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Mai 2020

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Modellprojekt Schutzstreifen im Landkreis Lörrach

Den Radverkehr auf den Kreisstraßen 6347 und 6351 sichtbar und sicher machen / Modellstrecken testen

In den Pfingstferien wird das Fahrradfahren im Landkreis Lörrach zwischen Holzen und Egringen sichtbarer: In Form von weißen gestrichelten Linien. Die sogenannten Schutzstreifen entstehen im Rahmen eines Modellprojekts der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg und des Landesverkehrsministeriums. Der Landkreis Lörrach ist dabei und testet, ob die neuartigen Schutzstreifen außerorts das Fahrradfahren sicherer und angenehmer machen.
 
Derzeit werden in verschiedenen Kommunen in ganz Baden-Württemberg zwei Arten von Schutzstreifen markiert, die so bislang nicht zulässig waren. Das soll sich nun zugunsten des Radverkehrs zumindest testweise ändern. Es werden Schutzstreifen inner- und außerorts erprobt.
 
Der Landkreis Lörrach markiert die neue Variante in Bad Bellingen auf dem Abschnitt der Kreisstraße 6347 zwischen Alter Weinstraße und Rheinstraße mit beidseitigen Schutzstreifen und auf der Kreisstraße 6351 zwischen Egringen und Holzen mit einem einseitigen Schutzstreifen in Richtung Holzen, kombiniert mit einer Piktogrammkette in Richtung Egringen. In beiden Fahrtrichtungen werden Verkehrsschilder errichtet, die alle Verkehrsteilnehmer auf das Modellprojekt hinweisen.
 
In den letzten Jahren haben sich Pedelecs und E-Bikes, mit denen man komfortabel auch weitere Strecken zurücklegen kann, als feste Größe im Straßenverkehr etabliert. Dadurch werden auch Landstraßen zunehmend interessant für den Radverkehr. "Radfahrer werden ausdrücklich eingeladen, die Modellstrecken auszuprobieren, auch wenn sie auf die Schnelle nicht in das kreisweite Fahrradwegweisungsnetz integriert werden können. Wir wollen testen, ob diese neue Art Schutzstreifen das Radfahren sicherer macht – und mehr Menschen aufs Rad bringt", so Radverkehrsbeauftragte Leonie Wiesiollek.
 
"Außerdem appellieren wir an die gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer und bitten ausdrücklich, die Verkehrsregeln einzuhalten. Hierbei möchten wir besonders auf die Beachtung einer anpassenden Geschwindigkeit bei Überholvorgängen und den außerorts verpflichtenden Überholabstand von zwei Metern hinweisen. Des Weiteren sollte man keinen Radfahrer überholen, wenn aus der entgegengesetzten Richtung ebenso ein Radfahrer kommt, da hier der Überholabstand von zwei Metern zumeist nicht eingehalten werden kann" so Wiesiollek.

Weiterführende Informationen zum Schutzstreifen-Modellprojekt sind abrufbar unter https://www.agfk-bw.de/projekte/modellprojekt-schutzstreifen-2019-2021.

Quelle: Landratsamt Lörrach am 29.05.2020

Baden-Württemberg: Land unterstützte neuen Radschnellwegabschnitt zwischen Böblingen und Ehningen mit LGVFG-Mitteln

Die feierliche Eröffnung des rund 1,69 Millionen Euro teuren zweiten Teilstücks fand aufgrund der Corona-Krise auf digitalem Wege statt. Per Videobotschaft durchschnitten Verkehrsminister Hermann und Bauherr Roland Bernhard, Landrat des Landkreises Böblingen, gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Böblingen, Dr. Stefan Belz und seinem Amtskollegen Lukas Rosengrün, Bürgermeister von Ehningen, symbolhaft das grüne Band und gaben die Strecke – gemeinsam mit Peter Grotz, Kreisvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club, Landesverband Baden-Württemberg (ADFC) – für den Radverkehr frei.

Am Bauvorhaben hatte sich Baden-Württemberg mit 50 Prozent beziehungsweise rund 800.000 Euro beteiligt. Die Baumaßnahmen wurden nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) gefördert. 

Landrat Bernhard sagte: "Ich danke dem Land für die großzügige Unterstützung. Stück für Stück soll der Radschnellweg wachsen, sodass ein schnelles und kreuzungsarmes Vorankommen innerhalb des Landkreises sowie in Richtung Landeshauptstadt möglich wird." Der Landkreis Böblingen setze sich auch weiterhin dafür ein, neue Radinfrastruktur bereitzustellen und das Radfahren noch attraktiver zu machen, betonte Bernhard und verwies bereits auf den nächsten Streckenabschnitt, der von Ehningen nach Gärtingen führt. "Für diesen Abschnitt hat das Landratsamt Böblingen die Planungsleistungen bereits beauftragt." Minister Hermann ergänzte: "Der Abschnitt wird Teil der zukünftigen Radschnellverbindung sein, die zwischen Herrenberg und Stuttgart verlaufen soll. Diese Verkehrsachse stellt das Rückgrat der Radinfrastruktur im Landkreis Böblingen dar und ist gleichzeitig Teil des RadNETZ Baden-Württemberg."

Breitere Radwege und insektenfreundliche LED-Beleuchtung: Der Spatenstich für den Bauabschnitt zwischen Böblingen und Ehningen war im September 2019 erfolgt. Die Baumaßnahmen haben den bestehenden Radweg verbreitert und ebener gestaltet, Höhenunterschiede im Streckenverlauf wurden reduziert. Insbesondere die Sicherheit und Attraktivität für Berufspendler und Schülerverkehre standen im Mittelpunkt der Baumaßnahmen: Die Strecke ist nun mit einer insektenfreundlichen LED-Beleuchtung ausgestattet, so dass sicheres Fahren in den frühen Morgenstunden und am Abend oder in der Nacht möglich ist. Wichtig waren zudem Naturschutzmaßnahmen: So wurden entlang der Radstrecke Steinriegel, Sandflächen und Trockenmauern integriert, die zukünftig der hier vorkommenden Zauneidechse geeignete Biotope bieten. Ab Herbst werden zwischen Radweg und Fahrbahn abschnittsweise Hecken angepflanzt, die verschiedenen Tierarten einen Lebensraum bieten und gleichzeitig als Blendschutz für den Radverkehr dienen.

Der Oberbürgermeister von Böblingen, Dr. Stefan Belz, unterstrich: "Wir schaffen eine radverkehrsfreundliche Infrastruktur, um immer mehr Menschen für den Umstieg auf das Fahrrad zu begeistern. Das ist aktiver Klimaschutz. Zügiges Vorankommen und Sicherheit sind bei der Wahl des Verkehrsmittels entscheidende Faktoren."

Ehningens Bürgermeister, Lukas Rosengrün, stellte die Bedeutung der Radverbindung für die Gemeinde und den Gewerbestandort heraus: "Der neue Radschnellweg macht es attraktiver sowohl in der Freizeit, als auch für den Weg zur Arbeit, das Fahrrad oder Pedelec zu nutzen und einen Beitrag für den Klimaschutz im Landkreis Böblingen zu leisten." Er selbst nutze die neue Verbindung bereits mehrmals wöchentlich für den täglichen Arbeitsweg von seinem Wohnort Böblingen zum Ehniniger Rathaus, sagte Bürgermeister Rosengrün. 

Als einen Meilenstein auf dem Weg zu einem Radverkehrsanteil von 20 Prozent bezeichnete Peter Grotz, Kreisvorsitzender des ADFC Baden-Württembergs, den eröffneten Streckenabschnitt. Grotz sagte: "Zwanzig Prozent Radverkehrsanteil im Landkreis erreichen wir nur, indem wir mehr Berufspendler zum Umstieg aufs Fahrrad bewegen. Dazu braucht es Radschnellverbindungen und darauf abgestimmte gute Radwege in den Städten und Gemeinden."

Quelle: VM Baden-Württemberg am 27.05.2020

Zur kompletten Originalpressemitteilung im Fahrradportal

Baden-Württemberg: Modellprojekte im Landkreis Karlsruhe untersuchen Wirksamkeit von Radschutzstreifen

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) geht mit Unterstützung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg neue Wege: um den Radverkehr sicherer zu machen und das Radwegenetz auszubauen, werden in einem landesweiten Modellprojekt Radschutzstreifen außerorts und innerörtlich bei schmalen Kernfahrbahnen getestet. Schutzstreifen sind eine vergleichbar einfache Art und Weise, mittels Fahrbahnmarkierungen Radwege auszuweisen. Bislang sind in solchen Fällen Ausnahmegenehmigungen erforderlich.

Der Landkreis Karlsruhe beteiligt sich mit drei Maßnahmen an diesem Modellprojekt, das 2019 gestartet wurde. Als innerörtliche Maßnahme ist seit Sommer 2019 die Ubstadter Straße im Ortsteil Weiher beidseitig mit Schutzstreifen markiert. In der ersten Maiwoche wurden innerorts in Stettfeld die Markierungsarbeiten für die Schutzstreifen entlang der K 3584 durchgeführt, die überwiegend beidseitig geführt sind. Gleichzeitig wurden außerorts entlang der Kreisstraße 3586 beidseitig Schutzstreifen zwischen Zeutern und Östringen angebracht sowie Schilder aufgestellt, die auf die Teststrecke hinweisen. Die Landkreisverwaltung hat sich in Kooperation mit den Gemeinden für diese Strecken entschieden, da diese die verkehrlichen und baulichen Voraussetzungen erfüllen. So soll sich insbesondere außerorts die Verkehrsbelastung im Bereich von 4.000 Kfz pro Tag bewegen und der Fahrbahnquerschnitt zwischen 6,60 und 9,50 m liegen. Auch die Streckenführung über nahezu vier Kilometer Länge zwischen Zeutern und Östringen erfüllt die Rahmenbedingungen, um als eine Teilstrecke für dieses landesweite Projekt mit eingebunden zu sein. Während der Projektphase von drei Jahren wird das Fahrverhalten der übrigen Verkehrsteilnehmer in einer Vorher-Nachher-Analyse auf Geschwindigkeitsverhalten, Unfallgeschehen und den gebotenen Abstand zu den Radfahrern untersucht.

Bei einem Vor-Ort-Termin am 8. Mai 2020 nahmen Landrat Dr. Christoph Schnaudigel sowie die Bürgermeister Felix Geider, Östringen, und Tony Löffler, Ubstadt-Weiher, das Projekt in Augenschein. Der Landkreis Karlsruhe verspricht sich von diesem Projekt wichtige Hinweise für eine nachhaltige Radverkehrsförderung. "Mit verschiedenen Maßnahmen wie einem gut ausgebauten und flächendeckendem Radwegenetz, dem Bau neuer Radwege, dem Radverkehrskonzept, einem digitalen Radverkehrskataster oder auch einem elektronischen Routenplaner legt der Kreis einen besonderen Schwerpunkt auf den Radverkehr. Abhängig von den Ergebnissen des Modellprojekts sind in absehbarer Zeit Radschutzstreifen dann vielleicht die Regel und nicht mehr die Ausnahme. Wir erhoffen uns dazu wichtige Erkenntnisse aus dem Modellprojekt", so die Erwartungshaltung von Landrat Dr. Christoph Schnaudigel.

Der Landkreis Karlsruhe nimmt mit über 40 Prozent straßenbegleitender Wege an den Kreisstraßen landesweit die Spitzenposition ein und bewegt sich damit bundesweit im oberen Drittel. Radschutzstreifen können das bestehende Radwegenetz weiter verbessern.

Bürgermeister Tony Löffler freute sich über das Projekt. "Unser beharrliches Festhalten an der Absicht, eine alltagstaugliche Radfahrverbindung zwischen Zeutern und Östringen zu schaffen, hat nun zum Ziel geführt. Wir freuen uns beim Modellprojekt des Landes dabei zu sein. Wenn es sich in den nächsten Monaten zeigt, dass der Kfz-Verkehr den Schutzstreifen akzeptiert und alle Radfahrer ihr Ziel sicher und gut erreichen, haben wir ohne bauliche Anlage eine dauerhafte und unkomplizierte Lösung gefunden."

Auch Östringens Bürgermeister Felix Geider begrüßte die Anlegung der Radschutzstreifen als deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit für die Radfahrer, die zwischen Östringen und Zeutern unterwegs sind: "Östringen ist ansonsten mit allen anderen Nachbarorten bereits durch gut ausgebaute Radwege verbunden. Die letzte Lücke in diesem Netz bestand bislang in Richtung Zeutern und ist damit nun geschlossen."

Quelle: Landkreis Karlsruhe am 08.05.2020

Baden-Württemberg: Fahrradstraße Plöck in Heidelberg wird verlängert

Die Plöck gilt als eine der wichtigsten Fahrradverbindungen Heidelbergs. Seit 1993 ist der Teil vom Friedrich-Ebert-Platz bis zur Märzgasse sowie von der Schießtorstraße bis zur Sandgasse bereits Fahrradstraße. Nun soll die Plöck auch auf dem Abschnitt zwischen Sophienstraße und Friedrich-Ebert-Platz zur Fahrradstraße umgewandelt werden. Darüber wurde der Gemeinderat in der Sitzung am Donnerstag, 7. Mai 2020, informiert. Auf Wunsch des Gemeinderats soll der Beirat von Menschen mit Behinderungen (bmb) bei den Detailplanungen intensiv eingebunden werden. Außerdem sollen im Vorfeld erneut Gespräche mit den anliegenden Unternehmen geführt und bei den Detailplanungen soll der Schwerpunkt auf die Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger gelegt werden. Umgesetzt werden soll die Maßnahme noch 2020. Die Kosten für die neue Beschilderung und Markierung betragen rund 33.000 Euro.

Auf Fahrradstraßen haben Radfahrende Vorrang vor dem motorisierten Verkehr, der diese nicht behindern darf. Auch das Radeln nebeneinander ist möglich – in beide Richtungen, aber stets mit Rücksicht auf Fußgängerinnen und Fußgänger. Die Tempo-15-Zone und die Fußgängerzone zwischen Märzgasse und Schießtorstraße bleiben bestehen. 
 
Zum Hintergrund: Ziel der Einrichtung einer Fahrradstraße ist, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, den Radverkehr im Zuge der Verkehrswende zu stärken sowie Abgas- und Lärmemissionen zu senken. Das soll auch die Wohnqualität für Anwohnerinnen und Anwohner verbessern. In einer Machbarkeitsstudie, die 2016 von der Stadtverwaltung in Auftrag gegeben worden war, wurden 20 ausgewählte Straßen in Heidelberg auf ihre Eignung als Fahrradstraße geprüft. Neben der (weiteren) Umwandlung der Plöck und der Gaisbergstraße soll 2020 außerdem die Steubenstraße (Handschuhsheim) zur Fahrradstraße werden. Einen konkreten Zeitplan dafür gibt es allerdings noch nicht. Voraussichtlich 2021 sollen die Zeppelin- und Trübnerstraße folgen.

Quelle: Stadt heidelberg am 08.05.2020

Bayern: Sofortmaßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs in Regensburg

Schutzstreifen für Radler: Ende April 2020 hat die Stadt Markierungsarbeiten in der Universitätsstraße sowie in der Bischof-Wittmann-Straße vorgenommen. Diese kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen wurden in der Ausschusssitzung am 3. März 2020 im Rahmen des Beschlusses zur Umsetzung des Radentscheids durch die Verwaltung vorgestellt.

In der Universitätsstraße wurden sogenannte Schutzstreifen für Radler zwischen der Bischof-Konrad-Straße und der Seybothstraße markiert. Die Parkmöglichkeiten am südlichen Ende des Oberen Katholischen Friedhofs bleiben dabei erhalten. In der Bischof-Wittmann-Straße wurde im nördlichen Abschnitt eine Umweltspur eingerichtet. Hier teilt sich seit 30. April 2020 der Rad- und Busverkehr eine Spur, ähnlich wie in der Weißenburgstraße oder der Thundorferstraße. An der Simmernstraße endet diese Umweltspur. Danach wird der Radverkehr auf einem eigenen Radfahrschutzstreifen bis zum Radweg in der Augsburger Straße geführt.

"Beide Straßenabschnitte zeichnen sich durch einen relativ hohen Baumbestand aus, der die Straßenräume prägt", erklärt Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann. "Um diese Bäume zu erhalten und aufgrund der Enge des Straßenquerschnitts, erfolgt die Umsetzung der Maßnahmen durch Schutzstreifen. Dadurch wird der Straßenraum optisch weiter eingeengt, was zu einer Senkung der Geschwindigkeiten im Kfz-Verkehr führt und damit zu einer Verbesserung der Fahrradsicherheit."

Quelle: Stadt Regensburg am 08.05.2020

Hessen: Mehr Geld und mehr Personal für Radwege

"Radfahren ist nicht nur klimafreundlich, sondern auf vielen Wegen auch die schnellste Alternative. Wir sehen, dass das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel immer beliebter wird und wollen die Infrastruktur deutlich verbessern. Darum legen wir nochmal einen Zahn zu: Bis 2024 wollen wir insgesamt 244 Millionen Euro in die Verbesserung des Fuß- und Radverkehrs in Hessen investieren – das ist ein neuer Rekord", sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am 25. Mai 2020 in Wiesbaden. "Die Corona-Pandemie hat Hessens Wirtschaft hart getroffen. Umso wichtiger ist, dass wir als Land weiter in die Infrastruktur investieren und damit nicht nur den in den letzten Monaten noch einmal besonders stark wachsenden Radverkehr stärken, sondern auch die Wirtschaft stützen."

Seit Jahren wird in Hessen an guten Rad- und Fußwegen gearbeitet: Zwischen 2014 und 2019 wurde für den Bau von Radwegen an Landes- und Bundesstraßen sowie für die Förderung der Nahmobilität in Städten und Gemeinden insgesamt 111 Millionen Euro ausgegeben. "Das war schon eine größere Summe als in den Jahren zuvor. Wir stocken jetzt aber noch einmal kräftig auf: Allein an Landesmitteln stehen in den kommenden Jahren 176,5 Millionen Euro Bau- und Fördermittel für Radschnellverbindungen, Radwege an Landesstraßen und Fördermittel für die Nahmobilität in den Kommunen zur Verfügung. Hinzu kommen weitere 67,5 Millionen an Bundesmitteln für Radwege an Bundesstraßen, die vom Land Hessen verbaut werden sollen."

"Kein Radweg in Hessen scheitert an Geld. Aber Geld alleine hilft nicht, denn die Planung eines neuen Radwegs kann unter Berücksichtigung des notwendigen Baurechts zwei bis sechs Jahre dauern. Wir wollen mehr Tempo beim Radwegebau erreichen. Aus diesem Grund wurden zusätzlich zu den Radwegeprojekten, die im Rahmen der Sanierungsoffensive 2016-2022 geplant und gebaut werden, insgesamt 40 weitere Radwegeprojekte an Landesstraßen identifiziert, die recht zügig in Kooperation mit der jeweiligen Kommune umgesetzt werden können. Das ist auf großen Zuspruch vieler Kommunen gestoßen", sagte Al-Wazir.

Radwegebau jenseits von Landes- und Bundesstraßen ist wesentlich eine Aufgabe der Kommunen, die das Land auf vielfältige Weise unterstützt. Hauptakteur ist die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH), die das Verkehrsministerium im Jahr 2016 initiiert hat. Neben dem Erfahrungsaustausch und Fortbildungsangeboten stellt das Verkehrsministerium über die Arbeitsgemeinschaft für die Planung von Infrastruktur für den Fuß- und Radverkehr Planungshilfen, Musterlösungen und Leitfäden zur Verfügung: von der wegweisenden Beschilderung bis zur Gestaltung von Kreuzungen.

Erstmals systematische Zustandserfassung: "Für Radlerinnen und Radler spielt es keine Rolle, wer für den Radweg zuständig ist. Wichtig aber ist, dass die Wege eine vernünftige Qualität haben und den Anforderungen der unterschiedlichen Nutzergruppen genügen", sagte Al-Wazir. "Bei vielen Radverbindungen wissen wir allerdings bisher nicht genau, in welchem Zustand sie sind. Das ändern wir gerade: Seit diesem Jahr werden das gesamte Rad-Hauptnetz Hessen und die Hessischen Radfernwege abgefahren, erfasst und bewertet." Die 2.750 Kilometer langen Hessischen Radfernwege dienen in erster Linie dem Radtourismus. Das 2.900 Kilometer lange Rad-Hauptnetz wurde entwickelt, um erstmals eine systematische Netzplanung auch für Radwege zu initiieren. Damit haben die Kommunen eine gute Grundlage für die Planung regionaler und lokaler Netze – und auf dieser Basis sollen die Lücken nach und nach geschlossen werden. Bereits in den Jahren 2018 und 2019 wurden 2.600 Kilometer Radwege an Bundes- und Landesstraßen erfasst. Die Auswertung und Bewertung läuft aktuell.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 25.05.2020

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Hessen: Radschnellverbindung zwischen Frankfurt und Darmstadt weiter im Ausbau - Fertigstellung 2022 geplant

Weiterer Zuschuss für Radschnellverbindung Frankfurt - Darmstadt: Mit einem weiteren Zuschuss von rund 660.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Regionalpark RheinMain Südwest GmbH bei der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts der Radschnellverbindung Frankfurt – Darmstadt. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 1,1 Mio. Euro.

Teilstück kann voraussichtlich im Juni befahren werden: Die ersten 3,6 Kilometer der Radschnellverbindung wurden am 6. Juni 2019 eingeweiht, sie verbinden Egelsbach und den Darmstädter Stadtteil Wixhausen. Mit dem Ausbau des letzten Teilstücks bis zum Bahnhof in Wixhausen wird der erste Bauabschnitt abgeschlossen. Das rund 700 Meter lange Teilstück soll noch im Juni 2020 für den Radverkehr freigegeben werden.

Fertigstellung für 2022 geplant: Nach Abschluss der gesamten Baumaßnahme führt die Strecke der Radschnellverbindung auf 35 Kilometern von Darmstadt über Erzhausen, Egelsbach, Langen, Dreieich, Neu-Isenburg bis nach Frankfurt. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant. 

Radschnellverbindungen sind qualitativ hochwertige und leistungsstarke Radverbindungen, durch die gerade in Ballungsräumen neue Reichweiten für den Radverkehr erschlossen werden.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 12.05.2020

Hessen: Unterstützung bei Planung und Bau eines Radwegs in Rosbach

Mit rund 760.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Rosbach bei Planung und Bau eines neuen Radwegs zwischen Karben-Petterweil und Rosbach.
Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Dienstag in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 1,5 Mio. Euro.

Der Radweg wird völlig neu angelegt und auf drei Kilometern Rosbach und Ober-Wöllstadt mit Rodheim und Karben-Petterweil verbinden. In drei Bauabschnitten wird ein drei Meter breiter, durchgehend asphaltierter Weg für Radfahrer und Fußgänger entstehen.   

Beginn der Planung voraussichtlich im Mai: Voraussichtlich wird die Planung im Mai 2020 beginnen. Die Bauarbeiten sollen im Dezember 2021 abgeschlossen sein.  

Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 12.05.2020

Hessen: Stadt Frankfurt am Main markiert Radwege an drei großen Kreuzungen

Es leuchtet in kraftvollem Rot: Die Stadt Frankfurt hat an drei belebten Kreuzungen die Radwege mit Farbe markiert. Damit setzt die Stadt konsequent ihren Weg fort, die Voraussetzungen für den Radverkehr zu verbessern. "Schnell dafür zur sorgen, dass Radfahrer besser an stark befahrenen Straßen zu sehen sind, ist der erste Schritt. In einem zweiten prüfen wir, ob weitere Umbauten gerade an Kreuzungen nötig und sinnvoll sind. So ist es auch im Stadtverordnetenbeschluss zur Fahrradstadt Frankfurt vorgesehen", sagt Verkehrsdezernent Klaus Oesterling.

An der Kreuzung Marbachweg und Eckenheimer Landstraße im Frankfurter Nordosten fließt viel Verkehr ineinander, je Fahrtrichtung gibt es zwei Spuren, hinzu kommt die Stadtbahn – Radfahrer können schnell übersehen werden. An dieser Kreuzung kam es 2019 zu einem tödlichen Unfall, ein Radfahrer wurde von einem rechts abbiegenden LKW erfasst. Um die Unfallgefahr zu minimieren, wurden in Abstimmung mit der städtischen Unfallkommission Änderungen vorgenommen. Entsprechend sind nun Markierungen angepasst und einzelne Abschnitte rot markiert, um die Sichtbarkeit des Radverkehrs zu verbessern. Aus einem Schutzstreifen wurde ein Radfahrstreifen, die Haltelinie wurde vorgezogen und ein Aufstellbereich für Radfahrer eingerichtet. Insgesamt wurden 140 Meter Radweg markiert, das entspricht einer Fläche von 300 Quadratmetern.

Neu hinzugekommen sind zudem die Knotenpunkte Eckenheimer Landstraße/ Nibelungen- beziehungsweise Adickesallee (auf Höhe der Deutschen Nationalbibliothek) sowie Nibelungenplatz. An Letzterem kreuzen sich Nibelungenallee und Friedberger Landstraße. In den beschriebenen Fällen sind es mehrspurige Hauptstraßen mit großem Verkehrsaufkommen, die sich kreuzen. An beiden Kreuzungen wurden nun auf einer Fläche von zusammen rund 800 Quadratmetern die Radwege rot markiert und somit besser sichtbar gemacht.

Die Markierungen werden von Fachfirmen im Auftrag des Amts für Straßenbau und Erschließung (ASE) aufgetragen. "Aufgrund der Corona-Beschränkungen sind derzeit weiterhin weniger Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs. Wir nutzen das, um möglichst zügig weitere Maßnahmen im Stadtgebiet umzusetzen", erklärt Amtsleiterin Michaela Kraft.

Quelle: Stadt Frankfurt am Main am 07.05.2020

Hessen: Neue Fahrradstraße in Offenbach

Die neue Fahrradstraße im Nordend ist fast fertig: Nachdem die Taunusstraße zwischen dem Nordring am Hafen und der Domstraße instandgesetzt wurde, begannen am 11. Mai 2020 die Markierungsarbeiten. Nach der Umgestaltung im Rahmen des Projekts Bike Offenbach, die voraussichtlich etwa eine Woche dauert, gelten dort die Regelungen für Fahrradstraßen: Eine reine Durchfahrt für Autofahrer ist nicht mehr erlaubt.

Auf den Fahrradstraßen hat der Radverkehr Vorrang – und damit auch Vorfahrt an Kreuzungen – Radelnde dürfen nebeneinanderfahren, und es gilt maximal Tempo 30 für alle. Für Autofahrer heißt es:  "Anlieger frei", wodurch auch das Nordend insgesamt als Wohngebiet gestärkt wird. Die neue Fahrradstraße trägt dazu bei, das dichtbewohnte Viertel zu beruhigen, indem der Durchfahrtsverkehr auf die Hauptverkehrsachsen (Goethe- und Nordring, Hafenallee, Kaiserstraße und Berliner Straße) umgeleitet wird, die genügend Kapazität aufweisen.

Am Anfang und Ende der Taunusstraße werden Infowürfel aufgestellt, die auf die neue Fahrradstraße und die damit verbundenen Regeln hinweisen. Das städtische Team von Bike Offenbach bittet Anwohnerinnen und Anwohner sowie alle Verkehrsteilnehmende um Geduld und Verständnis, da neue Verkehrsregelungen immer ihre Zeit benötigen, bis sie allgemein erkannt und akzeptiert werden.

In der Taunusstraße setzt das Projektteam von Bike Offenbach erstmals die Gestaltungsentwürfe der Hochschule für Gestaltung Offenbach um: Die sogenannte "dooring zone" als Abstandshinweis zu den parkenden Autos wird mit schrägen blauen Strichen markiert – analog des Vorschlags, der bei einer Umfrage der Frankfurter Goethe-Universität 2019 mit Abstand am besten abschnitt. Die Rotmarkierungen am Beginn und Ende der Fahrradstraße verlaufen ebenfalls schräg, damit sie noch besser wahrgenommen werden. Zudem gibt es auf der Fahrbahn neue Piktogramme, die dem Verkehrszeichen "Fahrradstraße" nachempfunden sind.

Von der Umgestaltung der Taunusstraße profitieren auch zahlreiche Kinder und Jugendliche sowie Lehrerinnen und Lehrer der Hafenschule und der Goetheschule, die nun deutlich besser und sicherer mit dem Rad zu den Schulen gelangen.

Um die Fahrradachse 1 des Projekts Bike Offenbach in Richtung Süden fortzuführen, wurde entlang des Parkplatzes zwischen der Domstraße und Berliner Straße ein neuer Radweg eingerichtet. Mittelfristig führt diese Achse vom Offenbacher Hafen über den Stadtteil Lauterborn bis nach Neu-Isenburg.

Quelle: Stadt Offenbach am Main am 07.05.2020

Hessen: Mehr Sicherheit durch vorgezogene Haltlinien in Gießen

Mitte April 2020 begannen an den Verkehrs-Knotenpunkten in der Frankfurter Straße/Ecke Friedrichstraße sowie Frankfurter Straße/Ecke Klinikstraße Arbeiten an den Straßenmarkierung, um den Radverkehr sicherer zu gestalten.  "Die Maßnahmen dienen dazu, die Konflikte zwischen geradeausfahrendem Radverkehr und (wartepflichtigem) rechts abbiegenden Kfz-Verkehr zu entschärfen", informierte Verkehrsdezernent Bürgermeister Peter Neidel.

Die Haltlinien für den Kraftfahrzeugverkehr werden gegenüber denen des Radverkehrs deutlich zurückgenommen, damit dieser nicht im toten Winkel zum Beispiel von LKWs zum Stehen kommt. In der Frankfurter Straße erhalten Radfahrer zudem vor dem Kfz-Verkehr grün, damit sie früher die Konfliktfläche erreichen als abbiegender Kfz-Verkehr. Die speziellen Radsignalgeber sind an den beiden ampelgesteuerten Kreuzungen bereits montiert. Nun folgen die Markierungen, die für mehr Sicherheit sorgen.

In den Seitenstraßen werden aufgeweitete Radaufstellstreifen (ARAS) mit Vorbeifahrstreifen markiert. Nur so bringt der ARAS auch linksabbiegendem Radverkehr etwas. Auf dem ARAS stellen sich Radfahrer nebeneinander vor den wartenden Kfz auf und sind damit im Blickfeld. Das ist insbesondere bei LKWs und Bussen ganz wichtig. Zur eigenen Sicherheit sollten sich Radfahrer niemals neben Schwerverkehr aufstellen. Im Pulk geben sie dann auch schneller den Weg für rechtsabbiegende Kfz frei als hintereinander fahrend. Damit kann der rechtsabbiegende Verkehr besser abfließen.

Hat die Ampel aber schon auf "Grün" geschaltet, bringen weder vorgezogene Haltlinie noch ARAS einen Sicherheitsgewinn für den Radverkehr. Auch wenn geradeausfahrender Radverkehr Vorfahrt gegenüber rechtsabbiegendem Kfz-Verkehr hat, sollten sich Radfahrer insbesondere bei LKWs zur eigenen Sicherheit nicht darauf verlassen und davon absehen, bereits rollende Fahrzeuge rechts zu überholen.

Nicht jeder Radfahrer fühlt sich sicher genug, über eine Fahrspur auf die Linksabbiegespur zu wechseln. Deshalb werden zum ersten Mal in Gießen zusätzlich auf der Hauptstraße Angebote für das indirekte Linksabbiegen geschaffen. Wer nicht direkt abbiegen möchte, bleibt rechts auf dem Radfahrstreifen, fährt zunächst auf der markierten Radfurt geradeaus über die Kreuzung und bleibt anschließend auf dem mit einem Fahrradpiktogramm und Linksabbiegepfeil versehenen Aufstellbereich rechts davon stehen. Dort wartet man, bis das separate Radsignal "Grün" zeigt und quert dann die Straße mit dem kreuzenden Verkehrsstrom aus der Seitenstraße - natürlich mit Grünvorlauf. Die Wahlmöglichkeit wird mit einem Hinweisschild vorangekündigt. Das indirekte Linksabbiegen dauert in der Regel länger als das direkte, ist dafür aber gesichert und konfliktfrei.

Diese Maßnahmen sollen im Jahr 2020 an 13 weiteren Kreuzungen im Stadtgebiet umgesetzt werden, damit Radler sicherer unterwegs sein können, kündigte Bürgermeister Neidel an.

Quelle: Stadt Gießen am 01.05.2020

Hessen: Stadt Fulda realisiert in zwei Jahren fünf größere Projekte für den Radverkehr / Mehr als sieben Kilometer neue Radwege und verbesserte Beschilderung

Radfahren in Fulda gewinnt immer mehr an Bedeutung – sowohl das Alltagsradfahren als auch das Freitzeitradeln. Die Stadt Fulda hat in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen zum Ausbau und der Verbesserung des Radwegenetzes getätigt. Allein in den vergangenen zwei Jahren konnten fünf größere Projekte zur Förderung des Radverkehrs abgeschlossen werden. Insgesamt wurden seit Beginn 2018 mehr als sieben Kilometer Radweg neu gebaut, die Stadt Fulda hat dafür rund 1,6 Millionen Euro in die Hand genommen, hinzu kommen Fördergelder des Landes Hessen.

Eines dieser Projekte ist der Radweg von Maberzell ins Gewerbegebiet Münsterfeld. Bei einem Vor-Ort-Termin trafen sich jetzt Stadtbaurat Daniel Schreiner und einige der zuständigen Mitarbeiter mit Vertretern der IG Münsterfeld. "Es ist uns eine Freude, dass der langgehegte Wunsch der Gewerbetreibenden hier im Münsterfeld endlich wahrgeworden ist“, sagte der Stadtbaurat. Peter Uth, Vorsitzender der IG Münsterfeld, erinnert sich: „Die verkehrsmäßige Anbindung des Gewerbegebietes in alle Richtungen war eine unserer ersten Forderungen bei der Gründung der IG. Schön, dass es nun endlich geklappt hat." Mit dem 720 Meter langen Radweg besteht nun eine direkte Verbindung vom Münsterfeld nach Maberzell und Horas. Von Haimbach aus bietet sich nun eine direkte Verbindung in den Ortskern von Maberzell. Auch der DAFKS Fulda profitiert von der neuen Verbindung, der Weg zum Vereinsgelände von Westen her sei nun deutlich kürzer geworden, so Vorsitzender Winfried Jäger.

Nicht weit entfernt befindet sich der erst kürzlich komplettierte Radweg zwischen den Stadtteilen Haimbach und Mittelrode. Die Planungen hatten bereits im Jahr 2014 begonnen. Da der Stadt jedoch zunächst nicht alle benötigten Grundstücke zur Verfügung standen, wurde im Jahr 2015 zuerst ein Abschnitt von der Ortsgrenze Haimbach in Richtung Westring gebaut. In den Folgejahren konnten die notwendigen Voraussetzungen dafür geschaffen werden, auch den verbliebenen Abschnitt bis nach Mittelrode fertigzustellen.

Der Lückenschluss des stark frequentierten Radwegs R1 im Stadtteil Niesig konnte bereits in der ersten Jahreshälfte 2019 realisiert werden. Dort bestand aufgrund langwieriger natur- und wasserrechtlicher Verfahren im Abschnitt zwischen Mackenrodtstraße und „An St. Ottilien“ eine Lücke im stark frequentierten Radwegenetz. Der bisher unbefestigte Wirtschaftsweg wurde auf drei Meter verbreitert und asphaltiert.

Ebenfalls bereits vorhandene Wirtschaftswege wurden für eine landschaftliche besonders reizvolle Radverbindung genutzt: Als Gemeinschaftsmaßnahme mit der Gemeinde Neuhof wurde der Gieseltalradweg gebaut. Der mit ca. 4,5 Kilometer längste neue Radweg verläuft nahezu ohne Steigungen von der Stadtgrenze durch das idyllische Gieselbachtal nach Johannesberg, wo unterhalb der Propstei der direkte Anschluss an den Radweg R1 in der Fuldaaue geschaffen wurde.  Das Projekt wurde in sechs Teilabschnitten 2018 und 1019 umgesetzt.

Komplettiert wurden die Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs durch eine neue und verbesserte Beschilderung bereits vorhandener und für Radfahrende nutzbarer Wegeverbindungen in Zusammenarbeit mit dem Landkreis. Zwischen Mai und September 2018 wurden an ca. 500 Standorten neue Wegweiser aufgestellt und eine abgestimmte Beschilderung angebracht. „Diese neuen Wegweiser stellen nicht nur eine Verbesserung für den touristischen und Freizeit-Radverkehr dar, sondern bieten auch Alltagsradlern neue und sicherere Alternativrouten durch die Stadt und das Umland“, so Stadtbaurat Daniel Schreiner.

Quelle: Stadt Fulda am 07.05.2020

Hessen: Zuschuss für Fuß- und Radweg in Baunatal Förderung nach Richtlinie Nahmobilität

Mit rund 136.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Gemeinde Baunatal beim Ausbau des Fuß- und Radweges an der Birkenallee im Stadtteil Baunsberg. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 227.000 Euro. 

Das rund 100 Meter lange Teilstück führt von der Straßenbahnhaltestelle an der Birkenallee über Treppen und steile Rampen zum Kinder- und Familienzentrum KIFAZ. Mit dem Ausbau wird der Weg für den Rad- und Fußverkehr auf 2,5 Meter verbreitert und schafft damit eine sichere und barrierefreie Verbindung auch zum Öffentlichen Nahverkehr. Mit dieser Fördermaßnahme unterstützt das Land Hessen die kontinuierliche Weiterentwicklung von durchgehenden Fuß- und Radwegeverbindungen im Wohngebiet Baunsberg.

Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 20.05.2020

Hessen: Zuschuss für Radverkehrskonzepte im Landkreis Marburg-Biedenkopf

Mit 87.500 Euro unterstützt das Land Hessen den Landkreis Marburg-Biedenkopf bei der Erstellung von Radverkehrskonzepten für die Städte Biedenkopf, Biedenkopfs Stadtteil Wallau, Gladenbach, Kirchhain und Wetter. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 125.000 Euro. 

Bereits 2018 hat der Landkreis mit einer breit angelegten Bürgerbeteiligung ein kreisweites Radverkehrsnetz erarbeitet, das nun sukzessive umgesetzt wird. Darauf aufbauend entwickeln nun die Städte und Gemeinden ihre innerörtlichen Netze für die Fahrradmobilität. Mit der Umsetzung der Konzepte sollen für den Radverkehr auch im ländlich geprägten Raum bessere und sichere Bedingungen geschaffen werden. 

Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 20.05.2020

Hessen: Land unterstützt den Hochtaunuskreis bei der Erstellung eines Radverkehrskonzeptes

Mit 54.000 Euro unterstützt das Land Hessen den Hochtaunuskreis bei der Erstellung eines Radverkehrskonzeptes. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Freitag in Wiesbaden mit. Das Land trägt damit über die Hälfte der Gesamtkosten.

Ziel ist die Entwicklung eines kreisweiten Radverkehrsnetzes, das Orte mit mehr als 500 Einwohnern und nicht mehr als 10 Kilometer Abstand voneinander direkt verbindet. Es berücksichtigt dabei Ortskerne, Bahnhöfe und zentrale Bushaltestellen.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 29.05.2020

Mecklenburg-Vorpommern: Teilstück von Rostocks erstem Radschnellweg eingeweiht

Rostocks erster Radschnellweg wurde am 8. Mai 2020 im Uni-Campus in der Albert-Einstein-Straße eröffnet. Bei schönstem Wetter haben Energieminister Christian Pegel, OB Claus Ruhe Madsen, Uni-Rektor Prof. Wolfgang Schareck und Rostocks Infrastruktursenator Holger Matthäus das 1 km lange Teilstück eingeweiht. Das Vorhaben ist Bestandteil des perspektivisch 24 km langen Radschnellwegenetzes in Rostock. Der 3 m breite Premium-Radweg verläuft völlig störungsfrei, weist eine dynamische LED-Beleuchtung und eine automatische Zählstelle auf. Der Abschnitt ist Bestandteil einer Radschnellwegverbindung, die perspektivisch von Warnemünde bis zum Hauptbahnhof führen soll.

"Mit diesem ersten Abschnitt setzen wir neue Standards für die Infrastruktur unseres Radverkehrs. Physikalisch würde ich es als Rostocker Quantensprung bezeichnen. Ursprünglich kommt die Idee der Radschnellwege ja aus Dänemark und Holland und jetzt ist auch unsere Stadt mit Begeisterung dabei", freut sich Senator Holger Matthäus, der selbst gern in die Pedale steigt. "Die neue Trasse, die perspektivisch die Südstadt und den Hauptbahnhof mit unserem Seebad Warnemünde verbinden soll, fördert umweltfreundliches Radeln und verringert den motorisierten Verkehr zugunsten des Klimaschutzes. Auch unsere Studierenden profitieren davon, da die Strecke an das Campusgelände angebunden ist", so der Senator.

Der derzeit 1.000 Meter lange Abschnitt verbindet als selbständig geführter Radweg am Uni-Campus entlang die Satower Straße mit der Erich-Schlesinger-Straße. Dank der besonders sicheren, separaten Streckenführung sind Radfahrende komplett vom Kfz-Verkehr getrennt, Konflikte zwischen Auto und Rad faktisch ausgeschlossen. Darüber hinaus quert die Trasse in ihrem Verlauf keine Straßen, so dass auf der gesamten Strecke ohne Stopp komfortabel und schnell durchgefahren werden kann.

Zur Verkehrssicherheit insbesondere des Alltagsradverkehrs wurde der Radschnellweg mit LED-Beleuchtung und einem Lichtsteuerungssystem der Firma Leipziger Leuchten ausgestattet. Dabei werden beim Einfahren eines Radfahrers in den Erfassungsbereich Informationen über Infrarot-Sensoren von einer Leuchte an die nächsten weitergegeben, die sich dann in Bewegungsrichtung zuschalten. Nach einer voreingestellten Haltezeit wird das Beleuchtungsniveau wieder auf den niedrigen Ausgangswert zurückgesetzt. Damit kann in wenig genutzten Zeiten erheblich Energie gespart werden. Darüber hinaus wurden 80 Meter des Gehweges in der Satower Straße neu gepflastert, um Fußgänger und Radfahrende sicher zu trennen.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützte den von der Firma STRABAG umgesetzten Bau des Radwegeabschnittes zu 75 Prozent aus Mitteln des "Europäischen Fond für regionale Entwicklung" (EFRE) zur Förderung von Vorhaben innerhalb des operationellen Programms 2014-2020 des Landes Mecklenburg-Vorpommern - Investitionen in den Bau von Radwegen in kommunaler Baulast. Das Vorhaben war 2019 öffentlich ausgeschrieben worden.

Als Wirtschafts-, Tourismus- und Bildungszentrum in Mecklenburg-Vorpommern plant die Hanse- und Universitätsstadt die Infrastruktur des Radverkehrs schnell auszubauen. Dazu war in einem Rostocker Konzept zur Förderung des Radverkehrs unter anderem ein Radschnellwegenetz entwickelt worden. Bereits im Rostocker Mobilitätsplan Zukunft (MOPZ) hatte man die Radschnellwegebeziehung von Warnemünde über die Südstadt bis zum Hauptbahnhof als Projekt mit hoher Priorität gekennzeichnet.

Quelle: Stadt Rostock /  Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 08.05.2020

Mecklenburg-Vorpommern: Radweg entlang der B109 zwischen Groß Bisdorf und der Ortsumgehung Levenhagen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) freigegeben

Nach rund neunmonatiger Bauzeit wurde der ca. 3,4 Kilometer lange erste Bauabschnitt des straßenbegleitenden Radwegs an der Bundesstraße 109 und dem westlich an die Autobahn A 20 angrenzenden Abschnitt der Landesstraße 26 fertiggestellt. Der in beiden Fahrtrichtungen nutzbare Radweg wurde in 2,50 Meter Breite mit einer Asphaltdecke gebaut. Durch die getrennte Verkehrsführung von Kfz- und Radverkehr wird die Verkehrssicherheit auf diesem stark genutzten Autobahnzubringer deutlich verbessert.

Als Ausgleichsmaßnahme für Eingriffe in die Natur soll an der L 26 und an der B 109 beidseitig eine Allee mit insgesamt 410 Bäumen gepflanzt werden. Außerdem werden am Feldweg von Wüsteney nach Barkow Einzelbäume gepflanzt und ein Stillgewässer renaturiert.

Die Gesamtkosten für diesen Bauabschnitt betragen ca. 1,45 Millionen Euro. Die Kosten für den ca. 2,7 Kilometer langen Radwegteil an der B 109 in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro trägt der Bund. Die Kosten des 665 Meter langen Radwegs an der L 26 in Höhe von ca. 254.000 Euro werden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Diese Maßnahme ist Bestandteil des Lückenschlussprogramms des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Radwege an Landesstraßen.

Der zweite Bauabschnitt vom Ende der Ortsumgehung Levenhagen bis zum Beginn der Ortsumgehung Greifswald mit einer Länge von 3,9 Kilometern soll voraussichtlich im November 2020 in Angriff genommen werden. Nach Abschluss auch dieser Maßnahme wird eine durchgehende sichere Radverkehrsverbindung zwischen der Gemeinde Süderholz und der Hansestadt Greifswald hergestellt sein.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 27.05.2020

Niedersachsen: Fußgängerzone in Meppen für Radverkehr freigegeben

Die Fußgängerzonen Markt/Hasestraße, Bahnhofsstraße und Zum Stadtgraben dürfen bislang nur in dem Zeitraum von 18.00 bis 9.30 Uhr von Fahrradfahrern durchfahren werden. Nun wird die Fußgängerzone Zum Stadtgraben ohne zeitliche Beschränkung für den Radverkehr freigegeben.

Damit ist der Rat der Stadt Meppen einem Antrag der Ratsfraktionen BfM/FDP und Bündnis 90/Die Grünen gefolgt. Durch die Freigabe des Bereichs Zum Stadtgraben soll die Attraktivität des Fahrrades als Verkehrsmittel gesteigert werden. "Aufgrund der großzügigen Breite der Fußgängerzone Zum Stadtgraben ist der Bereich für eine zeitlich unbegrenzte Freigabe des Rundverkehrs gut geeignet", so Bürgermeister Helmut Knurbein. "Ich weise jedoch darauf hin, dass ein rücksichtvolles Miteinander von Fahrradfahrern und Fußgängern unbedingt erforderlich ist."

Um dies zu gewährleisten, gilt in der Fußgängerzone Schrittgeschwindigkeit. Die Geschwindigkeitsbegrenzung ist sowohl durch Fahrer von mit eigener Kraft angetriebenen Fahrrädern als auch von Pedelecs zu beachten. Ebenso müssen Inlineskater, Skateboard-Fahrer oder Benutzer von Tretrollern die Schrittgeschwindigkeit einhalten. Das Befahren der Fußgängerzone Zum Stadtgraben mit dem E-Skooter ist nicht gestattet.

Für die Fußgängerzonen Markt/Hasestraße und Bahnhofsstraße gilt weiterhin die zeitlich begrenzte Freigabe für den Radverkehr von 18.00 bis 9.30 Uhr.

Quelle: Stadt Meppen am 12.05.2020

Nordrhein-Westfalen: Neue Radverkehrsanlage Franklinbrücke/Rethelstraße in Düsseldorf

Eine weitere Lücke im Radwegenetz wird geschlossen: Am 2. Juni 2020 beginnt das Amt für Verkehrsmanagement der Landeshauptstadt mit den Arbeiten für die neue Radverkehrsanlage Franklinbrücke/Rethelstraße. Auf der Franklinbrücke markieren die Arbeiter dann beidseitig einen Radfahrstreifen. Dafür entfällt jeweils der rechte Fahrstreifen der Fahrbahn. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit des Autoverkehrs entsteht laut den Verkehrsmanagern dadurch nicht. Zudem werden die Anschlüsse an die Bagel-, Moltke-, Rethel- und Humboldtstraße radfahrgerecht ausgebaut.

An der Kreuzung Franklinbrücke/Bagelstraße/Moltkestraße wird in der Bagelstraße ein Radfahrstreifen für den nach rechts Richtung Franklinbrücke und den nach links Richtung Moltkestraße abbiegenden Radverkehr angeboten. Zur Erhöhung der Aufmerksamkeit werden die Radfahrstreifen sowohl in der Bagel- als auch in der Moltkestraße rot eingefärbt. Für den links abbiegenden Radverkehr von der Franklinbrücke in die Bagelstraße ist ein geschütztes Abbiegen über eine indirekte Radverkehrsführung im Seitenraum vorgesehen.

"Dieses Projekt ist Bestandteil des stadtweiten Radhauptnetzes und wir schließen damit eine Lücke im Radverkehrsnetz. Mit dem geplanten Umbau wird der Netzanschluss von der Bagelstraße an die Rethelstraße bis zur Achenbachstraße geschaffen", erklärt Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke.

Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf rund 1,17 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist nach aktuellem Planungsstand für Oktober 2021 geplant. Im Rahmen der Förderung des Radverkehrs schreitet der Ausbau des Radhauptnetzes auch dank dieses Projektes kontinuierlich voran. Weitere Informationen zum Ausbau des Radhauptnetzes, sowie zu aktuellen Aktivitäten stehen online unter www.duesseldorf.de/Radschlag zur Verfügung.

Quelle: Landeshauptsatdt Düsseldorf am 29.05.2020

Nordrhein-Westfalen: Arbeiten am ersten Kilometer des kommunalen Radschnellwegs der Stadt Monheim am Rhein haben begonnen

Der erste Bauabschnitt verläuft von der Düsseldorfer Stadtgrenze, am Übergang des Garather Wegs in den Hellerhofweg, entlang der Kleingartenanlagen "Baumberger Feld" und "Knipprather Busch" über den Holzweg bis zur Hegelstraße. Ganz im Norden, zwischen den beiden Baumberger Kleingartenanlagen im Westen und den beiden Hellerhofer Anlagen im Osten, wird vom Garather Weg aus künftig zunächst eine vier Meter breite Fahrradstraße verlaufen, die jedoch schnell in einen ebenso breiten Radweg mit parallel dazu verlaufendem Fußweg übergehen wird.

Vom Minikreisel im Übergang Europaallee/Holzweg geht es dann zwischen dem künftig im oberen Teil als Fahrradstraße ausgewiesenen Landecker Weg und der Hegelstraße, auf dem hier bereits seit vielen Jahren bestehenden gemischten Fuß- und Radweg, zwischen den Häusern hindurch weiter. Auch dieser Abschnitt wird von heute zweieinhalb auf vier Meter Breite ausgebaut, um den hohen Ansprüchen zu genügen.

Die Arbeiten werden sukzessive von Norden nach Süden umgesetzt. Bereits im dritten Quartal 2020 ist die Fertigstellung des ersten Abschnitts geplant. Im direkten Anschluss soll es noch dieses Jahr mit den Tiefbauarbeiten in einem zweiten Abschnitt weitergehen. Dann wird die Benrather Straße bis zur Berghausener Straße zur Fahrradstraße umgebaut. Nach Überquerung der Baumberger Straße wird es dann entlang der Berghausener Chaussee auf ebenfalls noch zu verbreiternder Fahrradstrecke weitergehen.
 
Komfortabel und schnell wird der Radschnellweg Radlerinnen und Radler so künftig nahezu gradlinig durch das gesamte Stadtgebiet führen, um, von Norden aus kommend, erst an der Stadtgrenze zu Leverkusen, in Höhe Alfred-Nobel-Straße, zu enden. Es gibt erste Abstimmungen mit der Stadt Leverkusen, den Weg auch von dort aus dann noch weiter fortzusetzen.

Um das Radfahren auch über längere Distanzen attraktiv zu gestalten, arbeitet die Stadt Monheim am Rhein mit den Städten Neuss, Düsseldorf und Langenfeld an einer gemeinsamen Radschnellwegverbindung.

Die Standards für einen Radschnellweg übertreffen deutlich die Anforderungen an einen üblichen Radweg. Breiten von zwei bis drei Metern pro Fahrtrichtung, direkte Linienführung, Trennung zwischen Fuß- und Radverkehr, überwiegende Vorfahrt an Kreuzungen und hohe Belagsqualität machen Radschnellwege zu leistungsfähigen und komfortablen Verkehrsanlagen für Radfahrerinnen und Radfahrer. Ziel ist es, mit diesen baulichen Maßnahmen den Radverkehr als Alternative zum Auto zu stärken.

Der Monheimer Radschnellweg wird durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Der erste Förderbescheid für den nördlichen Abschnitt traf im September 2019 ein. Mit Zusage der Fördermittel startete die Planung für den Ausbau, sodass nun mit dem Bau begonnen werden konnte.

Quelle: Stadt Monheim am Rhein am 05.05.2020

Nordrhein-Westfalen: Emissionsfreie Innenstadt Dortmund - Zwei Fahrradstraßen sollen in der Innenstadt-Ost entstehen

In der östlichen Innenstadt sollen neue Fahrradstraßen entstehen: Die Stadt plant, Arndtstraße und Lange Reihe für den Radverkehr attraktiver zu machen. Damit könnten die Dortmunder*innen noch schneller und einfacher mit dem Fahrrad von der Innenstadt-Ost in die City gelangen - eine Modellmaßnahme.

Im Rahmen des Förderprojektes "Emissionsfreie Innenstadt" ist geplant, die bestehenden Fahrradachsen Arndtstraße (zwischen Heiliger Weg und Goebenstraße) und Lange Reihe (vom östlichen Ende bis Von-der-Tann-Straße) in Fahrradstraßen umzuwandeln. Dazu müssen Beschilderung und Fahrbahnmarkierungen geändert sowie Parkregelungen neu geordnet und überwacht werden.

Der Verwaltungsvorstand hat sich in seiner Sitzung am 12. Mai 2020 mit dem Thema befasst und schlägt dem Rat der Stadt Dortmund die Umsetzung der Fahrradstraßen vor. Die Maßnahme soll ein Modell für künftige Fahrradstraßen sein, die weitere Wohnquartiere mit der City verbinden sollen.

Die Förderung des Radverkehrs ist ein Schwerpunkt der Umsetzungsstrategie zur emissionsfreien Innenstadt. Gerade im Hinblick auf die zu erwartende Zunahme von Pedelecs sollen mehrere Fahrradachsen in Form von Fahrradstraßen geschaffen werden. Die Trassen werden in Nebenstraßen, in Form von Fahrradstraßen, verlaufen. Das Radfahren soll fließend, sicher, richtlinienkonform - und damit attraktiver - werden.

Der Ausbau der Arndtstraße zwischen Goebenstraße und Heiliger Weg erleichtert die Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem Fahrrad aus östlicher Richtung. Auf dieser Route von der Goebenstraße entlang der Arndtstraße bis zum Ostwall kann der Radverkehr unabhängig von den Hauptverkehrsstraßen geführt werden. Darüber hinaus führt die Olpe als Verlängerung der Arndtstraße direkt auf den Friedensplatz und damit zu zentralen Zielen in der Innenstadt.

Aktuell gilt in der Arndtstraße von der Goebenstraße bis zum Heiligen Weg für den Kfz-Verkehr eine Einbahnstraßenregelung stadtauswärts. Durch Beschilderung und Markierung wird die Straße in diesem Abschnitt zur Fahrradstraße umgestaltet, die für den Kfz-Verkehr weiterhin nur im Einrichtungsverkehr freigegeben ist, der Radverkehr in Gegenrichtung wird jedoch zugelassen.

Zwischen der Straße Heiliger Weg und dem Ostwall gilt für den Kfz-Verkehr eine Einbahnregelung in Richtung City. Für den Radverkehr ist die Einbahnstraße in Gegenrichtung freigegeben. Der Radverkehr in Gegenrichtung wird auf einem rot eingefärbten Schutzstreifen auf der Fahrbahn entlang der parkenden Autos geführt.

Die Straße Lange Reihe erstreckt sich in der östlichen Innenstadt vom Spielplatz Düsterstraße/Kirschbaumweg bis Einmündung Von-der-Tann-Straße.

Im Osten besteht über den Kirschbaumweg eine Verbindung zu den angrenzenden Grünanlagen, den weiter östlich gelegenen Wohngebieten und dem geplanten so genannten Gartenstadtradweg. Im Westen überquert die Straße Am Ostpark den Bananenradweg. Dieser führt zusammen mit dem anschließenden Hundeweg von der östlichen Innenstadt weitestgehend straßenunabhängig bis nach Hörde. Zukünftig soll außerdem der Radschnellweg (RS1) voraussichtlich entlang der Bahntrasse der S-Bahnlinie S4 führen. Die Lange Reihe bildet eine Ergänzung und kann als Zubringer für das Wohngebiet nördlich der RS1-Trasse dienen.

Im Rahmen des Förderprojektes werden die Beschilderung und Markierung der Fahrradstraße sowie die damit einhergehende Neusortierung des ruhenden Verkehrs umgesetzt.

Um die für eine Fahrradstraße notwendigen Mindestmaße von 4,50 Metern plus Sicherheitsraum zu parkenden Fahrzeugen zu erreichen, muss in der Langen Reihe das Parken in manchen Abschnitten geändert werden. In der Arndtstraße muss das heute bereits angeordnete, jedoch nicht eingehaltene Längsparken verstärkt kontrolliert und im Zweifel auch geahndet werden. Im Sinne des Förderprojektes Emissionsfreie Innenstadt sollen dafür die Verkehrskontrollen im Rahmen der Einführung der Fahrradstraßen ausgeweitet werden.

Für eine möglichst große Akzeptanz und die Einhaltung der Neuregelungen wird mit angepasstem Informationsmaterial umfassend über die geltenden Verkehrsregeln in Fahrradstraßen sowie die vorgeschriebene Parkanordnung informiert.

Nach der politischen Beteiligung erfolgt die Ausschreibung und Vergabe noch in diesem Jahr. Eine Umsetzung ist für Anfang 2021 geplant. Die Kosten für die Umgestaltung der Fahrradstraßen in Höhe von voraussichtlich 86.000 Euro werden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zu 80 Prozent durch Landes- und Fördermittel der Europäischen Union refinanziert.

Quelle: Dortmund am 12.05.2020

Nordrhein-Westfalen: Bad Honnef kann mit der Umsetzung der ersten Bausteine des neuen Radverkehrskonzepts beginnen

Gute Nachrichten für Radfahrer und Freunde der klimafreundlichen Mobilität im Stadtgebiet: Ab 1. Juni 2020 kann die Stadt Bad Honnef mit der Umsetzung der ersten Bausteine des neuen Radverkehrskonzepts beginnen. Das zuständige Bundesamt für Güterverkehr hat der Stadt am heutigen Mittwoch der Stadt die Zusage zum eingereichten Förderantrag mit einem Gesamtvolumen von 167.650 Euro angekündigt. Der Zuwendungsbescheid werde in den kommenden Tagen folgen. Die Umsetzung der Maßnahmen kann jedoch bereits frühzeitig beginnen. "Wir werden den vielen guten Ideen und Empfehlungen des neuen Radverkehrskonzepts nun auch die ersten Taten folgen lassen", kündigte Bürgermeister Otto Neuhoff an: "Klimaschutz beginnt nicht irgendwo am anderen Ende der Welt, sondern bei uns selbst. Jetzt steigern wir in unserem Stadtgebiet Schritt für Schritt und gemeinsam mit Stadtplanern, Verkehrsexperten und den Bürgerinnen und Bürgern die Attraktivität des klimaschonenden Radverkehrs. Ein wichtiger Wegbereiter hierfür, die Zusage der Förderung aus dem Nationalen Radverkehrsplan (NRVP) für unser Projekt 'Die Radwende', ist nun da."

Hinter dem nun bewilligten Förderantrag steckt ein umfangreicher Maßnahmenkatalog, erklärt Wirtschaftsförderin Johanna Högner, die das Antragsverfahren bearbeitet hat: "Wir wollen auf breiter Basis mit Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation die Menschen dazu bewegen, die bereits vorhandenen und die neu geschaffenen Potenziale für den klimafreundlichen Radverkehr in unserem Stadtgebiet zu nutzen." In Planung ist etwa ein Fahrradfestival, bei dem das neu konzipierte Radwegenetz im Stadtgebiet provisorisch markiert und dann von Radfahrern getestet werden kann. Beim 'Fest der Flicken' werden Bürgerinnen und Bürger aktiv beteiligt auf der Suche nach Schlaglöchern und Hindernissen, die dann zeitnah beseitigt werden sollen. Neben einem Kunstwettbewerb im öffentlichen Raum entlang der Radroute durchs Mucherwiesental ist auch die Etablierung der Fahrradmobilität in Aegidienberg und seinen topographischen Herausforderungen geplant, erklärt Johanna Högner: „All das ist Teil eines Kommunikationskonzeptes für einen Zeitraum von anderthalb Jahren. Ziel ist es, dem Fahrrad einen neuen Stellenwert in der Nahmobilität zu geben. Hierzu gehört auch, dass wir dem Radverkehr in unserer Stadt eine Marke und ein Farbkonzept geben werden, welches dann zum Beispiel auch im geplanten Beschilderungskonzept aufgegriffen wird."

Um mehr Komfort, mehr Sicherheit und mehr Klimaschutz durch mehr Radverkehr zu ermöglichen, soll im nächsten Schritt ein innerstädtisches, getrennt vom motorisierten Individualverkehr geführtes Radroutennetz aufgebaut werden, ergänzt Mitautor Fabiano Pinto, Leiter des Geschäftsbereichs Städtebau. So werde bei einigen Routen zu prüfen sein, ob und wie dem Radfahrer auf diesen Routen Priorität eingeräumt werden könne. "Das alles geschieht im engen Dialog mit den Bürgern", kündigte Fabiano Pinto an: "Auch werden wir uns neuralgische Punkte anschauen, bei denen es regelmäßig zu Konflikten zwischen Radfahrern, Fußgängern und Autofahrern kommt, und an einer Entschärfung und Optimierung arbeiten." Dazu gehöre auch, mit sogenannten Aufmerksamkeitsflächen und Geschwindigkeitsreduzierungen auf besondere Gefahren aufmerksam zu machen. Ein zentrales Thema des öffentlichen Dialogs wird auch die zuletzt vieldiskutierte Einführung von Fahrradstraßen sein, erklärt Fabiano Pinto: "Mit der versuchsweisen Umgestaltung einzelner Straßenzüge und der Erprobung im Alltag sollen alle Straßennutzer für diese neue Form des Verkehrsraums sensibilisiert werden."

Der Ende April eingereichte Förderantrag sieht ein Gesamtvolumen von 167.650 Euro für mehr Klimaschutz durch Radverkehr vor. 80 Prozent der Gesamtmittel, umgerechnet 134.120 Euro, werden vom Bund finanziert. Bereits zum 01. Juni 2020 kann die Stadt mit der Umsetzung ihrer geplanten Maßnahmen beginnen. Weitere Maßnahmen sollen bald folgen, kündigt Bürgermeister Otto Neuhoff an: So ist auch der zweite, große Förderantrag für diverse Investitionen in die Stärkung und den Ausbau der Fahrradinfrastruktur in Vorbereitung. "Die Zusammen mit der Verbesserung unseres Angebots im Öffentlichen Personennahverkehr, dem Ausbau der Bahnhöfe mit besseren Parkflächen für Pendler und auch mit der Klimafokusberatung machen wir uns als Stadt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern ganz aktiv für den Klimaschutz stark. Denn uns ist bewusst, dass Klimaschutz nur als Gemeinschaftsaufgabe gelingen kann und vor unserer eigenen Haustüre beginnen muss."

Quelle: Stadt Bad Honnef am 29.05.2020

Nordrhein-Westfalen: Radverkehrskonzept Wuppertal kommt einen Schritt weiter und eröffnet Radfahrern eine neue Möglichkeit, die Talachse zu nutzen.

Freie Fahrt auf der Busspur und mehr Sicherheit in Vohwinkel: Das Radverkehrskonzept der Stadt kommt einen Schritt weiter und eröffnet Radfahrern eine neue Möglichkeit, die Talachse zu nutzen.

Vorgesehen ist, auf der Bundesallee B7 von der Einmündung Alsenstraße bis zur Einmündung Kasinostraße die Busspur zu verlängern und dort Radverkehr zuzulassen. Im Abschnitt zwischen Robert-Daum-Platz und Alsenstraße teilen sich Fahrradfahrer und Busse bereits die Busspur. Ab der Alsenstraße soll künftig die Busspur auf der bislang dritten Spur in Richtung Osten weiter geführt und für Radfahrer genutzt werden. Für die entsprechenden Markierungen und Beschilderungen gibt die Stadt rund 15.000 Euro aus.

Auch in Vohwinkel wird eine Maßnahme aus dem Radverkehrskonzept umgesetzt. Dort wird an der Vohwinkeler Straße ein Schutzstreifen eingerichtet. Dabei geht es hauptsächlich um eine rund 100 Meter lange Strecke westlich der Einmündung Ludgerweg bis zur Einmündung der Yale-Allee. Somit wird ein weiterer Teil der Nordbahntrasse für den Radverkehr optimiert. Alle Maßnahmen für den Schutzstreifen werden rund 37.000 Euro kosten und können, nachdem der Haushalt genehmigt wurde, umgesetzt werden.

Ratsbeschluss für Fortführung: Die Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes hatte der Rat der Stadt im Juli vorigen Jahres beschlossen. Jetzt werden die dort empfohlenen Verbesserungen für den Wuppertaler Radverkehr umgesetzt. Die bereits beschlossenen Maßnahmen wie zum Beispiel die Optimierungen der Radverkehrsführungen entlang der Sonnborner Straße sowie der Lenneper Straße sind beauftragt und werden zeitnah ausgeführt.

"Wir erleben gerade jetzt, dass viele Menschen den reduzierten Autoverkehr wegen der Beschränkungen durch Corona als durchaus angenehm erlebt und das Fahrrad für sich entdeckt haben. Weil wir den Verkehr in Wuppertal für die Zukunft dauerhaft neu aufstellen wollen, ist uns jeder Baustein, jede Maßnahme recht, die uns weiterbringt", so Oberbürgermeister Andreas Mucke. Schließlich habe es sich die Stadt zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2025 Fahrradstadt zu werden.

"Mit dem Radverkehrskonzept, das wir ja gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet haben, wollen wir ein flächendeckendes, innerstädtisches Radroutensystem umsetzen. Wir wollen langfristig so den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr erhöhen", so Dezernent Frank Meyer.

Quelle: Stadt Wuppertal am 04.05.2020

Nordrhein-Westfalen: Weitere Grünpfeile für Radler in Mettmann

Die Kreisstadt Mettmann hat vier weitere Einmündungsbereiche an der Beethovenstraße mit einem Grünpfeil für den Radverkehr beschildert. An folgenden Straßen dürfen Radfahrer ab sofort auch bei Rot nach rechts auf die Beethovenstraße abbiegen: Vogelskamp, Gruitener Straße, Haydnstaße und Blumenstraße.

Durch den auf der Beethovenstraße großzügig markierten Radfahrsteifen in beide Richtungen ist es möglich, den Radfahrer bei Rot nach rechts auf die Beethovenstraße einbiegen zu lassen. Die Straßenverkehrsbehörde weist darauf hin, dass bei einem Grünpfeil dennoch stets angehalten werden muss. Nur wenn ein Radfahrer keine anderen Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet, darf er bei Rot fahren, während die Autos auf Grün warten müssen.

Die Umsetzung der Beschilderung erfolgte durch die Kreisverwaltung Mettmann, sie ist als Baulastträger der Beethovenstraße (Kreisstraße 37) dafür zuständig. "Das ist eine weitere Maßnahme auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt", sagte Bürgermeister Thomas Dinkelmann und dankte Marcel Alpkaya, der als Klimaschutzbeauftragter Mettmanns auch für den Radverkehr zuständig ist und für die Umsetzung der Maßnahme gesorgt hatte.

Quelle: Kreisstadt Mettmann am 06.05.2020

Nordrhein-Westfalen: Borken erhält Förderbescheid für die "Fahrradstraße Lange Stiege"

In der Sitzung am 28.05.2019 hat der Umwelt- und Planungsausschuss beschlossen, dass das Radverkehrskonzept Borken bei allen zukünftigen Planungen berücksichtigt und die Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept, entsprechend ihrer Priorisierung im Konzept, sukzessive von der Verwaltung abgearbeitet werden sollen. Als eine der ersten Umsetzungsmaßnahmen sollte u.a. die Straße "Lange Stiege" in eine Fahrradstraße umgestaltet werden soll.

Durch die Kennzeichnung als Fahrradstraße wird eine Fahrbahn vorrangig dem Radverkehr zur Verfügung gestellt, das bedeutet, die gesamte Fahrbahn wird Radweg. Die Ausweisung von Fahrradstraßen ist grundsätzlich ein geeignetes Instrument zur Radverkehrsförderung. Fahrradstraßen bündeln bei wahrnehmbarem Design und konsequenter Netzplanung die Radverkehrsströme. Sie erhöhen die objektive sowie subjektive Sicherheit und sind eine attraktive Alternative abseits der Radverkehrsanlagen an Hauptverkehrsstraßen.

Zur Umsetzung von Fahrradstraße werden einheitliche Qualitätsstandards zur Gestaltung von Fahrradstraßen angesetzt, wie sie in den Niederlanden bereits seit vielen Jahren umgesetzt werden. Für eine erste beispielgebende Umgestaltung nach neuen Standards wird die "Lange Stiege"" als Fahrradstraßen umgestaltet. Die "Lange Stiege" ist eine Hauptverbindung für Fahrradfahrer aus den Baugebieten Hovesath in die Innenstadt.

Das Verkehrsministerium NRW hat am 23.04.2020 das Förderprogramm Nahmobilität 2020 veröffentlicht. Dort ist als lfd. Nr. 20 die Maßnahme "Fahrradstraße Lange Stiege" verzeichnet. Die Stadt Borken hat nun bei förderfähigen Gesamtausgaben von 71.400 Euro und einer Förderquote von 70 % einen Förderbescheid über ca. 50.000 EUR erhalten.

Die Stadt Borken steht in den Startlöchern: Die Ausschreibungsunterlagen sind vorbereitet, hier müssen insb. erhebliche Fahrbahnmarkierungsarbeiten und die Beschilderung ausgeschrieben werden. Die Ausschreibung wird nun erfolgen und ca. 6 Wochen beanspruchen. Eine Umsetzung soll dann entsprechende dem Zeitplan der ausführenden Firma kurzfristig erfolgen.

Die Stadt Borken informiert auf ihrer Internetseite zum Thema Nahmobilität unter: borken.de/bauplanung/verkehr-nahmobiltaet

Quelle: Stadt Borken am 22.05.2020

Nordrhein-Westfalen: Neubau des Ruhrtalradweges und des RadeXpressweg Arnsberg - Verbindung zwischen Arnsberg und Niedereimer freigegeben

Nach der Renaturierung der Ruhr und dem Umbau der Sauerlandstraße zwischen der Hammerweide und der Wannestraße sind nun auch die Arbeiten an dem straßenbegleitenden neuen Radweg fertiggestellt. Bei dem neuen Weg handelt es sich um ein Teilstück des überregionalen Ruhrtalradwegs und des RadeXpressweg Arnsberg, der den innerstädtischen und Alltagsradverkehr fördern soll. Der neue Abschnitt ist ca. 810 m lang und entsprechend der definierten Standards für Radvorrangwege 4,00 m breit, sodass ein sicheres Begegnen problemlos möglich ist.

"Die Baukosten für den Radweg, einschließlich des neuen Brückenbauwerks über den Wannebach, der Bepflanzung und der Beleuchtung, belaufen sich auf ca. 830.000 Euro. Die Maßnahme wird mit 70 Prozent der Kosten vom Land NRW gefördert.", so Thorsten Kleff, bauleitender Ingenieur der Stadtwerke Arnsberg.

Arnsbergs Radverkehrsbeauftragter Hauke Karnath erläutert die Vorteil des Weges wie folgt: "Mit dem neuen Teilstück werden gegenüber der bisherigen Wegeführung zwei Gleisquerungen, vier Straßenquerungen und mehrere Grundstückzufahrten sowie Radverkehr in zwei Richtungen auf dafür nicht gebauten, schmalen Gehwegen vermieden. Und LED-Leuchten tragen auch bei Dunkelheit zu Sicherheit, Komfort und zügigem Vorankommen bei."

Der Ruhrtalradweg gilt nicht nur in Arnsberg als Erfolgsprojekt, wo allein im vergangenen Sommerhalbjahr an der automatischen Zählstelle im Neheimer Binnerfeld über 120.000 Radfahrerinnen und Radfahrer erfasst wurden. "Ich freue mich, dass so viele Radtouristen und Freizeitradler, abschnittswiese aber auch zunehmend mehr Pendler und Schüler das Radfahren im Ruhrtal für sich entdeckt haben", so Planungs- und Baudezernent Thomas Vielhaber.

Das ist Anlass für die Stadt, die zentrale Radwegeachse dort, wo sie Schwachstellen aufweist, zu verbessern und das Radwegenetz insgesamt weiter auszubauen. Das gilt besonders für den Abschnitt zwischen Arnsberg und Niedereimer, der bei Radfahrern bislang als unbeliebt und als "Atmosphäre-Killer" galt. Ab sofort verbindet der Weg die Stadtteile Arnsberg und Niedereimer komfortabel und verkehrssicher. Über Bruchhausen ist bspw. der Sport- und Solepark mit dem Freizeitbad NASS vom Neumarkt aus mit dem Fahrrad - abseits stark befahrener Straßen - nun in einer guten halben Stunde zu erreichen.

Bürgermeister Ralf Paul Bittner sieht eine positive Verbindung zur aktuell schwierigen Situation: "Mit der Eröffnung des neuen Abschnitts, der in Kürze erfolgenden Inbetriebnahme des RXA-Abschnitts „Jahnallee“ und dem neu geführten Möhnetalradweg in Neheim trifft die Stadt in einer Zeit, in der „Corona“ viele auf das Rad und in die Natur treibt, den Nerv der Menschen. Bereits der Masterplan Sport hatte Angebote für Bewegung in frischer Luft als eine der Stärken der Stadt bezeichnet."

Quelle: Stadt Arnsberg am 15.05.2020

Nordrhein-Westfalen: Veloroute Münster – Telgte nimmt Form und Farbe an

Nach umfassenden Abstimmungen und Detailplanungen für die Velorouten mit hunderten Kilometern Strecke in der Stadtregion und einem Millionen-Investitionsvolumen werden diese nun "erfahrbar". 14 Velorouten sollen zukünftig die Innenstadt Münsters mit den Außenstadtteilen und den angrenzenden Umlandgemeinden verbinden. Velorouten stellen besonders für Alltagspendler eine echte Alternative zum Auto dar. Sie sind komfortabel, durchgängig befahrbar, zügig und sicher. 

"Das Fahrrad etabliert sich als regionales Fortbewegungsmittel, das umweltfreundlich längere Distanzen überwinden kann. Die Menschen nutzen das Rad umso häufiger, wenn sie sicher, zügig und komfortabel damit fahren können. Mit den Velorouten wird genau das möglich", hat Stadtbaurat Robin Denstorff eine einfache Erklärung für die dringend erforderliche Kraftanstrengung zu Gunsten des Radverkehrs.  

Der Haupt- und Finanzausschuss hat in seiner Sitzung am 13. Mai zahlreiche Baumaßnahmen auf der Veloroute von Münster nach Telgte mit ihrem Verlauf über die Schleuse, durch den Boniburger Wald und schließlich durch Handorf beschlossen, die noch in diesem Jahr realisiert werden sollen.

Wie sich das Bild der Fahrradstraßen ändern wird, konnten sich jetzt Manfred Ransmann, Leiter der Regionalniederlassung Straßen.NRW, und Stadtbaurat Denstorff bereits auf der Dingstiege anschauen. Der Landesbetrieb Straßen.NRW hatte die Gelegenheit genutzt und die Fahrbahn des Brückenbauwerks über die neue Umgehungsstraße bereits im Rot der Fahrradstraßen erstellt, so dass ein einheitliches Bild entstehen wird. 

Die Straßen.NRW- Regionalniederlassung Münsterland führt seit Mai des vergangenen Jahres auf dem Coppenrathsweg und an der Dingstiege umfangreiche Bauarbeiten für den Neubau der B481 durch. Zunächst wurde der Bahnseitenweg von der Dingstiege zum Hatzfeldweg ausgebaut. Gleichzeitig begannen die Straßenbauarbeiten für die neue Verbindung des Hatzfeldweges mit der Einmündung in die Dingstiege.  Ab Herbst folgten dann die Arbeiten für die neuen Rampen der beiden Gemeindestraßen.

"Wir werden nun die zahlreichen Maßnahmen auf dieser Veloroute bis Ende des Sommers umsetzen. Von den insgesamt 12 Kilometern Veloroute Münster - Telgte befinden sich 9 Kilometer auf Münsteraner Stadtgebiet. 6 Kilometer davon werden bis auf die Beleuchtung fertig werden", zeigt sich Stadtbaurat Denstorff erfreut über die Fertigstellung der neuen Brücke.

Die städtischen Planungen sehen vor, dass die gesamte Strecke vom Wilhelmshavenufer bis zum Hatzfeldweg zur Fahrradstraße umgebaut wird und im Zuge einer Fahrbahnsanierung eine rote Asphaltdecke erhält. Weitere Maßnahmen, die nun auf den Weg gebracht wurden, sind die Ausweisung der Dieckstraße von der Beckhoffstraße bis zur Kärntner Straße als Fahrradstraße mit entsprechender Rotbeschichtung sowie eine neue Asphaltdecke für den Fuß- und Radweg von der Kärntner Straße bis ins Gewerbegebiet. Zur besseren Orientierung wird die Fahrbahn der Boniburgallee von der Dyckburgstraße bis zur Sudmühlenstraße mit einer Markierung seitlich abgegrenzt.

In Handorf wird der Kirschgarten von der Dorbaumstraße bis zur Hobbeltstraße zur Fahrradstraße mit roter Asphaltdecke umgebaut. Dadurch erhalten insbesondere die beiden Grundschulen im direkten Umfeld der Route eine deutlich verbesserte Radverkehrsanbindung. Das Kfz-Parken am Fahrbahnrand wird in diesem Zuge entfallen, um gerade den Schulkindern einen sicheren Schulweg zu ermöglichen. 

Beschlossen wurde im Haupt- und Finanzausschuss auch  dass die Asphaltdecke der Kötterstraße zwischen Hobbeltstraße und Lauheider Straße saniert sowie der Seitenrand zur besseren Erkennbarkeit weiß markiert wird. Gleichzeitig werden Leerrohre verlegt, um die Route künftig adaptiv und sensitiv per Bewegungsmelder beleuchten zu können. Auf Telgter Stadtgebiet wurde bereits im letzten Jahr der Lückenschluss zwischen Lauheider Straße und Jägerhaus asphaltiert.

Quelle: Stadt Münster am 15.05.2020

Nordrhein-Westfalen: Machbarkeitsstudie attestiert Radschnellverbindung Krefeld – Willich – Mönchengladbach hohes Potenzial

Eine Radschnellverbindung von Krefeld über Willich bis Mönchengladbach ist sinnvoll und machbar. Zu diesem Ergebnis kommt die Machbarkeitsstudie des Büros H. Berg & Partner GmbH aus Aachen, die die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft (BEG NRW) in Auftrag gegeben hatte. Die Studie wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Kreis Viersen und den Städten Krefeld, Willich und Mönchengladbach erstellt.

Ziel der Machbarkeitsstudie war es, neben der ersten Untersuchung von Varianten eine Prognose der Nutzerzahlen durchzuführen, weil das Land NRW seine Unterstützung für einen Radschnellweg von bestimmten Kriterien abhängig macht. So müssen den Radweg zum Beispiel im Durchschnitt 2.000 Radfahrer pro Tag nutzen. Die Gutachter prognostizieren nun für den Radschnellweg Krefeld – Willich – Mönchengladbach sogar ein höheres Aufkommen: Zwischen Krefeld und dem Willicher Norden sind danach im Schnitt über 5000 Radfahrer pro Tag zu erwarten, im Bereich der Stadt Willich ist mit rund 3500 Radfahrern täglich zu rechnen. Entsprechend positiv beurteilen die Gutachter die Förderfähigkeit des Radwegs durch das Land NRW.

Die Studie ist der erste Schritt auf dem Weg zur Realisierung des Radschnellwegs. Landrat Dr. Andreas Coenen sagt: "Ich freue mich, dass die Planungen zum Radschnellweg nun Fahrt aufnehmen. Das gemeinsame Vorhaben passt hervorragend zum Radverkehrskonzept des Kreises, mit dem wir mehr Menschen motivieren wollen, für den Weg zur Arbeit aufs Rad umzusteigen."

Wie der Kreis Viersen wollen auch die Städte Krefeld, Willich und Mönchengladbach den Radverkehr stärker fördern. Bereits 2016 beteiligten sich die Kommunen zusammen am StadtUmland-Wettbewerb des Landes NRW mit der Idee einer regionalen Radtrasse unter Anbindung der Hauptbahnhöfe. Gemeinsam mit der BEG NRW planen sie nun eine schnelle Radverbindung auf der ehemaligen Bahnstrecke Mönchengladbach – Willich - Krefeld. Die BEG NRW hat auf diesem Gebiet bereits langjährige Erfahrungen und ist in das Projekt mit Rat und Tat eingestiegen.

Die Radschnellverbindung soll in weiten Teilen auf oder entlang der ehemaligen Bahntrasse zwischen Mönchengladbach und Krefeld verlaufen. Sie wird die beiden Großstädte auf einer etwa 17 km langen Strecke über die Stadt Willich miteinander verbinden. Eine Radschnellverbindung ist baulich vom Auto-, aber auch Fußverkehr getrennt und verfügt über ausreichend Raum, anderen Radfahrern zu begegnen oder in der eigenen Richtung zu überholen – die Trasse muss also vier Meter breit sein. Im Idealfall ist sie beleuchtet. Durch die möglichst gerade Führung ist eine konstant hohe Geschwindigkeit möglich. Besonders für Berufs- und Ausbildungspendler ist die Radschnellverbindung daher interessant. Gregor Nachtwey, technischer Beigeordneter der Stadt Willich betont: "Über die Verbindung werden zahlreiche Gewerbegebiete in Stadtrandlagen erschlossen. Viele Beschäftigte in den Betrieben erhalten somit eine echte Alternative zum Auto."

Die Studie wird nun parallel den politischen Gremien der projektbeteiligten Kommunen vorgestellt und dort beraten. Den Auftakt der Beratungen machen die politischen Gremien in der Stadt Mönchengladbach mit den Bezirksvertretungen Nord und Ost am 13. bzw. 14. Mai und dem Planungs- und Bauausschuss am 26. Mai. In Krefeld wird die Studie voraussichtlich im Juni in die politischen Gremien eingespeist werden. In Willich soll die Studie am 10. Juni präsentiert werden – aufgrund der aktuellen Lage kann zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch keine Aussage darüber getroffen werden, ob der Ausschuss in Willich an dem genannten Termin tatsächlich tagen kann. Im Kreis Viersen wird die Studie im Ausschuss für Planung, Bauen und Umwelt am 16. Juni von den Gutachtern vorgestellt und politisch beraten.

Andreas Budde, Dezernent für Planen, Bauen und Umwelt des Kreises Viersen, erklärt: "Der Kreis Viersen hat die kommunalen Partner seinerzeit im Rahmen des StadtUmland-Wettbewerbs an einen Tisch geholt. Jetzt gilt es, die positiven Ergebnisse der Studie zu nutzen und den Prozess fortzuführen."

Sofern die politischen Gremien in den projektbeteiligten Städten und im Kreis Viersen die Machbarkeitsstudie positiv bewerten, können weitere Planungsschritte initiiert und mit dem potenziellen Fördermittelgeber, dem Land NRW, erörtert werden.

Quelle: Kreis Viersen am 08.05.2020

Nordrhein-Westfalen: Umnutzung stillgelegter Bahntrasse von Rheindahlen bis in den Nordpark in Mönchengladbach

Die Stadt beabsichtigt, die stillgelegte Bahntrasse Rheindahlen – Nordpark im Sinne des Masterplanes Nahmobilität zu einem attraktiven Radweg für den Alltags- und Freizeitverkehr umzuwandeln. Zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen wurden in der Bezirksvertretung West sowie im Planungs- und Bauausschuss die Vorentwürfe des Bebauungsplanes und der dafür erforderlichen Änderung des Flächennutzungsplanes vorgestellt. Der Radweg ist der erste Abschnitt eines Rad(schnell)weges, der zukünftig bis zum Hauptbahnhof und dann über Willich bis nach Krefeld weitergeführt werden soll.

Der Radweg verläuft von Rheindahlen durch ein Wohngebiet über freies Feld bis zum Nordpark. Er ist rund dreieinhalb Kilometer lang. An insgesamt sechs Stellen werden Straßen und Wege gekreuzt und Verknüpfungen mit dem vorhandenen Straßen- und Wegenetz realisiert. An zwei weiteren Stellen werden Verbindungen zu Rad-Themenrouten des Landes NRW ("EUROGA-Radroute – Zwischen Rhein und Maas" und "Deutsche Fußballroute NRW") geschaffen. "Die neue Trasse für Radfahrer, die zukünftig bis nach Willich geführt werden soll, wird das Angebot für Radfahrer stark erweitern und schafft eine direkte Verbindung in den Nordpark. Nicht nur Borussen-Fans und Berufstätige werden sich über diese Anbindung freuen, sondern alle, die schnell und komfortabel mit dem Rad unterwegs sein wollen", so Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin. Mit der Umsetzung dieses Radschnellweges kann ein weiterer Baustein aus dem Masterplan Nahmobilität realisiert und ein Beitrag zur Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt geleistet werden.

Quelle: Stadt Mönchengladbach am 28.05.2020

Nordrhein-Westfalen: Busspuren in Wuppertal werden im Juni 2020 freigegeben

Am 26. Mai 2020 begannen die Vorbereitungen für die Freigabe der Busspuren Gathe und Uellendahler Straße für den Radverkehr. Eine beauftragte Firma wird neue Markierungen aufbringen und zusätzliche Schilder aufstellen. Wenn alles klappt, kann ab etwa 8. Juni 2020 die Freigabe der Busspuren für den Radverkehr erfolgen.

Die Freigaben gelten dann für die Uellendahler Straße zwischen der Eckernförderstraße und der Wiesenstraße und auf der Gathe von der Wiesenstraße bis zur Albrechtstraße. Der Verkehrsausschuss hatte die Freigabe Ende 2019 beschlossen. 

Quelle: Stadt Wuppertal am 26.05.2020

Sachsen: Rückbau der Bundesstraße 95 zwischen Borna und Espenhain - Neun Kilometer langer Radweg entsteht

Seit Oktober 2019 rollt der Verkehr auf der Autobahn 72 zwischen Chemnitz und Rötha beidseitig. Ab 2. Juni 2020 wird die parallel zur neuen Autobahntrasse verlaufende Bundesstraße 95 wegen der geringeren Verkehrsbelastung vom Bornaer Ortsteil Kesselshain bis nördlich Espenhain zurückgebaut. Die jetzt noch vierspurige B 95 hat künftig einen Fahrstreifen pro Richtung. Parallel dazu entsteht eine durchgehende, neun Kilometer lange Radverbindung. Die Baukosten in Höhe von rund 15 Millionen Euro für den Rückbau inklusive Radwegbau trägt der Bund.

Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig: "Die Autobahn 72 verkürzt nicht nur die Fahrtzeit zwischen Chemnitz und Leipzig auf unter eine Stunde, sondern sie entlastet auch die an der B 95 liegenden Orte erheblich vom Durchgangsverkehr und Lärm. Folgerichtig können wir die Bundesstraße nun zurückbauen und die frei werdenden Flächen für den Radverkehr nutzen."

Das Radfahren ist inzwischen ein wichtiger Bestandteil unserer Mobilität. E-Bikes verstärken diesen positiven Trend. Dulig weiter: "Wir wollen den Radverkehr weiter stärken, indem wir die Sicherheit und Attraktivität des Radfahrens erhöhen. Ziel ist es, den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr im Freistaat weiter zu steigern. Dafür ist es notwendig, das Fahrrad in allen verkehrs- und städteplanerischen Konzepten stärker als bisher zu berücksichtigen und die Infrastruktur dafür auszubauen."

Der Rückbau der B 95 erfolgt in zwei Bauabschnitten. Im ersten Abschnitt von Borna-Kesselshain bis Gestewitz bleibt die derzeitige Fahrbahn der B 95 Richtung Chemnitz erhalten. Auf der jetzigen Richtungsfahrbahn Leipzig wird ein 2,5 Meter breiter Geh- und Radweg errichtet. Die restliche Fahrbahn wird zurückgebaut und später begrünt. Die Fertigstellung ist bis Ende Februar 2021 vorgesehen. Anschließend erfolgt der Rückbau im zweiten Abschnitt von Gestewitz bis nördlich Espenhain. In diesem Bereich bleibt die derzeitige Richtungsfahrbahn Leipzig erhalten, der begleitende Geh- und Radweg wird auf der jetzigen Fahrbahn Richtung Chemnitz angelegt. Der Verkehr kann auch während der Bauzeit rollen.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 22.05.2020

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31. Mai 2020
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