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April 2020

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: 58 Millionen für Neuinvestitionen in Infrastruktur für Rad- und Fußverkehr

In das Förderprogramm für den Bereich Rad- und Fußverkehr hat das Land Baden-Württemberg Bauvorhaben mit einer Förderhöhe von etwa 58 Millionen Euro neu aufgenommen. Das verkündete Verkehrsminister Winfried Hermann heute in Stuttgart. Die Förderung für neue Projekte nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) hat sich damit innerhalb von zwei Jahren mehr als verdreifacht. 2019 betrug sie 30 Millionen Euro, 2018 waren es noch 18 Millionen Euro gewesen. Die gesamten Investitionen der neuen und laufenden Vorhaben steigen damit auf 389 Millionen Euro, die Land und Kommunen in die kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur investieren.

Über die akute Krisenbewältigung hinaus verliert das Verkehrsministerium somit die Herausforderungen der Zukunft nicht aus den Augen. Insbesondere bei langfristigen Investitionen müssen jetzt die Weichen richtiggestellt werden. Hierfür ist das LGVFG das zentrale Instrument des Landes.

Im neuen Programm liegt der Schwerpunkt der Förderung bei neuen Radwegen, Schutz- und Radfahrstreifen sowie Fahrradabstellanlagen. Vermehrt sind auch große Maßnahmen wie beispielsweise Brücken zur Neckarquerung im Programm enthalten.

384 Maßnahmen für die klimafreundliche Mobilität der Zukunft: Dazu sagte Verkehrsminister Winfried Hermann MdL am 20. April 2020 in Stuttgart: "Durch Investitionen in den Rad- und Fußverkehr können wir gleichzeitig in Klimaschutz und Verkehrswende investieren und die Bauwirtschaft stützen." Insgesamt umfasst das Programm mit den Vorhaben aus den Vorjahren 436 Maßnahmen.

Minister Hermann erklärt: "Land und Kommunen planen zur Zeit für fast 400 Millionen Euro neue Rad- und Fußwege. Das entspricht den Kosten von etwa zehn Ortsumfahrungen, bringt aber über 400 wichtige Projekte voran." Damit ist es das bisher größte Förderprogramm für kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur in Baden-Württemberg.

"Es freut mich, dass die Radverkehrsförderung jetzt auf allen Ebenen in Schwung kommt. Der Umbau der Verkehrssysteme in Richtung einer nachhaltigen Mobilität der Zukunft ist eine langfristige Aufgabe. Sie wird in Baden-Württemberg mit Hochdruck vorangetrieben", so Hermann.

Chancen für mittelständische und regionale Bauwirtschaft: Das Landesprogramm zur Radverkehrsinfrastrukturförderung ist gleichzeitig ein Konjunkturprogramm. Es bietet viele Chance insbesondere auch für die mittelständische regionale Bauwirtschaft. Dabei sind Radverkehrsmaßnahmen längst nicht mehr nur Kleinmaßnahmen. Bei über 90 Vorhaben handelt es sich um Infrastrukturinvestitionen in Millionenhöhe.

Land und Kommunen investieren im Durchschnitt etwa zehn Euro pro Einwohner und Jahr. Künftig werden 30 Euro pro Einwohner und Jahr erforderlich sein, um der Rolle des Fahrrades als ideales Verkehrsmittel für Klimaschutz und lebenswerte Städte und Gemeinden gerecht zu werden.

Quelle: www.fahrradland-bw.de am 20.04.2020

Berlin: Weitere Radinfrastruktur - Temporäre Radfahrstreifen

Die vorübergehende Erweiterung von Radverkehrsanlagen und die Einrichtung von temporären Radfahrstreifen bieten die Möglichkeit, auf veränderte Rahmenbedingungen im Straßenverkehr kurzfristig zu reagieren. Im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus kommt es daher zu verschiedenen Pilotprojekten.

Mit dem Rad zu fahren, ist gerade in der Corona-Krise gut, um Ansteckungsrisiken zu vermeiden, zwingend nötige Wege zurückzulegen und sich an der frischen Luft sportlich zu betätigen. Temporäre Radfahrstreifen schaffen hier zusätzliche sichere Angebote mit ausreichendem Platz für die Radfahrenden. Erweiterte Aufstellflächen an Kreuzungen können zudem mehr Raum geben, um die nötige Distanz zu anderen Radfahrenden einzuhalten. Denn auch im Radverkehr gilt: 1,5 Meter Abstand halten, um der Verbreitung des Corona-Virus entgegenzuwirken.

Damit tragen die Maßnahmen auch dazu bei, den öffentlichen Personennahverkehr zu entlasten und in S- und U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen das Abstandsgebot leichter einzuhalten.

Aktueller Stand der Pilotprojekte

  • Radfahrstreifen am Halleschen Ufer vom Halleschen Tor bis Köthener Straße / Mendelssohn-Bartholdy-Park
  • Eine erweiterte Aufstellfläche auf der Fahrbahn für Radfahrende an der besonders frequentierten Kreuzung der Zossener Straße / Ecke Gitschiner Straße
  • Radfahrstreifen an der Petersburgerstraße zwischen Bersarinplatz und Landsberger Allee (beidseitig)
  • Lichtenberger Straße zwischen Strausberger Platz und Holzmarktstraße (beidseitig)
  • Gitschiner Straße zwischen Zossener Str./Lindenstraße und Böcklerstraße (beidseitig)
  • Kottbusser Straße
  • Kottbusser Damm
  • Schöneberger Ufer
  • Tempelhofer Ufer
  • Möckernstraße

Die erste Praxiserfahrung zeigt, dass die Sicherheit im Straßenverkehr gegeben ist, durch die Einrichtung bzw. Erweiterung der Radverkehrsanlagen die Einhaltung der Abstandsregelungen der SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung ermöglicht oder verbessert wird und dass sich durch das geringere Kfz-Verkehrsaufkommen keine negativen Einflüsse auf den Verkehr ergeben.

Regelplan zur Einrichtung von temporären Radfahrstreifen: Es wird geprüft, ob weitere temporäre Radfahrstreifen eingerichtet bzw. Radverkehrsanlagen erweitert werden können. Ein kurzfristig erstellter Regelplan "Temporäre Einrichtung und Erweiterung von Radverkehrsanlagen" der Senatsverwaltung dient den Bezirken als Planungsgrundlage zur Umsetzung solcher Projekte, die jeweils in Zusammenarbeit mit der Abteilung Verkehrsmanagement unseres Hauses stattfindet.

Quelle: SenUVK am 30.04.2020

Hamburg: Ring 2 - Neue Rad- und Gehwege in der Horner Rampe und Rennbahnstraße

Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) erneuert ab dem 4. Mai voraussichtlich bis November 2020 die Radwege in der Rennbahnstraße und in der Horner Rampe zwischen Bauerberg und Heckenpfad. So wird die für den Radverkehr wichtige Verbindung für die nächsten Jahre optimiert. Auch die Gehwegflächen werden saniert und erhalten ein neues Pflaster. Um die Verkehrseinschränkungen so gering wie möglich zu halten, wird bis November in kleinen Abschnitten gearbeitet und die Fahrstreifen außerhalb der Hauptverkehrszeiten gesperrt.

Neue Rad- und Gehwege in der Horner Rampe und Rennbahnstraße – Temporäre Einschränkungen bis November

Die Sanierungen beginnen am 4. Mai an der Einmündung Bauerberg in der Rennbahnstraße stadtauswärts. Die Baustelle "wandert" anschließend weiter nach Süden und endet in der Horner Rampe/ Heckenpfad. In dem Abschnitt, in dem jeweils gebaut wird, wird der rechte Fahrstreifen gesperrt - allerdings nur bis zum Beginn der nachmittäglichen Hauptverkehrszeit. Zur Spitzenzeit des Verkehrsaufkommens stehen nach wie vor zwei Fahrstreifen stadtauswärts zur Verfügung.

Quelle: Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) am 30.04.2020

Hamburg: Jenfelder Straße - Neu- und Umbau der Veloroute 7

Im Zuge der Umsetzung des Veloroutenprogramms der Freien und Hansestadt Hamburg plant das Bezirksamt Wandsbek im Stadtteil Jenfeld die Umgestaltung der Jenfelder Straße zwischen Charlottenburger Straße und Jenfelder Allee. Die Abschnitte gehören zur Veloroute 7, welche aus der Innenstadt in nordöstliche Richtung über St. Georg, Eilbek, Wandsbek-Markt und Jenfeld nach Rahlstedt führt. Ziel des Ausbaus ist die Schaffung attraktiver und sicherer Radverkehrsanlagen im Rahmen der Umsetzung des Bündnisses für den Radverkehr.

Die Bauarbeiten sollen in der 16. Kalenderwoche beginnen. Das Bauende ist für November 2020 angesetzt. Die Baumaßnahme wird in mehreren Abschnitten durchgeführt. Die Fahrbahn und die Nebenflächen werden neugestaltet und Radfahrstreifen in beiden Fahrtrichtungen eingerichtet. Die Bushaltestelle wird barrierefrei ausgebaut und die Pflanzung neuer Bäume vorgenommen.   

Quelle: Bezirksamt Wandsbek am 14.04.2020

Hamburg: Grundinstandsetzung Eulenkamp als Teilstück der Veloroute 6

Das Bezirksamt Wandsbek plant in Abstimmung mit dem Bezirksamt Hamburg-Nord die dringend notwendige Grundinstandsetzung der Straße Eulenkamp von der Straßburger Straße bis einschließlich des Knotens Alter Teichweg/Tilsiter Straße. Der Streckenverlauf ist Teil des Hamburger Veloroutenprogramms und stellt ein wichtiges Teilstück der Veloroute 6 von der Innenstadt über Friedrichsberg und Farmsen nach Volksdorf dar. Zukünftig wird es hier eine komfortable Radverkehrsanlage geben.

Ziel der Veloroutenplanung ist eine zukunftsweisende Radverkehrsverbindung, die den heutigen Anforderungen einer sicheren und komfortablen Radinfrastruktur gerecht wird, aber auch den Fußverkehr und den vorhandenen Baumbestand angemessen berücksichtigt. Dadurch kann eine ausgewogene Radwegeplanung umgesetzt werden, der auch die politischen Gremien in Hamburg-Nord zugestimmt haben.

Die Planungen sehen den kompletten Ersatz der Pflasterdecke der Straße Eulenkamp durch Asphalt vor. Es war jedoch ein Wunsch zahlreicher Beteiligter, das historische Pflaster nicht nutzlos zu entsorgen, sondern sinnvoll an anderer Stelle der Stadt zu nutzen. Vor diesem Hintergrund haben sich die Beteiligten entschieden, das Pflaster in der HafenCity wieder einzubauen. Der an den Elbbrücken in Kürze entstehende Amerigo-Vespucci-Platz wird sich zukünftig mit dem Pflaster des Eulenkamps schmücken.

Die Arbeiten werden voraussichtlich in der Zeit vom 11. Mai 2020 bis 15. Mai 2020 beginnen. Die Fahrbahn wird auf dem gesamten Streckenabschnitt komplett neu hergestellt. Der Radverkehr erhält Radfahrstreifen, die ein sicheres Radfahren außerhalb der Fahrbahn ermöglichen. Die Radfahrstreifen sind nicht Teil der Fahrbahn, sondern werden durch eine breite durchgezogene Linie von dieser getrennt. Sie dürfen vom KFZ-Verkehr nicht überfahren werden.

Die Seitenflächen werden ebenfalls neu hergestellt. Es entstehen neue Gehwege und ausreichende Parkstände, Anlehnbügel für Fahrräder und Bänke. Insgesamt werden auf dem 700 Meter langen Streckenabschnitt 54 Parkstände in Längsaufstellung neu errichtet, 4 zusätzliche Bänke und 66 zusätzliche Fahrradabstellplätze installiert.

Zudem werden in geeigneten Bereichen Blühflächen für Insekten hergestellt, um einen Beitrag gegen das derzeitige Insektensterben zu leisten. Im Ergebnis entsteht nach Baufertigstellung eine Straße, die viele unterschiedliche Interessen berücksichtigt.

Quelle: Bezirksamt Wandsbek am 30.04.2020

Mecklenburg-Vorpommern: Schwerpunkte bei Radwegen im Straßenbauprogramm 2020

Fast 250 Millionen Euro können in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern für Baumaßnahmen an Straßen und Radwegen ausgegeben werden – das bewegt sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Davon sind 196 Millionen Bundesmittel. Der Rest wird aus dem Landeshaushalt finanziert.

"Wir halten auch in diesem Jahr an unserer Strategie Erhaltung vor Neubau fest", sagt Infrastrukturminister Christian Pegel zum Einsatz dieser Mittel und unterlegt das mit Zahlen: "68 Prozent der Bundeszuweisungen und 60 Prozent der Landesmittel sind für Erhaltungsmaßnahmen vorgesehen." Deutlich erhöht wurde das Budget für den Radwegebau: 21,4 Millionen Euro – davon 6,4 Millionen aus dem Landeshaushalt - stehen in diesem Jahr dafür zur Verfügung, gut sechs Millionen mehr als 2019.

"Der Radverkehr wird in unserem Flächenland zu einem immer wichtigeren Verkehrsträger", schätzte Minister Pegel ein, "deswegen sind der Ausbau und die Pflege des Radwegenetzes ein zentrales Anliegen der Landesregierung bei der Infrastrukturplanung. Auch um unsere Klimaziele zu erreichen, brauchen wir mehr und bessere Radwege", so der Minister.

Die größten Radweg-Vorhaben an Bundesstraßen sind für 2020 der Neubau der Radwege Moeckow Berg-Groß Schönwalde an der B 109 (ca. zwei Millionen Euro), Sponholz-Canzow an der B 104 (ca. eine Million Euro) und Dambeck-Karchow an der B 198 (ca. eine Million Euro). Weitere größere Vorhaben sind der Radweg von Brüsewitz nach Schwerin-Friedrichstal und der Radweg von der A 20 zur Ortsumgehung Greifswald.

"Beim Radwegebau an Landesstraßen konzentrieren wir uns auf die Umsetzung der Vorhaben aus den Lückenschlussprogrammen. Ich freue mich, dass wir unsere Ziele aus der Koalitionsvereinbarung so Stück für Stück erfüllen können", so Christian Pegel. Die wichtigsten Vorhaben des Lückenschlussprogramms an Landesstraßen für 2020 sind die Radwege Groß Zastrow-Hinrichshagen an der L 261, Möllenbeck-Feldberg an der L 34, Vielank-Volzrade an der L 1006 sowie Bentwisch-Poppendorf an der L 182.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 14.04.2020

Niedersachsen: Weiterer Abschnitt des Ringgleises rings um die Stadt Braunschweig wird asphaltiert - Neuer Flyer bietet kompakte Informationen

Auch wenn vorläufige Ringschluss geschafft ist, entwickelt sich das Ringgleis dynamisch weiter: An dem bundesweit eimaligen Fuß- und Radweg auf oder nahe der Trasse des ehemaligen Industriebahngleises rund um die Stadt wird weiter geplant und gebaut. Aktuell ist mit dem Abschnitt Triftweg bis Ernst-Amme-Straße ein neuer Streckenabschnitt asphaltiert und vor einigen Tagen freigegeben worden. Damit ist ein weiterer Teil des zunehmend auch für den Alltagsverkehr wichtigen Weges unabhängig von der Witterung ganzjährig und deutlich komfortabler nutzbar.

Im Laufe des Jahres erhält dieser Abschnitt wie bereits weiter südlich noch eine gelbe Epoxidharzschicht. So wird die typische gelbliche Gestaltung, die sich in den Bereichen mit ungebundener Wegedecke als Markenzeichen des Ringgleises etabliert hat, in den asphaltierten Wegeabschnitten fortgesetzt. Dies dient nicht nur dem Wiedererkennungswert, sondern leistet auch einen kleinen Beitrag zu einem positiven Mikroklima, da die helle Farbe im Sommer als Reflektor dient und die Erwärmung der Umgebung verringert.

Der Verlauf des Ringgleises ist ausgeschildert und mit Logos markiert. Das Ringgleis wurde ins städtische Fahrradleitsystem eingebunden. Kompakte Informationen bietet ein neuer Flyer, der auf www.braunschweig.de/ringgleis heruntergeladen werden kann und in der Touristinfo erhältlich ist. Das Konzept der sich großer Beliebtheit erfreuenden  sogenannten Industriecontainer im westlichen Ringgebiet findet seine Fortsetzung im Norden des Ringgleises: Am Nordbahnhof werden noch in diesem Jahr weitere Stahlcontainer aufgestellt, die Braunschweigs Industriegeschichte ortsbezogen erlebbar machen und ein fester Bestandteil des Ringgleises geworden sind.

Auch der Ringgleisweg als solcher wird weiter ausgebaut. Damit reagiert die Stadt auf die Verkehrszählungen aus den letzten Jahren, die eine kontinuierlich steigende Frequentierung zeigen. Es ist für die nächsten Jahre geplant, dort, wo Flächen zur Verfügung stehen, weitere Aufenthaltsbereiche zu schaffen, wie an der Abtstraße bereits geschehen, und insbesondere das gesamte Westliche Ringgleis in Asphaltbauweise auszubauen. Zunächst soll damit im Herbst in den Bereichen Kälberwiese bis Broitzemer Straße sowie Ernst-Amme-Straße bis Celler Straße begonnen werden.

Davon losgelöst werden weitere Wegeanbindungen nach und nach hergestellt, z. B. in diesem Jahr zum Spielplatz Gabelsberger Straße. Andere Anbindungen, wie vom Franz-Frese-Weg aus, zwischen Friedhof bzw. Kleingärten und der im Betrieb befindlichen Gleisanlage, über den Brodweg bis hin zu dem geplanten Postgleisweg werden planerisch vorbereitet. Auch langfristigere Überlegungen, wie etwa über die Art der Trassenführung im Bereich der sogenannten Ringgleisschleife Ost, zwischen Helmstedter Straße und Georg-Westermann-Allee, wo es derzeit eine Alternativroute gibt, werden angestellt.

Quelle: Stadt Braunschweig am 24.04.2020

Niedersachsen: Temporäre Straßensperrrungen für Kfz in Hannnover

Da der Freizeitrad- und Fußverkehr (inklusive Inline-Skater*innen etc.) stark angestiegen ist und Flächenansprüche größer werden, prüft die Landeshauptstadt Hannover in enger Abstimmung mit der Polizei an den Hot Spots des Freizeitverkehrs (Maschsee, Eilenriede, Umfeld Herrenhäuser Gärten), in welchen Bereichen durch eine Umverteilung von Verkehrsflächen dieser Anspruchslage entgegnet werden kann. „Wir wollen dem verständlichen Bewegungsdrang der Hannover*innen bestmöglich gerecht werden. In stark frequentierten Bereichen sind die zurzeit geltenden Abstandsregelungen nur schwer einzuhalten. Deshalb wird diese Maßnahme zu einer sinnvollen Verbesserung führen“, so Oberbürgermeister Belit Onay. Für zwei Bereiche ist die Prüfung erfolgreich abgeschlossen.

Ab morgen (1. Mai), 0 Uhr, wird die Waldchaussee (in dem Rahmen des üblichen Sperrbereiches) durchgängig bis Sonntag (3. Mai), 24 Uhr, gesperrt. Die Waldchaussee wäre regulär am 2. Mai von 0 bis 15 Uhr geöffnet gewesen.

Die Straße Am Großen Garten (An der Graft, In der Steintormasch) wird seit heute (30. April), 14 Uhr, bis Montag (4. Mai), 8 Uhr, für den motorisierten Verkehr (mit Zusatz „Anlieger frei“) gesperrt. Die Sperrung erfolgt mit einer Sperrschranke.

Anfang der kommenden Woche wird entschieden, ob diese Sperrmaßnahmen weiter ausgeweitet werden. Darüber hinaus werden derzeit noch die Potenziale und Machbarkeiten für die Straßenzüge Rudolf-von-Bennigsen-Ufer und Culemannstraße geprüft. Bis zum abschließenden Ergebnis der Prüfung erfolgt die Entscheidung zu einer etwaigen sofortigen Einrichtung provisorischer Sperrungen auf den Straßen, beispielsweise am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer, durch situative Lageeinschätzung der Polizei. Diese entscheidet auf Grundlage der Anzahl der sich auf den bestehenden Wegen befindlichen Personen, ob ein temporäres Ausweichen auf die Straße erforderlich ist, um die Sicherheit der Menschen durch Wahrung der Abstandsregelungen zu gewährleisten.

Quelle: Stadt Hannover am 30.04.2020

Nordrhein-Westfalen: Fast 21 Millionen Euro für besseren Fuß- und Radverkehr – Land fördert Radvorrangrouten mit 80 Prozent statt bisher 70 Prozent

Das Landesverkehrsministerium fördert in diesem Jahr 139 neue Projekte für einen besseren Fuß- und Radverkehr in Nordrhein-Westfalen. Die Projekte werden mit 20,9 Millionen Euro aus dem Programm zur Förderung der Nahmobilität finanziert. Das Verkehrsministerium hat das Programm jetzt vorgelegt. Zu den Mitteln aus dem Landesprogramm kommen weitere kommunale Investitionsmittel hinzu. Insgesamt stehen damit rund 36,3 Millionen Euro für eine bessere Nahmobilität zur Verfügung. Im Vergleich zu 2019 steigt das Bauvolumen um knapp acht Millionen Euro.
 
"Mobilität muss besser, sicherer und sauberer werden", sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst zur Veröffentlichung des Programms. "Eine gut funktionierende Nahmobilität macht unsere Kommunen lebenswerter. Deshalb unterstützen wir die Städte und Gemeinden dabei, die Rahmenbedingungen für Radfahrer und Fußgänger zu verbessern."
 
Gefördert werden infrastrukturelle Maßnahmen wie Radwege, Fahrradabstellanlagen und Gehwege oder sicherheitsfördernde Baumaßnahmen wie Fußgängerüberwege. Aber auch Serviceangebote wie Wegweisungssysteme, Ladestationen für Pedelecs, Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit sowie Modal-Split-Erhebungen sind Bestandteil des Programms. Die Liste der geförderten Maßnahmen finden Sie hier.
 
Neu ist, dass Radvorrangrouten ab diesem Jahr stärker gefördert werden: Der Fördersatz steigt von 70 auf 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Strukturschwache Kommunen erhalten darüber hinaus einen Zuschlag von fünf Prozent. Radvorrangrouten sind eine gute Alternative zu Radschnellwegen, weil die vorgeschriebenen Standards geringer sind als bei Radschnellwegen. Die erhöhten Fördersätze sind für die Städte und Gemeinden eine Chance, wenn die Standards für Radschnellwege nicht erreicht werden können. Die Landesregierung unterstützt damit eine weitere Möglichkeit für schnelle Achsen im Radverkehr.
 
Die Radschnellwegprojekte in Nordrhein-Westfalen werden gesondert gefördert. Voraussetzung für eine Landesförderung ist ein Beschluss der Regionalräte. Sie entscheiden, welche Radschnellwege in den Bau gehen sollen. Ein Überblick über diese Projekte folgt deshalb im Laufe des Jahres. Neben den kommunalen Projekten unterstützt das Land die Radwege in Nordrhein-Westfalen mit so viel Geld wie nie zuvor: In diesem wie im vergangenen Jahr stehen jeweils 47 Millionen Euro für Radwege zur Verfügung. 2017 waren 36 Millionen Euro dafür eingeplant.

Quelle: Ministerium für Verkehr am 23.04.2020

Nordrhein-Westfalen: Radfahrstreifen statt Autospur auf Abschnitt der Tel-Aviv-Straße in Köln

Die Stadt Köln hat einen weiteren Schritt zur fahrradfreundlichen Umgestaltung der Nord-Süd-Fahrt gemacht. Eine Sanierungsmaßnahme der Fahrbahndecke auf einem Teilabschnitt der Tel-Aviv-Straße wurde dazu genutzt, eine neue Markierung aufzutragen und statt einer Kfz-Spur einen Radfahrstreifen einzurichten.

In nördlicher Fahrtrichtung wurden auf dem wichtigen Abschnitt zwischen der Kleinen Spitzengasse und dem Blaubach ein bis zu 2,50 m breiter Radfahrstreifen statt einer Autospur und ein Schutzstreifen sowie vorgezogene Aufstellflächen für Radfahrende markiert.

In Hinblick auf die bevorstehende Sperrung der Severinstraße auf Höhe der Einsturzstelle des ehemaligen Stadtarchivs entsteht durch die umgesetzte Maßnahme für Radfahrende in Fahrtrichtung Norden eine attraktive Alternative zur Umleitung über die Follerstraße. So können Radfahrende aus der Kleinen Spitzengasse kommend den neuen Schutzstreifen nutzen, um am Blaubach wieder rechts abzubiegen oder auf den Radfahrstreifen wechseln, um geradeaus auf die Neuköllner Straße zu fahren.

Die Anzahl der Autospuren ist vor der Kreuzung mit dem Blaubach zugunsten des neuen Radfahrstreifens von vier auf drei reduziert worden. Von einer neuen Aufstellfläche vor der Ampel am Ende des Brückenbauwerks werden Radfahrende direkt auf den Radfahrstreifen in Mittellage geführt. Dabei wurde der für rechtsabbiegende Autos zu querende Bereich mit einer großflächigen Roteinfärbung versehen. Für rechtsabbiegenden Radverkehr wurde ein Schutzstreifen am rechten äußeren Rand der Rampenauffahrt ab der Kleinen Spitzengasse eingerichtet. Zur Erhöhung der Sicherheit wurden die Radverkehrsanlagen mit vorgezogenen Haltlinien ausgestattet. Für den motorisierten Verkehr verbleiben zwei Geradeausspuren in Richtung Neuköllner Straße und eine Rechtsabbiegespur in Richtung Waidmarkt.    

Die Markierung des Radfahrstreifens ist eine Maßnahme des 2016 vom Rat der Stadt Köln beschlossenen "Radverkehrskonzeptes Innenstadt" und ein Vorgriff auf weitere Verbesserungen für den Radverkehr auf der Nord-Süd-Fahrt. Bislang wurden die Ulrichgasse und die Vorgebirgstraße unter Umwandlung von Kfz-Spuren fahrradfreundlich neu gestaltet. Voraussichtlich für dieses Jahr sind der Lückenschluss zur Ulrichgasse und die Fortführung bis zur Ost-West-Achse geplant. Ebenso geplant sind Verbesserungen für die südliche Fahrtrichtung in diesem Bereich sowie eine komfortable Radverkehrsführung auf der Riehler Straße in der weiteren nördlichen Fortführung der Nord-Süd-Fahrt.

Quelle: Stadt Köln am 21.04.2020

Nordrhein-Westfalen: Münsters Radwege im Check - Amt für Mobilität und Tiefbau lässt 600 Kilometer langes Netz abfahren

Ein Quad auf dem Radweg? In diesen Wochen sind die vierrädrigen Kleinfahrzeuge in städtischer Mission unterwegs: Noch bis zum Sommer unterziehen sie  im Auftrag des städtischen Amtes für Mobilität und Tiefbau Münsters Radwegenetz einem gründlichen Check auf Zustand und Sicherheit. Ausgestattet sind sie mit Kameras, die für die spätere  Auswertung verlässliche Bilder liefern. Auch Pkw werden für diese Zustandserfassung eingesetzt.

Auf einer Länge von rund 600 Kilometern sind die Fahrzeuge bis zum Sommer in Aktion. Spurrinnen,  Risse,  Schlaglöcher,  Wurzelschäden im Asphalt -  die Stadt nimmt Radwege, abgetrennte Fahrstreifen und Fahrrad-Straßen in den prüfenden Fokus. Für Hauptverkehrsachsen gilt das alle vier Jahre. Amtsleiter Michael Grimm: "Wir befahren jetzt erstmalig auch alle Nebenflächen. Damit bekommen wir ein visuell-bildbasiertes Gesamtbild vom baulichen Zustand aller Radwege, das wir im Jahresverlauf auswerten und bewerten werden."

Diese flächendeckende Untersuchung ist für die Stadt die solide Basis, auf der sie kürzer- oder langfristig über Sanierung und  Erhalt der Radwege entscheiden kann. Auf Grundlage dieser Inventur kann sie dann Prioritäten in der Planung setzen... Foto: Mit Pkw und Quad untersucht die Stadt den Zustand der Fahrradwege. Bei der Dokumentation helfen visuelle Verfahren.

Quelle: Stadt Münster am 30.04.2020

Nordrhein-Westfalen: Wuppertaler Verkehrsinitiativen fordern provisorischen B7 Radweg

Die Einrichtung von Radinfrastruktur auf der B7 ist für uns eine Herzensangelegenheit. Deshalb haben wir uns, zusammen mit anderen Wuppertaler Verkehrsinitiativen, an den Oberbürgermeister gewendet um eine temporäre Radspur auf der Talachse einzurichten. Hier die Pressemitteilung im Wortlaut:

Abstand halten ist das Gebot der Stunde. Was in der Coronakrise an der Supermarktkasse inzwischen ganz gut funktioniert, stellt Radpendelnde sowie Bürgerinnen und Bürger, die nach Bewegung  suchen, vor neue Herausforderungen.

"Wir erleben aktuell eine deutliche Zunahme des Radverkehrs. Der ÖPNV steht nur noch eingeschränkt zur Verfügung. Viele Menschen weichen jetzt erstmalig auf das Fahrrad aus" stellt Lorenz Hoffmann Gaubig vom ADFC fest. "Die Nordbahntrasse  hat Ihre Kapazitätsgrenze bereits erreicht. Jetzt wird es Zeit, freie Kapazitäten auf der  B7 zu nutzen." Durch ihre zentrale Tallage werden große Teile der Kernstadt erschlossen sowie die Innenstädte von Barmen und Elberfeld direkt miteinander verbunden. Wenn man das Ziel der Fahrradstadt 2025 ernst nimmt, muss man die jetzige Krise als Chance  für eine  Veränderung der städtischen Mobilität nutzen.

In den letzten Wochen hat der Radverkehr bei gleichzeitig deutlicher Abnahme des Autoverkehrs bereits massiv zugenommen. "Leider fahren die verbleibenden Autofahrenden nun aber deutlich schneller",  beobachtet Kirsten Haberer von der IG Fahrradstadt. "Radfahrende erleben dies als beängstigend und weichen vermehrt auf Gehwege aus. Damit verschlechtert sich aber ihre eigene Verkehrssicherheit und die der zu Fuß Gehenden."

Daher fordern die Wuppertaler Verkehrsinitiativen in Ihrem offenen Brief an Oberbürgermeister Mucke die Einrichtung eines provisorischen Radweges auf der B7, vorzugsweise in Form einer "Protected BikeLane". Eine gerechte Flächenaufteilung der Verkehrsarten und mehr sicherer Raum für Radfahrende in Form einer Umweltspur wurde bereits 2016 von der IG Fahrradstadt gefordert.

"Ein provisorischer Radweg auf der B7 wird die Nordbahntrasse entlasten. Er lässt sich schnell und kostengünstig mit einer einfachen Markierung und Baken einrichten. Auch Pendlerinnen und Menschen, die an den Hauptverkehrsstrassen leben und  nach Bewegungsräumen suchen, werden diese Möglichkeit dankbar annehmen. Verkehrsfluss und Verkehrssicherheit werden sich für alle Verkehrsteilnehmerinnen insgesamt verbessern", ist sich Christian Wolter vom Bündnis Mobiles Wuppertal sicher.

In Großstädten sind 63 Prozent der Wege unter 5 km lang. Gerade auf der Talachse spielt auch die sonst als Hemmnis für den Radverkehr häufig angeführte Topografie unserer Stadt keine Rolle. Wuppertal hat die Chance, viel mehr Verkehr auf das Fahrrad zu verlagern, da sind sich die Initiativen einig. "Es mangelt aber an sicherer Infrastruktur" mahnen die Initiatoren in Ihrem Schreiben an der Oberbürgermeister.

Jörg Werbeck vom VCD Bergisch Land ergänzt, dass "bei einer stufenweisen Rücknahme der Kontaktbeschränkungen und Öffnung erster Geschäfte sich die Zunahme des Radverkehrs auch positiv auf die Reaktivierung des lokalen Einzelhandels auswirken und diesen nachhaltig unterstützen wird. Dies zeigen Erfahrungen aus anderen Städten ganz klar."

Quelle: fahrradstadtwuppertal.de am 16.04.2020

Nordrhein-Westfalen: Autofahrer müssen warten - Querungshilfen für Fußgänger und Radfahrer am Rolandsweg in Paderborn

Am Rolandsweg sind die beiden neuen Querungshilfen für Radfahrende und zu Fuß Gehende auf Höhe von Stolbergallee und Schützenweg fertiggestellt. Hier erleichtert jetzt jeweils ein barrierefreier Fußgängerüberweg mit einer separaten, rot markierten Spur für Radfahrende das Queren des Rolandswegs. Außerdem werden durch die angepasste Beschilderung für Autofahrende auf dem Rolandsweg zu Fuß Gehende und Radfahrende auf der Stolbergallee und dem Schützenweg klar bevorrechtigt. Autos müssen jetzt vor den Querungshilfen warten.

Ein großes "Vorfahrt gewähren" Schild sowie der Hinweis auf querende Radfahrende macht dem Autofahrenden deutlich, dass er hier jetzt anhalten und Radfahrende sowie zu Fuß Gehende queren lassen muss. Für zusätzliche Sicherheit sorgt noch, dass der Rolandsweg im Bereich der Querungshilfen jetzt einspurig ist. Autofahrende müssen so automatisch langsamer werden, um Verkehr aus der Gegenrichtung vorbei lassen zu können.

Der Bau der beiden Querungshilfen am Rolandsweg geht auf einen Antrag aus der Politik in 2019 zurück, den die Stadt Paderborn jetzt an dieser Stelle umgesetzt hat. Auf diese Weise möchte man den Rad- und Fußverkehr sicherer machen, aber auch beschleunigen und damit attraktiver machen. So wurde in diesem Zusammenhang auch die Fußgängerampel abgebaut. Diese ist nun nicht mehr notwendig, da es automatisch Vorfahrt für den umweltfreundlichen Rad- und Fußverkehr gibt. Am Greitelerweg sind ebenfalls zwei Querungshilfen dieser Art in Planung. Die Umsetzung ist allerdings erst möglich, wenn die derzeit laufenden Arbeiten im Bereich des Fürstenwegs beendet sind. Foto-Download.

Quelle: Stadt Paderborn am 30.04.2020

Rheinland-Pfalz: Erster Förderaufruf für Radwege im ländlichen Raum

Verkehrsstaatssekretär Andy Becht startet den ersten Förderaufruf für Radwege speziell im ländlichen Raum. Gemeinden und Zweckverbände können ab dem 6. April 2020 ihre Bewerbungsunterlagen einreichen. Die Frist endet am 15. Juni 2020.

"Rheinland-Pfalz ist geprägt von ländlichen Räumen. Sie bieten hohe Lebensqualität, sind Heimat für viele Bürgerinnen und Bürger, ziehen Touristen an und sind attraktive Standorte für unsere mittelständischen Unternehmen. Wir wollen, dass sie sich weiterhin gut entwickeln und Menschen gerne dort leben", sagte Becht. "Mobilität gehört unbedingt dazu – auch das Radfahren. Wir wollen, dass Pendler, Bürger und auch Touristen im ländlichen Raum mehr Radwege nutzen können und stellen dafür zusätzlich 4 Millionen Euro bereit", so Becht.

Mit dem 1. Förderaufruf für Investitionen in kleine Infrastrukturmaßnahmen werden 4 Millionen Euro (ELER- und GAK-Mittel) für Radwege oder kleinere Pendlerrouten im ländlichen Raum bereitgestellt. "Damit ergänzen wir bestehende Förderangebote für den kommunalen Straßen- und Radwegebau um ein speziell für die ländlichen Räume aufgelegtes Programm", so Becht.

Gefördert werden können Investitionen in bestehenden Radwege (In-Wert-Setzung), konzeptionelle Planungen wie kommunale Radverkehrskonzepte, gemeindliche Radwege, aber auch der Bau von Radwegen.

Mit dem Förderprogramm sollen unsere ländlichen Räume noch besser auch für Radfahrer erschlossen werden. Pendler kommen besser zum Arbeitsplatz, Touristen können die attraktive Natur- und Kulturlandschaft im ländlichen Raum mit dem Fahrrad erkunden und neue Radwege werden auch das Freizeitangebot und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger vor Ort verbessern. 

Die Bewerbungsfrist läuft bis 15. Juni 2020. Nähere Informationen und Unterlagen zum Förderaufruf (Beschreibung der Fördermaßnahme, Bewerbungsformular) sind auf der Homepage unter www.eler-eulle.rlp.de (Rubrik "Für Antragsteller" -> "Förderaufrufe") veröffentlicht. 

Das Land Rheinland-Pfalz sowie die EU wollen mit dieser Förderung Arbeits- und Lebensbedingungen in den Gemeinden im ländlichen Raum weiter steigern und die Verbindung attraktiver Kultur- und Naturräume verbessern. Ein zweiter Förderaufruf ist für das 4. Quartal dieses Jahres vorgesehen.

Die Förderung erfolgt im Rahmen des Entwicklungsprogramms EULLE aus ELER- und GAK-Mitteln.

Hintergrundinfo zu ELER und EULLE: "EULLE" steht für "Entwicklungsprogramm Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung" für die Förderperiode 2014-2020. EULLE bildet ein Kernstück der Förderung des ländlichen Raums in Rheinland-Pfalz. Das Programm wird mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) in Höhe von rund 300 Millionen Euro finanziert. Hinzu kommen Kofinanzierungsmittel von Bund und Land oder anderen öffentlichen Trägern etwa in gleicher Höhe. LEADER (frz. Liaison entre actions de développement de l´économie rurale) ist eine von 10 Maßnahmen des Entwicklungsprogramms EULLE. Über LEADER werden seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 02.04.2020

Rheinland-Pfalz: 50 Radweg-Projekte im neuen Investitionsplan Landesstraße

Rheinland-Pfalz packt an: 870 Projekte sind im neuen Investitionsplan Landessstraßen für die Jahre 2019 – 2023 vorgesehen. Insgesamt haben die Vorhaben zum Erhalt und Ausbau von Landesstraßen, Radwegen und Brücken ein Bauvolumen von rund 560 Millionen Euro.

Die alle fünf Jahre aufgestellten Investitionspläne sind Grundlage für die Straßenbauprogramme. Der IP 2019 – 2023 enthält 870 prioritäre Projekte, die im Detail geplant und vorbereitet werden. Das Investitionsvolumen von rund 560,5 Millionen Euro verteilt sich auf 575 Bauprojekte an Fahrbahnen, 147 an Bauwerken, 50 an Radwegen und 98 Bauvorhaben an Knotenpunkten. Im Investitionsplan finden sich Projekte ab 150.000 Euro Baukosten. Am meisten Geld veranschlagt ist mit 5,7 Millionen Euro für den Radweg zwischen Bad Bertrich und Alf. Über die Realisierung der einzelnen Bauvorhaben entscheidet letztendlich der Landtag mit der Verabschiedung des zum Haushaltsplan gehörendem Landesstraßenbauprogramms. 

Für den Landesbetrieb Mobilität und seine regionalen Dienststellen schafft der Investitionsplan Planungssicherheit. Die Projekte im IP wurden in einem Bewertungsverfahren ermittelt, das neben dem Straßenzustand und den Kosten der einzelnen Baumaßnahmen auch Kriterien wie Verkehrssicherheit, Verkehrsbelastung oder Synergieeffekte mit Radwege- oder Kanalbauvorhaben einbezieht. 

Projekte des bestehenden IP 2014 - 2018, deren Baubeginn aufgrund langer Planungszeiten bis Ende 2023 nicht realistisch ist, wurden nicht in den neuen IP aufgenommen, sondern werden gesondert weitergeplant. Der Investitionsplan 2019 – 2023 kann hier abgerufen werden: mwvlw.rlp.de/de/themen/verkehr/strassenbau/landesstrassen

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 07.04.2020

Sachsen: Land bewilligt 26 Radverkehrsmaßnahmen mit rund 12 Mio. Euro im Jahr 2020

Die Baubranche muss auf Grund der Corona-Pandemie wegbrechende Aufträge hinnehmen. Verkehrsminister Martin Dulig: "Der Freistaat Sachsen unterstützt auch in diesem Jahr die Kommunen mit Mitteln aus dem kommunalen Straßen- und Brückenbau, um Bauaufträge auslösen zu können. Uns ist nicht nur daran gelegen, dass die Verkehrswege in Sachsen in einem guten Zustand bleiben, neue Radwege gebaut und Eisenbahnkreuzungen entschärft werden. Wir wollen auch, dass sich die Bauwirtschaft auf öffentliche Aufträge verlassen kann."

Das diesjährige Gesamtbudget für Maßnahmen im kommunalen Straßen- und Brückenbau beläuft sich nunmehr auf rund 266 Mio. Euro. Die Summe beinhaltet den Ansatz des Doppelhaushaltes 2019/2020 in Höhe von 178,9 Mio. Euro sowie die Ausgabereste aus 2019 (bereits bewilligte aber nicht ausgezahlte Mittel) in Höhe von rund 87,4 Mio. Euro.

Insgesamt 180 Mio. Euro des Gesamtbudgets sind in bereits bewilligten Maßnahmen der Vorjahre gebunden. Auch diese Maßnahmen werden fortgesetzt. Nunmehr werden auch erste Neuanträge in Höhe von 24,4 Millionen Euro für vier Eisenbahnkreuzungsmaßnahmen (rund 1,9 Mio. Euro), für 42 Gemeinschaftsmaßnahmen des Landes mit Kommunen und Landkreisen (rund 10,6 Mio. Euro) und 26 Radverkehrsmaßnahmen (rund 11,9 Mio. Euro) bewilligt (siehe Anlage).

Mit den weiterhin noch zur Verfügung stehenden Mitteln sollen weitere Maßnahmen neu bewilligt werden. So wird derzeit die Neubewilligung insbesondere bei Ingenieurbauwerken oder Kostenerhöhungsanträgen geprüft.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 15.04.2020

Sachsen: Verbesserung der Radverkehrsführung auf der Zwickauer Straße in Chemnitz

Am 14. April 2020 begannen die Baumaßnahmen für die Verbesserung der Radverkehrsführung  auf der Zwickauer Straße landwärts im Bereich Marianne-Brandt-Straße.

Zwischen der Zwickauer Straße  Hausnummer 62 und Barbarossastraße fehlt auf rund 230 Metern ein Radfahrstreifen. Dieser endet auf der landwärtigen Spur vor der Einmündung der Marianne-Brandt-Straße und erfordert von den Radfahrern eine Einordnung in den fließenden Verkehr, was zu gefährlichen Situationen führt. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wird daher der Radfahrstreifen mit einer Breite von 1,85 Metern bis über die Kreuzung Barbarossastraße verlängert.

Die Einordnung eines Radfahrstreifens erfolgt durch Reduzierung des Grünstreifens zwischen der Fahrbahn und den Straßenbahngleisen. Dafür mussten im Vorfeld der Maßnahme sechs Baumhaseln gefällt werden, für die es Ersatzpflanzungen an der Barbarossastraße und an der Zwickauer Straße geben wird. Während der Bauausführung wird die Linksabbiegespur in die Goethestraße gesperrt. Eine Umleitung erfolgt über die Zwickauer Straße- Ulmenstraße-Ahornstraße-Barbarossastraße.

Die Baumaßnahme ist bis zum 29. Mai 2020 geplant. Die Baukosten betragen rund 200.000 Euro. Der Freistaat Sachsen unterstützt dieses Vorhaben mit rund 80 Prozent im Rahmen der Förderung des kommunalen Straßen- und Brückenbaus.

Quelle: Stadt Chemnitz am 09.04.2020

Schleswig-Holstein: Einrichtung von Fahrradstraßen in Pinneberg – erste Schritte

Der Ausschuss Stadtentwicklung hat im Herbst 2019 beschlossen, auf der Grundlage des Netzes der Velorouten Fahrradstraßen im gesamten Stadtgebiet einzurichten (siehe dazu ausführlich die Drucksachen Nrn. 19/181 und 19/181/1).

Die ersten 3 Straßen sollen in den nächsten Tagen eingerichtet werden:

  • Am Drosteipark,
  • Burmeisterallee,
  • Hunnenbarg

Die Anlieger der Straßen erhalten vorab ein entsprechendes Informationsschreiben.

Vor der Ausweisung der weiteren beschlossenen Fahrradstraßen in Wohnquartieren soll die geplante Novellierung der Straßenverkehrsordnung abgewartet werden.

Diese soll die Ausweisung von "Fahrradzonen" analog zu "Tempo 30 Zonen" mit gleichen oder ähnlichen Regelungsinhalten wie bisher für Fahrradstraßen für ganze Quartiere zulassen.

Beitrag zur langfristigen Mobilität in Pinneberg: "Die Ausweisung von Fahrradstraßen ist ein wichtiger Bestandteil des Ziels, Pinneberg zu einer fahrradfreundlichen Stadt zu machen und die Mobilität im Stadtgebiet insgesamt komfortabler und sicherer zu gestalten", so Bürgermeisterin Urte Steinberg.

Fahrradstraßen sollen schnellere und sichere Wege für Radfahrer*innen durch die Stadt eröffnen, dazu bedarf es nach den bisherigen Erfahrungen in vielen Bereichen noch ergänzender baulicher Maßnahmen. Mit Instrumenten wie Velorouten, Fahrradstraßen, Fahrradzonen wird das Radfahren attraktiver.

Menschen, die heute noch mit dem Auto fahren, wird dann eine gute Alternative auf kurzen Strecken im Stadtgebiet angeboten. Wenn es Pinneberg gelingt, den Radverkehrsanteil im gesamten Verkehr zu steigern und damit den Autoverkehrsanteil am Straßenverkehr entsprechend zu verringern, dann sind auf den Straßen weniger Autos unterwegs. Fahrradstraßen/Fahrradzonen sind folglich auch ein Anti-Stauinstrument für den Autoverkehr. Dies dient nicht zuletzt dem Klimaschutz.

"Langfristig trägt die Ausweisung von Fahrradstraßen und ggfs. Fahrradzonen dem steigendem Verkehrsaufkommen und den sich wandelnden Mobilitätansprüchen Rechnung", erklärt der Leiter des Fachbereiches Stadtentwicklung & Bauen, Herr Stieghorst.

Quelle: Stadt Pinneberg am 27.04.2020

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30. April 2020
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