26 Meter hoch. Die Fertigstellung erfolgt voraussichtlich bis Dezember 2021.

Quelle: Amt für Liegenschaften und Stadterneuerung am 30.06.2020

Baden-Württemberg: Lücke im Neckartalradweg bei Kirchentellinsfurt geschlossen

Der neue Abschnitt des Neckartalradwegs bei Kirchentellinsfurt wurde am 30. Mai 2020 nach nur acht Monaten Bauzeit durch Staatsministerin Annette Widmann-Mauz MdB, Verkehrsminister Winfried Hermann MdL, Regierungspräsident Klaus Tappeser, Landrat Joachim Walter und Bürgermeister Bernd Haug (Gemeinde Kirchtentellinsfurt) freigegeben. Der Radweg verläuft künftig entlang des Neckars und schließt eine wichtige Lücke im Neckartalradweg.

Die Baukosten von insgesamt rund 1,2 Millionen Euro trägt größtenteils der Bund. Die Gemeinde Kirchentellinsfurt beteiligt sich mit 11.500 Euro, der Landkreis Tübingen investiert 90.000 Euro in das Projekt.

Geplant und überwacht wurde die Baumaßnahme vom Straßenbauamt des Landkreises im Auftrag des Regierungspräsidiums Tübingen.

"Ich freue mich sehr, dass wir pünktlich zum Start in den Sommer diesen wichtigen Abschnitt auf dem Neckartalradweg eröffnen können. Die rund 1,2 Millionen Euro des Bundes sind eine gute Investition in die Verkehrsinfrastruktur und die Verkehrssicherheit von Radfahrern. Davon profitiert letztlich auch der Tourismus und damit die Attraktivität unserer Region", so Staatsministerin Annette Widmann-Mauz.

"Mit dem jetzt frei gegebenen Radweg bei Kirchentellinsfurt und dem aktuell im Bau befindlichen Radwegstück zwischen Sulzau und Börstingen schließen wir in diesem Jahr wichtige Radweglücken des Neckartalradwegs", so Verkehrsminister Winfried Hermann. „Das ist ein weiterer Beitrag dafür, dass man sich in der Freizeit oder zur Arbeit sicher über längere Strecken mit dem Fahrrad fortbewegen kann. Das Land fördert mit dem RadNETZ den Alltags- und Freizeitverkehr in Baden-Württemberg."

"Die Verkehrssicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer auf dem Neckartalradweg erfährt durch den künftigen Wegfall der gefährlichen Querung in Kirchentellinsfurt eine deutliche Verbesserung. Es gibt dort nun einen durchgängigen Radweg. Die Bundesmittel sind hier gut angelegt", so Regierungspräsident Klaus Tappeser.

"Der Landkreis Tübingen hat für diese wichtige Maßnahme sehr gerne die Planung und Bauleitung übernommen, den Grunderwerb durchgeführt und die Abstimmung mit allen Beteiligten koordiniert", so Landrat Joachim Walter.

Es sei der guten Zusammenarbeit aller Partner zu verdanken, dass man diesen wichtigen Lückenschluss nun vollenden könne. "Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Attraktivität der Radwegeinfrastruktur im Landkreis Tübingen".

Die Arbeiten zum Bau des neuen Radwegabschnitts haben Ende September 2019 begonnen. Dank des milden Winters ist es gelungen, die Arbeiten rund zwei Monate früher abzuschließen, als es ursprünglich geplant war.

Auf etwas mehr als 600 Metern Länge und mit einer asphaltierten Breite von drei Metern wurde zwischen der Echaz-Schreinerei und der Triebstraße der Radweg neu gebaut. Über die Echaz führt eine filigran in die Landschaft eingepasste Brücke. Der gesamte Abschnitt wurde barrierefrei geplant und realisiert, sodass auch mobilitätseingeschränkte Menschen den Weg nutzen können. Darüber hinaus ist der Abschnitt zwischen Echaz und Triebstraße im Zuge des Radwegebaus als Hochwasserdamm zum Schutz des angrenzenden Gewerbegebiets ausgebildet. Ein positiver Nebeneffekt hierbei: Der Radweg kommt zwischen Triebstraße und Echaz-Brücke ohne zusätzliche Steigungen aus.

Die Eingriffe in Natur und Landschaft werden umfangreich ausgeglichen. So wird beispielsweise im Bereich der Echaz-Mündung ein Auwald mit Erlen, Eschen und Weiden entwickelt. Auch der neue Neckar-Seitenarm am gegenüberliegenden Neckarufer ist anteilig eine Ausgleichsmaßnahme für den neuen Radweg.

Hintergrundinformation: Das Regierungspräsidium Tübingen hat bereits 2011 eine erste Machbarkeitsstudie erstellen lassen, um mögliche Radwegführungen abseits der stark befahrenen Landes- und Kreisstraße zu entwickeln. In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kirchentellinsfurt wurde nun eine wesentlich sicherere und komfortablere Radwegführung umgesetzt.

Der Abschnitt bei Kirchentellinsfurt ist Teil des 363 Kilometer langen Neckartalradwegs von Villingen-Schwennigen bis Mannheim. Er ist einer von insgesamt vier Landesfernradwegen mit der Auszeichnung "Vier-Sterne-Qualitätsradroute" nach den Standards des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs und damit in den TOP 5 der besten Landesfernradwege. Lediglich der Radfernweg "Liebliches Taubertal – der Klassiker" wurde mit fünf Sternen ausgezeichnet.

Quelle: VM Baden-Württemberg  am 01.06.2020

Bayern: München richtet fünf Pop-Up-Bike-Lanes ein

Befristet sind die Pop-Up-Bike-Lanes bis Ende Oktober 2020. Zur Freigabe der ersten Pop-Up-Bike-Lane kam Oberbürgermeister Dieter Reiter persönlich in die Elisenstraße.

Nun kann der Radverkehr aber rollen - was auch der OB gut findet: "Mit diesen Pop-Up Bike-Lanes reagiert die Stadt auf die veränderten Rahmenbedingungen in der Pandemie-Zeit. Ich freue mich für alle Radlerinnen und Radler, dass die temporären Fahrradwege alle in dieser Woche umgesetzt werden können. In den nächsten Monaten werden wir die veränderte Situation in den fünf Straßen genau beobachten und auch die Rückmeldungen aus den Bezirksausschüssen und der Bürgerschaft einbeziehen."

Weil während der Corona-Pandemie der Radverkehr in München stark zugenommen hat, beschloss der Stadtrat Ende Mai die Einrichtung mehrerer temporärer Radlspuren. Neben der Elisenstraße zwischen Lenbachplatz und Dachauer Straße werden in den kommenden Tagen noch in vier weiteren Straßen Autospuren für die Radler gelb abmarkiert: Theresienstraße, Gabelsbergerstraße, Zweibrückenstraße, Rosenheimer Straße in zwei Abschnitten.

Quelle: Stadt München am 22.06.2020

Berlin: Senatsverwaltung verlängert Anordnung für temporäre Radfahrstreifen bis Ende des Jahres 2020

Umsetzung von Radinfrastruktur gemäß StVO mit vorerst provisorischen Mitteln bleibt geboten. Ziel: dauerhafte Realisierung auf möglichst vielen Strecken

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz hat heute entschieden, die bisher bis Ende Mai befristeten Anordnungen für sogenannte „Pop-Up-Bikelanes“ – temporäre, mit provisorischen Mitteln eingerichtete Radfahrstreifen auf Hauptverkehrsstraßen – bis Ende dieses Jahres zu verlängern. Die entsprechende Mitteilung geht nun an die Bezirke als Straßenbaulastträger.

Ende März wurde der erste derartige Radfahrstreifen am Halleschen Ufer angeordnet. Die Notwendigkeit zur Einrichtung ergibt sich aus der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), das Verfahren entspricht damit auch formal der Einrichtung von üblichen Radfahrstreifen. Aufgrund der Pandemie-Situation wurde eine besondere Dringlichkeit erkannt, so dass zunächst die provisorische Realisierung anzuordnen war.

Die Voraussetzungen aus § 45 StVO liegen weiterhin vor: Es besteht in allen Streckenabschnitten mit aktuell noch temporären Radfahrstreifen ein Bedarf für die sichere Führung von Radfahrenden. Zugleich besteht das Ziel, die vorübergehend angeordneten gelben Markierungen und mobilen Verkehrszeichen (Warnbaken) bis zum Jahresende auf möglichst vielen Strecken durch dauerhafte Verkehrszeichen und Einrichtungen zu ersetzen (Weißmarkierung, ggf. Protektion und Oberflächensanierung) oder, soweit planerisch erforderlich, auch baulich umzusetzen.

Die Senatsverwaltung steht in Abstimmung mit mehreren Bezirken, die bereits Vorschläge für weitere temporäre Radfahrstreifen auf Strecken unterschiedlicher Länge vorgelegt haben. Diese Vorschläge werden geprüft. Die entsprechenden "Regelpläne zur temporären Einrichtung und Erweiterung von Radverkehrsanlagen" stehen hier im Netz: Regelpläne zur temporären Einrichtung und Erweiterung von Radverkehrsanlagen (PDF; 2.6 MB)

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 01.06.2020

Berlin: Von Heiligensee bis zum Schumacher-Quartier und Flughafenareal Tegel: Routenvarianten für die Radschnellverbindung Reinickendorf-Route vorgestellt

Eine durchgängige, gute Radverkehrsanbindung von der Berliner Stadtgrenze im Norden bis zum Schumacher Quartier planen und den Alltagsradverkehr im Bezirk Reinickendorf stärken – wie und auf welchen Routen dies gelingen kann, das war das Thema der zehnten Informations- und Dialogveranstaltung im Rahmen der Machbarkeitsuntersuchungen. Die Veranstaltung fand aufgrund der Corona-Pandemie digital statt.

Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese begrüßte im Livestream die rund hundert Zuschauerinnen und Zuschauer. Zur Reinickendorf-Route sagte er: "Mit der Radschnellverbindung bekommen die Reinickendorferinnen und Reinickendorfer eine neue Verbindung für den Alltagsverkehr und eine direkte Radverbindung in die Innenstadt sowie zur künftigen Urban Tech Republic in Tegel. Damit wird es attraktiver, den Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad zurückzulegen. Für den Außenbezirk ist das ein Gewinn."

Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese zieht zudem eine positive Bilanz des Planungsstandes der Radschnellverbindungen: "Wir sind mit den Machbarkeitsuntersuchungen bei allen zehn Radschnellverbindungen einen großen Schritt vorangekommen. Die beauftragten Planungsbüros haben umfassende Erkenntnisse über die jeweils besten Routenführungen gewonnen, dabei sind die vielen, guten Hinweise aus der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger eingeflossen. Wir sind auf einem sehr guten Weg. Der Abschluss der Planungen wird in das Jahr 2021 reichen, ein erster Baubeginn ist aufgrund der notwendigen Planungsverfahren nicht vor 2022 zu erwarten. Wir prüfen aber alle Möglichkeiten zur Beschleunigung."

Die Reinickendorf-Route ist eine von zehn Radschnellverbindungen, die in den nächsten Jahren in Berlin entstehen werden. Die genaue Routenführung des ca. zwölf Kilometer langen Abschnitts wird derzeit erarbeitet. Sie wird quer durch den Bezirk Reinickendorf bis nach Mitte verlaufen und das Flughafenareal Tegel – die zukünftige Urban Tech Republic (UTR) – sowie das Schumacher Quartier anbinden. In diesem Bereich trifft die Reinickendorf-Route auf die Radschnellverbindung "Mitte – Tegel – Spandau", die eine Weiterfahrt in Richtung Hauptbahnhof und Mitte sowie nach Spandau ermöglichen wird.

Im Livestream wurden die Zwischenergebnisse der Machbarkeitsuntersuchung in zwei Streckenabschnitten vorgestellt und diskutiert. Über eine Online-Anwendung konnten sich die Teilnehmenden an ihren Bildschirmen an Umfragen und Abstimmungen beteiligen sowie Fragen und Anmerkungen zu den Routenvorschlägen äußern. Rund 100 Teilnehmer*innen haben den Livestream verfolgt und bis zu 60 Personen haben sich aktiv bei den diversen Beteiligungsoptionen eingebracht.

Während der Veranstaltung sind zahlreiche Fragen, Vorschläge und Hinweise eingegangen, die vom Planungsteam aufgegriffen und beantwortet wurden. Dazu gehören Ideen und Vorschläge zur Routenführung in den Streckenabschnitten Nord (Heiligensee) und Süd (Tegel). Mit knapp 80 Prozent stimmten die Teilnehmenden der vom Fachplanungsteam favorisierten Routenvariante zu. Zahlreiche Hinweise gab es zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, verbunden mit dem Wunsch nach sicheren Kreuzungssituationen. Mehrfach wurde auch der Wunsch nach einer möglichen Anbindung und Weiterführung über die Berliner Landesgrenze hinaus nach Brandenburg geäußert, um die Route auch für Pendelnde aus dem Umland attraktiver zu machen. Die über 60 eingegangenen Hinweise, auch die bisher nicht diskutierten Hinweise, werden in der weiteren Planung geprüft und nach Möglichkeit berücksichtigt. Wie alle Radschnellverbindungen ist diese Trasse für den Radverkehr im Alltag und insbesondere für Berufspendler*innen attraktiv: Lange Wege können mit zügigem Tempo gefahren werden.

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 24.06.2020

Berlin: Routenvarianten für Radschnellverbindung vom Hauptbahnhof nach Spandau vorgestellt

Information und Dialog im Livestream: Erstmals wurde am 18. Juni der aktuelle Planungsstand der ca. 14 Kilometer langen Route vom Hauptbahnhof bis in den Norden Spandaus vorgestellt. Über eine Online-Anwendung konnten sich die Teilnehmenden an ihren Bildschirmen an Umfragen und Abstimmungen beteiligen sowie Fragen und Anmerkungen zu den Routenvorschlägen äußern. Die geplante Route ist eine von bisher elf geplanten Radschnellverbindungen, die in den nächsten Jahren in Berlin entstehen werden. Die genaue Routenführung wird derzeit erarbeitet.

Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese: "Die Radschnellverbindung erschließt zahlreiche Stadtgebiete mit hohen Entwicklungspotentialen wie das Flughafenareal Tegel und die künftige Urban Tech Republic, die Europacity und die Wohnungsneubaugebiete Gartenfeld und Wasserstadt in Spandau. Mit der Radschnellverbindung können diese neuen Stadtquartiere gut an das Radverkehrsnetz angebunden werden. Für Berufstätige wird das einen Anreiz bieten, die komfortable Radverbindung für den Weg zur Arbeit in der Stadtmitte zu nutzen."

Die Zwischenergebnisse der Machbarkeitsuntersuchung wurden in drei Streckenabschnitten vorgestellt und diskutiert. Rund 120 Teilnehmer*innen haben den Livestream verfolgt, und zwischen 50 und 100 Personen haben sich aktiv bei den diversen Beteiligungsoptionen eingebracht. Während der Veranstaltung sind zahlreiche Fragen, Vorschläge und Hinweise eingegangen, die vom Planungsteam aufgegriffen und beantwortet wurden. Dazu gehören Ideen und Vorschläge zur Routenführung in den Streckenabschnitten Hauptbahnhof bis Beusselstraße, Beusselstraße bis Jungfernheide und Jungfernheide bis Hakenfelde sowie zur möglichen Gestaltung der Rhenaniastraße.

Ebenfalls diskutiert wurde die Frage nach einer direkten Routenführung oder der zusätzlich favorisierten Anbindung von Quartieren wie der Urban Tech Republic. Die Teilnehmenden teilten die Bedenken der Fachplanung, den Fernradweg Berlin-Kopenhagen als Radschnellverbindung auszubauen. Abstimmungsfragen zur Erschließung des Flughafenareals Tegel und die künftige Urban Tech Republic und Routenführungen in den einzelnen Streckenabschnitten brachten eindeutige Voten hervor. Die Beteiligten stimmten bei allen drei Streckenabschnitten mit deutlicher Mehrheit für die derzeit fachlich am besten bewertete Routenführung. Diese führt von der Siedlung Gartenfeld in Spandau über die Rhenaniastraße, das Dohnagestell bis zum Hauptbahnhof und schließt direkt die zukünftige Urban Tech Republic an. Alle eingegangenen Hinweise, auch die im Livestream nicht erörterten Hinweise, werden in der weiteren Planung geprüft und nach Möglichkeit berücksichtigt.

Wie alle Radschnellverbindungen ist diese Trasse für den Radverkehr im Alltag und insbesondere für Berufspendler*innen attraktiv: Lange Wege können mit zügigem Tempo gefahren werden.

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 19.06.2020

Berlin: Tangentiale Verbindung Ost (TVO) - Knotenpunkt B1/B5 soll Drehkreuz für den Fuß- und Radverkehr werden

Im Zuge der Planungen zur TVO wurde der Knotenpunkt B1/B5 neu konzipiert. Fußgänger*innen und Radfahrer*innen erhalten künftig ein eigenes Brückenbauwerk mit behindertengerechten Rampenzuführungen in die erste Ebene. So ist es möglich, diese beiden Verkehrsarten vom Kfz-Verkehr zu trennen und sich ungestört begegnen zu lassen. Zudem stellt diese Lösung einen Blickfang und ein Eingangstor zu Stadtmitte dar, welches sich gut in die Umgebung integriert. Sicherlich wird dieses Bauwerk auch als Aussichtsplattform in die verschiedenen Himmelsrichtungen genutzt werden.

Vorteil ist zudem, dass der Flächenverbrauch so gering wie möglich gehalten werden kann und dabei der Verkehr dennoch flüssig gestaltet wird. Dafür wurde erstmals in Berlin eine Knotenpunktlösung in drei Ebenen erarbeitet. Der Kfz-Verkehr wird in zwei Ebenen abgewickelt. Die Fuß-und Radverkehre werden getrennt davon über ein separates Brückenbauwerk in die jeweiligen Richtungen geführt.

Dafür wird die B1/B5 als gedeckeltes Trogbauwerk tiefer gelegt und nimmt den Geradeausverkehr ohne Ampelanlage auf (ungehindertes Fahren in Ost-/West-Richtung). Von der B1/B5 führen Rampenbauwerke auf die TVO, welche sich geländegleich einordnet. Die TVO selbst und die anschließenden Rampenbauwerke an die TVO sind ohne Fußgänger- und Radverkehr ausgestaltet, so dass hier ein guter Verkehrsfluss mit einer Ampelanlage gesichert werden kann.

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 16.06.2020

Brandenburg: B 102 in Brandenburg an der Havel wird ausgebaut und erhält bessere Geh- und Radwege

Bessere Geh- und Radwege, barrierefreie Bushaltestellen und Übergänge, eine neue Beleuchtung und ein neuer Fahrbahnbelag, der Lärmemissionen reduziert – das kennzeichnet den Abschnitt der Bundesstraße B 102 zwischen Silokanal und Einmündung der B 102 in die B 1 in Brandenburg an der Havel nach der Sanierung im Frühjahr 2022. Am 8.6.2020 begannen die Bauarbeiten für das umfangreiche Sanierungsvorhaben, das vom Landesbetrieb Straßenwesen und der Stadt Brandenburg durchgeführt wird.

Verkehrsminister Guido Beermann: "Der Beginn der Bauarbeiten ist ein positives Signal für Brandenburg. Nach der Erneuerung werden sich die Verkehrsverhältnisse sowohl für Radfahrende als auch für Menschen zu Fuß verbessern. Der Verkehrslärm wird weniger und für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sollen barrierefreie Bushaltestellen zur Verfügung stehen."

Der erste Bauabschnitt beginnt an der Brücke über den Silokanal, umfasst die August-Bebel-Straße und wird bis Ende November 2020 fertiggestellt sein. Der Streckenabschnitt hat eine Länge von etwa 1,2 km. Die Fahrbahn je Richtung wird auf eine Breite von 7 m ausgebaut, für den Gehweg sind 1,80 m vorgesehen und der Radweg bekommt eine Breite von 2 m. Leitelemente und spezielle Bordsteine werden mobilitätseingeschränkten Menschen ihren Weg entlang der Straße erleichtern. An den Knotenpunkten werden Linksabbiegefahrstreifen und Lichtsignalanlagen eingerichtet. (...)

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung am 05.06.2020
Brandenburg: Geh- und Radweg-Zuwendungsbescheide für die Stadt-Umland Kooperation Eberswalde

Darüber hinaus brachte Minister Beermann zwei Zuwendungsbescheide aus dem Programm zur nachhaltigen Entwicklung von Stadt und Umland (NESUR) für die Stadt-Umland Kooperation Eberswalde mit. Damit soll ein wichtiger Netzlückenschluss im Geh- und Radwegenetz der Stadt ermöglicht werden.

Ziel der Maßnahmen sind der barrierefreie Anschluss des Treidelweges, einer circa 30 km langen Wegeverbindung entlang des Finowkanals, an den Stadtteil Finow in Eberswalde. Der Ausbau des Geh- und Radweges verbindet den Radweg der B 167 Eberswalder Straße einschließlich Brücke "Altes Heizwerk" mit dem vorhandenen Treidelweg (Radweg) am Ufer des Finowkanals. Die jetzige Wegeführung verläuft über eine sehr schmale Treppenanlage und ist somit nicht barrierefrei. Der Ausbau des Geh- und Radweges erfolgt in Pflasterbauweise. Die Gesamtausgaben dieses Projektes liegen bei rund 900.000 Euro, wovon das Land über EFRE-Mittel rund 700.000 Euro bereitstellt.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung am 05.06.2020

Brandenburg: Vorrang für Radfahrer und Fußgänger - Umbau eines Kreisverkehrs in Oranienburg soll mehr Verkehrssicherheit bringen

Der Kreisverkehr an der Berliner Straße/Saarlandstraße wurde im Mai in zwei Bauphasen umgebaut. Vermehrt hatten sich hier Verkehrsunfälle ereignet, vor allem durch Fahrzeuge, die aus der östlichen Saarlandstraße kommend zu schnell in den Kreisel einfuhren. 

Zu den Maßnahmen gehörten die Umbauten der Mittelinseln, die Aufbringung farbiger Markierungen für Radfurten und in der zweiten Bauphase die neue Anbindung der Einmündung aus der östlichen Saarlandstraße – sie wurde so umgebaut, dass die Fahrbahn nun in einem spitzeren Winkel in den Kreisverkehr mündet. Bisher konnten Fahrzeuge den Kreisverkehr relativ ungebremst in westliche Richtung geradeaus "durchfahren", was häufig zu höherer Geschwindigkeit und weniger Aufmerksamkeit führte und Unfälle mit aus südlicher Richtung in den Kreisverkehr einfahrenden Fahrzeugen verursachte. Durch die neue Fahrbahnführung muss vorsichtiger und langsamer in den Kreisverkehr eingebogen werden. 

Wie im Kreisverkehr in der Sachsenhausener Straße wurden auch hier auf Höhe der Querungsbereiche Zebrastreifen auf der Fahrbahn markiert. Diese Markierung gewährt dem Fußgänger auch ohne das Verkehrszeichen 350 ("Fußgängerüberweg") Vorrang vor dem ein- und ausfahrenden Fahrzeugverkehr. Um auch Radfahrern diesen Vorrang einzuräumen, wurde zusätzlich eine separat verlaufende Radfurt neben den Fußgängerüberwegen aufgebracht, die zur besseren Wahrnehmbarkeit überdies rot eingefärbt wurde. Voraussetzung für die verkehrsrechtliche Anordnung dieser Markierungsarbeiten war eine entsprechende Verlängerung der Verkehrsinseln.

Die Benutzung dieser Radfurt ist für Radfahrer indes nicht vorgeschrieben. Wie bereits an anderen Stellen im Zuge von Hauptverkehrsstraßen geschehen, wurde auch hier die Radwegebenutzungspflicht zugunsten eines Benutzungsrechts aufgehoben. Radfahrer dürfen folglich auch die Kreisfahrbahn benutzen. Die Benutzungspflicht der Radwege an den auf den Kreisverkehr zulaufenden Straßen wird in nächster Zeit ebenfalls aufgehoben.  

Quelle: Stadt Oranienburg am 01.06.2020

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Bremen: Start des Beteiligungsverfahrens zur Umgestaltung des Wall-Rings zur Fahrrad-Premiumroute

Das Bremer Verkehrsressort startete am 19.6.2020 das Beteiligungsverfahren zur Umgestaltung des Wall-Rings zur Fahrrad-Premiumroute. Dadurch soll aus dem bisher zweispurigen Wall eine Einbahnstraße werden. Die jetzige Fahrspur zu den Wallanlagen hin würde künftig komplett als zusätzliche Spur für den Radverkehr genutzt, um so den Standard für Fahrrad-Premiumrouten zu schaffen. Die Fahrspur soll zudem von der Spur für den Individualverkehr baulich abgegrenzt und rot gekennzeichnet werden. Damit erhält Bremen seine erste Protected Bike Lane.

Dazu Mobilitätssenatorin Maike Schaefer: "Mit dem Wall-Ring verbessern wir die Erreichbarkeit des örtlichen Handels und der Innenstadt für den klimaneutralen Fahrrad-und Fußverkehr. Wir schaffen eine schnelle und komfortable Radverbindung, sichern den Fußweg, erleichtern die Querung des Walls, erhalten dabei die Bäume und erhöhen so zusammen die Aufenthaltsqualität vor Ort. Der Umbau des Walls hat zudem in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten mit einer gesamten Investitionssumme von rund fünf Millionen Euro konjunkturelle Wirkung."

Das Bundesumweltministerium wird den Ausbau der Fahrradroute fördern, die als Ring über die Wallanlagen um die Innenstadt herum verläuft. Die Förderung kommt aus dem Bundeswettbewerb "Klimaschutz durch Radverkehr" im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Mit der Förderung des Modellprojekts werden bis zu 90 Prozent der förderfähigen Baukosten übernommen. Insgesamt konnten so 3,8 Millionen Euro Bundesmittel eingeworben werden, die Gesamtkosten liegen bei etwa fünf Millionen Euro. Die Bremer Eigenmittel wurden bereits Anfang Mai von der Verkehrsdeputation freigegeben.

Zuvor hatte es in der Mobilitätsbehörde Abwägungen zur Einbahnstraßenführung des Verkehrs Am Wall gegeben: "Wir sehen klare Vorteile für die Variante, die den Verkehr von der AOK-Kreuzung in Einbahnstraße bis zum Ostertor führt: Es kommt zu weniger Störungen an der AOK-Kreuzung und am Herdentor und die für den örtlichen Handel Am Wall wichtigen Parkplätze bleiben erhalten", so Senatorin Schaefer.

Das Mobilitätsressort startet jetzt das formale Beteiligungsverfahren. Im Rahmen des Verfahrens können alle Beteiligten ihren Standpunkt einbringen. Mit dem Umbau soll im Sommer 2021 begonnen werden, sodass das Projekt im Herbst 2022 fertiggestellt ist.

Quelle: Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau am 19.06.2020

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Hamburg: Erster Abschnitt der Veloroute 10 in Harburg fertiggestellt

Im Bereich der Altwiedenthaler Straße ist der erste Abschnitt der Veloroute 10 fertiggestellt. Durch den neuen, drei Meter breiten Zweirichtungsradweg wurde eine Verbindung zwischen dem Tempoweg und der Altwiedenthaler Twiete geschaffen. Dieses Mosaikstück bildet den Auftakt der Realisierung der Veloroute 10.

Die Veloroute 10 soll aus der Innenstadt kommend künftig den Harburger Binnenhafen durchqueren und anschließend überwiegend nördlich der Bahn über Neuwiedenthal bis Neugraben führen. Diese Führung macht das Radfahren künftig wesentlich attraktiver, weil die Strecke größtenteils durch Grünanlagen und über ruhige Tempo-30-Straßen verläuft. Weitere Streckenabschnitte der Veloroute 10 sind derzeit im Bau, so zum Beispiel im Bereich "Zum Dubben" sowie entlang der Cuxhavener Str.

Die Umsetzung erfolgt auf Grundlage der Vereinbarungen des sog. "Bündnisses für den Radverkehr". In diesem Bündnis haben sich der Hamburger Senat, die Fachbehörden und die Bezirksämter geeinigt, das aus 14 Routen bestehende Veloroutennetz auf eine Gesamtlänge von ca. 280 km auszubauen.

Quelle: Bezirk Hamburg-Harburg am 24.06.2020

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Hessen: Weiterer Bauabschnitt auf 35 km langer Radschnellverbindung Frankfurt – Darmstadt in Wixhausen eröffnet

Mit der neu fertig gestellten, kreuzungsfreien und 700 Meter langen Teilstrecke zwischen dem Ortsrand und dem S-Bahn-Halt Darmstadt-Wixhausen sind nun 3,7 Kilometer der Radschnellverbindung für die Radfahrerinnen und Radfahrer freigegeben. "Ich freue mich, dass wir in Hessen den nächsten Schritt bei der Weiterentwicklung der Radschnellverbindungen gehen können", sagte Verkehrsstaatssekretär Jens Deutschendorf am Montag bei der gemeinsamen Eröffnung mit Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt, und Manfred Ockel, Bürgermeister der Stadt Kelsterbach und Geschäftsführer Regionalpark Südwest gGmbH. Deutschendorf bedankte sich bei Ockel für dessen Engagement und unterstrich die Vorbildfunktion für ähnliche Projekte in Hessen.

"Mit diesem Abschnitt machen wir jetzt die Verbindung zwischen den S-Bahn-Halten Erzhausen und Darmstadt-Wixhausen komplett", erklärte Ockel. "Besonders freut es mich, dass wir von der ursprünglich geplanten Linienführung abweichen konnten und die Strecke direkter und mit weniger Kontakten zum Straßenverkehr führen konnten. Damit verkürzte sich die Strecke um rund 100 Meter."

"Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass die heutige Inbetriebnahme Darmstadt mit dem Rad näher an Frankfurt bringt", betonte Partsch. "Die Radschnellverbindung ist dabei einerseits eine wichtige regionale Verbindung, andererseits verbindet sie zukünftig die Ortsteile mit der Kernstadt."

Nach Abschluss der gesamten Baumaßnahme wird die Strecke auf 35 Kilometern von Darmstadt über Erzhausen, Egelsbach, Langen, Dreieich, Neu-Isenburg bis nach Frankfurt führen. Die Fertigstellung ist für 2022/2023 geplant.

Bis jetzt hat das Land Planung und Bau der Radschnellverbindung Frankfurt – Darmstadt im Umfang von rund 5,75 Millionen Euro gefördert. "Das Geld ist gut angelegt", betonte Deutschendorf. "Wir schaffen damit die notwendige Infrastruktur für die Verkehrswende in Hessen. Radschnellverbindungen sind ein wichtiger Teil eines attraktiven Radnetzes."

Daten und Fakten zum neu eröffneten Bauabschnitt: Es handelt sich um eine reine Neubaustrecke. Die knapp 700 Meter lange und vier Meter breite Radschnellverbindung wird entlang der Bahnstrecke Frankfurt-Darmstadt-Heidelberg geführt. Auf einer Länge von 60 Metern musste der Radweg auf 2,5 Metern verengt werden.

Auf der Strecke gibt es ein Brückenbauwerk (Brühlwiesengraben) und 17 Solarleuchten. Insgesamt wurden 1.600 Kubikmeter an Boden bewegt. Der Radweg verfügt über eine durchgehende weiße Randmarkierung.

Die Gesamtkosten des neuen Abschnitts belaufen sich auf 865.000 Euro, davon

  • 750.000 Euro Baukosten
  • 50.000 Euro Beleuchtung
  • 65.000 Euro Planung

Förderung durch das Land Hessen/Nahmobilitätsrichtlinie (80 Prozent), Bauherr: Regionalpark RheinMain gGmbH

Informationen zu weiteren Radschnellverbindungen in Hessen finden Sie unter nahmobil-hessen.de/projektseite-radschnellverbindungen-in-hessen

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 08.06.2020

Hessen: Zuschüsse für Radverkehrskonzept Marburg-Biedenkopf

Mit rund 300.000 Euro unterstützt das Land Hessen den Landkreis Marburg-Biedenkopf bei der weiteren Ausarbeitung seines Radverkehrskonzepts. Das Radverkehrskonzept wurde 2018 mit breiter Bürgerbeteiligung vom Landkreis entwickelt. Jetzt gehen aus dem Konzept sieben Radwege bzw. kombinierte Rad- und Gehwege an Kreisstraßen in die Planung.

Die Wege verlaufen entweder straßenbegleitend oder mit Abstand zur Straße auf vorhandenen Feldwegen. Die straßenbegleitenden Wege werden mit einer Breite von 2,5 Metern geplant. Für die Feldwege ist eine Breite von drei Meter vorgesehen, mit zusätzlichen, beidseitig befahrbaren Banketten, für eine gemeinsame Nutzung mit dem landwirtschaftlichen Verkehr.

Gefördert werden ein Radweg an der Kreisstraße K 77 bei Dagobertshausen, der Ausbau eines landwirtschaftlichen Weges parallel zur K 34 zwischen Marburg-Ginseldorf und Cölbe-Bürgeln, ein Radweg an der Kreisstraße K 12 in Stadtallendorf, der Ausbau eines Wirtschaftsweges parallel zur K 59 zwischen den Weimarer Ortssteilen Roth und Niederwalgern, ein Kombinierter Rad- und Gehweg an der K 82 von Wehrda bis zur Straße "Am Schwarzenborn", der Ausbau eines Wirtschaftsweges parallel zur K 12 zwischen Stadtallendorf und Emsdorf, und ein Radweg an der K 38 vom Marburger Stadtteil Moischt bis Hof Capelle an der Landesstraße L 3215.

Die Zuwendungen erfolgen nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 26.06.2020

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Hessen: Wetteraukreis plant neuen Geh- und Radweg zwischen Oberwöllstadt und Nieder-Rosbach

Mit rund 37.000 Euro unterstützt das Land Hessen den Wetteraukreis bei der Planung eines Geh- und Radweges zwischen Oberwöllstadt und Nieder-Rosbach. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 57.000 Euro.

Zwischen Oberwöllstadt und Nieder-Rosbach liegen rund 1,8 Kilometer – eine Strecke, die sich gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen lässt. Deshalb plant der Wetteraukreis, einen Feldweg mit einer Breite von 2,5 Meter zu asphaltieren und als barrierefreien Geh- und Radweg auszubauen. Durch eine zeitnahe Planung soll Ende 2021 eine sichere und attraktive Strecke die beiden Gemeinden für den Fuß- und Radverkehr verbinden.

Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 24.06.2020

Hessen: Task Force Radwege - Eigene Abteilung für Radverkehr bei Hessen Mobil mit 20 Stellen - Autobahnen gehen zum Bund

Hessens Landesstraßenbaubehörde Hessen Mobil steht vor einer der größten Organisationsreformen ihrer Geschichte. Zum 1. Januar 2021 geht die Verantwortung für Bau und Betrieb der Bundesautobahnen von der Verantwortung der Länder in die Verantwortung der bundeseigenen Autobahn GmbH über. Die Verantwortung für Bundes- und Landesstraßen bleibt bei Hessen Mobil. In den letzten Jahren hat Hessen Mobil immer mehr Verantwortung für die Förderung von Schienen- und Radwegeprojekten übernommen. Der Übergang der Autobahnen an den Bund nutzt Hessen Mobil daher für eine umfassende Neuorganisation und erhält unter anderem erstmals eine eigene Abteilung für Mobilität und Radverkehr. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir mit. "Wir nutzen den Übergang der Autobahnaufgaben auf den Bund zum 1. Januar 2021 für eine Neuausrichtung im Sinne der Verkehrswende", sagte der Minister.

Bislang hat Hessen Mobil im Auftrag des Bundes das rund 1.000 Kilometer umfassende Autobahnnetz in Hessen unterhalten und betrieben. Vom kommenden Jahr an übernimmt der Bund die alleinige Verantwortung. Damit wechseln mehr als 900 der etwa 3.500 Beschäftigten zur Autobahn GmbH des Bundes sowie zum Fernstraßen-Bundesamt. Die verbleibenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für Bundesstraßen, Landesstraßen und Kreisstraßen zuständig, erhalten aber auch neue Aufgaben, die über den Straßenbau und -betrieb hinausweisen.

Regelmäßiger Informationsfluss an alle Beschäftigten: "Um eine hohe Akzeptanz bei den Beschäftigten von Hessen Mobil zu erreichen, waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Teilprojekte des Umstrukturierungsprozesses eingebunden und die Beschäftigten wurden regelmäßig informiert", sagte Professor Gerd Riegelhuth, Präsident von Hessen Mobil.

"Verkehrsträger lassen sich nicht mehr isoliert betrachten und managen", betonte Minister Al-Wazir. "Dies ist auch in der Organisationsstruktur bei Hessen Mobil abzulesen: Die neue Abteilung wird Themen wie Schienenverkehr, ÖPNV, Netzkonzepte, Radverkehr, Nahmobilität und Verkehrssicherheit in den Blick nehmen. Zwei weitere Abteilungen ‚Planung und Bau‘ sowie ‚Betrieb und Verkehr‘ werden die klassischen Aufgaben einer Straßen- und Verkehrsverwaltung wahrnehmen. Der derzeitige Zuschnitt wird mit allen Standorten beibehalten. Auch in den sechs Regionen wird es Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die Kommunen und die örtlichen Belange geben."

Der Minister verwies auch auf die erfolgreiche Sanierungsoffensive für den Landesstraßenbau, die seit 2016 läuft und noch in diesem Jahr fortgeschrieben werden soll. Darüber hinaus werde der Radverkehr an Bedeutung gewinnen: "Das Fahrrad wird als Alltagsverkehrsmittel immer beliebter. Die Infrastruktur muss dem folgen. Bis 2024 wollen wir insgesamt 244 Millionen Euro in die Verbesserung des Fuß- und Radverkehrs in Hessen investieren – das ist ein neuer Rekord."

"Um den Bau von Radwegen zu beschleunigen, werden bei Hessen Mobil 20 neue Stellen eingerichtet", so Professor Riegelhuth. "Davon sind allein 18 für eine Task Force Radwege vorgesehen. Wir wollen die Planung von Radwegen deutlich voranbringen. Hessen Mobil ist schon jetzt weit mehr als nur eine Straßenbauverwaltung und wird in Zukunft zusätzlich zur Verantwortung für Bundes- und Landesstraßen nicht nur die wachsende Förderung von Bus- und Bahninfrastruktur abwickeln, sondern auch den Radverkehr stärker fördern."

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 22.06.2020

Hessen: Stadt Haiger plant Radweg durch ehemaligen Bahntunnel zwischen Haiger-Langenaubach und Breitscheid

Mit rund 40.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Haiger bei der Planung eines Radwegs durch den Rabenscheider Tunnel. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben des Projekts belaufen sich auf rund 85.000 Euro.

In dem rund einen Kilometer langen ehemalige Bahntunnel zwischen Haiger-Langenaubach und Breitscheid will die Stadt einen 2,5 Meter breiten Radweg anlegen. Die Bahngleise wurden bereits entfernt. Da im Tunnel verschiedene Fledermausarten leben, soll die Beleuchtung auf die Bedürfnisse der Tiere abgestimmt werden. Außerdem wird der Tunnel mit speziellen Verstecksteinen ausgestattet und bleibt während der Wintermonate wegen des Winterschlafs der Fledermäuse geschlossen.

Bei dem Tunnelradweg handelt es sich um eine Maßnahme für den Hessentag 2022 in Haiger. Um rechtzeitig mit dem Bau beginnen zu können, soll die Planung im Oktober 2020 abgeschlossen sein.

Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 10.06.2020

Hessen: Zuschuss für Fuß- und Radwegekonzept in Eltville

Mit 5.500 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Eltville bei der Erstellung eines Fuß- und Radwegekonzeptes. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir  in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 9.000 Euro.

In dem Konzept geht es darum, wie sich der Bereich Matheus-Müller-Platz / Erbacher Straße umgestalten lässt, um hier sichere und attraktive Bedingungen für alle Verkehrsteilnehmer zu schaffen. In diesem Bereich trifft die innerstädtische Mobilität auf die Anbindung in den Rheingau.

Durch Eltville führen verschiedene Radrouten, darunter die Euro-Velo-Route 15, der Rheinradweg und der Hessische Radfernweg R3; das Konzept muss daher die Anforderungen des touristischen Radverkehrs sowie des Freizeit- und Alltagsradverkehrs berücksichtigen.

Förderung nach Nahmobilität Richtlinie: Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 04.06.2020

Hessen: Zuschuss für Bahnradweg Hungen – Laubach

Mit rund 530.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Laubach beim Weiterbau des Bahnradwegs von Hungen nach Laubach. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für den neuen Bauabschnitt belaufen sich auf 735.000 Euro.

Der Radweg verläuft auf dem weitgehend erhaltenen Schotterkörper einer ehemaligen Bahnstrecke. Der jetzt geplante 2,9 Kilometer lange Abschnitt beginnt am Riedgraben südlich von Laubach-Wetterfeld und führt nach Laubach. Er wird in einer Breite von 2,5 Meter mit beidseitigen 0,5 Meter breiten Banketten angelegt.

Zwei bereits fertiggestellte Teilstrecken wurden ebenfalls vom Land mit Zuschüssen von rund 590.000 und 300.000 Euro gefördert.

Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Juni 2020 und sollen Ende September abgeschlossen sein.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) am 04.06.2020

Mecklenburg-Vorpommern: Radweg an der Landesstraße L 281 zwischen Groß Kussewitz und Poppendorf (Landkreis Rostock) freigegeben

Die Staatssekretärin im Infrastrukturministerium Ina-Maria Ulbrich hat am 3. Juni 2020 den ersten Bauabschnitt des straßenbegleitenden Radwegs an der Landesstraße L 281 zwischen Bentwisch und Poppendorf (Landkreis Rostock) für den Verkehr freigegeben.

Nach rund neunmonatiger Bauzeit wurde der knapp 2,3 Kilometer lange und 2,50 Meter breite erste Bauabschnitt des Radwegs von Groß Kussewitz bis zur Kreuzung Poppendorf in Asphaltbauweise fertig gestellt. Er verläuft ab der Straße "An der Haferkoppel" in Groß Kussewitz auf 592 Metern Länge südlich der L 182 bis zur Gemeindegrenze von Poppendorf. Von dort wird er auf 1.671 Metern Länge hinter dem Straßengraben bis zum Endpunkt an der Zufahrtsstraße zum Werk des Unternehmens Yara in Poppendorf geführt.

Die Gesamtkosten für diesen Bauabschnitt belaufen sich auf rund 554.000 Euro. Sie werden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Die Maßnahme ist Bestandteil des Lückenschlussprogramms des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Radwege an Landesstraßen.

Die weiteren Bauabschnitte Bentwisch bis Ortseingang Groß Kussewitz, Ortsdurchfahrt Poppendorf und Ortsdurchfahrt Groß Kussewitz sollen noch in diesem Jahr fortgesetzt werden und voraussichtlich zum Jahresende 2021 abgeschlossen sein. Der neue Radweg an der L 182 wird nach dem Abschluss des Gesamtvorhabens eine Gesamtlänge von ca. 7,4 Kilometern haben.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 03.06.2020

Mecklenburg-Vorpommern: Stralsund erhält Fördermittel für Ausbau des Radwegs Küterdamm

Die Hansestadt Stralsund (Landkreis Vorpommern-Rügen) erhält vom Verkehrsministerium Mecklenburg-Vorpommern für den Ausbau des Radwegs Küterdamm einen Zuschuss in Höhe von rund 109.000 Euro. Die Förderung erfolgt mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) nach der Kommunalen Radbaurichtlinie des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Gesamtkosten des Projektes liegen bei ca. 198.000 Euro.

Das  Vorhaben umfasst den Ausbau des gemeinsamen Geh- und Radwegs, der die Tribseer Vorstadt mit der Stralsunder Innenstadt verbindet. Gebaut wird zwischen der Friedrich-Engels-Straße und Weiße Brücken auf einer Länge von 220 Metern. Diese Verbindung hat große Bedeutung für den nichtmotorisierten Alltagsverkehr und trägt damit in besonderem Maße zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer bei.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 29.06.2020

Niedersachsen: Mehrere Verbesserungen für den Radverkehr in Nordhorn umgesetzt

Die Stadt Nordhorn hat in den vergangenen Wochen mehrere Verbesserungen für den Radverkehr umgesetzt. Der Radweg am Verbindungskanal wurde erneuert, ein sicheres Radwegende an der Alfred-Mozer-Straße geschaffen und die Piktogrammspur am Ootmarsumer Weg verlängert.

Radverkehrsförderung mit Konzept: Mit der konsequenten Förderung des Radverkehrs verfolgt die Stadt Nordhorn mehrere Ziele. Unter anderem wirkt sich der hohe Radverkehrsanteil positiv auf das Stadtklima aus und entlastet das Verkehrsnetz. Mit einem Radverkehrsanteil von rund 40 Prozent zählt Nordhorn zu den absoluten Spitzenreitern in Deutschland. In einem Radverkehrskonzept, das unter Beteiligung von Politik, Verwaltung und Bevölkerung entstanden ist, hat die Stadt ihre Ziele und Maßnahmen zur Radverkehrsförderung für die kommenden Jahre festgeschrieben.

Mehr Wegequalität: Der Radweg am Verbindungskanal ist Teil der beliebten Komfortverbindung von der niederländischen Grenze bis zur Kreuzung Lingener Straße / Osttangente. Er wird sowohl durch Alltagsradler*innen, als auch durch Tourist*innen stark genutzt. Mehrere touristische Radrouten führen über diesen Radweg, wie zum Beispiel die Drei-Schleusen-Tour oder die Grafschafter Fietsentour.

Im Abschnitt von der Unterführung an der Seeuferstraße bis zur Einmündung Liststiege wurde der Weg nun saniert. Im zweispurigen Bereich wurde die zum Kanal hin gelegene Spur auf rund 400 Metern Länge erneuert. Auf die vorhandenen Oberflächen wurden eine neue Asphalttragschicht und Asphaltdeckschicht aufgebracht. Dadurch konnte die Wegequalität deutlich verbessert werden. Die Bauarbeiten wurden von der beauftragten Fachfirma aus der Region bereits nach drei Tagen abgeschlossen und der Weg wieder vollständig freigegeben.

Die Baukosten für diese Maßnahme lagen bei rund 45.000 Euro. Im Rahmen der Sonderförderung zur Sanierung touristischer Radwege wurde eine Förderung beim Landkreis Grafschaft Bentheim beantragt.

In den vergangenen Jahren wurden bereits weitere Abschnitte des Radwegs saniert und überarbeitet. Ein besonderes Merkmal sind die vielen Unterführungen und die Vorfahrt gegenüber dem motorisierten Verkehr an zwei Kreuzungspunkten. Für diese Gestaltung als „Komfortradweg“ hat die Stadt Nordhorn bereits mehrere Preise für Fahrradfreundlichkeit gewonnen.

Sicheres Radwegende: Im Zuge der Deckensanierungsarbeiten an der Alfred-Mozer-Straße wurde eine weitere Maßnahme zur Unterstützung des Radverkehrs umgesetzt. Hier wurde am Eingang der Straße hinter dem Bahnübergang ein bauliches Radwegende geschaffen. Darüber wird der Radverkehr nun sicher und sichtbar für den übrigen Verkehr auf die Fahrbahn geleitet. Wie bisher fahren im weiteren Verlauf der Alfred-Mozer-Straße Fahrräder und PKW im Mischverkehr.

Piktogrammspur: Gleichzeitig wurde die Piktogrammspur am Ootmarsumer Weg vom Kreisverkehr bis zum Mückenweg verlängert. Auch auf diesem Abschnitt der Straße werden Rad- und Autoverkehr nun darauf aufmerksam gemacht, dass die vorhandenen Radwege nicht benutzungspflichtig sind. Das Radfahren auf der Fahrbahn ist hier also erlaubt. Benutzungspflichtig sind Radwege immer nur dort, wo ein blaues Straßenverkehrsschild dies anzeigt.

Quelle: Stadt Nordhorn am 04.06.2020

Nordrhein-Westfalen: Kreis Gütersloh wird in die AGFS aufgenommen - Das 89. Mitglied wurde am 5.6.2020 durch Verkehrsminister Hendrik Wüst und AGFS-Vorstand Christine Fuchs offiziell begrüßt.

Der Kreis Gütersloh ist das 89. Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e. V. (AGFS NRW). NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und AGFS-Vorstand Christine Fuchs überreichten Landrat Sven-Georg Adenauer gemeinsam die Aufnahmeurkunde und bescheinigen dem Kreis damit offiziell die Fußgänger- und Fahrradfreundlichkeit. Im November 2019 hatte die Expertenkommission des Landes die Situation vor Ort geprüft und positiv über die Aufnahme in das kommunale Netzwerk abgestimmt. Auf dem Fahrrad verschaffte sich die Kommission ein Bild des Kreises Gütersloh und stellte fest, dass auch in Gebieten mit bewegter Topographie eine Förderung von Rad- und Fußverkehr möglich ist.

Kreis punktet mit Unterhaltung der Radwege: Der Kreis Gütersloh hat ein vorbildliches System für die Pflege, Reinigung und den Winterdienst entwickelt. Mit speziellen Schmalspurfahrzeugen werden alle Radwege regelmäßig abgefahren und in gutem Zustand gehalten. Auch das Netz an Freizeitradwegen und die Pläne zur Verlängerung des RS 3 von Herford kommend bis Rheda-Wiedenbrück wirken sich positiv aus. Auf dieser Basis hat sich der Kreis das ambitionierte Ziel gesetzt, ein flächendeckendes Alltagsradwegenetz aufzubauen.

Verkehrssicherheit steht auch zukünftig im Fokus: Auf dem weiteren Weg des fußgänger- und fahrradfreundlichen Kreis gibt es aber auch noch viel zu tun. Ein wichtiger Baustein für die weitere verkehrliche Entwicklung ist die Reduzierung der Unfallzahlen durch den weiteren Ausbau der Infrastruktur und einer verstärkten Kommunikation. Auch der Einsatz von Umlaufsperren und Pollern im Kreis Gütersloh ist an vielen Stellen zu überprüfen, um die Leichtigkeit und den Komfort für den Radverkehr zu verbessern. Auf einigen Strecken könnte eine bevorrechtigte Querung für den Radverkehr geprüft werden.

Als Teil der AGFS kann der Kreis Gütersloh künftig exklusive Mittel für die Förderung der Nahmobilität beantragen und profitiert von einem etablierten Netzwerk für den fachlichen Austausch sowie die gegenseitige Unterstützung bei Problemen und Planungsfragen. Darüber hinaus entwickelt die AGFS NRW regelmäßig Broschüren, Leitfäden und Kampagnen, die auf aktuelle Bedürfnisse ihrer Mitglieder abgestimmt sind. Sämtliche Materialien stehen den Mitgliedern kostenlos zur Verfügung.

Hendrik Wüst, Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen: "Mobilität muss besser, sicherer und sauberer werden. Die Aufnahmeurkunde ist Beleg für die Fußgänger- und Fahrradfreundlichkeit des Kreises Gütersloh. Der Kreis kann als 89. Mitglied stolz auf sein Engagement zur Förderung der Nahmobilität sein. Für eine bessere und saubere Mobilität brauchen wir eine leistungsstarke Fuß- und Radwegeinfrastruktur. Das Fahrrad ist heute als Fortbewegungsmittel nicht mehr wegzudenken. Das Verkehrsministerium fördert in diesem Jahr 139 neue Projekte für einen besseren Fuß- und Radverkehr in Nordrhein-Westfalen. Für eine gute Radinfrastruktur stellt das Land so viel Geld wie nie zuvor zur Verfügung und schafft neue Stellen für Planer, die sich dem Radwegebau widmen. Im Verkehrsministerium wird zudem ein Gesetz für besseren Radverkehr erarbeitet. Die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlichen Städte soll auch dem Kreis Gütersloh Ansporn zu weiterem Engagement für eine bessere und saubere Mobilität sein."

Quelle: AGFS NRW am 05.06.2020

Nordrhein-Westfalen: Anlage eines gesicherten Radweges an der Karlstraße in Düsseldorf

Im Zuge der Sommerbaustellen starteten am 29. Juni 2020 auf der Karlstraße die Arbeiten zum neuen Radweg zwischen Stresemannplatz und Kurfürstenstraße in Fahrtrichtung Worringer Platz. Im Rahmen der Sanierung der Fahrbahndecke werden die einzelnen Fahrstreifen neu angeordnet und ein gesicherter Radweg angelegt. Dabei fällt der rechte Fahrstreifen zugunsten des Radweges weg. Die derzeit mittige Fahrspur wird für den Kraftfahrzeugverkehr zur Geradeaus- und Rechtsabbiegespur. Gleichzeitig werden auch die Ampeln an den Einmündungen von Bismarck-, Friedrich-Ebert- und Kurfürstenstraße umgebaut. Die Kosten für diesen Radwegabschnitt betragen rund 200.000 Euro.

Der Radweg-Abschnitt ist Teil des Gesamtprojektes "Radweg Karlstraße", das neben den Umbauarbeiten auf der Karlstraße auch eine Umgestaltung der Worringer Straße, von Teilen der Kölner Straße und des Worringer Platzes beinhaltet. Die neue Radverkehrsachse wird sich künftig von der Straße Am Wehrhahn bis zum Stresemannplatz erstrecken. Im Rahmen der jetzigen Bauarbeiten wird auch der Radweg auf der nördlichen Seite der Karlstraße vom Stresemannplatz bis zur Kurfürstenstraße markiert. Somit kann vom Stresemannplatz durchgehend bis zur Kreuzung Kurfürstenstraße der Radweg beidseitig gesichert genutzt werden.

Quelle: Stadt Düsseldorf am 29.06.2020

Nordrhein-Westfalen: Mehr Aufenthaltsqualität und Platz für Fuß- und Radverkehr in der Kölner Altstadt

Mobile Bäume, mehr Platz für für den Fuß- und Radverkehr – mehr Aufenthaltsqualität. Am 22. Juni 2020 wurden bei einem Pressetermin und einem Rundgang die ersten Maßnahmen des Verkehrsführungskonzepts Altstadt vorgestellt. Oberbürgermeisterin Henriette Reker begrüßt sehr, dass sich die Aufenthaltsqualität der Altstadträume verbessert. Reker: "Der erste Umsetzungsschritt des Verkehrsführungskonzepts Altstadt hat mehr als nur Signalwirkung. Wir schaffen Platz für Fahrräder und Fußgängerinnen und Fußgänger und leisten einen deutlichen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität. Wir machen den öffentlichen Raum attraktiver und stärken die Kölner Altstadt langfristig. Das Verkehrsführungskonzept Altstadt weist den Weg zu mehr Platz für Fußgängerinnen, Fußgänger und Fahrradfahrende, genauso wie es lebenswerte Städte, etwa Kopenhagen oder Zürich, umsetzen. Es legt den Grundstein für mehr Lebensqualität im Herzen der Kölner Innenstadt und macht ihre vielen historischen und architektonischen Schätze auf der 'Via culturalis' erlebbar."

Ziel des Konzepts ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, den Fuß- und Radverkehr zu stärken, die allgemeinen Parkflächen im öffentlichen Raum zu reduzieren und die Kfz-Verkehrsbelastung in der Altstadt zu senken. Zudem sollen die Wegebeziehungen für Fußgängerinnen und Fußgänger verbessert und erhöht werden. In einem ersten Schritt wurden an den Stellen Fußgängerzonen eingerichtet, an denen keine baulichen Veränderungen erforderlich sind. Diese werden für den Radverkehr geöffnet und nur für den Lieferverkehr zwischen 6 und 11 Uhr freigegeben.

Zudem entfallen die Kurzzeitparkplätze im öffentlichen Straßenraum und machen Platz für attraktive Stadtraumnutzungen. Kurzzeitparkende werden in den derzeit nicht ausgelasteten Parkhäusern der Altstadt ausreichend Stellplätze finden. Für Nutzerinnen und Nutzer von Carsharing-Autos hat die Stadt Köln am Standort Steinweg eine neue Stellfläche für Carsharing-Autos eingerichtet als Ergänzung zu weiteren Nahmobilitätsangeboten.

Bereits in der ersten Umsetzungsphase spielt das Fahrradparken, auch das Parken von Lastenrädern und die Einrichtung von Sharing-Angeboten, eine besondere Rolle. Am Quatermarkt und im Bereich Perlenpfuhl/Ludwigstraße wurde nun Platz geschaffen für Sharingangebote. Dort können Lastenfahrräder, Leihfahrräder und E-Scooter abgestellt werden.

Die konkreten Ziele des Verkehrskonzeptes für die Altstadt, die Planungsergebnisse und der lokalen sowie thematischen Bezug zum Projekt "Via culturalis" wurde den Bürgerinnen und Bürgern im Vorfeld in einer offenen Veranstaltung im Friedrich-Wilhelm-Gymnasium vorgestellt. Die im Rahmen der Bürgerbeteiligung gesammelten Einwände und Ideen wurden ausgewertet und in die Konzeptüberarbeitung aufgenommen.

Quelle: Stadt Köln am 22.06.2020

Rheinland-Pfalz: Start einer Onlinepetition für die Errichtung einer Rheinbrücke für Fußgänger und Radfahrer auf den Pfeilern der Hindenburgbrücke zwischen Bingen und Rüdesheim

Zwischen Mainz und Koblenz besteht keine Brückenverbindung. Diskussionen über einen Neubau einer klassischen Autobrücke laufen seit Jahren ergebnislos weil wechselnde politische Mehrheiten in Verbindung mit Konflikten mit Ökologie und dem Weltkulturerbe eine Gemengelage schaffen die ein solches Vorhaben bisher immer haben scheitern lassen. Eine kleine, leichte Brücke für Fußgänger und Radfahrer auf den bestehenden Pfeilern der Trümmer der Hindenburgbrücke zwischen Bingen und Rüdesheim stellt eine machbare Alternative dar.

Vergleichbare Brücken gibt es anderweitig überall. Eine entsprechende Brücke zwischen Österreich und der Slowakei hat bei einer Länge von 550 Meter 4,86 Mio EUR gekostet. Davon hat die EU 80 Prozent übernommen.

Begründung der PetitentInnen: Wir diskutieren Themen wie Verkehrswende und sanften Tourismus. Die lokalen Politiker setzen immer noch auf klassische, teure und nicht realisierbare Autobrücken. Im Jahr 2029 steht im Mittelrheintal die Bundesgartenschau an. Eine entsprechende Fußgänger und Radfahrerbrücke wäre das länderverbindende architektonische Highlight. Da die Politik nicht handeln will (oder kann?) sind wir Bürger gefordert mit dieser Petition den Bürgerwillen zu unterstreichen und für eine zügige Umsetzung zu sorgen. Bitte unterstützen Sie unsere Forderung.

Quelle: Stefan Schweitzer (Initiator) via openpetition.de am 15.06.2020

Zur Onlinepetition mit weiteren Informationen

Sachsen: Startschuss für Radschnellweg Halle-Leipzig

Für einen Radschnellweg zwischen Halle (Saale) und Leipzig besteht ein großes Nachfragepotenzial, so das Ergebnis einer am 22. Juni 2020 veröffentlichten Potenzial- und Machbarkeitsstudie im Auftrag der Metropolregion Mitteldeutschland und der beiden Städte. Die Projektpartner wollen das länderübergreifende Vorhaben für klimafreundliche Pendlermobilität gemeinsam realisieren.

"Mit dem geplanten Radschnellweg zwischen Halle (Saale) und Leipzig wollen wir ein innovatives Angebot für die klimafreundliche Pendlermobilität zwischen den beiden eng verflochtenen Städten realisieren. Insbesondere die Anbindung der wachsenden Gewerbegebiete rund um den gemeinsamen Flughafen Leipzig/Halle bietet die Chance, tausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für den Umstieg auf das Fahrrad auf ihrem täglichen Arbeitsweg zu gewinnen", erklärt Oberbürgermeister Burkhard Jung, der auch 1. Vorsitzender der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland ist.

"Mit dem ersten ostdeutschen Radschnellweg zwischen unseren beiden Städten wollen wir ein Signal für das Zusammenwachsen in der Metropolregion Mitteldeutschland setzen und ein deutschlandweites Leuchtturmprojekt zur Förderung des Radverkehrs etablieren. Mit der jetzt vorliegenden Machbarkeits- und Potenzialanalyse haben wir den Grundstein für das länderübergreifende Vorhaben gelegt, das wir nun gemeinsam mit den Partnern und den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort voranbringen wollen", betont Dr. Bernd Wiegand, Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale) und Vorstandsmitglied der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland.

Ergebnisse der Studie: Im Rahmen der durch die Städte Leipzig und Halle (Saale) beauftragten und durch den Freistaat Sachsen und das Land Sachsen-Anhalt geförderten Studie wurden insgesamt 16 Trassenvarianten für den Radschnellweg in einem rund acht Kilometer breiten Korridor zwischen den Hauptbahnhöfen Leipzig und Halle (Saale) untersucht. Im Ergebnis wurden drei Streckenverläufe ermittelt, bei denen die zu erwartende Mindestauslastung von 2.000 Radfahrenden pro Werktag in weiten Teilen vorliegt und die baulichen Anforderungen an Radschnellwege umsetzbar sind. Zu diesen Qualitätsstandards gemäß des Arbeitspapiers "Einsatz und Gestaltung von Radschnellverbindungen" der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) gehören unter anderem eine möglichst direkte, kreuzungsfreie und vom Auto- sowie Fußgängerverkehr getrennte Linienführung sowie eine ausreichende Breite und hohe Belagsqualität, die eine sichere Befahrbarkeit auch bei höheren Geschwindigkeiten ermöglichen. Für die drei im Detail untersuchten Strecken ermittelten die beauftragten Planungsbüros auch die möglichen Gesamtkosten der rund 36 Kilometer langen Verbindung. Diese belaufen sich je nach Streckenführung auf 35 bis 46 Millionen Euro.

Das länderübergreifende Vorhaben wird durch eine Steuerungsgruppe unter Federführung der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland koordiniert. Zu den Mitgliedern des Gremiums gehören Vertreter der Städte Leipzig, Halle (Saale), Schkeuditz und der Gemeinde Kabelsketal, der Landkreise Nordsachsen und Saalekreis, des Planungsverbandes Westsachsen und der Regionalen Planungsgemeinschaft Halle, des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) sowie des ADFC Sachsen-Anhalt und des ADFC Leipzig. Die Projektpartner unterzeichneten einen "letter of intent", in dem sie sich zu einer gemeinen, schnellstmöglichen Planung und Realisierung des Radschnellwegs Halle-Leipzig bekennen.

Ab sofort informiert die Webseite www.radschnellweg.org über den aktuellen Stand und den weiteren Fortschritt des Projektes. Als einer der nächsten Schritte ist eine breit angelegte Information und Beteiligung der Bevölkerung zum Radschnellweg Halle-Leipzig vorgesehen, um die Wünsche und Ideen der Bürgerinnen und Bürger der Region frühzeitig in die weitere Ausgestaltung des Vorhabens einfließen zu lassen.

Quelle: Stadt Leipzig am 23.06.2020

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30. Juni 2020
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